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Taiwan

Information about Taiwan

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Geographie und Geschichte Taiwan

Taiwan ist wirklich ein ganz besonderes Fleckchen Erde mitten im tiefblauen Pazifik. Es handelt sich um einen Inselstaat, der offiziell zwar zur Volksrepublik China gehört, aber schon seit dem Jahr 1949 eine völlig eigenständige Politik verfolgt. Die Nachbarn sind dabei über das weite Meer verstreut, denn Japan, China und die Philippinen liegen in direkter Reichweite der Küsten.

Wenn man sich die Landschaft anschaut, bemerkt man sofort die großen Kontraste zwischen den Regionen. Die gesamte Ostküste ist von mächtigen Gebirgsketten geprägt, wobei der Berg Yushan als höchster Gipfel stolz über das Land wacht. Im krassen Gegensatz dazu stehen die flachen Ebenen im Westen, was auch erklärt, warum fast alle Menschen dort ihr Zuhause gefunden haben.

Das Wasser spielt eine zentrale Rolle im Leben der Insel, da unzählige Flüsse aus den Bergen hinabfließen. Nur zwei dieser Gewässer schaffen es allerdings auf eine beachtliche Länge von über 160 Kilometern. Einer davon ist der Fluss Zhuoshui, den man in seiner Mündungsregion auch unter dem Namen Silo kennt, während der andere im Süden bei der Stadt Kaohsiung ins Meer mündet.

Man spricht oft von der sogenannten Taiwan-Region, wenn man die Kette der umliegenden Inseln meint. Das Herzstück des Ganzen ist jedoch ohne Zweifel die Hauptstadt Taipeh. Dort trifft moderne Architektur auf den Charme alter Kolonialstraßen im japanischen Stil, was der Stadt eine ganz eigene Atmosphäre verleiht.

Besonders beeindruckend ist der Wolkenkratzer Taipei 101, der stolze 509 Meter in die Höhe ragt. Die Form des Gebäudes erinnert an einen riesigen Bambusstab und dominiert die gesamte Skyline der Metropole. Schon der Name des Staates ist poetisch, denn er setzt sich aus den Begriffen für Terrasse und Bucht zusammen.

Die Geschichte der Insel reicht weit zurück, wobei sie früher unter dem Namen Insel der Barbaren bekannt war. Erst im 16. Jahrhundert tauchten die Portugiesen auf und gaben dem Land den Namen Formosa, was so viel wie die Schöne bedeutet. Danach gab es ein ständiges Hin und Her zwischen europäischen Kolonialmächten und chinesischen Truppen.

Im Jahr 1875 wurde Taipeh schließlich offiziell zur Hauptstadt ernannt, bevor Taiwan für einige Zeit ein Teil des japanischen Kaiserreichs wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg kehrte die Insel dann wieder unter chinesische Verwaltung zurück. Seit der Gründung der Volksrepublik im Jahr 1949 gab es jedoch immer wieder Spannungen über den Status des Landes.

Lange Zeit waren sich beide Seiten einig, dass es nur ein einziges China gibt. Doch ab den neunziger Jahren begannen sich die Ansichten in Taiwan zu wandeln, und man suchte verstärkt nach einer eigenen Identität. Heute ist die politische Lage oft kompliziert, da die Insel international versucht, ihren Platz als souveräner Staat zu festigen.

Regionen und Resorts Taiwan

Natur Taiwan

Die Natur auf Taiwan ist von einer unglaublichen Fülle geprägt, die jeden Besucher sofort in ihren Bann zieht. Man findet hier fast 4000 verschiedene Pflanzenarten, was die Insel zu einem echten Paradies für Botaniker macht. Je nachdem, wie hoch man in die Berge steigt, verändert sich die Vegetation auf dramatische Weise.

In den unteren Lagen bis etwa 2000 Metern dominiert ein dichter Dschungel aus tropischen und subtropischen Gewächsen. Wenn man weiter nach oben wandert, mischen sich immer mehr Laub- und Nadelbäume unter das Grün. In den wirklich hohen Regionen der Gebirge halten sich schließlich nur noch robuste Nadelhölzer, die dem rauen Wetter trotzen.

