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Marokko

Information about Marokko

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Geographie und Geschichte Marokko

Marokko liegt ganz im Nordwesten von Afrika und bietet eine faszinierende Mischung aus Küstenlandschaften am Atlantik und am Mittelmeer. Das Land teilt sich seine Grenzen mit Algerien im Osten und Süden sowie mit Mauretanien im äußersten Südwesten. Besonders interessant sind die kleinen spanischen Enklaven Ceuta und Melilla im Norden, die eine direkte Landverbindung nach Europa darstellen.

Die fruchtbaren Gebiete entlang der Küsten gehen im Norden schnell in die schroffen Gipfel des Rif-Gebirges über. Weiter im Landesinneren dominieren die mächtigen Atlas-Berge das Bild, die wie eine natürliche Mauer die feuchten Regionen im Westen von der trockenen Weite der Sahara trennen. Insgesamt gibt es vier große Gebirgszüge, die das Land prägen und Wanderern wie Naturliebhabern eine unglaubliche Vielfalt bieten.

Drei dieser Ketten verlaufen fast parallel zueinander von Südwesten nach Nordosten: der Mittlere Atlas, der Hohe Atlas und der Anti-Atlas. Der vierte große Zug ist das Rif-Gebirge ganz im Norden des Landes. Der Jebel Toubkal ist mit seinen stolzen 4165 Metern der höchste Gipfel Marokkos und liegt eingebettet in die dramatische Kulisse des Hohen Atlas.

Hinter den Bergen im Südosten beginnt die Sahara, die als größte Heißwüste der Welt bekannt ist. Nur die Arktis und die Antarktis sind flächenmäßig noch größer. Die marokkanische Wüste zeigt sich oft als weite Felsenebene, die sich von den Ausläufern der Berge bis fast an die Küste des Atlantiks südlich von Agadir erstreckt.

Casablanca ist mit rund 3,5 Millionen Einwohnern die pulsierende Metropole des Landes und gleichzeitig die größte Stadt. Wer sich für die Geografie der Gewässer interessiert, sollte den Draa kennen, der als längster Fluss durch das Land fließt. Das politische Herz schlägt hingegen in Rabat, der heutigen Hauptstadt des Königreichs.

Die Geschichte Marokkos ist lang und von vielen Kulturen geprägt worden. Schon die Phönizier hinterließen ihre Spuren, gefolgt von den Römern, Westgoten und Vandalen bis hin zum Byzantinischen Reich. Im 7. Jahrhundert brachten die Araber den Islam und ihre reiche Kultur mit, was das Land bis heute entscheidend prägt.

Ab dem 15. Jahrhundert versuchten die Portugiesen, die strategisch wichtigen Küstenorte am Atlantik zu kontrollieren. Später im 19. Jahrhundert richtete Frankreich sein Augenmerk auf Marokko, was schließlich 1912 im Vertrag von Fès mündete, der das Land zu einem französischen Protektorat machte.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wuchs der Wunsch nach Freiheit und Selbstbestimmung in der Bevölkerung immer stärker. Als die französische Verwaltung den beliebten Sultan Mohammed V. ins Exil schickte und durch Mohammed Ben Aarafa ersetzte, kam es zu heftigen Unruhen. Schließlich gab Frankreich nach, erlaubte dem Sultan 1955 die Rückkehr und entließ Marokko im Jahr 1956 in die volle Unabhängigkeit.

Regionen und Resorts Marokko

Natur Marokko

Die Natur in Marokko zeigt sich in einer unglaublichen Pracht und reicht von schneebedeckten Gipfeln bis hin zu goldenen Sandstränden. Das Land wird sowohl vom Mittelmeer als auch vom Atlantik umspült, was für malerische Buchten und weite Küstenstreifen sorgt. Im Kontrast dazu stehen die unendlichen Dünenlandschaften und die grünen Oasen, die wie kleine Wunder in der trockenen Umgebung wirken.

Südlich der Atlas-Berge breitet sich die gewaltige Sahara aus, die wohl die bekannteste Naturschönheit des Landes ist. Hier findet man tiefe Flusstäler, schattige Palmenhaine und die typischen Wanderdünen, die im Sonnenuntergang ihre Farbe verändern. Inmitten dieser Einsamkeit liegen kleine Dörfer der Tuareg, die das Leben in der Wüste seit Jahrhunderten meistern.

An den Küsten wachsen ganz unterschiedliche Pflanzen wie Eukalyptusbäume, Akazien und die süße Mispel. Wenn man höher in die Berge steigt, verändert sich die Vegetation hin zu dichten Wäldern aus Eichen, Tannen, Kiefern und majestätischen Zedern. In den feuchteren Tälern findet man saftige Wiesen und Obstgärten, die einen starken Kontrast zur trockenen Umgebung bilden.

In den Steppen der Gebirgsregionen haben sich einzigartige Büsche und Bäume wie Mastix, Pappeln und Weiden an die Bedingungen angepasst. Die weiten Ebenen im Westen sind hingegen die Heimat der Korkeichen, Olivenbäume und der berühmten Arganbäume, aus deren Früchten das kostbare Öl gewonnen wird.

