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Norwegen

Information about Norwegen

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Geographie und Geschichte Norwegen

Wenn man sich die Landkarte von Nordeuropa anschaut, fällt einem sofort die unglaubliche Länge Norwegens ins Auge, die sich fast wie ein schmales Band am Rand des Kontinents entlangzieht. Im Osten teilt sich das Land eine riesige Grenze mit Schweden, aber auch Finnland und Russland stoßen im hohen Norden an das norwegische Staatsgebiet an. Zur anderen Seite hin öffnet sich das Land komplett dem weiten Atlantik, was für eine schier endlose Küstenlinie sorgt, die das Gesicht des Landes seit Jahrtausenden prägt.

Norwegen ist ein Land, das durch seine raue und fast schon unzähmbare Natur besticht, in der man auf riesige Hochebenen und tief in die Landschaft eingeschnittene Waldtäler trifft. Ein echtes Highlight sind die Überbleibsel aus der letzten Eiszeit, die heute noch als mächtige Gletscher die Gipfel krönen, wobei Namen wie Folgefonna oder Hardangerjøkulen bei Kennern einen besonderen Klang haben. Besonders beeindruckend ist der Jostedalsbreen, der als der größte Gletscher auf dem europäischen Festland gilt und eine faszinierende Verbindung zur fernen Vergangenheit unserer Erde darstellt.

Die Fjorde sind ohne Zweifel das Markenzeichen der norwegischen Landschaft und locken jedes Jahr Menschen aus aller Welt an, die diese spektakulären Anblicke einmal mit eigenen Augen sehen wollen. Diese schmalen Meeresarme wurden vor langer Zeit durch die gewaltige Kraft der Gletscher geformt und ziehen sich tief ins Landesinnere, oft umgeben von steilen und fast senkrechten Felswänden. Insgesamt zählt man in Norwegen und rund um die Inseln von Spitzbergen etwa 1190 dieser Fjorde, wobei der Sognefjord mit einer Tiefe von unglaublichen 1308 Metern alle anderen überragt.

Man kann Norwegen getrost als eines der gebirgigsten Länder in ganz Europa bezeichnen, da das skandinavische Gebirge das Land fast vollständig von Norden nach Süden durchzieht. Der Galdhøpiggen ist dabei nicht nur der stolze König der norwegischen Berge, sondern mit seinen 2469 Metern auch der höchste Punkt in ganz Skandinavien. Abgesehen von den Bergen prägen auch mächtige Flüsse das Bild, wie etwa die Glomma, die als längster Fluss des Landes gilt, oder auch die Dramselva und die Tana im hohen Norden.

Oslo ist das pulsierende Herz des Landes und dient bereits seit dem Jahr 1814 als Hauptstadt, in der heute alle wichtigen politischen Fäden zusammenlaufen. Hier befinden sich nicht nur die Regierung und das Parlament, sondern man kann auch das königliche Schloss am Ende der berühmten Prachtstraße Karl Johans gate bewundern. Die Stadt verbindet moderne Urbanität auf eine ganz eigene Weise mit der Nähe zur Natur, was sie für Bewohner und Besucher gleichermaßen attraktiv macht.

Es ist diese Mischung aus gewaltigen Gebirgsketten, tiefen Gewässern und einer lebendigen Geschichte, die Norwegen so einzigartig macht. Wer einmal am Ufer eines tiefblauen Fjords gestanden oder den Blick von einem der hohen Plateaus schweifen lassen hat, versteht schnell, warum diese Landschaft so tief in der Identität der Menschen verwurzelt ist. Jede Region hat dabei ihren ganz eigenen Charme, von den sanfteren Hügeln im Süden bis hin zur wilden und kargen Schönheit im arktischen Norden.

Regionen und Resorts Norwegen

Natur Norwegen

Die Geschichte Norwegens ist für die meisten von uns untrennbar mit der faszinierenden Ära der Wikinger verbunden, die zwischen dem 9. und 11. Jahrhundert die Meere unsicher machten. Diese mutigen Seefahrer waren weit mehr als nur einfache Plünderer, denn sie erweiterten ihr Territorium ständig und hinterließen ihre Spuren in weiten Teilen Nordeuropas. Es ist wirklich beeindruckend, wenn man bedenkt, dass sie damals schon Grönland besiedelten und sogar feste Stützpunkte in Teilen von Britannien und Irland errichteten.

