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Syrien

Information about Syrien

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Geographie und Geschichte Syrien

Syrien ist ein Land im Nahen Osten, das auf eine unglaublich lange und bewegte Geschichte zurückblickt. Wenn man sich die Karte ansieht, erkennt man sofort die besondere Lage am Mittelmeer im Westen. Das Land teilt sich seine Grenzen mit dem Libanon, Jordanien, dem Irak und der Türkei, was es seit jeher zu einem wichtigen Knotenpunkt der Kulturen macht.

Die Natur dort ist wirklich zweigeteilt und bietet faszinierende Kontraste für jeden Reisenden. Im Osten erstrecken sich weite Ebenen, Hochplateaus und geheimnisvolle Wüstenlandschaften, die eine ganz eigene Ruhe ausstrahlen. Der Nordwesten hingegen zeigt sich von einer völlig anderen Seite mit fruchtbaren Küstenebenen, die vor Leben nur so strotzen.

Überall im Land findet man beeindruckende Gebirgsketten, die das Landschaftsbild maßgeblich prägen. Der absolute Höhepunkt ist dabei das Hermon-Massiv im Anti-Libanon-Gebirge, dessen Gipfel stolze 2814 Meter in den Himmel ragt. Ein Großteil des restlichen Landes wird von der Syrischen Wüste eingenommen, die nach Regenfällen plötzlich in saftigem Grün erstrahlt.

Wenn es um Wasser geht, spielt der Euphrat die absolute Hauptrolle als längster Fluss in ganz Westasien. In der Landesmitte gibt es zudem viele kleinere Flüsse und Seen, die das Leben in der Region erst ermöglichen. Der Barada entspringt hoch oben in den Bergen und fließt bis weit in die Wüste hinein, wo er fruchtbare Oasen bildet.

Ganz im Südwesten liegt Damaskus, die Hauptstadt des Landes und eine der ältesten kontinuierlich bewohnten Städte der Welt. Die Einheimischen nennen sie liebevoll Ash-Sham oder auch die Stadt des Jasmins wegen ihres wunderbaren Dufts. Schon im 15. Jahrhundert vor Christus wurde sie erwähnt und gehört heute völlig zu Recht zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Noch mehr Menschen leben allerdings in Aleppo, das mit über 4,5 Millionen Einwohnern die bevölkerungsreichste Metropole des Landes ist. Syrien wird oft als Wiege der Zivilisation bezeichnet, da am Ufer des Euphrat die ersten großen Schritte der Menschheit getan wurden. Erste Spuren menschlichen Lebens lassen sich dort bis zum Jahr 500000 vor Christus zurückverfolgen.

Über die Jahrtausende war das Land immer wieder Schauplatz großer Kriege und sah berühmte Eroberer wie Alexander den Großen kommen und gehen. Der Name Syrien leitet sich ursprünglich von der altgriechischen Bezeichnung für die Kolonien Assyriens ab. Interessanterweise hat hier auch eine der ersten Formen der Schrift ihren Ursprung gefunden.

Syrische Gelehrte haben im Laufe der Zeit enorme Beiträge zur weltweiten Wissenschaft geleistet, die wir noch heute spüren. Im Jahr 1516 wurde die Region dann Teil des Osmanischen Reiches und blieb es für mehr als vierhundert Jahre. Nach vielen Kriegen und mutigen Aufständen erlangte das Land schließlich im Jahr 1946 seine vollständige Unabhängigkeit.

Regionen und Resorts Syrien

Natur Syrien

Die Natur in Syrien ist wirklich erstaunlich abwechslungsreich, da sie sich je nach Region und Klima stark unterscheidet. Um diese Vielfalt zu schützen, gibt es im ganzen Land mittlerweile 67 Reservate und geschützte Gebiete. Ein besonders wichtiges Beispiel dafür ist das Gebiet Al-Jabbul, das sogar von internationaler Bedeutung für den Naturschutz ist.

Die Regierung legt heute viel mehr Wert auf ökologische Themen als früher und versucht, die Menschen dafür zu sensibilisieren. In den Städten werden massiv Bäume gepflanzt und es entstehen immer mehr Bildungszentren, die sich mit dem Umweltschutz beschäftigen. Das ist auch dringend nötig, um die einzigartigen Landschaften für die Zukunft zu bewahren.

In weiten Teilen des Landes findet man vor allem Pflanzen, die mit sehr wenig Wasser auskommen können. Dazu gehören verschiedene Gräser, niedrige Sträucher und Beifußgewächse, die perfekt an das trockene Klima angepasst sind. An der Mittelmeerküste sieht es dagegen ganz anders aus, dort ist alles viel grüner und üppiger.

