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Mongolei

Information about Mongolei

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Geographie und Geschichte Mongolei

Die Mongolei ist ein faszinierendes Land in Ostasien, das sich in einer Sandwichposition zwischen der Russischen Föderation und der Volksrepublik China befindet. Wenn man an dieses Land denkt, kommt einem sofort die berühmte Wüste Gobi in den Sinn, die weite Teile im Süden einnimmt. Diese Region ist unglaublich vielfältig und besteht keineswegs nur aus Sanddünen, sondern bietet auch beeindruckende felsige Landschaften. Im Westen und Norden wird das Land von mächtigen Gebirgsketten geprägt, während sich im Osten scheinbar endlose Ebenen erstrecken. Das Wasserreichtum ist überraschend, denn es gibt zahlreiche Flüsse, heiße Quellen, tosende Wasserfälle sowie sowohl Salz- als auch Süßwasserseen.

Die dichten Wälder konzentrieren sich vor allem im Norden des Landes und bilden im Grunde eine natürliche Fortsetzung der sibirischen Taiga. Insgesamt zählt man in der Mongolei etwa viertausend Flüsse und rund dreitausend Seen, was man bei der trockenen Luft kaum vermuten würde. Einen direkten Zugang zum Meer sucht man hier allerdings vergeblich, da das Land komplett von Landmassen umschlossen ist. Die Geschichte des mongolischen Staates nahm im dreizehnten Jahrhundert richtig Fahrt auf, als Temüdschin die Macht übernahm. Er wurde als Dschingis Khan weltberühmt und legte den Grundstein für eines der größten Reiche der Menschheitsgeschichte.

Unter seiner Führung begannen Eroberungszüge, die Gebiete vom Japanischen Meer bis hin zum Kaspischen Meer umfassten. Später teilte er diese riesigen Ländereien unter seinen Söhnen auf, was zur Entstehung verschiedener Herrschaftsbereiche führte. Eines dieser Gebiete war die Goldene Horde, die Teile des heutigen Kasachstans, Sibiriens und Osteuropas kontrollierte. Dieses gewaltige Reich erstreckte sich über eine Fläche von etwa sechs Millionen Quadratkilometern und prägte die Region nachhaltig. Die Goldene Horde bestand fast drei Jahrhunderte lang, bevor sie im fünfzehnten Jahrhundert in kleinere Khanate zerfiel.

Durch diese turbulenten Entwicklungen haben sich die Grenzen der Mongolei im Laufe der Zeit natürlich immer wieder verschoben. Heute umfasst das moderne Staatsgebiet eine Fläche von etwa einer Million fünfhundertfünfundsechzigtausend Quadratkilometern. Neben der pulsierenden Hauptstadt gibt es mit Erdenet und Darchan zwei weitere bedeutende Städte, in denen jeweils fast einhunderttausend Menschen leben. In den übrigen Siedlungen ist es deutlich ruhiger, dort schwanken die Einwohnerzahlen meist zwischen siebentausend und fünfzigtausend Personen. Politisch gesehen ist die Mongolei eine parlamentarische Republik, in der das Parlament die Gesetze macht und die Regierung für deren Umsetzung sorgt. Der Präsident steht als Staatsoberhaupt an der Spitze und wird in allgemeinen Wahlen direkt vom Volk bestimmt.

Regionen und Resorts Mongolei

Natur Mongolei

Ulan-Bator ist das pulsierende Herz der Mongolei und dient als Hauptstadt des Landes. Hier spielt sich das Leben ab, denn fast die Hälfte der gesamten Bevölkerung hat sich in dieser Metropole niedergelassen. Das sind etwa eineinhalb Millionen Menschen, während im ganzen Land im Jahr zweitausendzwanzig nur rund drei Komma drei Millionen Einwohner gezählt wurden. Die ethnische Zusammensetzung ist dabei recht einheitlich, da fast 95 Prozent der Menschen zur mongolischen Volksgruppe gehören. Die restlichen paar Prozent teilen sich vor allem Russen, Kasachen und Chinesen untereinander auf.

In Ulan-Bator trifft man auf eine architektonische Mischung, die einen immer wieder zum Staunen bringt. Direkt neben modernen Wolkenkratzern aus Glas und Beton findet man wunderschöne, traditionelle Bauwerke im typisch mongolischen Stil. Es gibt sogar ganze Plätze, auf denen die alte Architektur das Stadtbild völlig dominiert und einen in vergangene Zeiten versetzt. Die Natur und das raue Klima bestimmen natürlich maßgeblich, welche Pflanzen und Tiere man im Land antrifft. In der Mongolei begegnet man einer spannenden Mischung aus Bewohnern der Taiga, der Wüste und der Steppe.

Man schätzt, dass es hier etwa einhundertvierzig verschiedene Säugetierarten gibt, darunter so seltene Tiere wie den Schneeleoparden oder die stolzen Gebirgsschrecken. Wer in der Natur unterwegs ist, sollte allerdings auch ein wenig vorsichtig sein, da es in der Mongolei giftige Schlangen gibt. Dazu gehören vor allem die Halys-Otter und die ganz normale Kreuzotter, die man an vielen Orten antreffen kann. Sie fühlen sich in Wiesen, Steppen, Mooren und sogar in der Wüste wohl. Ein Biss ist zwar ziemlich schmerzhaft, aber für einen gesunden Erwachsenen normalerweise nicht lebensbedrohlich.