Ein großer Wendepunkt in der Historie war das 11. Jahrhundert, als Olav I. zum ersten christlichen König des Landes wurde und damit eine neue Ära einläutete. Während seiner Regierungszeit setzte er sich massiv dafür ein, das Christentum im ganzen Land zu verbreiten und die alten Bräuche langsam abzulösen. Später, im Jahr 1397, suchte Norwegen den Zusammenschluss mit seinen Nachbarn Dänemark und Schweden, um gemeinsam stärker aufzutreten, was als Kalmarer Union in die Bücher einging.

Obwohl Schweden diesen Bund bereits im Jahr 1521 wieder verließ, blieb Norwegen eng mit Dänemark verbunden und wurde schließlich um 1586 sogar ein fester Teil des dänischen Königreichs. Die politischen Umbrüche nach den napoleonischen Kriegen führten jedoch dazu, dass Dänemark das Land abtreten musste, woraufhin es laut dem Kieler Frieden von 1814 mit Schweden vereinigt wurde. Erst im Jahr 1905 kam der Moment, auf den viele gewartet hatten, und Norwegen erlangte endlich wieder seine volle Unabhängigkeit als eigenständiger Staat.

Im Ersten Weltkrieg schaffte es das Land noch, seine Neutralität zu wahren, doch im Zweiten Weltkrieg wurde es leider von deutschen Truppen besetzt, was tiefe Wunden hinterließ. Nach dem Ende des Krieges gehörte Norwegen zu den stolzen Gründungsmitgliedern der Vereinten Nationen und engagiert sich seitdem weltweit für den Frieden. Interessanterweise hat sich das Land bis heute dazu entschieden, kein Mitglied der Europäischen Union zu werden, was seine eigenwillige und stolze Art nur noch unterstreicht.

Wenn man heute durch Norwegen reist, merkt man an jeder Ecke, wie stolz die Menschen auf ihre spektakuläre Natur sind, die hinter jeder Kurve neue, atemberaubende Aussichten bietet. Das Land ist aber nicht nur eine Kulisse für schöne Fotos, sondern auch die Heimat vieler seltener Tiere, die man anderswo kaum noch in freier Wildbahn zu Gesicht bekommt. Um diesen Schatz zu bewahren, wurden mittlerweile 44 Nationalparks eingerichtet, die die Vielfalt der Flora und Fauna für die Zukunft schützen sollen.

Etwas mehr als ein Viertel der gesamten Landesfläche ist von dichten Wäldern bedeckt, in denen man eine bunte Mischung aus Nadelbäumen und Laubholz wie Ahorn oder Eiche findet. In den kargen Landschaften der nördlichen Tundra hingegen dominieren eher widerstandsfähige Pflanzen wie Wacholder, Weiden und verschiedene Farnarten das Bild. Es ist dieser Kontrast zwischen den tiefen, grünen Wäldern des Südens und der rauen Schönheit des Nordens, der den besonderen Reiz des Landes ausmacht und die Geschichte seiner Bewohner geprägt hat.

Klima Norwegen

Obwohl man im Winter oft mit wenig Licht und ziemlich klirrender Kälte rechnen muss, verwandelt sich Norwegen im Sommer in ein wahres Paradies voller Farben und Energie. Die Strände, die hohen Berge und die weiten Wiesen sind dann überzogen von einer prachtvollen Decke aus Blumen, Sträuchern und grünen Bäumen. Überall summt und brummt es, wenn tausende von Insekten in der üppigen Vegetation ihre Nahrung suchen, was bei fast 2000 verschiedenen Arten von Blütenpflanzen im Land auch kein Wunder ist.

Die Tierwelt Norwegens ist wirklich etwas ganz Besonderes, denn hier kann man Wesen wie dem Polarfuchs, dem imposanten Moschusochsen oder sogar Eisbären begegnen. Besonders bekannt sind natürlich die Rentiere, die für viele das Symbol des Nordens schlechthin sind und oft in großen Herden durch die Landschaft ziehen. Auch unter der Wasseroberfläche ist jede Menge los, denn die fischreichen Gewässer sind die Heimat von Lachsen, Forellen, Heringen und der bei Fischern so beliebten Makrele.

In den tiefen Ozeanen rund um die norwegische Küste tummeln sich zudem dutzende Arten von großen Meeressäugern, die man mit etwas Glück beobachten kann. Es gibt dort sechs verschiedene Arten von Robben und sage und schreibe 30 verschiedene Walarten, die regelmäßig die Küstenabschnitte besuchen. Auch Delfine und Schweinswale fühlen sich in diesen kalten, aber sehr sauberen Gewässern pudelwohl und sind in der Region in recht großen Zahlen anzutreffen.

