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Südkorea

Information about Südkorea

Südkorea
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Geographie und Geschichte Südkorea

Im südlichen Teil der koreanischen Halbinsel liegt ein wirklich faszinierendes Land, das wir als Südkorea kennen. Es gibt nur eine einzige Landgrenze, und die teilt sich die Republik mit ihrem Nachbarn im Norden. Zwischen diesen beiden Staaten liegt eine ganz besondere Zone, die sogenannte entmilitarisierte Zone. Das ist ein Streifen Land, auf dem keine Waffen oder militärischen Anlagen erlaubt sind, was heute eine fast unberührte Natur zur Folge hat.

Fast das gesamte Land ist vom weiten Meer umgeben, was die Geografie stark prägt. Die Küstenlinie zieht sich über beeindruckende 8640 Kilometer in die Länge. Im Westen blickt man auf das Gelbe Meer, im Süden liegt das Ostchinesische Meer und im Osten brandet das Japanische Meer gegen die Felsen. Wenn man weiter in den Süden schaut, sieht man schon die japanischen Inseln Honshu und Kyushu am Horizont auftauchen.

In Richtung Westen, nur etwa zweihundert Kilometer entfernt, liegt die chinesische Halbinsel Shandong. Das Land ist von einer riesigen Anzahl an Inseln umgeben, es sollen etwa 3580 Stück sein. Die größte und bekannteste unter ihnen ist Jeju-do, die mit ihrer Fläche von über 1800 Quadratkilometern fast wie ein eigener kleiner Kontinent wirkt.

Die Grenze im Norden wird durch die Flüsse Yalu und Tumen markiert, die die Halbinsel von den chinesischen Provinzen trennen. Früher verlief die Trennung zwischen den beiden koreanischen Staaten genau entlang des 38. Breitengrades. Nach dem Ende der Kriegshandlungen hat sich dieser Verlauf jedoch ein wenig verschoben, woraus die heutige Pufferzone entstanden ist.

Wenn man durch das Land reist, merkt man schnell, dass etwa 70 Prozent der Fläche aus Bergen bestehen. Der höchste Punkt des Landes ist ein erloschener Vulkan namens Hallasan, der sich direkt auf der Insel Jeju-do erhebt. Ein großer Vorteil der Region ist, dass es hier keine gefährlichen geologischen Aktivitäten gibt, die den Menschen Sorgen bereiten müssten.

Schwere Erdbeben liegen weit zurück in der Vergangenheit und sind eher ein Thema für die Geschichtsbücher als für den Alltag. Die Entstehung des ersten koreanischen Staates ist fest mit einer alten Legende verwoben. Man erzählt sich, dass der Sohn eines Himmelswesens und einer Bärin, die sich in eine Frau verwandelte, das Reich gründete.

Dieser sagenumwobene Gründer heißt Tangun und seine Geschichte markiert den Anfang des alten Choson-Reiches. Nachdem dieses Reich zerfiel, bildeten sich verschiedene Stammesbünde auf der Halbinsel. Daraus entwickelten sich später die drei großen Königreiche Silla, Baekje und Goguryeo, die lange Zeit die Region prägten.

Der heutige Name Korea lässt sich übrigens auf das alte Reich Goryeo zurückführen. Dieses Reich entstand wiederum nach dem Niedergang von Silla und gab dem Land seine Identität. Die Geschichte der Halbinsel ist unglaublich reich an Ereignissen, von großen Kriegen bis hin zu weisen Herrschern, die das Volk leiteten. Eines der prägendsten Ereignisse der jüngeren Zeit war natürlich die Teilung des Landes in Nord und Süd, die bis heute anhält.

Regionen und Resorts Südkorea

Natur Südkorea

Die Natur in Südkorea hat ein ganz eigenes Gesicht, und besonders die Gefäßpflanzen sind so etwas wie das Aushängeschild der Region. Man schätzt, dass es hier über 3400 verschiedene Arten dieser Gewächse gibt, was die enorme Vielfalt unterstreicht. Da die Halbinsel in der gemäßigten Klimazone liegt, findet man hier eine Mischung aus Laubwäldern, Monsunwäldern und fast schon subtropischen Gebieten.

Besonders in den höheren Lagen und im Norden dominieren Nadelmischwälder und dichte Kiefernbestände das Bild. In der Nähe der Küsten hat der Mensch die Landschaft über die Jahrhunderte stark verändert, weshalb der Wald dort etwas spärlicher geworden ist. Ganz anders sieht es auf der Insel Jeju aus, wo das Klima deutlich milder und feuchter ist.

Dort wachsen immergrüne Pflanzen und Nadelhölzer, die es gerne warm mögen, was der Insel einen fast exotischen Touch verleiht. Zu jeder Jahreszeit bietet die Natur den Menschen hier ein anderes, wunderschönes Schauspiel. Das wohl bekannteste Ereignis ist ohne Zweifel die Zeit der Kirschblüte im Frühling.

