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Guinea

Wettervorhersage in Guinea

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Das Klima und die Wetterlagen in Guinea

Das Wetter in Guinea, diesem faszinierenden Land im Westen Afrikas, wird maßgeblich von seinem subäquatorialen Charakter bestimmt. Man spürt hier ganz deutlich den ständigen Wechsel zwischen der feuchten Sommerzeit und den deutlich trockeneren Monaten im Winter. Das Land lässt sich landschaftlich und klimatisch in vier ganz unterschiedliche Zonen unterteilen, die jeweils ihren ganz eigenen Charme versprühen. Dazu gehören die sonnige Küstenregion, das mittlere Guinea, die kühleren bergigen Gebiete sowie der dichte, grüne Waldgürtel.

Die Regenzeit erstreckt sich normalerweise über das halbe Jahr und beginnt meist im Mai, um dann bis weit in den Oktober hinein anzuhalten. Im Gegensatz dazu herrscht von November bis April eine ausgeprägte Trockenheit, die das Reisen in viele Regionen deutlich erleichtert. Es ist interessant zu beobachten, wie unterschiedlich die Wassermassen vom Himmel fallen. An der Küste und im Waldregengebiet kommen jährlich gewaltige Mengen von bis zu 4300 mm zusammen, was die Natur dort fast das ganze Jahr über erblühen lässt.

In den zentralen Regionen und im Hochland sieht die Welt klimatisch schon wieder ganz anders aus, obwohl diese Gebiete die Hälfte der gesamten Landesfläche ausmachen. Hier fällt mit etwa 1500 mm im Jahr deutlich weniger Niederschlag und die Phase der heftigen Regengüsse ist mit nur drei Monaten viel kürzer. Wenn die Trockenheit ihren Höhepunkt erreicht, klettert das Thermometer gerne mal auf stolze +40 °C. Das liegt vor allem am Harmattan, einem heißen Wind aus der Sahara, der viel feinen Staub im Gepäck hat.

Im Jahresdurchschnitt fühlen sich die Temperaturen mit Werten zwischen +20 °C und +27 °C eigentlich für die meisten Besucher sehr angenehm an. Direkt am Ozean ist es meist spürbar wärmer als im Landesinneren, wobei die stete Meeresbrise die Hitze dort etwas erträglicher macht. In der Hauptstadt Conakry, die direkt am Atlantik liegt, wird es eigentlich nie richtig kalt. Selbst in der kühlsten Nacht sinkt die Anzeige des Thermometers selten unter die Marke von +22 °C.

Das Wetter im Winter in Guinea
Der Winter in dieser Region ist geprägt von viel Sonnenschein und einer fast staubigen, klaren Trockenheit. Die Nordostpassate wehen heiße Luftmassen direkt aus der Wüste herüber, was die Sicht manchmal ein wenig trüben kann. Tagsüber ist es mit durchschnittlich +30 °C ordentlich warm, was Sonnenanbeter und Strandurlauber sehr freuen dürfte. Besonders der Januar und Februar glänzen mit einem strahlend blauen Himmel und einer Luftfeuchtigkeit, die in einem sehr verträglichen Bereich liegt.

Regen gibt es zu dieser Zeit fast gar nicht, höchstens im tiefen Süden verirrt sich gelegentlich mal ein kurzer Schauer im dichten Waldland. Im Dezember merkt man, dass die Luftfeuchtigkeit minimal ansteigt, was aber im Alltag kaum ins Gewicht fällt. Für alle, die gerne im Meer baden oder Wassersport treiben, sind die Wintermonate absolut perfekt geeignet. Das Wasser des Atlantiks ist mit mindestens +27 °C so warm, dass man ewig darin verweilen und entspannen kann.

Wetterbedingungen im Frühling
Die heißeste Phase des ganzen Jahres erlebt man in Guinea meist in den Monaten April und Mai. In diesen Wochen muss man ab und zu mit ersten kleinen Regenfällen rechnen, die die kommende große Regenzeit bereits ankündigen. Im April kann die Hitze durchaus extreme Formen annehmen und Spitzenwerte von bis zu +39 °C erreichen. Auch der Mai bleibt sehr warm, bringt aber auch deutlich mehr Wolken mit sich, die den Himmel oft für viele Tage im Monat bedecken.

Wer viel klare Sicht und Sonnenschein sucht, sollte am besten im März oder April anreisen, wenn die Sonne am häufigsten am Firmament steht. Die Feuchtigkeit in der Luft steigt im Frühling stetig an und liegt meist über der Marke von 70 Prozent. Der Ozean wird in dieser Zeit fast badewannenwarm und erreicht beeindruckende Temperaturen von bis zu +30 °C. Diese feucht-warme Luft staut sich dann oft direkt an der Küstenlinie und sorgt für ein sehr tropisches Lebensgefühl.

