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Venezuela

Information about Venezuela

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Geographie und Geschichte Venezuela

Wenn man an Venezuela denkt, schießen vielen Menschen sofort Bilder von Armut oder die Erfolge ihrer Schönheitsköniginnen in den Kopf. Doch das ist nur ein winziger Ausschnitt der Realität, denn dieses Land hat für Reisende, die das Besondere suchen, unglaublich viel zu bieten. Es ist ein Ort, der selbst erfahrene Weltenbummler mit seiner ungeahnten Vielfalt und Gastfreundschaft überraschen kann. Wer sich auf das Abenteuer einlässt, wird mit unvergesslichen Momenten belohnt, die weit über die gängigen Klischees hinausgehen.

Das Land ist ein wahres Fest für die Sinne, angefangen bei den leuchtenden Farben der Natur bis hin zu den dramatischen Landschaften. Die Flora und Fauna sind so abwechslungsreich, dass man aus dem Staunen kaum herauskommt, während die historischen Denkmäler Geschichten aus vergangenen Zeiten erzählen. Man findet hier Lagunen, die so klar sind, dass man bis zum Grund sehen kann, und schneeweiße Strände, die man sonst nur von Postkarten kennt. Solche unberührten Orte sind auf unserem Planeten mittlerweile eine echte Seltenheit geworden.

Geografisch gesehen liegt Venezuela in einer privilegierten Lage, direkt am Karibischen Meer und am Atlantischen Ozean. Es teilt sich seine Grenzen mit Guyana, Brasilien und Kolumbien und erstreckt sich über eine Fläche von etwas mehr als neunhunderttausend Quadratkilometern. Das Herz des Landes ist die wunderschöne Hauptstadt Caracas, die als pulsierendes Zentrum gilt. Die Lage am Meer prägt nicht nur das Klima, sondern auch das gesamte Lebensgefühl der Menschen, die dort leben.

Die Geschichte des Landesnamens ist besonders charmant und führt uns zurück zu den spanischen Seefahrern. Als diese in der Bucht der Halbinsel Paraguaná unterwegs waren, entdeckten sie eine kleine Siedlung der indigenen Bevölkerung. Die Hütten der Einheimischen waren auf hohen Stelzen direkt über dem Wasser gebaut, was einen bleibenden Eindruck hinterließ. Der Steuermann fühlte sich sofort an das ferne Italien erinnert und taufte die Bucht kurzerhand Veneziola, was auf Spanisch so viel wie Kleines Venedig bedeutet.

Mit der Zeit verbreitete sich dieser Name entlang der gesamten Karibikküste und wurde schließlich zur offiziellen Bezeichnung. Seit dem Jahr achtzehnhundertdreißig steht der Name Venezuela für den eigenständigen Staat, der sich damals von Großkolumbien loslöste. Es ist faszinierend, wie eine zufällige Ähnlichkeit mit einer europäischen Stadt einem ganzen Land seinen Namen gab. Diese historische Verbindung ist bis heute in den Köpfen der Menschen präsent.

Die Geografie des Landes ist so vielfältig, dass man das Gefühl hat, mehrere Kontinente in einem zu besuchen. Da gibt es die schneebedeckten Gipfel der Anden, die direkt an den wilden, undurchdringlichen Dschungel grenzen. Über dreitausend Kilometer Küstenlinie mit feinstem Sand laden zum Verweilen ein, während im Landesinneren der riesige Maracaibo-See liegt. Auch der Orinoco, einer der längsten Flüsse der Welt, und der weltberühmte Angel Falls Wasserfall gehören zu den beeindruckenden Naturwundern.

Heute unterteilt man das Land meistens in vier große Regionen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Der gebirgige Teil der Anden zieht sich durch den Nordwesten und bildet eine atemberaubende Kulisse aus hohen Bergen und weiten Ebenen. Auf den Spitzen der Sierra Nevada de Mérida liegt fast das ganze Jahr über Schnee, was in dieser tropischen Region fast wie ein Wunder wirkt. Hier befindet sich auch der Pico Bolívar, der mit über fünftausend Metern der höchste Punkt des ganzen Landes ist.

Eine ganz andere Welt erwartet einen in der Region Los Llanos, die sich entlang der Flüsse Apure und Orinoco erstreckt. Das ist das Land der endlosen Prärien, der dichten Wälder und der riesigen Ranches, auf denen unzählige Rinder grasen. Hier ist die Natur noch Herr im Haus, und man kann Wasserschweine oder riesige Anakondas in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten. Sogar die seltenen Süßwasserdelphine tummeln sich im Orinoco, während tief im Regenwald noch immer indigene Völker nach ihren alten Traditionen leben.

Der Südosten des Landes ist hingegen für seine enormen Bodenschätze bekannt und beherbergt das beeindruckende Guayana-Hochland. Diese Region liegt etwa zweitausendsiebenhundert Meter hoch und wirkt mit ihren flachen Tafelbergen fast wie aus einer anderen Zeit gefallen. Es ist eine raue, aber faszinierende Landschaft, die Forscher und Abenteurer gleichermaßen anzieht. Die Stille und die Weite dieses Hochlands sind absolut beeindruckend und lassen einen die Welt um sich herum vergessen.

Zu guter Letzt gibt es noch den Norden mit seiner herrlichen Karibikküste, die ein wahres Paradies für Sonnenanbeter und Segler ist. Mehr als eintausendsiebenhundert Sandstrände, versteckte Buchten und malerische Golfs warten darauf, entdeckt zu werden. Alles ist eingebettet in sattes Grün, das einen tollen Kontrast zum türkisfarbenen Wasser bildet. Venezuela schafft es auf magische Weise, schneebedeckte Berge und tropische Strände so nah beieinander zu vereinen, dass für jeden Geschmack etwas dabei ist.

Regionen und Resorts Venezuela

Natur Venezuela

Das große Geheimnis hinter der touristischen Anziehungskraft von Venezuela liegt wohl in seiner unglaublichen Natur. Es ist wirklich faszinierend, dass man dort am selben Tag im ewigen Schnee der Berge stehen und später an einem tropischen Sandstrand in der Sonne liegen kann. Diese extremen Gegensätze sorgen dafür, dass sich eine Tier- und Pflanzenwelt entwickelt hat, die man so schnell nirgendwo anders findet. Jede Klimazone hat ihre eigenen Bewohner und ihre ganz speziellen Pflanzen hervorgebracht.