Viele Leute denken bei der Kirschblüte sofort an Japan, aber in Korea blühen die Bäume mindestens genauso spektakulär. Heute gibt es im ganzen Land mehr als vierzig Nationalparks, die man besuchen kann, um diese Schönheit zu erleben. Einer davon ist das Gebirgsreservat Songnisan, das vor allem für seine markanten Gipfel und die tiefen Schluchten bekannt ist.

In diesem Park wachsen seltene Tannenarten, wunderschöne Rhododendren und sogar Pfirsich- und Aprikosenbäume, die man dort gar nicht unbedingt erwarten würde. Auch der Nationalpark Jirisan ist ein echtes Highlight für Wanderer und Naturliebhaber. Dort befindet sich einer der höchsten Gebirgszüge des Landes, der viele Menschen zu kleinen Abenteuern in der Wildnis anlockt.

Es gibt in dieser Gegend etwa zwanzig verschiedene Gipfel und Täler, die man erkunden kann. Besonders wertvoll sind die uralten Wälder, die vom Menschen bisher kaum angerührt wurden und in ihrer ursprünglichen Form erhalten geblieben sind. Hier werden auch heute noch traditionelle Heilkräuter und der berühmte koreanische Tee angebaut.

Was die Tierwelt angeht, so beherbergt der südliche Teil der Halbinsel etwa tausend verschiedene Arten. Es ist eine faszinierende Mischung aus Bewohnern der Subtropen und Tieren, die man eher aus der Taiga kennt. So kann es theoretisch vorkommen, dass ein Leopard im selben Gebiet lebt wie ein Bär oder sogar ein Tiger.

Zoologen haben in den weiten Wäldern und Ebenen rund 30 Arten von Säugetieren und über 400 Vogelarten gezählt. Auch Reptilien sind mit 27 Arten vertreten, was für die biologische Vielfalt der Region spricht. Aber worauf die Koreaner besonders stolz sind, ist der Reichtum in ihren Gewässern. Es gibt hier etwa 500 verschiedene Fischarten, was die Fischerei seit jeher zu einem wichtigen Teil des Lebens macht.

Klima Südkorea

Die Menschen in Korea sind mächtig stolz auf ihr Klima, und das aus gutem Grund. Es gibt hier vier ganz deutliche Jahreszeiten, die sich sanft abwechseln, was für die Lage der Halbinsel ziemlich typisch ist. Die Einheimischen sagen oft, dass nur ganz besondere Länder das Privileg haben, vier so unterschiedliche Wetterphasen zu erleben.

Das Land liegt in einer Zone, die stark vom Monsun beeinflusst wird, was das Wetter oft unvorhersehbar macht. Das betrifft nicht nur Südkorea, sondern viele Teile Ostasiens. Vor allem die Luftmassen, die vom asiatischen Festland herüberwehen, haben einen größeren Einfluss als die Strömungen vom Pazifik.

Für die Landwirtschaft ist es ein Segen, dass es hier meistens genug regnet. Besonders von Juli bis September gibt es eine Phase mit viel Niederschlag, worüber sich jeder Landwirt freut. Man sagt, der Frühling ist erst richtig da, wenn die Kirschbäume blühen und die Schwalben aus dem Süden zurückkehren.

Die Temperaturen liegen dann meistens zwischen angenehmen 10 und 20 Grad Celsius. Für die meisten Koreaner ist dies die schönste Zeit des Jahres, weil alles zum Leben erwacht. Überall im Land werden dann Feste gefeiert und man bereitet sogar kleine Leckereien aus den Blütenblättern der Kirschbäume zu.

In den letzten Jahren hat sich der Sommer durch die globale Erwärmung ein wenig verändert und zeigt sich oft von einer weicheren Seite. Die Temperaturen fallen selten unter 25 Grad und steigen meistens nicht über 33 Grad an, was es erträglich macht. Da viel Feuchtigkeit vom Ozean herüberzieht, beginnt in dieser Zeit oft der große Regen.

Diese Phase wird von den Leuten auch gerne Pflaumenregen genannt, weil sie genau mit der Reifezeit dieser Früchte zusammenfällt. Wie schnell sich die Jahreszeiten ändern, hängt natürlich immer ein bisschen von der jeweiligen Region ab. Dennoch kommt der Herbst meistens sehr zuverlässig und löst die feuchten Regentage mit kühlerer Luft ab.

Die Koreaner lieben den Herbst vor allem wegen der unglaublichen Farbenpracht, die die Wälder dann zeigen. Wenn sich die Blätter verfärben, zieht es fast jeden hinaus in die Natur, um dieses bunte Treiben zu bewundern. Der Winter im Süden des Landes ist eigentlich recht mild und wird von vielen als sehr angenehm empfunden.

Die Luft ist in diesen Monaten meistens sehr trocken und es herrscht ein frischer, klarer Frost. Selbst im Norden des Landes sinken die Temperaturen im Durchschnitt nicht unter minus 7 Grad Celsius. Es ist eine Zeit der Ruhe und der klaren Sicht, die einen schönen Kontrast zum restlichen Jahr bildet.

