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Information about Peru

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Geographie und Geschichte Peru

Peru ist ein faszinierendes Land in Südamerika und belegt in Bezug auf seine Fläche den stolzen dritten Platz, direkt hinter den Riesen Brasilien und Argentinien. Wenn man sich die Landkarte ansieht, erkennt man schnell die strategische Lage, denn Peru teilt sich seine Grenzen mit gleich fünf Nachbarstaaten, nämlich Bolivien, Brasilien, Chile, Kolumbien und Ecuador. Die Landschaft ist dabei so abwechslungsreich, wie man es sich nur vorstellen kann, und reicht von weitläufigen Stränden über extrem trockene Wüsten bis hin zu den höchsten Gipfeln der Anden und dem dichten Regenwald.

Ein riesiger Teil des Landes, fast die Hälfte der gesamten Fläche, wird vom Amazonas-Regenwald eingenommen, der als das größte tropische Waldgebiet unseres Planeten gilt. Mitten durch das Land zieht sich zudem die zweithöchste Gebirgskette der Erde, die Anden, deren schneebedeckte Gipfel das Landschaftsbild maßgeblich prägen. Entlang der Westküste erstreckt sich ein schmaler, etwa 2500 Kilometer langer Wüstenstreifen, der zwar nur etwa zehn Prozent des Staatsgebiets ausmacht, aber dennoch eine ganz eigene Atmosphäre versprüht.

Im Osten des Landes dominiert das Amazonasbecken, das mehr als die Hälfte des peruanischen Territoriums umfasst und von unzähligen Flüssen wie dem Amazonas, dem Marañón und dem Ucayali durchzogen wird. Diese Wasserwege sind die Lebensadern des Dschungels und speisen die enorme Artenvielfalt der Region. Peru liegt zudem an einer spannenden geologischen Nahtstelle, wo die Südamerikanische Kontinentalplatte und die Nazca-Platte aufeinandertreffen. Das sorgt dafür, dass das Land seismisch sehr aktiv ist und besonders im Süden von beeindruckenden Vulkanregionen geprägt wird.

Die Küstenregion, in der auch die lebendige Hauptstadt Lima liegt, besteht aus einer schmalen Ebene mit weiten Wüstenabschnitten, die jedoch immer wieder von fruchtbaren Tälern unterbrochen werden. Die Geschichte Perus ist ebenso tiefgründig wie seine Geografie, denn schon vor Jahrtausenden siedelten hier verschiedene Stämme. Im zwölften Jahrhundert legte der Anführer Manco Cápac mit dem Volk der Killkes den Grundstein für die Stadt Cusco, was den Beginn des mächtigen Inka-Reiches markierte. In den folgenden Jahrhunderten dehnten die Inka ihre Herrschaft weit über das heutige Peru hinaus aus.

Als die Spanier im Jahr 1531 eintrafen, stießen sie auf eine hoch entwickelte Zivilisation, die jedoch bald darauf durch den Konquistador Francisco Pizarro und seine Truppen erschüttert wurde. Cusco fiel 1533 in die Hände der Eroberer, die in den Anden schnell auf enorme Gold- und Silbervorkommen stießen. Diese Reichtümer machten Peru zu einer zentralen Säule der spanischen Macht in der Neuen Welt. 1535 gründete Pizarro die Stadt Lima, die bis heute das wirtschaftliche und kulturelle Herz des Landes geblieben ist. Erst im Jahr 1821 konnte Peru schließlich seine Unabhängigkeit erklären und einen neuen Weg als eigenständige Nation einschlagen.

Regionen und Resorts Peru

Natur Peru

Aufgrund der vielen verschiedenen Ökosysteme, die man in Peru findet, beherbergt das Land eine unglaubliche Vielfalt an Pflanzen und Tieren, die weltweit ihresgleichen sucht. Wer sich für Natur interessiert, wird hier aus dem Staunen kaum herauskommen, denn die Flora ist durch die extremen klimatischen Unterschiede absolut einzigartig. Viele Experten und Reisende kommen speziell hierher, um die geheimnisvolle Welt des Regenwaldes zu erkunden. Dort wechseln sich riesige Baumriesen mit eleganten Palmen und farbenfrohen Orchideen ab, was den Wald fast wie einen botanischen Garten wirken lässt.

Die Pflanzenwelt im peruanischen Amazonasgebiet ist so dicht und vielfältig, dass man überall auf Gräser, Sträucher, Lianen und seltene Aufsitzerpflanzen stößt. In den etwas höher gelegenen Bergwäldern, der sogenannten Montaña, findet man eine ebenso beeindruckende Vegetation. Hier gedeihen neben wertvollen Edelhölzern wie Mahagoni und Zeder auch Farne, Moose und Flechten in Hülle und Fülle. Besonders die Pracht der Bromelien und Orchideen in diesen feuchten Höhenlagen zieht die Blicke auf sich und sorgt für bunte Farbtupfer im satten Grün.

In den fruchtbaren Gebieten der Montaña wachsen zudem Pflanzen, die für die Wirtschaft und Medizin von großer Bedeutung sind, wie etwa der Kautschukbaum oder der Chinarindenbaum. Sogar Exoten wie Vanille und Sarsaparille sind hier heimisch und unterstreichen den Reichtum der Natur. Ganz anders sieht es hingegen in den trockenen Küstenabschnitten aus, wo die Vegetation eher spärlich ist. Hier haben sich vor allem widerstandsfähige Sträucher, Gräser und Knollenpflanzen an das sandige und niederschlagsarme Klima angepasst.