Dort wachsen typisch mediterrane Pflanzen wie Myrten, prächtige Eichen, Libanon-Zedern und natürlich viele Weinreben. Auch Feigenbäume und viele immergrüne Gewächse prägen das Bild entlang der Küste und verströmen einen herrlichen Duft. Die Hänge der Berge sind oft mit dichten Wäldern bedeckt, die mit zunehmender Höhe in weite Bergwiesen übergehen.

Im Südosten, wo die Oasen liegen, kann man wunderschöne Palmen und verschiedenste Zitrusfrüchte bewundern. Selbst in der Wüste passiert im Winter ein kleines Wunder, wenn dort plötzlich Kräuter und kleine Sträucher aus dem Boden schießen. Der Weinbau und der Obstbau haben in Syrien eine jahrtausendelange Tradition, die bis heute gepflegt wird.

Dank der besonderen klimatischen Bedingungen wachsen hier auch viele wertvolle Heilpflanzen, die schon in der Antike von Ärzten geschätzt wurden. Über die syrische Flora wurden bereits unzählige wissenschaftliche Arbeiten geschrieben, die immer wieder neue Entdeckungen ans Licht bringen. Aber auch die Tierwelt des Landes ist mit über 650 Arten an Land und 157 Fischarten extrem reichhaltig.

In der Wildnis kann man mit etwas Glück die seltene Arabische Oryx-Antilope, den Tigeriltis oder sogar Karakale und Hyänen entdecken. Die Steppen und Halbwüsten sind die Heimat von vielen Nagetieren wie Hamstern und Springmäusen sowie zahlreichen Reptilien. Schlangen, Chamäleons und verschiedene Eidechsenarten huschen dort flink durch den warmen Sand.

An den Küsten des Mittelmeers lebt die seltene Mittelmeer-Mönchsrobbe, die leider streng geschützt werden muss, da sie vom Aussterben bedroht ist. Im tiefen Blau des Meeres ziehen majestätische Wale, Delfine und sogar Haie ihre Bahnen, umgeben von riesigen Fischschwärmen. Für Vogelliebhaber ist das Land ein wahres Paradies mit fast 400 verschiedenen Arten.

In den Tälern des Euphrat und in der Nähe der Oasen nisten Adler, Falken, Pelikane und sogar farbenfrohe Flamingos. In den Städten begegnet man vertrauten Vögeln wie Sperlingen und Tauben, während in den Wäldern Kuckucke rufen. An den Gewässern lassen sich oft Störche, Enten und Möwen beobachten, die dort nach Nahrung suchen.

Klima Syrien

Das Wetter in Syrien ist so vielfältig wie die Landschaft selbst und ändert sich massiv, je nachdem, wo man sich gerade aufhält. An der Mittelmeerküste und in den Bergen ist das Klima eher maritim geprägt, was für milde Winter und angenehme Sommer sorgt. Im Landesinneren herrscht dagegen ein trockenes Kontinentalklima vor, das ganz andere Bedingungen schafft.

In der Zentralregion sind die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht sowie zwischen den Jahreszeiten oft sehr extrem. Trotzdem ist das Klima insgesamt eher warm und freundlich mit einer durchschnittlichen Jahrestemperatur von etwa 18 Grad. An der Küste liegt dieser Wert im Schnitt bei etwa 15 Grad, was für viele sehr angenehm ist.

Wenn man im Juli dort ist, kann das Thermometer tagsüber schnell mal auf 34 Grad klettern, während es nachts auf 17 Grad abkühlt. Im Winter liegen die Temperaturen meistens zwischen einem und 14 Grad, was für europäische Verhältnisse recht mild wirkt. Die niedrige Luftfeuchtigkeit in der Landesmitte macht die Sommerhitze deutlich erträglicher, als man vielleicht denkt.

Im Westen sorgt das Wasser des Mittelmeers für eine ständige frische Brise, die die Hitze im Zaum hält. In den hohen Bergen muss man im Winter allerdings mit Frost und sogar Schnee rechnen, was einen starken Kontrast zur Wüste darstellt. Das Meer selbst ist im Winter mit 17 Grad recht kühl, erwärmt sich aber im Sommer auf herrliche 28 Grad.

Wer im Sommer durch Syrien reist, sollte unbedingt auf einen guten Sonnenschutz achten, da der Himmel fast immer wolkenlos ist. Von Mai bis Oktober fällt im Westen des Landes so gut wie kein Regen, was für die gesamte Region typisch ist. Regen ist in Syrien ohnehin eher eine Seltenheit, worauf man sich bei der Planung einstellen sollte.