Transport in Südkorea

Das Schienennetz in Südkorea ist wirklich hervorragend ausgebaut und lässt kaum Wünsche offen. Der einzige Ort, an dem man auf den Zug verzichten muss, ist die Insel Jeju, was aufgrund der Lage mitten im Meer logisch ist. Ansonsten ist das Verkehrssystem perfekt mit dem Flugverkehr und den Schiffslinien vernetzt, sodass man überall hinkommt.

Die wichtigste Lebensader auf den Schienen ist die Gyeongbu-Linie, die die Hauptstadt Seoul mit der Hafenstadt Busan verbindet. Wer hier reisen möchte, kann zwischen vier verschiedenen Zugkategorien wählen, je nachdem wie viel Zeit man hat. Besonders stolz sind die Koreaner auf ihren Hochgeschwindigkeitszug, der die Strecke nach Busan schneller bewältigt als ein Flugzeug.

Neben diesem Express gibt es noch den Saemaul-Zug, der an etwas mehr Bahnhöfen hält und sehr bequem ist. Am häufigsten nutzen die Menschen jedoch den Mugunghwa, weil dieser Zug an fast jeder Milchkanne hält und sehr günstig ist. Für Reisende mit kleinem Budget gibt es dann noch den Tong-il, der zwar am langsamsten ist, aber den Geldbeutel schont.

Interessant ist auch die Geschichte der Straßenbahnen, die bis in die 70er Jahre das Stadtbild von Seoul prägten. Damals gab es ein riesiges Netz, das die ganze Stadt und sogar einige Vororte miteinander verband. Später entschied man sich jedoch, diese durch die moderne U-Bahn zu ersetzen, die heute eines der besten Metrosysteme der Welt ist.

Neben den Zügen spielen die Busse eine riesige Rolle im täglichen Leben der Menschen. Das Netz für Fernbusse ist genauso gut ausgebaut wie der Nahverkehr in den Städten selbst. Es gibt eigentlich keinen Ort oder kein kleines Dorf, das man nicht mit dem Bus erreichen könnte.

Dabei unterscheidet man zwischen Expressbussen für weite Strecken und Regionalbussen, die die Vororte bedienen. In den Städten selbst gibt es Busse, in denen man sitzen kann, und solche, die eher auf viele Stehplätze ausgelegt sind. Die Preise sind dabei sehr fair gestaltet und hängen meistens davon ab, wie viel Komfort man sich für die Fahrt gönnt.

Südkorea verfügt zudem über eine der größten Fährflotten der Welt, was bei den vielen Inseln auch notwendig ist. Es gibt sogar regelmäßige Schiffsverbindungen nach Japan, China und bis nach Russland. Die wichtigsten Häfen für diese internationalen Reisen sind Busan, Incheon und einige andere Städte an der Küste.

Wer lieber fliegt, findet in Seoul gleich zwei große Flughäfen, nämlich Incheon für die weite Welt und Gimpo für Inlandsflüge. Auch in Busan und auf der Insel Jeju gibt es wichtige Drehkreuze für den Luftverkehr. Die Autobahnen im Land sind modern, aber man muss wissen, dass die Schnellstraßen meistens gebührenpflichtig sind.

Motorräder dürfen auf diesen schnellen Trassen übrigens gar nicht fahren, was der Sicherheit dienen soll. Bezahlen kann man die Maut ganz einfach bar, mit Karte oder über ein automatisches System beim Durchfahren. In letzter Zeit nutzen immer mehr Menschen diese elektronische Variante, weil man so nicht mehr anhalten muss.

Geld und Einkaufen in Südkorea

Die offizielle Währung in Südkorea ist die Won, die man international unter dem Kürzel KRW findet. Wenn man mit Bargeld bezahlt, hat man Scheine im Wert von 1000 bis 50000 Won in der Hand. Dazu kommen noch verschiedene Münzen, die im Alltag für kleinere Beträge oder das Wechselgeld genutzt werden.

Geld zu tauschen ist in Korea überhaupt kein Problem, da jede Bank diesen Service anbietet. Noch einfacher ist es jedoch, mit der Karte zu zahlen, da fast alle internationalen Systeme überall akzeptiert werden. In kleineren, privaten Läden kann man manchmal sogar mit Dollar bezahlen, aber auf den traditionellen Märkten zählt meistens nur Bares.

Für alle, die gerne einkaufen gehen, sind die riesigen Einkaufszentren in Korea ein wahres Paradies. Besonders die Hauptstadt Seoul platzt fast aus allen Nähten vor Angeboten von jungen Designern und exklusiver Mode. Hier findet man Dinge, die es so an keinem anderen Ort der Welt zu kaufen gibt.

Die koreanische Modeszene hat etwa um das Jahr 2005 so richtig Fahrt aufgenommen und seitdem die Welt erobert. Die Designer hier haben einen ganz eigenen Blick auf Trends und zeigen, wie vielseitig moderne Kleidung sein kann. Es ist völlig normal, verschiedene Stile wie Grunge oder Lederhosen mit klassischen Elementen zu mixen.