Sogar in der scheinbar lebensfeindlichen Sahara gibt es Überlebenskünstler unter den Pflanzen. Man findet dort Gräser und kleine Sträucher, die nach den seltenen Regenfällen kurzzeitig erblühen. In Gebieten mit etwas mehr Feuchtigkeit wachsen größere Büsche, während in den sandigen Teilen oft salzliebende Gewächse dominieren.

Auch die Tierwelt Marokkos ist erstaunlich vielfältig und hat einige Besonderheiten zu bieten. In der Wüste leben die zierlichen Dorkas-Gazellen, die kleinsten ihrer Art weltweit. Auch der Fennek, ein winziger Fuchs mit auffallend großen Ohren, ist hier zu Hause und perfekt an die Hitze angepasst.

Neben diesen Spezialisten trifft man in der Wildnis auf goldene Schakale, Addax-Antilopen und verschiedene Nagetiere. Auch Reptilien wie Schlangen und Echsen sonnen sich gern auf den warmen Steinen. In den kühleren Regionen des Atlas und des Rif-Gebirges leben Berberaffen und Wildschweine in den dichten Wäldern.

Für Vogelliebhaber ist Marokko ein wahres Paradies, da viele Zugvögel hier Rast machen. Man kann Flamingos in den Lagunen sehen, aber auch Pelikane, Falken und verschiedene Schwalbenarten beobachten. Sogar seltene Sturmvögel und kleine Fledermausarten sind in den unterschiedlichen Landschaften des Landes heimisch.

Das Meer rund um Marokko ist ebenfalls voller Leben und bietet Fischern wie Tauchern reiche Schätze. In den Gewässern des Atlantiks und des Mittelmeers tummeln sich Fische wie Meeräschen, Wolfsbarsche und sogar große Arten wie der Thunfisch oder der Schwertfisch. Auch Barrakudas und Marline ziehen durch die tiefen blauen Fluten vor der Küste.

Klima Marokko

Das Klima in Marokko lässt sich am besten als eine Mischung aus moderaten und subtropischen Einflüssen beschreiben. An den Küsten sorgen die frischen Brisen vom Atlantik und dem Mittelmeer dafür, dass es nie zu extrem wird. Im Landesinneren sieht das jedoch ganz anders aus, dort können die Winter recht ungemütlich kalt sein, während der Sommer mit drückender Hitze aufwartet.

Generell lässt sich sagen, dass die Temperaturen umso extremer werden, je weiter man sich vom kühlenden Meer entfernt. In den Küstenregionen fällt der meiste Regen in der Zeit zwischen November und März. Während des Sommers bleibt es im ganzen Land weitgehend trocken, wobei es in den Bergen deutlich kühler und angenehmer ist als in den flachen Regionen.

In beliebten Städten wie Marrakesch oder Agadir darf man sich im Winter über sehr milde Werte freuen, die tagsüber oft bei etwa 21 Grad liegen. Entlang der nördlichen Mittelmeerküste und am westlichen Atlantik, etwa bei Casablanca oder Essaouira, herrscht ein sehr ausgeglichenes Wetter. Die Tage bringen im Winter angenehme 12 Grad und im Sommer meist um die 25 Grad.

Reist man weiter ins Herz des Landes, etwa in Richtung Fès, spürt man den Übergang zum Kontinentalklima. Hier sind die Schwankungen viel deutlicher zu spüren. Im Sommer klettert das Thermometer oft über 38 Grad, bleibt aber meist in einem Bereich zwischen 29 und 35 Grad. Die Wintermonate können hier im Gegensatz dazu überraschend kühl ausfallen.

Noch weiter südlich in den Tieflagen, wo Marrakesch liegt, sind die Unterschiede noch prägnanter. Während es im Winter durchschnittlich 18 Grad warm ist, erreicht der Sommer Spitzenwerte von 36 Grad und mehr. Die heißeste Zeit ist von Juli bis September, aber da die Luftfeuchtigkeit meist sehr niedrig ist, lässt sich die Wärme oft besser ertragen als in feuchten Regionen.

Wenn der heiße Wind aus der Sahara weht, steigen die Temperaturen in Marrakesch und Umgebung spielend auf über 38 Grad. In diesen Gegenden scheint fast das ganze Jahr über die Sonne, was milde Winter verspricht. Dennoch sollte man sich auf heftige Regenschauer und Nächte vorbereiten, in denen es kälter als 5 Grad werden kann.

In den Hochlagen des Atlas-Gebirges herrscht ein ganz eigenes Klima. Hier sinken die Temperaturen im Winter oft unter den Gefrierpunkt und die Spitzen der Berge sind viele Monate lang mit Schnee bedeckt. Während es im Norden am Mittelmeer im Winter eher feucht ist, bleibt es am Rand der Sahara bei Rissani und Merzouga sehr trocken.

Das Gebirge ist im Winter ein beliebtes Ziel für alle, die den Schnee lieben, und im Sommer eine willkommene Flucht vor der Hitze im Flachland. Wanderungen in den Bergen sind in der warmen Jahreszeit besonders schön, da es tagsüber sonnig und warm ist, die Nächte aber eine angenehme Abkühlung bringen.

