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Geographie und Geschichte Schweden

Schweden ist ein faszinierendes Land im hohen Norden Europas, das direkt in der skandinavischen Region liegt. Wenn man sich die Landkarte ansieht, bemerkt man schnell die langen Grenzen zu Finnland, Dänemark und Norwegen. Die Geografie des Landes ist unglaublich vielfältig und ändert sich stark, je nachdem, in welchem Teil man sich gerade aufhält.

Im zentralen Teil des Landes findet man im Westen eher flachere Gebirgszüge, die dann in weite, hügelige Landschaften übergehen. Diese Gegenden sind oft von tiefen, dichten Wäldern bedeckt und von unzähligen Flüssen durchzogen. Es ist fast unvorstellbar, aber es gibt dort etwa 101.000 Seen, die das Landschaftsbild prägen. Wenn man weiter in den Norden reist, wird die Umgebung rauer und wilder mit schneebedeckten Gipfeln und noch einsameren Wäldern.

Der höchste Punkt des Landes ist der Kebnekaise, der mit seinen 2111 Metern im Vergleich zu den Alpen eher bescheiden wirkt. Ganz anders sieht es im sonnigen Süden aus, wo sich riesige Seen und weite, landwirtschaftlich genutzte Ebenen über das Land erstrecken. Die Küstenabschnitte sind ebenfalls sehr abwechslungsreich und bestehen oft aus kleinen Inselgruppen und Felsenriffen. Besonders im Osten und Südwesten findet man diese charmanten Schärengärten, die typisch für die Region sind.

Etwas südlich von der Hauptstadt liegen Gotland und Öland, die beiden größten Inseln, die für ihre Schönheit bekannt sind. Wer gerne am Meer entspannt, wird an der Südküste fündig, wo es viele weiße Sandstrände gibt, die fast schon an südlichere Gefilde erinnern. Das Wasser spielt in Schweden sowieso eine riesige Rolle, was man an den bedeutenden Seen wie dem Vänern oder dem Vättern sieht. Diese Gewässer sind so groß, dass man am Ufer oft denkt, man stünde direkt am Ozean.

Die Flüsse des Landes, wie etwa der Torne oder der Ume, fließen meist von den Bergen hinunter zum Meer und wurden früher oft zum Holztransport genutzt. Das kulturelle und wirtschaftliche Herz schlägt jedoch in Stockholm, der Hauptstadt an der Südostküste. Die Stadt ist nicht nur die bevölkerungsreichste Metropole, sondern auch das Finanzzentrum des Landes. Hier mischt sich moderne Architektur mit historischem Charme auf vielen kleinen Inseln.

Die Geschichte der Besiedlung reicht extrem weit zurück, denn schon um 8000 vor Christus kamen die ersten Menschen nach der Eiszeit hierher. Diese frühen Bewohner waren Jäger und Fischer, die sich vor allem in der Nähe der Küsten aufhielten. Erst viel später, etwa um 4000 vor Christus, begannen die Menschen mit dem Ackerbau und nutzten Werkzeuge aus Stein. Mit der Zeit lernten sie den Umgang mit Bronze, was das tägliche Leben und die Jagd massiv veränderte.

Ein echtes politisches Gemeinschaftsgefühl entwickelte sich erst viel später, so um das Jahr 1100 nach Christus. Schweden war nie isoliert, sondern stand immer im Austausch mit anderen Kulturen, wie etwa den Deutschen im Mittelalter oder den Franzosen im 18. Jahrhundert. Im 17. Jahrhundert erlebte das Land seine Blütezeit als Großmacht, nachdem es verschiedene Kriege gegen seine Nachbarn gewonnen hatte. In der modernen Geschichte ist vor allem bemerkenswert, dass Schweden in beiden Weltkriegen neutral blieb.

In den 1990er Jahren gab es dann tiefgreifende gesellschaftliche Veränderungen, die das Land bis heute prägen. Nach einer sehr langen Zeit, in der die Sozialisten die Politik dominierten, kam 1991 eine eher moderate Regierung an die Macht. Carl Bildt wurde damals Premierminister und leitete eine neue Ära in der schwedischen Politik ein. Seitdem hat sich das Land stetig weiterentwickelt und ist heute für seine hohe Lebensqualität und Stabilität bekannt.

Regionen und Resorts Schweden

Natur Schweden

Wenn man an die schwedische Natur denkt, kommen einem sofort endlose Wälder und glitzernde Seen in den Sinn. Das Land ist wirklich gesegnet mit wunderschönen Plätzen, die von unberührten Schärengärten bis hin zu riesigen Nationalparks reichen. Für Menschen, die die Wildnis lieben, ist Schweden einer der attraktivsten Orte in ganz Europa. Es gibt dort so viel Platz und ungestörte Natur, dass man oft stundenlang wandern kann, ohne einer anderen Menschenseele zu begegnen.

Schweden war übrigens ein echter Vorreiter beim Naturschutz und gründete als erstes Land in Europa offizielle Nationalparks. Heute gibt es insgesamt 29 dieser Parks, dazu kommen noch unzählige kleinere Naturreservate und geschützte Gebiete. Die Landschaft wird vor allem von Nadelwäldern dominiert, wobei Kiefern und Fichten fast überall zu finden sind. Im Süden ändert sich das Bild ein wenig, dort sieht man häufiger Laubbäume wie Birken oder Espen, die besonders im Herbst toll aussehen.

