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Kirgisistan

Information about Kirgisistan

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Geographie und Geschichte Kirgisistan

Kirgisistan liegt mitten im Herzen von Zentralasien und ist ein Land, das seine Besucher sofort mit seiner rauen Schönheit verzaubert. Die Grenzen teilt sich der Staat mit Tadschikistan, Usbekistan, Kasachstan und dem großen Nachbarn China. Wer hierherkommt, merkt schnell, dass die Natur den Takt angibt, denn das Land ist gesegnet mit riesigen Rohstoffvorkommen, dichten Wäldern und weiten Weideflächen, die seit Jahrhunderten von Nomaden genutzt werden.

Es ist zwar das kleinste der unabhängig gewordenen Länder in dieser Region, aber landschaftlich wohl eines der beeindruckendsten. Fast das gesamte Territorium besteht aus Gebirgen, die den Horizont dominieren. Das mächtige Tian-Shan-Gebirge nimmt etwa achtzig Prozent der Fläche ein, während sich der Rest auf fruchtbare Täler und tiefe Becken verteilt, in denen sich das Leben abspielt.

Wenn man durch das Land reist, befindet man sich fast immer in der Höhe, denn die Hälfte Kirgisistans liegt über tausend Meter hoch. Ein Drittel des Landes befindet sich sogar in extremen Höhen von über dreitausend Metern über dem Meeresspiegel. Der absolute König der Berge ist der Pik Pobedy, der mit seinen über siebentausend Metern stolz in den Himmel ragt und im Nordosten an der Grenze steht.

Nicht weniger imposant ist der Khan Tengri, der ebenfalls fast die Siebentausender-Marke knackt und Bergsteiger aus aller Welt anlockt. Im Südwesten finden sich zudem das Alai- und das Transalai-Gebirge, die der nördlichen Kette in nichts nachstehen. Zwischen diesen riesigen Felsmassiven erstrecken sich Täler wie das Talas- oder das Tschüi-Tal, die für die Landwirtschaft unglaublich wichtig sind.

Ein wahres Naturwunder ist der Issyk-Kul-See, der im Nordwesten wie ein blaues Auge in den Bergen liegt. Er ist der zweitgrößte Hochgebirgssee der Welt und gefriert aufgrund seines Salzgehalts und der Tiefe selbst im kältesten Winter nicht. Das macht ihn zu einem magischen Ort für Einheimische und Reisende gleichermaßen.

Das Wasser spielt ohnehin eine große Rolle, wobei der Naryn der wichtigste Fluss des Landes ist. Er bahnt sich seinen Weg nach Westen durch das Fergana-Tal bis nach Usbekistan. Dort trifft er auf den Kara-Darja und bildet schließlich den Syrdarja, der seinen langen Weg bis zum Aralsee fortsetzt.

Die Hauptstadt Bischkek liegt im Norden im Tschüi-Tal direkt am Fuße des Alatau-Gebirges. Mit etwa einer Million Einwohnern ist sie das pulsierende Zentrum des Landes und liegt auf einer angenehmen Höhe von etwa achthundert Metern. Hier trifft sowjetische Architektur auf moderne Cafés und grüne Parks.

Die Geschichte der Region reicht weit zurück, bis in die Zeit vor Christi Geburt, als nomadische Turkvölker die Steppen besiedelten. Im zwölften Jahrhundert verbreitete sich der Islam und prägte die Kultur nachhaltig. Erst im neunzehnten Jahrhundert wurde das Gebiet Teil des Russischen Reiches, was zu großen Wanderungsbewegungen der Kirgisen in Richtung China oder Afghanistan führte.

Nach der Zeit in der Sowjetunion erlangte das Land im Jahr 1991 schließlich seine volle Unabhängigkeit. Heute präsentiert sich Kirgisistan als ein Land, das stolz auf seine nomadischen Wurzeln ist. Die wilden Landschaften und die unberührte Natur machen es zu einem einzigartigen Ziel für Abenteurer.