Ein absoluter Lieblingsort für Shopping-Fans ist das Shinsegae-Kaufhaus im Viertel Myeongdong. Das Gebäude ist riesig und bietet auf dem Dach sogar einen wunderschönen grünen Garten zum Entspannen an. Von dort oben hat man einen tollen Blick über die Stadt, was den Einkauf zu einem echten Erlebnis macht.

Oft bekommt man am Eingang sogar kleine Geschenke oder Gutscheine, die man direkt beim Shoppen einlösen kann. Wenn man auf der Suche nach Souvenirs oder kleinen Geschenken ist, sollte man unbedingt bei Daiso oder in den Artboxen vorbeischauen. Davon gibt es in Seoul unzählige, und man findet dort immer etwas Lustiges oder Nützliches.

Ein ganz besonderer Ort ist die Insadong-Straße, die vor allem am Sonntag zum Leben erwacht. An diesem Tag dürfen dort keine Autos fahren, sodass man ganz entspannt durch die Gassen schlendern kann. Hier reihen sich Kunstgalerien an Souvenirläden und kleine Stände, die traditionelle Süßigkeiten verkaufen.

Besonders beliebt bei Besuchern sind handgefertigte Stempel, Teeservice oder die berühmten hölzernen Masken. Frauen greifen oft bei traditionellem Schmuck zu, der aus edlen Materialien wie Jade, Gold oder Silber gefertigt wurde. Es ist diese Mischung aus Tradition und Moderne, die das Einkaufen in Korea so besonders macht.

Hauptattraktionen Südkorea

Das wohl eindrucksvollste Denkmal der jüngeren Geschichte befindet sich direkt in der Demilitarisierten Zone Südkoreas. Seit mehr als einem halben Jahrhundert teilt diese Grenze die Halbinsel in zwei völlig gegensätzliche Welten, nämlich Nordkorea und die Republik Korea. In einem Park, der der Sehnsucht nach Wiedervereinigung gewidmet ist, steht eine Skulpturengruppe, die die Tragik dieser künstlichen Trennung sehr bewegend zum Ausdruck bringt. Man sieht dort zwei Familien, die verzweifelt versuchen, die beiden Hälften einer zerbrochenen Kugel wieder zusammenzufügen, in deren Innerem die Landkarte der koreanischen Halbinsel abgebildet ist.

Besucher haben hier die Möglichkeit, an Führungen teilzunehmen, die unter anderem in ein Museum über Nordkorea führen. Es gibt dort auch einen Pavillon zu sehen, in dem militärische Ausrüstung und schwere Technik ausgestellt sind. Den Gästen wird oft ans Herz gelegt, sich ein paar Minuten Zeit für einen kurzen historischen Film im örtlichen Kino zu nehmen. Dieser Film erklärt auf anschauliche Weise die Hintergründe des Konflikts und die Hoffnungen der Menschen auf eine gemeinsame Zukunft.

Ein ganz anderes Gesicht Koreas zeigt der Gyeongbokgung-Palast, dessen Name übersetzt so viel bedeutet wie Palast der strahlenden Glückseligkeit. Er ist der größte und prächtigste unter den fünf großen Palastanlagen, die bis heute in der Hauptstadt erhalten geblieben sind. Die Ursprünge dieser beeindruckenden Bauwerke reichen bis in die Zeit der Joseon-Dynastie zurück, die das Land zwischen 1392 und 1897 regierte. Gyeongbokgung war damals die wichtigste Residenz der königlichen Familie und das politische Zentrum des Reiches.

Heute beherbergt eines der Gebäude auf dem weitläufigen Gelände das Nationale Volkskundemuseum, das tiefe Einblicke in das tägliche Leben vergangener Zeiten bietet. Direkt neben den massiven Palasttoren befindet sich zudem das Nationalpalastmuseum, in dem man Schätze aus der kaiserlichen Ära bewundern kann. Die Architektur mit ihren geschwungenen Dächern und farbenfrohen Mustern wirkt wie eine Oase der Ruhe mitten im modernen Trubel der Metropole.

Wer die moderne Seite Seouls kennenlernen möchte, kommt am Yuksam-Building auf der Insel Yeouido nicht vorbei. Dieses goldglänzende Hochhaus ist ein echtes Wahrzeichen und repräsentiert die wirtschaftliche Kraft und den Ehrgeiz der modernen Geschäftsmetropole. Es ist ein Paradebeispiel dafür, wie ein modernes Geschäftszentrum aussehen sollte, in dem wichtige Verträge unterschrieben und große Deals ausgehandelt werden. Nach einer Bauzeit von etwa fünf Jahren wurde der Wolkenkratzer im Jahr 1985 feierlich eröffnet.

Zu jener Zeit galt das Gebäude als das höchste Bauwerk in ganz Asien und war ein Symbol für den rasanten Aufstieg des Landes. Im Inneren erwartet die Besucher eine bunte Mischung aus Unterhaltung und Kultur, von einem Wachsfigurenkabinett bis hin zu einer Kunstgalerie in schwindelerregender Höhe. In den oberen Etagen hat man einen fantastischen Blick über die Stadt, während man in den Restaurants gemütlich essen gehen kann.

