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Sambia

Information about Sambia

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Geographie und Geschichte Sambia

Wer an das wahre, unberührte Herz Afrikas denkt, der landet gedanklich unweigerlich in der Republik Sambia. Dieses faszinierende Land liegt eingebettet im Zentrum des riesigen Kontinents und ist vollständig von Land umschlossen, hat also keinen eigenen Zugang zum Meer. Seine Nachbarn bilden einen bunten Teppich aus Kulturen und Landschaften: Im Norden grenzt es an den Kongo und Tansania, während im Süden Simbabwe, Namibia und Botswana warten.

Gegen Osten hin teilt sich Sambia die Grenze mit Malawi, und im Südosten liegt Mosambik. Den Abschluss im Westen macht die weite Grenze zu Angola. Das pulsierende Herzstück des Staates ist die Hauptstadt Lusaka, die als politisches und kulturelles Zentrum fungiert. Das Land selbst liegt auf einem beeindruckenden Plateau, das sich im Durchschnitt etwa 1500 Meter über den Meeresspiegel erhebt.

Die Landschaft ist jedoch alles andere als flach oder eintönig. Sie ist durchzogen von tiefen Flusstälern und gewaltigen Grabenbrüchen, die der Natur ihr markantes Gesicht verleihen. Ein besonderes Highlight ist der Tanganjikasee, der stolze 600 Meter tiefer liegt als die restliche Hochebene. Der gewaltigste Grabenbruch zieht sich entlang des Luangwa-Flusses durch das Land.

Im Osten, direkt an der Grenze zu Malawi, erreicht das Gelände seinen höchsten Punkt in den Mafinga Hills. Die meisten Wasserläufe des Landes gehören zum Einzugsgebiet des mächtigen Sambesi, nur im Norden fließen die Gewässer in Richtung des Kongo-Beckens. Ein gigantisches Reservoir für die Region ist der Kariba-Stausee, der die umliegenden Ländereien mit lebenswichtigem Wasser versorgt.

Natürlich darf man den weltberühmten Victoria-Wasserfall nicht vergessen, der ebenfalls im Lauf des Sambesi liegt und Reisende aus aller Welt in seinen Bann zieht. Doch Sambia hat noch viel mehr zu bieten als nur diesen einen Giganten, denn es gibt zahlreiche kleinere, versteckte Wasserfälle zu entdecken. Die Geschichte des Landes ist dabei genauso tief verwurzelt wie seine Flüsse.

Früher lebten hier viele kleine Stämme friedlich miteinander, bis Ende des 18. Jahrhunderts die ersten Portugiesen auftauchten. Später übernahmen die Briten das Ruder, und ab dem Jahr 1899 wurde das Gebiet unter dem Namen Nordrhodesien offiziell Teil des britischen Empires. Erst 1964 erlangte das Land unter dem heutigen Namen Sambia seine volle Unabhängigkeit.

Die religiöse Landschaft ist heute zweigeteilt. Etwa die Hälfte der Menschen bekennt sich zum Christentum, während die andere Hälfte dem Islam angehört. Interessanterweise mischen sich bei vielen Christen oft traditionelle, okkultistische Überzeugungen unter den Glauben. Es gibt zudem eine Vielzahl an kleineren religiösen Organisationen und Gemeinschaften im ganzen Land.

Wirtschaftlich gesehen ist Sambia immer noch stark von der Natur abhängig. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung bestreitet ihren Lebensunterhalt durch Landwirtschaft, Fischerei oder klassisches Handwerk. Der Rest der Menschen ist meist im Industriesektor tätig, wobei der Bergbau die wichtigste Rolle spielt. Sambia ist steinreich an wertvollen Bodenschätzen.

Vor allem Kobalt und Kupfer sind die Motoren der Wirtschaft und bringen Devisen ins Land. Aber auch Smaragde, Silber, Zink, Kohle und Mangan werden in den Minen gefördert. Es ist eine Mischung aus harter Arbeit unter Tage und dem ruhigen Leben auf dem Land, die den Alltag der Menschen hier prägt.

Regionen und Resorts Sambia

Natur Sambia

Das Klima in Sambia ist geprägt von einer angenehmen Wärme, die fast das ganze Jahr über anhält. Man kann sagen, dass sich drei verschiedene Jahreszeiten in einem stetigen Rhythmus abwechseln. Von Mai bis Juli ist es meist trocken und vergleichsweise kühl, was für viele die angenehmste Reisezeit darstellt. Danach folgt von August bis Oktober eine Phase, in der es richtig heiß und sehr trocken wird.

