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Portugal

Information about Portugal

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Geographie und Geschichte Portugal

Wenn man an das äußerste Ende des europäischen Kontinents denkt, landet man unweigerlich in Portugal. Dieses faszinierende Land nimmt den südwestlichen Teil der Iberischen Halbinsel ein und blickt stolz auf den weiten Atlantik hinaus. Im Westen und Süden wird es von den wilden Wellen des Ozeans umspült, während es sich im Norden und Osten eine lange Grenze mit dem Nachbarn Spanien teilt. Portugal ist also so etwas wie das Tor zum Atlantik und hat eine ganz eigene, markante Lage.

Zum portugiesischen Staatsgebiet gehören aber nicht nur die Regionen auf dem Festland. Weit draußen im Meer liegen die atlantischen Archipele der Azoren und Madeira, die ebenfalls Teil der Republik sind. Diese Inselgruppen sind durch vulkanische Aktivitäten entstanden und zeigen sich heute als grüne Naturparadiese mit einer ganz speziellen Pflanzenwelt. Es ist schon beeindruckend, wie unterschiedlich die Natur dort im Vergleich zum Festland ist. Der Name des Landes geht übrigens auf Porto zurück, die zweitgrößte Stadt, die im Norden des Landes liegt und eine lange Tradition hat.

Die Landschaft Portugals ist ein echtes Wechselbad der Gefühle, da sie sich von Norden nach Süden massiv verändert. Der Fluss Tejo spielt dabei die Rolle eines natürlichen Trenners. Nördlich davon ist alles eher rau, gebirgig und von felsigen Hängen geprägt. In der Mitte des Landes findet man dann eher dichte Pinienwälder, versteckte Wasserfälle und markante Felsformationen. Wenn man dann weiter nach Süden zieht, wird das Land flacher und man blickt über sanfte, hügelige Ebenen. Diese weiten Flächen werden seit jeher für die Landwirtschaft und die Viehzucht genutzt. Ganz im Süden wartet dann die berühmte Algarve mit ihren traumhaften Stränden und der besonderen Architektur, die jedes Jahr viele Reisende anzieht.

Die großen Flüsse wie der Minho, der Douro, der Tejo und der Guadiana haben alle eines gemeinsam: Sie entspringen in Spanien und bahnen sich ihren Weg durch Portugal zum Meer. Obwohl das Land in einer Zone liegt, in der die Erde theoretisch beben könnte, ist es in den letzten hundert Jahren glücklicherweise ruhig geblieben. Wer gerne hoch hinaus will, findet auf dem Festland in der Serra da Estrela den höchsten Punkt mit fast zweitausend Metern. Noch höher hinaus geht es allerdings auf den Azoren, wo der Berg Pico mit über zweitausenddreihundert Metern alles überragt.

Lissabon ist nicht nur die Hauptstadt, sondern auch der pulsierende Mittelpunkt des Landes. Es ist die einzige Metropole, die direkt an der Atlantikküste liegt und heute als echtes wirtschaftliches Zentrum gilt. Die Stadt hat eine ganz eigene Energie und verbindet die Geschichte mit der Moderne. Man merkt an jeder Ecke, dass Lissabon eine globale Bedeutung hat und ein wichtiger Knotenpunkt in Europa ist.

Die Geschichte dieses Landstrichs reicht extrem weit zurück und wurde ursprünglich von den Kelten geprägt. Später hinterließen auch die Phönizier und die Karthager ihre Spuren, bevor die Römer für mehrere Jahrhunderte das Sagen hatten. Im Jahr 711 änderte sich dann alles, als die Mauren die Halbinsel eroberten und ihre Kultur mitbrachten. Erst im Jahr 1139 wurde das eigenständige Königreich Portugal aus der Taufe gehoben, wobei Afonso Henriques als erster König in die Geschichte einging.

Ab dem 14. Jahrhundert entwickelte sich Portugal zu einer wahren Weltmacht, besonders in der Zeit der großen Entdeckungsreisen. Die Schiffe segelten von hier aus in die ganze Welt. Ein großer politischer Umbruch fand dann viel später, im Jahr 1974, statt, als ein Militärputsch den Weg für demokratische Reformen ebnete. In dieser Zeit erhielten auch die afrikanischen Kolonien ihre Freiheit zurück. Heute ist Portugal fest in der westlichen Welt verankert, war Gründungsmitglied der NATO und ist ein stolzes Mitglied der Europäischen Union.

Regionen und Resorts Portugal

Natur Portugal

Portugal ist ein wahres Paradies für Naturliebhaber, was vor allem an der enormen Vielfalt der Lebensräume liegt. Durch das Zusammenspiel von Bergen, tiefen Wäldern, breiten Flüssen und sogar Sumpfgebieten finden hier unzählige Pflanzen und Tiere ein Zuhause. Das Land fühlt sich an vielen Stellen noch sehr unberührt an, was in Europa gar nicht mehr so oft vorkommt. Von den schroffen Klippen an der Küste bis hin zu den sanften Heidelandschaften im Hinterland bietet die Natur ständig neue Eindrücke.