Die Tierwelt Perus steht der Pflanzenwelt in nichts nach, wobei der Jaguar wohl das imposanteste Landsäugetier des Landes ist. Diese majestätischen Raubkatzen durchstreifen den Regenwald auf der Jagd nach Hirschen oder Kaimanen und haben außer der riesigen Anakonda kaum natürliche Feinde. Auch Ameisenbären sind in Peru in verschiedenen Variationen zu Hause, vom winzigen Zwergameisenbären bis hin zum beeindruckenden Großen Ameisenbären. Die Vielfalt der Arten erstreckt sich über alle Klimazonen hinweg, vom Dschungel bis zu den kargen Bergen.

Vogelliebhaber kommen in Peru ebenfalls voll auf ihre Kosten, da das Land Hunderte von heimischen Vogelarten beherbergt. Leider sind jedoch viele davon, wie zum Beispiel einige Papageienarten, vom Aussterben bedroht und stehen unter besonderem Schutz. An den Küsten und auf den vorgelagerten Inseln kann man riesige Kolonien von Albatrosen, Pelikanen und sogar die drolligen Humboldt-Pinguine beobachten. Besonders die Ballestas-Inseln im Süden sind berühmt für ihren Reichtum an Seevögeln und Seelöwen, die sich dort auf den Felsen sonnen.

Auch unter der Meeresoberfläche und in den Flüssen wimmelt es nur so von Leben, denn in Peru sind insgesamt 33 Arten von Meeressäugern registriert. Das Spektrum reicht von den flinken Meerottern, die an den felsigen Küstenabschnitten spielen, bis hin zu gewaltigen Walen und Pottwalen im offenen Ozean. Ein weiterer Weltrekord Perus liegt in der Insektenwelt verborgen, denn jede fünfte Schmetterlingsart der Welt ist hier zu Hause. Diese bunte Pracht macht jeden Spaziergang durch die Natur zu einem unvergesslichen Erlebnis für jeden Besucher.

Klima Peru

Das Wetter in Peru ist ein Thema für sich, denn es variiert so stark, dass man manchmal das Gefühl hat, mehrere Länder gleichzeitig zu besuchen. Die gewaltigen Höhenunterschiede der Anden sorgen dafür, dass man innerhalb weniger Stunden von eisigem Schnee in den Bergen bis zur brennenden Sonne an der Küste alles erleben kann. In der Hochgebirgsregion ist die Luft meist kalt und trocken, wobei es im Norden deutlich häufiger regnet als im Süden. Ganz anders ist es im Amazonasbecken, wo ein feuchtheißes tropisches Klima mit heftigen Regenschauern dominiert.

Interessanterweise hat die peruanische Küste kein typisch äquatoriales Klima, obwohl sie eigentlich in der tropischen Zone liegt. In der Hauptstadt Lima schwanken die Temperaturen im Jahresverlauf meist zwischen angenehmen 21 Grad im Januar und kühleren 10 Grad im Juni. In den Bergen, etwa in Cusco, bleibt es das ganze Jahr über recht frisch mit Werten um die 10 Grad. Im Kontrast dazu steht die Dschungelstadt Iquitos, wo es das ganze Jahr über konstant heiß ist und die Temperaturen oft bei etwa 32 Grad liegen.

Ein entscheidender Faktor für das Wetter an der Küste ist der kalte Humboldtstrom, der aus dem Süden kommt und die Meeresbrise abkühlt. Das führt dazu, dass sich oft ein dichter Nebelschleier über die Küstenebene legt, den die Einheimischen Garúa nennen. In der Zeit von Mai bis Oktober verdichtet sich dieser Nebel so stark, dass er als feiner Nieselregen niedergeht, was die einzige nennenswerte Feuchtigkeit in dieser Region darstellt. Ansonsten bleibt der Küstenstreifen eine der trockensten Gegenden der Welt.

In den Hochlagen der Sierra können die Temperaturen nachts stark absinken, manchmal sogar bis auf minus sieben Grad, während es tagsüber bei Sonnenschein angenehm warm wird. Die Regenzeit dauert in den Anden von Oktober bis April, wobei es an den östlichen Hängen der Berge oft zu massiven Niederschlägen kommt. Diese Regenfälle speisen die Flüsse, die dann hinunter in den Dschungel fließen. Es ist faszinierend zu sehen, wie sich die Natur in dieser Zeit verwandelt und die trockenen Hänge plötzlich in einem satten Grün erstrahlen.

Die Region der Montaña ist durch ihre extreme Feuchtigkeit geprägt, da die Ostwinde Wolken herantragen, die sich an den Flanken der Anden abregnen. In tieferen Lagen ist es drückend heiß, während es mit zunehmender Höhe etwas angenehmer wird. Wer eine Reise nach Peru plant, sollte sich daher genau überlegen, in welche Region er möchte und was er dort unternehmen will. Die Wahl der richtigen Kleidung ist hierbei entscheidend, da man auf alle Eventualitäten vorbereitet sein muss.