Trotzdem sollte man diese Tiere in Ruhe lassen und einen großen Bogen um sie machen, wenn man sie entdeckt. Kreuzottern neigen dazu, sich manchmal in großen Gruppen von über einhundert Tieren zu sammeln, was man im Hinterkopf behalten sollte. Falls es doch einmal zu einem Biss kommt, ist es wichtig, die Ruhe zu bewahren und sich so wenig wie möglich zu bewegen. Viel Wasser trinken und ein Schmerzmittel können helfen, aber der Weg zum Arzt ist in jedem Fall die beste Entscheidung. Das Aussaugen der Wunde wird nur empfohlen, wenn man absolut sicher ist, dass man keine kleinen Wunden im Mund hat.

Die Pflanzenwelt der Mongolei ist trotz der vielen Wüstengebiete erstaunlich abwechslungsreich und bietet alles von Taigawäldern bis hin zu alpinen Wiesen. In den Wäldern wachsen vor allem sibirische Lärchen und andere Nadelbäume, aber auch Birken, Eichen und Eschen sind keine Seltenheit. In den Ebenen sieht das Bild ganz anders aus, dort dominieren bunte Kräuter oder die karge Vegetation der Wüste. Vogelliebhaber kommen hier ebenfalls voll auf ihre Kosten, da über fünfhundert verschiedene Arten durch die Lüfte segeln. Besonders eindrucksvoll sind die großen Kranichschwärme oder die Adler, die man oft am Straßenrand beobachten kann.

Klima Mongolei

Um die einzigartige Natur und die seltenen Tierarten zu schützen, hat die Mongolei viele Nationalparks und Naturschutzgebiete eingerichtet. Ein bekanntes Beispiel ist der Nationalpark Hustai, der südwestlich der Hauptstadt liegt und für seine wilden Przewalski-Pferde berühmt ist. Im Süden des Landes lockt der Gobi-Naturpark, in dem man über einhundert verschiedene Tier- und Vogelarten in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten kann. Auch die Wasserwelten haben einiges zu bieten, wie etwa den großen Salzsee Hyargas Nuur. Im Sommer erwärmt sich das Wasser dort auf angenehme 25 Grad, was ihn zu einem beliebten Ziel für eine Abkühlung macht.

Für Angler ist das Land ein wahres Paradies, denn in den glasklaren Gewässern tummeln sich wertvolle Fischarten, insbesondere verschiedene Salmoniden. Das Klima in der Mongolei ist jedoch eine echte Herausforderung und wird als extrem kontinental bezeichnet. Die hohen Gebirgsketten rund um das Land wirken wie eine Barriere und lassen die feuchte Luft von den Ozeanen kaum durch. Das führt dazu, dass die Sommer meist sehr heiß und trocken sind, während die Winter klirrend kalt werden können. Ein Temperaturunterschied von dreißig Grad zwischen Tag und Nacht ist hier keine Seltenheit, sondern eher die Regel.

Auch bei den Niederschlägen gibt es ein deutliches Gefälle von Nord nach Süd. Im waldreichen Norden fallen jährlich bis zu fünfhundertzehn Millimeter Regen, was für die dortige Vegetation lebensnotwendig ist. Je weiter man nach Süden in Richtung Hauptstadt und Landesmitte kommt, desto trockener wird es mit nur noch etwa zweihundertvierzig Millimetern. In den südlichsten Wüstenregionen kann es sogar vorkommen, dass ein ganzes Jahr lang kein einziger Tropfen Regen fällt. Trotzdem ist die Mongolei ein Land der Sonne, denn an mehr als der Hälfte aller Tage im Jahr zeigt sich ein strahlend blauer Himmel.

Die eigentliche Regenzeit dauert meist von Mitte Juli bis in den frühen Herbst hinein, wobei der Regen oft in Form kurzer, heftiger Schauer niedergeht. Im Sommer liegen die Temperaturen im Schnitt bei angenehmen einundzwanzig Grad, können aber nachts auch mal auf elf Grad absinken. Der Winter ist dagegen eine ganz andere Hausnummer mit Durchschnittswerten um die minus fünfzehn Grad. In der Wüste Gobi werden die Extreme besonders deutlich, dort klettert das Thermometer im Sommer auf plus fünfundvierzig Grad und fällt im Winter auf bis zu minus fünfzig Grad.

In den nördlichen Regionen liegt im Winter oft eine feine Schneedecke von etwa dreißig Millimetern, während es im Süden kaum schneit. In den hohen Bergen bleibt der Schnee das ganze Jahr über liegen, doch in der Gobi kann der Winter auch komplett ohne Weiß vergehen. Wer eine Reise plant, sollte den Zeitraum von Mitte April bis Ende Juni oder den September und Oktober ins Auge fassen. In diesen Monaten sind die Bedingungen am angenehmsten für Wanderungen und Erkundungen. Der Hochsommer kann im Süden extrem anstrengend sein, und der Winter ist wegen der beißenden Winde oft unerträglich.

Transport in Mongolei

Der Verkehr spielt in einem so riesigen und dünn besiedelten Land wie der Mongolei eine absolut zentrale Rolle. Da die Städte weit auseinanderliegen und kein Zugang zum Meer besteht, ist man auf gute Verbindungen am Boden und in der Luft angewiesen. Um von A nach B zu kommen, nutzen die Einheimischen und Reisenden Autos, Züge, Linientaxis, Flugzeuge und Busse. In der Hauptstadt Ulan-Bator gibt es mittlerweile sogar eine oberirdische Metro, die den Stadtverkehr etwas entlastet. Das Eisenbahnnetz ist zwar überschaubar, verbindet aber die wichtigsten wirtschaftlichen Zentren wie Ulan-Bator, Darchan und Erdenet miteinander.