Wenn man sich im Norden des Landes umschaut, bemerkt man sofort den typischen karibischen Flair in der Pflanzenwelt. Hier gedeihen vor allem verschiedene Arten von Kakteen und Hülsenfrüchtlern, die perfekt an die trockene Hitze angepasst sind. Die Landschaft wirkt hier oft etwas rauer, aber auf eine sehr charmante und wilde Art. Es ist genau das Bild, das man im Kopf hat, wenn man an eine sonnenverwöhnte Küstenregion denkt.

Ganz anders sieht es in den venezolanischen Anden aus, wo die sogenannte Páramo-Vegetation das Bild bestimmt. Das sind ganz spezielle Pflanzengemeinschaften, die man nur auf den Hochgebirgswiesen findet und die der Kälte trotzen. In der Blütezeit verwandelt sich diese karge Landschaft in ein Meer aus bunten Blumen, sodass man fast meinen könnte, man stünde in einem sorgfältig angelegten Alpengarten. Die Luft ist hier oben dünn und klar, was die Farben der Blüten noch intensiver leuchten lässt.

Wandert man von den Gipfeln weiter nach unten in Richtung der Berghänge, landet man in den dichten Mooswäldern. Diese Wälder sind oft in Nebel gehüllt und so verwuchert, dass man kaum einen Weg hindurch findet, weshalb sie auch Bergregenwälder genannt werden. Hier hat eine ganz besondere Pflanze ihren Ursprung: der berühmte Chinarindenbaum. Die Feuchtigkeit in diesen Wäldern ist so hoch, dass alles von einem grünen Teppich aus Moosen und Farnen überzogen ist.

Entlang des mächtigen Orinoco-Flusses verändert sich die Landschaft erneut und man stößt immer wieder auf große Plantagen. Hier werden vor allem Zuckerrohr und Kaffeebohnen angebaut, die in dem feuchtwarmen Klima hervorragend gedeihen. In dieser Gegend gibt es eine riesige Vielfalt an Pflanzenfamilien, wobei die verschiedenen Palmenarten und Hülsenfruchtbäume besonders ins Auge fallen. Die Ufer des Flusses sind oft so dicht bewachsen, dass man sie vom Boot aus kaum durchdringen kann.

Die Natur im Süden des Landes erinnert hingegen stark an das Amazonasgebiet, was ja auch kein Wunder ist, wenn man sich die Karte ansieht. Man findet dort riesige Gummibäume und verschiedene Palmenarten, aus denen die Einheimischen schon seit Jahrhunderten Seile und andere nützliche Dinge herstellen. Es ist ein grüner Ozean, der schier endlos wirkt und in dem hinter jedem Baum eine neue Entdeckung warten könnte. Die Vielfalt an Baumarten ist hier schlichtweg überwältigend.

Besonders markant sind die Sandsteinberge der Serra Pacaraima, die durch ihre flachen Gipfel auffallen und oft als Reliktgebiete bezeichnet werden. In dieser fast schon mystischen Umgebung findet man ganze Wälder aus immergrünen Nadelbäumen, die sich an die harten Bedingungen auf den Hochebenen angepasst haben. Es ist ein Ort, der wirkt, als wäre die Zeit dort stehen geblieben. Viele der dort vorkommenden Arten gibt es tatsächlich nur in diesem kleinen Teil der Welt.

Nördlich des Orinoco dominieren weite Savannen und wunderschöne Palmhaine das Landschaftsbild. In diesen Gebieten wird heute viel Getreide angebaut, da der Boden dort sehr fruchtbar ist. Doch je weiter man sich wieder der Karibikküste nähert, desto mehr verändert sich das Klima und die Landschaft wird trockener. Dort sieht man dann wieder die endlosen dornigen Gebüsche und eine beeindruckende Anzahl an Kakteen, die in den Himmel ragen.

Was die Tierwelt angeht, so ist Venezuela ein echtes Paradies mit über dreitausend verschiedenen Arten von Tieren, Insekten und Vögeln. In den dichten Wäldern schleichen Raubkatzen wie Jaguare oder Ozelots herum, während man in den Baumwipfeln unzählige Affen beobachten kann. Auch eher unbekannte Tiere wie der Waldhund oder der Tayra haben hier ihr Zuhause. Sogar Hirsche und Beutelratten streifen durch die Gegend, auch wenn sie sich vor Menschen meistens sehr gut verstecken.

In den Flüssen und Lagunen kann man oft Schildkröten beim Sonnenbad oder Krokodile beobachten, die lautlos im Wasser gleiten. Der Dschungel selbst ist die Heimat von unzähligen Echsen und Schlangen, wobei die Anakonda wohl die berühmteste Bewohnerin ist. An den Flussufern tummeln sich Wasservögel wie Störche und Enten in riesigen Kolonien. Über allem thronen in den Bergen die mächtigen Greifvögel, die ihre Kreise ziehen und die weite Landschaft von oben im Blick behalten.

Klima Venezuela

Wenn man sich anschaut, wo Venezuela auf der Weltkarte liegt, wird schnell klar, warum es dort so ist, wie es ist: Das Land befindet sich direkt nördlich des Äquators. Das hat den großen Vorteil, dass die Temperaturen über das ganze Jahr hinweg erstaunlich stabil bleiben. Man muss sich also nicht mit extremen Jahreszeiten herumschlagen, wie wir es aus Europa kennen. In den meisten Teilen des Landes bewegen sich die Werte konstant zwischen einundzwanzig und sechsundzwanzig Grad Celsius.

Natürlich gibt es je nach Ort ein paar Unterschiede, die man bei der Reiseplanung im Kopf haben sollte. In der Hauptstadt Caracas ist es durch die Lage etwas milder, dort liegen die Temperaturen meistens zwischen sechzehn und einundzwanzig Grad. Wer es richtig heiß mag, ist in Maracaibo gut aufgehoben, wo das Thermometer gerne mal auf neunundzwanzig Grad klettert. Aber Achtung: In den Bergen kann es nachts richtig ungemütlich werden, da fallen die Temperaturen manchmal sogar bis auf minus neun Grad.