Die allerbeste Zeit für eine Reise nach Marokko ist definitiv der Frühling oder der Herbst. In diesen Monaten ist es meist warm und trocken, ohne dass die Hitze zu extrem wird. Wer im Sommer an die Küste fährt, findet dort meist angenehme 18 bis 28 Grad vor, während man das tiefe Landesinneren bei über 35 Grad zu dieser Zeit eher meiden sollte.

Transport in Marokko

Wer in Marokko unterwegs ist, kann auf ein recht gut ausgebautes Verkehrsnetz zurückgreifen, das verschiedene Möglichkeiten bietet. Um von einer Region in die nächste zu kommen, hat man die Wahl zwischen dem Zug, dem Bus, verschiedenen Taxis oder einem eigenen Mietwagen. Sogar Inlandsflüge sind eine Option, wenn es mal besonders schnell gehen muss.

Zwischen den großen Städten verkehren regelmäßig Busse verschiedener Unternehmen, die das ganze Land wie ein Netz überspannen. Diese Busverbindungen sind oft sehr preiswert und bieten je nach Anbieter einen unterschiedlichen Grad an Komfort. So kommt man eigentlich in fast jeden Winkel des Landes, ohne ein Vermögen auszugeben.

In den modernen Metropolen Rabat und Casablanca gibt es mittlerweile ein sehr effizientes Straßensystem mit modernen Trambahnen. Das ist eine der sichersten und bequemsten Arten, sich innerhalb dieser Städte zu bewegen. Eine Fahrt kostet meist weniger als 10 Dirham, und die Wagen sind sauber und pünktlich, was den Stadtalltag sehr erleichtert.

Die nationale Eisenbahn ist ebenfalls ein echtes Highlight für Reisende. Sie verbindet die wichtigsten Zentren miteinander und bietet die Möglichkeit, die abwechslungsreiche Landschaft ganz entspannt am Fenster vorbeiziehen zu lassen. Lange Strecken lassen sich so sehr komfortabel überbrücken, während man den Blick auf die Berge oder Ebenen genießt.

Taxis sind aus dem marokkanischen Straßenbild nicht wegzudenken und wohl das am häufigsten genutzte Transportmittel. Man unterscheidet dabei zwei Arten: Die kleinen Petit Taxis fahren nur innerhalb der Stadtgrenzen und sind oft farblich pro Stadt einheitlich. Für Fahrten zwischen den Städten oder in entlegene Gebiete nutzt man die Grand Taxis, die oft als Sammeltaxis fungieren.

Die Preise für eine Taxifahrt hängen meist von der Strecke und der Größe des Wagens ab. Es ist immer ratsam, sich vorher kurz über den üblichen Preis zu informieren oder auf das Einschalten des Taxameters zu achten. In den Grand Taxis teilt man sich den Platz oft mit anderen Fahrgästen, was die Fahrt sehr günstig macht.

Für alle, die lieber unabhängig sind und das Land auf eigene Faust erkunden wollen, ist ein Mietwagen ideal. In fast jeder größeren Stadt gibt es Agenturen, bei denen man ein Fahrzeug leihen kann. Voraussetzung dafür ist ein gültiger Führerschein sowie ein Ausweis oder Reisepass. Meist wird auch eine internationale Kreditkarte als Sicherheit verlangt.

Wer aus dem Ausland anreist, nutzt in der Regel einen der vielen internationalen Flughäfen. Verschiedene Fluggesellschaften steuern täglich Ziele wie Marrakesch, Agadir oder Fès an. Der größte und wichtigste Flughafen liegt etwas außerhalb von Casablanca. Von dort aus kommt man sehr einfach mit dem Zug weiter in die Innenstadt oder in andere Teile des Landes.

Auch innerhalb Marokkos bieten einige Airlines Flüge an, um weite Distanzen zwischen den Städten zu verkürzen. Das ist besonders praktisch, wenn man zum Beispiel vom Norden direkt in den tiefen Süden reisen möchte. Insgesamt ist man in Marokko sehr flexibel und findet für jeden Geldbeutel die passende Art der Fortbewegung.

Geld und Einkaufen in Marokko

Die offizielle Währung in Marokko ist der Dirham. Es ist wichtig zu wissen, dass es sich um eine geschlossene Währung handelt, man kann sie also offiziell weder im Ausland kaufen noch verkaufen. Am besten wechselt man sein Geld direkt nach der Ankunft am Flughafen oder in den Wechselstuben in den Städten und Touristenzentren um.

In den größeren Städten gibt es überall Geldautomaten, an denen man mit gängigen Karten Bargeld abheben kann. Während man in gehobenen Restaurants oder Hotels problemlos mit Karte zahlen kann, ist Bargeld im Alltag und vor allem in ländlichen Gebieten absolut notwendig. Ohne ein paar Scheine in der Tasche kommt man auf den traditionellen Märkten nicht weit.

Einkaufen ist in Marokko viel mehr als nur eine Erledigung, es ist ein fester Teil der Kultur und des sozialen Lebens. Die Souks, also die traditionellen Märkte, sind legendär. Besonders in Marrakesch oder Fès fühlt man sich in den verwinkelten Gassen wie in einer anderen Zeit, während man das bunte Treiben und die vielen Gerüche auf sich wirken lässt.