Wenn es im Winter dann doch mal kräftig regnet, verwandelt sich die Syrische Wüste fast über Nacht in ein grünes Weideland. Im Sommer können die Temperaturen in der Wüste allerdings auf bis zu 46 Grad steigen, was wirklich eine Herausforderung für den Körper ist. Gegen Ende des Sommers bringen die Ostwinde oft gewaltige Sandstürme mit sich.

Während dieser Stürme färbt sich der Himmel manchmal für mehrere Tage in ein unheimliches, helles Weinrot. Das sieht zwar spektakulär aus, schränkt das Leben im Freien aber natürlich stark ein. Wenn man nicht gerade einen reinen Strandurlaub am Mittelmeer plant, sind der Frühling und der Herbst die besten Reisezeiten.

Besonders im späten Frühjahr oder im frühen Herbst ist die Natur in Syrien am schönsten und zeigt sich von ihrer farbenfrohen Seite. Die Temperaturen sind dann ideal für lange Entdeckungstouren und Besichtigungen der vielen historischen Stätten, ohne dass man ins Schwitzen gerät. Man kann die Kultur und die Gastfreundschaft der Menschen dann am besten genießen.

Transport in Syrien

Wenn man durch Syrien reisen möchte, ist der öffentliche Verkehr eine sehr praktische und vor allem preiswerte Lösung für jeden Geldbeutel. Es gibt ein gut ausgebautes System aus Zügen, Bussen, den beliebten Sammeltaxis und natürlich ganz normalen Taxis. Wer aber das echte Flair der syrischen Städte erleben will, sollte so viel wie möglich zu Fuß erledigen.

Die meisten Städte sind gar nicht so groß, und beim Laufen entdeckt man oft die schönsten Ecken in den verwinkelten Gassen. Man sollte allerdings wissen, dass zur Rushhour zwischen 12 Uhr mittags und 4 Uhr nachmittags der Verkehr in den Großstädten fast zum Erliegen kommt. In dieser Zeit ist man zu Fuß oft schneller und stressfreier unterwegs.

Busse sind das beliebteste Fortbewegungsmittel für längere Strecken und verbinden fast alle Orte miteinander. Es gibt spezielle Stadtbusse, Fernbusse für Reisen zwischen den Städten und natürlich Busse für Ausflüge zu den Sehenswürdigkeiten. Sogar in die Nachbarländer gibt es regelmäßige Busverbindungen, was das Reisen in der Region sehr einfach macht.

Wichtig zu wissen ist, dass sich die Fahrpläne an Wochenenden und Feiertagen oft ändern können. Man findet die aktuellen Abfahrtszeiten meist direkt an den Haltestellen oder fragt einfach die freundlichen Einheimischen. Fahrkarten kauft man entweder ganz unkompliziert direkt beim Fahrer oder an den jeweiligen Busbahnhöfen vor Ort.

Einige private Busunternehmen bieten auf langen Strecken sogar kleine Mahlzeiten an und fast alle Fahrzeuge haben eine Klimaanlage. Eine sehr schnelle Alternative zu den großen Bussen sind die sogenannten Sammeltaxis, die man dort überall sieht. Diese fahren feste Routen zwischen den Städten und halten nur dort, wo es wirklich nötig ist.

Die Fahrtziele stehen meistens direkt am Fahrzeug, aber im Zweifelsfall hilft ein kurzes Nachfragen beim Fahrer immer weiter. Wer es bequemer mag, kann sich jederzeit ein Taxi rufen, was entweder per App oder ganz klassisch per Telefon funktioniert. Taxis sind rund um die Uhr verfügbar und bringen einen sicher ans Ziel.

Die Preise für eine Taxifahrt hängen von der Entfernung und der Tageszeit ab, aber ein bisschen Handeln gehört hier einfach zum guten Ton. Das ist oft der beste Weg, um an Orte zu gelangen, die nicht direkt vom öffentlichen Nahverkehr angefahren werden. Auch das Schienennetz ist vorhanden, allerdings konzentriert es sich auf drei Hauptstrecken im Land.

Die Züge verbinden wichtige Städte wie Damaskus, Aleppo, Homs und die Küstenstädte wie Latakia nach einem festen Zeitplan. Wer es eilig hat, kann auch fliegen, denn es gibt drei internationale Flughäfen in Damaskus, Aleppo und Latakia. Inlandsflüge sind in Syrien überraschend günstig und eine tolle Möglichkeit, Zeit zu sparen.