Eine Besonderheit sind die Inseln Gotland und Öland sowie einige Teile des skandinavischen Gebirges. Dank des kalkhaltigen Bodens und eines milderen Klimas wächst dort eine ganz spezielle Pflanzenwelt. Wer sich für Blumen interessiert, kann dort viele verschiedene Orchideenarten entdecken, die man sonst selten sieht. Überhaupt ist das Land im Frühling und Sommer sehr farbenfroh, da überall bunte Wildblumen aus dem Boden sprießen.

Die offizielle Nationalblume ist das Moosglöckchen, das auch oft Linnaea genannt wird, benannt nach dem berühmten Naturforscher Carl von Linné. Aber nicht nur die Pflanzenwelt ist beeindruckend, auch die Tiere fühlen sich in den weiten Landschaften sichtlich wohl. Die Fauna ist extrem vielfältig und reicht von den großen Bären im Norden bis hin zu Rehen und Wildschweinen im Süden. Wenn man Glück hat, bekommt man sogar einen der scheuen Wölfe in den dichten Wäldern zu Gesicht.

Das wohl bekannteste Tier Schwedens ist natürlich der Elch, der oft als König der Wälder bezeichnet wird. Er ist das größte Mitglied der Hirschfamilie und kommt fast im ganzen Land vor, außer auf einigen Inseln wie Gotland. Die Elchpopulation ist hier so dicht wie in kaum einem anderen Land der Welt, weshalb man beim Autofahren immer vorsichtig sein sollte. Neben den Elchen gibt es auch noch andere beeindruckende Raubtiere wie den Luchs oder den Vielfraß.

Diese Tiere leben meist sehr zurückgezogen und man braucht viel Geduld und Glück, um sie in freier Wildbahn zu beobachten. Für Vogelliebhaber ist das Land ebenfalls ein wahres Paradies, da es eine unglaubliche Anzahl an verschiedenen Arten beherbergt. Manche Vögel bleiben das ganze Jahr über im kalten Norden, während andere nur für die Sommermonate zum Brüten herkommen. In den Feuchtgebieten und an den vielen Seen kann man unzählige Wasser- und Watvögel beobachten.

In den Wäldern hört man oft das Singen großer Gruppen von Singvögeln, während oben am Himmel stolze Greifvögel ihre Kreise ziehen. Sogar seltene Arten wie Nachtschwalben oder verschiedene Eulen kann man in der Dämmerung mit etwas Glück entdecken. Die Vielfalt der Lebensräume, von der Tundra im Norden bis zu den fruchtbaren Gebieten im Süden, bietet für jede Art den passenden Platz. Es ist diese Mischung aus Weite und biologischer Vielfalt, die die schwedische Wildnis so einzigartig macht.

Man merkt dem Land an, dass die Bewohner eine tiefe Verbindung zu ihrer Umwelt haben und diese pflegen. Das Recht, sich frei in der Natur zu bewegen, ist tief in der Kultur verwurzelt und wird von allen respektiert. Wer einmal an einem einsamen See übernachtet oder durch einen stillen Urwald gewandert ist, versteht sofort, warum die Schweden so stolz auf ihr Erbe sind. Es ist ein Ort, an dem man wirklich noch die Kraft der ursprünglichen Natur spüren kann.

Klima Schweden

Das Wetter in Schweden ist oft ganz anders, als man es sich im ersten Moment vorstellt. Da das Land eine enorme Nord-Süd-Ausdehnung hat, findet man dort gleich vier verschiedene Klimazonen vor. Im südlichsten Teil ist das Klima eher maritim und gemäßigt, was für relativ milde Winter und angenehme Sommer sorgt. Je weiter man jedoch in die Mitte des Landes vordringt, desto kontinentaler wird das Wetter mit deutlicheren Unterschieden zwischen den Jahreszeiten.

Der Norden Schwedens ist dann noch einmal eine ganz andere Hausnummer, hier herrscht ein kühles kontinentales Klima, das schon fast subarktisch wirkt. In den Bergen findet man schließlich alpines Klima, wo der Schnee oft bis weit in den Sommer hinein liegen bleibt. Ein entscheidender Faktor für die vergleichsweise milden Bedingungen ist der Golfstrom. Diese warme Meeresströmung fließt an der Küste Norwegens entlang und sorgt dafür, dass es in Skandinavien viel wärmer ist als in anderen Regionen auf demselben Breitengrad.

Auch die vielen großen Seen und die Ostsee wirken wie ein Wärmespeicher und mildern die extremen Temperaturen ein wenig ab. Trotzdem kann es nördlich des Polarkreises im Winter richtig ungemütlich werden, wenn das Thermometer auf unter minus 30 Grad fällt. Im Gegensatz dazu klettert die Temperatur im Sommer auch dort oben regelmäßig auf über 20 Grad, was für die Region sehr angenehm ist. Im Süden hingegen sind die Winter meist recht mild und die Temperaturen bleiben oft über dem Gefrierpunkt.