Ganz in der Nähe der trubeligen Hauptstadt liegt der Nationalpark Yangmingshan, den man in kurzer Zeit erreichen kann. Viele Einheimische nutzen diesen Ort für Tagesausflüge, um die frische Luft und die natürlichen heißen Quellen zu genießen. Es ist der perfekte Ort, um dem Lärm der Großstadt für ein paar Stunden zu entfliehen.

Auch die Tierwelt hat einiges zu bieten, wobei hier etwa siebzig verschiedene Säugetierarten heimisch sind. Dazu gehören neben Wildschweinen und flinken Eichhörnchen auch seltene Leopardenkatzen und sogar Schwarzbären. Wer jedoch darauf hofft, diese großen Tiere in freier Wildbahn zu sehen, braucht eine ordentliche Portion Glück und Geduld.

Viel einfacher ist es, die unzähligen Affen zu beobachten, die oft neugierig in den Wäldern herumtollen. Neben den Säugetieren gibt es eine riesige Vielfalt an Vögeln, bunten Reptilien und faszinierenden Insekten. An den Küsten der Insel spielt zudem der Fischfang eine große Rolle, wobei vor allem Thunfische und Garnelen im Fokus stehen.

Da fast die Hälfte des Landes von tiefen Wäldern bedeckt ist, legt die Regierung großen Wert auf den Naturschutz. Schon seit Mitte der neunziger Jahre gibt es sehr strenge Gesetze, um die illegale Jagd und den Handel mit Wildtieren zu stoppen. Wer gegen diese Regeln verstößt, muss mit empfindlichen Strafen rechnen.

Insgesamt gibt es acht große Nationalparks, die fast ein Fünftel der gesamten Landfläche einnehmen. Diese Gebiete sind entscheidend dafür, dass die ursprüngliche Schönheit der Insel für die Zukunft erhalten bleibt. Jeder dieser Parks hat seinen ganz eigenen Charakter und zeigt eine andere Facette der abwechslungsreichen Landschaft.

Ein schönes Beispiel dafür ist der Kenting-Nationalpark ganz im Süden der Insel. Er gilt als der älteste Park des Landes und versprüht mit seinem tropischen Klima echtes Urlaubsflair. Es ist die einzige Region in Taiwan, die wirklich das ganze Jahr über von tropischer Wärme und einer entsprechenden Pflanzenwelt geprägt ist.

Klima Taiwan

Das Wetter auf Taiwan ist eine Sache für sich und wird maßgeblich von der Lage zwischen den Klimazonen bestimmt. Im Norden herrscht ein subtropisches Klima, während der Süden bereits voll in den Tropen liegt. Ein ganz entscheidender Faktor sind dabei die Monsunwinde, die je nach Jahreszeit aus verschiedenen Richtungen wehen.

Die Wintermonate von Dezember bis Februar sind in der Regel recht kurz und angenehm mild. In den flachen Regionen liegen die Temperaturen meistens zwischen 14 und 20 Grad Celsius. Wer auf Schnee hofft, muss schon ganz hoch in die Berge fahren, wo es dann deutlich kühler wird und die Werte in den einstelligen Bereich sinken.

Der Sommer hingegen ist eine Zeit extremer Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit, die von Mai bis September andauert. Die durchschnittlichen Temperaturen liegen dann bei etwa 26 Grad, können im Juli aber auch locker die 35-Grad-Marke knacken. Die Luftfeuchtigkeit ist in dieser Zeit oft so hoch, dass man sich wie in einem Treibhaus fühlt.

Besonders spannend wird es, wenn die starken Monsunregen und die tropischen Taifune über das Land fegen. Diese Wetterphänomene bringen gewaltige Wassermassen mit sich und gehören zum Rhythmus der Insel einfach dazu. Die Niederschlagsmengen sind dabei sehr ungleich über die verschiedenen Regionen verteilt.

Im Nordosten der Insel regnet es im Winter fast ohne Pause, was zu gewaltigen Regenmengen von bis zu 1500 Millimetern führt. Im krassen Gegensatz dazu bleibt der Südwesten in dieser Zeit oft fast völlig trocken. Man kann also innerhalb weniger Stunden von einer Regenregion in ein sonniges Trockengebiet reisen.