Besonders beliebt bei Besuchern ist das marokkanische Kunsthandwerk. Man findet wunderschöne handgefertigte Lampen, die ein tolles Licht zaubern, oder die typische blau-weiße Keramik, die oft sehr preiswert ist. Diese Stücke sind nicht nur tolle Souvenirs, sondern zeigen auch die enorme Geschicklichkeit der lokalen Handwerker, die ihr Wissen oft seit Generationen weitergeben.

Wenn man in die Region des Hohen Atlas reist, sollte man nach lokalen Spezialitäten Ausschau halten. Dort gibt es das berühmte Arganöl, herrlich duftendes Rosenwasser oder frisch gepresstes Olivenöl. Auch handgefertigter Berberschmuck und seltene Mineralien aus den Bergen sind dort oft zu finden und stellen eine bleibende Erinnerung an die Reise dar.

Auch kulinarische Mitbringsel wie Walnüsse, getrocknete Datteln, eingelegte Zitronen oder das kostbare Safran-Gewürz sind sehr gefragt. Wer sich für Einrichtung interessiert, wird die gläsernen Teegläser, kunstvolle Spiegel oder handgezogene Kerzen lieben. Überall gibt es kleine Läden, die mit viel Liebe zum Detail ihre Waren präsentieren.

Musikfreunde können in Marokko traditionelle Instrumente wie einfache Gitarren oder Flöten kaufen, die typisch für die Klänge der Region sind. Ein weiteres Highlight sind die marokkanischen Teppiche. Diese werden oft in mühsamer Handarbeit aus Wolle gewebt und erzählen mit ihren Mustern die Geschichten der verschiedenen Stämme.

Lederwaren sind ebenfalls ein Markenzeichen des Landes. Von Taschen und Gürteln bis hin zu den typischen Hausschuhen, den Babouches, ist die Auswahl riesig. Nicht zu vergessen sind die Gewürzmärkte, wo sich Säcke voller buntem Pfeffer, Paprika, Koriander und Kurkuma stapeln und die Luft mit einem exotischen Duft erfüllen.

Was man beim Einkaufen auf keinen Fall vergessen sollte: Das Feilschen und Verhandeln gehört in Marokko einfach dazu. Es wird von den Händlern sogar erwartet und ist eine Art rituelles Gespräch. Man sollte also immer freundlich bleiben, ein wenig Geduld mitbringen und sich auf das Spiel um den besten Preis einlassen.

Hauptattraktionen Marokko

Marokko ist ein Land im Norden Afrikas, das einen sofort mit seiner Vielfalt in den Bann zieht. Wer hierherkommt, findet eine unglaubliche Mischung aus scheinbar endlosen Stränden, alten befestigten Fischerhäfen und grünen Oasen, die wie kleine Wunder in der Landschaft wirken. Die mächtigen Gipfel des Hohen Atlas bilden dazu einen beeindruckenden Kontrast, während die Architektur überall von der reichen römischen und islamischen Geschichte erzählt. Es ist diese Kombination aus Natur und Kultur, die den besonderen Reiz ausmacht.

Besonders spannend ist eine Reise in die sogenannten Königsstädte wie Fès, Marrakesch und Meknès. In diesen Städten kann man die frühe islamische Baukunst in ihrer vollen Pracht bewundern, wenn man durch die engen Gassen spaziert. Die verzierten Tore, die prächtigen Moscheen und die alten Stadtmauern lassen einen fast vergessen, in welchem Jahrhundert man sich eigentlich gerade befindet. Jede dieser Städte hat ihre ganz eigene Atmosphäre, die man einfach selbst erleben muss.

Ein absolutes Highlight ist die Hassan-II.-Moschee, die erst in den achtziger Jahren erbaut wurde und direkt am Meer steht. Der damalige König legte persönlich den ersten Stein für dieses beeindruckende religiöse Bauwerk, das heute seinen Namen trägt. Es ist eines der größten und prachtvollsten Gebäude des Landes und zeigt eindrucksvoll, wie traditionelle Handwerkskunst auch in der modernen Zeit weiterlebt. Die Lage direkt an der Atlantikküste verleiht dem Ganzen eine fast magische Ausstrahlung.

Wer nach Marrakesch kommt, sucht oft Ruhe in den Menara-Gärten, die wie eine grüne Lunge inmitten der trubeligen Stadt wirken. Die Anlage stammt ursprünglich schon aus dem 12. Jahrhundert und beherbergt eine riesige Anzahl an Olivenbäumen, Palmen und verschiedenen Obstsorten. Das Herzstück ist ein künstlich angelegter See mit einem hübschen Pavillon, von dem aus man einen fantastischen Blick hat. Wenn das Wetter klar ist, sieht man im Hintergrund sogar die schneebedeckten Spitzen des Atlasgebirges.

Die Hafenstadt Tanger ist seit jeher ein Anziehungspunkt für kreative Köpfe wie Schriftsteller und Maler aus aller Welt. Die Stadt hat eine ganz besondere Energie, die man in der charmanten Medina oder bei einem Spaziergang entlang der eleganten Bucht spüren kann. Tanger gilt als einer der beliebtesten Orte des Landes, weil es die Brücke zwischen Europa und Afrika schlägt. Die Strände in der Nähe laden zudem dazu ein, das maritime Flair in vollen Zügen zu genießen.