Besonders prägend für das Landschaftsbild sind die riesigen Korkeichenwälder, die man vor allem im Süden findet. Aber auch Macchia-Gebüsche, bunte Wiesen und weite Sanddünen gehören fest zum Ökosystem dazu. Neben den immergrünen Korkeichen gibt es in den Wäldern auch viele verschiedene andere Eichenarten. Im Süden mischen sich zudem Olivenhaine und duftende Eukalyptusbäume unter die Vegetation, was der Luft einen ganz eigenen Geruch verleiht. Der Norden ist im Vergleich dazu weniger dicht besiedelt, was der Natur dort viel Raum gibt und zur Gründung zahlreicher Naturschutzgebiete geführt hat.

Wer im Frühling durch den Süden Portugals reist, wird von der Blütenpracht überwältigt sein. Überall sieht man Mandelbäume, Feigen und Orangenbäume, die teilweise schwer an ihren Früchten tragen. Portugal hat aber auch eine ganz poetische Seite, wenn es um Blumen geht. Madeira wird nicht ohne Grund die Blumeninsel genannt, aber auch auf dem Festland sind Lavendel, Sonnenblumen und Nelken extrem beliebt und weit verbreitet. Insgesamt gibt es im ganzen Land etwa dreitausendsechshundert verschiedene Pflanzenarten, was eine beeindruckende Zahl ist.

Auch die Tierwelt steht der Pflanzenwelt in nichts nach. In den weiten Landschaften Portugals leben fast siebzig verschiedene Säugetierarten und über dreihundert Vogelarten. Man teilt sich viele dieser Arten mit dem Nachbarn Spanien, da die Tiere die Grenzen natürlich nicht kennen. Besonders spannend ist, dass es in Portugal noch echte Raubtiere gibt, die völlig frei leben. In den geschützten Regionen der Serra da Estrela ziehen beispielsweise immer noch Wolfsrudel durch die Reviere und behaupten ihren Platz in der Natur.

Ein ganz besonderes Sorgenkind und gleichzeitig der Stolz der Region ist der Iberische Luchs. Er gilt als die am stärksten bedrohte Katzenart der Welt, weshalb Portugal und Spanien eng zusammenarbeiten, um ihm wieder mehr Lebensraum zu geben. Ziel ist es, Korridore zu schaffen, in denen sich die wenigen hundert verbliebenen Tiere sicher bewegen können. Aber nicht nur die großen Jäger sind interessant, auch unzählige Käferarten, Fledermäuse und bunte Vögel wie der Gimpel oder Wachteln bevölkern die verschiedenen Regionen des Landes.

Wer seinen Blick auf das Wasser richtet, wird ebenfalls nicht enttäuscht. An der Küste und vor allem rund um die Azoren kann man mit etwas Glück Wale und Delfine beobachten, die durch die Wellen gleiten. Die Gewässer sind extrem fischreich, was man auch an der portugiesischen Küche merkt. Sardinen, Makrelen und Thunfisch sind hier die Stars im Meer. An den Felsküsten und in den flacheren Uferzonen tummeln sich zudem Krabben, Muscheln und Austern in Hülle und Fülle, was die maritime Vielfalt perfekt abrundet.

Klima Portugal

Das Wetter in Portugal ist ein Kapitel für sich und wird maßgeblich vom Atlantischen Ozean beeinflusst. Man kann es am besten als ein mediterranes Klima mit einer ordentlichen Portion Regen beschreiben, wobei die feuchten Tage vor allem im Herbst und Winter auftreten. Es ist wirklich spannend zu sehen, wie sehr sich die Bedingungen ändern, je nachdem, ob man gerade in den Bergen, an der Küste oder tief im Binnenland unterwegs ist. Diese Vielfalt sorgt dafür, dass die Winter eigentlich fast überall recht mild ausfallen.

Wenn dann der Sommer kommt, so ab Juni bis weit in den September hinein, zeigt sich Portugal von seiner sonnigsten Seite. Die Tage sind lang, der Himmel ist meist strahlend blau und die Temperaturen steigen im ganzen Land ordentlich an. Das Schöne ist aber, dass fast immer eine frische Meeresbrise weht, die die Hitze sehr erträglich macht. Im Durchschnitt liegen die Werte tagsüber bei angenehmen fünfundzwanzig Grad, was perfekt für Unternehmungen im Freien ist.

Allerdings gibt es auch hier regionale Unterschiede, die man kennen sollte. Während der Norden oft von atlantischen Tiefdruckgebieten profitiert und dadurch etwas kühler bleibt, wird der Süden und Osten oft von subtropischen Hochdruckgebieten beherrscht. Das führt dazu, dass das Thermometer im Hochsommer in diesen Gegenden auch mal die vierzig Grad erreichen kann. Das ist dann die Zeit, in der man die Mittagsstunden am besten im Schatten verbringt, genau wie es die Einheimischen tun.

Der Winter ist in Portugal alles andere als ungemütlich, zumindest wenn man sich an der West- oder Südküste aufhält. Dort liegen die Temperaturen meistens zwischen neun und zwölf Grad, was für europäische Verhältnisse sehr mild ist. Im Landesinneren sieht das Ganze schon ein bisschen anders aus. In den Bergen kann es deutlich kühler werden und die Temperaturen sinken nachts auch mal unter den Gefrierpunkt. Das ist dann der Moment, in dem man sich in den urigen Häusern gerne am Kamin zusammenfindet.