Wer gerne Vögel beobachtet, wird in Norwegen ebenfalls voll auf seine Kosten kommen, wobei der bunte Papageitaucher sicherlich zu den auffälligsten Erscheinungen gehört. Aber auch der majestätische Seeadler hat hier sein Revier und gleitet oft elegant über die Fjorde auf der Suche nach seiner nächsten Mahlzeit. Auch wenn das Land so weit im Norden liegt, gibt es dort tatsächlich Reptilien und Amphibien, auch wenn deren Anzahl mit jeweils sechs Arten eher überschaubar bleibt.

Manchmal verirren sich sogar riesige Lederschildkröten an die Strände der Küste, was immer wieder für großes Staunen bei den Einheimischen und Besuchern sorgt. Auch Unechte Karettschildkröten werden gelegentlich von der Strömung an Land gespült, während man in den feuchten Gebieten oft auf den Nördlichen Kammmolch treffen kann. Das Klima in Norwegen ist dabei extrem vielfältig, was vor allem an der gewaltigen Nord-Süd-Ausdehnung des Landes liegt, die für große regionale Unterschiede sorgt.

Während im Süden vielleicht schon der Frühling alles zum Blühen bringt, kann im hohen Norden noch der tiefste Winter mit viel Schnee und Eis herrschen. Die gesamte Küste profitiert dabei massiv vom Golfstrom, der dafür sorgt, dass das Klima im Vergleich zu anderen Regionen auf demselben Breitengrad erstaunlich mild bleibt. Besonders magisch ist die Zeit zwischen Oktober und März, wenn das Nordlicht über den Himmel tanzt und die dunklen Nächte in ein surreales grünes und violettes Licht taucht, das man nie wieder vergisst.

Transport in Norwegen

Das Reisen innerhalb Norwegens ist dank des hervorragend ausgebauten öffentlichen Nahverkehrs ein echtes Kinderspiel, egal ob man mit dem Bus, der Fähre oder der Bahn unterwegs ist. Es gibt im ganzen Land eine Vielzahl von Transportunternehmen, wobei sich manche ganz auf den lokalen Verkehr konzentrieren und andere eher die langen Strecken zwischen den Städten bedienen. Man kommt eigentlich überall gut hin, da das Netz wirklich bis in den kleinsten Winkel des Landes reicht und sehr zuverlässig funktioniert.

In jeder größeren Stadt gibt es ein dichtes Netz an lokalen Buslinien, und für die weiteren Strecken kann man auf die schnellen Expressbusse zurückgreifen, die das ganze Land durchqueren. Diese Fernbusse sind eine tolle Sache, da sie alle wichtigen Städte, die großen Flughäfen und sogar die entlegenen Fährterminals miteinander verbinden. In den Metropolen findet man zudem moderne Busbahnhöfe, die als zentrale Knotenpunkte fungieren und das Umsteigen sehr angenehm und unkompliziert machen.

Interessanterweise hat nur die Hauptstadt Oslo ein echtes U-Bahn-System, das dort als T-bane bekannt ist und die verschiedenen Stadtteile schnell miteinander vernetzt. In Städten wie Oslo, Trondheim und Bergen gibt es außerdem gemütliche Straßenbahnen, die zum Stadtbild einfach dazugehören und eine charmante Art der Fortbewegung sind. Ein kleines Highlight ist die berühmte Standseilbahn in Bergen, die einen in kürzester Zeit in die Höhe bringt und einen fantastischen Ausblick über die Stadt ermöglicht.

Wer die Landschaft so richtig genießen will, sollte sich für eine Fahrt mit der norwegischen Bahn entscheiden, deren Schienennetz sich vom südlichen Kristiansand bis hoch nach Bodö erstreckt. Viele dieser Strecken gelten als einige der schönsten Bahnrouten der Welt, da sie durch ständig wechselnde Landschaften führen und den Blick auf Berge, Seen und Fjorde freigeben. Es ist eine der entspanntesten Möglichkeiten, das Land zu erkunden, ohne selbst am Steuer sitzen zu müssen und sich auf den Verkehr zu konzentrieren.

Natürlich kann man sich auch fast überall ein Auto mieten, was besonders an Flughäfen und in den größeren Städten sehr einfach und schnell erledigt ist. Eine Online-Buchung im Voraus ist oft die beste Wahl, aber man kann auch direkt vor Ort bei den Agenturen nach einem passenden Wagen fragen. Taxis hingegen sind in Norwegen eine ziemlich teure Angelegenheit, weshalb man sie dank der guten Alternativen im öffentlichen Sektor eigentlich nur im Notfall nutzen muss.