Die beste Zeit für einen Besuch ist im Allgemeinen die Trockenzeit zwischen Mai und Oktober, da man dann oft mit strahlend blauem Himmel in den Anden belohnt wird. Das sind ideale Bedingungen für Wanderungen auf dem Inka-Pfad oder Besuche der berühmten Ruinen von Machu Picchu. Auch wenn die Nächte in dieser Zeit sehr kalt werden können, entschädigen die sonnigen Tage und die klare Sicht auf die majestätischen Berggipfel für alles. Es ist die perfekte Phase, um die Schönheit des Landes ohne die Behinderung durch schwere Regenfälle zu genießen.

Transport in Peru

Sich in Peru von A nach B zu bewegen, ist eigentlich recht unkompliziert und wird von den meisten Reisenden als sicher empfunden. Es gibt eine ganze Reihe von Möglichkeiten, das Land zu erkunden, angefangen bei modernen Bussen bis hin zu traditionellen Booten im Dschungel. Das Busnetz ist extrem gut ausgebaut und stellt für viele die erste Wahl dar, wenn es darum geht, zwischen den größeren Städten zu reisen. Die Fernbusse sind oft erstaunlich komfortabel und bieten eine preiswerte Möglichkeit, die beeindruckenden Landschaften an sich vorbeiziehen zu lassen.

Zugverbindungen gibt es in Peru hingegen nur sehr wenige, und diese sind oft eher ein Erlebnis für sich als ein schnelles Transportmittel. Eine Bahnfahrt durch die Anden kann zwar etwas holprig und langsam sein, bietet dafür aber Ausblicke, die man so schnell nicht vergisst. Es ist eine der exklusivsten Arten, die Schönheit der Berge zu erleben, und für viele Touristen ein absolutes Highlight. Wer weniger Zeit hat, wird jedoch vermutlich eher auf das dichte Netz an Inlandsflügen zurückgreifen, um weite Strecken zu überbrücken.

Innerhalb der Städte hat man meist die Wahl zwischen klassischen Taxis und den typisch peruanischen Kombis. Diese kleinen Minibusse sind oft mit bunten Aufklebern übersät und meistens bis oben hin voll mit Passagieren. Sie sind unschlagbar günstig und verkehren auf festen Routen durch die Stadtviertel. Es kann zwar etwas eng und trubelig zugehen, aber es ist eine sehr authentische Art, am Alltagsleben der Menschen teilzunehmen. In Lima funktionieren zudem moderne Apps wie Uber oder Cabify sehr zuverlässig und bieten eine bequeme Alternative.

Ein weiteres kultiges Fortbewegungsmittel ist das Mototaxi, ein dreirädriges Gefährt, das besonders in den tropischen Regionen des Landes das Straßenbild dominiert. In den Dschungelstädten gibt es oft viel mehr dieser flinken Gefährte als normale Autos, da sie perfekt für die engen Gassen und das heiße Klima geeignet sind. Für Reisende mit etwas mehr Budget ist auch das Mieten eines eigenen Autos eine Überlegung wert. Große internationale Vermieter sind in Peru vertreten und ermöglichen es, das Land im eigenen Tempo zu entdecken.

Man sollte jedoch bedenken, dass das Fahren in Peru, besonders in den Bergen, durchaus anspruchsvoll sein kann. Die Straßen winden sich oft in steilen Serpentinen die Hänge hinauf, was zwar spektakulär aussieht, aber volle Konzentration erfordert. Wer es lieber entspannt angehen möchte, lässt sich fliegen. Die wichtigsten Städte wie Lima, Cusco und Arequipa sind durch regelmäßige Flugverbindungen bestens miteinander vernetzt. Fluggesellschaften wie LATAM oder Star Peru sorgen dafür, dass man auch abgelegene Orte im Dschungel schnell erreicht.

Eine ganz besondere Erfahrung ist das Reisen mit dem Boot, was vor allem im Amazonasgebiet die einzige Möglichkeit ist, voranzukommen. Von Städten wie Yurimaguas oder Pucallpa aus starten die sogenannten Lanchas, große Passagierboote, die tief in den Dschungel bis nach Iquitos fahren. Solch eine Reise kann mehrere Tage dauern und ist ein echtes Abenteuer für alle, die das ursprüngliche Peru kennenlernen wollen. Man schläft oft in Hängematten an Deck und gleitet langsam an der unendlichen grünen Wand des Regenwaldes vorbei.

Geld und Einkaufen in Peru

Die offizielle Währung in Peru ist der Nuevo Sol, und man hat als Reisender verschiedene Möglichkeiten, sein Geld umzutauschen. Ob direkt in der Bank, bei offiziellen Geldwechslern auf der Straße, in Wechselstuben oder ganz bequem im Hotel, Gelegenheiten gibt es genug. In den größeren Städten und touristischen Zentren findet man zudem an fast jeder Ecke Geldautomaten, an denen man unkompliziert Bargeld abheben kann. Auch die Zahlung mit Kreditkarten setzt sich immer mehr durch, besonders in Restaurants und größeren Geschäften in den Städten.