Die letzte Phase im Jahreskreis dauert von November bis April an. In dieser Zeit ist es warm, aber die Luftfeuchtigkeit steigt deutlich an, da die Regenzeit das Land fest im Griff hat. Der Oktober sticht dabei als der heißeste Monat heraus, in dem die Sonne unerbittlich vom Himmel brennt. In den tief liegenden Tälern klettert das Thermometer dann oft auf bis zu 27 Grad Celsius.

Ganz anders sieht es in den Bergregionen aus, wo man in den Nächten sogar mit Frost rechnen muss. Der kälteste Monat ist der Juli, wenn die Temperaturen im Durchschnitt unter die Marke von 14 Grad sinken können. Die eigentlichen Regentage konzentrieren sich vor allem auf die Zeit zwischen Dezember und März. Im Norden des Landes beginnt der Regen meist etwas früher und bleibt auch länger.

Besonders die östlichen Gebiete, die etwas höher liegen, bekommen ordentliche Wassermengen ab. Die westlichen Ebenen hingegen bleiben oft trockener und erhalten weniger Niederschlag. Wenn der Regen im Mai schließlich aufhört, hinterlässt er eine atemberaubende Kulisse aus saftig grünen Wiesen. Diese Farbenpracht hält jedoch nicht ewig, da die Vegetation langsam wieder austrocknet.

Mit dem Ende der Regenzeit kehren auch die kühleren Nächte zurück, besonders in den südlichen Hochlagen. Ein wichtiger Punkt für Reisende ist die Beschaffenheit der Wege während der nassen Monate. Viele Straßen verwandeln sich in Schlammpisten und sind kaum noch passierbar. Wer die Nationalparks in dieser Zeit erkunden will, kommt um ein Fahrzeug mit Allradantrieb absolut nicht herum.

Anfang Juni bricht dann die Zeit der wolkenlosen Tage an, was ideal für Tierbeobachtungen in der Savanne ist. Der August markiert schließlich das Ende der kühlen Periode und die Natur bereitet sich auf die kommende Hitze vor. Die Luftfeuchtigkeit liegt zu dieser Zeit bei etwa 56 Prozent. Im September und Oktober steigen die Temperaturen dann kontinuierlich weiter an.

Gleichzeitig sinkt die Feuchtigkeit in der Luft auf rund 48 Prozent, was die Hitze manchmal etwas erträglicher macht. Besonders im unteren Sambesi-Tal und im Luangwa-Tal staut sich die Wärme extrem auf. Es ist jedoch auch die Zeit der spektakulären Tiersichtungen, da sich unzählige Lebewesen an den wenigen verbliebenen Wasserlöchern versammeln.

Der November ist wettertechnisch ein echter Wackelkandidat, da sich Hitze und plötzliche Schauer ständig abwechseln. In diesem Monat kann man oft mehrere Wetterlagen an einem einzigen Tag erleben. Die Safari-Saison neigt sich dann meist Mitte des Monats dem Ende zu, wenn die tropischen Regengüsse häufiger werden. Der Dezember ist schließlich der nasseste Monat des Jahres.

Die Luftfeuchtigkeit springt dann auf satte 70 Prozent hoch, was sich sehr schwül anfühlen kann. Zusammen mit dem vielen Regen kommt aber auch eine spürbare Erwärmung zurück. Es ist eine Zeit des Wandels, in der das Land förmlich aufatmet und alles zu blühen beginnt. Trotz der Erschwernisse beim Reisen hat jede dieser Phasen ihren ganz eigenen, unverwechselbaren Charme.

Klima Sambia

Die Natur in Sambia ist von einer Vielfalt geprägt, die einen fast sprachlos macht. Es ist ein riesiger Garten Eden, in dem sich tropische Regenwälder und weite Savannen abwechseln. In dieser Kulisse leben Tiere, die man sonst oft nur aus dem Fernsehen kennt. Von gewaltigen Elefanten und Nashörnern bis hin zu eleganten Giraffen und Zebras ist hier alles vertreten.

In der Savanne kann man mit etwas Glück sogar ganze Löwenrudel bei der Jagd oder beim Ausruhen beobachten. Damit diese Schätze der Natur erhalten bleiben, hat das Land insgesamt 34 Reservate eingerichtet. Besonders hervorzuheben ist der Kafue-Nationalpark, der flächenmäßig der zweitgrößte des Landes ist. Insgesamt gibt es 19 Nationalparks, die sich um den Schutz seltener Pflanzen und Tiere kümmern.

Der Norden des Landes ist ein Paradies für Wasserliebhaber, denn dort befinden sich riesige Seen tektonischen Ursprungs. Der Tanganjikasee, der Bangweulusee und der Mwerusee bilden ein Netzwerk, das zu den größten Gewässern Afrikas zählt. Eine weitere Besonderheit der sambischen Landschaft sind die ausgedehnten Sumpfgebiete, die einen ganz eigenen Lebensraum bilden.