Regen ist in Venezuela ein Thema für sich, denn er fällt nicht überall gleichmäßig vom Himmel. Im Westen des Landes ist es eher gemäßigt feucht, da kommen im Jahr nicht mehr als zweihundertneunzig Millimeter zusammen. Ganz anders sieht es in der Region Cordillera de Mérida aus, wo es ziemlich oft und kräftig schüttet. Die Küstentiefländer im Norden hingegen sind eher trocken und fast schon als arid zu bezeichnen, was die dortige Kakteenlandschaft erklärt.

Im Süden des Landes sieht die Sache mit dem Niederschlag schon wieder ganz anders aus, dort regnet es deutlich mehr. Am Orinoco können im Jahr locker über vierhundert Millimeter fallen, und in manchen Teilen des Hochlands von Guyana sind es sogar bis zu sechshundert Millimeter. Wenn dann noch Zyklone vom Amazonasbecken oder vom Atlantik herüberziehen, kann die Menge kurzzeitig auf bis zu neunhundert Millimeter ansteigen. Das passiert zwar nicht jeden Tag, ist aber durchaus beeindruckend.

Interessanterweise gibt es im Amazonasgebiet selbst gar nicht so extrem viel Regen, wie man vielleicht vermuten würde. Dort liegen die Werte meistens bei etwa dreihundert Millimetern pro Jahr. Was man in Venezuela vergeblich sucht, sind die klassischen vier Jahreszeiten, die wir mit Frühling, Sommer, Herbst und Winter verbinden. Stattdessen teilt man das Jahr einfach in zwei große Abschnitte ein, die sich vor allem durch die Regenmenge voneinander unterscheiden.

Diese beiden Phasen haben aber kaum Auswirkungen auf die Wärme, die man draußen spürt. Die Trockenzeit beginnt pünktlich im Dezember und zieht sich meistens bis in den April hinein. Das ist die Zeit, in der die Sonne fast ununterbrochen scheint und die Wege gut passierbar sind. Die restlichen Monate des Jahres gehören dann der Regenzeit an. In dieser Phase verwandelt sich das Land in ein sattes Grün, und die Wasserfälle zeigen ihre ganze gewaltige Kraft.

Im Amazonasbecken sind diese Unterschiede allerdings gar nicht so stark ausgeprägt wie im Rest des Landes. Dort verteilt sich der Regen über das ganze Jahr ziemlich gleichmäßig, sodass es eigentlich immer mal wieder kurz und kräftig schütten kann. Ein riesiger Pluspunkt für alle, die Angst vor Naturgewalten haben: Venezuela bleibt glücklicherweise von den schlimmen tropischen Hurrikanen verschont, die oft andere Teile der Karibik heimsuchen.

Die beste Zeit, um dieses faszinierende Land zu erkunden, liegt zwischen November und Mai. In diesen Monaten hat man das stabilste Wetter und kann sich sicher sein, dass man nicht tagelang im Regen festsitzt. Es ist die ideale Zeit, um sowohl die Städte als auch die wilde Natur zu entdecken. Man kann seine Ausflüge besser planen und die Wanderungen in den Bergen oder die Bootsfahrten auf den Flüssen in vollen Zügen genießen.

Wer also eine Reise ins "Kleine Venedig" plant, sollte seine Koffer am besten für dieses Zeitfenster packen. Man bekommt dann genau die Mischung aus angenehmer Wärme und viel Sonnenschein, die den Urlaub perfekt macht. Da die Temperaturen sowieso kaum schwanken, braucht man sich um dicke Winterkleidung meistens keine Sorgen zu machen. Nur wer in die hohen Anden will, sollte für die kalten Nächte definitiv etwas Warmes zum Überziehen dabeihaben.

Transport in Venezuela

Was das Reisen innerhalb von Venezuela angeht, so verfügt das Land über ein ziemlich gut ausgebautes Verkehrsnetz. Man kommt eigentlich überallhin, egal ob man nun das Flugzeug, den Bus oder das Auto bevorzugt. Wer möchte, kann sich auch ein Taxi nehmen oder sogar selbst am Steuer eines Mietwagens sitzen. Eine Sache wird man allerdings vergeblich suchen: Ein klassisches Eisenbahnnetz gibt es so gut wie gar nicht, was für europäische Reisende erst mal ungewohnt sein mag.

In der Hauptstadt Caracas gibt es jedoch eine Art Metrosystem, das den Alltag der Menschen dort erheblich erleichtert. Es ist eine Mischung aus einer Untergrundbahn und Streckenabschnitten, die über der Erde verlaufen. Insgesamt gibt es vier Linien, die man ganz einfach an ihren Nummern oder Farben erkennen kann. Die Züge fahren von halb sechs morgens bis elf Uhr abends, und man muss nie lange warten, da die Intervalle je nach Tageszeit zwischen anderthalb und sechs Minuten liegen.

Der Stolz des öffentlichen Verkehrs in Venezuela ist jedoch das Busnetz. Es ist wirklich hervorragend ausgebaut und verbindet so gut wie jeden noch so kleinen Ort mit den größeren Städten. Die Busse verkehren in der Regel sehr pünktlich nach einem festen Fahrplan, sodass man sich gut auf sie verlassen kann. Es ist eine der günstigsten und authentischsten Möglichkeiten, das Land und seine Bewohner aus nächster Nähe kennenzulernen.

Allerdings gibt es während der Regenzeit eine kleine Besonderheit, die man bei seiner Reiseplanung berücksichtigen sollte. Durch die starken Regenfälle können manche Straßenabschnitte unterspült oder einfach weggeschwemmt werden. In solchen Fällen werden bestimmte Routen kurzzeitig gesperrt, bis die Wege wieder sicher sind. Sobald der Regen aufhört, kehren die Busse aber meist sehr schnell zu ihrem normalen Rhythmus zurück und alles läuft wieder wie gewohnt.