Ein großer Vorteil der nördlichen Lage ist, dass es im Sommer fast nie extrem schwül oder drückend heiß wird. Die Luftfeuchtigkeit ist meistens gering, was die Wärme sehr erträglich macht, selbst wenn die Sonne stundenlang scheint. Und das mit dem Sonnenschein ist im schwedischen Sommer wörtlich zu nehmen, denn im Norden geht die Sonne zur Mittsommerzeit überhaupt nicht mehr unter. Man erlebt dann 24 Stunden Tageslicht, was sich absolut magisch und ein bisschen unwirklich anfühlt.

Selbst in den südlicheren Teilen wird es in den Nächten im Juni und Juli nie richtig stockfinster. Es herrscht eher eine Art ewige Dämmerung, die alles in ein sanftes, wunderschönes Licht taucht. Das Sommerwetter ist generell sehr stabil und oft sonnig, wobei die Bedingungen ähnlich wie in Südengland sind, nur mit deutlich mehr Lichtstunden. Zwischen Juni und August kann man fast sicher sein, dass die Temperaturen um die 20 Grad liegen, oft geht es sogar bis auf 30 Grad hoch.

Natürlich muss man auch immer mal mit einem Regenschauer rechnen, aber das gehört dort einfach dazu. In den Städten im Süden liegt der Durchschnitt im Sommer bei etwa 18 Grad, während es im Winter meistens um die minus 2 Grad sind. Es gibt eigentlich keine schlechte Zeit, um nach Schweden zu reisen, da jede Saison ihren ganz eigenen Reiz hat. Viele Besucher kommen extra zwischen Januar und März, um die spektakulären Polarlichter am dunklen Nachthimmel zu bestaunen.

In dieser Zeit kann man auch perfekt Schlittschuh laufen oder sich mit einem Hundeschlitten durch die verschneite Landschaft ziehen lassen. Wer lieber aktiv in der Natur unterwegs ist, sollte die Monate von Mai bis September wählen. Dann ist die beste Zeit für Bootstouren, Wanderungen oder einfach nur zum Beobachten der Vögel. Ob man nun die kühle Frische des Winters oder die endlosen Tage des Sommers bevorzugt, das Klima bietet für jeden Geschmack etwas Besonderes.

Es ist diese ständige Veränderung des Lichts und der Natur, die das Leben in Schweden so abwechslungsreich macht. Die Menschen dort richten ihren Alltag stark nach den Jahreszeiten aus und genießen jeden Sonnenstrahl in vollen Zügen. Man lernt schnell, dass es nicht das falsche Wetter gibt, sondern nur die falsche Kleidung, wie ein bekanntes Sprichwort sagt. So wird jeder Ausflug in die schwedische Natur zu einem Erlebnis, egal ob die Sonne brennt oder der Schnee unter den Füßen knirscht.

Transport in Schweden

Wer durch Schweden reist, wird schnell feststellen, dass das Land verkehrstechnisch wirklich hervorragend erschlossen ist. Es spielt dabei kaum eine Rolle, ob man in einer großen Stadt unterwegs ist oder sich in die ländlicheren Regionen zurückzieht. Man kommt eigentlich immer gut von A nach B, ohne dass es kompliziert wird. Besonders das Busnetz in den Städten ist beeindruckend gut organisiert und zuverlässig.

In Stockholm zum Beispiel gibt es ein extrem effizientes System, bei dem die Busse das gesamte Zentrum und die Außenbezirke perfekt miteinander verbinden. Busfahren ist im Vergleich zu anderen Transportmitteln oft günstiger und zudem sehr bequem. Es gibt auch viele Unternehmen, die Fernbusse betreiben und das ganze Land durchqueren. Die meisten dieser Routen haben ihren Start- oder Zielpunkt in der Nähe des Stockholmer Hauptbahnhofs, was das Umsteigen sehr einfach macht.

Eine Reise mit dem Zug ist vielleicht die schönste Art, die schwedische Landschaft in Ruhe zu genießen. Selbst in kleineren Orten findet man oft einen eigenen Bahnhof, sodass man flexibel planen kann. Die wichtigsten Knotenpunkte für den Bahnverkehr liegen in Stockholm, Göteborg und Malmö. Zwischen diesen drei großen Städten verkehren schnelle Hochgeschwindigkeitszüge, die einen in kurzer Zeit ans Ziel bringen. Auch der Flughafen Arlanda ist von Stockholm aus perfekt mit einem Expresszug zu erreichen.

In der Hauptstadt selbst hat man die Qual der Wahl, was die Verkehrsmittel angeht. Neben der U-Bahn, die dort Tunnelbana genannt wird, gibt es Straßenbahnen und Vorortzüge, die alle sehr pünktlich fahren. Wenn man es eilig hat oder es bequemer mag, kann man natürlich auch ein Taxi nutzen. Man kann sie einfach per Telefon bestellen, an speziellen Ständen finden oder direkt auf der Straße heranwinken. Dabei sollte man wissen, dass einige Firmen Festpreise haben, während andere nach Taxameter abrechnen.

Interessanterweise ist Uber in Schweden zwar vorhanden, aber bei weitem nicht so verbreitet oder populär wie in anderen großen Städten Europas. Wenn man lieber selbst am Steuer sitzt, ist das Autofahren in Schweden eine sehr entspannte Angelegenheit. Im Vergleich zu vielen anderen europäischen Ländern gibt es hier deutlich weniger Staus und die Straßen sind in einem erstklassigen Zustand. Die Beschilderung ist logisch und leicht zu verstehen, und Mautgebühren fallen auf den meisten Strecken nicht an.