Fast die Hälfte der Landesfläche ist von Wäldern bedeckt, in denen man oft auf den charakteristischen Mopane-Baum trifft. Überall schlingen sich unzählige Lianen um die Stämme und erzeugen eine dschungelartige Atmosphäre. Hier finden auch seltene Waldelefanten, schwarze Nashörner und flinke Geparden einen Rückzugsort. Leider setzen Wilderer den Elefantenbeständen immer noch zu, weshalb der Schutz dieser Tiere oberste Priorität hat.

Unter der Wasseroberfläche geht das Leben munter weiter, unter anderem mit den seltenen Zwergkrokodilen. Diese stehen unter strengem staatlichem Schutz, um ihr Überleben zu sichern. Wer sich für die kleineren Bewohner begeistert, wird von der Insektenwelt beeindruckt sein. Riesige Termitenhügel ragen wie bizarre Skulpturen aus dem Boden und prägen das Landschaftsbild maßgeblich.

Man sollte jedoch auch vorsichtig sein, da Insekten wie die Anopheles-Mücke oder die Tsetsefliege gefährliche Krankheiten übertragen können. In den tropischen Wäldern dominieren Miombo-Bäume, hohe Palmen und ungewöhnliche Feigenarten das Bild. In den trockeneren Savannen hingegen sind es eher die knorrigen Akazien und die majestätischen Affenbrotbäume, die die Blicke auf sich ziehen.

Nicht weit von der Hauptstadt Lusaka entfernt liegt der bereits erwähnte Kafue-Nationalpark. Die Wildtiere dort leben in einer Umgebung, die vom Menschen fast unberührt scheint. Es ist ein Mix aus weiten Weideflächen, dichtem Dschungel und schroffen Felsformationen. Besonders spannend ist dort die Begegnung mit Pavianen, die in großen Gruppen durch das Gelände ziehen.

In den sumpfigen Regionen kann man die Moorantilope oder den Wasserbock entdecken. Diese Tiere haben sich perfekt an das feuchte Terrain angepasst und verfügen über Hufe, die ein Einsinken im Schlamm verhindern. Dank der Nationalparks konnten sich die Bestände dieser speziellen Arten in den letzten Jahren wieder gut erholen. Auch große Raubtiere wie Leoparden und Hyänen sind hier heimisch.

In den Flüssen wimmelt es zudem von Krokodilen, die regungslos am Ufer lauern. Die Vielfalt der Vogelwelt ist ein weiteres Highlight für jeden Naturfreund. Überall flattert und zwitschert es in den schillerndsten Farben. Es ist diese rohe und unverfälschte Wildnis, die Sambia zu einem so besonderen Ort für Entdecker macht. Wer einmal die Stille der Savanne erlebt hat, wird diesen Ort nie wieder vergessen.

Transport in Sambia

Die offizielle Währung in Sambia nennt sich Kwacha, aber in der Praxis sieht es oft ein bisschen anders aus. Wegen der hohen Inflation werden US-Dollar und britische Pfund fast überall mit Handkuss angenommen. Wenn man Bargeld umtauschen möchte, sollte man das am besten in den Bankfilialen der größeren Städte erledigen. Dort ist es auch meist kein Problem, mit einer Visa-Karte Geld am Automaten zu ziehen.

Wer auf der Suche nach schönen Mitbringseln ist, sollte in Lusaka die lokalen Märkte oder kleinen Galerien besuchen. Auch Livingstone ist ein guter Ort, um nach handgemachten Schätzen zu stöbern. Direkt bei den Victoria-Wasserfällen gibt es viele Stände von Kunsthandwerkern, die ihre Waren an Touristen verkaufen. Man muss allerdings wissen, dass die Ausfuhr von Elfenbein extrem streng reglementiert ist.

Pro Person darf maximal ein Gegenstand aus Elfenbein ausgeführt werden, und dafür braucht man unbedingt ein offizielles Zertifikat. Ohne diesen Beleg bekommt man am Zoll massive Probleme. Bei Amuletten oder Schatullen aus Knochen ist man hingegen flexibler, diese kann man in fast jeder Menge kaufen. In den Juweliergeschäften der Hauptstadt findet man oft wunderschönen Schmuck mit Edelsteinen.

Vor allem Tansanite aus Sansibar, Smaragde und Saphire werden dort angeboten. Die Preise sind oft viel günstiger als in Europa, auch wenn die Auswahl manchmal etwas begrenzt ist. Wer es traditioneller mag, findet tollen Schmuck aus Kupfer, Holz oder Halbedelsteinen. Auch für Kunstliebhaber hat Sambia einiges zu bieten, besonders was die Malerei betrifft.