Um zu den vielen isolierten Inseln oder den versteckten Küstendörfern zu gelangen, ist die Fähre oft das einzige und gleichzeitig auch schönste Transportmittel der Wahl. Es gibt kaum eine bessere Art, die majestätischen Fjorde zu erleben, als vom Deck eines Schiffes aus, während die salzige Meeresbrise einem um die Nase weht. Zusätzlich gibt es noch zahlreiche regionale Autofähren und schnelle Passagierboote, die dafür sorgen, dass auch die entlegensten Winkel des Landes gut erreichbar bleiben.

Geld und Einkaufen in Norwegen

Wenn man in Norwegen unterwegs ist, bezahlt man alles in der Landeswährung, der norwegischen Krone, wobei das Land beim Thema bargeldloses Bezahlen extrem weit fortgeschritten ist. Nahezu überall, selbst in kleinen Läden oder in abgelegenen Touristengebieten, werden alle gängigen Kredit- und Debitkarten völlig problemlos akzeptiert. Wer dennoch etwas Bargeld in der Tasche haben möchte, findet an jeder Ecke einen Geldautomaten, wobei die Banken meist die fairsten Wechselkurse für den Umtausch anbieten.

Das Einkaufen in Norwegen macht richtig Spaß, weil es neben den typischen Dingen auch viele Produkte gibt, die man so nur dort findet und die eine lange Tradition haben. Sehr beliebt als Mitbringsel ist zum Beispiel der Linie Aquavit, ein kräftiger Schnaps, oder die weltberühmten, dicken Strickpullover mit ihren wunderschönen Mustern. Auch Naschkatzen kommen auf ihre Kosten, etwa mit der speziellen Lakritzschokolade, und natürlich dürfen auch Figuren von Trollen oder rustikale Wikinger-Trinkgefäße in keinem Souvenirregal fehlen.

Strickwaren haben in der norwegischen Kultur einen extrem hohen Stellenwert, und es scheint fast so, als hätte jede Region über die Jahrhunderte ihre ganz eigenen Muster entwickelt. Ein absoluter Klassiker ist dabei das sogenannte Selbu-Muster, das man vor allem auf warmen Wollfäustlingen findet und das mittlerweile weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt ist. Diese Sachen sind nicht nur hübsch anzusehen, sondern bei dem oft rauen nordischen Wetter auch einfach Gold wert und halten unglaublich warm.

Alles, was mit den Wikingern zu tun hat, ist natürlich ein Dauerbrenner und wird in den verschiedensten Formen als Souvenir angeboten, von Schmuck bis hin zu Replika-Gegenständen. Der Wikingerschmuck ist oft sehr elegant und zeitlos gestaltet, sodass er eigentlich zu jedem Anlass passt und ein wirklich besonderes Geschenk darstellt. Diese Stücke sind oft kleinen Kunstwerken nachempfunden, die man in historischen Fundstellen entdeckt hat, was ihnen eine ganz besondere Aura und Geschichte verleiht.

Für Leute, die gerne stöbern, gibt es in den Städten viele kleine Vintage-Läden, in denen man wunderbare alte Dinge wie Ledertaschen, Geschirr oder seltene Deko-Stücke finden kann. Ein absolutes Muss für jeden Feinschmecker ist der echte norwegische Gjetost, ein brauner Käse, der aus einer Mischung von Kuh- und Ziegenmilch hergestellt wird. Er schmeckt durch ein spezielles Herstellungsverfahren ganz charakteristisch süßlich, obwohl ihm überhaupt kein Zucker zugesetzt wird, was viele erst einmal überrascht.

Auch der norwegische Räucherlachs ist weltweit ein Begriff und schmeckt direkt vor Ort natürlich am allerbesten, da er aus den eiskalten, klaren Gewässern der Fjorde stammt. Er wird oft nach ganz alten, traditionellen Methoden geräuchert, was ihm sein einzigartiges Aroma verleiht, das man so schnell nicht vergisst. Und wer es lieber etwas einfacher mag, findet immer eine tolle Auswahl an T-Shirts mit nordischen Motiven oder ein schönes Buch mit alten skandinavischen Märchen, die einen auch zu Hause noch lange an die Reise erinnern.

Hauptattraktionen Norwegen

Wenn man an Norwegen denkt, kommen einem sofort die pulsierenden Metropolen und die glitzernden Fjorde in den Sinn. Es ist ein unglaublich langgestrecktes Land, das sich von lieblichen Küsten bis hin zu den entlegenen Dörfern weit hinter dem Polarkreis erstreckt. Überall gibt es etwas Neues zu entdecken, sei es das magische Nordlicht oder die raue Natur.