Wer die Inseln besuchen möchte, muss natürlich auf das Wasser ausweichen, und hier spielen Fähren eine große Rolle. Wenn man zum Beispiel von Puerto La Cruz aus zur beliebten Insel Margarita möchte, ist die Fähre die beste Wahl. So eine kleine Seereise dauert etwa vier Stunden und ist eine tolle Gelegenheit, sich den Wind um die Nase wehen zu lassen. Es ist eine entspannte Art des Reisens, die schon ein bisschen Urlaubsfeeling aufkommen lässt.

Im Straßenverkehr gilt in Venezuela das Rechtsfahrgebot, genau wie bei uns. In den Städten geht es meistens eher gemächlich zu, da die Geschwindigkeitsbegrenzungen oft bei fünfzig oder sechzig Kilometern pro Stunde liegen. Das ist auch gut so, denn der Verkehr kann manchmal etwas chaotisch wirken, wenn man nicht daran gewöhnt ist. Wer selbst fahren will, sollte also starke Nerven und ein bisschen Geduld mitbringen.

Für alle, die maximale Freiheit wollen, ist ein Mietwagen eine gute Option. Damit das klappt, muss man mindestens einundzwanzig Jahre alt sein und schon seit drei Jahren seinen Führerschein besitzen. Außerdem braucht man einen internationalen Führerschein und eine Kreditkarte für die Kaution. Es ist wichtig, diese Dokumente immer griffbereit zu haben, da man öfter mal kontrolliert werden kann.

Ein kleiner Tipp für Autofahrer: Es ist ratsam, ein ärztliches Zeugnis dabei zu haben, um Probleme mit den Behörden zu vermeiden. So ein Dokument kann man vor Ort innerhalb einer Stunde bekommen, und es kostet nicht die Welt. Ein Mietwagen selbst schlägt mit etwa fünfundsechzig Dollar pro Tag zu Buche, wobei man meistens noch extra für die gefahrenen Kilometer zahlt. Das Benzin ist dafür aber traditionell sehr günstig.

Wenn man über Land fährt, sollte man sich nicht wundern, wenn man immer wieder an Kontrollpunkten der Nationalgarde oder der Polizei halten muss. Das ist völlig normal und dient der Sicherheit im Land. Man muss dann einfach seinen Pass und die Fahrzeugpapiere vorzeigen, meistens wird man nach einer kurzen Überprüfung direkt weitergewinkt. Es ist wichtig, hier höflich zu bleiben und den Anweisungen der Beamten zu folgen.

Manche Autobahnen im Land sind mautpflichtig, aber die Gebühren halten sich mit ein paar Bolivares meistens in Grenzen. Auch beim Parken sollte man darauf achten, bewachte Parkplätze zu nutzen, die pro Stunde oder pro Tag abgerechnet werden. Das kostet nicht viel und gibt einem die Sicherheit, dass das Auto und das Gepäck gut aufgehoben sind. So kann man ganz entspannt die Sehenswürdigkeiten zu Fuß erkunden.

Geld und Einkaufen in Venezuela

Die offizielle Währung, mit der man in Venezuela bezahlt, nennt sich Bolivar Fuerte. Wenn man durch das Land reist, wird man Scheine in verschiedenen Werten von zwei bis einhundert Bolivares in der Hand halten. Auch Münzen sind im Umlauf, allerdings begegnet man ihnen im Alltag eher seltener. Es ist absolut kein Problem, an das lokale Geld zu kommen, da es überall im Land zahlreiche Wechselstuben gibt, die Touristen gerne weiterhelfen.

Wer direkt nach der Landung Geld braucht, kann das ganz bequem am Flughafen erledigen, aber auch Hotels und Banken bieten diesen Service an. Die Kurse sind in der Regel überall ähnlich fair, sodass man sich keine großen Sorgen um Abzocke machen muss. Ein wichtiger Rat: Man sollte auf keinen Fall die Dienste von zwielichtigen Geldwechslern auf der Straße in Anspruch nehmen. Das ist nicht nur riskant, sondern in Venezuela auch schlichtweg illegal.

In vielen Geschäften und auf den Märkten ist es übrigens gar kein Problem, auch mit US-Dollar oder Euro zu bezahlen. Das wird oft sogar sehr gerne gesehen und macht den Einkauf für Reisende manchmal etwas unkomplizierter. Man sollte aber trotzdem immer ein paar Bolivares für kleinere Ausgaben in der Tasche haben. Venezuela bietet so viele tolle Dinge, für die man sein Geld ausgeben kann, dass man am Ende sicher mit vollen Taschen nach Hause geht.

Ganz oben auf der Liste der beliebtesten Mitbringsel steht definitiv der lokale Rum. Er ist weltberühmt für seine Qualität und wird oft in hübschen kleinen Souvenirflaschen verkauft, die sich perfekt zum Verschenken eignen. Man findet diesen flüssigen Schatz in fast jedem Supermarkt oder in spezialisierten Spirituosenläden. Es ist ein echtes Stück venezolanischer Lebensfreude, das man sich da mit in die Heimat nimmt.

Ein weiteres Highlight, das man sich nicht entgehen lassen sollte, ist die einheimische Schokolade. Die Kakaobohnen aus Venezuela gelten als einige der besten der Welt, und das schmeckt man auch. Es gibt Sorten und Mischungen, die man so nirgendwo anders finden kann. Ein paar Tafeln davon im Gepäck zu haben, ist quasi Pflicht für jeden Naschkatzen, der das Land besucht. Die Schokolade ist ein tolles Geschenk, das immer gut ankommt.

Wer eher nach bleibenden Erinnerungen sucht, sollte nach Goldschmuck, handgewebten Wollteppichen oder traditionellen Holzmasken Ausschau halten. Besonders berühmt ist der Schmuck mit Perlen, die direkt bei der Insel Margarita gewonnen werden. In der Stadt La Asunción gibt es sogar ein spezielles Geschäft für diese Perlen, in dem angeblich schon die spanische Königin persönlich eingekauft hat. Das ist natürlich eine ganz besondere Geschichte, die man zu seinem Schmuckstück erzählen kann.

Für den kleineren Geldbeutel gibt es unzählige Souvenirs wie bunte Perlenketten, handgefertigte Hängematten oder kleine Tonpuppen. Auch Schachspiele, bei denen die Figuren als Konquistadoren und Indigenen gestaltet sind, sind ein echter Hingucker. Überall findet man T-Shirts mit lustigen Aufschriften, bunt bemalte Teller, Magnete für den Kühlschrank oder sogar Miniaturgitarren. Es ist für jeden Geschmack und jedes Budget etwas Passendes dabei.