Wer lieber selbst am Steuer sitzt, kann sich natürlich auch einen Mietwagen nehmen und das Land auf eigene Faust erkunden. Die Bezahlung erfolgt meistens ganz unkompliziert, wenn man das Auto am Ende der Reise wieder abgibt. Über 90 Prozent der Straßen im Land sind asphaltiert, was das Fahren zwischen den Städten recht angenehm macht.

Geld und Einkaufen in Syrien

Die offizielle Währung in Syrien ist das Syrische Pfund, das von den Menschen vor Ort fast immer nur Lira genannt wird. Ein Pfund unterteilt sich theoretisch in 100 Piaster, und man bezahlt sowohl mit Münzen als auch mit verschiedenen Banknoten. Es ist fast unmöglich, im Alltag mit fremden Währungen wie Euro oder Dollar zu bezahlen.

Deshalb ist es absolut notwendig, sein Geld direkt nach der Ankunft in die lokale Währung umzutauschen. Man sollte allerdings im Hinterkopf behalten, dass es sehr schwierig ist, die Lira am Ende der Reise wieder zurückzutauschen. Außerdem ist es offiziell verboten, die syrische Währung aus dem Land auszuführen, also sollte man passend planen.

Geld tauschen kann man zu fairen Kursen in Banken, offiziellen Wechselstuben oder auch direkt in den größeren Hotels. In großen Geschäften, schicken Restaurants oder bei Autovermietungen kann man oft mit Kreditkarte bezahlen, aber Bargeld ist immer noch Trumpf. Die meisten Banken schließen bereits um 14 Uhr, während Wechselstuben oft bis 20 Uhr geöffnet haben.

Syrien ist ein wahres Paradies für alle, die gerne nach besonderen Dingen suchen und einzigartige Souvenirs lieben. Das Shoppen auf den traditionellen Märkten ist ein Erlebnis für alle Sinne, das man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte. Besonders bei Schmuck gibt es einige Unterschiede zu dem, was wir aus Europa kennen.

Das Gold ist hier oft heller und das Silber glänzt stärker, was an der speziellen Verarbeitung und der Zusammensetzung liegt. Die Handwerkskunst ist wirklich beeindruckend und die Vielfalt an Designs ist schier unendlich, da ist für jeden Geschmack etwas dabei. Die Preise für Schmuck sind im Vergleich oft sehr fair und überraschen viele Besucher.

Wunderschöne Bestecksets aus Kupfer oder Silber sowie kunstvoll verzierte Schalen sind ebenfalls tolle Mitbringsel für zu Hause. Ein ganz besonderes Souvenir sind die traditionellen Dolche und Messer, die oft mit edlen Steinen verziert sind. Die Klingen bestehen häufig aus dem weltberühmten Damaszener Stahl, der für seine enorme Härte bekannt ist.

Wer lieber kulinarische Schätze mitnehmen möchte, sollte unbedingt zum syrischen Kaffee und den lokalen Süßigkeiten greifen. Der Kaffee hat durch die Zugabe von Kardamom ein ganz spezielles Aroma, das einen sofort in den Orient versetzt. Bei den Süßspeisen hat man die Qual der Wahl zwischen Baklava, weichem Nougat und unzähligen Gebäcksorten.

Auch die Gewürze, wie zum Beispiel frischer Koriander, schmecken hier viel intensiver, da sie lokal verarbeitet und getrocknet werden. Für Liebhaber von Spirituosen ist der Arak ein Muss, ein starker Anisschnaps, den man meistens mit Wasser verdünnt trinkt. Er bekommt dann eine milchige Farbe, weshalb er manchmal auch Löwenmilch genannt wird.

Lederwaren und handgewebte Textilien sind in Syrien ebenfalls weit verbreitet und von wirklich guter Qualität. Eine handgefertigte Tasche oder ein feiner Seidenschal sind bleibende Erinnerungen an eine Reise in ein faszinierendes Land. Auf den Märkten findet man mit etwas Geduld sogar echte Antiquitäten oder Kunstwerke von lokalen Bildhauern und Malern.

Hauptattraktionen Syrien

Wer nach Syrien reist, merkt schnell, dass dieses Land am Mittelmeer ein echter Geheimtipp für Entdecker ist. Überall gibt es etwas zu sehen, egal ob man auf alte Kirchen, prachtvolle Moscheen oder massive Triumphbögen steht. Es ist faszinierend, wie hier antike Ruinen direkt neben modernen Gebäuden und Museen stehen. Wenn man mit der Kamera unterwegs ist, sollte man aber immer kurz nachfragen, bevor man abdrückt. Meistens freuen sich die Leute aber über das ehrliche Interesse an ihrer Kultur.