Die Natur ist ohne Zweifel das Herzstück dieses Landes. Man findet hier donnernde Wasserfälle, tiefblaue Fjorde und Seen, die so klar sind, dass man den Grund sehen kann. Die gesamte Landschaft der Fjorde ist so besonders, dass sie sogar zum Weltnaturerbe der UNESCO gehört. Es ist ein Anblick, den man so schnell nicht vergisst.

Besonders der Geirangerfjord hat es vielen Besuchern angetan. Er gilt als einer der schönsten Orte der Welt. Man kann ihn wunderbar bei einer geführten Tour erkunden oder selbst mit dem Auto die berühmte Bergstraße Trollstigen hinaufschrauben. Von oben hat man eine Aussicht, die einem schlichtweg den Atem raubt.

Aber es sind nicht nur die Fjorde, die faszinieren. In Norwegen gibt es unglaublich viele Wasserfälle. Tatsächlich befinden sich neun der zwanzig höchsten Wasserfälle der Erde genau hier. Der Vøringsfossen ist dabei wohl der bekannteste Vertreter, weil das Wasser dort über 180 Meter in die Tiefe stürzt.

Wer die eisige Seite des Landes sehen will, sollte unbedingt die Gletscher besuchen. Der Briksdalsbreen ist ein echtes Highlight und zieht Menschen aus aller Welt an. Es ist beeindruckend zu sehen, welche Kraft das ewige Eis über Jahrtausende auf die Landschaft ausgeübt hat.

Ein weiterer Ort, der auf keiner Reise fehlen darf, ist das Nordkap. Es ist ein gewaltiges Naturdenkmal ganz im Norden, wo man das Gefühl hat, am Ende der Welt zu stehen. Der Blick über das Eismeer ist einfach unbeschreiblich und lässt einen die eigene Winzigkeit spüren.

In der Nähe von Bergen sollte man sich den Berg Fløyen nicht entgehen lassen. Die Standseilbahn bringt einen in wenigen Minuten nach oben. Von dort aus hat man einen fantastischen Überblick über die Stadt und die umliegenden Inseln, was besonders bei Sonnenuntergang magisch ist.

Für Kunstliebhaber ist der Vigeland-Park in Oslo ein absolutes Muss. Es ist die weltweit größte Anlage dieser Art, die von nur einem einzigen Künstler geschaffen wurde. Über 200 Skulpturen aus Bronze und Stein erzählen dort Geschichten über das menschliche Leben.

Die Lofoten sind ein weiteres Juwel. Dieser Archipel im Arktischen Ozean bietet eine Kulisse aus steilen Bergen, tiefen Buchten und kleinen, bunten Fischerdörfern. Die Strände dort sehen fast karibisch aus, wären da nicht die kühlen Temperaturen und die wilde arktische Natur.

Wer noch weiter in den Norden will, landet meist in Tromsø. Die Stadt liegt weit über dem Polarkreis und war schon im 19. Jahrhundert der Ausgangspunkt für viele berühmte Expeditionen in die Arktis. Heute ist sie ein lebendiger Ort, der Geschichte und Moderne perfekt miteinander verbindet.

Tourismus in Norwegen

Norwegen ist nicht nur für seine beeindruckende Natur bekannt, sondern auch für seine tiefe historische Verwurzelung. Wer sich für die Geschichte des Landes interessiert, kommt an den königlichen Stätten in der Hauptstadt kaum vorbei. Das königliche Schloss, die Kathedrale von Oslo und die alte Festung Akershus sind Zeugen vergangener Zeiten.

Es gibt aber noch viel mehr zu entdecken, wenn man tiefer in die Kultur eintauchen möchte. Museen wie das Widerstandsmuseum oder das Historische Museum bieten spannende Einblicke in die Entwicklung des Landes. Ein ganz besonderes Erlebnis ist der Besuch der Stabkirche von Urnes, die durch ihre einzigartige Holzbauweise besticht.

Für alle, die sich gerne bewegen, ist das Land ein einziger großer Abenteuerspielplatz. Man kann hier nach Herzenslust wandern, Rad fahren oder mit dem Kajak die Küste erkunden. Im Winter verwandelt sich alles in ein Paradies für Skifahrer und Angler finden an den vielen Gewässern immer ein ruhiges Plätzchen.

Wer den Adrenalinkick sucht, wird in den Bergen fündig. Gleitschirmfliegen oder Speedflying sind hier sehr beliebt, da die steilen Hänge perfekte Bedingungen bieten. Die Aussicht beim lautlosen Gleiten über die grünen Täler ist etwas, das man sein Leben lang im Gedächtnis behält.

