Geographie und Geschichte PanamaПанама
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PanamaWer in Panama unterwegs ist, stolpert fast an jeder Ecke über Orte, die einen direkt in eine ganz andere Zeit katapultieren. Es gibt hier so viele verschiedene Ecken zu entdecken, dass man gar nicht weiß, wo man anfangen soll. Nehmen wir zum Beispiel Boquete. Das ist ein kleines Städtchen, das oft als der Ort des ewigen Frühlings bezeichnet wird. Es liegt direkt in den Ausläufern des mächtigen Vulkans Barú und bietet eigentlich das ganze Jahr über angenehme Temperaturen so um die zweiundzwanzig bis fünfundzwanzig Grad. Die Leute zieht es vor allem wegen der wilden Natur dorthin, weil man dort so viele seltene Vögel und exotische Tiere beobachten kann, die man sonst nur aus dem Fernsehen kennt. Wer ein bisschen mehr Action braucht, kann sich beim Rafting auf den wilden Gebirgsflüssen austoben, auch wenn das Ganze nicht ganz ohne Risiko ist. Ein absolutes Muss ist dort auch der Blick hinter die Kulissen der Kaffeeproduktion. Man kann den kompletten Weg miterleben, angefangen bei den riesigen Plantagen, auf denen die Bohnen wachsen, bis hin zu der dampfenden Tasse Kaffee am Ende.
Dann gibt es da noch Guna Yala, ein riesiger Archipel aus über dreihundert Inseln. Das ist der perfekte Ort, wenn man einfach mal die Seele baumeln lassen will. Hier trifft traumhafter Strandurlaub auf eine ganz besondere Kultur und lokale Traditionen, die von den Menschen dort noch richtig gelebt werden. Die Natur ist dort so unberührt, dass man sich fast wie im Paradies fühlt. Wenn wir schon bei Geschichte sind, darf Portobelo nicht fehlen. Das ist eine alte Piratenstadt, die gar nicht so weit von Colón entfernt liegt. Den Namen hat der Ort weg, weil früher dort all die geraubten Schätze gesammelt wurden, bevor man sie per Schiff nach Europa geschickt hat. Das ist alles so geschichtsträchtig, dass der Ort schon seit den achtziger Jahren zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört und entsprechend geschützt wird.
Für die Surfer unter euch ist Santa Catalina am Pazifik der absolute Hotspot. Aber nicht nur Wellenreiter kommen auf ihre Kosten, auch Taucher lieben diesen Ort. Das Wasser ist dort so klar, dass man eine unglaubliche Sicht auf die bunte Unterwelt hat. Was den Strand dort so besonders macht, ist der tiefschwarze Sand, der einen tollen Kontrast zum Meer bildet. Viele kommen aber gar nicht nur zum Sportmachen hierher, sondern suchen einfach die Ruhe und wollen nachts unter den Palmen den Sternenhimmel genießen. Die größte Insel des Landes ist übrigens Coiba, ein echtes Meeresparadies mitten im Pazifik. Auch hier kann man fantastisch tauchen oder surfen. Es gibt dort einen der größten maritimen Nationalparks überhaupt mit einer riesigen Artenvielfalt, weshalb auch dieses Gebiet auf der Liste der UNESCO steht.
PanamaEin riesiger Teil von Panama ist von dichtem Dschungel bedeckt. Manches davon ist so verwuchert, dass man kaum durchkommt, aber an vielen Stellen wurden tolle Seilparks und Klettergärten errichtet. Da kann man als Tourist mal so richtig tief in die Welt des Urwalds eintauchen und die Bewohner des Waldes aus einer ganz neuen Perspektive beobachten. Es gibt insgesamt etwa fünfzehn Nationalparks im Land, die wirklich für jeden Geschmack etwas bieten. Aber das ist eigentlich nur die Spitze des Eisbergs, wenn es um Unternehmungen geht. Panama bietet so viele Möglichkeiten, sich die Zeit zu vertreiben, dass einem garantiert nicht langweilig wird. In letzter Zeit wird zum Beispiel der Transpanama-Pfad immer beliebter. Das ist eine ganz spezielle Route, die sich durch den Osten zieht. Bevor man sich auf so ein Abenteuer einlässt, sollte man sich aber gut informieren, weil die Strecke ihre Tücken hat.