Mietwagen bekommt man problemlos an allen Flughäfen, größeren Bahnhöfen oder direkt in den Innenstädten. Eine ganz besondere Art der Fortbewegung erlebt man an den Küsten, wo es tausende kleiner Inseln zu entdecken gibt. Hier sind Passagierfähren und schnelle öffentliche Boote das Mittel der Wahl und oft sogar die einzige Möglichkeit, die Inseln zu erreichen. Es macht unglaublich viel Spaß, mit dem Schiff durch die Schären zu fahren und die Aussicht auf die kleinen bunten Häuser zu genießen.

Es gibt auch große Fährgesellschaften, die von Stockholm aus andere Länder im Ostseeraum ansteuern, was sich super für einen Kurztrip eignet. Für sehr lange Strecken innerhalb des Landes greifen viele Menschen auf das Flugzeug zurück. Schwedische Fluggesellschaften bieten viele Inlandsverbindungen an, die oft nicht viel teurer als eine Zugfahrt sind. Der größte Anbieter für solche Flüge ist die SAS, die fast alle regionalen Flughäfen des Landes bedient.

Besonders vom Flughafen Arlanda in Stockholm aus kommt man direkt an jeden wichtigeren Punkt auf dem Festland. So ist man in kürzester Zeit vom milden Süden im hohen, verschneiten Norden. Egal für welches Verkehrsmittel man sich am Ende entscheidet, man merkt überall, dass Wert auf Pünktlichkeit und Sauberkeit gelegt wird. Das macht das Reisen durch dieses große Land sehr entspannt und stressfrei, egal ob man geschäftlich oder zum Vergnügen unterwegs ist. Man hat nie das Gefühl, festzusitzen, da es für jedes Problem eine passende Transportlösung gibt.

Geld und Einkaufen in Schweden

In Schweden bezahlt man alles mit der schwedischen Krone, aber man sollte sich darauf einstellen, dass Bargeld hier fast komplett aus dem Alltag verschwunden ist. Es ist vermutlich die am stärksten bargeldlose Gesellschaft, die man weltweit finden kann. Viele Banken nehmen gar keine Scheine oder Münzen mehr an, und in vielen Cafés oder Museen kann man nur noch mit Karte oder dem Handy bezahlen. Das ist anfangs vielleicht etwas ungewohnt, funktioniert im Alltag aber extrem reibungslos.

Fast jedes Geschäft ist mit modernen Terminals ausgestattet, die kontaktloses Bezahlen unterstützen. Trotzdem findet man in der Nähe von Einkaufszentren oder belebten Plätzen immer noch Geldautomaten, falls man doch einmal ein paar Kronen in der Hand halten möchte. Auch Wechselstuben gibt es in den Städten noch, falls man Geld umtauschen muss. Wer gerne bummelt und einkauft, wird Schweden lieben, da das Land eine tolle Mischung aus Tradition und Moderne bietet.

Von handgefertigten Produkten bis hin zu modernstem Design und bekannten Modemarken ist alles dabei. Die Einkaufsstraßen in den Städten sind oft sehr einladend gestaltet und es macht Spaß, durch die kleinen Läden oder großen Malls zu stöbern. Ein absoluter Klassiker, den fast jeder Besucher mit nach Hause nimmt, ist das Dala-Pferd. Diese bunten Holzpferde sind zwar oft nicht ganz billig, aber sie sind ein echtes Stück schwedischer Kultur.

Echte Dala-Pferde werden auch heute noch von Hand geschnitzt und bemalt, was jedes einzelne zu einem kleinen Unikat macht. Wenn man sich für die Geschichte interessiert, kommt man an den Wikingern nicht vorbei, deren Wurzeln ja unter anderem hier liegen. Es gibt unzählige Souvenirs, die an diese wilde Zeit erinnern, von kleinen Helmen bis hin zu kunstvollem Schmuck oder Trinkhörnern. Wer etwas Edleres sucht, sollte sich die schwedischen Kristallwaren genauer ansehen.

Schwedisches Glas ist weltweit für seine hohe Qualität und die kreativen Formen bekannt. Eine der bekanntesten Marken in diesem Bereich stellt alles Mögliche her, von bunten Glasmasken über schicke Vasen bis hin zu dekorativen Flaschen. Es sind oft richtige kleine Kunstwerke, die in jeder Wohnung ein Hingucker sind. Auch Silberschmuck hat in Schweden eine sehr lange Tradition, was vor allem an den historischen Silberminen im Land liegt.

Silber gilt hier als sehr klassisches und trotzdem erschwingliches Material, das von vielen lokalen Designern gerne verwendet wird. Aber auch für Naschkatzen hat das Land einiges zu bieten, vor allem wenn es um Schokolade geht. Es gibt einige Firmen, die wirklich hervorragende Süßwaren herstellen, die man in jedem Supermarkt finden kann. Eine Marke ist dabei besonders bekannt und gehört für viele Schweden einfach zum Kaffeetrinken dazu.