Nicht weit davon entfernt liegt an der Atlantikküste das kleine Städtchen Asilah, das vor allem im Sommer bei Einheimischen und Touristen gleichermaßen beliebt ist. Der Ort ist bekannt für seine gut erhaltenen Stadtmauern, die jedes Jahr mit bunten und fantasievollen Wandgemälden verziert werden. Es macht unglaublich viel Spaß, durch die Gassen zu laufen und an jeder Ecke neue Kunstwerke zu entdecken. Die Kombination aus Meer und Kunst macht Asilah zu einem der schönsten Ziele des Landes.

Tief in den Rif-Bergen versteckt liegt Chefchaouen, die berühmte „blaue Stadt“, die mit ihrer ungewöhnlichen Farbe jeden Besucher verzaubert. Die kleinen Häuser und Treppenaufgänge sind in verschiedenen Blautönen gestrichen, was in der bergigen Landschaft einfach spektakulär aussieht. Trotz ihrer eher bescheidenen Größe bietet die Stadt eine gewaltige Kulisse und eine entspannte Stimmung. Man kann hier wunderbar zur Ruhe kommen und die frische Bergluft genießen.

Auch die Stadt Meknès darf auf keiner Reiseliste fehlen, obwohl sie oft im Schatten der größeren Städte steht. Sie gehört absolut zu den Orten, die man gesehen haben muss, was auch ihre Aufnahme in wichtige Kulturerbe-Listen unterstreicht. Die Medina stammt bereits aus dem 9. Jahrhundert und war früher sogar einmal die Hauptstadt des gesamten Landes. Hier spürt man die Geschichte an jeder Straßenecke, egal ob man vor den gewaltigen Stadttoren steht oder die alten Speicherbauten besucht.

Tourismus in Marokko

Wenn man an Marokko denkt, kommt einem sofort die endlose Weite der Sahara in den Sinn. Ein Ausflug in die Wüste gehört zu den Erlebnissen, die man sein ganzes Leben lang nicht mehr vergisst. Es ist einfach überwältigend, auf einer hohen Düne zu sitzen und zuzusehen, wie die Sonne langsam am Horizont untergeht. In der Nacht zeigt sich dann ein Sternenhimmel, der so klar und hell ist, dass man das Gefühl hat, die Sterne fast berühren zu können.

Neben der Stille der Wüste gibt es aber auch Orte, die für ihre Abenteuerlust weltberühmt sind. Das beste Beispiel dafür ist die Rallye Dakar, die für ihren gefährlichen Reiz und die extremen Herausforderungen bekannt geworden ist. Doch Marokko bietet auch ganz andere Schätze, wie etwa uralte Relikte aus vergangenen Zeiten, die viel Raum für die eigene Fantasie lassen. Überall im Land findet man historische Paläste, prachtvolle Moscheen und alte Märkte, die einen in eine andere Welt versetzen.

Für Menschen, die sich gerne bewegen, ist das Land ein wahres Paradies mit unzähligen Möglichkeiten. Man kann im Gebirge wandern gehen, auf erstklassigen Plätzen Golf spielen oder sogar in einem der wenigen Skigebiete die Pisten hinunterwedeln. Auch Angler kommen hier voll auf ihre Kosten, denn die Gewässer sind reich an verschiedenen Fischarten. Es gibt eigentlich kaum ein Hobby im Freien, dem man hier nicht in einer beeindruckenden Umgebung nachgehen könnte.

Besonders die Küstenabschnitte haben es vielen Urlaubern angetan, da sie mit feinem, goldenem Sand und dem klaren Wasser des Mittelmeers punkten. Viele dieser Strände sind bei Surfern und Windsurfern extrem beliebt, weil der Wind hier oft perfekt steht. Aber auch wer es etwas ruhiger mag, findet beim Bootfahren oder mit dem Tretboot seinen Spaß auf dem Wasser. Sogar Taucher können in manchen Regionen die Unterwasserwelt erkunden und dabei ganz neue Seiten Marokkos entdecken.

In der Sahara kann man aber nicht nur die Aussicht genießen, sondern auch richtig aktiv werden. Viele Besucher versuchen sich im Sandboarding oder rutschen mit dem Snowboard die steilen Dünen hinunter, was eine Menge Spaß macht. Wer es motorisiert mag, kann sich in vielen Wüstencamps ein Quad mieten und damit über den Sand flitzen. Und natürlich wäre ein Besuch in der Wüste nicht komplett, ohne zumindest einmal auf dem Rücken eines Kamels geritten zu sein.

Das Atlasgebirge wiederum ist ein fantastisches Ziel für alle, die gerne mit dem Mountainbike unterwegs sind. Die schmalen Pfade führen durch spektakuläre Landschaften und bieten immer wieder Ausblicke, die einem fast den Atem rauben. Wanderfreunde können sich zudem einen lokalen Guide nehmen, um sicher durch die Berge zu kommen. Dabei hat man oft die Gelegenheit, kleine Bergdörfer der Berber zu besuchen und so einen Einblick in das echte Leben vor Ort zu gewinnen.