Besonders stolz ist man im Yuksam-Building auf das riesige Aquarium, das sich im zentralen Bereich des Gebäudekomplexes befindet. Es ist in verschiedene Themenzonen unterteilt, die sich über eine beachtliche Fläche erstrecken. Hier leben rund 400 verschiedene Fischarten und andere Meeresbewohner in einer Umgebung, die ihrem natürlichen Lebensraum nachempfunden ist. Mit einer Fläche von mehr als 3500 Quadratmetern bietet es genug Raum für ausgiebige Entdeckungstouren unter Wasser, ohne nass zu werden.

Tourismus in Südkorea

Vor rund 600 Jahren war das gesamte Gebiet, das wir heute als Nord- und Südkorea kennen, unter dem Namen Joseon bekannt. Regiert wurde dieses Reich von der großmütigen Li-Dynastie, die über Jahrhunderte hinweg die Geschicke des Volkes lenkte. Diese Herrscher legten nicht nur großen Wert auf eine würdevolle Lebensgestaltung und prächtige Paläste, sondern sorgten auch für ihre letzte Ruhestätte vor. So entstanden auf der gesamten Halbinsel insgesamt 42 Grabkomplexe, die streng nach den Regeln des Konfuzianismus und unter Berücksichtigung der Harmonie mit der Natur angelegt wurden.

Diese Anlagen sind heute wertvolle kulturelle Schätze, in denen man steinerne Statuen früherer Kaiser und über 40 bedeutende Denkmäler alter Architektur bestaunen kann. Die friedliche Atmosphäre an diesen Orten erzählt viel über den Respekt vor den Ahnen, der in der koreanischen Kultur bis heute tief verwurzelt ist. Viele Reisende aus aller Welt schätzen Südkorea aber nicht nur für seine Geschichte, sondern vor allem für die enorme Sicherheit im Alltag. Die Kriminalitätsrate ist hier im internationalen Vergleich unglaublich niedrig.

Ein Thema wie Drogenmissbrauch spielt im öffentlichen Leben praktisch keine Rolle, da der Gesetzgeber hier eine sehr strenge Linie fährt und keinerlei Ausnahmen macht. Es ist eines der wenigen Länder, in denen man sich auch spät in der Nacht ohne Sorgen in abgelegenen Gassen bewegen kann. Taschendiebstähle oder Übergriffe sind extrem selten und gehören definitiv nicht zum Alltag. Wenn in Korea tatsächlich einmal ein Auto gestohlen wird, ist das oft eine Nachricht wert, die im ganzen Land für Erstaunen sorgt.

In den letzten zehn Jahren hat sich Südkorea zudem einen Namen als wichtiges Ziel für Geschäftsreisen gemacht. Es gibt nur wenige Länder auf der Welt, die so gezielt und professionell an der Entwicklung dieser Sparte arbeiten. Korea gehört mittlerweile zu den weltweit führenden Akteuren, wenn es um die Ausrichtung großer MICE-Veranstaltungen geht, also Kongresse, Tagungen und Firmenevents. Solche Veranstaltungen sind perfekt organisiert und bieten internationalen Unternehmen eine Plattform, um neue Mitarbeiter zu schulen und ihre Geschäftsphilosophie zu verbreiten.

Neben dem geschäftlichen Aspekt hat auch der Gesundheitstourismus in den letzten zwei Jahrzehnten massiv an Bedeutung gewonnen. Die Idee, eine Reise in ein fernes Land mit medizinischen Behandlungen oder Vorsorgeuntersuchungen zu verbinden, zieht immer mehr Menschen an. In kaum einem anderen Staat wird dieser Sektor so stark von der Regierung gefördert und unterstützt wie in der Republik Korea. Den entscheidenden Anstoß gab ein Gesetz aus dem Jahr 2007, das es ausländischen Gästen ermöglichte, das hochmoderne Gesundheitssystem des Landes offiziell zu nutzen.

Besonders gefragt sind umfassende Gesundheits-Checks, bei denen modernste Technik zum Einsatz kommt, aber auch komplizierte chirurgische Eingriffe stehen auf dem Plan. Viele Besucher kommen gezielt für zahnmedizinische Behandlungen oder dermatologische Eingriffe nach Korea. Einzigartig ist dabei die Verknüpfung von westlicher Spitzenmedizin mit den Methoden der traditionellen orientalischen Heilkunde. Diese Kombination sorgt dafür, dass Patienten eine ganzheitliche Betreuung erfahren, die weit über das Übliche hinausgeht.

Für alle, die sich gerne in der Natur bewegen, bietet das Land fantastische Möglichkeiten für Bergwanderungen und Wintersport. Der Sporttourismus hat hier einen hohen Stellenwert, was man an den insgesamt 13 modernen Skigebieten sieht, die im Winter ihre Pforten öffnen. Wie man es in einem so gut organisierten Land erwartet, kann man sich überall die passende Ausrüstung leihen oder kaufen. Eines der bekanntesten Zentren für Wintersportler befindet sich in der Stadt Bucheon, die nur eine kurze Fahrt von der Hauptstadt entfernt liegt.