Frühling und Herbst gelten für viele als die schönsten Jahreszeiten im Land. Die Temperaturen sind dann absolut angenehm, auch wenn es an der Küste manchmal etwas windiger sein kann. Besonders der Frühling hat einen ganz eigenen Zauber, wenn alles anfängt zu blühen und die Sonne schon richtig viel Kraft hat. Es ist die ideale Zeit, um die Städte zu erkunden oder lange Wanderungen in der Natur zu unternehmen, ohne dabei ins Schwitzen zu kommen.

Schnee ist in Portugal eher eine Seltenheit und für viele Bewohner ein echtes Ereignis. Wenn es mal schneit, dann meistens in der Serra da Estrela im Zentrum des Landes. Dort oben, am höchsten Punkt des Festlands, kann man im Winter tatsächlich eine weiße Pracht erleben. Es ist fast schon surreal, wenn man bedenkt, dass man nur wenige Autostunden entfernt bei milden Temperaturen am Strand sitzen könnte.

Wer seine Reise plant, sollte am besten die Monate April bis Juni oder September und Oktober ins Auge fassen. In dieser Zeit zeigt sich das Land von seiner besten Seite, da es weder zu heiß noch zu kalt ist. Für reine Strandurlauber sind natürlich die heißen Sommermonate ideal, besonders an der Algarve. Aber egal, wann man kommt, die vielen Sonnenstunden sind fast immer garantiert und machen Portugal zu einem großartigen Ziel für das ganze Jahr.

Transport in Portugal

In Portugal von A nach B zu kommen, ist wirklich unkompliziert, da das Land über ein sehr gut ausgebautes Verkehrsnetz verfügt. Egal ob man lieber mit dem Bus, der Bahn, dem Taxi oder sogar mit dem Schiff unterwegs ist, es gibt für jeden Geschmack die passende Lösung. Wie in vielen Teilen Europas ist das Busnetz sehr dicht und oft eine günstige Alternative zum Zug. Die Busse steuern nicht nur die großen Städte an, sondern bringen einen auch in die kleinsten Dörfer, die sonst schwer zu erreichen wären.

Das Schienensystem in Portugal kann sich ebenfalls sehen lassen. Es gibt ein weites Netz aus Regionalzügen und schnellen Verbindungen, die das ganze Land durchqueren. Ein großer Pluspunkt ist der Preis, denn Bahnfahren in Portugal gehört zu den günstigsten Möglichkeiten in ganz Europa. Außerdem sind die Strecken oft wunderschön gelegen, besonders wenn man im Norden unterwegs ist und die Züge an grünen Hügeln und Flüssen vorbeifahren. In den Metropolen Lissabon und Porto gibt es zudem moderne U-Bahn-Systeme, die sicher und sehr effizient sind.

Ein Taxi zu finden, ist in Portugal eigentlich ein Kinderspiel. Man erkennt sie meist an ihrer beigen Farbe, wobei es in manchen Städten auch noch die ganz klassischen schwarzen Autos mit grünem Dach gibt. Die Fahrten werden über ein Taxameter abgerechnet, was die Sache transparent macht. Man sollte nur wissen, dass für Gepäck oft ein kleiner Aufpreis fällig wird. In den großen Städten sind Taxis eine preiswerte Wahl, und wer lieber Apps nutzt, kann in Lissabon, Porto, an der Algarve oder in Coimbra auch problemlos auf Uber zurückgreifen.

Wer das Land auf eigene Faust und ganz flexibel entdecken möchte, sollte über einen Mietwagen nachdenken. Das ist die beste Art, um versteckte Aussichtspunkte oder einsame Strände zu finden, die abseits der Hauptrouten liegen. Mietwagenstationen gibt es an allen großen Flughäfen und in fast jeder größeren Stadt. Die Straßen sind meist in einem guten Zustand, und man kann das Tempo seiner Reise selbst bestimmen.

Da Portugal so eng mit dem Meer verbunden ist, spielt der Wasserverkehr natürlich eine große Rolle. Fähren sind ein ganz alltägliches Transportmittel, um Flüsse zu überqueren oder zu den Inseln zu gelangen. In der Urlaubszeit sieht man zudem immer mehr Ausflugsschiffe, schicke Jachten und große Katamarane an den Küsten. Es ist einfach ein tolles Erlebnis, das Land mal von der Wasserseite aus zu betrachten und sich den Wind um die Nase wehen zu lassen.

Für die Anreise oder weite Strecken innerhalb des Landes stehen rund zehn internationale Flughäfen zur Verfügung. Die wichtigsten Drehkreuze liegen meist recht nah an den Stadtzentren, sodass man nicht ewig unterwegs ist, um zu seinem Hotel zu kommen. Selbst wenn der Flughafen mal etwas weiter draußen liegt, wie etwa in Porto, ist die Anbindung an Busse und Bahnen so gut, dass man schnell und stressfrei im Zentrum ankommt. Portugal macht es einem wirklich leicht, mobil zu sein und das Land in vollen Zügen zu genießen.

Geld und Einkaufen in Portugal

Wenn man in Portugal unterwegs ist, zahlt man ganz klassisch mit dem Euro. Die Versorgung mit Bargeld ist überhaupt kein Problem, da man an jeder Ecke Geldautomaten findet. Ob direkt nach der Landung am Flughafen, bei einer Bank in der Innenstadt oder sogar in kleineren Orten – man muss nie lange suchen, um seine Vorräte aufzustocken. In den meisten Geschäften und Restaurants werden die gängigen Kreditkarten wie Visa oder MasterCard völlig problemlos akzeptiert, was das Reisen sehr entspannt macht.