Wer das Wasser liebt, sollte sich die Flüsse in den Bergen des Mittleren und Hohen Atlas genauer ansehen. Hier gibt es einige der besten Stellen für Rafting und Kajakfahren im ganzen Land. Besonders der Fluss Oum Er-Rbia ist ein Geheimtipp für alle, die ein bisschen Action suchen. Man erreicht diese abgelegenen Gegenden oft über kleine Orte wie Khénifra oder Béni Mellal, die selbst schon eine Reise wert sind.

Die langen Küstenlinien am Atlantik und Mittelmeer sind zudem ein echter Traum für alle, die gerne fischen. Wer Lust auf Hochseeangeln hat, mietet sich am besten ein Boot in Orten wie Mohammedia bei Casablanca oder fährt weiter südlich in die Sahara-Region. Die Vielfalt an Fischen ist beeindruckend, von Barrakudas und Schwertfischen bis hin zu Seezungen und Wolfsbarsch. Es ist ein tolles Gefühl, nach einem langen Tag auf dem Meer mit einem guten Fang zurückzukehren.

Für Kletterer sind vor allem die Todra-Schluchten ein Begriff, die Wanderer und Profisportler gleichermaßen anziehen. Die steilen Felswände bieten perfekte Bedingungen für alle Schwierigkeitsgrade und eine Kulisse, die ihresgleichen sucht. Wer Marokko lieber im Stil eines Cowboys erkunden möchte, kann sich auch für mehrere Tage ein Pferd leihen. Solche Reitausflüge sind eine ganz besondere Art, die wilde Natur des Landes in einem langsameren Tempo zu entdecken.

Unterkunft in Marokko

Die Suche nach einer passenden Unterkunft in Marokko ist an sich schon ein Abenteuer, weil die Auswahl so unglaublich vielseitig ist. Man kann sich für kleine, umweltfreundliche Hütten in der Natur entscheiden oder in großen Zelten mitten in den Bergen übernachten. An der Atlantikküste gibt es dagegen luxuriöse Resorts, die oft alles bieten, was man für einen entspannten Urlaub braucht. Besonders beliebt sind jedoch die historischen Riads, die man vor allem in den alten Stadtzentren findet.

Ein Riad ist ein ganz klassisches marokkanisches Haus, das nach innen gerichtet ist und meist einen wunderschönen Innenhof oder einen Garten besitzt. Das Besondere daran ist, dass dieser Bereich oft unter freiem Himmel liegt und eine wunderbare Ruhe ausstrahlt. Inmitten des lauten Treibens der Medina wirkt ein solcher Hof wie eine kleine private Oase. Die meisten dieser Gebäude wurden liebevoll restauriert und bieten heute eine Atmosphäre, die man in einem modernen Hotel niemals finden würde.

Natürlich gibt es im ganzen Land auch ganz normale Hotels in jeder nur erdenklichen Preisklasse. Die Unterkünfte der Mittelklasse bieten meist einen sehr guten Komfort und sind ideal für Reisende, die einen soliden Standard schätzen. Oft gehören zu diesen Häusern auch ein Pool oder eine kleine Gartenanlage, in der man nach einem langen Tag in der Stadt entspannen kann. Es ist eine gute Option, wenn man nicht zu viel ausgeben möchte, aber trotzdem bequem schlafen will.

Wer sich etwas ganz Besonderes gönnen möchte, entscheidet sich für eines der vielen Fünf-Sterne-Hotels im Land. Diese Häuser sind wahre Paläste des Luxus, in denen es den Gästen an nichts fehlt. Von exzellenten Restaurants über riesige Sportanlagen bis hin zu Wellnessbereichen wird hier alles geboten. Die Zimmer sind oft kunstvoll eingerichtet und bieten einen Service, der keine Wünsche offen lässt. Es ist der perfekte Ort, um einmal komplett abzuschalten und sich verwöhnen zu lassen.

Für Reisende mit einem kleineren Budget sind Hostels eine hervorragende Alternative, die man in fast allen größeren Städten wie Casablanca, Fès oder Rabat findet. Sie sind nicht nur deutlich günstiger als klassische Hotels, sondern oft auch sehr gemütlich und ein toller Ort, um andere Leute kennenzulernen. In Orten wie Ifrane oder Azrou kann man so sehr preiswert übernachten. Man bekommt dort oft nützliche Tipps für die weitere Reise und spart dabei eine Menge Geld.

Ein Erlebnis, das man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte, ist eine Nacht im Biwak. Das ist ein Zeltlager mitten in der Wüste, weit weg von jeglicher Zivilisation und jeglichem Lärm. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, in der absoluten Stille der Dünen einzuschlafen und morgens von der aufgehenden Sonne geweckt zu werden. Dieser Moment, wenn das Licht die Wüste in goldene Farben taucht, bleibt einem für immer im Gedächtnis und ist eine Erfahrung, die man nicht so schnell vergisst.