Der Sommer und seine Besonderheiten
Im Sommer zeigt sich die Regenzeit von ihrer intensivsten und kraftvollsten Seite. Ab Juni bemerkt man deutlich, wie die Temperaturen langsam um ein paar Grad sinken, während die Wolkenwand über dem Land immer dichter wird. Der Juli gilt allgemein als der nasseste Monat des Jahres, und auch im August lässt der kräftige Regen kaum nach. Es regnet dann oft stundenlang, was die gesamte Natur in ein sattes, leuchtendes Grün taucht und die Flüsse anschwellen lässt.

Interessanterweise ist der August auch der kühlste Monat im Kalender, wenn man das bei Durchschnittswerten von etwa +25 °C so nennen kann. Die Luftfeuchtigkeit ist im Sommer extrem hoch und liegt eigentlich nie unter einem Wert von 80 Prozent. Trotz des vielen Regens bleibt das Wasser im Meer mit +27 bis +29 °C weiterhin sehr einladend für mutige Schwimmer. Man sollte jedoch die stärkeren Strömungen beachten, die bei stürmischem Sommerwetter an der Küste auftreten können.

Herbstliche Aussichten in Guinea
Der herbstliche Zeitraum bleibt zunächst noch recht verregnet und oft wolkenverhangen, doch die Intensität der Schauer nimmt spürbar ab. An der Küste ist es weiterhin sehr mild, wobei die Temperaturen im September schon wieder langsam auf +29 °C klettern. Im Oktober und November wird es dann meist noch ein Stück wärmer und die Werte erreichen oft die Marke von +32 °C. Das Klima wird langsam wieder stabiler, die Wege trocknen ab und die Sonne zeigt sich wieder häufiger.

Auch im Herbst kann man wunderbar im Ozean baden gehen, da das Wasser nicht kühler als angenehme +25 °C wird. Die allgemeine Lufttemperatur pendelt sich in den späteren Herbstmonaten meist bei etwa +27 °C ein. Im September ist es oft noch eine kleine Nuance kühler, was an der langsam abklingenden Feuchtigkeit und der Verdunstung liegt. Es ist eine wunderschöne Übergangszeit, in der die Landschaft noch in voller Blüte steht, aber die große Hitze noch auf sich warten lässt.

Guinea ist ein echtes Geheimjuwel in Westafrika, das mit seiner mystischen Schönheit viele Reisende sofort in seinen Bann zieht. Hier treffen uralte afrikanische Traditionen auf eine lebendige Kunstszene, was jeden Aufenthalt zu einer tiefgreifenden Erfahrung macht. Wann genau man dieses Land besuchen sollte, hängt stark davon ab, was man vor Ort eigentlich erleben möchte. Manche suchen das echte Abenteuer in der wilden Natur, während andere sich mehr für die kulturelle Vielfalt der Städte interessieren.

Die beste Reisezeit für einen Besuch in Guinea


Zwischen Juni und Oktober zeigt sich die Natur von ihrer wilden Seite, was das Reisen auf unbefestigten Straßen aber erschweren kann. In den Nationalparks sind die Pfade oft aufgeweicht, weshalb manche abgelegenen Gebiete nur mit viel Geduld zugänglich sind. Viele Einheimische verbringen in dieser nassen Zeit mehr Zeit in ihren Häusern, wodurch das öffentliche Leben einen ruhigeren Takt bekommt. Wer jedoch die absolute Einsamkeit sucht und keine Lust auf andere Touristen hat, findet genau in dieser Zeit seine Ruhe.

Die ideale Zeit für eine klassische Entdeckungsreise ist definitiv die Trockenperiode, die von November bis Mai andauert. Das Wetter ist dann sehr beständig und die Temperaturen liegen meist in einem sehr angenehmen Bereich zwischen 25 und 30 Grad. Dies ist zudem die Zeit der großen lokalen Feste und bunten kulturellen Veranstaltungen in den vielen kleinen Dörfern. Man bekommt so einen authentischen Einblick in das afrikanische Leben und kann die Gastfreundschaft der Menschen in vollen Zügen genießen.