Wer schneller ans Ziel kommen möchte, nutzt die nationalen oder internationalen Flughäfen des Landes. Der größte Flughafen befindet sich direkt bei der Hauptstadt und bietet Flüge in viele Teile der Welt an, darunter Russland, China, Japan, Deutschland und die USA. Auch Fernbusse und internationale Züge sind eine beliebte Option, um in die Nachbarländer zu reisen. Innerhalb des Landes gibt es ein gut funktionierendes System von Busrouten, die von der Hauptstadt aus fast jeden größeren Ort ansteuern. Für kürzere Strecken oder individuelle Touren kann man sich jederzeit ein Taxi mieten.

Dabei sollte man wissen, dass die Preise meist nach gefahrenen Kilometern abgerechnet werden und die Tarife in der Stadt oft niedriger sind als auf dem Land. Obwohl die Mongolei ein Binnenland ist, gibt es auf den Seen und Flüssen eine begrenzte Schifffahrt auf einer Länge von etwa sechshundert Kilometern. Diese ist allerdings nur in den warmen Monaten von Mai bis September möglich, wenn das Wasser nicht gefroren ist. Interessanterweise besitzt die Mongolei sogar eine eigene kleine Hochseeflotte, die unter ihrer Flagge auf den Weltmeeren unterwegs ist.

Die meisten Straßen im Land sind jedoch eine echte Herausforderung, da sie oft nur aus Schotter oder festgetretener Erde bestehen. Asphaltierte Straßen findet man hauptsächlich in den großen Städten oder auf den wichtigen Transitstrecken zu den Grenzen nach Russland und China. Von den insgesamt fast fünfzigtausend Kilometern an Straßenwegen ist nur ein Bruchteil befestigt, weshalb man für Überlandfahrten unbedingt ein robustes Fahrzeug braucht. Ein Geländewagen mit guter Bodenfreiheit ist hier eigentlich Pflicht, wenn man nicht steckenbleiben möchte.

Um das Verkehrschaos in der Hauptstadt in den Griff zu bekommen, wurde im letzten Jahr mit dem Bau einer neuen Bahnstrecke begonnen. Diese soll rund einhundertsechsunddreißig Kilometer lang werden und sogar einen beeindruckenden Tunnel von über sechzehn Kilometern Länge beinhalten. Da die Nachfrage nach Transportmitteln oft hoch ist, empfiehlt es sich, Tickets für Flüge, Busse oder Züge schon rechtzeitig im Voraus zu buchen. So vermeidet man Stress und stellt sicher, dass man seinen geplanten Reiseplan auch wirklich einhalten kann. Das Reisen in der Mongolei ist eben immer auch ein kleines Abenteuer, auf das man sich gut vorbereiten sollte.

Geld und Einkaufen in Mongolei

Die offizielle Währung in der Mongolei ist der Tögrög, der oft mit MNT abgekürzt wird und sowohl in bar als auch digital genutzt werden kann. Auch wenn man in manchen Touristengegenden vielleicht mal mit Rubeln oder Dollar bezahlen kann, ist das eher die Ausnahme von der Regel. Es ist daher immer ratsam, genug lokale Währung dabeizuhaben, um keine Probleme beim Bezahlen zu bekommen. Geld wechseln kann man am besten in den Banken oder bei den offiziellen Wechselstuben in den größeren Städten. Dort bekommt man nicht nur faire Kurse, sondern ist auch vor Betrügereien sicher.

In Ulan-Bator und anderen Zentren werden Bankkarten mittlerweile fast überall akzeptiert, aber sobald man aufs Land fährt, sieht die Sache anders aus. Für Touren in abgelegenere Gebiete sollte man definitiv einen Vorrat an Bargeld in verschiedenen Scheingrößen einpacken. Geldautomaten findet man zwar in der Hauptstadt zuverlässig, aber in der tiefen Provinz sucht man sie oft vergeblich. US-Dollar sind als Reservewährung sehr beliebt, da man sie fast überall unkompliziert und zu einem guten Kurs umtauschen kann. Wenn man durch die Mongolei reist, sollte man auch ein gewisses Budget für Souvenirs einplanen.

Die Qualität der lokalen Produkte ist oft hervorragend, und die Auswahl ist größer, als man vielleicht denkt. Die besten Einkaufsmöglichkeiten hat man natürlich in Ulan-Bator, wo es moderne Einkaufszentren, aber auch traditionelle Märkte gibt. Dort findet man alles von kleinen Mitbringseln bis hin zu wertvollen Teppichen, Lederwaren und feinem Geschirr aus mongolischer Produktion. Oft werden auch Waren aus den Nachbarregionen wie Tibet oder Indien angeboten, was das Angebot noch vielfältiger macht. Besonders beliebt sind Produkte aus echtem Kaschmir, wie weiche Pullover, Schals oder edle Tücher.

Diese Kleidungsstücke sind für ihre Langlebigkeit und ihre Wärme bekannt und ein tolles Andenken. Für die richtig kalten Tage gibt es nichts Besseres als Handschuhe, Socken oder Decken aus Kamelwolle, die in lokalen Fabriken hergestellt werden. Auch Lederliebhaber kommen voll auf ihre Kosten, da es eine riesige Auswahl an Taschen, Geldbörsen, Gürteln und sogar traditionellen Stiefeln gibt. Wer es lieber klein und handlich mag, kann zu Kühlschrankmagneten, Miniatur-Jurten oder kunstvoll gestalteten Masken greifen. Auch Holzarbeiten haben eine lange Tradition in der Mongolei.