Damaskus ist das pulsierende Herz des Landes und gilt als eine der ältesten dauerhaft bewohnten Städte der Welt. Hier trifft Geschichte auf den ganz normalen Alltag, wenn man zwischen tausendjährigen Mauern plötzlich moderne Bars oder gemütliche Shisha-Cafés entdeckt. Besonders das Viertel der Altstadt hat es in sich und zieht jeden Besucher sofort in seinen Bann. Man kann sich stundenlang in den verwinkelten Gassen verlieren und dabei ständig neue Details an den uralten Fassaden entdecken. Es fühlt sich fast so an, als würde man durch ein riesiges Museum laufen, das niemals schläft.

Ein absolutes Highlight in der Hauptstadt ist die beeindruckende Umayyaden-Moschee. Sie zählt zu den größten und ältesten Bauwerken ihrer Art weltweit und prägt das Stadtbild seit Jahrhunderten. Die Geschichte dieses heiligen Ortes reicht unglaublich weit zurück, denn schon im 7. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung gab es hier erste Spuren. Im Inneren der prachtvollen Hallen wird ein besonderes Relikt aufbewahrt, nämlich das Haupt des Propheten Yahya. Wer das Glück hat, bei Sonnenaufgang oder in der Abenddämmerung dort zu sein, wird vom goldenen Schimmer des Marmors begeistert sein.

Dann gibt es da noch die gewaltige Zitadelle von Aleppo, die majestätisch über dem Zentrum der Stadt thront. Es ist eine der massivsten und ältesten Festungsanlagen, die man sich auf dieser Welt überhaupt vorstellen kann. Schon vor etwa fünftausend Jahren begannen die Menschen hier mit dem Bau dieser beeindruckenden Verteidigungsanlage. Man sieht dem dunklen Gemäuer die vielen Kriege und Belagerungen der Vergangenheit förmlich an. Besonders spannend sind die geheimnisvollen Gänge, die tief unter der Erde verlaufen und früher wohl als Fluchtwege dienten.

Nicht weniger beeindruckend sind die Überreste von Palmyra, einer ehemals hochentwickelten römischen Wüstenstadt. Die Geschichte dieses Ortes beginnt schon fast zweitausend Jahre vor Christus und steckt voller Legenden. Sogar in der Bibel wird erwähnt, dass König Salomon persönlich am Bau dieser prachtvollen Säulenstadt beteiligt gewesen sein soll. Heute zeugen die perfekt erhaltenen Ruinen von der enormen Bedeutung, die Palmyra einst für den Handel in der Region hatte.

Um wirklich alles zu sehen, was Palmyra zu bieten hat, sollte man sich mindestens einen ganzen Tag Zeit nehmen. Die Atmosphäre dort ist einfach einmalig, vor allem wenn der Wind durch die alten Steinbögen weht. Überall finden sich feine Muster im Mauerwerk und majestätische Säulenreihen, die den Geist der Vergangenheit lebendig halten. Es gibt dort auch geführte Touren und kleine Museen, die einem die Geschichte der Karawanenwege näherbringen.

Tourismus in Syrien

In vielen Städten, die an großen Flüssen liegen, fallen einem sofort die riesigen hölzernen Wasserräder auf. Diese Konstruktionen sind technisch faszinierend und wirken durch ihre schiere Größe fast schon hypnotisch auf den Betrachter. Überhaupt ist das Reisen in diesem Teil der Welt unglaublich abwechslungsreich für jeden Urlaubstyp. Man kann entweder ganz entspannt durch die historischen Gassen schlendern oder sich bei verschiedenen Sportarten so richtig auspowern. Überall findet man charmante Restaurants und Cafés, die den Flair vergangener Zeiten perfekt mit modernem Komfort verbinden.

Die Natur hier ist wirklich vielfältig und bietet weit mehr als nur trockene Wüstenlandschaften. In den vielen Nationalparks kann man tief in die grüne Seite dieses östlichen Landes eintauchen und die Seele baumeln lassen. Wer mal eine Pause von der Stadt braucht, findet dort die perfekte Ruheoase unter freiem Himmel. Es ist die ideale Mischung aus kulturellem Erbe und landschaftlicher Schönheit, die einen hier an jeder Ecke erwartet.

Was viele vielleicht gar nicht auf dem Schirm haben, ist die Möglichkeit zum Skifahren im Nahen Osten. Syrien besitzt tatsächlich ein eigenes Skigebiet, das sich auf dem Berg Hermon im Antilibanon-Gebirge befindet. Die Pisten liegen dort auf einer beeindruckenden Höhe von über zwei Kilometern über dem Meeresspiegel. Man befindet sich dort oben nur knapp unter dem höchsten Punkt des ganzen Landes. Während der Fahrt nach oben eröffnen sich einem atemberaubende Ausblicke auf Wasserfälle und kleine Gebirgsbäche.