Aktivitäten während der Regenzeit


Auch wenn es viel regnet, gibt es in Guinea absolut spannende Orte, die gerade dann ihren ganz besonderen Reiz entfalten. Der Nimba-Nationalpark ist ein wahres Paradies für Naturfreunde, wo man seltene Gorillas und Schimpansen in ihrem natürlichen Umfeld beobachten kann. Wenn die Flüsse und Seen im Sommer randvoll sind, verwandelt sich die gesamte Umgebung in eine fast magische Wasserwelt. Das satte Grün der Urwälder wirkt in dieser Zeit durch den ständigen Regen fast schon surreal schön.

Vogelliebhaber sollten unbedingt den Basara-Nationalpark besuchen, um seltene Flugkünstler und viele exotische Insekten zu entdecken. Die feuchte Luft sorgt dafür, dass die Tierwelt besonders aktiv ist und man überall das Summen und Rufen der Natur hört. Es ist die beste Zeit, um die Biodiversität Westafrikas in ihrer ganzen Fülle und Pracht zu erleben. Man sollte allerdings immer eine gute Regenjacke und wirklich wasserfeste Schuhe im Gepäck dabei haben.

In der Hauptstadt Conakry kann man sich wunderbar durch die lokale Küche probieren und die vielen Museen besuchen. Köstliche Fischgerichte in cremiger Kokosmilch oder süße Mangos direkt vom Baum sind ein wahrer Genuss für jeden Gaumen. Das Nationalmuseum bietet zudem tiefe Einblicke in die spannende Geschichte und die künstlerischen Schätze des Landes. Hier kann man viele Stunden verbringen und die Zeit vergessen, während draußen der tropische Regen auf die Dächer prasselt.

Ein Abstecher in die Stadt Kankan lohnt sich ebenfalls, um die rhythmischen Tänze und die traditionelle Musik der Region hautnah zu erleben. Die Stadt gilt als das kulturelle Herz des Landes, wo die alten Bräuche der Vorfahren noch sehr lebendig sind. Besonders die eindrucksvollen Maskentänze sind ein Erlebnis, das man sein Leben lang nicht mehr vergisst. Hier spürt man die pure Energie und die Lebensfreude der Menschen trotz des manchmal grauen Wetters.

Unternehmungen in der Trockenzeit


Sobald der Regen nachlässt, öffnen sich die Türen zu den schönsten Stränden und versteckten Winkeln des Landes. Die Îles de Los sind ein absolutes Muss für jeden, der nach Entspannung und einer echten Postkartenidylle sucht. Der weiße Sand und das glasklare Wasser laden förmlich dazu ein, den ganzen Tag träumend am Meer zu verbringen. Man kann dort wunderbar schnorcheln, schwimmen oder einfach nur den weiten Blick über den glitzernden Ozean schweifen lassen.

Wer große wilde Tiere in freier Wildbahn sehen möchte, sollte den Pogue-Nationalpark unbedingt auf seine Reiseliste setzen. Hier ziehen Elefanten, Löwen und mächtige Büffel durch die Savanne und lassen sich bei einer Safari gut beobachten. Die nun trockenen Pfade ermöglichen ausgedehnte Wanderungen durch die malerische Landschaft, die im Sonnenlicht in warmen Goldtönen leuchtet. Es ist die perfekte Zeit für Tierbeobachtungen an den wenigen verbliebenen Wasserlöchern der Region.

In Kankan gibt es neben der reichen Kultur auch beeindruckende Gebirge und tosende Wasserfälle zu entdecken. Man kann geführte Touren unternehmen, die einen hoch hinaus in die Natur führen und atemberaubende Ausblicke über die weite Ebene bieten. Die Luft in den Bergen ist in der Trockenzeit besonders klar und frisch, was das Wandern sehr angenehm macht. Überall stößt man auf kleine Bäche, die in versteckten Kaskaden über die Felsen in die Tiefe stürzen.

Zurück in Conakry sollte man sich ausreichend Zeit für die beeindruckende Architektur dieser Metropole nehmen. Die prächtige Große Moschee und die imposante Kathedrale sind eindrucksvolle Zeugen der religiösen Vielfalt und der Geschichte der Stadt. Überall finden sich historische Gebäude, die durch ihren ganz eigenen Stil auffallen und den Charakter der Hauptstadt prägen. Guinea ist ein Land voller Kontraste, das jeden Besucher mit offenen Armen empfängt und immer wieder aufs Neue überrascht.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Guinea ein absolut lohnenswertes Ziel für Reisende ist, die das Unverfälschte suchen. Man kann hier eine unvergleichliche Natur, eine tiefe kulturelle Verwurzelung und eine herzliche Gastfreundschaft erleben, die lange im Gedächtnis bleibt.