Man findet wunderschön verzierte Löffel, Schatullen oder Schneidebretter, die in jeder Küche ein Hingucker sind. Wer gerne kocht, sollte nach den typischen bemalten Schalen und dem besonderen Besteck Ausschau halten. Auch kulinarische Souvenirs sind eine tolle Idee, solange sie sich gut transportieren lassen und haltbar sind. Kräuterteemischungen aus der Steppe, spezielle Gewürze oder getrocknetes Fleisch sind perfekt, um ein Stück mongolische Esskultur mit nach Hause zu nehmen. Diese Produkte wiegen nicht viel im Gepäck und erinnern einen noch lange nach der Reise an die weiten Landschaften der Mongolei.

Hauptattraktionen Mongolei

Obwohl die Mongolei bei vielen Reisenden noch nicht ganz oben auf der Liste steht, hat dieses Land unglaublich viel zu bieten. Das liegt oft an dem recht rauen Klima und der Tatsache, dass es keinen Zugang zum Meer gibt, was viele erst einmal abschreckt. Doch wer sich darauf einlässt, findet hier beeindruckende Naturschauspiele, echte Kraftorte und Denkmäler, die tief in der Geschichte verwurzelt sind. Man merkt schnell, dass die Weite des Landes eine ganz eigene Magie besitzt, die man so nirgendwo anders findet.

Ein absolutes Highlight und wohl das bekannteste Naturwunder ist die Wüste Gobi, die sich über riesige Flächen im Süden erstreckt. Dort erwarten einen nicht nur endlose Weiten, sondern auch goldene Sanddünen, die fast 200 Meter in die Höhe ragen können. Es ist faszinierend zu sehen, wie sich das Landschaftsbild von schroffen Felsen hin zu grünen Steppen wandelt, die man in einer Wüste gar nicht vermuten würde. Tiefe Schluchten und weite Becken runden dieses fast schon unwirkliche Bild ab, das jeden Besucher sofort in seinen Bann zieht.

Inmitten dieser Wüste liegen auch die berühmten flammenden Felsen von Bayanzag, die ihren Namen völlig zu Recht tragen. Diese Felsformationen zeichnen sich durch ihre flachen Gipfel und die gleichmäßigen Hänge aus, die fast wie von Menschenhand geformt wirken. Wenn am Abend die Sonne langsam untergeht und die Klippen beleuchtet, fangen sie förmlich an zu leuchten. Die rötliche Farbe wird dann so intensiv, dass man tatsächlich das Gefühl hat, vor einer Wand aus loderndem Feuer zu stehen.

Nicht weniger beeindruckend sind die singenden Sande von Khongoryn Els, die aus gewaltigen Sandhügeln bestehen. Wenn der Wind über die Dünen fegt und den Sand in Bewegung setzt, entsteht ein tiefes, langanhaltendes Brummen. Dieses Geräusch erinnert viele an das Summen eines riesigen Bienenschwarms und ist ein akustisches Phänomen, das man so schnell nicht vergisst. Es ist ein Ort, der zeigt, wie lebendig und voller Überraschungen die Wüste eigentlich ist.

Wer sich für die Geschichte interessiert, sollte unbedingt die Stadt Charchorin besuchen, die früher einmal die stolze Hauptstadt des Reiches war. Hier kann man noch heute Gebäude bewundern, die im ganz klassischen mongolischen Stil errichtet wurden. Es ist spannend sich vorzustellen, dass ganz in der Nähe einst die legendäre Seidenstraße verlief, auf der Waren aus aller Welt transportiert wurden. Die Atmosphäre in dieser geschichtsträchtigen Region ist auch heute noch deutlich spürbar.

Etwa 50 Kilometer von der heutigen Hauptstadt Ulan-Bator entfernt steht die imposante Statue von Dschingis Khan. Mit einer Höhe von 40 Metern ist das Monument schon von Weitem sichtbar und wird von zahlreichen Säulen umrahmt. Jede dieser Säulen steht symbolisch für einen der Khane, die nach Temüdschin an der Macht waren. Rund um die Statue entsteht gerade ein ganzer Parkkomplex, der die Ära des großen Herrschers wieder lebendig machen soll, inklusive Unterkünften in Jurten.

Die Mongolei ist zudem reich an religiöser Architektur, wozu vor allem die vielen buddhistischen Tempel und Klöster zählen. Ein wunderbares Beispiel dafür ist das Kloster Zuu aus dem 16. Jahrhundert, das im zentralen Teil des Landes liegt. Es strahlt eine unglaubliche Ruhe aus und gibt einen tiefen Einblick in die spirituelle Welt der Menschen. Solche Orte sind nicht nur architektonisch wertvoll, sondern auch Zentren des kulturellen Lebens.

Besonders malerisch ist das Flusstal des Orchon, das eingebettet zwischen grünen Bergen und weiten Ebenen liegt. Aufgrund der vielen archäologischen Funde, die dort gemacht wurden, steht die gesamte Region unter dem Schutz des UNESCO-Welterbes. Es ist ein Ort, an dem Natur und Geschichte auf harmonische Weise aufeinandertreffen. Wanderer und Naturliebhaber kommen hier voll auf ihre Kosten, da die Landschaft einfach atemberaubend ist.

Südlich der Hauptstadt findet man den Nationalpark Bogd Khan, der vor allem für seine uralten Felszeichnungen bekannt ist. Ein weiteres Juwel des Parks ist ein Kloster aus dem 18. Jahrhundert, das malerisch in die Landschaft integriert wurde. Der Park ist ein ideales Ziel für alle, die gerne zu Fuß unterwegs sind oder die Umgebung lieber auf dem Rücken eines Pferdes erkunden. Es ist die perfekte Flucht aus dem Trubel der Stadt in die Stille der Natur.