Wenn es um Getränke geht, ist Schweden vor allem für sein Bier und verschiedene Kräuterliköre bekannt. Auch der weltweit bekannte Wodka in der markanten Flasche stammt von hier und ist ein beliebtes Geschenk. Es gibt eine große Auswahl an Spirituosen, die man entweder im speziellen staatlichen Laden oder als Mitbringsel im Duty-Free-Bereich kaufen kann. Was viele vielleicht nicht sofort auf dem Schirm haben, ist die Tatsache, dass Schweden auch fantastischen Käse produziert.

Besonders eine Sorte, der sogenannte Västerbotten-Käse, ist im ganzen Land als der König der Käse bekannt. Er hat einen sehr intensiven, leicht bitteren Geschmack und darf bei keinem festlichen Essen fehlen. Es ist wirklich toll zu sehen, wie stolz die Schweden auf ihre lokalen Produkte sind, egal ob es sich um Essen, Design oder Handwerk handelt. Man findet eigentlich immer etwas Schönes, das einen an die Zeit in diesem nordischen Land erinnert.

Hauptattraktionen Schweden

Wenn du gerade über deinen nächsten Urlaub nachdenkst, ist Schweden ein Ziel, das dich sicher nicht enttäuschen wird. Das Land ist unglaublich vielseitig und bietet für jeden Geschmack genau das Richtige. Im Süden erwarten dich sanfte Hügel und weite Felder, während die Westküste mit ihren rauen Schärengärten beeindruckt. In der Hauptstadt Stockholm kannst du tief in die nordische Geschichte eintauchen, bevor es dich vielleicht ganz in den Norden zieht, wo du in Schwedisch-Lappland das magische Nordlicht bestaunen kannst.

Ein absolutes Highlight ist das Schloss Drottningholm, wo das schwedische Königspaar tatsächlich wohnt. Obwohl es ein privater Wohnsitz ist, steht ein Großteil des Palastes und der weitläufigen Parkanlagen für Besucher offen. Es ist ein ganz besonderes Gefühl, dort spazieren zu gehen, denn mit etwas Glück kann man den König oder die Königin bei einem privaten Rundgang sehen. Nur ein einziger Flügel des prächtigen Gebäudes bleibt den neugierigen Blicken der Öffentlichkeit verborgen.

Wer sich für das Mittelalter interessiert, sollte unbedingt das Schloss Kalmar besuchen, das auf eine achthundertjährige Geschichte zurückblickt. Dieser Ort war früher eine strategisch wichtige Festung und Schauplatz vieler bedeutender Ereignisse, die Schweden geprägt haben. Heute wirkt die Anlage fast wie aus einem Märchen entsprungen und lädt dazu ein, die alten Mauern und dunklen Gänge auf eigene Faust zu erkunden.

Die Stadt Visby auf der Insel Gotland ist ebenfalls ein Ort, den man gesehen haben muss. Sie gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und gilt als die am besten erhaltene mittelalterliche Stadt im ganzen Land. Hinter der gut erhaltenen Stadtmauer fühlen sich die kopfsteingepflasterten Gassen und die vielen Kirchenruinen wie eine Zeitreise an. Besonders im Sommer, wenn die Rosen überall blühen, versprüht der Ort einen unvergleichlichen Charme.

Für Fans von Agentenfilmen gibt es in Schweden eine echte Kuriosität: das weltweit einzige James-Bond-Museum. Hier findet man eine riesige Sammlung an Originalstücken, Fahrzeugen und Erinnerungsstücken aus den berühmten 007-Filmen. Es ist ein faszinierender Ort für jeden, der mit den Abenteuern des Geheimagenten aufgewachsen ist und mal etwas ganz anderes als die klassischen Sehenswürdigkeiten erleben möchte.

Ein weiteres architektonisches Juwel ist der Dom zu Lund, der fast vollständig aus Sandstein erbaut wurde. Er ist ein fantastisches Beispiel für den romanischen Baustil und steht dort schon seit vielen Jahrhunderten. Die massive Bauweise und die feinen Details im Inneren machen die Kathedrale zu einem der wichtigsten Wahrzeichen der Region, das jedes Jahr unzählige Besucher in seinen Bann zieht.

In Stockholm ist das Vasa-Museum ein Muss, das oft als eines der besten Museen der Welt bezeichnet wird. Das Herzstück der Ausstellung ist das riesige Kriegsschiff Vasa, das im 17. Jahrhundert direkt bei seiner Jungfernfahrt sank. Da es fast vollständig erhalten aus dem Wasser geborgen wurde, kann man heute die kunstvollen Schnitzereien und die gewaltigen Ausmaße dieses Schiffes aus nächster Nähe bewunder.

Direkt daneben liegt Skansen, das bereits im Jahr 1891 gegründet wurde und damit das älteste Freilichtmuseum der Welt ist. Hier wird die Geschichte Schwedens über fünf Jahrhunderte hinweg lebendig gemacht. Man hat rund 150 historische Häuser und ganze Bauernhöfe aus allen Teilen des Landes hierher transportiert, um den Besuchern zu zeigen, wie die Menschen früher gelebt und gearbeitet haben.

Tourismus in Schweden

Lappland ist ohne jeden Zweifel eine der eindrucksvollsten Regionen, die man in Schweden besuchen kann. Hier oben herrscht eine raue, aber unfassbar schöne Wildnis, in der nur sehr wenige Menschen leben und die Tiere sich noch frei bewegen können. Im Winter ist es der perfekte Ort, um das grüne Leuchten der Polarlichter am dunklen Himmel zu beobachten. Im Sommer hingegen erlebst du dort die Mitternachtssonne, eine Zeit, in der es einfach nie richtig dunkel wird und die Welt in ein magisches Licht getaucht ist.