Man kann in den verschiedenen Parks wunderbar die Tierwelt beobachten oder einfach nur die Aussicht genießen. Was man hier allerdings nicht finden wird, ist ein Skigebiet, was bei dem Klima im Land ja auch kein Wunder ist. Dafür gibt es aber tolle Orte zur Entspannung, wie die Thermalquellen in El Valle de Antón oder Pozos Termales. Diese Gegenden sind berühmt für ihren Heilschlamm und die heißen Quellen, die direkt aus den Bergen kommen. Wenn man lieber am oder im Wasser ist, dann sind Surfen und Tauchen natürlich die Klassiker. Fast überall an der Küste kann man sich ein Brett schnappen oder die Unterwasserwelt erkunden. Viele Touristen ziehen auch mit den Einheimischen los, um auf dem Boot zu fischen.
An den Stränden gibt es alles, was das Herz begehrt, von gemütlichen Hotels bis hin zu Restaurants und kleinen Läden. Gerade an der karibischen Seite ist oft richtig viel los, da trifft sich vor allem das jüngere Volk. Dort gibt es die lautesten Partys, man hört ständig spannende Geschichten über Piraten und kann sich durch das leckere Streetfood probieren. Wer es eher sportlich mag, kann sich bei Offroad-Rennen mit Geländewagen austoben oder wandern gehen. Egal ob zu Fuß, mit dem Fahrrad, dem Motorrad oder sogar beim Höhlenwandern, die Möglichkeiten sind fast grenzenlos. Sogar für Jäger gibt es spezielle Angebote. Und wer es lieber etwas ruhiger angehen möchte, schaut sich die alten Viertel rund um den Panamakanal an, wo man viel über die Geschichte lernt und garantiert mit bleibenden Eindrücken nach Hause geht.
PanamaIn Panama findet man eigentlich an jeder Ecke eine Unterkunft, egal ob man ein schickes Hotel, ein kleines Restaurant oder einen süßen Laden sucht. Das Hotel ist ja meistens der Dreh- und Angelpunkt im Urlaub, deshalb sollte man sich vorher wirklich gut informieren. Es lohnt sich, die Bewertungen genau zu lesen, damit man am Ende nicht enttäuscht wird oder sogar auf Betrüger hereinfällt, was leider immer mal wieder vorkommt. Es gibt aber massenweise tolle Hotels direkt in der Nähe der Inseln und Strände, die oft gar nicht mal so teuer sind. In dem kleinen Städtchen Coronado zum Beispiel findet man richtig komfortable Häuser oder Hotels, die sich fast jeder leisten kann. Das ist so eine Art gehobene Mittelklasse, die sogar für Rentner attraktiv ist.
Nur etwa zehn Minuten von Coronado entfernt, am Strand von Gorgona, wird momentan auch richtig viel gebaut. Da entstehen ständig neue Apartmentkomplexe, Hotels, Restaurants und sogar Nachtclubs. Viele Urlauber entscheiden sich heute für diese modernen Apartments, weil sie alles bieten, was man für einen entspannten Aufenthalt braucht, und preislich oft echt in Ordnung sind. Wenn man es lieber ein bisschen ruhiger mag und am liebsten direkt am Meer wohnen will, dann ist die Ostküste von Azuero ein guter Tipp. Dort kann man sich zum Beispiel kleine Häuschen mit zwei oder drei Schlafzimmern mieten. In manchen der kleineren Dörfer kann man solche Häuser auch direkt kaufen oder für längere Zeit mieten.
Man muss aber bedenken, dass bei privaten Häusern oft noch Kosten für Strom, Gas, Internet und das Handy dazukommen, die man auf dem Schirm haben sollte. Die reine Miete für so ein Haus liegt meistens irgendwo zwischen sechshundert und achthundert Dollar im Monat. Es gibt sogar Angebote für Häuser, die direkt an den Berghängen liegen, was natürlich eine fantastische Aussicht garantiert. Das Wichtigste ist einfach, dass man sich im Vorfeld schlau macht und die Kosten grob durchrechnet. Da Panama für fast jeden Geldbeutel etwas bietet, findet eigentlich jeder Tourist eine passende Bleibe, egal ob man mit großem Budget reist oder eher auf die Kosten achten muss.
PanamaWenn man über das Essen in Panama spricht, kommt man an Reis und Bohnen einfach nicht vorbei. Das sind die absoluten Grundnahrungsmittel, aus denen die Einheimischen die verschiedensten Gerichte zaubern. Auch Bananen spielen eine riesige Rolle in der Küche. Die werden hier nicht nur einfach so gegessen, sondern gekocht, gebraten, gesalzen oder sogar als eine Art Chips serviert. Heutzutage wird auch sehr viel Geflügel und Rindfleisch gegessen. In den Restaurants bekommt man natürlich auch fantastischen Fisch und Meeresfrüchte, wie zum Beispiel frische Austern. Es gibt so ein paar Klassiker, die man mal probiert haben muss. Gallo Pinto zum Beispiel ist so ein typisches Ding mit Reis und Bohnen, genau wie Guacho de Rabito.