Camping ist in Marokko eigentlich eine alte Tradition, die von den nomadischen Stämmen seit Jahrhunderten gelebt wird. Heute gibt es im ganzen Land viele gut ausgestattete Campingplätze, auf denen man sein eigenes Zelt aufschlagen kann. Viele dieser Plätze haben überraschend gute Einrichtungen wie Internetanschluss oder sogar einen eigenen Swimmingpool. Meistens liegen sie etwas außerhalb der großen Städte, dafür aber mitten in der wunderschönen Natur, was den Aufenthalt besonders erholsam macht.

In letzter Zeit ist auch das sogenannte Boutique-Camping immer beliebter geworden, vor allem am Rande der Wüste. Hier wird man oft von lokalen Stämmen wie den Berbern oder Beduinen als Gast empfangen und bekommt einen echten Einblick in ihre Lebensweise. Es ist eine sehr authentische Art zu reisen, bei der man die Gastfreundschaft der Einheimischen hautnah miterlebt. Man wohnt zwar in Zelten, muss aber auf einen gewissen Komfort und liebevolle Details nicht verzichten.

Küche und Geschirr Marokko

Die marokkanische Küche ist eine der vielfältigsten der Welt, was vor allem an der langen Geschichte des Landes liegt. Über die Jahrhunderte haben Einflüsse der Berber, Mauren, Araber und auch aus dem Mittelmeerraum eine ganz besondere Mischung entstehen lassen. Die meisten Gerichte bestehen aus viel frischem Gemüse, Vollkornprodukten und Früchten, während auf Frittiertes oder raffinierten Zucker weitgehend verzichtet wird. Das macht das Essen nicht nur lecker, sondern meistens auch ziemlich gesund.

Anstelle von fettem Fleisch wird oft mageres Lammfleisch verwendet, das in Kombination mit Couscous serviert wird. Couscous gilt in Marokko als deutlich gesünder als Reis und ist die Basis für viele Mahlzeiten. Die Zubereitung der Speisen erfolgt meistens ganz frisch, wobei Gewürze eine zentrale Rolle spielen. Es ist eine regelrechte Kunst, die verschiedenen Aromen so abzustimmen, dass sie perfekt miteinander harmonieren. Viele Familien bauen ihre eigenen Zutaten wie Minze oder Zitronen sogar direkt im Garten an.

Wenn man an der Küste unterwegs ist, zum Beispiel in Essaouira, steht natürlich fangfrischer Fisch ganz oben auf der Speisekarte. Sardinen machen einen riesigen Teil des marokkanischen Fischfangs aus, aber auch Garnelen, Makrelen und Sardellen werden überall angeboten. Es gibt nichts Besseres, als abends am Hafen zu sitzen und einfach gegrillte Sardinen zu essen. Die Zubereitung ist oft ganz schlicht, aber der Geschmack des Meeres ist in diesen Momenten einfach unschlagbar.

Ein absoluter Klassiker, den man überall im Land findet, ist die Tajine. Dabei handelt es sich um einen Schmortopf aus Lehm, in dem Fleisch, Gemüse und Gewürze über längere Zeit ganz langsam gegart werden. Durch diese schonende Methode bleibt alles wunderbar saftig und die Aromen können sich voll entfalten. Auch Couscous wird in unzähligen Varianten serviert, mal mit Fleisch, mal rein vegetarisch. Es ist ein Gericht, das Menschen zusammenbringt und bei keinem Familienfest fehlen darf.

Ein sehr kunstvolles Gericht ist die Pastilla, die meistens mit Huhn zubereitet wird. Sie gilt unter Kennern als der absolute Höhepunkt der marokkanischen Kochkunst, weil sie süße und herzhafte Geschmäcker perfekt verbindet. Die Füllung besteht aus gebratenem Fleisch und einer süßen Mandelpaste, die in viele Schichten aus hauchdünnem, knusprigem Teig eingewickelt wird. Am Ende wird das Ganze noch mit Puderzucker und Zimt bestreut, was für eine ganz außergewöhnliche Geschmacksexplosion sorgt.

Für die kühleren Tage gibt es die Bissara, eine nahrhafte Suppe aus getrockneten Bohnen. Ursprünglich stammt dieses Gericht von den Berbern und wird in den Bergen oder in der Wüste oft schon zum Frühstück gegessen, um Kraft für den Tag zu tanken. Sie ist einfach, aber sehr sättigend und wärmt von innen auf. Man findet sie oft an kleinen Straßenständen, wo sie dampfend heiß in Schüsseln serviert wird.

Wer Süßes liebt, wird von der marokkanischen Patisserie begeistert sein. Die meisten Gebäcke basieren auf Honig, Mandeln, Sesam und Feigen und sind oft sehr fein gearbeitet. Beliebt sind zum Beispiel Briouats, das sind kleine Teigtaschen mit einer süßen Mandelfüllung, die nach dem Backen in Honig getaucht werden. Auch Chebakia, ein kunstvoll geformtes Gebäck mit Sesam, sieht man oft, besonders während der Festtage. Es ist fast zu schön, um es einfach nur aufzuessen.