Portugal ist ein wahres Paradies für alle, die gerne stöbern und lokale Produkte entdecken. Es gibt hier so viele authentische Dinge, die man als Erinnerung mit nach Hause nehmen kann. Das Angebot reicht von süßen Likören aus regionalen Früchten bis hin zu hochwertiger Keramik und handgefertigten Lederschuhen. In den Städten gibt es natürlich viele Souvenirläden, aber oft lohnt sich auch ein Blick in die kleineren Gassen, um echte Handwerkskunst zu finden.

Ein Symbol, dem man im ganzen Land begegnet, ist der bunte Hahn von Barcelos. Er steht für Ehrlichkeit und ist so etwas wie das inoffizielle Wahrzeichen Portugals. Ebenfalls typisch sind die kunstvoll gestalteten Sardinenbüchsen, die nicht nur toll aussehen, sondern auch richtig lecker sind. Und wer einmal in Lissabon war, kommt an den berühmten Pastéis de Belém nicht vorbei. Diese süßen Puddingtörtchen sind eine echte Institution und schmecken am besten ganz frisch.

Ganz besonders prägend für das Bild des Landes sind die Azulejos. Diese wunderschönen, oft blau-weißen Keramikfliesen zieren Häuserwände, Kirchen und sogar Bahnhöfe. Man sieht sie wirklich überall, und sie erzählen oft ganze Geschichten. In vielen Souvenirgeschäften kann man Repliken dieser Fliesen kaufen, die sich hervorragend als Dekoration für die eigene Wohnung eignen und ein Stück portugiesische Lebensfreude versprühen.

Ein weiteres Material, das man in Portugal an jeder Ecke sieht, ist Kork. Da das Land der weltweit größte Produzent ist, lassen sich die Portugiesen die tollsten Dinge daraus einfallen. In den Geschäften findet man fast alles aus Kork: von Geldbörsen über schicke Schuhe bis hin zu Regenschirmen. Es ist ein faszinierendes, nachhaltiges Material, das sich ganz weich anfühlt und ein tolles Geschenk für Freunde oder die Familie ist.

Wer gerne etwas Essbares mitnehmen möchte, sollte zu einer Flasche des traditionellen Olivenöls greifen. Es gilt als eines der besten weltweit und wird in vielen verschiedenen Varianten angeboten. Die Qualität ist hervorragend und der Preis meistens sehr fair. Auch handgestickte Textilien haben in Portugal eine lange Tradition. Ob Hemden, Schals oder kunstvolle Kissenbezüge – diese feinen Arbeiten sind oft das Ergebnis jahrelanger Erfahrung und echter Leidenschaft für das Handwerk.

Für ganz besondere Anlässe bietet sich der filigrane Goldschmuck an, für den Portugal bekannt ist. Diese feine Kunstform ermöglicht wunderschöne Anhänger und Armbänder, die sehr edel wirken. Und natürlich darf der berühmte Portwein nicht fehlen. Er wird ausschließlich im Douro-Tal im Norden produziert und ist ein echtes Original. Eine Flasche dieses edlen Tropfens ist der perfekte Abschluss für eine Reise durch dieses vielseitige und herzliche Land.

Hauptattraktionen Portugal

Wer nach Portugal reist, merkt schnell, dass dieses Land eine ganz eigene Seele hat. Es sind nicht nur die wilden, fast unberührten Landschaften, die einen beeindrucken, sondern auch die vielen kleinen Städte und Dörfer. Überall findet man diesen ganz speziellen lokalen Charakter, der sich in den bunten Fassaden und den freundlichen Gesichtern der Menschen widerspiegelt. Die Küche ist dabei ein Kapitel für sich und gehört ohne Zweifel zum Besten, was man in Europa probieren kann.

In Städten wie Porto und Lissabon kann man sich stundenlang in den verwinkelten Gassen und auf den quirligen Märkten verlieren. Überall gibt es etwas zu entdecken, hinter jeder Ecke wartet ein neues Detail der alten Architektur. Ein absolutes Highlight ist die Region am Douro. Dort liegen die Weinberge in akkuraten Reihen an den Hängen und bieten einen fantastischen Blick auf den glitzernden Fluss. In dieser Kulisse schmeckt ein Glas des berühmten Portweins gleich noch viel besser.

Wer es lieber etwas aktiver mag, sollte die steilen Klippenpfade erkunden. Man wandert von einem schneeweißen Fischerdorf zum nächsten und hat dabei fast immer den Ozean im Blick. Diese Orte haben sich oft ihre Ursprünglichkeit bewahrt und wirken wie aus der Zeit gefallen. Die Geschichte des Landes ist dabei allgegenwärtig und zeigt sich in einer beeindruckenden Sammlung von Denkmälern. Viele dieser historischen Schätze wurden von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt und werden mit Stolz gepflegt.