Regionen und Resorts Kirgisistan

Natur Kirgisistan

Obwohl die Waldflächen in Kirgisistan auf den ersten Blick gar nicht so groß wirken, beherbergt das Land einige der wertvollsten Forste der Erde. Besonders berühmt sind die riesigen Walnuss- und Fruchtwälder, die weltweit ihresgleichen suchen. Auf über sechshunderttausend Hektar wachsen hier Bäume, die seit Generationen die Menschen mit Nahrung und Holz versorgen.

Neben diesen besonderen Nutzwäldern findet man in den höheren Lagen vor allem Fichten, Wacholder und Kiefern. In den Tälern und entlang der Flussläufe gedeihen dagegen eher Pappel, Weiden und Birken. Das Zusammenspiel der verschiedenen Baumarten sorgt für ein ganz besonderes Mikroklima und bietet unzähligen Pflanzenarten einen geschützten Lebensraum.

Überall im Land sieht man wilde Sträucher wie Sanddorn, Berberitzen oder Kirschbäume, die im Frühling wunderschön blühen. Auf den Bergwiesen, die oft bis auf dreitausend Meter hinaufreichen, wachsen seltene Blumen wie das berühmte Edelweiß oder die Alpenaster. Wer mit offenen Augen durch die Natur geht, findet auch viele verschiedene Pilzarten in den Wäldern und Steppen.

Die Tierwelt Kirgisistans ist ebenso vielfältig wie die Landschaft selbst, denn es gibt über achtzig verschiedene Säugetierarten. In den Wäldern und auf den hohen Wiesen kann man im Sommer Braunbären, Wölfe oder die majestätischen Steinböcke beobachten. Auch die seltenen Archar-Schafe ziehen in großen Herden durch die unzugänglichen Gebirgsregionen.

Ein ganz besonderes Tier ist der Schneeleopard, der hoch oben über der Schneegrenze in den felsigen Steilhängen lebt. Er ist das Symbol der kirgisischen Berge, bekommt man ihn jedoch nur sehr selten zu Gesicht, da er extrem scheu ist. Viele dieser Tiere stehen heute unter strengem Schutz und sind im Roten Buch der bedrohten Arten eingetragen.

Auch für Vogelliebhaber ist das Land ein echtes Paradies, denn über dreihundert verschiedene Arten wurden hier bereits gezählt. Vom prächtigen Steinadler über den Bartgeier bis hin zu farbenfrohen Fasanen ist alles vertreten. An den Seen kann man oft Fischreiher oder sogar Flamingos beobachten, die auf ihrem Zug hier Rast machen.

Der Issyk-Kul-See spielt eine besondere Rolle als Überwinterungsplatz für viele Wasservögel. Da das Wasser dort nie gefriert, finden Schwäne, Gänse und sogar Pelikane hier auch in den harten Wintermonaten einen sicheren Zufluchtsort. Es ist ein beeindruckendes Schauspiel, wenn die großen Vögel über die glatte Wasseroberfläche gleiten.

In den Flüssen und Seen des Landes tummeln sich zudem fast fünfzig verschiedene Fischarten. Besonders im Issyk-Kul findet man Forellen, Karpfen und den einheimischen Tschebak, der bei den Fischern sehr beliebt ist. In den eiskalten Gebirgsbächen ist vor allem die Forelle zu Hause, die sich in dem klaren Wasser sichtlich wohlfühlt.

Um diese ganze Pracht für die Zukunft zu bewahren, wurden in Kirgisistan zahlreiche Naturschutzgebiete und Nationalparks eingerichtet. Bekannte Namen wie Sary-Tschelek oder der Isyk-Kul-Naturpark sorgen dafür, dass die empfindlichen Ökosysteme geschützt werden. Diese Gebiete erlauben es der Natur, sich ohne menschliche Eingriffe zu entwickeln und bieten Tieren einen sicheren Rückzugsort.

Klima Kirgisistan

Das Wetter in Kirgisistan ist ein Thema für sich, denn es hängt extrem stark davon ab, wo genau man sich gerade aufhält. In den Bergen herrscht ein klassisches Kontinentalklima, was bedeutet, dass die Winter knackig kalt und die Sommer richtig heiß werden können. Man muss sich darauf einstellen, dass das Wetter im Gebirge sehr launisch sein kann und schnell umschlägt.