Die lokalen Künstler arbeiten oft mit sehr kräftigen Farben und einem ganz eigenen, fast schon abstrakten Stil. In den Galerien findet man oft hochwertigere Stücke, die dann natürlich ihren Preis haben. Auf den Märkten ist es meist günstiger, aber man muss genauer hinschauen. Die afrikanische Malerei zeichnet sich oft durch einen einfarbigen Hintergrund aus, auf dem ein zentrales Motiv den Platz einnimmt.

Oft werden Ornamente und Symbole verwendet, die eine tiefe, fast mystische Bedeutung haben. Die Bilder wirken meist sehr dynamisch und lebendig, da die Künstler grobe Pinselstriche und absichtlich übersteigerte Formen nutzen. Das erinnert ein bisschen an den Avantgardismus vergangener Zeiten. Ein kulinarisches Souvenir, das man nicht überall findet, ist die spezielle Erdnussmarmelade aus Sambia.

Zum Shoppen eignen sich am besten die Hauptstraßen der großen Städte, wo sich kleine Läden aneinanderreihen. Ein sehr beliebtes Geschenk sind auch afrikanische Trommeln oder handgefertigter Modeschmuck. Der absolute Klassiker sind jedoch die rituellen Masken. Hier sollte man sich aber kurz beim Verkäufer erkundigen, welche Bedeutung die Maske eigentlich hat.

Diese Masken werden meist aus Holz oder Knochen geschnitzt und aufwendig verziert. Oft kommen Materialien wie Tierhaare, Leder, Pflanzenfasern oder sogar echte Hörner zum Einsatz. Jede Maske hat ihre eigene Geschichte und dient oft für traditionelle Zeremonien oder Tänze. Der Träger einer solchen Maske schlüpft in der Vorstellung der Einheimischen direkt in die Rolle eines Geistes.

Wer Kupfer mag, sollte nach dem Schmuck der Sambesi-Flussgöttin Ausschau halten. Diese Stücke sind meist sehr filigran gearbeitet und von hoher Qualität. Sie zeigen oft traditionelle Muster, die typisch für die Region sind. Es macht einfach Spaß, durch die Läden zu ziehen und die vielen kleinen Details der sambischen Handwerkskunst zu entdecken.

Geld und Einkaufen in Sambia

Wenn man über das Reisen in Sambia spricht, kommt man am Thema Straßenqualität nicht vorbei. Nur etwa ein Viertel der Wege ist wirklich fest asphaltiert, während der große Rest aus einfachen Schotterpisten besteht. Das führt leider immer wieder zu Unfällen, weshalb man im Straßenverkehr extrem vorsichtig sein muss. Ein Auto zu mieten ist jedoch eine gängige Praxis für viele Besucher.

Am einfachsten klappt das direkt am Flughafen, wo man zwischen internationalen Anbietern und lokalen Firmen wählen kann. Ich würde jedem raten, sich für ein Fahrzeug mit Allradantrieb zu entscheiden, damit man auf den unbefestigten Straßen nicht stecken bleibt. Für die Anmietung braucht man einen internationalen Führerschein und eine Kreditkarte. Nachtfahrten sollte man nach Möglichkeit komplett vermeiden.

Die Beleuchtung außerhalb der Städte ist quasi nicht vorhanden, was Fahrten im Dunkeln zu einem echten Abenteuer mit hohem Risiko macht. Das beliebteste Fortbewegungsmittel der Einheimischen ist der Bus. Die Preise hängen dabei stark davon ab, wie viel Komfort man sich gönnen möchte. Fahrpläne sollte man eher als grobe Empfehlung sehen, da sie selten auf die Minute genau eingehalten werden.

Es gibt aber auch ein gut ausgebautes Netz an speziellen Touristenbussen, die die wichtigsten Sehenswürdigkeiten anfahren. Innerhalb der Ortschaften sind Taxis oder die kleinen Minibusse die beste Wahl, um von A nach B zu kommen. Zwischen den größeren Städten verkehren zudem Züge, die eine ganz besondere Art des Reisens bieten. Man hat aus dem Fenster oft einen fantastischen Blick auf die vorbeiziehende Landschaft.

Allerdings muss man sich darauf einstellen, dass in den Waggons nicht nur Menschen reisen. Es ist völlig normal, dass auch Haustiere oder riesige Warenballen mit an Bord sind. Wenn ein Fluss den Weg versperrt, kommen Fähren oder motorisierte Boote zum Einsatz. Die Verkehrsregeln in Sambia existieren zwar auf dem Papier, aber in der Realität hält sich kaum jemand strikt daran.

Von der Hauptstadt aus starten Fernbusse in alle Ecken des Landes, was eine günstige Alternative zum Mietwagen ist. Man kann sogar einen kompletten Minibus für eine private Gruppe mieten, wenn man mit dem Fahrer einen guten Preis aushandelt. Das erfordert zwar etwas Verhandlungsgeschick, bietet aber maximale Flexibilität für weite Strecken. Man sollte sich vorab aber über den Zustand des Fahrzeugs informieren.