Im Sommer dreht sich das Ganze dann um, wenn der Monsun aus dem Südwesten kommt und dort für ordentlich Abkühlung sorgt. Sogar die flachen Gebiete erhalten dann in kurzer Zeit enorme Mengen an Regen, vor allem im Mai und Juni. Über das gesamte Jahr gesehen ist Taiwan mit etwa 2500 Millimetern Niederschlag eine sehr wasserreiche Insel.

Die Höhenunterschiede spielen beim Klima ebenfalls eine riesige Rolle für das tägliche Wohlbefinden. Während man an der Küste in der Sonne schwitzt, kann es ein paar hundert Meter höher schon angenehm frisch sein. Das macht die Insel so abwechslungsreich, führt aber auch dazu, dass man für jedes Wetter die passende Kleidung im Gepäck haben sollte.

Letztlich bestimmt das Klima nicht nur das Wachstum der Pflanzen, sondern auch den gesamten Lebensrhythmus der Menschen vor Ort. Man lernt schnell, mit den Naturgewalten umzugehen und die feuchten Sommermonate einfach mit Gelassenheit zu nehmen. Taiwan zeigt sich wettertechnisch eben immer von einer sehr intensiven und lebendigen Seite.

Transport in Taiwan

Das Verkehrssystem auf der Insel ist wirklich gut ausgebaut und man kommt eigentlich überall problemlos hin. Wenn man selbst am Steuer sitzt, muss man sich an den Rechtsverkehr gewöhnen, der hier ganz normal ist. Es gibt moderne Schnellstraßen, für deren Nutzung man eine Gebühr bezahlen muss, was aber die Fahrtzeit deutlich verkürzt.

In den Städten und Dörfern wird sehr genau darauf geachtet, dass sich jeder an die Regeln hält. Die Polizei greift bei Verstößen konsequent durch, und die Strafen können für unvorsichtige Fahrer ziemlich teuer werden. Deshalb ist es ratsam, sich immer an die Geschwindigkeitsbegrenzungen zu halten und aufmerksam zu sein.

Das mit Abstand wichtigste Verkehrsmittel für die Einheimischen sind die Busse. Es gibt sowohl staatliche Linien als auch private Unternehmen, die sich gegenseitig Konkurrenz machen. Je nachdem, mit wem man fährt, kann der Preis ein wenig schwanken, aber insgesamt ist das Busfahren eine sehr günstige Art der Fortbewegung.

Die Busse verbinden nicht nur die Stadtteile miteinander, sondern bringen einen auch in weit entfernte Regionen der Insel. Manchmal muss man bei längeren Fahrten innerhalb einer Stadt noch einen kleinen Aufpreis zahlen, wenn man eine bestimmte Grenze überschreitet. Das System wirkt am Anfang vielleicht etwas kompliziert, aber man gewöhnt sich schnell daran.

In den größeren Städten sieht man an jeder Ecke Taxis, die eine bequeme Alternative zu den öffentlichen Verkehrsmitteln bieten. Ein kleines Problem könnte allerdings die Sprache sein, da viele Taxifahrer nur die Landessprache sprechen. Hier ist es oft hilfreich, wenn man sich die Adresse vom Hotelpersonal auf einen Zettel schreiben lässt.

Eine U-Bahn gibt es bisher nur in der Hauptstadt Taipeh, wo sie das Rückgrat des täglichen Verkehrs bildet. Die Züge fahren von früh morgens bis Mitternacht und sind unglaublich sauber und pünktlich. An jeder Station stehen Automaten, an denen man sich seine Fahrkarte ganz einfach ziehen kann.

Was man in der U-Bahn unbedingt beachten sollte, sind die extrem strengen Verhaltensregeln. Es ist streng verboten, in den Zügen oder auf den Bahnsteigen zu essen, zu trinken oder gar zu rauchen. Wer dabei erwischt wird, muss eine Strafe zahlen, die ein Vielfaches des eigentlichen Ticketpreises beträgt.

Generell wird viel Wert auf Ordnung und Sauberkeit im öffentlichen Raum gelegt. Überall findet man Hinweistafeln, die einem erklären, was erlaubt ist und was man lieber lassen sollte. Wenn man sich an diese einfachen Regeln hält, ist das Reisen auf der Insel eine sehr entspannte und angenehme Angelegenheit.