Von Seoul aus erreicht man dieses Gebiet in etwa einer Stunde mit dem Bus, was es zu einem beliebten Ziel für Tagesausflüge macht. Die Pisten sind oft bis spät in die Nacht beleuchtet, sodass man den Tag im Schnee voll ausnutzen kann. Auch die Infrastruktur drumherum mit gemütlichen Cafés und Restaurants lässt keine Wünsche offen. Wer nach Korea kommt, merkt schnell, dass Sport und Erholung hier Hand in Hand gehen und für jeden Geschmack etwas geboten wird.

Unterkunft in Südkorea

Wenn man an Urlaub in Korea denkt, kommen einem vielleicht nicht sofort endlose Sandstrände in den Sinn, doch die Küstenregionen haben eine Menge zu bieten. Besonders im Süden des Landes findet man eine große Vielfalt an Badeorten, von denen Haeundae wohl der bekannteste ist. Direkt daneben liegt der Strand von Songjeong, der etwas ruhiger ist und vor allem bei Surfern und Familien sehr geschätzt wird. Was diese Orte so besonders macht, ist die Kombination aus Meer und natürlichen Heilquellen, die man in der direkten Umgebung findet.

Diese Thermalquellen werden schon seit langer Zeit genutzt, um verschiedene körperliche Leiden zu lindern. Viele Menschen kommen hierher, um bei Rheuma, Hautproblemen oder Blutarmut Besserung zu finden. Auch bei chronischen Rückenschmerzen versprechen die mineralhaltigen Wasserquellen Linderung. Es ist eine wunderbare Art, den Strandurlaub mit ein bisschen Wellness und Gesundheitspflege zu verbinden, während man die frische Seeluft genießt.

Bei der Wahl der Unterkunft müssen sich Reisende in Korea keine Sorgen um die Qualität machen. Alle drei Jahre werden sämtliche Hotels des Landes einer strengen und transparenten Prüfung durch die zuständigen Behörden unterzogen. Das sorgt dafür, dass die Standards hoch bleiben und man genau weiß, was man für sein Geld bekommt. Die Auswahl ist dabei riesig und reicht von luxuriösen Häusern internationaler Ketten bis hin zu charmanten Boutique-Hotels.

Viele Hoteliers haben sich das Motto auf die Fahnen geschrieben, ihren Gästen die beste Nacht ihres Lebens in Korea zu ermöglichen. Dieser hohe Anspruch an den Service zieht sich durch das ganze Land, wobei die Preise natürlich je nach Saison und Lage variieren können. In den gehobenen Hotels gehören Saunalandschaften, moderne Fitnesscenter und Business-Bereiche fast immer zum Standard. Oft gibt es im selben Gebäude auch noch erstklassige Restaurants und Cafés, sodass man das Haus für sein Wohlbefinden eigentlich gar nicht verlassen müsste.

Wer etwas weniger Geld ausgeben möchte oder eine unkomplizierte Bleibe sucht, landet oft in Motels oder den sogenannten Yeogwans. Motels sind in Korea sehr verbreitet und meistens ganz einfach in der Nähe von Bahnhöfen oder Busstationen zu finden. Man braucht dort selten eine Reservierung im Voraus, da fast immer ein Zimmer frei ist. Die Ausstattung ist funktional, aber oft moderner, als man es von europäischen Motels erwarten würde, und sie bieten ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Die traditionelle Variante einer preiswerten Unterkunft ist der Yeogwan. Hierbei handelt es sich oft um kleinere, familiär geführte Häuser, in denen man die koreanische Lebensweise hautnah miterleben kann. Eine Besonderheit ist die Bodenheizung, das sogenannte Ondol, die gerade in der kalten Jahreszeit für eine wohlige Wärme sorgt. Statt eines westlichen Bettes bekommt man hier oft Futons gestellt, die man direkt auf dem warmen Boden ausbreitet.

Das mag für manche erst einmal ungewohnt klingen, ist aber erstaunlich gemütlich und gut für den Rücken. Zudem spart es Platz, da man die Schlafmatten tagsüber einfach zusammenrollen kann. In diesen Unterkünften herrscht oft eine sehr persönliche Atmosphäre, und man kommt leicht mit den Besitzern ins Gespräch. Es ist die perfekte Wahl für Reisende, die nicht nur ein Bett suchen, sondern auch ein Stück echte Kultur erleben wollen.

Egal für welche Kategorie man sich entscheidet, die Gastfreundschaft ist überall spürbar. Die Koreaner legen großen Wert darauf, dass sich Besucher in ihrem Land wohlfühlen. Ob im Luxusressort an der Küste oder im kleinen Gasthaus in einer Seitenstraße Seouls, man wird fast immer mit einem freundlichen Lächeln empfangen. Die Sauberkeit und die technische Ausstattung, wie etwa schnelles WLAN, sind selbst in günstigeren Unterkünften meistens absolut vorbildlich.