Die fehlenden Fahrbahnmarkierungen machen die Orientierung bei Nacht fast unmöglich. Hinzu kommt, dass jederzeit Tiere auf die Fahrbahn laufen können oder Fahrzeuge ohne Licht unterwegs sind. Auch Baustellen werden nicht immer mit Warnschildern angekündigt, was böse Überraschungen bereiten kann. Wer jedoch mit offenen Augen und einer gewissen Portion Gelassenheit reist, wird die Fahrten durch das Land genießen.

Die Begegnungen am Straßenrand und die weiten Horizonte entschädigen für so manches Schlagloch. Es ist eben eine andere Art des Reisens, die viel mit Geduld und Improvisation zu tun hat. Wer sich darauf einlässt, wird mit unvergesslichen Eindrücken belohnt. Sambia ist ein Land, das man am besten langsam und mit viel Zeit im Gepäck erkundet.

Hauptattraktionen Sambia

Wenn man in Lusaka ankommt, merkt man schnell, dass die Stadt weit mehr zu bieten hat als nur das übliche geschäftige Treiben einer Hauptstadt. Für alle, die ein Herz für Kunst und Kreativität haben, ist dieser Ort eine wahre Goldgrube. Es gibt hier eine ganze Reihe von Galerien, die zeigen, wie lebendig die lokale Szene eigentlich ist. Besonders die Henry Tayali Gallery ist ein Muss, wenn man verstehen will, was die sambischen Künstler bewegt. Dort findet man zeitgenössische Werke, die oft sehr tiefgründig sind und die Geschichte des Landes auf moderne Weise erzählen.

Nicht weit davon entfernt sollte man unbedingt in der Mpala Gallery vorbeischauen. Hier herrscht eine ganz eigene Atmosphäre, und die ausgestellten Stücke sind oft so einzigartig, dass man sie stundenlang betrachten könnte. Wer sich eher für die historische Komponente interessiert, wird im Zintu-Museum fündig. Dort wird Kunst mit Tradition verknüpft, was einen spannenden Einblick in das Erbe der Region gibt. Ein Spaziergang durch den Skulpturengarten rundet das kulturelle Erlebnis ab, da man dort Kunstwerke unter freiem Himmel in einer ganz natürlichen Umgebung genießen kann.

Das Anthropologische Museum ist ein weiterer Ort, den man auf der Liste haben sollte, vor allem wenn man wissen möchte, wie die Menschen hier früher gelebt haben. Es ist faszinierend zu sehen, wie sich die Bräuche über die Zeit entwickelt haben. Wenn man dann noch tiefer in das ursprüngliche Afrika eintauchen möchte, ist ein Besuch im Dorf der afrikanischen Kultur fast schon Pflicht. Dort sieht man Exponate, die man so in keinem klassischen Museum der Welt finden würde, und bekommt ein Gefühl für die Seele des Kontinents.

Zum Abschluss eines Tages in Lusaka führt eigentlich kein Weg am Kamwala-Markt vorbei. Das ist kein gewöhnlicher Ort zum Einkaufen, sondern ein Erlebnis für alle Sinne. Es ist laut, es ist bunt, und es riecht nach tausend verschiedenen Dingen. Man findet dort alles Mögliche, von handgefertigten Stoffen bis hin zu kleinen Schätzen, die sich perfekt als Mitbringsel eignen. Es ist genau dieser Mix aus moderner Kunstgalerie und dem traditionellen Markttreiben, der den Charme von Lusaka ausmacht und Besuchern zeigt, dass die Stadt eine unglaubliche kulturelle Tiefe besitzt.

Tourismus in Sambia

Wer eine Reise nach Sambia plant, kommt an Livingstone einfach nicht vorbei. Die Stadt liegt im Südwesten von Lusaka und ist für die meisten Reisenden der wichtigste Stützpunkt, um das Naturwunder der Victoriafälle zu erleben. Es ist schon ein besonderes Gefühl, in einer Stadt zu sein, die so eng mit der Geschichte der Entdecker verknüpft ist. Livingstone selbst hat eine ganz entspannte Ausstrahlung, aber man spürt überall die Abenteuerlust der Leute, die von hier aus zu den Wasserfällen aufbrechen.

Ein absolutes Highlight für Technikfans und Geschichtsinteressierte ist das Eisenbahnmuseum. Man findet dort eine Sammlung alter Dampflokomotiven und Waggons, die weltweit ihresgleichen sucht. Es ist fast so, als würde man in der Zeit zurückreisen, wenn man zwischen den riesigen Stahlkolossen umherwandert. Auch das Nationalmuseum von Livingstone ist einen Besuch wert, denn dort lagern echte Schätze. Unter anderem kann man dort einen neandertalerähnlichen Schädel sehen, der viele tausend Jahre alt ist, was einem erst einmal die Dimensionen der menschlichen Geschichte bewusst macht.