Im Norden des Landes, dort wo die Ausläufer des Tian-Shan-Gebirges beginnen, ist das Klima eher gemäßigt. Im Januar liegen die Temperaturen oft um den Gefrierpunkt, während sie im Juli auf angenehme 25 bis 30 Grad klettern können. Das macht die Region um Bischkek zu einer sehr bewohnbaren Gegend, in der man alle vier Jahreszeiten deutlich spürt.

Ganz anders sieht es im Westen und im Süden aus, insbesondere an der Grenze zu Usbekistan und im Fergana-Becken. Dort wird es im Sommer oft richtig heiß, wobei das Thermometer gerne mal die Marke von 40 Grad knackt. In diesen tiefer gelegenen Regionen ist das Klima fast schon subtropisch, was man an der üppigen Vegetation merkt.

Was den Regen angeht, ist das Land eher trocken, vor allem im zentralen und östlichen Teil. Dort gibt es sogar Gebiete, die fast schon wüstenähnlich sind, wenn man sich in den tieferen Lagen bewegt. Manchmal wehen heiße Winde aus den benachbarten Wüsten herüber und bringen feinen Staub oder kleine Sandstürme mit sich.

Die meisten Niederschläge fallen im frühen Frühling, wenn die Natur langsam erwacht und alles zu blühen beginnt. Im Sommer ist es meist trocken, aber in den hohen Bergen bleibt es immer deutlich kühler als im Flachland. Dort kann es selbst im Hochsommer nachts vorkommen, dass die Temperaturen bis an die Nullgrenze sinken.

Besonders extrem sind die Unterschiede im Süden des Landes, wo die Hitze im Sommer fast unerträglich werden kann. Im Kontrast dazu stehen die harten Winter im Norden, wenn die Temperaturen nicht selten auf minus 18 Grad oder tiefer fallen. Wer in Kirgisistan unterwegs ist, sollte also für jedes Wetter die passende Kleidung dabei haben.

In den Hochgebirgsregionen über dreitausend Metern ist es eigentlich das ganze Jahr über kühl. Im Juli steigen die Werte dort kaum über 12 Grad, während es im Winter extrem frostig wird mit Temperaturen bis zu minus 27 Grad. Man kann hier fast schon von einem subpolaren Klima sprechen, das nur für kurze Zeit im Sommer mildere Tage bietet.

Der Herbst ist eine wunderbare Zeit für einen Besuch, besonders wenn die Erntezeit beginnt. Die Temperaturen sind dann sehr angenehm und die große Hitze des Sommers ist endlich vorbei. Die Landschaft färbt sich in den schönsten Farben und die klare Luft bietet eine fantastische Fernsicht auf die schneebedeckten Gipfel.

Die beste Reisezeit für Wanderungen und Bergtouren liegt zwischen Juni und September. In diesen Monaten ist es meist trocken und die Wege sind schneefrei, sodass man die Natur in vollen Zügen genießen kann. Für die tiefer gelegenen Täler sind auch der April und Mai sehr schön, wenn das ganze Land in voller Blüte steht.

Wer hingegen zum Skifahren nach Kirgisistan kommt, sollte die Zeit zwischen Dezember und April nutzen. Die Skisaison ist lang und schneereich, was das Land zu einem echten Geheimtipp für Wintersportler macht. Die Kontraste zwischen den schneeweißen Bergen und der klaren Wintersonne sind einfach einmalig.

Transport in Kirgisistan

Um in Kirgisistan von A nach B zu kommen, hat man verschiedene Möglichkeiten, die alle ihren ganz eigenen Charme besitzen. Das öffentliche Verkehrsnetz stützt sich vor allem auf Busse, die typischen Minibusse und Taxis. Diese sind sowohl in den großen Städten als auch für weite Strecken über Land die erste Wahl für die meisten Menschen.

Busse gelten als die sicherste und auch günstigste Variante, um durch das Land zu reisen. Es gibt Linienverbindungen in fast jeden noch so abgelegenen Winkel des Landes. Die Fahrpläne sind oft eher Richtwerte, aber man kommt eigentlich immer an sein Ziel, wenn man ein wenig Geduld mitbringt.