Eine weitere Spezialität sind Fekkas, die ein wenig an italienische Cantuccini erinnern und oft zum Tee gereicht werden. Sie sind knusprig und enthalten meistens Nüsse oder Rosinen. Überhaupt ist das Essen in Marokko immer auch ein sozialer Akt. Man nimmt sich Zeit, teilt die Platten mit den anderen und genießt die Vielfalt der Aromen. Es ist diese herzliche Art, das Essen zu zelebrieren, die einen Besuch in einem marokkanischen Restaurant so besonders macht.

Kultur und Traditionen Marokko

Die Kultur Marokkos ist ein faszinierendes Mosaik aus ganz verschiedenen Traditionen und Einflüssen. Man merkt an jeder Ecke, dass hier berberische, afrikanische, arabische und jüdische Wurzeln aufeinandertreffen. Die meisten Menschen im Land gehören der Volksgruppe der Berber oder Araber an, und der Islam prägt als offizielle Religion den Alltag. Besonders wichtig ist den Marokkanern die Familie, die das soziale Zentrum bildet und bei allen Entscheidungen eine große Rolle spielt.

Was Besucher immer wieder beeindruckt, ist die unglaubliche Gastfreundschaft und Offenheit der Menschen. Obwohl Religion einen hohen Stellenwert einnimmt, gehen die meisten Leute sehr entspannt und tolerant damit um. Man wird oft herzlich empfangen, sei es auf einem Markt oder wenn man jemanden nach dem Weg fragt. Diese Wärme im Umgang miteinander sorgt dafür, dass man sich als Gast im Land sehr schnell wohl und willkommen fühlt.

Auch sprachlich ist Marokko ein extrem spannendes Pflaster. Neben dem klassischen Arabisch, das man in Schulen und in den Nachrichten nutzt, sprechen die Menschen im Alltag einen marokkanischen Dialekt. In den verschiedenen Bergregionen hört man zudem oft Tamazight, die Sprache der Berber, die je nach Region ganz unterschiedlich klingen kann. Da viele Marokkaner auch fließend Französisch, Spanisch oder Englisch sprechen, findet man eigentlich immer einen Weg, um sich zu verständigen.

Die Kunst im Land blickt auf eine jahrtausendealte Geschichte zurück, die von den Römern über die Berber bis hin zu den arabischen Zivilisationen reicht. Marokkanische Handwerker sind berühmt für ihre Fähigkeit, komplizierte geometrische Muster und abstrakte Motive zu erschaffen. Man sieht das besonders schön an den handgeknüpften Teppichen, der feinen Keramik oder dem kunstvoll verzierten Schmuck. Jedes Stück ist ein Unikat und erzählt oft eine ganz eigene Geschichte über die Herkunft des Künstlers.

Die kulturelle Vielfalt zeigt sich auch ganz deutlich in der Musik und den Tänzen des Landes. Während der arabische Einfluss oft für eher langsame und getragene Töne sorgt, findet man in anderen Regionen lebhafte andalusische Klänge. Es ist diese Mischung aus verschiedenen Rhythmen, die die marokkanische Musik so einzigartig macht. Oft sieht man auf öffentlichen Plätzen Musikanten, die mit ihren Instrumenten die Passanten zum Stehenbleiben und Zuhören bewegen.

Feste und Festivals sind eine wunderbare Gelegenheit, um tiefer in die Kultur einzutauchen und mit den Einheimischen in Kontakt zu kommen. Es gibt das ganze Jahr über spannende Veranstaltungen, die oft eine ganz besondere Atmosphäre haben. Ein schönes Beispiel ist das Mandelblütenfest, wenn die Bäume in wunderschönen Rosa- und Weißtönen blühen. Auch das Rosenfestival oder das Festival der spirituellen Weltmusik in Fès ziehen Menschen aus aller Welt an.

Das wohl bekannteste Ereignis für Filmfans ist das Internationale Filmfestival in Marrakesch, das jedes Jahr Stars und Besucher in die Stadt lockt. Solche Feste sind oft ein bunter Mix aus Tradition und Moderne und zeigen, wie stolz die Marokkaner auf ihr Erbe sind. Wer die Chance hat, während eines solchen Festivals im Land zu sein, sollte sie unbedingt nutzen. Es ist der beste Weg, um die Lebensfreude und die kulturelle Tiefe Marokkos hautnah zu erleben.

Am Ende ist es genau diese Mischung aus alter Geschichte und lebendiger Gegenwart, die Marokko so besonders macht. Man kann durch antike Ruinen wandern und am nächsten Tag ein modernes Kunstfestival besuchen. Die Menschen tragen ihre Traditionen mit großem Stolz, sind aber gleichzeitig neugierig auf die Welt. Diese besondere Energie spürt man überall, egal ob man in einer großen Stadt oder in einem abgelegenen Bergdorf unterwegs ist.

Wetter in Marokko

Wetter pro Monat

Januar

+12° С +15° С
+12
+15
Januar

Februar

+13° С +16° С
+13
+16
Februar

Marsch

+15° С +17° С
+15
+17
Marsch

April

+17° С +18° С
+17
+18
April

Mai

+20° С +19° С
+20
+19
Mai

Juni

+22° С +20° С
+22
+20
Juni

Juli

+24° С +22° С
+24
+22
Juli

August

+25° С +22° С
+25
+22
August

September

+23° С +22° С
+23
+22
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