Für das mongolische Volk ist der Berg Burchan Chaldun von unschätzbarem Wert und gilt als heilig. Viele sind davon überzeugt, dass sich genau hier die letzte Ruhestätte von Dschingis Khan befindet. Der Berg liegt etwa 100 Kilometer von Ulan-Bator entfernt und ist ein Ort voller Legenden und Mythen. Es ist ein Ziel für Pilger und Abenteurer gleichermaßen, die die spirituelle Seite des Landes entdecken wollen.

Ulan-Bator selbst ist natürlich auch eine Sehenswürdigkeit für sich, da fast jede Reise durch das Land hier beginnt. In der Stadt kann man wunderbar zwischen modernen Gebäuden und alten buddhistischen Klöstern flanieren. Es gibt zahlreiche Museen zu entdecken, in denen man mehr über die Nomadenkultur erfahren kann. Zudem sollte man unbedingt die lokalen Märkte besuchen, um traditionelle Gerichte zu probieren oder handgefertigte Waren zu kaufen.

Tourismus in Mongolei

Die Mongolei ist ein faszinierendes Land, in dem moderne Annehmlichkeiten und die uralte Lebensweise der Nomaden direkt nebeneinander existieren. Es ist gar nicht ungewöhnlich, dass Menschen nach wie vor in traditionellen Jurten leben und mit ihren Herden durch das weite Land ziehen. Gleichzeitig nutzen sie heute ganz selbstverständlich Solarpanels für Strom und besitzen Smartphones, um in Kontakt zu bleiben. Dieser Kontrast zwischen Tradition und Moderne macht den besonderen Charme des Alltags in dieser Region aus.

Naturliebhaber zieht es vor allem wegen der endlosen, blühenden Steppen und der tiefblauen Seen in dieses Land. Man kann hier die kühle Frische der Hochgebirge genießen oder sich der flirrenden Hitze der Wüste aussetzen. Die landschaftliche Vielfalt ist so groß, dass man an einem Tag durch dichte Wälder wandern und am nächsten schon im sandigen Nirgendwo stehen kann. Es ist ein Paradies für alle, die das Abenteuer abseits der ausgetretenen Pfade suchen.

In der Wüste Gobi gibt es einen Ort, der besonders bei Abenteuerlustigen beliebt ist, nämlich die riesigen Sanddünen. Wer hätte gedacht, dass man mitten in der Wüste Snowboard fahren kann, was hier natürlich eher Sandboarding genannt wird. Da es keine Lifte oder präparierten Pisten gibt, fühlt sich jede Abfahrt wie echtes Freeriding an. Wer es lieber motorisiert mag, kann die steilen Hänge auch mit einem Geländewagen bezwingen, was für ordentlich Adrenalin sorgt.

Überhaupt sind Touren mit dem Geländewagen eine der beliebtesten Arten, die Mongolei zu erkunden. In nur wenigen Tagen kann man das Land von Norden nach Süden durchqueren und dabei die unterschiedlichsten Landschaften an sich vorbeiziehen sehen. Man übernachtet unterwegs in traditionellen Jurten-Camps und kommt so in den Genuss der herzlichen Gastfreundschaft. Auch die lokale Küche lernt man bei solchen Roadtrips auf eine sehr authentische Weise kennen.

In den vielen Nationalparks des Landes kann man seltene Vögel und wilde Tiere in ihrer natürlichen Umgebung beobachten. Wer es lieber aktiv mag, hat die Möglichkeit, auf einem Kamel durch die Dünen zu reiten oder im Galopp auf einem Pferd die Freiheit der Steppe zu spüren. Das Reiten hat in der Mongolei eine jahrtausendealte Tradition und gehört einfach zum Lebensgefühl dazu. Es gibt kaum etwas Befreienderes, als über die weiten Ebenen zu reiten, ohne dass ein Zaun den Weg versperrt.

Viele Reisende kommen auch speziell zum Angeln in die Mongolei, da die Flüsse und Seen als sehr fischreich gelten. Es werden sowohl einfache Tagesausflüge als auch längere Touren angeboten, die oft mit einer Floßfahrt kombiniert werden. In den klaren Gewässern kann man fast sicher sein, dass man etwas fängt, sei es ein Hecht, eine Forelle oder eine Äsche. Ein ganz besonderer Fang ist der Taimen, der oft als König der Taiga-Flüsse bezeichnet wird und unter Anglern als echte Trophäe gilt.

Neben dem Angeln entwickeln sich auch Jagdtouren immer mehr zu einem festen Bestandteil des Tourismusangebots. Die Jagdzeiten sind streng gesetzlich geregelt, sodass man nur zu bestimmten Zeiten im Jahr seinem Hobby nachgehen darf. Man kann auf Wildziegen, Wölfe, Wildschweine oder sogar auf das beeindruckende Argalischaf, das als Haupttrophäe gilt, Jagd machen. Da die Regierung nur eine sehr begrenzte Anzahl an Lizenzen vergibt, sind solche Touren allerdings recht exklusiv und kostspielig.

Auch im Winter hat das Land seine Reize, denn unweit der Hauptstadt kann man tatsächlich Wintersport betreiben. Das Skigebiet Sky Resort liegt nur etwa 15 Kilometer von Ulan-Bator entfernt und bietet Pisten für Skifahrer und Snowboarder. Es gibt moderne Lifte und man kann sich die gesamte Ausrüstung direkt vor Ort ausleihen. Falls der Naturschnee einmal nicht ausreicht, sorgen Schneekanonen dafür, dass dem Fahrspaß nichts im Wege steht.