Besonders im Frühling kann man am Wegesrand wunderschöne Alpenpflanzen entdecken, die in dieser Höhe prächtig gedeihen. Die klare Bergluft und das Panorama sorgen für ein Erlebnis, das man so schnell nicht wieder vergisst. Syrien ist eben ein lebendiges Geschichtsbuch, in dem man an jeder Ecke auf spannende Museen und Galerien trifft. In Damaskus sollte man zum Beispiel unbedingt den Nationalmuseum oder den prachtvollen Azem-Palast besuchen. Auch das Opernhaus bietet regelmäßig beeindruckende Aufführungen in einem tollen Ambiente.

Für Technikfans gibt es zudem ein Armeemuseum, in dem echte historische Militärfahrzeuge und Modelle ausgestellt sind. Familien mit Kindern fühlen sich dagegen im archäologischen Park oder im botanischen Garten besonders wohl. Dort können die Kleinen auf großen Spielplätzen toben, während die Erwachsenen die gepflegten Grünanlagen genießen. Die Parks in den syrischen Städten sind oft soziale Treffpunkte, an denen das Leben bis spät in den Abend pulsiert.

Wenn man Hunger oder Durst bekommt, laden unzählige kleine Kaffeestuben dazu ein, den lokalen Kaffee zu probieren. Man sollte dabei wissen, dass das Trinkgeld hier eine sehr wichtige soziale Rolle spielt. Es ist üblich, etwa fünf bis zehn Prozent der Rechnung als Anerkennung für den Service liegen zu lassen. Für Nachtschwärmer gibt es zudem viele Clubs, in denen man bei Live-Musik bis in die frühen Morgenstunden tanzen kann. Die Märkte sind ein Erlebnis für alle Sinne, da sie nach Gewürzen duften und voller Leben stecken.

Unterkunft in Syrien

Die Auswahl an Unterkünften ist hier wirklich groß und bietet für jeden Geschmack und Geldbeutel das passende Dach über dem Kopf. Man kann sich ganz klassisch in ein modernes Hotel einmieten oder sich eine private Ferienwohnung suchen. In den meisten Unterkünften wird man von einem sehr höflichen Personal empfangen, das sich rührend um die Gäste kümmert. Oft ist in den größeren Häusern die Verpflegung bereits im Preis enthalten, sodass man sich um nichts weiter sorgen muss.

Besonders beliebt sind die sogenannten Designer-Hotels, die oft in einem ganz speziellen architektonischen Stil erbaut wurden. Manche dieser Häuser erinnern an kleine Burgen oder Türme und versprühen einen ganz eigenen Charme. Es gibt sogar historische Hotels, die in sorgfältig restaurierten Altbauten untergebracht sind. Wer dort übernachtet, bekommt ein echtes Gefühl für die Geschichte und die Atmosphäre vergangener Jahrhunderte. Die dicken Mauern erzählen Geschichten aus einer Zeit, als die Stadt noch ganz anders aussah.

Für Reisende, die lieber mitten im Geschehen sind, bieten sich Apartments direkt in den alten Stadtkernen an. Dort lebt man Seite an Seite mit den Einheimischen und bekommt den Rhythmus der Stadt hautnah mit. Diese Wohnungen haben oft hohe Decken und bewahren den Geist der alten Zeit in jedem Winkel. Wer den ganzen Tag draußen unterwegs ist und nur einen Schlafplatz sucht, findet auch viele preiswerte Motels. Diese sind meistens funktional eingerichtet und bieten eine gute Basis für Erkundungstouren durch das ganze Land.

Wer es dagegen richtig krachen lassen will, kann in eines der vielen Luxushotels einchecken. Diese Häuser bieten einen Service auf Weltklasse-Niveau und lassen in Sachen Ausstattung absolut keine Wünsche offen. Die Gebäude sind oft nach den neuesten architektonischen Trends gebaut und sehen einfach fantastisch aus. In solchen Hotels findet man meistens auch eigene Fitnessstudios, erstklassige Restaurants und entspannende Wellnessbereiche mit Pool und Whirlpool. Die exklusivsten Suiten liegen fast immer in den obersten Stockwerken und bieten eine grandiose Aussicht.