Küche und Geschirr Südkorea

Für Reisende, die längere Zeit an einem Ort bleiben möchten, sind Condominiums eine hervorragende Wahl. Diese Unterkünfte ähneln modernen Apartments im europäischen Stil und bieten deutlich mehr Platz als ein klassisches Hotelzimmer. Ein großer Vorteil ist die eigene Küche, in der man sich selbst versorgen kann, was besonders für Familien oder längere Aufenthalte praktisch ist. Meistens gehören zu solchen Anlagen auch Gemeinschaftseinrichtungen wie Schwimmbäder, Fitnessräume oder kleine Läden.

Man findet diese Art der Unterbringung häufig in der Nähe von bekannten Bergen, beliebten Skigebieten oder direkt an den großen Stränden. Es ist eine sehr entspannte Art zu wohnen, da man seinen Tagesablauf völlig frei gestalten kann. In der unmittelbaren Umgebung gibt es meistens eine gute Auswahl an Cafés und Einkaufsmöglichkeiten, sodass man alles Wichtige direkt vor der Haustür hat. Wer jedoch tiefer in die asiatische Tradition eintauchen möchte, sollte sich für ein Hanok entscheiden.

Das sind die klassischen koreanischen Häuser mit ihren charakteristischen Ziegeldächern, die eine ganz besondere Ästhetik ausstrahlen. Für den Bau dieser Häuser werden ausschließlich natürliche Materialien wie Holz, Erde und Stein verwendet, was für ein sehr angenehmes Raumklima sorgt. Ein paar Tage in einem Hanok zu verbringen, fühlt sich an wie eine kleine Zeitreise, weit weg vom Lärm der modernen Großstadt. Man schläft auf dem Boden, spürt die Struktur des Holzes und genießt die Ruhe in den traditionellen Innenhöfen.

Eine noch intensivere Erfahrung bietet das Übernachten in einem buddhistischen Tempel. Das sogenannte Temple-Stay-Programm ermöglicht es Besuchern, für kurze Zeit am Leben der Mönche teilzunehmen. Man zieht eine einfache buddhistische Robe an, nimmt an Meditationen teil und lernt, den Geist zur Ruhe zu bringen. Auch das Essen ist etwas Besonderes, da im Tempel streng vegetarisch und sehr achtsam gekocht wird. Bei einer traditionellen Teezeremonie erfährt man zudem viel über die verschiedenen Sorten von grünem Tee.

Für junge Leute oder Alleinreisende mit schmalem Budget gibt es in fast jeder Stadt moderne Hostels und Gästehäuser. Diese sind oft sehr westlich orientiert und bieten eine großartige Gelegenheit, andere Reisende aus aller Welt kennenzulernen. Die Übernachtungspreise sind unschlagbar günstig und liegen oft nur zwischen 10 und 16 Dollar. Trotz des niedrigen Preises sind diese Unterkünfte meistens sehr sauber, sicher und bieten alles, was man für einen Städtetrip braucht.

Wenn es ums Essen geht, ist Reis in Korea das absolute Fundament jeder Mahlzeit. Er wird in allen erdenklichen Formen serviert, sei es ganz klassisch als Beilage, gepresst zu kleinen Fladen oder als Teil eines würzigen Plovs. Aber aus Reis wird auch eine weitere Spezialität hergestellt, die aus der koreanischen Küche nicht wegzudenken ist, nämlich Nudeln. Die Vielfalt an Teigwaren ist beeindruckend und jede Region hat ihre ganz eigenen Rezepte und Vorlieben.

Ein echtes Highlight ist Naengmyeon, ein Gericht aus hauchdünnen Nudeln, die oft noch von Hand hergestellt werden. Die Basis dafür bilden Zutaten wie Buchweizen, Kartoffeln oder spezielle Stärkesorten. Das Besondere an diesem Gericht ist die Servierweise in einer großen Metallschüssel mit einer kalten, oft scharfen Brühe. Manchmal werden sogar Eiswürfel direkt in die Suppe gegeben, was besonders an heißen Sommertagen für eine unglaubliche Erfrischung sorgt.

In den Straßen von Seoul trifft man an jeder Ecke auf das Phänomen Chimaek. Dieser Begriff setzt sich aus den Wörtern für Hähnchen und Bier zusammen. Es gibt unzählige Restaurants, die sich auf frittierte Hähnchenflügel in den verschiedensten Variationen spezialisiert haben. Dazu trinkt man ein kühles Bier und genießt die gesellige Atmosphäre. Diese Läden gehören meistens keiner großen Kette an, sondern jeder Koch hat sein eigenes geheimes Rezept für die perfekte Panade und die richtige Würze.

Kultur und Traditionen Südkorea

Fleischgerichte spielen in der koreanischen Esskultur eine zentrale Rolle, wobei die Liebe zu scharfen Gewürzen fast überall spürbar ist. Ein Klassiker, den man unbedingt probieren sollte, ist das gemeinsame Grillen am Tisch. Dabei sitzen die Gäste um einen Grill, der mit Kohle oder Gas betrieben wird und direkt in die Tischplatte eingelassen ist. Man bekommt dünne Scheiben mariniertes Rindfleisch oder saftige Rippchen serviert und übernimmt das Braten einfach selbst, ganz nach dem eigenen Geschmack.