Wer gerne bummelt und einkauft, wird Peru lieben, denn die Märkte des Landes sind ein wahres Paradies für Souvenirjäger. Es macht unglaublich viel Spaß, die leuchtenden Farben der Textilien zu bewundern, die oft noch mit natürlichen Pflanzenfarben gefärbt werden. Shopping in Peru ist oft ein sehr emotionales Erlebnis, da man direkt mit den Kunsthandwerkern in Kontakt kommt. Es lohnt sich definitiv, ein wenig Platz im Koffer und ein entsprechendes Budget für die handgefertigten Schätze einzuplanen, die man dort finden kann.

Besonders berühmt ist Peru für seine hochwertigen Webarbeiten und die feine Keramik. Viele Reisende suchen nach den typischen Ponchos oder den sogenannten Chumpas, das sind dicke Wolljacken mit traditionellen Mustern, die wunderbar warm halten. Auch Mützen, farbenfrohe Rucksäcke und bestickte Westen gehören zu den absoluten Verkaufsschlagern auf den Märkten. Die Qualität der Alpakawolle ist weltweit geschätzt und sorgt dafür, dass die Kleidungsstücke nicht nur schön aussehen, sondern auch extrem langlebig sind.

Bei der Keramik gibt es eine riesige Auswahl, die oft von den alten Kulturen der Moche oder Inka inspiriert ist. Die Stücke haben häufig einen rötlichen oder tiefschwarzen Ton und sind mit mystischen Motiven oder geometrischen Mustern verziert. Wer sich für Musik interessiert, sollte nach handgefertigten Flöten oder Okarinas Ausschau halten, die in vielen verschiedenen Formen angeboten werden. Diese Instrumente sind nicht nur tolle Dekorationsstücke, sondern klingen auch heute noch so wie vor Hunderten von Jahren.

Schmuckliebhaber sollten vor allem in der Hauptstadt Lima auf Entdeckungstour gehen, da man dort eine besonders große Auswahl an Gold- und Silberarbeiten findet. Auf dem Zentralmarkt oder in den Kunsthandwerksvierteln gibt es zahlreiche kleine Läden, die filigrane Stücke zu oft sehr fairen Preisen anbieten. Häufig werden die Schmuckstücke mit bunten Steinen oder Perlen kombiniert, was ihnen ein ganz besonderes, typisch peruanisches Aussehen verleiht. Es sind perfekte Geschenke für Freunde oder eine schöne Erinnerung an die eigene Reise.

Ein weiteres faszinierendes Souvenir sind die peruanischen Masken, die eine tiefe mystische Bedeutung haben und bei vielen traditionellen Festen getragen werden. Sie werden oft in aufwendiger Handarbeit aus Holz, Gips oder sogar Metallen wie Kupfer und Silber gefertigt. Jede Maske erzählt ihre eigene Geschichte und spiegelt die lebendige Folklore des Landes wider. Auch die farbenfrohen Gemälde, die oft Alltagsszenen oder geometrische Inka-Motive zeigen, sind eine wunderbare Möglichkeit, sich ein Stück peruanische Lebensfreude mit nach Hause zu nehmen.

Hauptattraktionen Peru

Wenn man an Peru denkt, kommt einem sofort eine unglaubliche Vielfalt in den Sinn, die man so kaum an einem anderen Ort der Welt findet. Jede einzelne Region in diesem Land hat ihr ganz eigenes Gesicht und zeigt eine Natur, die mal rau, mal sanft und immer beeindruckend ist. Von den stillen, fast lebensfeindlichen Wüstenlandschaften bis hin zu den schneebedeckten Gipfeln der Anden und den tiefgrünen, dichten Wäldern des Amazonas bietet Peru alles an. Diese Kontraste machen das Reisen hier zu einem echten Erlebnis, bei dem man hinter jeder Kurve etwas Neues entdecken kann.

Neben der Natur sind es vor allem die historischen Schätze, die Besucher aus aller Welt in ihren Bann ziehen. Wer sich auf die Spuren der Vergangenheit begibt, lernt nicht nur alte Steine kennen, sondern taucht tief in das kulturelle Erbe der Menschen ein. Die alten Zivilisationen haben überall ihre Fingerabdrücke hinterlassen, die bis heute die Identität des Landes prägen. Es ist faszinierend zu sehen, wie die Geschichte Perus in den Ruinen und Denkmälern lebendig bleibt und uns heute noch Geschichten erzählt.

Ein ganz besonderer Ort ist Cahuachi, das früher das spirituelle und zeremonielle Herz der Nazca-Kultur war. Diese archäologische Stätte liegt mitten in der trockenen Wüste von Nazca und gilt heute als eine der bedeutendsten Entdeckungen weltweit. Man kann sich kaum vorstellen, wie die Menschen damals in dieser kargen Umgebung solch gewaltige Komplexe errichteten. Die Stille der Wüste verleiht diesem Ort eine ganz eigene, fast magische Atmosphäre, die jeden Besucher sofort berührt.

Etwas ganz anderes erwartet einen beim Tempel von Wilcahuain, der ein wunderbares Beispiel für die Handwerkskunst längst vergangener Zeiten ist. Dieser Tempelkomplex stammt etwa aus dem 10. Jahrhundert und zeigt uns, wie geschickt die Baumeister der Antike bereits waren. Die Anlage ist in zwei Ebenen unterteilt, was den architektonischen Aufbau sehr interessant macht. Es ist ein ruhiger Ort, der dazu einlädt, über die Beständigkeit von Stein und die Vergänglichkeit von Reichen nachzudenken.