Ein echtes Erlebnis sind die sogenannten Marschrutkas, die in ganz Zentralasien verbreitet sind. Diese kleinen Busse fahren feste Routen ab, halten aber oft auf Zuruf oder dort, wo gerade jemand aussteigen möchte. Man findet sie an jedem Busbahnhof und oft auch auf den zentralen Marktplätzen der Dörfer.

Das Eisenbahnnetz ist in Kirgisistan nicht besonders gut ausgebaut, was vor allem an der schwierigen bergigen Topografie liegt. Es gibt im Grunde nur eine nennenswerte Strecke, die Bischkek mit der Stadt Balyktschy am Issyk-Kul-See verbindet. Eine weitere Verbindung gibt es im Süden zwischen Osch und dem benachbarten Usbekistan.

Taxis sind im Vergleich zu europäischen Preisen sehr günstig und werden oft auch für längere Fahrten zwischen Städten genutzt. In den größeren Städten gibt es mittlerweile moderne Apps, mit denen man sich ganz einfach einen Wagen rufen kann. Das ist oft bequemer als das Verhandeln auf der Straße und man kennt den Preis schon im Voraus.

Wer flexibel sein möchte, sollte darüber nachdenken, sich ein Auto zu mieten. Das ist wahrscheinlich die beste Art, das Land im eigenen Tempo zu erkunden und auch Orte abseits der Hauptstraßen zu sehen. Viele Vermieter bieten gut gewartete Fahrzeuge an, die oft auch für die Pisten in den Bergen geeignet sind.

Besonders vorteilhaft bei Mietwagenfirmen ist, dass man meist einen Rundum-Service bekommt. Die Autos sind versichert und falls doch mal etwas schiefgeht, wird einem schnell geholfen. Es gibt mittlerweile eine recht große Auswahl an verschiedenen Fahrzeugklassen, vom kleinen Stadtflitzer bis zum geländegängigen Geländewagen.

Eine Besonderheit sind die Fähren und Boote, die auf dem Issyk-Kul-See verkehren. Sie verbinden einige der Dörfer am Ufer miteinander und bieten eine tolle Möglichkeit, die Landschaft mal vom Wasser aus zu sehen. Der Blick auf die schneebedeckten Berge vom See aus ist wirklich atemberaubend und bleibt lange in Erinnerung.

Für internationale Reisen und schnelle Inlandsverbindungen gibt es drei wichtige Flughäfen mit regelmäßigem Flugverkehr. Der größte und wichtigste ist der Flughafen Manas in der Nähe von Bischkek. Von dort aus starten Flugzeuge in viele verschiedene Länder und verbinden Kirgisistan mit dem Rest der Welt.

Wer innerhalb des Landes fliegt, spart natürlich viel Zeit, verpasst aber oft die wunderschönen Landschaften entlang der Straßen. Es ist immer eine Abwägung zwischen Komfort und dem echten Abenteuer auf der Straße. Jedes Transportmittel hat seine Berechtigung und gehört irgendwie zum kirgisischen Alltag dazu.

Geld und Einkaufen in Kirgisistan

Die Landeswährung in Kirgisistan ist der Som, und man sollte immer genügend Bargeld dabei haben. Kreditkarten werden zwar in den großen Hotels und feinen Restaurants in Bischkek akzeptiert, aber im Rest des Landes kommt man ohne Scheine nicht weit. Zum Glück gibt es in den Städten genug Automaten, an denen man sich problemlos mit Bargeld versorgen kann.

In den Städten und an den Flughäfen findet man auch überall Wechselstuben, die meist faire Kurse anbieten. Das Einkaufen in Kirgisistan ist ein Erlebnis für sich, da viele Produkte noch in echter Handarbeit hergestellt werden. Die nomadische Tradition spiegelt sich in fast allen Souvenirs wider, die man auf den Märkten finden kann.

Besonders beliebt sind Waren aus Filz, der in dieser Region von herausragender Qualität ist. Es werden Taschen, Hausschuhe, kleine Figuren und Untersetzer aus der feinen Wolle der Merinoschafe gefertigt. Der Filz ist so robust und gleichzeitig weich, dass er früher sogar für den Bau der Jurten verwendet wurde.