Kaffee und Schokolade sind natürlich die Klassiker, die fast jeder Tourist im Koffer hat, wenn es wieder nach Hause geht. Die meisten Geschäfte haben unter der Woche von acht Uhr morgens bis sechs Uhr abends geöffnet. Man sollte aber wissen, dass außerhalb der Hauptstadt viele Läden über die Mittagszeit schließen und erst am späten Nachmittag wieder aufmachen. Die großen Einkaufszentren hingegen haben meistens bis spät in den Abend hinein geöffnet.

Ein kleiner Geheimtipp für alle Shopping-Fans ist die Insel Margarita. Sie gilt als Freihandelszone, was bedeutet, dass man dort viele Waren deutlich günstiger bekommt als auf dem Festland. Das gilt nicht nur für Souvenirs, sondern auch für Kleidung und Elektronik. Viele Einheimische nutzen das für ihre eigenen Einkäufe, und auch für Touristen lohnt sich ein ausgiebiger Bummel durch die dortigen Geschäfte definitiv.

Hauptattraktionen Venezuela

Wer an Venezuela denkt, dem kommt wahrscheinlich als Erstes der gigantische Wasserfall Salto Ángel in den Sinn. Mit einer fast unglaublichen Höhe von fast tausend Metern stürzt das Wasser hier mitten im Canaima-Nationalpark in die Tiefe. Es ist schon verrückt, wenn man bedenkt, dass dieser riesige Ort nach einem Piloten benannt wurde, der ihn eher zufällig bei einem Überflug entdeckte. Da es keine Straßen dorthin gibt, muss man sich entweder auf ein Boot schwingen oder tief in die Tasche greifen und einen Hubschrauber nehmen.

Die Tour mit dem Boot ist ein echtes Abenteuer für sich, da man die Natur so hautnah wie kaum sonst erlebt. Man gleitet durch das Wasser und sieht, wie sich der Dschungel langsam öffnet, um diesen Riesen freizugeben. Wer es bequemer mag, für den gibt es natürlich auch Flüge, bei denen man die Aussicht von oben genießen kann. Es ist ein Anblick, den man sein ganzes Leben lang nicht mehr vergisst.

Ein ganz anderes Gesicht zeigt das Land in der Region Los Llanos, wo sich endlose Graslandschaften bis zum Horizont erstrecken. Hier fließt der mächtige Orinoco-Fluss entlang und bietet einer Tierwelt Unterschlupf, die man sonst nur aus Tierdokus kennt. Es wimmelt nur so von bunten Papageien, die durch die Luft fliegen, und riesigen Ameisenbären, die im Boden nach Futter suchen. Sogar Anakondas und die seltenen roten Ibisse lassen sich hier mit etwas Glück blicken.

Besonders faszinierend sind die rosafarbenen Flussdelphine, die im trüben Wasser des Orinoco auftauchen. In dieser Gegend findet auch das bedrohte Orinoco-Krokodil seinen letzten Rückzugsort auf unserem Planeten. Man fühlt sich hier wie in einer anderen Welt, weit weg von jeglicher Zivilisation. Es ist ein Ort, an dem die Natur noch das Sagen hat und der Mensch nur ein stiller Beobachter ist.

Wenn man tiefer in die Kultur eintauchen möchte, sollte man das Volk der Warao-Indianer besuchen. Diese Menschen haben eine ganz besondere Art zu leben, denn sie bauen ihre Häuser direkt auf Stelzen über dem Wasser. Es ist beeindruckend zu sehen, wie sie sich an die feuchte Umgebung angepasst haben und ihren Alltag auf dem Fluss meistern. Man lernt dort schnell, dass man nicht viel braucht, um glücklich zu sein.

Ein absolutes Highlight für Sonnenanbeter ist das Archipel Los Roques, das ein Stück vor der Küste im Karibischen Meer liegt. Mit über 360 Inseln ist die Auswahl an einsamen Stränden hier so groß, dass man jeden Tag im Jahr eine neue Insel besuchen könnte. Da ein riesiges Korallenriff die Inseln schützt, bleibt das Wasser ruhig und glasklar. Es schimmert in allen Tönen von hellem Smaragdgrün bis hin zu tiefem Dunkelblau.

Taucher und Schnorchler kommen hier voll auf ihre Kosten, da die Unterwelt so lebendig und bunt ist. Es gibt dort sogar eine Forschungsstation für Meeresschildkröten, die man sich unbedingt ansehen sollte. Überall flattern Seevögel herum und die Luft riecht nach Salz und Freiheit. Wer einmal hier im Sand gesessen hat, möchte eigentlich nie wieder weg.

Für alle, die lieber hoch hinaus wollen, ist die Seilbahn von Mérida ein absolutes Muss. Sie ist zwölf Kilometer lang und bringt einen bis auf den Gipfel des Pico Espejo, der fast viertausend Meter hoch ist. Während der Fahrt nach oben bleibt die Gondel immer mal wieder an verschiedenen Stationen stehen. Jede dieser Stationen bietet einen anderen Blick auf die umliegende Bergwelt und die Natur.

Am besten plant man diesen Ausflug im Winter ein, wenn der Himmel klar ist und kein Nebel die Sicht versperrt. Dann kann man kilometerweit über die Anden schauen und die frische Bergluft einatmen. Die Stadt Mérida selbst ist übrigens auch ein echtes Schmuckstück und lädt zum Verweilen ein. Man kann dort prima Fahrräder leihen oder eine Tour auf dem Pferderücken machen.

Die Landschaft rund um die Stadt ist einfach malerisch und bietet die perfekte Kulisse für Fotos. Überall sieht man grüne Täler und im Hintergrund die schneebedeckten Gipfel der Berge. Es ist diese Mischung aus Karibikflair und Hochgebirge, die das Land so spannend macht. Jeder Tag bringt eine neue Überraschung mit sich, egal in welche Richtung man reist.