Besonders emotional wird es im Museum, wenn man die persönlichen Gegenstände von David Livingstone sieht. Der Mann hat den afrikanischen Kontinent wie kaum ein anderer geprägt, und seine Tagebücher oder Ausrüstungsgegenstände hautnah zu erleben, ist schon beeindruckend. Dazu kommen noch die vielen rituellen Masken und Werkzeuge der verschiedenen Stämme, die zeigen, wie tief verwurzelt der Glaube und die Traditionen in dieser Region sind. Es ist diese Mischung aus kolonialer Geschichte und uralter afrikanischer Kultur, die den Ort so spannend macht.

Natürlich dreht sich am Ende alles um die Victoriafälle. Wenn man das erste Mal vor dieser gigantischen Wasserwand steht, verschlägt es einem fast den Atem. Man kann das Ganze klassisch zu Fuß erkunden, aber wer das nötige Kleingeld hat, sollte sich einen Flug mit dem Hubschrauber oder einem kleinen Flugzeug gönnen. Von oben sieht man erst, welche gewaltigen Kräfte hier am Werk sind. Wer es lieber etwas ruhiger und näher am Wasser mag, kann auch eine Tour mit dem Kanu auf dem Sambesi machen, was eine ganz andere Perspektive auf die Natur bietet.

Nach dem Trubel an den Wasserfällen lohnt sich ein Abstecher nach Siavonga. Das ist ein echtes Paradies für alle, die gerne angeln oder einfach nur am Wasser entspannen wollen. Ein ganz besonderes Erlebnis ist dort der versteinerte Wald von Chirundu. Es ist schwer vorstellbar, dass diese riesigen Baumstämme, die heute wie Stein aussehen, vor Jahrmillionen einmal lebendige Pflanzen waren. Diese Abdrücke in der Landschaft hinterlassen einen bleibenden Eindruck und zeigen, wie sehr sich die Erde über die Zeit verändert hat.

Unterkunft in Sambia

Sambia ist ein Land, das Naturliebhaber einfach umhaut, und der Süd-Luangwa-Nationalpark ist dafür das beste Beispiel. In den weiten Ebenen und dichten Wäldern des Parks wimmelt es nur so vor Leben. Man sieht dort riesige Herden von Elefanten und Büffeln, die gemächlich durch die Landschaft ziehen. Auch die großen Raubkatzen wie Löwen und Leoparden sind hier zu Hause, und mit etwas Glück kann man sie bei der Jagd oder beim Ausruhen im Schatten beobachten. Die Giraffen, die mit ihrer stolzen Haltung durch die Büsche ragen, geben dem Ganzen einen fast schon königlichen Anstrich.

Für Vogelliebhaber ist der Park ein absoluter Traum. Es gibt so viele verschiedene Arten mit leuchtenden Farben, dass man gar nicht weiß, wo man zuerst hinschauen soll. Ein ganz anderes Bild bietet der Kafue-Nationalpark, der durch seine gewaltige Größe beeindruckt. Hier dominiert der Fluss Kafue das Geschehen, an dessen sandigen Ufern sich oft Krokodile sonnen. Auch hier sind Löwen und Leoparden die Könige der Wildnis, während Zebras und verschiedene Antilopenarten in großen Gruppen über das Land ziehen. Besonders im Frühling verändert sich das Gesicht des Parks komplett.

Wenn die Regenzeit kommt, verwandeln sich weite Teile des Kafue in eine faszinierende Sumpflandschaft. Das ist die Zeit, in der die Flusspferde ihren Nachwuchs zur Welt bringen und Millionen von Jungvögeln in den Bäumen und im Schilf schlüpfen. Es ist ein unglaubliches Spektakel der Natur, das man so nur selten erlebt. In den weiten Ebenen fallen einem auch immer wieder die seltsamen Termitenhügel auf, die wie kleine Kunstwerke aus dem Boden ragen. Geht man tiefer in den Park hinein, verändert sich die Vegetation hin zu Teakwäldern und riesigen Affenbrotbäumen, die wie Wächter der Savanne wirken.

Manchmal spielt die Natur einem auch Streiche, wie bei den verstreuten Felsbrocken, die aus der Ferne wie eine Gruppe Elefanten aussehen können. Die duftenden Graslandschaften wechseln sich mit den dichten Miombo-Wäldern ab, was die Fahrt durch das Land sehr abwechslungsreich macht. Die beste Zeit für eine Reise ist definitiv von April bis Oktober, wenn es trocken ist. Wer aber das Glück hat, am Ende der Regenzeit im April dort zu sein, wird mit einer grünen Pracht und unzähligen Tierbabys belohnt, was besonders für Fotografen ein absolutes Highlight ist.