Die Gebirgswelt ist allgemein sehr spektakulär. Hohe Gipfel, die oft das ganze Jahr über von Schnee und Gletschern bedeckt sind, prägen das Bild. Viele dieser unberührten Gebiete stehen heute als Nationalparks unter Schutz, damit die Wildnis in ihrer ursprünglichen Form erhalten bleibt.

Diese Parks sind für jeden zugänglich, egal ob man nur einen kurzen Spaziergang machen möchte oder eine tagelange Expedition plant. Die Wanderwege sind meist hervorragend markiert, sodass man sich auch in der weiten Natur gut zurechtfinden kann.

Wer das Wasser liebt, sollte sich ein Kanu oder Kajak mieten. Es gibt kaum eine bessere Möglichkeit, die Stille der Fjorde zu genießen, als lautlos über die Wasseroberfläche zu gleiten. Für diejenigen, die es wilder mögen, bietet das Rafting auf den norwegischen Flüssen echte Herausforderungen.

Die Flüsse des Landes gelten weltweit als erstklassig für den Wassersport. Es gibt unzählige Strecken mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden, sodass sowohl Anfänger als auch Profis auf ihre Kosten kommen. Das kühle Nass sorgt dabei garantiert für eine Erfrischung.

Auch unter der Wasseroberfläche hat Norwegen viel zu bieten. Die lange Küstenlinie mit ihren tausenden Inseln ist ein Mekka für Taucher. Das kalte Wasser ist erstaunlich klar und beherbergt eine faszinierende Unterwasserwelt, die man in dieser Form selten findet.

Im Winter dreht sich natürlich fast alles um den Schnee. Norwegen hat einige der steilsten Pisten und höchsten Sprungschanzen in ganz Europa zu bieten. Für Kletterer ist das Land ebenfalls ein Traum, egal ob man im Sommer an Felsen oder im Winter an gefrorenen Wasserfällen hochsteigen möchte.

Für viele gehört auch das Angeln fest zu einem Urlaub im Norden dazu. Ob man nun im tiefen Atlantik, in einem geschützten Fjord oder an einem einsamen Bergsee seine Angel auswirft, die Vielfalt an Fischen ist enorm und die Chancen auf einen guten Fang stehen fast immer gut.

Unterkunft in Norwegen

Ein ganz besonderes Erlebnis in Norwegen ist die Begegnung mit der Tierwelt. Eine Safari in der wilden Natur sollte eigentlich auf jeder Reiseliste stehen, denn die Eindrücke sind einfach überwältigend. Wenn man davon träumt, majestätische Wesen in ihrem natürlichen Lebensraum zu sehen, ist man hier genau richtig.

In den Gewässern vor der Küste tummeln sich viele verschiedene Walarten. Im Sommer kann man mit etwas Glück Pottwale, Buckelwale oder sogar Orcas beobachten. Auch Delfine sind regelmäßige Gäste an der norwegischen Küste und begleiten oft die Schiffe ein Stück des Weges.

Wenn es um die Unterkunft geht, bietet das Land eine riesige Auswahl, die so vielfältig ist wie die Landschaft selbst. Man kann in historischen Hotels direkt am Fjord übernachten oder sich ein schickes Boutique-Hotel in der Stadt suchen. Es gibt aber auch viele einfachere Optionen.

Interessanterweise haben oft gerade die günstigen Unterkünfte oder Campingplätze die schönste Aussicht. In vielen anderen Ländern müsste man für solch einen Panoramablick ein Vermögen bezahlen. Hier gehört die spektakuläre Natur oft einfach zum Standard dazu.

Die Hotels im Land kommen in allen Varianten vor. Es gibt große Ketten in der Nähe der Flughäfen, gemütliche Familienhotels auf dem Land und exklusive Resorts in den Skigebieten. Wer etwas wirklich Einzigartiges sucht, muss meist die großen Städte verlassen.

Ein echtes Highlight ist die Übernachtung in einem der rund 60 Leuchttürme entlang der Küste. Dort kann man das Meer in seiner ganzen Gewalt erleben und eine unvergessliche Nacht verbringen. Oder man entscheidet sich für ein Hotel aus Eis und Schnee, was besonders im Norden beliebt ist.

In diesen Eishotels schläft man eingekuschelt in warme Rentierfelle, während draußen vielleicht gerade das Nordlicht über den Himmel tanzt. Ein weiterer Trend sind Baumhaushütten. Man wacht hoch oben in den Wipfeln mit dem Gesang der Vögel auf und genießt die totale Stille des Waldes.