Die Wurzeln der portugiesischen Kultur reichen weit zurück bis ins 16. Jahrhundert. Damals war das Land eine mächtige Seefahrernation, deren Einfluss auf der ganzen Welt spürbar war. Überall im Land stößt man auf Überbleibsel dieser goldenen Ära. Besonders in den Altstädten von Lissabon und Porto spürt man diesen einstigen Reichtum in den eleganten Gebäuden. Es ist faszinierend zu sehen, wie diese prachtvollen Bauwerke heute mit dem modernen Leben verschmelzen.

Zwei der bekanntesten Wahrzeichen sind sicherlich das mächtige Castelo de São Jorge und die Alfama. Die Alfama ist der älteste Stadtteil von Lissabon und ein Labyrinth aus Treppen und kleinen Plätzen. Hier scheint das Herz der Stadt zu schlagen, fernab vom Trubel der Hauptstraßen. Etwas weiter nördlich liegt Coimbra, eine Stadt, die vor Energie nur so strotzt. Das liegt vor allem an der berühmten Universität, die bereits im Jahr 1209 gegründet wurde.

Die Universität thront hoch über der Stadt und gehört zu den ältesten Bildungseinrichtungen in ganz Europa. Vom großen Innenhof aus hat man eine unglaubliche Aussicht über das gesamte Häusermeer. Die engen, gepflasterten Gassen von Coimbra und die mittelalterlichen Kirchen erzeugen eine ganz besondere Atmosphäre. Es ist ein Ort, an dem Tradition und studentische Lebensfreude aufeinandertreffen. Ganz anders, aber ebenso faszinierend, präsentieren sich die Azoren.

Dieser Archipel besteht aus neun Vulkaninseln und liegt mitten im Atlantik, quasi auf halbem Weg nach Amerika. Jede Insel hat ihre ganz eigene Persönlichkeit, aber sie alle teilen eine üppige, grüne Natur. Die Strände dort sind oft dunkel und dramatisch, was einen tollen Kontrast zum tiefblauen Meer bildet. Es ist ein Paradies für alle, die Ruhe und echte Naturerlebnisse suchen. Zurück auf dem Festland wartet Aveiro, das oft als das Venedig Portugals bezeichnet wird.

Die Stadt liegt an der Lagune Ria de Aveiro und ist von Kanälen durchzogen. Man sieht dort bunte Boote mit hohen Bugen, die sanft unter den malerischen Brücken hindurchgleiten. Setúbal hingegen ist eine charmante Fischerstadt, die erst in den letzten Jahren so richtig von Besuchern entdeckt wurde. Das Manue l-Kloster und der lebhafte Hauptmarkt sind hier die großen Anziehungspunkte. Man merkt, dass das Land unglaublich viele verschiedene Gesichter hat.

Ein Besuch in Braga darf nicht fehlen, vor allem wegen der religiösen Bauwerke. Die Kathedrale Sé und das Heiligtum Bom Jesus do Monte, das an einem Hang liegt, sind architektonische Meisterwerke. Ebenso wichtig für das Verständnis des Landes ist Guimarães, die Geburtsstätte Portugals. Hier wurde Alfonso Henriques, der erste König des Landes, geboren. Das mittelalterliche Zentrum mit seinen Türmen und gut erhaltenen Herrenhäusern steht völlig zu Recht auf der Liste der UNESCO.

Tourismus in Portugal

Die Küste von Portugal erstreckt sich über mehr als 900 Kilometer und ist ein wahrer Spielplatz für alle, die das Wasser lieben. Profis und Amateure aus der ganzen Welt kommen hierher, um die perfekten Wellen und die atemberaubenden Sonnenuntergänge zu genießen. Es ist fast unmöglich, sich der Energie des Ozeans zu entziehen, wenn man einmal dort ist. Überall an der Küste gibt es unzählige Möglichkeiten, sich sportlich auszupowern oder Neues auszuprobieren.

Wer den totalen Adrenalinkick sucht, kann sich beim Jet-Ski, Windsurfen oder Flyboarding versuchen. Es ist ein unglaubliches Gefühl, über das Wasser zu rasen oder förmlich darüber zu schweben. Für diejenigen, die es etwas ruhiger angehen wollen, bietet sich die Erkundung der Unterwasserwelt an. Beim Tauchen entdeckt man eine faszinierende Welt, die verborgen unter der Meeresoberfläche liegt. Portugal hat für jeden Geschmack das passende Abenteuer im Angebot.

Das Spektrum an Aktivitäten ist riesig und reicht weit über den klassischen Wassersport hinaus. Man kann segeln gehen, lange Wanderungen unternehmen oder die Landschaft auf dem Rücken eines Pferdes erkunden. Sogar für Golfer oder Vogelbeobachter gibt es erstklassige Reviere über das ganze Land verteilt. Wer die Natur lieber vom Wasser aus genießt, kann sich ein Boot mieten. Viele Touren bieten die Chance, Delfine oder sogar Wale in ihrem natürlichen Lebensraum zu beobachten.

Besonders die Azoren sind bekannt dafür, dass man dort Pottwale und verspielte Rochen sehen kann. Es ist ein unvergessliches Erlebnis, diesen majestätischen Tieren so nah zu kommen. Manchmal lassen sich sogar Quallen in den Wellen blicken, was die Vielfalt des Meeres unterstreicht. Im Norden des Landes sieht die Landschaft ganz anders aus, mit hohen Bergen und klaren, schnellen Flüssen. Diese Region ist der ideale Ort für Rafting oder Hydrospeed.