Egal ob man nun ein Profi mit riesiger Ausrüstung ist oder einfach nur schöne Schnappschüsse machen will, die Landschaften und die Tiere bieten Motive ohne Ende. Von Makroaufnahmen kleiner Insekten bis hin zu Panoramaaufnahmen der weiten Savanne ist alles dabei. Wer zwischendurch mal eine Pause von der Tierbeobachtung braucht, kann am Sambesi die Angel auswerfen. Die Ruhe auf dem Fluss und das Warten auf einen dicken Fisch sind der perfekte Kontrast zum aufregenden Safari-Alltag in den Nationalparks.

Küche und Geschirr Sambia

Wenn man heute nach Sambia reist, sind die Safari-Touren meistens das Herzstück des Urlaubs. Die meisten Leute entscheiden sich für Touren, die etwa zehn Tage dauern, weil man in dieser Zeit wirklich viel sehen kann. Man kann sich dabei voll auf Sambia konzentrieren, was ich persönlich sehr empfehlen kann, oder man verbindet das Ganze mit Abstechern nach Namibia oder Botswana. Solche kombinierten Reisen sind momentan extrem beliebt, auch wenn sie natürlich ordentlich ins Geld gehen. Aber die Chance, die Savannen verschiedener Länder in einem Rutsch zu sehen, ist für viele einfach zu verlockend.

In diesen zehn Tagen klappert man meistens verschiedene Nationalparks ab und verbringt überall ein paar Nächte. Das Programm ist oft vollgepackt mit coolen Aktivitäten. Da gibt es die klassischen Fahrten im Jeep, aber auch Nachtsafaris, die nochmal einen ganz anderen Nervenkitzel bieten, weil man die Tiere hört, bevor man sie sieht. Besonders spannend ist es, die Tiere an den Wasserlöchern zu beobachten, wenn sie in der Dämmerung zum Trinken kommen. Wer es noch intensiver mag, macht eine geführte Wanderung mit einem Ranger oder besucht die Dörfer in der Umgebung, um zu sehen, wie die Menschen dort leben.

Wer das Wasser liebt, kann Touren mit dem Motorboot oder dem Kanu machen, oder man setzt sich direkt auf den Rücken eines Elefanten für einen Ritt durch die Wildnis. Für den absoluten Überblick sorgt ein Flug mit dem Helikopter über die weite Savanne. Wer lieber angelt, sollte zum Tanganjikasee fahren, wo man das ganze Jahr über Glück haben kann. Dort kann man beim Tauchen auch die Fische in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten, während andere sich lieber an den gemütlichen Stränden in der Sonne aalen. Das Nyika-Plateau hingegen ist der perfekte Ort für alle, die gerne wandern oder klettern.

Sambia hat auch für Adrenalinjunkies einiges im Gepäck. Da ist zum Beispiel das Bungee-Jumping von den Brücken bei den Wasserfällen, was definitiv nichts für schwache Nerven ist. Etwas ungewöhnlicher ist das Abseiling, bei dem man sich von hohen Klippen gesichert in die Tiefe gleiten lässt. Man kann dabei richtig Speed aufnehmen oder sich Zeit lassen, um die Aussicht in die Schluchten zu genießen. Auch Fahrten mit Speedbooten direkt unterhalb der Wasserfälle sind nach einem Sprung ins kühle Nass eine beliebte Art, den Puls hochzujagen.

Was die Unterkünfte angeht, muss man wissen, dass es in Sambia kein offizielles System für Hotelsterne gibt. Die Besitzer vergeben die Sterne oft selbst, was man im Hinterkopf behalten sollte. In Städten wie Lusaka oder Livingstone gibt es aber richtig gute Hotels mit allem Komfort wie Klimaanlage und TV. Man sollte nur immer kurz checken, ob es Moskitonetze und warmes Wasser gibt. Wer es uriger mag, geht in die Lodges direkt in den Parks. Das sind oft kleine Häuschen mit Küche und Bad, die mitten in der Natur liegen. Es gibt auch tolle Campingplätze, die fast wie Luxuszelte eingerichtet sind, wo man für 50 bis 100 Dollar pro Nacht ein echtes Outdoor-Feeling bekommt. Für Sparfüchse gibt es Hostels, die schon ab 8 Dollar zu haben sind und oft überraschend sauber und gemütlich sind.