Dann wäre da noch Pollo sudado, das ist im Grunde gedünstetes Hähnchen mit Gemüse und Kartoffeln. Das Fleisch wird meistens mit Zwiebeln, Paprika und Kreuzkümmel angebraten, was einen tollen Geschmack gibt. Oft gibt es dazu noch Avocado und natürlich wieder Reis. Wer Suppen mag, sollte Sancocho testen, eine kräftige Hühnerbrühe, die traditionell mit weißem Reis serviert wird. Ein echter Hit ist auch Ceviche. Das ist roher Fisch, der in Limonensaft mariniert wird, zusammen mit Zwiebeln und ordentlich Pfeffer. Oder Carimaola, das sind so kleine Snacks, bei denen Maniokpüree mit Fleisch gefüllt wird. Ein weiteres Highlight ist der rote Schnapper, der im Ganzen frittiert wird und oft mit Kokosreis und gebratenen Bananen auf den Tisch kommt.
Guacho de Rabito findet man eher seltener in den ganz schicken Nobelrestaurants, das ist eher etwas Bodenständiges. Es gibt da verschiedene Varianten, mal mit Fleisch, mal mit Meeresfrüchten, aber schwarze Bohnen gehören fast immer dazu. Dann gibt es noch Tamales, die man oft auf Festen oder Hochzeiten sieht. Das ist eine Maismasse mit Hähnchen, Oliven und Gemüse, die ganz traditionell in Bananenblätter eingewickelt wird. Was das Trinken angeht, lieben die Leute hier Cocktails aus frischen, grünen Kokosnüssen. In den Bars kriegt man auch oft Mixgetränke mit Milch und Zucker. Beim Bier haben die Marken Balboa, Atlas und Panama einen guten Ruf. Und natürlich gibt es auch stärkere Sachen, die oft aus Zuckerrohr hergestellt werden und einen ganz eigenen Charakter haben.
PanamaIn Panama gibt es Traditionen, die man so schnell nicht vergisst. Eine der größten Nummern ist der Karneval. Das Ganze findet meistens zwischen Februar und März statt und geht über fünf Tage, direkt vor dem Aschermittwoch. Auf den Straßen ist dann die Hölle los, überall wird gefeiert. Am ersten Tag wird immer die Karnevalskönigin gewählt und danach ziehen die großen Paraden durch die Gegend. Dann gibt es noch das Pollera-Festival im Juli. Da dreht sich alles um die traditionellen Frauentrachten, die man Pollera nennt. Das ist ein riesiges Spektakel mit Musik und einem großen Umzug, bei dem tausende Frauen stolz ihre wunderschönen Kleider präsentieren.
Ein weiteres spannendes Event ist das Festival des Teufels und des Kongo, bei dem die afroamerikanische Kultur gefeiert wird. Das findet meistens in der Provinz Colón statt. Dort sieht man Volkstänze und kleine Theaterstücke, die den Kampf der afrikanischen Vorfahren darstellen. Die Tänzer tragen oft gruselige Teufelsmasken, um das Böse zu symbolisieren. Das Ganze ist eine Mischung aus Musik, Tanz und afrikanischen Elementen, die den Kampf zwischen Gut und Böse zeigen. Dann wäre da noch Fronleichnam, etwa zwei Monate nach Ostern. Da gibt es auch wieder diese Teufelstänze, bei denen Gruppen als saubere und schmutzige Seelen des Teufels auftreten und zu rhythmischer Musik durch die Menge tanzen. Am Ende siegt der große Teufel über die Reinen und die Party geht bis in die frühen Morgenstunden.
Jedes Jahr im Januar gibt es in Panama auch eine große Blumen- und Kaffeemesse. Da zeigen die Produzenten alles, was sie zu bieten haben, von den verschiedensten Kaffeesorten bis hin zu tollen Blumenarrangements. Es gibt dort auch viel Handwerkskunst, Schmuck und Süßigkeiten, man findet also garantiert ein schönes Souvenir. Die Messe dauert meistens so zehn Tage. Eine der kuriosesten Traditionen ist aber das Begräbnis der Sardine. Das ist ein Umzug am Ende des Karnevals, bei dem eine Sardine symbolisch verbrannt wird. Das Ganze soll zeigen, dass man die Vergangenheit hinter sich lässt, alten Groll begräbt und positiv in die Zukunft blickt. Es ist für die Menschen wie ein kleiner Neuanfang für das kommende Jahr.