Für Menschen, die gerne fotografieren, ist die Mongolei ein wahr gewordener Traum, da die Natur an vielen Orten noch völlig unberührt ist. In der Einsamkeit der Wüste oder der Steppe kann man nachts einen Sternenhimmel sehen, der so klar ist, dass man ihn fast anfassen möchte. Die Sonnenaufgänge und Untergänge tauchen die Landschaft in Farben, die auf Fotos fast künstlich wirken, so intensiv sind sie. Besonders Profis schätzen diese unberührten Landschaften, um einzigartige Aufnahmen fernab der Zivilisation zu machen.

Unterkunft in Mongolei

Wenn man durch die Mongolei reist, findet man eigentlich in fast jedem noch so kleinen Ort eine Möglichkeit, die Nacht zu verbringen. In den größeren Städten gibt es moderne Hotels mit unterschiedlichen Komfortstufen, die genau das bieten, was man von internationalen Standards gewohnt ist. Für Reisende mit einem kleineren Budget stehen zudem viele Hostels zur Verfügung, die oft sehr gemütlich sind. Man hat also die Wahl zwischen luxuriöser Ausstattung und einer einfachen, preiswerten Unterkunft.

Eine sehr spannende Option ist die Übernachtung in einer traditionellen mongolischen Jurte, was viele Touristen unbedingt einmal ausprobieren wollen. Dabei gibt es große Unterschiede: Manche Jurten sind wie Hotelzimmer eingerichtet und verfügen sogar über ein eigenes Bad im Inneren. Andere wiederum bieten das volle authentische Erlebnis mit traditioneller Einrichtung, aber ohne modernen Schnickschnack. So kann jeder selbst entscheiden, wie viel Komfort er während seines Abenteuers in der Steppe benötigt.

In den Städten und in der Nähe von bekannten Sehenswürdigkeiten ist es ratsam, die Unterkunft schon im Voraus zu buchen. Das gilt besonders, wenn nationale Feiertage oder große Festivals anstehen, da dann viele Einheimische und Besucher unterwegs sind. Wer flexibel bleiben möchte, sollte sich zumindest für die erste Nacht nach der Ankunft etwas Festes suchen. So startet man entspannt in die Reise, ohne sich direkt Gedanken um einen Schlafplatz machen zu müssen.

In den entlegenen kleinen Dörfern gibt es oft keine klassischen Hotels, aber dafür herzliche Gästehäuser oder einfache Zimmer bei Einheimischen. Meistens muss man diese Unterkünfte gar nicht vorab reservieren, man fragt einfach vor Ort nach einer Bleibe. Die Ausstattung ist hier natürlich oft etwas simpler, was aber durch die Gastfreundschaft der Menschen mehr als wettgemacht wird. Es ist eine tolle Gelegenheit, das echte Leben auf dem Land kennenzulernen und direkt mit den Leuten ins Gespräch zu kommen.

Wer Wert auf einen Rundum-Service legt, findet in der Hauptstadt Ulan-Bator und in einigen größeren Städten auch komfortable All-Inclusive-Angebote. In kleineren Siedlungen entlang der Hauptverkehrswege gibt es zudem oft Mittelklassehotels, die einen soliden Standard für eine Zwischenstation bieten. Man merkt schnell, dass sich die touristische Infrastruktur stetig verbessert, ohne dabei ihren ursprünglichen Charme zu verlieren. Es findet sich für jeden Geschmack und jeden Geldbeutel das passende Dach über dem Kopf.

Ein großer Vorteil in den Hotels rund um die Hauptstadt ist, dass das Personal oft mehrere Sprachen spricht. Das erleichtert die Kommunikation ungemein, egal ob es um Ausflugstipps oder organisatorische Dinge geht. Man fühlt sich sofort gut aufgehoben und verstanden, was den Aufenthalt natürlich sehr angenehm macht. Auch in den touristischen Zentren ist die Verständigung meist kein Problem, da man dort auf Besucher aus aller Welt eingestellt ist.

Für Abenteurer, die das Land mit dem eigenen oder einem gemieteten Wagen erkunden, ist Camping eine fantastische Möglichkeit. Es gibt spezielle Campingplätze, die entweder aus Jurten oder einfachen Zeltplätzen bestehen und meist entlang der Hauptrouten liegen. Viele dieser Plätze befinden sich in der Nähe von Nationalparks oder idyllischen Seen, was das Aufwachen am Morgen zu einem Erlebnis macht. Oft ist es sogar erlaubt, sein eigenes Zelt aufzuschlagen und so ganz nah an der Natur zu sein.

In der Nähe von beliebten Ausflugszielen wie den großen Seen gibt es zudem oft Ferienanlagen oder sogenannte Tourist Camps. Hier hat man die Wahl zwischen kleinen Holzhäuschen, Jurten oder klassischen Zimmern, je nachdem, was gerade frei ist. Diese Anlagen sind ein guter Ausgangspunkt für Wanderungen oder Bootsfahrten in der Umgebung. Die Preise variieren dabei je nach Ausstattung, sodass man auch hier flexibel in seiner Planung bleiben kann.

Auch bei der Verpflegung gibt es in den Unterkünften ganz unterschiedliche Konzepte, auf die man sich einstellen sollte. In manchen Camps ist die Vollpension bereits im Preis enthalten, was sehr praktisch ist, wenn man weit abseits der Zivilisation ist. Andere Unterkünfte haben kleine Cafés mit einer überschaubaren Speisekarte, aus der man seine Mahlzeiten wählen kann. Es gibt aber auch Orte, an denen man sich selbst versorgen muss, was aber mit den lokalen Produkten vom Markt auch viel Spaß machen kann.