Dazu werden immer zahlreiche kleine Beilagen gereicht, wobei Kimchi, der fermentierte Chinakohl, niemals fehlen darf. Für Liebhaber von ausgefalleneren Fleischgerichten gibt es Jokbal. Das sind Schweinefüße, die über Stunden in einer aromatischen Mischung aus Sojasauce, Ingwer, Knoblauch und Reiswein gekocht werden. Das Fleisch wird dadurch butterzart und bekommt einen ganz besonderen Glanz. Traditionell wird dieses Gericht gerne mit einem Glas Bier oder dem koreanischen Schnaps Soju kombiniert.

Wer es lieber flüssig mag, sollte Seolleongtang probieren, eine kräftige Suppe aus Ochsenknochen. Die Brühe muss viele Stunden lang köcheln, bis sie eine milchig-weiße Farbe und ein tiefes Aroma annimmt. In der Schüssel findet man dann zartes Rindfleisch, Reis und feine Nudeln. Es ist das ultimative Wohlfühlessen, das vor allem zum Frühstück oder nach einer langen Nacht sehr geschätzt wird. Da Korea an drei Seiten vom Meer umgeben ist, sind natürlich auch Fisch und Meeresfrüchte allgegenwärtig.

Von Tintenfischen und Garnelen bis hin zu Krabben und verschiedensten Muschelarten landet hier alles fangfrisch auf den Tellern. Ein interessantes Gericht ist Chueo-tang, eine Suppe aus kleinen Fischen, die meist in Teichen leben. Diese werden weich gekocht, von den Gräten befreit und dann mit einer scharfen Chilipaste und viel Pfeffer abgeschmeckt. Es ist ein sehr nahrhaftes Essen, dem man eine stärkende Wirkung nachsagt. Ein weiteres kulinarisches Abenteuer ist Ganjang-gejang, rohe Krabben in einer würzigen Sojasaucen-Marinade.

Das soziale Leben in Korea wird stark von traditionellen Werten geprägt, die bis heute fest im Alltag verankert sind. Schon von klein auf lernen Kinder, ihre Eltern und ältere Menschen mit tiefem Respekt zu behandeln. Begriffe wie Ehre, Gerechtigkeit und Mitgefühl sind keine leeren Worte, sondern bilden das Fundament für das menschliche Miteinander. Dieses System basiert auf festen Regeln für verschiedene Beziehungen, etwa zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern oder innerhalb der Familie.

Reisende verstehen diese ungeschriebenen Gesetze manchmal nicht sofort, was zu kleinen Missverständnissen führen kann. Ein einfaches Händeschütteln reicht oft nicht aus, besonders wenn man es mit jemandem zu tun hat, der in der sozialen Hierarchie höher steht. In solchen Fällen ist eine leichte Verbeugung angebracht, wobei gilt: Je wichtiger das Gegenüber, desto tiefer die Verbeugung. Auch im Berufsleben ist die Hierarchie sehr streng, und man widerspricht seinem Chef nur in den seltensten Fällen.

Trotz aller Modernität spielen auch Aberglaube und alte Bräuche noch eine Rolle. Ein wichtiges Ritual ist Charye, das Gedenken an die Vorfahren. Man glaubt, dass die Seelen der Verstorbenen noch über mehrere Generationen hinweg bei ihren Familien bleiben und geehrt werden müssen. Zu Festtagen sieht man auch heute noch viele Menschen im Hanbok, dem farbenfrohen traditionellen Gewand. Es ist ein schöner Anblick, der zeigt, wie stolz die Koreaner auf ihre kulturelle Identität sind.

Sogar bei modernen Hochzeiten wird diese Tradition gewahrt. Das Paar feiert meist erst ganz modern im weißen Kleid und Anzug, wechselt dann aber für den zweiten Teil der Zeremonie in die traditionelle Tracht. Ein weiteres großes Ereignis ist das Neujahrsfest nach dem Mondkalender. Dann kommt die gesamte Familie zusammen, man verbeugt sich vor den Ältesten und genießt gemeinsam traditionelle Speisen, um das neue Jahr gebührend zu begrüßen.

Wetter in Südkorea

Wetter pro Monat

Januar

+2° С +6° С
+2
+6
Januar

Februar

+5° С +5° С
+5
+5
Februar

Marsch

+10° С +6° С
+10
+6
Marsch

April

+16° С +11° С
+16
+11
April

Mai

+21° С +15° С
+21
+15
Mai

Juni

+25° С +18° С
+25
+18
Juni

Juli

+28° С +22° С
+28
+22
Juli

August

+28° С +24° С
+28
+24
August

September

+24° С +19° С
+24
+19
September

Oktober

+19° С +13° С
+19
+13
Oktober

November

+12° С +9° С
+12
+9
November

Dezember

+4° С +6° С
+4
+6
Dezember

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