Das Wasser dort ist frisch und die Strömung sorgt für ordentlich Tempo auf dem Fluss. Doch das, wofür Portugal weltweit am bekanntesten ist, bleibt der Surfsport. Die Bedingungen an der Küste sind oft einfach perfekt und bieten für jedes Level die richtige Welle. In Nazaré kann man im Winter die monsterhaften Wellen bestaunen, die nur von den mutigsten Profis bezwungen werden. Peniche und die Algarve bieten dagegen etwas sanftere, aber ebenso beeindruckende Bedingungen.

Die von Klippen gesäumte Küstenlinie der Algarve ist eine Kulisse, die man so schnell nicht vergisst. Hier kann man stundenlang am Strand sitzen und den Surfern zuschauen, wie sie mit den Wellen tanzen. Wer sich traut, kann auch selbst einen Kurs belegen und die ersten Versuche auf dem Brett wagen. Für Leute, die den freien Fall lieben, gibt es in Portugal ebenfalls einige spannende Anlaufstellen. Bungee-Jumping ist eine beliebte Art, den Puls in die Höhe zu treiben.

Ein ganz besonderes Erlebnis ist es jedoch, über der ländlichen Region Alentejo mit dem Fallschirm abzuspringen. Von oben sieht die weite, raue Landschaft einfach spektakulär aus. Es ist ein radikaler Weg, um den Alltag hinter sich zu lassen und Portugal aus einer völlig neuen Perspektive zu sehen. Aber auch Familien kommen im Urlaub voll auf ihre Kosten, da es viele Angebote für Kinder gibt. Die kleinen Abenteurer können zum Beispiel in KidZania in verschiedene Rollen schlüpfen.

Aquarien und Zoos sind ebenfalls beliebte Ziele, um den Kleinen die Tierwelt näherzubringen. Wer es etwas exklusiver mag, kann mit der ganzen Familie eine Yacht mieten und einen Tag auf See verbringen. Für Wasserratten ist der Wasserpark in Vila Real ein absolutes Muss. Dort kann man den ganzen Tag rutschen und im Wasser toben, was besonders an heißen Tagen eine tolle Erfrischung ist. In Portugal findet wirklich jeder seine persönliche Art der Erholung.

Unterkunft in Portugal

In Portugal wird man fast überall mit einer echten Herzlichkeit empfangen. Die Menschen dort sind bekannt für ihre Gastfreundschaft und tun viel dafür, dass man sich als Gast sofort wohlfühlt. Wenn es um die Frage geht, wo man übernachten möchte, ist die Auswahl fast schon überwältigend. Es gibt so viele verschiedene Konzepte, dass wirklich für jeden Geschmack und jeden Geldbeutel etwas Passendes dabei ist. Man hat die Qual der Wahl zwischen Stadt und Land.

Wer das echte lokale Leben kennenlernen möchte, findet in fast jeder Stadt einfache Pensionen. Diese Guesthouses werden oft familiengeführt und bieten gemütliche Doppelzimmer an. Es ist eine tolle Möglichkeit, ohne viel Schnickschnack unterzukommen und direkt am Puls der Stadt zu sein. Wer es lieber luxuriös mag, kommt natürlich auch nicht zu kurz. Alle großen internationalen Hotelketten sind in den Metropolen und Tourismuszentren vertreten.

Die meisten Hotels sind privat geführt und werden nach dem nationalen System mit Sternen bewertet. Das Angebot reicht von charmanten alten Gebäuden mit Geschichte bis hin zu hochmodernen Luxusresorts. Besonders interessant ist eine Initiative aus den 1940er Jahren, bei der historische Gebäude gerettet wurden. Damals beschloss die Regierung, alte Burgen, Schlösser und Klöster in Hotels umzuwandeln. Diese Häuser nennt man heute Pousadas.

Aktuell gibt es über 40 dieser besonderen Unterkünfte im ganzen Land verteilt. In einer Pousada zu übernachten ist ein wenig wie eine Zeitreise, da die Architektur sorgsam bewahrt wurde. Man schläft hinter dicken Festungsmauern oder in ehemaligen Klosterräumen, ohne auf modernen Komfort verzichten zu müssen. Wem das zu förmlich ist, der findet in Herrenhäusern oder auf alten Bauernhöfen eine wunderbare Alternative. Diese Unterkünfte haben oft einen ganz eigenen, ländlichen Charme.

Oft sind diese Landhäuser etwas günstiger als die Pousadas, aber mindestens genauso stimmungsvoll. Man kann dort Zimmer für eine Nacht mieten oder sich für einen längeren Aufenthalt einmieten. Für Selbstversorger gibt es in fast jeder Region des Landes Villen oder Apartments. Das Angebot reicht vom einfachen Ein-Zimmer-Studio bis hin zum luxuriösen Haus mit sechs Schlafzimmern und eigenem Pool. So kann man seinen Tagesablauf ganz individuell gestalten.

Wer mit einem schmaleren Budget reist, findet in Portugal ein exzellentes Netzwerk an Jugendherbergen. Diese Hostels liegen oft an fantastischen Standorten, sei es direkt am Strand oder mitten im Zentrum großer Städte. Die Preise sind fair und man trifft dort Reisende aus der ganzen Welt. Das ist besonders für Alleinreisende eine tolle Sache, um neue Kontakte zu knüpfen. Auch für Naturfreunde gibt es jede Menge Optionen im Freien.