Tourismus in Venezuela

Mitten in den Tropen erwartet man eigentlich keine Wüste, aber in Venezuela gibt es genau das bei den Medanos de Coro. Hier türmen sich gewaltige Sanddünen auf, von denen einige bis zu vierzig Meter hoch in den Himmel ragen. Der Sand leuchtet in einem kräftigen Gelb oder tiefen Orange, je nachdem wie die Sonne gerade steht. Um sich durch diesen feinen Sand zu bewegen, wurden sogar extra Kamele ins Land gebracht.

Es ist ein wirklich seltsames Gefühl, in dieser trockenen Landschaft zu stehen, während man weiß, dass das Meer nicht weit weg ist. Man kommt ganz leicht mit dem Taxi oder dem Bus von der Stadt Coro aus dorthin. Es ist der perfekte Ort für einen Tagesausflug, wenn man mal etwas anderes als Dschungel sehen will. Die Kinder lieben es, die Dünen hinunterzurennen oder im Sand zu spielen.

Ein weiteres Naturwunder, das man weltweit wohl kein zweites Mal findet, ist das Phänomen der Catatumbo-Blitze. Am Maracaibo-See entladen sich fast jede Nacht gewaltige Gewitter, ohne dass man unbedingt Donner hört. Im Jahr 2013 wurde dort sogar ein Weltrekord aufgestellt, weil es dort so viele Blitze pro Quadratkilometer gibt. Es sieht aus wie eine natürliche Lichtshow, die den Nachthimmel stundenlang erhellt.

Wenn es nicht regnet, kann man die Blitze aus riesiger Entfernung über dem See tanzen sehen. Für die Menschen in der Region ist das völlig normal, aber für Besucher ist es ein spektakulärer Anblick. Venezuela lockt aber nicht nur mit solchen Extremen, sondern auch mit seinen klassischen Vorzügen. Die Korallenriffe und die blauen Buchten ziehen Reisende aus der ganzen Welt an.

Hier kann man sich wie ein Entdecker fühlen, wenn man die ehemalige Pirateninsel La Tortuga besucht. Es fällt nicht schwer, sich vorzustellen, wie früher die Segelschiffe am Horizont auftauchten. Wer eher auf Abenteuer im Wald steht, sollte eine Tour entlang des Orinoco machen. Dort sind die Dschungel so dicht, dass man kaum ein paar Meter weit blicken kann.

Auf der Insel Margarita merkt man dann spätestens, dass man im Paradies angekommen ist. Diese Insel gilt als die Perle der Karibik und bietet alles, was man für einen entspannten Urlaub braucht. Aber das Land kann noch mehr als nur Strand und Sonne. Für Tauchfans sind Orte wie Mochima oder Morrocoy wahre Schätze unter der Wasseroberfläche.

Die Farbenpracht der Korallen und die vielen bunten Fische dort sind einfach unglaublich. Es ist eine Welt für sich, die man am liebsten stundenlang erkunden möchte. Wer sich für Geschichte interessiert, sollte unbedingt einen Stopp in der Hauptstadt Caracas einlegen. Die Stadt wurde dort gebaut, wo früher das Volk der Caracas-Indianer lebte, bevor die Spanier kamen.

Leider sind viele der alten Gebäude aus der Kolonialzeit verschwunden, als man im Land Öl fand und alles modernisieren wollte. Trotzdem gibt es noch ein paar Ecken, in denen man die alte Zeit spüren kann. Man kann zum Beispiel das Geburtshaus von Simón Bolívar besichtigen, der das Land in die Unabhängigkeit führte. Auch der Nationalpalast und die Kathedrale sind Orte, die man gesehen haben muss.

Es gibt in Caracas eine ganze Reihe von Museen, die zeigen, wie sich das Land über die Jahrhunderte verändert hat. In der Kapelle Santa Rosa wurde damals offiziell die Freiheit des Landes verkündet. Auch der Nationalpanteon ist ein beeindruckendes Gebäude, das viel über den Stolz der Menschen aussagt. Man sollte sich einfach Zeit nehmen und durch die Straßen treiben lassen.

In Maracaibo, einer der größten Städte, stehen Kirchen wie die Iglesia de Santa Barbara, die noch aus dem 17. Jahrhundert stammen. Besonders imposant ist auch die riesige Arena für Stierkämpfe, in die 15.000 Menschen passen. Und wer gar nicht genug von alter Architektur bekommt, muss nach Coro fahren. Die Stadt war die erste Hauptstadt und hat sich ihren Charme über die Jahrhunderte bewahrt.

Dort kann man stundenlang durch die Gassen wandern und sich die alten Häuser mit ihren verzierten Fenstern ansehen. Das Haus der Schätze oder der alte jüdische Friedhof erzählen Geschichten aus einer längst vergangenen Zeit. Es ist diese Mischung aus Geschichte und moderner Lebensfreude, die einen überall im Land begleitet. Überall gibt es etwas Neues zu entdecken, wenn man die Augen offenhält.

Unterkunft in Venezuela

Da der Tourismus für das Land eine extrem wichtige Rolle spielt, geben sich die Leute bei der Unterkunft richtig viel Mühe. Man findet eigentlich überall eine Bleibe, egal ob man lieber in einem schicken Hotel oder in einer privaten Villa wohnt. Besonders beliebt sind die sogenannten Posadas, das sind familiär geführte Pensionen. Hier kümmern sich die Besitzer oft noch selbst um ihre Gäste und sorgen für eine herzliche Stimmung.

In einer Posada fühlt man sich meistens eher wie bei Freunden zu Hause als in einem anonymen Hotelzimmer. Es gibt sie in allen Varianten, von ganz einfach mit einem Ventilator bis hin zu luxuriös mit Klimaanlage. Preislich sind sie meistens unschlagbar und man bekommt einen echten Einblick in das lokale Leben. Es gibt so viele davon, dass man eigentlich immer ein freies Zimmer findet.

Wer internationale Standards bevorzugt, findet in den größeren Städten natürlich auch klassische Hotels. Hier wird viel Wert auf Komfort gelegt, damit sich die Urlauber rundum wohlfühlen können. Meistens ist das Frühstück schon im Preis enthalten, was den Start in den Tag ziemlich entspannt macht. Viele Anlagen haben auch einen eigenen Pool, in dem man nach einem langen Ausflug abtauchen kann.