Geld und Einkaufen in Taiwan

Wenn es ums Geld geht, ist der Neue Taiwan-Dollar die Währung, mit der man auf der Insel bezahlt. Bargeld ist nach wie vor sehr beliebt, obwohl man in größeren Geschäften auch problemlos mit der Kreditkarte bezahlen kann. Das Einkaufen ist hier ein echtes Erlebnis, da die Läden oft in thematischen Vierteln angeordnet sind.

Man findet zum Beispiel ganze Straßenzüge, in denen sich nur Apotheken oder Läden für Unterhaltungselektronik aneinanderreihen. Das ist für Touristen super praktisch, weil man so ganz einfach die Preise vergleichen kann. Wer ein richtiges Schnäppchen machen will, sollte unbedingt die berühmten Nachtmärkte besuchen.

Dort herrscht eine ganz besondere Stimmung und man findet Dinge, die man sonst nirgendwo sieht. Feilschen ist auf diesen Märkten und sogar in vielen normalen Läden absolut üblich und gehört zum guten Ton. Man kann nicht nur Souvenirs kaufen, sondern auch die unglaublich vielfältige lokale Küche mit frischen Meeresfrüchten probieren.

Taiwan ist bekannt für seinen hervorragenden Tee, besonders die grünen Sorten genießen weltweit einen fantastischen Ruf. Für Teeliebhaber ist ein Beutel des lokalen Tees das perfekte Mitbringsel für zu Hause. Wer es etwas ausgefallener mag, kann sich bei den Likören umsehen, wobei es sogar kuriose Schlangenschnäpse gibt.

Ein tolles Ziel für Kunstfreunde ist die sogenannte Keramik-Hauptstadt der Insel. Dort dreht sich alles um die Herstellung von Tonwaren, und man kann sogar selbst in einem Workshop kreativ werden. Es ist ein schönes Gefühl, ein selbst gemachtes Gefäß oder ein handgefertigtes Geschirrset als Erinnerung mit nach Hause zu nehmen.

Auch Holzschnitzereien sind sehr gefragt und werden oft aus edlen Hölzern wie roter Zeder oder Sandelholz gefertigt. In den Werkstätten kann man den Handwerkern über die Schulter schauen oder sich sogar etwas ganz Individuelles anfertigen lassen. Von kleinen Figuren bis hin zu massiven Möbelstücken ist alles dabei.

Wer sich für Stoffe interessiert, sollte nach handbestickter Seide Ausschau halten, die hier eine lange Tradition hat. Es gibt wunderschöne Tücher, Schals oder sogar komplette traditionelle Gewänder zu entdecken. Viele Besucher kommen aber auch wegen der Technik nach Taiwan, da viele Geräte direkt vor Ort produziert werden.

Besonders bei Kameras oder Computerteilen wie Motherboards kann man gute Preise finden, bei Laptops sollte man hingegen genauer hinschauen. Zu den natürlichen Schätzen der Insel gehören Schmuckstücke aus Korallen oder der wunderschöne Stein Katzenauge. Wer es lieber leicht und handlich mag, greift zu bemalten Fächern oder handgefertigten Puppen.

Hauptattraktionen Taiwan

Wenn man das erste Mal in Taipeh ankommt, führt eigentlich kein Weg am Taipei 101 vorbei, denn dieses Gebäude ist weit mehr als nur ein einfaches Hochhaus. Mit seinen 101 Stockwerken dominiert es die gesamte Skyline und ist zum unverkennbaren Wahrzeichen und Stolz der ganzen Insel geworden. Die Architektur ist wirklich faszinierend, da sie an einen riesigen Bambusstab erinnert, was in der lokalen Kultur für Wachstum und Beständigkeit steht. Es ist schon ein besonderes Gefühl, vor diesem Giganten zu stehen und nach oben zu schauen.