Ein sehr typisches Mitbringsel ist das Toeschök, eine traditionelle Matratze, die in den Jurten als Schlafunterlage oder zum Sitzen dient. Auch kleine Nachbildungen von Jurten oder kunstvoll verzierte Schachteln sind tolle Geschenke für Freunde und Familie. Sie erinnern immer an die besondere Gastfreundschaft der Menschen hier.

Ein Kleidungsstück, das man überall im Land sieht, ist der Kalpak. Das ist eine traditionelle Kopfbedeckung für Männer, die aus weißem Filz gefertigt und oft mit schönen Mustern bestickt ist. Auch wenn sie auf Fremde manchmal ungewöhnlich wirkt, tragen die Männer sie mit großem Stolz im Alltag.

Wer etwas wirklich Wertvolles mit nach Hause nehmen möchte, sollte nach einem Schyrdak Ausschau halten. Das sind wunderschöne, handgefertigte Teppiche aus Filz, die in einem speziellen Mosaik-Verfahren hergestellt werden. Sie sind nicht nur dekorativ, sondern halten auch ewig und erzählen oft kleine Geschichten durch ihre Muster.

Neben Textilien sind auch Lederwaren und traditioneller Schmuck sehr gefragt. Für Spielliebhaber gibt es handgeschnitzte Schachspiele, bei denen die Figuren als kirgisische Krieger und Nomaden gestaltet sind. So ein Set ist ein echtes Kunstwerk und ein Blickfang in jedem Wohnzimmer.

Musik spielt im Leben der Kirgisen eine riesige Rolle, und man hört oft die Klänge der Komuz. Das ist eine kleine Gitarre mit drei Saiten, die meist aus dem Holz von Aprikosenbäumen geschnitzt wird. Viele Einheimische beherrschen dieses Instrument meisterhaft und geben gerne kleine Kostproben ihres Könnens.

Kulinarisch hat das Land ebenfalls viel zu bieten, was sich hervorragend als Souvenir eignet. Getrocknete Früchte, verschiedene Nüsse und vor allem der lokale Honig sind von bester Qualität. Der Honig gilt als einer der saubersten und leckersten der Welt und wird oft mit Nüssen verfeinert, was ihn zu einer echten Energiebombe macht.

Wer es herzhafter mag, sollte Kurut probieren, kleine getrocknete Quarkbällchen, die sehr salzig schmecken. Für die Daheimgebliebenen ist auch eine Flasche einheimischer Cognac eine gute Idee. Er wird nach alter Tradition hergestellt und hat ein ganz besonderes Aroma, das man so in Europa selten findet.

Hauptattraktionen Kirgisistan

Die Vielfalt in Kirgisistan ist wirklich beeindruckend, wenn man sich die Zeit nimmt, das Land genauer zu erkunden. Man findet dort alles von tiefen historischen Wurzeln über kulturelle Schätze bis hin zu echten Naturwundern, die einen staunen lassen. Die Palette reicht von uralten Felszeichnungen bis hin zu tosenden Wasserfällen, die sich ihren Weg durch das Gestein bahnen. Es gibt dort mittelalterliche Ruinen zu entdecken und Bergseen, die so hoch liegen, dass die Luft dort oben ganz besonders klar und frisch ist.

Bischkek liegt direkt am mächtigen Tienschan-Gebirge und ist die Hauptstadt sowie einer der schönsten Orte im ganzen Land. Die Stadt ist bekannt als das Tor zum Nationalpark Ala-Artscha und zu den beeindruckenden Gipfeln des kirgisischen Ala-Too. Wer sich für Kunst und Geschichte interessiert, wird sich hier wohlfühlen, denn es gibt viele staatliche Museen, Galerien und sogar ein prachtvolles Opernhaus. Es ist eine Stadt, die den Spagat zwischen moderner Hauptstadt und der Nähe zur wilden Natur perfekt meistert.

Der Nationalpark Ala-Artscha selbst liegt mitten in den Bergen des Tienschan und gehört zu den beliebtesten Ausflugszielen für Reisende und Einheimische gleichermaßen. Zum Park gehört die beeindruckende Schlucht des Flusses Ala-Artscha und das raue Hochgebirge, das sie umgibt. Es ist ein Ort, an dem man die Stille der Berge wirklich spüren kann, fernab vom Trubel der Stadt. Viele kommen hierher, um einfach nur zu wandern oder die gewaltige Aussicht auf die Felswände zu genießen.