Wenn man sich für die Zeit nach dem Mittelalter interessiert, sollte man unbedingt den Palast Torre Tagle besuchen. Er wurde zu Beginn des 17. Jahrhunderts erbaut und gilt als eines der schönsten Beispiele für den barocken Stil in ganz Südamerika. Die elegante Architektur und die kunstvoll ausgewählten Möbel im Inneren ziehen jeden Betrachter sofort in ihren Bann. Es ist, als würde man in eine andere Zeit zurückversetzt, in der Prunk und Detailverliebtheit den Ton angaben.

Natürlich darf man die religiösen Bauwerke Perus nicht vergessen, wobei der Mondtempel hier eine ganz besondere Rolle einnimmt. Weltberühmt wurde er vor allem durch seine fantastischen Fresken, die die Wände der Hallen in leuchtenden Farben schmücken. Auch die Fassade ist ein echter Hingucker, denn sie zeigt Darstellungen alter Götter, die über das Land und die Fruchtbarkeit wachten. Diese Kunstwerke geben uns einen wertvollen Einblick in die spirituelle Welt der Menschen, die hier vor Jahrhunderten lebten.

Das, was die meisten Menschen nach Peru lockt, ist ohne Zweifel das Erbe der Inkas und der Völker, die noch vor ihnen da waren. Die Ruinen von Tempeln, prächtigen Palästen und einfachen Wohnhäusern zeigen uns heute, wie hochentwickelt diese Zivilisationen bereits waren. In den vielen Museen des Landes kann man zudem unzählige Fundstücke und Artefakte bewundern, die bei Ausgrabungen ans Licht kamen. Diese Schätze sind die eigentlichen Hauptattraktionen und machen Peru zu einem Paradies für alle Geschichtsbegeisterten.

Tourismus in Peru

Das Herzstück der peruanischen Geschichte ist zweifellos die legendäre Stadt Machu Picchu, die nur etwas mehr als ein Jahrhundert lang bewohnt war. Kaiser Pachacuti ließ diesen Ort einst als eine Mischung aus Residenz und Heiligtum hoch oben in den Bergen errichten. Die Stadt war perfekt organisiert und verfügte über einen Palastkomplex, Wohnviertel für den Adel und heilige Tempelanlagen. Wer heute durch diese Ruinen wandert, spürt sofort die besondere Energie, die von diesem architektonischen Wunderwerk ausgeht.

Ein weiteres beeindruckendes Monument der Inka-Baukunst ist die Festung Sacsayhuaman, die direkt über der Stadt Cusco thront. Mit dem Bau dieser riesigen Anlage wurde bereits im 15. Jahrhundert begonnen, und sie diente sowohl Verteidigungszwecken als auch religiösen Zeremonien. Heute bestehen die Überreste vor allem aus drei mächtigen Mauerzügen, die aus gigantischen Steinen zusammengesetzt sind. Man fragt sich unwillkürlich, wie es den Menschen damals gelang, diese tonnenschweren Blöcke so präzise aufeinanderzuschichten.

Cusco selbst war das pulsierende Zentrum des gesamten Inka-Reiches und beherbergt bis heute viele Geheimnisse der Vergangenheit. Ein besonders wichtiger Ort sind die Ruinen von Coricancha, dem einstigen Sonnentempel, dessen Fundamente noch heute zu sehen sind. Interessanterweise wurde während der spanischen Kolonialzeit die Kirche Santo Domingo direkt auf diesen Inka-Mauern errichtet. Dieser Kontrast zwischen der ursprünglichen indianischen Architektur und dem kolonialen Baustil ist absolut einzigartig und prägt das Stadtbild von Cusco massiv.

Wer sich für die Wunder der Natur begeistert, sollte einen Ausflug zu den Regenbogenbergen einplanen, die etwa 100 Kilometer von Cusco entfernt liegen. Diese Berge bestehen aus rotem Sandstein und haben im Laufe der Zeit durch klimatische Bedingungen und natürliche Erosion ihre unglaubliche Farbenpracht erhalten. Die verschiedenen Schichten leuchten in den unterschiedlichsten Tönen und wirken fast so, als hätte jemand sie absichtlich bemalt. Es ist ein anstrengender Weg dorthin, aber der Anblick der bunten Hänge entschädigt für jede Mühe.

Die Hauptstadt des Landes ist Lima, eine riesige Metropole, die Moderne und Geschichte auf faszinierende Weise miteinander verbindet. Besonders der historische Kern der Stadt ist sehenswert und wurde deshalb auch völlig zu Recht in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen. Viele der alten Gebäude wurden im typischen Kolonialstil oder im kreolischen Stil erbaut, was der Stadt einen ganz besonderen Charme verleiht. Es ist ein Ort voller Leben, an dem man stundenlang durch die Gassen schlendern und die Architektur bewundern kann.

Peru ist ein Land, das durch seine Kombination aus schroffen Bergen und üppigem Dschungel einfach jeden in seinen Bann zieht. Die Mischung aus atemberaubenden Ruinen und den vielen Möglichkeiten, draußen in der Natur aktiv zu sein, macht es zu einem der besten Reiseziele weltweit. Wer gerne wandert, die Geschichte liebt oder einfach nur neugierig auf fremde Kulturen ist, wird hier sein persönliches Paradies finden. Es ist ein Land, das man mindestens einmal im Leben mit eigenen Augen gesehen haben muss.