Portugal hat viele Nationalparks und geschützte Naturgebiete, in denen Camping erlaubt ist. Es gibt hunderte Plätze für Zelte oder Wohnmobile, viele davon mit einer Aussicht, die locker mit Fünf-Sterne-Hotels mithalten kann. Die Plätze an der Küste sind besonders beliebt, weil man morgens direkt vom Zelt aus das Meer sehen kann. Einige Campingplätze bieten mittlerweile sogar kleine Bungalows oder Holzhütten zur Miete an. So hat man das Naturerlebnis, ohne auf ein festes Dach verzichten zu müssen.

Am Ende ist es egal, für welche Art der Unterkunft man sich entscheidet. Die warme Atmosphäre des Landes spürt man in einem einfachen Zelt genauso wie in einem prunkvollen Schlosszimmer. Die Gastgeber geben sich oft große Mühe, den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten. Oft bekommt man noch den einen oder anderen Geheimtipp für ein gutes Restaurant in der Nähe. So fühlt man sich in Portugal schnell nicht mehr nur wie ein Tourist, sondern wie ein Gast.

Küche und Geschirr Portugal

Die portugiesische Küche ist eng mit dem Mittelmeerraum verwandt und legt großen Wert auf frische Zutaten. Besonders Meeresfrüchte spielen eine zentrale Rolle auf dem Speiseplan der Menschen. Wenn man den salzigen Geschmack des Atlantiks mit gutem Olivenöl und frischen Kräutern kombiniert, hat man die perfekte Basis. Es ist eine einfache, aber unglaublich ehrliche Art zu kochen, die einfach glücklich macht. In den kleinen Restaurants riecht es oft herrlich nach Knoblauch und gegrilltem Fisch.

Die Traditionen am Herd drehen sich in Portugal vor allem um Fisch, Muscheln und Fleisch. Wer Meeresfrüchte liebt, wird sich hier wie im Paradies fühlen, denn die Auswahl ist riesig. Ob Oktopus, Garnelen oder verschiedene Fischarten, alles kommt meist direkt vom Kutter in die Küche. Aber auch Fleischliebhaber kommen nicht zu kurz, denn Rind und Schwein werden oft auf ganz besondere Weise zubereitet. Die Qualität der Produkte steht dabei immer im Vordergrund.

Neben den Hauptzutaten Fleisch und Fisch sind Gemüse und Hülsenfrüchte unverzichtbar. Sie landen in kräftigen Suppen, frischen Salaten oder werden als Beilage gereicht. Auch die berühmten portugiesischen Würste sind ein fester Bestandteil vieler Gerichte. Olivenöl ist quasi das flüssige Gold des Landes und wird fast überall verwendet. Ob zum Braten, für das Dressing oder einfach nur zum Eintunken für das frische Brot, es darf nie fehlen.

Zwiebeln und Knoblauch bilden das aromatische Fundament für fast jede Mahlzeit. In den Städten an der Küste sind frisch gegrillte Sardinen oder Bastardmakrelen extrem beliebt. Oft sieht man die Grills direkt vor den Restaurants auf der Straße stehen. Ein Klassiker der Landesküche ist die Caldeirada, ein herzhafter Eintopf aus verschiedenen Fischsorten. Überall findet man spezialisierte Fischrestaurants, in denen Hummer, Austern und Krabben in den Schaufenstern liegen.

Das absolute Nationalgericht ist jedoch der Bacalhau, ein getrockneter und gesalzener Kabeljau. Es heißt, es gibt für jeden Tag des Jahres ein eigenes Rezept für diesen Fisch. Suppen werden in Portugal oft als ganzer Hauptgang serviert, weil sie so reichhaltig sind. Die Sopa de Marisco ist eine wunderbare Muschelsuppe, die oft mit einem Schuss Wein verfeinert wird. Ein weiterer Favorit ist der Caldo Verde, eine grüne Suppe mit Kartoffeln und feinem Kohl.

Es gibt auch ausgefallene Kombinationen, wie etwa Schweinefleisch mit Muscheln und Tomatensauce, ein Gericht aus dem Alentejo. Wer in Porto ist, kommt an der Francesinha nicht vorbei. Das ist ein mächtiges Sandwich, das mit Schinken, Steak und Wurst gefüllt ist. Es wird mit geschmolzenem Käse überzogen und in einer scharfen Tomatensauce serviert, dazu gibt es meist Pommes. Es ist definitiv nichts für den kleinen Hunger, aber absolut köstlich.

Die Portugiesen haben außerdem eine riesige Schwäche für alles Süße. Es gibt hunderte verschiedene Desserts, die von Region zu Region variieren. Von fluffigen Mousses und cremigen Puddings bis hin zu kunstvollen Torten ist alles dabei. Viele Rezepte basieren auf einer Mischung aus viel Eigelb und Zucker. Die berühmtesten Vertreter dieser süßen Kunst sind ohne Zweifel die Pastéis de Nata. Diese kleinen Blätterteigküchlein mit Vanillecreme haben eine lange Geschichte.