Ein echtes Stück Geschichte findet man beim Burana-Turm, der bereits im elften Jahrhundert erbaut wurde. Damals war er ein wichtiger Teil einer blühenden Stadt namens Balasagun, die direkt an der berühmten Seidenstraße lag. Heute ist der Turm noch etwas über zwanzig Meter hoch und man kann sogar die engen Stufen hinaufsteigen. Von oben hat man einen weiten Blick über das Land, was einem ein Gefühl für die damalige Zeit gibt.

Direkt neben dem Turm gibt es ein kleines Museum, in dem man alte Steinskulpturen bewundern kann, die man Balbals nennt. Diese Figuren haben oft sehr detaillierte Gesichter und erzählen stumm von der Vergangenheit der Region. Ein weiteres Highlight ist die Karawanserei Tasch-Rabat aus dem fünfzehnten Jahrhundert. Sie ist so gut erhalten, dass man sich fast vorstellen kann, wie früher die Händler mit ihren Kamelen dort Rast gemacht haben.

Tourismus in Kirgisistan

Der Kok-Bel-Wasserfall liegt versteckt in einer kleinen felsigen Bucht und ist mit seinen zwanzig Metern Höhe ein wirklich imposanter Anblick. Wenn man das beruhigende Geräusch von herabstürzendem Wasser mag, wird man diesen Ort einfach nur genießen. Es ist die perfekte Kulisse, um kurz innezuhalten und die Kraft der Natur auf sich wirken zu lassen. In der Umgebung gibt es viele solcher verborgenen Orte, die darauf warten, entdeckt zu werden.

Es gibt in Kirgisistan so viele schöne Ecken, und das Naturschutzgebiet Sary-Tschelek gehört definitiv zu den absoluten Favoriten vieler Reisender. Die Landschaft dort ist so friedlich, dass sie fast wie gemalt wirkt und einen sofort in ihren Bann zieht. Man bekommt dort einen sehr guten Eindruck davon, wie die unberührte Natur in diesem Teil der Welt aussieht. Es ist ein Ort, der einen die Zeit vergessen lässt und der See im Zentrum ist einfach nur magisch.

Osch ist eine der ältesten Städte in ganz Zentralasien und hat eine ganz besondere Atmosphäre, die man sofort spürt. Hier gibt es nicht nur einen riesigen historischen Basar, sondern auch den Berg Suleiman-Too, der für viele Muslime ein heiliger Ort ist. Der Berg ist durchlöchert von kleinen Höhlen und ganz oben thront eine Moschee, die weit über das Tal blickt. Für Besucher ist es ein faszinierendes Erlebnis, die Treppen zum Gipfel zu erklimmen.

Der Suleiman-Too ist übrigens die einzige Stätte in Kirgisistan, die komplett als UNESCO-Weltkulturerbe anerkannt ist. Ein weiteres Juwel ist das Tal Altyn Araschan, das vor allem für seine natürlichen heißen Quellen bekannt ist. Dort wandert man über grüne Almwiesen und durch dichte Bergwälder, während man im Hintergrund den schneebedeckten Gipfel Palatka sieht. Es ist ein idealer Ort für alle, die gerne zu Fuß unterwegs sind und die Berge lieben.

Der Issyk-Kul-See ist wahrscheinlich die bekannteste Sehenswürdigkeit des Landes und zieht jeden Sommer viele Besucher an. Er ist der zweitgrößte Hochgebirgssee der Welt und liegt majestätisch eingebettet zwischen den hohen Gipfeln des Tienschan-Gebirges. Der See ist so riesig, dass man am Horizont das Ufer kaum sehen kann, fast so wie an einem Ozean. Das blaue Wasser vor den schneebedeckten Bergen im Hintergrund ist ein Anblick, den man nie wieder vergisst.

Unterkunft in Kirgisistan

Ein wirklich ungewöhnlicher Ort ist der Märchen-Canyon, wo der rote Sandstein durch Wind und Regen über Jahrtausende geformt wurde. Die Natur hat dort die verrücktesten Figuren geschaffen, von kleinen Wellen bis hin zu riesigen Felsnadeln, die wie Türme aussehen. Manche Leute sehen in den Formationen sogar ganze Schlösser, was dem Ort seinen passenden Namen gegeben hat. Wenn die Sonne tief steht, leuchten die Felsen in den intensivsten Rottönen, die man sich vorstellen kann.