Wenn man im Hotel ankommt, muss man erst einmal ein kleines Formular ausfüllen, was meistens auf Englisch kein Problem ist. Die Zimmer sind in der Regel ab 14 Uhr fertig, und am Abreisetag sollte man bis Mittag wieder ausgecheckt haben. Es lohnt sich, nach dem Einzug kurz die Infomappe auf dem Nachttisch zu lesen. Dort steht nämlich genau drin, welche Leistungen extra kosten und was im Service enthalten ist.

Für Wertsachen gibt es meistens einen Safe, den man gegen eine kleine Gebühr oder manchmal sogar umsonst nutzen kann. Was das Trinkgeld angeht, ist es oft schon in der Rechnung mit drin, aber die Angestellten freuen sich natürlich über eine kleine Aufmerksamkeit. Es passiert oft, dass man in einem einfachen Drei-Sterne-Haus einen Service bekommt, der locker mit vier Sternen mithalten kann. Die Leute sind einfach von Natur aus gastfreundlich und hilfsbereit.

Neben den Hotels und Pensionen gibt es auch die Möglichkeit, sich eine eigene Wohnung oder ein ganzes Haus zu mieten. Das ist besonders für Familien oder größere Gruppen eine tolle Sache, weil man dann sein eigener Herr ist. Man kann sich auf dem Markt frische Sachen kaufen und selbst kochen, wenn man möchte. So findet jeder Reisende genau die Art von Unterkunft, die zu seinem Geldbeutel passt.

Interessant ist auch, dass man nicht nur in den Zentren der Städte wohnen kann. Es gibt viele tolle Unterkünfte, die direkt in der Nähe der großen Sehenswürdigkeiten liegen. So spart man sich lange Fahrtwege und kann morgens als Erster am Strand oder am Nationalpark sein. Die Vermieter geben einem oft auch super Tipps für Ausflüge, die nicht in jedem Reiseführer stehen.

Man merkt einfach, dass die Menschen stolz auf ihr Land sind und wollen, dass man eine gute Zeit hat. Es ist diese persönliche Note, die den Aufenthalt in Venezuela so besonders macht. Egal wo man übernachtet, man wird fast immer mit einem Lächeln empfangen. Das macht es einem leicht, sich schnell einzuleben und den Urlaub in vollen Zügen zu genießen.

In den ländlichen Gegenden sind die Unterkünfte oft rustikaler, aber dafür umso gemütlicher. Man schläft dort vielleicht mal in einer Hängematte oder einem einfachen Bett, hört dafür aber die Geräusche des Dschungels direkt vor dem Fenster. Solche Erlebnisse sind oft viel mehr wert als jedes Luxushotel in der Stadt. Es geht darum, die Natur und das Land wirklich zu spüren.

Am Ende ist es egal, für welche Kategorie man sich entscheidet, solange man sich auf das Abenteuer einlässt. Die Vielfalt an Übernachtungsmöglichkeiten spiegelt einfach die Vielfalt des ganzen Landes wider. Von der einfachen Hütte am Strand bis zum modernen Apartment in der Stadt ist alles dabei. Das macht das Planen einer Reise auch so flexibel und spannend.

Küche und Geschirr Venezuela

Die Küche in Venezuela ist ein bunter Mix aus allem, was die Welt so zu bieten hat. Man schmeckt Einflüsse aus Europa, Afrika und natürlich auch asiatische Nuancen heraus. Fleisch steht bei den Einheimischen ganz hoch im Kurs, aber auch Bohnen und frisches Obst dürfen nie fehlen. Es ist fast unmöglich zu erraten, welche geheimen Gewürzmischungen in den Töpfen der Köche landen.

Das Herzstück der lokalen Küche ist die Comida Criolla, was man grob mit bodenständiger Hausmannskost übersetzen kann. Ein absoluter Klassiker sind die Arepas, kleine Fladenbrote aus Maismehl, die zu fast jeder Gelegenheit gegessen werden. Man kann sie mit fast allem füllen, was man sich vorstellen kann, von Käse über Fleisch bis hin zu Fisch. Sie dienen oft als Ersatz für Brot und schmecken am besten ganz frisch und warm.

Es gibt unzählige Arten, diese Fladen zuzubereiten, und jeder hat da so sein eigenes Geheimrezept. Auch Tamales sind sehr beliebt, das sind gefüllte Teigtaschen, die in Blätter eingewickelt gedämpft werden. Wer es lieber süß mag, sollte unbedingt Cachapas probieren. Das sind süßliche Maispfannkuchen, die meistens mit einer ordentlichen Portion Käse gefüllt sind.

Sowohl Touristen als auch Einheimische lieben diese Kombination aus süß und herzhaft. In den Dörfern der Ureinwohner wird oft noch Cassabe hergestellt, ein sehr trockenes Fladenbrot aus Yuca. Es hält sich ewig und gehört zur traditionellen Ernährung einfach dazu. Aber wie gesagt, ohne Fleisch geht in diesem Land eigentlich gar nichts.

Das Nationalgericht besteht aus Rindfleisch, das zusammen mit Reis, schwarzen Bohnen und gebratenen Bananen serviert wird. Diese Mischung aus verschiedenen Geschmacksrichtungen auf einem Teller ist typisch für die Region. Ein weiteres Gericht, das man an fast jeder Straßenecke findet, ist Carne Mechada. Dabei handelt es sich um gezupftes Rindfleisch, das mit viel Gemüse und Gewürzen lange geschmort wird.

Meistens gibt es dazu eine ordentliche Portion Reis, die einen für den Rest des Tages satt macht. Auch Suppenfans kommen nicht zu kurz, denn die Suppe Sancocho ist ein echtes Wohlfühlessen. Sie wird meist mit Geflügel zubereitet und enthält viel gesundes Gemüse. Man kann die Venezolaner wirklich als echte Fleischliebhaber bezeichnen, die wissen, wie man ein gutes Steak grillt.

Wenn man günstig und gut essen möchte, sollte man nach den Menú del Día Ausschau halten. Diese Tagesmenüs werden oft in kleinen Imbissstuben angeboten und sind besonders bei jungen Leuten beliebt. Meistens bekommt man eine Suppe, einen Hauptgang und manchmal sogar ein Getränk für wenig Geld. Es ist die beste Art, sich durch die lokale Küche zu probieren, ohne das Urlaubsbudget zu sprengen.