Die Landschaft Perus bietet für jeden Geschmack das Richtige, egal ob man die Einsamkeit der Berge oder das quirlige Leben in den Städten sucht. Die Verbindung von Natur und Kultur ist hier so eng wie an kaum einem anderen Ort auf der Erde. Man merkt an jeder Ecke, wie stolz die Peruaner auf ihre Wurzeln und ihre wunderschöne Heimat sind. Diese Herzlichkeit und die beeindruckende Umgebung machen jede Reise nach Peru zu einer Erinnerung, die man für immer im Herzen trägt.

Unterkunft in Peru

Wenn man Lust auf ein bisschen Action hat, dann ist Peru genau das richtige Pflaster für einen Urlaub voller Adrenalin. Die hohen Berge und die wilden Flüsse bieten die perfekte Kulisse für alle, die gerne mal an ihre Grenzen gehen wollen. Eine der beliebtesten Aktivitäten ist das Ziplining, bei dem man an Seilen über tiefe Schluchten oder tosende Flüsse saust. Besonders in Regionen wie Urubamba, Santa Teresa oder im Colca-Tal gibt es tolle Angebote, die einem einen ganz neuen Blick auf die Landschaft ermöglichen.

Auch für Wasserratten gibt es in Peru jede Menge zu erleben, vor allem wenn man auf Rafting steht. Das Land ist bekannt für seine wilden Gebirgsflüsse, die selbst erfahrenen Profis einiges abverlangen können. Besonders der Fluss Apurimac hat es in sich, denn seine Stromschnellen zählen zu den schwierigsten und spannendsten der ganzen Welt. Zahlreiche Agenturen vor Ort bieten Touren an, bei denen man das Wasser hautnah spüren und den Nervenkitzel genießen kann.

Wer es lieber etwas langsamer angehen lässt, aber trotzdem aktiv sein will, findet in Peru einige der weltweit schönsten Wanderwege. Ein absolutes Muss für jeden Trekking-Fan ist der Colca-Canyon oder der berühmte Inka-Dschungel-Pfad, der einen bis hinauf nach Machu Picchu führt. Während der Wanderung kommt man durch die unterschiedlichsten Klimazonen und hat immer wieder fantastische Ausblicke. Es ist eine tolle Möglichkeit, das Land in seinem eigenen Tempo zu erkunden und die Natur intensiv wahrzunehmen.

Neben dem Wandern und dem Wasser gibt es aber noch viel mehr zu entdecken, wie zum Beispiel die geheimnisvollen Nazca-Linien, die man am besten aus der Luft bestaunt. Oder man wagt sich in den Amazonas, um dort Ausschau nach den seltenen rosa Delfinen zu halten, die in den Flüssen schwimmen. Auch das Heilige Tal der Inka oder die schwimmenden Inseln auf dem Titicacasee sind Orte, die man so schnell nicht vergisst. Wer lieber auf dem Brett steht, sollte sich die Wellen in Mancora nicht entgehen lassen.

Die Anden sind zudem ein wahres Paradies für Bergsteiger und Wanderer, die die Einsamkeit der Natur suchen. Zwischen den Gipfeln liegen wunderschöne Bergseen, kleine versteckte Dörfer und fruchtbare Täler, die wie ein bunter Flickenteppich aussehen. Selbst für Anfänger gibt es in den flacheren Regionen rund um die Anden tolle Routen, die nicht zu anspruchsvoll sind. Es ist die perfekte Gelegenheit, mal so richtig abzuschalten und die frische Bergluft in vollen Zügen zu genießen.

Wer gerne unter Wasser unterwegs ist, wird beim Tauchen in Peru eine ganz andere Welt kennenlernen. Das Wasser ist wegen der Humboldt-Strömung zwar recht kühl und die Sicht vielleicht nicht immer so klar wie in der Karibik, aber die Artenvielfalt ist gigantisch. Man kann dort Seelöwen, bunte Fische, Muränen und mit etwas Glück sogar Meeresschildkröten oder kleine Seepferdchen beobachten. Mit über tausend Fischarten ist die peruanische Küste ein echter Geheimtipp für alle Naturfreunde.

Auch für Familien hat Peru einiges im Gepäck, besonders wenn man die Reise mit einem Abstecher in den Dschungel oder nach Cusco verbindet. In Lima gibt es zum Beispiel den Keytona-Park, der größte Vergnügungspark des Landes, in dem Kinder jeden Alters auf ihre Kosten kommen. Von bunten Karussells bis hin zu Hüpfburgen ist alles dabei, was das Kinderherz begehrt. Wer es lieber feucht-fröhlich mag, sollte den Aquapark Kis Kas besuchen, während die Erwachsenen dort in Ruhe die lokale Küche genießen können.

Für die ganz Mutigen gibt es in Lima sogar die Katakomben des Klosters San Francisco zu besichtigen. Das ist zwar ein etwas spezielles Erlebnis, aber viele Kinder finden den Gruselfaktor dort ziemlich spannend. Wer sich lieber auf dem Eis bewegt, kann den Iceland Park besuchen, die einzige Eislaufbahn des Landes. Für die Kleineren ist der Park Amistad toll, wo es eine Eisenbahn und einen schönen Teich mit Fischen und Vögeln gibt. Man kann dort sogar kleine Boote mieten und einen entspannten Tag verbringen.