Im Inneren des Turms gibt es unglaublich viel zu entdecken, besonders für Leute, die gerne bummeln oder gut essen gehen. Die unteren Etagen beherbergen ein riesiges Einkaufszentrum mit einer Auswahl, die man kaum an einem Tag bewältigen kann. Überall findet man Restaurants und Cafés, die von schneller Küche bis hin zu gehobener Gastronomie alles bieten. Man kann hier Stunden verbringen, ohne dass es langweilig wird, weil die Atmosphäre so lebendig und modern ist.

Das absolute Highlight ist jedoch die Fahrt in die oberen Stockwerke, die einem wirklich den Atem raubt. Man steigt in einen der schnellsten Aufzüge der Welt und rast mit einer unglaublichen Geschwindigkeit nach oben. In weniger als einer Minute legt man hunderte von Metern zurück, bis man schließlich fast 510 Meter über dem Boden steht. Oben angekommen, wird man mit einem Panorama belohnt, das man so schnell nicht wieder vergisst.

Von der Aussichtsplattform aus wirkt die riesige Stadt unter einem fast wie eine Spielzeuglandschaft. Bei gutem Wetter kann man unglaublich weit blicken, bis hin zu den grünen Bergen, die die Stadt umgeben. Es ist ein Ort, an dem man die Größe und Dynamik der Hauptstadt erst so richtig begreifen kann. Für jeden, der die Stadt besucht, gehört dieser Ausflug einfach fest zum Programm dazu.

Man merkt dem Gebäude an, dass es mit viel Liebe zum Detail und technischem Know-how gebaut wurde. Besonders spannend ist auch die riesige goldene Kugel im Inneren, die das Gebäude bei Erdbeben oder Stürmen stabilisiert. Es ist eine Mischung aus modernster Technik und eleganter Ästhetik, die den Taipei 101 so einzigartig macht. Wer hier war, nimmt garantiert bleibende Eindrücke mit nach Hause.

Tourismus in Taiwan

Wer sich für die bewegte Geschichte der Region interessiert, sollte unbedingt einen Abstecher zum Kinmen-Archipel einplanen. Diese Inselgruppe war früher ein Schauplatz heftiger militärischer Auseinandersetzungen zwischen Taiwan und China, was man heute noch an vielen Ecken spüren kann. Die Hauptinsel Kinmen ist heute ein lebendiges Freilichtmuseum, das seine Vergangenheit stolz präsentiert und viele architektonische Schätze bewahrt hat. Man findet dort traditionelle Siedlungen, die so gut erhalten sind, dass man sich in der Zeit zurückversetzt fühlt.

Besonders eindrucksvoll sind die alten Tempel und Denkmäler, die oft den Vorfahren gewidmet sind und eine ganz eigene, friedliche Ausstrahlung besitzen. Überall auf der Insel stößt man auf Festungen und landwirtschaftliche Flächen, die zeigen, wie die Menschen hier früher gelebt und sich verteidigt haben. Es ist diese Mischung aus alter Tradition und den Spuren der Geschichte, die Kinmen für Reisende so spannend macht. Man kann dort stundenlang herumlaufen und immer wieder neue Details entdecken.

Ein ganz anderes, aber ebenso faszinierendes Erlebnis bietet der Longshan-Tempel im Herzen von Taipeh. Er gilt als einer der schönsten und ältesten Tempel des Landes und wurde bereits Mitte des 18. Jahrhunderts von Siedlern errichtet. Obwohl der Tempel im Laufe der Zeit durch Kriege und Naturkatastrophen schwer beschädigt wurde, haben die Menschen ihn immer wieder liebevoll aufgebaut. Heute ist er ein wichtiges Zentrum für den Buddhismus und ein Ort der Ruhe inmitten der hektischen Großstadt.

Wenn man den Tempel betritt, fällt einem sofort der kunstvolle künstliche Wasserfall am Eingang auf, der eine beruhigende Atmosphäre schafft. Die drei Haupthallen sind reich verziert und zeigen eine Handwerkskunst, die man heute nur noch selten findet. Es riecht überall nach Weihrauch, und man kann beobachten, wie die Einheimischen dort ihre Gebete verrichten. Es ist ein Ort voller Spiritualität, der einen tiefen Einblick in das religiöse Leben der Insel gibt.