Da das Land eine lange Küste hat, gibt es natürlich auch Fisch und Meeresfrüchte im Überfluss. Von frischen Austern in einer feinen Weinsauce bis hin zu Garnelen mit Avocado ist alles dabei. Die Qualität der Meeresfrüchte ist hervorragend, weil alles fangfrisch auf den Tisch kommt. Es ist ein echtes Fest für Feinschmecker, die gerne mal etwas Neues ausprobieren möchten.

Zum Nachtisch greifen die meisten Leute zu den vielen exotischen Früchten, die hier überall wachsen. Oder man gönnt sich ein Stück Quesillo, einen leckeren Kuchen mit einer fruchtigen Füllung. Wer es ganz schräg mag, kann in manchen Eisdielen sogar Eissorten mit Shrimps- oder Knoblauchgeschmack finden. Das klingt im ersten Moment vielleicht komisch, ist aber eine witzige Erfahrung für Mutige.

Egal ob man an einem kleinen Stand auf der Straße isst oder in einem schicken Restaurant, das Essen ist immer mit Liebe gemacht. Die Venezolaner teilen ihre Mahlzeiten gerne mit anderen und es geht am Tisch meistens laut und fröhlich zu. Essen ist hier nicht nur Nahrungsaufnahme, sondern ein wichtiges soziales Ereignis. Man sollte sich also Zeit nehmen und die vielen verschiedenen Aromen einfach mal auf sich wirken lassen.

Kultur und Traditionen Venezuela

Die Kirche spielt im täglichen Leben der Menschen eine riesige Rolle und ist aus der Gesellschaft nicht wegzudenken. Sogar in der Politik reden die Geistlichen oft ein Wörtchen mit, und sie genießen im ganzen Land großen Respekt. Auch wenn in den abgelegenen Dörfern der Ureinwohner noch alte Naturreligionen lebendig sind, ist der Großteil des Landes streng katholisch. Das merkt man besonders an den vielen Feiertagen, die im ganzen Land groß gefeiert werden.

Trotz des starken Glaubens sind die Leute hier sehr offen und tolerant gegenüber anderen Kulturen. Es gibt keine Probleme mit Menschen anderer Religionen, und auch Ehen zwischen verschiedenen Kulturen sind völlig normal. Die Amtssprache ist Spanisch, und das hört man auch an jeder Ecke. Mit Englisch kommt man zwar in den Touristengebieten durch, aber es sprechen deutlich weniger Leute als man vielleicht denkt.

Das Wichtigste für jeden Venezolaner ist ohne Zweifel die eigene Familie. Man verbringt so gut wie jede freie Minute mit seinen Verwandten, egal wie groß der Clan ist. Für die Männer steht das Wohl der Familie oft weit über ihren eigenen Hobbys oder dem Job. Es ist völlig normal, dass man in der Freizeit zusammenbleibt und Ausflüge mit der ganzen Truppe unternimmt.

Es ist auch üblich, dass mehrere Generationen unter einem einzigen Dach zusammenleben. Die älteren Leute im Haus werden sehr geschätzt und haben bei wichtigen Entscheidungen oft das letzte Wort. Wenn die Eltern arbeiten gehen, kümmern sich ganz selbstverständlich die Großeltern um die Kinder und den Haushalt. So bleiben die Bindungen zwischen Jung und Alt ein Leben lang bestehen.

In den Siedlungen der Ureinwohner kann es sogar vorkommen, dass bis zu hundert Familien in einem riesigen Gemeinschaftshaus leben. Trotz der vielen Menschen hat jede Familie ihren eigenen kleinen Bereich für sich. Viele dieser Völker leben heute noch genau so, wie es ihre Vorfahren schon vor hunderten von Jahren getan haben. Das ist ein faszinierender Kontrast zum modernen Leben in den Großstädten wie Caracas.

Wenn die Venezolaner ausgehen, dann am liebsten alle zusammen in ein Café oder ein kleines Restaurant. Dabei geht es gar nicht so sehr ums Essen, sondern vor allem darum, den neuesten Klatsch und Tratsch auszutauschen. Deshalb gibt es auch eine schier endlose Zahl an Lokalen, in denen man gemütlich zusammensitzen kann. Die Gespräche sind lebhaft, laut und oft wird dabei viel gelacht.

Untereinander sind die Leute eigentlich immer sehr höflich und zuvorkommend. Es ist allerdings eine kleine Eigenheit, dass man sich unter Freunden oft lustige Spitznamen gibt, um die Anrede einfacher zu machen. Man sollte das nicht als Unhöflichkeit missverstehen, sondern als Zeichen von Vertrautheit. Die Uhren ticken hier generell ein bisschen langsamer als in Europa, was man im Service oft merkt.

Man braucht im Restaurant manchmal etwas Geduld, weil die Kellner sich gerne Zeit lassen. Wenn es aber um geschäftliche Dinge geht, können die Menschen überraschend zackig und pünktlich sein. Pünktlichkeit wird im Berufsleben nämlich sehr geschätzt, auch wenn man das privat nicht immer so eng sieht. Es ist ein interessanter Spagat zwischen Gelassenheit und Fleiß.

In ihrer Freizeit sind viele Leute total sportbegeistert, wobei Fußball und Basketball die absoluten Favoriten sind. Aber es gibt auch traditionelle Dinge, die die Massen anlocken, wie zum Beispiel Pferderennen oder Musikfestivals. Stierkämpfe und auch Hahnenkämpfe gehören für viele immer noch zum kulturellen Erbe dazu, auch wenn das heute kritischer gesehen wird als früher. Musik hört man sowieso an jeder Ecke, egal ob im Bus oder im Supermarkt.

Das Leben findet hier draußen statt, und die Freude am Miteinander steckt einen schnell an. Es ist diese herzliche Art, mit der man als Fremder aufgenommen wird, die einen Aufenthalt so angenehm macht. Man ist nicht lange ein Gast, sondern fühlt sich schnell als Teil der Gemeinschaft. Venezuela ist ein Land voller Leben, Leidenschaft und Menschen, die ihr Herz am rechten Fleck haben.

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