Küche und Geschirr Mongolei

Schon seit ewigen Zeiten leben die Menschen in der Mongolei als Nomaden und widmen sich der Viehzucht. Diese Lebensweise hat natürlich auch die nationale Küche ganz entscheidend geprägt, die sehr herzhaft und nahrhaft ist. Fleisch und Milchprodukte bilden das absolute Fundament fast jeder Mahlzeit, die man hier serviert bekommt. Vor allem Lamm, Pferdefleisch und Rind stehen ganz oben auf dem Speiseplan der mongolischen Familien. Gemüse wurde früher kaum angebaut, da man als Nomade ständig weiterziehen musste und keine festen Äcker hatte.

Daher stammen viele Gemüsegerichte, die man heute findet, ursprünglich aus den Nachbarländern und wurden erst später übernommen. Neben dem Fleisch spielen Mehlspeisen eine sehr große Rolle in der täglichen Ernährung der Menschen. Gewürzt wird oft recht kräftig, wobei vor allem Zwiebeln und Knoblauch sehr großzügig verwendet werden. Das verleiht den Gerichten ihren ganz typischen, bodenständigen Geschmack, den viele Reisende sehr zu schätzen wissen. Es ist eine ehrliche Küche, die satt macht und Energie für den oft harten Alltag liefert.

Wenn man in der Mongolei unterwegs ist, sollte man unbedingt die berühmten Buuz probieren, das sind mit Fleisch und Zwiebeln gefüllte Teigtaschen. Ein weiteres beliebtes Gericht ist Bantan, eine gehaltvolle Suppe, die auf einer kräftigen Fleischbrühe basiert und wunderbar wärmt. Wer es lieber gebraten mag, wird Chuschur lieben, kleine Teigfladen, die ein wenig an Fleischpasteten erinnern. Ein ganz spezielles Produkt ist Borz, das ist getrocknetes Fleisch, das eine lange Tradition in der Mongolei hat.

Dieses Dörrfleisch war für die Nomaden überlebenswichtig, da es sich auch ohne Kühlung über lange Zeit hielt. Noch heute ist es üblich, das Fleisch einfach an der frischen Luft zu trocknen, was ihm ein ganz besonderes Aroma verleiht. Es kann direkt gegessen oder in Suppen mitgekocht werden, um diesen einen intensiven Geschmack zu geben. Im Alltag landen meist einfache Gerichte aus Rind oder Lamm auf dem Tisch, die schnell zuzubereiten sind. Im Sommer, wenn die Tiere viel Milch geben, verlagert sich der Fokus dann auf Milchprodukte.

In dieser Zeit werden viele verschiedene gesäuerte Milchgetränke und andere Köstlichkeiten aus Milch hergestellt. Wenn es um Süßigkeiten geht, ist Boortsog mit Honig ein absolutes Muss für jeden Besucher. Das sind kleine Teigstücke, die in viel Fett ausgebacken werden und wunderbar zu einer Tasse Tee passen. Überhaupt ist die Vielfalt an Milchprodukten beeindruckend, da die Menschen gelernt haben, jeden Tropfen Milch optimal zu nutzen. Es ist faszinierend zu sehen, wie viele verschiedene Geschmacksrichtungen man aus einfacher Milch zaubern kann.

Was die Getränke angeht, so sind vergorene Stutenmilch, bekannt als Kumys, und grüner Tee mit Milch extrem populär. Der Tee wird oft mit einer Prise Salz verfeinert, was für europäische Gaumen erst einmal etwas gewöhnungsbedürftig sein kann. Aber man gewöhnt sich schnell daran, da er in der trockenen Luft der Steppe sehr erfrischend wirkt. Er gehört zu jeder Begrüßung dazu und wird Gästen immer als Erstes angeboten. Es ist ein Zeichen der Gastfreundschaft, das man niemals ablehnen sollte.

Ein weiteres interessantes Produkt ist der Käse Aaruul, der aus verschiedenen Milchsorten hergestellt werden kann. Von der Konsistenz her erinnert er ein wenig an getrockneten Quark und ist sehr nahrhaft. Man findet ihn in süßen, aber auch in salzigen Varianten auf den Märkten des Landes. Er ist der perfekte Snack für unterwegs, da er nicht schmilzt und sehr lange haltbar bleibt. Kinder in der Mongolei lieben ihn, und auch viele Touristen finden schnell Gefallen an diesem speziellen Geschmack.

Traditionelle Gerichte kann man eigentlich in fast jedem Dorf oder jeder Siedlung finden, oft in kleinen, unscheinbaren Lokalen. In den großen Städten ist das Angebot natürlich viel breiter gefächert, dort gibt es auch Restaurants mit internationaler Küche. So muss niemand auf seine gewohnten Speisen verzichten, wenn er mal eine Pause von der fleischlastigen Kost braucht. Es ist spannend zu sehen, wie sich die Essgewohnheiten in den Städten langsam wandeln und moderner werden.

Obwohl in den vielen Flüssen des Landes eigentlich sehr edle Fischarten vorkommen, sucht man traditionelle Fischgerichte in der Mongolei vergeblich. Das liegt daran, dass Fisch historisch gesehen kaum eine Rolle in der Ernährung der Nomaden spielte. Er wird heute hauptsächlich von Touristen oder den Bewohnern der großen Städte verzehrt, die einen moderneren Lebensstil pflegen. Für die meisten Mongolen auf dem Land bleibt Fleisch die wichtigste Energiequelle, ohne die ein Leben in der Steppe kaum vorstellbar wäre.