Ein weiteres historisches Juwel ist das Fort Santo Domingo, das am Anfang des 17. Jahrhunderts von den Spaniern erbaut wurde. Sie wollten damit ihren Einfluss auf die Region festigen, bevor die Festung später in die Hände der Holländer und schließlich der Briten überging. In den 80er Jahren wurde die Anlage offiziell zum Nationaldenkmal erklärt und ist seitdem ein Magnet für Besucher. Das Fort steht auf einem Hügel und bietet einen wunderbaren Blick auf die Mündung des Tamsui-Flusses.

Für Naturfreunde ist der Yangmingshan-Nationalpark im Norden von Taipeh ein absolutes Muss. Hier kann man auf schmalen Pfaden wandern, die sich durch die Landschaft schlängeln und Höhenmeter von 200 bis über 1100 Meter überbrücken. Der Park ist berühmt für seine blühenden Kirschbäume und die beeindruckenden Gipfel erloschener Vulkane. Man kann dort in heilenden heißen Quellen baden oder einfach die frische Luft und die lokale Küche genießen. Durch das feuchte Klima gibt es dort unglaublich viele Flüsse und Seen, die der Landschaft ein sattes Grün verleihen.

Unterkunft in Taiwan

In den Alishan-Bergen findet man eine ganz eigene Welt, die weit über zweitausend Meter über dem Meeresspiegel liegt. Es ist eine Gegend, in die es sowohl Einheimische als auch Urlauber zieht, wenn sie mal richtig tief durchatmen wollen. Die Luft ist dort oben wunderbar klar und etwas dünner, was einen sofort zur Ruhe kommen lässt. Man kann dort herrlich wandern, die dichten Wälder erkunden und sich in der Natur regenerieren, die dort noch sehr ursprünglich wirkt.

Was man in Alishan unbedingt probieren muss, ist der berühmte Oolong-Tee, der direkt an den Berghängen angebaut wird und ein ganz feines Aroma hat. Ein Erlebnis, das wohl niemand vergisst, ist der Sonnenaufgang über dem Wolkenmeer, der die Gipfel in ein magisches Licht taucht. Trotz der gelegentlichen Erdstöße, die es in dieser Region geben kann, lassen sich die Menschen nicht davon abhalten, die Schönheit dieser Insel zu genießen. Die Architektur ist hier oft eine spannende Mischung aus chinesischen, japanischen und westlichen Einflüssen.

Wer es lieber maritim mag, sollte sich den Yangliao Seaside Park und die Urlaubsregion Longmen ansehen. Entlang der Küste gibt es tolle Radwege und jede Menge Wasserspaß für die ganze Familie, ergänzt durch gemütliche Hotels. Ein echtes Naturwunder ist Yehliu an der Nordküste, wo Wind und Wasser über Jahrtausende hinweg bizarre Skulpturen aus dem Stein geformt haben. Der Küstenabschnitt bei Lungdong und der feine Sandstrand im Fulong-Seaside-Park bieten ideale Bedingungen für einen entspannten Tag am Meer.

Ganz im Süden liegt Kenting, ein richtiger Urlaubsort mit tropischem Flair, wo fast immer die Sonne scheint. Hier kommen Wassersportler voll auf ihre Kosten, egal ob man surfen, tauchen oder einfach nur schnorcheln möchte. Man kann sich überall Ausrüstung leihen und das warme Wasser genießen. Wer es lieber historisch mag, besucht die alte Hafenstadt Danshui, wo das von Spaniern erbaute Fort San Domingo steht, das auch als Rotschopf-Fort bekannt ist. In der Stadt kann man toll essen, besonders wenn man Meeresfrüchte liebt.

Für alle, die gutes Essen schätzen, ist Taiwan sowieso ein Paradies, wobei die Stadt Shenkeng oft als die kulinarische Hauptstadt bezeichnet wird. Dort findet man Gerichte, die es so nirgendwo anders gibt. Wer es bergiger mag, fährt nach Wulai südlich von Taipeh, wo man beeindruckende Wasserfälle bestaunen kann. In dieser Gegend leben verschiedene ethnische Gruppen, und man kann viel über ihre Kultur erfahren. Besonders beeindruckend ist das Tienhsiang-Gorg mit seinen heißen Quellen und dem Denkmal für die Arbeiter, die dort unter harten Bedingungen geschuftet haben.