Für Reisende mit einem kleineren Budget gibt es über 300 Jugendherbergen und Hostels. Diese bieten oft eine sehr unkomplizierte Atmosphäre und sind ideal für Familien oder Wanderer, die nur einen Platz zum Schlafen für eine Nacht suchen.

Camping ist in Norwegen fast schon ein Volkssport, weshalb es rund 1000 Campingplätze im ganzen Land gibt. Auch in Stadtnähe findet man oft sehr gute Plätze, die eine preiswerte Alternative zu teuren Hotels darstellen. Viele Plätze vermieten auch kleine Hütten.

Diese Hütten gibt es in allen Komfortstufen. Manche sind ganz einfach eingerichtet, während andere wie kleine Ferienhäuser mit eigener Küche, Bad und mehreren Schlafzimmern ausgestattet sind. So findet jeder genau das, was zu seinen Bedürfnissen passt.

Wer Luxus mit Natur verbinden möchte, sollte sich das Thema Glamping genauer ansehen. Es gibt mittlerweile viele Orte, an denen man in komfortablen Zelten oder Jurten übernachten kann, ohne auf die Annehmlichkeiten eines Hotelzimmers verzichten zu müssen. So wird der Urlaub zu einem ganz besonderen Abenteuer.

Küche und Geschirr Norwegen

Die norwegische Küche ist eng mit den Schätzen verbunden, die das Land und das Meer zu bieten haben. Man merkt deutlich, dass die Gerichte regional sehr unterschiedlich sein können, aber einige Dinge findet man überall. Fisch spielt natürlich eine Hauptrolle und oft werden süße und saure Geschmacksnoten kombiniert.

In den Töpfen der Norweger landet meist eine gute Mischung aus Tradition und modernen Einflüssen. Neben Fisch wird auch gerne Fleisch gegessen, dazu gibt es viel Gemüse, Milchprodukte und natürlich verschiedene Käsesorten. Auch süße Gebäckstücke dürfen im Alltag nicht fehlen.

Dill ist ein Kraut, das in der norwegischen Küche fast allgegenwärtig ist. Er ist zum Beispiel ein unverzichtbarer Bestandteil von Gravlaks, einem Lachs, der mit einer Mischung aus Salz und Zucker gebeizt wird. Solche Zubereitungsarten haben eine lange Tradition im hohen Norden.

Typisch für die Region sind auch die verschiedenen süß-sauren Saucen. Preiselbeeren zum Beispiel sind ein klassischer Begleiter zu vielen Fleischgerichten, aber sie werden auch gerne zu Fisch gereicht. Diese Kombination aus herzhaft und fruchtig ist sehr charakteristisch.

Beim Gemüse verlassen sich die Norweger oft auf Bodenständiges. Kartoffeln, Erbsen, Kohl und Karotten sind die Klassiker, die meist als Beilage serviert werden. Auch Vollkornbrot gehört zu fast jeder Mahlzeit dazu und wird in vielen Variationen gebacken.

Da das Meer vor der Tür liegt, steht bei vielen Familien drei- oder viermal die Woche Fisch auf dem Speiseplan. Besonders Kabeljau, Lachs, Hering und Makrele sind aus der traditionellen Küche nicht wegzudenken. Auch Schalentiere sind sehr beliebt, wenn sie gerade Saison haben.

Der Hering ist wohl der Fisch, an den man zuerst denkt, wenn es um nordisches Essen geht. Er wird auf jede erdenkliche Weise zubereitet: geräuchert, gebraten, eingelegt oder getrocknet. Eine weitere Spezialität ist der Tørrfisk, ein an der Luft getrockneter Fisch, den es schon seit dem 12. Jahrhundert gibt.

Ein Gericht, das besonders in der kalten Jahreszeit beliebt ist, nennt sich Fårikål. Das ist ein herzhafter Eintopf aus Lammfleisch und Kohl, der recht einfach zuzubereiten ist, aber wunderbar wärmt. In Bergen ist man besonders stolz auf die feine Fischsuppe, die oft mit der Bouillabaisse aus Marseille verglichen wird.

Nach dem Hauptgang gibt es in Norwegen oft kleine Kunstwerke als Dessert. Die Bløtkake, eine üppige Sahnetorte, ist wahrscheinlich der bekannteste Kuchen des Landes und fehlt auf keiner Feier. Er wird zu fast jedem festlichen Anlass serviert.