Paare, die auf der Suche nach etwas Besonderem sind, finden hier auch sehr romantische Unterkünfte. Diese Hotels sind perfekt für eine Hochzeitsreise oder ein gemeinsames Wochenende geeignet und sehr stimmungsvoll dekoriert. Mit sanfter Beleuchtung, plätschernden Brunnen und gemütlichen Saunen wird hier eine ganz besondere Wohlfühlatmosphäre geschaffen. Oft gibt es dort auch große Festsäle, in denen man wunderbar feiern kann. Solche Orte bleiben einem sicher noch lange in schöner Erinnerung.

Wer lieber flexibel bleibt, kann sich auch für eine private Villa oder ein ganzes Haus entscheiden. Die Preise hängen dabei natürlich stark von der Lage, der Anzahl der Zimmer und der inneren Ausstattung ab. Ein kleiner Tipp für alle Urlauber: Handeln ist beim Mieten von privaten Unterkünften durchaus üblich und wird oft sogar erwartet. Mit ein bisschen Verhandlungsgeschick lässt sich oft ein deutlich besserer Preis erzielen. So bleibt am Ende mehr Geld für die vielen leckeren Spezialitäten der lokalen Küche übrig.

Küche und Geschirr Syrien

Ein ganz wesentlicher Teil jeder Reise in dieses Land ist ohne Zweifel das Kennenlernen der lokalen Esskultur. Die syrische Küche hat ihre Wurzeln tief in der Geschichte und viele Rezepte wurden über Jahrhunderte hinweg kaum verändert. Man sagt sogar, dass einige der Gerichte, die man heute noch in den Familien isst, bereits im 13. Jahrhundert bekannt waren. Das Wissen über die richtige Zubereitung wird meistens ganz traditionell von einer Generation an die nächste weitergegeben.

Man schmeckt sofort, dass hier mediterrane Einflüsse auf typisch orientalische Traditionen treffen. Die Gerichte sind meistens sehr herzhaft und bestehen oft aus hochwertigem Fleisch, wie etwa Lamm oder Hammel. Dazu gibt es oft verschiedene Getreidesorten und jede Menge frisches Gemüse, das direkt aus der Region kommt. Die Köche nutzen ganz spezielle Methoden, um den Speisen ihren unverwechselbaren und intensiven Geschmack zu verleihen. Ohne die richtige Würze geht hier in der Küche natürlich gar nichts.

Besonders beliebt sind Gewürze wie Koriander, Kardamom, Kreuzkümmel und der kostbare Safran. Diese geben den Gerichten nicht nur ein tolles Aroma, sondern oft auch eine wunderschöne Farbe. Auch bei den Milchprodukten gibt es viel zu entdecken, was man so von zu Hause vielleicht gar nicht kennt. Den erfrischenden Ayran gibt es zwar auch bei uns, aber im Orient schmeckt er einfach viel authentischer und intensiver. Zudem sollte man unbedingt die verschiedenen Käsesorten aus Schaf- oder Ziegenmilch probieren.

Ein echter Klassiker auf dem Speiseplan ist Kibbeh, ein Gericht mit einer sehr langen und interessanten Geschichte. Es besteht meistens aus einer Hülle aus Bulgur, die mit einer würzigen Mischung aus Hackfleisch und Zwiebeln gefüllt wird. Serviert wird das Ganze oft zusammen mit lockerem Reis oder gedünstetem Gemüse wie Zucchini. Überhaupt spielen Zucchini in der syrischen Küche eine ziemlich große Rolle und tauchen in vielen Variationen auf. Die Köche sparen dabei nie an Gewürzen, um das volle Aroma aus den Zutaten herauszuholen.

Manchmal wird Kibbeh nicht wie eine kleine Frikadelle geformt, sondern als eine Art herzhafter Kuchen in einer großen Form gebacken. Neben diesem Nationalgericht gibt es natürlich auch die bekannten Kebabs oder das traditionelle Yabra, bei dem gefüllte Weinblätter eine Rolle spielen. Ein weiteres Highlight, das man sich nicht entgehen lassen sollte, ist die sogenannte Meze. Das ist keine einzelne Speise, sondern eher eine bunte Auswahl an vielen kleinen Vorspeisen und Häppchen.

Meze ist die perfekte Wahl für alle, die gerne in Gesellschaft essen und dabei lange Gespräche führen möchten. Man reicht dazu meistens ein Getränk wie Kaffee oder einen kühlen Ayran, bevor man sich später den süßen Nachspeisen zuwendet. Die Auswahl an Süßigkeiten ist hier wirklich gigantisch und lässt jedes Naschkatzen-Herz höher schlagen. Von klassischer Halva über nussige Kekse bis hin zu süßen Fadennudeln ist alles dabei. Zum Abschluss trinkt man oft einen starken arabischen Kaffee oder einen lokalen Kräutertee.