Auch das Dschyrgalan-Tal strotzt nur so vor natürlicher Schönheit und bietet alles, was das Herz eines Outdoor-Fans begehrt. Türkisfarbene Seen, klare Flüsse und kleine Wasserfälle funkeln dort in der warmen Sommersonne. Da Kirgisistan so viele Berge und grüne Wiesen hat, ist es das perfekte Ziel für alle, die gerne wandern oder Trekking-Touren machen. Besonders der zentrale Tienschan im Osten des Landes bietet einige der spektakulärsten Aussichten auf die höchsten Gipfel.

Aber man kann dort nicht nur wandern, sondern auch jede Menge Spaß auf dem Wasser haben. Es gibt viele Möglichkeiten für Wassersport, wie zum Beispiel Tauchen, Wasserski oder einfach nur eine Runde Schwimmen im klaren Wasser. Wer den Adrenalinkick sucht, kann sich beim Paragliding versuchen oder beim Schnorcheln die Unterwasserwelt erkunden. Es ist toll zu sehen, wie viel Abwechslung das Land bietet, egal ob man Action oder Entspannung sucht.

Da es im Land so viele Flüsse und Seen gibt, ist das Kajakfahren bei vielen Besuchern sehr beliebt geworden. Vor allem im Juli und August, wenn die Gletscher in der Hitze schmelzen, steigen die Wasserstände in den Flüssen ordentlich an. Das ist dann die absolut beste Zeit, um sich ins Boot zu stürzen und die Natur vom Wasser aus zu erleben. Die wilden Gebirgsflüsse sind in den letzten Jahren auch bei Rafting-Fans immer bekannter geworden.

Auch im Winter ist das Land ein echtes Paradies, besonders für alle, die gerne auf Skiern oder dem Snowboard stehen. Es gibt klassische Skibasen, aber man kann auch in entlegenen Gebieten abseits der Pisten im Tiefschnee fahren. Wer es lieber etwas gemütlicher mag, kann sich Schneeschuhe leihen oder die Gegend auf Langlaufskiern erkunden. Und wenn man mal keine Lust auf Sport hat, kann man einfach mit dem Schneemobil durch die weiße Landschaft heizen.

Küche und Geschirr Kirgisistan

Eine der schönsten Möglichkeiten, die weiten Landschaften Kirgisistans zu erkunden, ist eine Tour auf dem Rücken eines Pferdes. Das ist eine sehr ursprüngliche Art des Reisens, die perfekt zur Kultur des Landes und seiner Bewohner passt. Man kann solche Ritte für nur einen Tag machen oder gleich eine mehrtägige Expedition planen. Die Pferde sind gut an das Gelände gewöhnt und man wird immer von einem erfahrenen Führer begleitet, der den Weg kennt.

Wenn man sich nach einem anstrengenden Tag in der Natur aufwärmen möchte, gibt es in Kirgisistan viele natürliche heiße Quellen. Viele dieser Quellen sind sehr bekannt, weil das Wasser dort mineralreich und gesund für den Körper sein soll. Es ist ein tolles Gefühl, mitten in der Natur in dem warmen Wasser zu entspannen. Für Leute, die gerne angeln, bieten die klaren Gebirgsflüsse ebenfalls fantastische Bedingungen.

In den heimischen Gewässern schwimmen viele verschiedene Fischarten, wie zum Beispiel die Regenbogenforelle oder die Amudarja-Forelle. Ein ganz besonderes Erlebnis ist die traditionelle Jagd mit Falken oder Adlern, die tief in der Geschichte der Nomaden verwurzelt ist. Auch wenn diese Art der Jagd heute nicht mehr so oft vorkommt wie früher, gibt es immer noch Profis, die diese Kunst beherrschen. Diese Jäger trainieren ihre Steinadler mit viel Geduld, um diese alte Tradition für die Zukunft zu bewahren.