Nur einen Katzensprung von der Hauptstadt Stockholm entfernt wartet eine ganz andere Welt auf dich: der Stockholmer Schärengarten. Diese riesige Ansammlung besteht aus mehr als dreißigtausend Inseln, von denen einige bewohnt und recht groß sind, während andere nur aus nackten Felsen im Wasser bestehen. Es ist ein Paradies für alle, die das Wasser lieben und die Ruhe suchen, weit weg vom Trubel der Großstadt.

Ein besonders beliebter Ort in Stockholm ist die Insel Djurgården, die vor allem in den Sommermonaten viele Besucher anzieht. In diesem weitläufigen Park gibt es unzählige gemütliche Cafés, erstklassige Restaurants und sogar richtig schöne Hotels. Man kann sich dort Fahrräder oder Kanus ausleihen, um die Gegend zu erkunden. Außerdem liegen hier bekannte Attraktionen wie das ABBA-Museum und der Vergnügungspark Gröna Lund direkt nebeneinander.

Schweden zieht Reisende aus der ganzen Welt an, und das aus gutem Grund, denn die Natur ist hier noch weitgehend unberührt. Das Zusammenspiel aus dichten Wäldern, glasklaren Seen und der weitläufigen Küste macht das Land zu einem echten Spielplatz für alle, die gerne draußen aktiv sind. Egal ob im Sommer oder im Winter, es gibt immer etwas zu tun, sei es beim Wandern, Angeln oder bei verschiedenen Wintersportarten.

Für Wanderfreunde ist Schweden ein wahrer Segen, denn das Wegenetz ist hervorragend ausgebaut. Man kann sich je nach Fitnessgrad seine Lieblingsstrecke aussuchen, vom berühmten Kungsleden im wilden Norden bis hin zu den sanfteren Waldwegen und Ebenen im Süden. Die frische Luft und die Stille in der Natur sind die beste Art, um mal so richtig abzuschalten und den Alltag zu vergessen.

Im Winter verwandelt sich Schweden in ein echtes Wunderland für alle, die Schnee und Action lieben. Die bergigen Regionen bieten viele Möglichkeiten für Skifahrer und Snowboarder, wobei es über das ganze Land verteilt tolle Skigebiete gibt. Aber man kann noch viel mehr erleben, zum Beispiel Wildtierbeobachtungen in den Nationalparks. Mit etwas Geduld sieht man vielleicht Rentiere, Bären oder sogar einen Luchs oder Wolf in ihrer natürlichen Umgebung.

Ein ganz besonderes Erlebnis ist eine Fahrt mit dem Hundeschlitten durch die verschneiten Wälder, was man so schnell nicht wieder vergisst. Wer es etwas ruhiger mag, kann sein Glück beim Eisfischen versuchen oder mit Schneeschuhen durch den tiefen Schnee stapfen. Für mehr Tempo gibt es Motorschlitten-Safaris, oder man schnallt sich die Schlittschuhe unter und gleitet über die zugefrorenen Seen und Kanäle.

Auch Wassersportler kommen in Schweden voll auf ihre Kosten, denn das Meer und die vielen Seen laden förmlich dazu ein. Windsurfen und Kitesurfen sind an den Küsten sehr beliebt, aber die friedlichste Art, die Landschaft zu genießen, ist wohl eine Tour mit dem Kanu oder Kajak. Man kann damit wunderbar durch die Schären oder entlang der Stadtkanäle paddeln. Und für die Mutigen gibt es sogar Möglichkeiten zum Tauchen oder Paragliding, wenn das Wetter mitspielt.

Unterkunft in Schweden

Wenn du nach Schweden reist, wirst du feststellen, dass es dort wirklich jede Art von Unterkunft gibt, die man sich vorstellen kann. Von schicken Luxushotels über gemütliche Campingplätze bis hin zu ausgefallenen Baumhäusern ist alles dabei. Du kannst direkt im Trubel der Großstädte übernachten, in einem Haus am Meer entspannen oder tief im Wald die absolute Stille genießen. Für jeden Geschmack und vor allem für jedes Budget lässt sich hier das passende Plätzchen finden.

Ein Blick auf die Qualität der Unterkünfte zeigt, dass das Niveau in Schweden sehr hoch ist. Fast alle bewerteten Hotels im Land haben drei oder vier Sterne, was für einen gewissen Standard spricht. Besonders in den größeren Städten gibt es eine große Auswahl an Vier-Sterne-Häusern, da dort auch viele Geschäftsreisende unterwegs sind. Man kann sich also darauf verlassen, dass man sauber und komfortabel untergebracht wird, egal wo man landet.

Ein kleiner Traum kann wahr werden, wenn man sich entscheidet, in einem der vielen Schlösser oder alten Herrenhöfe zu übernachten. Viele dieser historischen Gebäude wurden in prächtige Hotels umgewandelt, in denen man sich fast wie ein König fühlen kann. Aber auch auf dem Land gibt es tolle Angebote, wie zum Beispiel schicke Frühstückspensionen oder liebevoll eingerichtete Ferienhäuser, die den hohen Lebensstandard der Schweden widerspiegeln.