Ursprünglich wurden sie in Klöstern erfunden und sind heute in jedem Café des Landes zu finden. Am besten schmecken sie noch warm und mit einer Prise Zimt oben drauf. Es ist faszinierend zu sehen, wie stolz jede Region auf ihre eigenen kulinarischen Spezialitäten ist. Essen ist in Portugal eine soziale Angelegenheit, für die man sich gerne viel Zeit nimmt. Man sitzt zusammen, trinkt einen Wein und genießt die Vielfalt, die das Land und das Meer bieten.

Kultur und Traditionen Portugal

Portugal ist ein Land, das tief im römisch-katholischen Glauben verwurzelt ist. Das merkt man nicht nur an den vielen Kirchen, sondern auch an dem starken Zusammenhalt innerhalb der Familien. Die Kultur des Landes ist ein faszinierendes Ergebnis vieler verschiedener Einflüsse über die Jahrhunderte hinweg. Kelten, Phönizier, Römer und Mauren haben alle ihre Spuren hinterlassen und das Bild des heutigen Portugals geprägt. In den letzten Jahren hat das Land zudem eine richtige Renaissance in der Kunstszene erlebt.

Städte wie Lissabon, Porto und Guimarães wurden nicht ohne Grund zu Kulturhauptstädten Europas ernannt. Trotz des modernen Wandels legen die Portugiesen großen Wert darauf, ihre alten Traditionen zu pflegen. Wer das Land besucht, wird die Menschen als sehr höflich, gastfreundlich und manchmal angenehm zurückhaltend erleben. Es herrscht ein respektvoller Umgangston, besonders im Kontakt mit Fremden. Auch wenn der Katholizismus die Mehrheit bildet, gibt es eine religiöse Vielfalt im Land.

Neben den großen christlichen Gruppen findet man auch jüdische, muslimische, hinduistische und buddhistische Gemeinden. Diese Vielfalt trägt zum friedlichen Miteinander und zum kulturellen Reichtum bei. Die offizielle Sprache ist Portugiesisch, die als eine der ersten Kultursprachen des mittelalterlichen Europas gilt. Sie klingt sehr melodisch und ist eng mit der Geschichte der Literatur verknüpft. Schon im 12. Jahrhundert begannen Könige und Dichter, ihre Gedanken in lyrischen Werken festzuhalten.

Vieles davon basierte auf mündlichen Überlieferungen, die von reisenden Sängern, den Troubadouren, verbreitet wurden. Die Liebe zur Kunst zieht sich bis heute durch alle Gesellschaftsschichten. In den großen Universitätsstädten wie Coimbra oder Braga gibt es unzählige Museen und Galerien. Aber man muss nicht in die Großstadt, um Kunst zu finden. Selbst in den kleinsten Dörfern gibt es oft Ausstellungsräume für lokale Künstler, die ihre Werke dort präsentieren.

Eines der wichtigsten Symbole der portugiesischen Identität ist der Fado. Diese melancholische Musik handelt oft von Sehnsucht und Schicksal und geht direkt unter die Haut. Der Fado wurde von der UNESCO sogar in die Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Es ist ein Erlebnis, in einer kleinen Kneipe zu sitzen und den Sängern zuzuhören, wie sie ihre Seele ausschütten. Neben der Musik gibt es aber noch eine andere Leidenschaft, die das Land verbindet: der Fußball.

Überall im Land gibt es Vereine und die Begeisterung für diesen Sport ist bei Jung und Alt riesig. Aber auch andere Sportarten wie Basketball, Tennis oder Surfen haben eine große Fangemeinde und werden professionell betrieben. Es ist beeindruckend, wie sportbegeistert die Bevölkerung ist. Über das ganze Jahr verteilt finden zudem zahlreiche kulturelle Festivals statt. Diese Feste sind meist eine bunte Mischung aus Tradition, Gesang und natürlich gutem Essen.

Brot, Olivenöl, Käse und Wein spielen bei diesen Feierlichkeiten immer eine zentrale Rolle. Es wird getanzt, gelacht und die Gemeinschaft gefeiert, oft bis spät in die Nacht. Besonders bekannt sind das Festival in Sintra oder das Meeresfestival in Cascais. Auch die großen Karnevalsumzüge, die quer durch das ganze Land ziehen, sind ein echtes Spektakel. Es gibt internationale Festivals für Sandskulpturen oder traditionelle Maskenfeste, die Besucher aus aller Welt anlocken.

Diese Veranstaltungen zeigen, wie lebendig die portugiesische Kultur ist und wie sehr sie von der Lebensfreude der Menschen getragen wird. Wer einmal an einem solchen Fest teilgenommen hat, vergisst die Atmosphäre so schnell nicht wieder. Es ist diese Mischung aus tiefer Melancholie im Fado und purer Energie beim Fußball oder bei Festen, die Portugal so einzigartig macht. Man fühlt sich hier einfach willkommen und wird Teil einer Gemeinschaft, die ihre Wurzeln schätzt.

Wetter in Portugal

Wetter pro Monat

Januar

+10° С +10° С
+10
+10
Januar

Februar

+11° С +10° С
+11
+10
Februar

Marsch

+13° С +14° С
+13
+14
Marsch

April

+14° С +14° С
+14
+14
April

Mai

+17° С +16° С
+17
+16
Mai

Juni

+19° С 17° С
+19
17
Juni

Juli

+21° С +18° С
+21
+18
Juli

August

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