Es gibt noch so viele andere Ecken zu entdecken, wie das Dorf Fushan oder den kunstvollen Tzushin-Tempel, der für seine prächtige Architektur berühmt ist. Wer sich für die Geschichte des Goldbergbaus interessiert, wird in Jiufen fündig, einer Stadt, die ihren ganz eigenen Charme bewahrt hat. Auch das Ausflugsziel Window on China ist klasse, weil man dort die wichtigsten Bauwerke Chinas im Miniformat sehen kann. Es ist eine Reise durch die Zeit und die Kulturen, die man hier an fast jeder Straßenecke erleben kann.

Küche und Geschirr Taiwan

Wenn man eine Reise nach Taiwan plant, muss man sich um die Unterkunft wirklich keine Sorgen machen, denn die Auswahl ist riesig. Es gibt dort eigentlich alles, was man sich vorstellen kann, von ganz einfachen Schlafsälen für Rucksacktouristen bis hin zu richtig schicken Luxushotels. In den großen Städten, allen voran natürlich in Taipeh, findet man die bekannten internationalen Ketten. Dort bekommt man das volle Programm mit riesigen, weichen Betten, schnellem Internet für die Arbeit und tollen Wellnessbereichen mit Spa und Fitnesscenter.

Ganz typisch für Taiwan sind auch die Hotels, die direkt an heißen Quellen liegen. Das ist eine super Sache, wenn man mal so richtig abschalten will. Taiwan ist bekannt für seine schwefelhaltigen Quellen, und in diesen Resorts kann man direkt darin baden. Je nachdem, wie viel man ausgeben möchte, gibt es da ganz unterschiedliche Standards, von rustikal bis hin zu total exklusiv. Es ist auf jeden Fall ein Erlebnis, das man sich mal gönnen sollte, um die lokale Badekultur kennenzulernen.

Eine besonders charmante Art zu übernachten sind die sogenannten Gästehäuser oder Minshus. Die findet man vor allem draußen auf dem Land oder in den malerischen Bergdörfern. Oft sind das Familienbetriebe, die Zimmer in ihren eigenen Häusern vermieten, was sich ein bisschen wie Bed and Breakfast anfühlt. Man bekommt dort einen viel persönlicheren Kontakt zu den Einheimischen und oft auch richtig gute Tipps für die Umgebung. Viele dieser Unterkünfte sind klein, aber sehr liebevoll eingerichtet.

Für jüngere Leute oder Reisende mit schmalerem Budget gibt es in den touristischen Gegenden jede Menge Hostels. Die sind meistens ziemlich modern und bieten entweder Mehrbettzimmer oder kleine Einzelzimmer an. Oft gibt es Gemeinschaftsräume, wo man andere Reisende trifft, und fast immer kann man dort seine Wäsche waschen oder umsonst das WLAN nutzen. Es ist eine unkomplizierte Art, das Land zu erkunden, ohne dass man gleich ein Vermögen für Übernachtungen ausgeben muss.

Wer länger bleiben möchte, kann sich natürlich auch eine Wohnung mieten. Da ist die Spanne groß, es gibt kleine Einzimmerwohnungen oder richtig große Apartments in modernen Hochhäusern, die manchmal sogar einen eigenen Pool im Haus haben. Die Preise hängen natürlich stark davon ab, wo die Wohnung liegt und wie modern sie ist. Man kann solche Wohnungen entweder schon fertig möbliert mieten oder ganz leer, wenn man seine eigenen Sachen mitbringen möchte.

In den letzten Jahren ist auch Camping bei den Taiwanesen total angesagt geworden. Es gibt inzwischen über 1700 Campingplätze auf der ganzen Insel, was echt eine Menge ist. Manche Plätze sind ganz einfach und mitten in der Natur, andere bieten fast schon Luxus mit einfachem Zugang für Autos. Es ist eine tolle Möglichkeit, die Wochenenden draußen in den Bergen zu verbringen und den hektischen Alltag der Großstadt für eine Weile hinter sich zu lassen.