Ein weiterer Favorit ist die Kvæfjordkake, die von vielen als der beste Kuchen der Welt bezeichnet wird. Sie besteht aus Baiser, Vanillecreme und Mandeln. Manche halten sie sogar für die wahre Nationaltorte Norwegens, weil sie im ganzen Land so unglaublich beliebt ist.

Das Essen in Norwegen ist also viel mehr als nur reine Nahrungsaufnahme. Es ist ein Spiegel der Landschaft und der Jahreszeiten. Wer sich darauf einlässt, entdeckt Aromen, die man so vielleicht nicht erwartet hätte und die eng mit der Geschichte des Landes verknüpft sind.

Kultur und Traditionen Norwegen

Norwegen ist das alte Land der Wikinger und steckt voller Überraschungen. Es sind nicht nur die spektakulären Landschaften, die den Reiz ausmachen, sondern auch die tief verwurzelte Kultur mit ihren ganz eigenen Bräuchen und Traditionen. Die Menschen hier gelten oft als bodenständig und fleißig.

Man merkt schnell, dass die Norweger sehr häuslich sind. Große, laute Feste in der Öffentlichkeit sieht man eher selten. Stattdessen verbringen die Familien ihre Freizeit am liebsten draußen in der Natur, beim Wandern oder beim Wintersport, und genießen die gemeinsame Zeit.

Die Religion spielt im Hintergrund eine Rolle, wobei die meisten Menschen der lutherischen Kirche angehören. Trotzdem herrscht im Land eine große Offenheit und Toleranz gegenüber anderen Glaubensrichtungen und Lebensweisen. Das Miteinander ist meist sehr entspannt und respektvoll.

Die Sprache ist natürlich das verbindende Element. Norwegisch gehört zu den germanischen Sprachen und ist eng mit Schwedisch und Dänisch verwandt. Interessanterweise gibt es zwei offizielle Schreibweisen, Bokmål und Nynorsk, was die Vielfalt des Landes widerspiegelt.

Obwohl Norwegen nicht viele Einwohner hat, ist die Kunstszene erstaunlich lebendig und vielfältig. Namen wie Henrik Ibsen in der Literatur oder Edvard Munch in der Malerei sind weltweit bekannt. Aber auch moderne Künstler und Musiker wie Kygo prägen das heutige Bild.

Ein großer Teil der Identität ist der reiche Schatz an Volkssagen. In den Erzählungen wimmelt es nur so von Trollen und Elfen, die tief in den dunklen Wäldern oder hoch in den Bergen leben sollen. Diese Mythen sind auch heute noch ein fester Bestandteil der Kultur.

Auch die Volksmusik hat eine lange Tradition, die über Jahrhunderte von einer Generation zur nächsten weitergegeben wurde. Oft sind es Solisten, die mit ihrer Stimme oder traditionellen Instrumenten alte Geschichten erzählen. Bekannte Namen aus diesem Bereich sind Susanne Lundeng oder Odd Nordstoga.

Sport ist für die Norweger fast schon eine Lebenseinstellung. Vor allem im Winter sind sie kaum zu bremsen, was man auch an den vielen Erfolgen bei internationalen Wettkämpfen sieht. Aber auch Fußball, Basketball und Handball werden mit großer Leidenschaft verfolgt.

Das ganze Jahr über finden im Land spannende Veranstaltungen statt, die einen Besuch wert sind. Die Palette reicht von Musikfestivals bis hin zu Theateraufführungen unter freiem Himmel. Einige dieser Events sind weltweit einzigartig und ziehen ein internationales Publikum an.

Man kann zum Beispiel Jazzfestivals in der Arktis erleben oder Musikfeste, bei denen Instrumente komplett aus Eis geschnitzt werden. Auch Filmfestivals und traditionelle Kulturfeiern wie das Peer-Gynt-Festival gehören zum festen Programm. Es gibt also immer einen Grund, das Land zu besuchen und seine kulturelle Vielfalt zu erleben.

Wetter in Norwegen

Wetter pro Monat

Januar

-1° С 0° С
-1
0
Januar

Februar

-2° С 0° С
-2
0
Februar

Marsch

-2° С 0° С
-2
0
Marsch

April

+1° С 0° С
+1
0
April

Mai

+5° С +1° С
+5
+1
Mai

Juni

+11° С +4° С
+11
+4
Juni

Juli

+14° С +8° С
+14
+8
Juli

August

+17° С +13° С
+17
+13
August

September

+16° С +11° С
+16
+11
September

Oktober

+13° С +9° С
+13
+9
Oktober

November

+7° С +6° С
+7
+6
November

Dezember

+3° С +2° С
+3
+2
Dezember

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