Kultur und Traditionen Sambia

Die Küche in Sambia ist etwas ganz Besonderes, weil sie sich ihre Ursprünglichkeit bewahrt hat. Das liegt wohl auch daran, dass das Land lange Zeit ein wenig abseits der großen Handelsrouten lag. Das absolute Grundnahrungsmittel, das man überall findet, ist Nshima. Das ist ein fester Brei aus Maismehl, der für die Einheimischen weit mehr als nur Essen ist. Man isst Nshima traditionell mit den Händen, formt kleine Kugeln und tunkt sie dann in verschiedene Soßen aus Fleisch oder Gemüse. Ein weiteres leckeres Gericht ist Bambara, ein süßer Reisbrei, der mit Erdnussbutter und Zucker verfeinert wird.

Wenn man Fisch mag, sollte man unbedingt den gebratenen Nilbarsch probieren, der oft als das Aushängeschild der sambischen Küche gilt. Meistens wird er mit einer feinen Zitronen-Mayonnaise-Soße serviert, dazu gibt es dann Gemüse, Kartoffeln oder Reis. Auch die kleinen, sardinenartigen Kapenta-Fische sind sehr beliebt und werden oft als Beilage zu Nshima gereicht. In besseren Restaurants findet man häufig Ifisashi auf der Karte. Das ist eine Mischung aus gedünstetem Blattgemüse, das mit einer cremigen Erdnusssoße verfeinert wird und hervorragend zu Fleischgerichten passt.

Wer gerne gegrilltes Fleisch isst, sollte nach Michopo Ausschau halten. Das ist Fleisch vom Grill, das meist mit Zwiebeln, Tomaten und ordentlich Chili serviert wird. Man bekommt es oft in lokalen Bars und es schmeckt fantastisch. Etwas spezieller ist Chikanda, das aus den Knollen wilder Orchideen und Erdnüssen hergestellt wird. Es hat eine feste Konsistenz und wird sowohl warm als auch kalt gegessen. Manchmal findet man auch Rindfleisch oder Huhn in den Eintöpfen, aber das ist eher etwas für besondere Anlässe.

Was die Getränke angeht, gibt es den lokalen Schnaps Chibuka, der allerdings recht stark und gewöhnungsbedürftig sein kann. Viel beliebter bei der breiten Masse ist Maheu, ein Getränk aus Mais, das ein bisschen wie eine Mischung aus Bier und Joghurt schmeckt. In den Städten kann man in guten Restaurants für etwa 20 Dollar schick essen gehen, aber es gibt auch viele Fast-Food-Läden, wo man für die Hälfte satt wird. Manchmal wird es kulinarisch auch richtig exotisch, zum Beispiel wenn Soßen aus gebratenen Käferlarven oder sogar Mäuse serviert werden.

In manchen Regionen gelten auch Mopane-Raupen als echte Delikatesse, die entweder gebraten oder gekocht als Snack gereicht werden. Eine ganz eigene Tradition ist die Herstellung von Gewürzen aus der Asche von verbrannten Bananen- oder Maisblättern. Diese Asche wird mit Wasser vermischt und gefiltert, wodurch eine Flüssigkeit entsteht, die wie Essig schmeckt und oft für Pilzgerichte verwendet wird. Die Menschen hier nutzen auch viel Okra und Maniok in ihrer täglichen Ernährung. Trotz all dieser Vielfalt bleibt der Mais das Herzstück fast jeder Mahlzeit, was die tiefe Verbundenheit der Menschen mit ihrem Land zeigt.

Die Kultur Sambias wird heute vor allem von den Bantu-Völkern geprägt, die schon seit Ewigkeiten für ihr Handwerk bekannt sind. Ob Holzschnitzereien, kunstvoll geflochtene Körbe oder Töpferwaren, die Kreativität ist überall spürbar. Besonders interessant ist das Volk der Lozi mit ihrem Kuomboka-Fest. Das Fest erinnert an eine große Flucht vor einer Überschwemmung in der Vergangenheit und wird heute jedes Jahr mit riesigen Kanus und Trommeln gefeiert. Die Menschen tragen dabei traditionelle Röcke aus Tierfellen und Kopfschmuck aus Löwenmähnen, was ein wahnsinnig beeindruckendes Bild abgibt, wenn hunderte Ruderer die Boote über das Wasser bewegen.

Wetter in Sambia

Wetter pro Monat

Januar

+26° С +20° С
+26
+20
Januar

Februar

+26° С +19° С
+26
+19
Februar

Marsch

+26° С +19° С
+26
+19
Marsch

April

+26° С +18° С
+26
+18
April

Mai

+26° С +18° С
+26
+18
Mai

Juni

+25° С +17° С
+25
+17
Juni

Juli

+25° С +17° С
+25
+17
Juli

August

+28° С +18° С
+28
+18
August

September

+32° С +21° С
+32
+21
September

Oktober

+33° С +24° С
+33
+24
Oktober

November

+30° С +23° С
+30
+23
November

Dezember

+27° С +21° С
+27
+21
Dezember

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