Kultur und Traditionen Taiwan

Die Küche in Taiwan ist wirklich etwas ganz Besonderes, weil sie Einflüsse aus verschiedenen Regionen Chinas und auch aus Thailand miteinander kombiniert. Über die Jahrtausende hinweg sind viele Traditionen erhalten geblieben, aber durch die vielen Einwanderer hat sich ein ganz eigener Stil entwickelt. Wenn man dort essen geht, merkt man schnell, dass die Vielfalt an Aromen fast grenzenlos ist. Es wird viel Wert auf frische Zutaten und die richtige Würze gelegt, was das Essen so unverwechselbar macht.

Ein absolutes Grundnahrungsmittel ist natürlich der Reis, der in fast jeder Mahlzeit vorkommt. Aber die Taiwanesen machen daraus nicht nur Beilagen, sondern auch richtig leckere Sachen wie süße Reiskuchen oder kleine gefüllte Bällchen. Oft wird der Reis auch mit Weizen kombiniert, um verschiedene Teigwaren herzustellen. Neben Reis stehen viel frisches Grünzeug und jede Menge Gewürze auf dem Speiseplan, was die Gerichte sehr lebendig und gesund macht.

Meeresfrüchte und Fisch spielen eine riesige Rolle, was bei einer Insel natürlich kein Wunder ist. Fleisch gibt es zwar auch, meistens Schwein oder Geflügel, aber oft werden die Gerichte auch kreativ mit Fisch oder sogar Froschschenkeln variiert. Was man hier vergeblich sucht, sind klassische Beilagen, wie wir sie kennen. Stattdessen bekommt man oft knackiges Gemüse, das nur kurz gedämpft wurde, damit die Farbe und der Geschmack erhalten bleiben. Auch Eingelegtes oder getrocknetes Gemüse gehört oft dazu.

Teigwaren sind ebenfalls total beliebt, egal ob das nun Nudeln in allen Variationen sind oder kleine gefüllte Teigtaschen. Es gibt unzählige Garküchen, die frische Fladenbrote oder gedämpfte Brötchen anbieten. Zu bestimmten Festen gibt es ganz spezielle Gerichte, wie die Mondkuchen zum Herbstfest oder die Frühlingsrollen im April. Auch die kleinen Reisklöße zum Drachenbootfest oder die roten Kuchen in Schildkrötenform zu Geburtstagen sind feste Bestandteile der Kultur.

Die Kultur selbst ist tief in chinesischen Traditionen verwurzelt, hat aber auch deutliche Spuren aus Japan und Amerika aufgenommen. Das sieht man besonders an der Architektur und der modernen Kunstszene, die eine spannende Mischung aus Ost und West ist. Man versucht hier sehr bewusst, die alten chinesischen Künste wie Kalligrafie, Bronzearbeiten und die Porzellanherstellung zu bewahren. Auch die traditionelle Oper ist immer noch ein wichtiger Teil des kulturellen Lebens auf der Insel.

Die Bevölkerung teilt sich vor allem in die Gruppen der Hoklo und Hakka auf, die jeweils ihre eigene Musik und Bräuche mitgebracht haben. Während die einen für ihre rituellen Opern bekannt sind, haben die Hakka ihre ganz eigene Bergmusik entwickelt. Daneben gibt es noch viele kleinere Gruppen wie die Amis oder Paiwan, die ganz eigene Gesangstraditionen pflegen. Diese Vielfalt macht das Leben auf der Insel so bunt und interessant, weil man an jeder Ecke auf eine andere Geschichte oder Melodie stößt.

Wetter in Taiwan

Wetter pro Monat

Januar

+19° С +22° С
+19
+22
Januar

Februar

+21° С +23° С
+21
+23
Februar

Marsch

+22° С +25° С
+22
+25
Marsch

April

+25° С +25° С
+25
+25
April

Mai

+28° С +27° С
+28
+27
Mai

Juni

+29° С +28° С
+29
+28
Juni

Juli

+30° С +28° С
+30
+28
Juli

August

+30° С +29° С
+30
+29
August

September

+29° С +29° С
+29
+29
September

Oktober

+27° С +27° С
+27
+27
Oktober

November

+25° С +26° С
+25
+26
November

Dezember

+21° С +25° С
+21
+25
Dezember

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