Für Abenteurer gibt es in Schweden unzählige Möglichkeiten, der Natur ganz nah zu sein und an außergewöhnlichen Orten zu schlafen. Das reicht von Hotels, die komplett aus Eis gebaut sind, bis hin zu einsamen Hütten ohne Strom oder luxuriösen Glamping-Zelten. Diese besonderen Unterkünfte zeigen, wie kreativ die Schweden sind, wenn es darum geht, ihren Gästen ein unvergessliches Erlebnis in der Natur zu bieten.

Wenn du eher mit kleinerem Budget unterwegs bist, sind die über 450 Jugendherbergen im Land eine super Option. Viele davon liegen an wunderschönen, oft etwas abgelegenen Orten und bieten nicht nur Mehrbettzimmer, sondern auch private Einzel- oder Doppelzimmer an. Oft gibt es dort ein Frühstücksbuffet und man hat Zugang zu einer Gemeinschaftsküche, was ideal ist, wenn man sich selbst verpflegen möchte.

Natürlich gibt es auch die klassischen Ferienwohnungen und ganzen Häuser, die man für den Urlaub mieten kann. Ob eine kleine Wohnung in der Stadt oder das typisch rote Holzhaus am See, die Auswahl ist riesig. In so einem Ferienhaus mit eigener Küche kann man den schwedischen Alltag am besten kennenlernen und die Umgebung in seinem eigenen Tempo erkunden, ohne an feste Essenszeiten gebunden zu sein.

Camping ist in Schweden extrem beliebt, weshalb man in fast jedem Dorf oder jeder Stadt mindestens einen Platz findet. Die Standards auf den Plätzen sind meistens sehr hoch und viele bieten neben Stellplätzen für Zelte und Wohnwagen auch kleine Holzhütten an. Diese Hütten sind meistens einfach, aber gemütlich mit Betten und einer kleinen Kochnische ausgestattet. Oft stehen diese Hütten an den schönsten Plätzen, mitten im Wald oder direkt am Ufer eines Sees.

Küche und Geschirr Schweden

Die Küche in Schweden ist ziemlich spannend, weil sie sich je nach Region stark unterscheidet, was vor allem am Klima liegt. Im kalten Norden isst man traditionell ganz anders als im milderen Süden. Während im Norden Fleisch von Rentieren oder anderes Wildbret oft auf dem Teller landet, wächst im Süden mehr Gemüse, das dort eine größere Rolle in der täglichen Ernährung spielt. Das zeigt gut, wie die Menschen früher das genutzt haben, was direkt vor ihrer Haustür verfügbar war.

Da Schweden von so viel Wasser umgeben ist und es unzählige Flüsse und Seen gibt, sind Fisch und Meeresfrüchte seit jeher ein fester Bestandteil der Mahlzeiten. Auch die tiefen Wälder liefern viele Schätze wie verschiedene Beeren und Pilze, die aus der schwedischen Küche gar nicht wegzudenken sind. Diese Verbundenheit zur Natur merkt man fast jedem Gericht an, da oft frische und lokale Zutaten verwendet werden.

Ein typisches Mittagessen, das man oft findet, besteht aus geräuchertem Hering oder Lachs, dazu gibt es meistens einfach gekochte Kartoffeln. Abends darf es dann gerne etwas herzhafter sein. Da kommen oft die berühmten Fleischbällchen auf den Tisch, serviert mit cremigem Kartoffelpüree und einer dunklen Soße. Auch Fischgerichte oder herzhafte Kartoffelpfannkuchen mit Speck und braunen Bohnen sind absolute Klassiker, die man in vielen Haushalten findet.

Wenn man sich die Basis der schwedischen Ernährung anschaut, dreht sich vieles um Milchprodukte, Brot, Fleisch und natürlich Fisch. Aber auch Beeren und Steinobst spielen eine große Rolle, vor allem wenn es um Süßspeisen geht. Überhaupt haben die Schweden eine Schwäche für süße Backwaren, die oft und gerne zu einer Tasse Kaffee genossen werden, was dort als fester Bestandteil des sozialen Lebens gilt.

Ein echter Klassiker, der bei keinem traditionellen Fest fehlen darf, ist der eingelegte Hering. Diese Tradition stammt noch aus der Zeit, als man Lebensmittel für den langen Winter haltbar machen musste, indem man sie einlegte oder einsalzte. Heute gibt es unzählige verschiedene Soßen und Marinaden für den Hering, von klassisch mit Zwiebeln bis hin zu modernen Varianten mit Curry oder Kräutern.

Ein weiteres sehr sättigendes Gericht sind die sogenannten Kroppkakor. Das sind im Grunde große, gefüllte Kartoffelklöße, von denen es im ganzen Land verschiedene regionale Rezepte gibt. Sie sind eine wunderbare, ehrliche Mahlzeit, die richtig gut satt macht. Man merkt an solchen Gerichten, dass die schwedische Küche früher vor allem dazu da war, den hart arbeitenden Menschen auf dem Land genug Energie zu liefern.

Natürlich darf man die Fleischbällchen mit Preiselbeersoße nicht vergessen, die wohl jeder mit Schweden verbindet. Ein weiteres traditionelles Fleischgericht heißt Wallenbergare. Das wird aus feinem Kalbshackfleisch, Eigelb und Sahne zubereitet, in Semmelbröseln gewendet und dann sanft gebraten. Es ist etwas feiner als die normalen Fleischbällchen und schmeckt unglaublich zart und cremig.