Kultur und Traditionen Syrien

Die Kultur und die täglichen Traditionen in diesem Land sind unglaublich tief in der fernen Vergangenheit verwurzelt. Wenn man hier unterwegs ist, merkt man sofort, wie wichtig den Menschen Gastfreundschaft und ein höflicher Umgang sind. Die Einheimischen lieben es, Gäste bei sich zu Hause zu empfangen und stundenlang bei Tee oder Kaffee zu plaudern. Dabei geht es meistens sehr gemütlich und ohne jede Eile zu, denn die Menschen schätzen ihre Ruhe. Das Leben folgt hier oft einem etwas entspannteren Rhythmus als in der westlichen Welt.

Besonders auffällig ist, wie viel Wert hier auf alte Bräuche gelegt wird, egal ob im Handel, in der Religion oder im Familienleben. Man begegnet Frauen mit großem Respekt, und die Familie steht als soziale Einheit über fast allem anderen. Ein Großteil der Bevölkerung bekennt sich zum Islam, aber es gibt auch eine beachtliche christliche Minderheit. Was wirklich schön zu sehen ist, ist der gegenseitige Respekt zwischen den verschiedenen Religionsgemeinschaften. Man lebt hier friedlich Tür an Tür und achtet die Feiertage der jeweils anderen.

Religiöse Feste und die Fastenzeit spielen im öffentlichen Leben eine zentrale Rolle und werden auch offiziell groß gefeiert. Während des Ramadan verwandeln sich die Städte in ein Lichtermeer und die Atmosphäre in den Gassen ist einfach magisch. Tagsüber halten viele Menschen inne, aber sobald die Sonne untergeht, duftet es überall nach den herrlichsten Speisen. Es ist auch Tradition, dass Familien, denen es wirtschaftlich gut geht, den Ärmeren helfen und Essen teilen. Wer auf der Straße jemanden beim Gebet sieht, sollte höflich im Bogen hinter ihm vorbeigehen.

Wenn es um Hochzeiten oder die Geburt eines Kindes geht, lassen es die Menschen hier so richtig krachen. Solche Ereignisse werden meistens sehr groß und farbenfroh gefeiert, wobei oft das ganze Viertel eingeladen wird. Es wird getanzt, gesungen und unglaublich viel gegessen, wobei jede Region ihre ganz eigenen kleinen Bräuche pflegt. Überhaupt ist das Land für seine vielen Festivals bekannt, die das ganze Jahr über stattfinden. Von Kunst- und Buchmessen bis hin zu historischen Reitfestspielen ist für jeden etwas dabei.

Ein ganz besonderes Ereignis ist das Festival zu Ehren der Seidenstraße, das jedes Jahr in Damaskus gefeiert wird. Da die Seidenstraße Syrien maßgeblich geprägt hat, kommen zu diesem Fest Menschen aus dem ganzen Nahen Osten zusammen. Fünf Tage lang gibt es Tanzaufführungen, Ausstellungen und natürlich jede Menge Stände mit handgefertigten Waren. Es ist eine tolle Gelegenheit, um tiefer in die Geschichte des Handels und des kulturellen Austauschs einzutauchen. Man spürt dort richtig, wie stolz die Menschen auf ihr reiches Erbe sind.

Wer die Natur liebt, sollte unbedingt die Gipfel der Berge besteigen, um den Blick über das Land schweifen zu lassen. Besonders nachts, wenn die Lichter der Städte unter einem funkeln und der Sternenhimmel zum Greifen nah ist, wirkt alles sehr friedlich. Auch die Strände am Mittelmeer sind bei sonnigem Wetter ein absoluter Traum und laden zum Verweilen ein. Syrien ist ein Land, das einen mit offenen Armen empfängt und viele unvergessliche Eindrücke hinterlässt. Man geht hier nicht einfach nur auf Reisen, sondern taucht in eine völlig andere Welt ein.

Wetter in Syrien

Wetter pro Monat

Januar

+12° С +18° С
+12
+18
Januar

Februar

+15° С +17° С
+15
+17
Februar

Marsch

+19° С +18° С
+19
+18
Marsch

April

+23° С +19° С
+23
+19
April

Mai

+28° С +22° С
+28
+22
Mai

Juni

+32° С +25° С
+32
+25
Juni

Juli

+35° С +27° С
+35
+27
Juli

August

+35° С +28° С
+35
+28
August

September

+32° С +26° С
+32
+26
September

Oktober

+27° С +24° С
+27
+24
Oktober

November

+20° С +21° С
+20
+21
November

Dezember

+14° С +19° С
+14
+19
Dezember

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