Küche und Geschirr Peru

In Peru gibt es für jeden Geldbeutel und jeden Geschmack die passende Bleibe, egal ob man es lieber einfach mag oder puren Luxus sucht. Die Palette reicht von schicken internationalen Hotels in den großen Städten bis hin zu ganz schlichten Zimmern in kleinen Bergdörfern. In den Metropolen wie Lima findet man Unterkünfte, die locker mit den Standards in westlichen Hauptstädten mithalten können. Das Schöne ist, dass man wirklich die Wahl hat und sich genau das heraussuchen kann, was zur eigenen Reiseplanung passt.

Die Hotels im Land sind in verschiedene Kategorien eingeteilt, die von null bis fünf Sternen reichen. Besonders die luxuriösen Häuser in Peru sind oft in historischen Gebäuden untergebracht und bieten einen Service, der weltweit seinesgleichen sucht. Wenn man lieber am Meer ist, sollte man sich eines der Strandresorts ansehen, die oft eine fantastische Aussicht bieten. Manche liegen direkt auf den Klippen und bieten einen spektakulären Blick auf den Pazifik, während andere einen direkten Zugang zum Sandstrand haben.

Für jüngere Reisende oder Leute mit kleinerem Budget sind die Hostels in Peru eine fantastische Option. Sie sind oft sehr international ausgerichtet und ein toller Ort, um andere Backpacker aus der ganzen Welt kennenzulernen. Die meisten Hostels sind wirklich gut ausgestattet und bieten neben gemütlichen Aufenthaltsräumen oft auch WLAN und Hilfe bei der Buchung von Touren an. Das Personal spricht meistens mehrere Sprachen, was die Kommunikation vor Ort natürlich erheblich erleichtert und für eine entspannte Stimmung sorgt.

Eine sehr charmante Art zu übernachten sind die sogenannten Gästehäuser, die oft unter Namen wie Albergues oder Hospedajes laufen. Das sind meist familiengeführte Betriebe, die etwas mehr Privatsphäre bieten als ein Schlafsaal im Hostel, aber trotzdem sehr persönlich und zwanglos sind. Preislich liegen sie oft in einem ähnlichen Bereich wie Hostels, fühlen sich aber eher wie ein Besuch bei Freunden an. Man bekommt dort oft ein einfaches Frühstück und hilfreiche Tipps direkt von den Einheimischen.

Wer sich in das Abenteuer Amazonas stürzt, sollte unbedingt in einer der vielen Dschungel-Lodges übernachten. Diese Unterkünfte sind oft nur per Boot von Städten wie Iquitos oder Tarapoto aus zu erreichen und liegen mitten in der Natur. Es ist ein unglaubliches Erlebnis, morgens von den Geräuschen des Urwaldes geweckt zu werden und die Tiere direkt vor der Haustür zu haben. Diese Lodges sind meist nachhaltig gebaut und bieten trotzdem genügend Komfort für einen angenehmen Aufenthalt im Grünen.

Wenn man die peruanische Kultur wirklich hautnah erleben will, ist ein Aufenthalt bei einer Gastfamilie eine unvergessliche Erfahrung. Besonders in der Gegend um Cusco oder am Titicacasee ist das Homestay-Konzept sehr beliebt und weit verbreitet. Man taucht tief in den Alltag der Menschen ein, isst gemeinsam und erfährt Dinge über das Leben in Peru, die in keinem Reiseführer stehen. Es ist eine wunderbare Möglichkeit, echte Verbindungen zu knüpfen und die Gastfreundschaft der Peruaner kennenzulernen.

Für längere Aufenthalte oder wenn man gerne sein eigener Herr ist, gibt es natürlich auch Ferienwohnungen, Condos oder ganze Villen zu mieten. Das ist besonders praktisch, wenn man als Gruppe reist oder einfach mal zwischendurch selbst kochen möchte. Solche Unterkünfte findet man in fast allen Regionen des Landes, egal ob in der Stadt oder auf dem Land. So kann man sich ein kleines Zuhause auf Zeit schaffen und das peruanische Leben ganz individuell genießen.

Wer die Natur liebt und gerne unter freiem Himmel schläft, für den ist Camping in Peru eine tolle Option. Das Land bietet atemberaubende Plätze, um fernab der üblichen Touristenpfade die Stille zu genießen. Im Nationalpark Paracas südlich von Lima gibt es zum Beispiel wunderschöne Campingplätze direkt am Meer, wie etwa am Strand Medio Mundo. Auch im Heiligen Tal der Inka findet man offizielle Plätze, an denen man sein Zelt aufschlagen und die klare Bergluft unter den Sternen genießen kann.

Kultur und Traditionen Peru

Die Küche Perus ist so vielfältig wie seine Landschaft, denn jede Region bringt ihre ganz eigenen Zutaten und Traditionen mit auf den Teller. Egal ob man im Hochgebirge, im feuchten Dschungel oder an der sonnigen Küste unterwegs ist, man wird überall mit neuen Geschmäckern überrascht. Die Basis für fast alle Gerichte bilden lokale Produkte wie Mais, unzählige Kartoffelsorten und verschiedene Hülsenfrüchte. Auch alte Getreidesorten wie Quinoa oder Kiwicha spielen eine riesige Rolle und sind heute weltweit als Superfood bekannt.