Zum Nachtisch gibt es in Schweden eine tolle Auswahl an Leckereien. Schokoladenkuchen und sogar Käsekuchen nach amerikanischer Art werden immer beliebter, aber das Herzstück bleibt die Prinzesstorte. Das ist ein grüner Klassiker aus Biskuit, Sahne und Beerenfüllung, der komplett mit einer Schicht Marzipan überzogen ist. Auch der Apfelkuchen mit einer dicken Vanillesoße ist ein Dauerbrenner, den man fast überall bekommt.

Kultur und Traditionen Schweden

Schweden gilt als eine der modernsten und gerechtesten Gesellschaften der Welt, in der Gleichheit großgeschrieben wird. Was einem sofort auffällt, ist der enorme Respekt der Menschen vor der Umwelt und ihr Einsatz für Nachhaltigkeit. Das Land ist weltweit führend, wenn es um Bio-Landwirtschaft, das Recycling von Abfällen und die Nutzung von erneuerbaren Energien geht. Diese grüne Einstellung ist tief im Alltag der Menschen verwurzelt und prägt das gesamte Leben.

Die Schweden wirken auf den ersten Blick vielleicht manchmal etwas zurückhaltend oder schüchtern. Aber wenn man erst einmal mit ihnen ins Gespräch kommt, merkt man schnell, wie freundlich und hilfsbereit sie eigentlich sind. Sie helfen gerne weiter, wenn man eine Frage hat oder den Weg nicht findet. In ihrer Freizeit zieht es die meisten Schweden nach draußen, sei es für einen langen Spaziergang im Wald oder einen Tag auf dem Boot.

Was die Religion angeht, gehört Schweden zu den Ländern, in denen der Glaube im Alltag eher eine untergeordnete Rolle spielt. Die meisten Menschen bezeichnen sich als wenig religiös, auch wenn das Christentum historisch gesehen immer noch die am weitesten verbreitete Religion ist. Das Land ist insgesamt sehr weltlich eingestellt, und religiöse Traditionen werden oft eher aus kulturellen Gründen gepflegt.

Die Landessprache ist natürlich Schwedisch, aber man kommt als Tourist eigentlich überall problemlos durch. Die meisten Schweden sprechen hervorragend Englisch und viele verstehen oder sprechen sogar Deutsch. Das macht das Reisen im Land sehr unkompliziert. Im hohen Norden gibt es zudem die Samen, das indigene Volk Schwedens, die ihre ganz eigene Sprache und Kultur über die Jahrhunderte bewahrt haben.

Heutzutage ist Schweden auch international für seine lebendige Kunst- und Musikszene bekannt. Überall findet man moderne Künstler, die mit allem Möglichen experimentieren, von Malerei und Skulpturen bis hin zu digitaler Kunst und Fotografie. In der Musikwelt ist das Land eine echte Größe, egal ob es um Pop, Rock, elektronische Musik oder sogar Metal geht. Die wohl bekannteste Band des Landes ist bis heute ABBA, die in den 70er Jahren die ganze Welt erobert hat.

Die Wurzeln der schwedischen Musik liegen aber in der Volksmusik, die es schon seit Ewigkeiten gibt. Im 17. Jahrhundert wurde die Geige zum wichtigsten Instrument der Landbevölkerung, oft ergänzt durch das Akkordeon oder die Nyckelharpa, eine ganz spezielle Tastenfiedel. Berühmt sind auch die traditionellen Balladen und der Kulning, ein besonderer Almruf, mit dem man früher das Vieh angelockt hat. Der bekannteste Volkstanz ist die Polska, die oft paarweise getanzt wird.

Sport spielt im Leben der Schweden ebenfalls eine riesige Rolle, und fast die Hälfte der Bevölkerung ist in irgendeiner Form sportlich aktiv. Besonders beliebt sind Handball, Fußball und Golf, aber auch Leichtathletik und Gymnastik haben viele Anhänger. Es gehört für viele einfach dazu, sich fit zu halten und sich am Wochenende mit anderen im sportlichen Wettkampf zu messen oder einfach gemeinsam aktiv zu sein.

Über das ganze Jahr verteilt gibt es in Schweden viele bunte Festivals, die zeigen, wie gerne die Menschen dort feiern. Da ist für jeden Geschmack etwas dabei, von Musik und Kunst bis hin zu gutem Essen. Bekannte Veranstaltungen sind zum Beispiel das Peace & Love Festival, die Stockholmer Filmfestspiele oder das bunte Reggae-Festival in Uppsala. Auch die Walpurgisnacht wird im ganzen Land groß mit Feuern und Gesang gefeiert.

Wetter in Schweden

Wetter pro Monat

Januar

+1° С +2° С
+1
+2
Januar

Februar

-1° С +1° С
-1
+1
Februar

Marsch

0° С 0° С
0
0
Marsch

April

+3° С +1° С
+3
+1
April

Mai

+9° С +4° С
+9
+4
Mai

Juni

+15° С +9° С
+15
+9
Juni

Juli

+18° С +12° С
+18
+12
Juli

August

+21° С +14° С
+21
+14
August

September

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