Kultur und Traditionen Mongolei

Die nomadische Lebensweise ist eine jener tief verwurzelten Traditionen, die das Gesicht der Mongolei seit Jahrhunderten prägen. Ein beachtlicher Teil der Bevölkerung lebt auch heute noch in Jurten, die man schnell abbauen und an einem neuen Ort wieder aufschlagen kann. Diese Autarkie ist beeindruckend, da sich viele Familien komplett selbst versorgen und von ihren eigenen Tieren leben. Was einen sofort beeindruckt, wenn man diesen Menschen begegnet, ist ihre unglaubliche Gastfreundschaft und die Ruhe, die sie ausstrahlen.

Für die Menschen hier sind ihre Tiere nicht einfach nur Nutzvieh, sondern die Lebensgrundlage, die ihr Überleben sichert. Deshalb hat sich über die Generationen hinweg ein sehr respektvoller Umgang mit den Tieren entwickelt. Es ist fast schon eine spirituelle Verbindung, die man spürt, wenn man sieht, wie behutsam die Hirten mit ihren Herden umgehen. Man versteht schnell, dass Mensch und Tier in dieser weiten Landschaft eine untrennbare Einheit bilden. Alles ist aufeinander abgestimmt und folgt dem Rhythmus der Natur.

Auch der Umgang mit dem Land selbst ist von alten Mythen und Vorstellungen geprägt, die heute noch nachwirken. Früher galt es zum Beispiel als schlechtes Omen, die Erde ohne triftigen Grund aufzugraben oder zu verletzen. Aus diesem Verbot heraus hat sich ein tiefes Bewusstsein für den Naturschutz entwickelt, das tief in der mongolischen Seele verankert ist. Man nimmt nur das, was man wirklich braucht, und lässt den Rest so unberührt wie möglich. Diese Achtsamkeit gegenüber der Umwelt ist heute aktueller denn je.

Trotz dieser alten Traditionen hat sich in der Mongolei mittlerweile auch ein erfolgreicher Ackerbau entwickelt, der das Land bereichert. Es werden verschiedene Ölpflanzen, Kartoffeln, Weizen und sogar unterschiedliche Obstsorten angebaut, was die Ernährung der Menschen vielfältiger macht. Man sieht, dass das Land in der Lage ist, alte Werte mit neuen Möglichkeiten zu verknüpfen. Dieser Wandel vollzieht sich langsam, aber stetig und passt sich den modernen Bedürfnissen der Bevölkerung an.

In Sachen Religion dominiert heute der tibetische Buddhismus, der jedoch mit vielen lokalen Traditionen und Bräuchen vermischt wurde. Überall im Land kann man wunderschöne Klöster und Tempel entdecken, die als Orte der Stille und Einkehr dienen. Ursprünglich war jedoch der Schamanismus die treibende Kraft, und auch heute gibt es noch viele Menschen, die diesen alten Glauben praktizieren. Viele schamanische Rituale sind lebendig geblieben und werden zu besonderen Anlässen ganz offiziell durchgeführt.

Besonders eindrucksvoll sind die Zeremonien am Tag der Sonnenwende, wenn Schamanen große Feuer entzünden und Gebete sprechen. Sie bringen den Geistern Opfergaben dar, um um Schutz und eine gute Ernte oder gesundes Vieh zu bitten. Für Reisende, die sich für diese mystische Welt interessieren, gibt es sogar spezielle Touren, bei denen man Schamanen besuchen kann. Es ist eine einmalige Gelegenheit, einen Blick in eine Welt zu werfen, die den meisten Europäern völlig fremd ist.

Im Hochsommer findet mit dem Naadam-Fest das wohl wichtigste sportliche und kulturelle Ereignis des ganzen Jahres statt. Bei diesem Festival messen sich die Teilnehmer in den drei klassischen Sportarten: Bogenschießen, Pferderennen und Ringen. Es herrscht eine ausgelassene Stimmung, und das ganze Land scheint auf den Beinen zu sein, um mitzufiebern. Ein weiteres großes Spektakel ist das Festival der Adlerjäger, bei dem die beeindruckende Kunst der Jagd mit Greifvögeln im Mittelpunkt steht.

Die musikalische Kultur des Landes ist ebenfalls sehr einzigartig und blickt auf eine jahrhundertelange Geschichte zurück. Die Melodien sind oft sehr langgezogen und werden von einem ganz speziellen Gesang begleitet, der oft einsam und weit klingt. Typische Instrumente sind die Limbe, eine Art Flöte, und das Morin Khuur, ein Saiteninstrument mit einem Pferdekopf am Ende. Besonders bekannt ist die Mongolei natürlich für den Kehlkopfgesang, ein faszinierendes Phänomen, bei dem ein Sänger mehrere Töne gleichzeitig erzeugt.

Viele moderne Künstler im Land lassen sich heute wieder verstärkt von dieser traditionellen Volksmusik inspirieren und mischen sie mit modernen Klängen. Auch in der Kunst finden sich viele uralte Motive wieder, etwa in Form von Skulpturen, die Götter oder Tiere darstellen. Diese werden meist aus Holz, Ton oder Bronze gefertigt und sind oft sehr detailreich ausgearbeitet. Die Malerei hingegen zeigt oft Szenen aus dem Alltag der Nomaden oder wunderschöne Ornamente, die man auch in den Tempeln bewundern kann. Die offizielle Landessprache ist Mongolisch, was die Identität des stolzen Volkes zusätzlich unterstreicht.

Wetter in Mongolei

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