In den Bergen der Anden ist das Essen meistens deftig und wärmend, so wie man es in dieser rauen Umgebung auch braucht. Man glaubt es kaum, aber es gibt in Peru über 3500 verschiedene Kartoffelarten, die fast bei jeder Mahlzeit auf dem Tisch stehen. Neben Kartoffeln werden auch oft Knollen wie Yucca oder Olluco serviert, die sehr nahrhaft sind. Wenn es um Fleisch geht, landet in den Bergen oft Alpaka, Lamm oder Rind in der Pfanne, und für Mutige gibt es die traditionelle Meerschweinchen-Spezialität Cuy.

An der Küste hingegen dreht sich fast alles um frischen Fisch und Meeresfrüchte, die dort jeden Tag fangfrisch auf den Tisch kommen. Im Dschungel wiederum sind Flussfische sehr beliebt, während man in den Anden eher zu Alpaka-Steaks greift. Das absolute Nationalgericht und der Stolz aller Peruaner ist jedoch Ceviche, ein Fischgericht, das jeder einmal probiert haben muss. Der Fisch ist dabei nicht einfach nur roh, sondern wird in einer Marinade aus reichlich Limettensaft kalt gegart, was ihm ein einzigartiges Aroma verleiht.

Ein weiteres Gericht, das man an jeder Straßenecke findet und das tief in der peruanischen Identität verwurzelt ist, ist Lomo Saltado. Es entstand aus der Vermischung verschiedener Kulturen in der Küche und ist heute die Grundlage für viele andere Speisen wie Nudeln mit Fleisch. Es zeigt, wie offen die peruanische Küche für Einflüsse von außen ist und wie daraus etwas völlig Neues entstehen kann. Wer es lieber flüssig mag, sollte die einfache, aber köstliche Fischsuppe probieren, die mit Koriander und Limette verfeinert wird.

Aus dem Amazonas kommt ein sehr traditionelles Gericht namens Juane, das früher oft als Reiseproviant mitgenommen wurde. Es besteht aus Reis, Huhn, Eiern und Oliven, die kunstvoll in große Blätter eingewickelt und dann gekocht werden. Auch die Getränke in Peru sind etwas ganz Besonderes, allen voran der starke Traubenschnaps Pisco, der an der Küste produziert wird. Für Erfrischung sorgt die Chicha, ein Getränk aus Mais oder Getreide, das es sowohl mit als auch ohne Alkohol in verschiedenen Varianten gibt.

Wer gerne nascht, wird die peruanischen Desserts lieben, denn die sind oft zuckersüß und richtig lecker. Bekannt sind vor allem die Picarone, eine Art Kürbis-Donuts, oder der saftige Kuchen Tres Leches. Ein echter Klassiker ist auch die Mazamorra Morada, ein lila Pudding aus speziellem Mais, der einen ganz besonderen Geschmack hat. Die Liebe zum Essen merkt man den Peruanern einfach an, denn jede Mahlzeit ist auch ein Stück gelebte Kultur und Tradition.

Die Kultur Perus selbst ist ein faszinierender Mix aus alten indigenen Traditionen und lateinamerikanischen Einflüssen. Die Völker der Quechua und Aymara pflegen bis heute ihre eigenen Sprachen und Bräuche, was dem Land eine unglaubliche kulturelle Tiefe verleiht. Man begegnet dieser Kultur überall im Alltag, sei es in der Musik, der Literatur oder in den farbenfrohen Kleidern der Menschen. Auch die Religion spielt eine große Rolle, wobei das Christentum und vor allem der Katholizismus das soziale Leben stark prägen.

Handwerkskunst wird in Peru seit Jahrtausenden großgeschrieben, und viele Meister geben ihr Wissen bis heute an die nächste Generation weiter. Besonders das Weben von Stoffen aus Alpaka- oder Schafwolle hat eine lange Tradition und bringt wunderschöne Muster hervor. Auch die Arbeit mit Gold und Silber oder das Schnitzen von Holz gehört zum festen Bestandteil der peruanischen Kunstszene. Es ist beeindruckend zu sehen, wie viel Liebe zum Detail in jedem einzelnen handgemachten Stück steckt.

Musik und Tanz sind das Herzstück jeder Feier in Peru, wobei der Sound der Anden mit seinen Flötenklängen weltweit bekannt ist. An der Küste ist die Musik jedoch ganz anders und wird Criollo genannt, wobei die Marinera der wohl bekannteste Tanz dieser Region ist. Sportlich gesehen dreht sich in Peru fast alles um Fußball, den wirklich jeder von klein auf spielt. Aber auch Surfen an der Küste oder der traditionelle Stierkampf haben eine treue Fangemeinde und sind fest im gesellschaftlichen Leben verankert.

Wetter in Peru

Wetter pro Monat

Januar

+23° С +20° С
+23
+20
Januar

Februar

+23° С +20° С
+23
+20
Februar

Marsch

+23° С +20° С
+23
+20
Marsch

April

+21° С +19° С
+21
+19
April

Mai

+19° С +18° С
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