Bei der Wahl der Unterkunft gibt es in Kirgisistan eine riesige Bandbreite, die jedem Geschmack und Geldbeutel gerecht wird. Das Angebot reicht von schicken, luxuriösen Häusern bis hin zu sehr persönlichen, familiengeführten Pensionen. Man kann in Hotels übernachten, die liebevoll in alten, historischen Gebäuden eingerichtet wurden. In größeren Städten findet man oft eine Mischung aus renovierten Gebäuden aus der Sowjetzeit und ganz neu gebauten internationalen Hotels.

Hotels sind vor allem in Bischkek und anderen größeren Städten wie Osch, Karakol oder Naryn leicht zu finden. In der Hauptstadt gibt es eine tolle Auswahl an Boutique-Hotels und größeren Vier-Sterne-Häusern. In kleineren Städten auf dem Land geht es meist etwas bescheidener, aber dafür sehr herzlich zu. Für alle, die auf ihr Budget achten müssen, gibt es zudem in fast jeder Stadt Hostels, die oft schon für sehr wenig Geld ein Bett anbieten.

Kultur und Traditionen Kirgisistan

Ein Aufenthalt bei einer einheimischen Familie ist wahrscheinlich die beste Art, um den echten Alltag in Kirgisistan kennenzulernen. Die Menschen dort sind unglaublich gastfreundlich und öffnen ihre Häuser gerne für Gäste aus dem Ausland. Man bekommt oft ein Zimmer im Haus und kann so hautnah miterleben, wie die Familien dort leben und essen. Es ist eine wunderbare Erfahrung, die einem das Land und seine Bewohner viel näher bringt als jedes anonyme Hotel.

Wer das Abenteuer sucht, sollte unbedingt mal in einem Jurtenlager übernachten, vor allem in der Nähe der großen Seen wie dem Song-Kul. In einem dieser traditionellen Filzzelte zu schlafen, gibt einem ein Gefühl dafür, wie die Nomaden früher gelebt haben. Für Leute, die lieber unabhängig sind, gibt es auch viele Ferienwohnungen, die man mieten kann. Diese sind meistens komplett mit Küche und allem Drum und Dran ausgestattet, sodass man sich selbst versorgen kann.

Camping ist eine weitere tolle Möglichkeit, um die wilde Natur des Landes ganz direkt zu spüren. Man kann sein Zelt in einer einsamen Schlucht aufstellen oder in einem größeren Basislager am Fuß der Berge bleiben. Es gibt kaum etwas Schöneres, als morgens die Augen zu öffnen und direkt auf einen blauen Bergsee zu schauen. Die kirgisische Küche ist dabei ein spannender Mix aus vielen verschiedenen Einflüssen von über achtzig verschiedenen Volksgruppen.

Fleisch spielt in der Ernährung eine zentrale Rolle, besonders Lamm, Rind und Pferdefleisch stehen oft auf dem Speiseplan. Das berühmteste Gericht ist Beschbarmak, was übersetzt fünf Finger bedeutet und aus Nudeln, viel Fleisch und Zwiebeln besteht. Auch Lagman, ein Gericht mit handgezogenen Nudeln und Gemüse, ist überall im Land sehr beliebt. Dazu gibt es oft frisch gebackenes Brot wie Boorsoks oder das traditionelle Naan aus dem Lehmofen.

Die Kultur des Landes wird auch durch die Musik und das berühmte Epos von Manas geprägt, das seit Jahrhunderten mündlich überliefert wird. Ein wichtiges Instrument ist das Komuz, eine kleine Laute mit drei Saiten, die fast jeder Kirgise kennt. Das ganze Jahr über finden bunte Festivals statt, bei denen oft Pferde im Mittelpunkt stehen. Diese Feste zeigen die ganze Lebensfreude der Menschen und halten die alten Bräuche der Vorfahren lebendig.

Wetter in Kirgisistan

Wetter pro Monat

Januar

+1° С +3° С
+1
+3
Januar

Februar

0° С +1° С
0
+1
Februar

Marsch

+1° С +2° С
+1
+2
Marsch

April

+7° С +3° С
+7
+3
April

Mai

+13° С +7° С
+13
+7
Mai

Juni

+19° С +12° С
+19
+12
Juni

Juli

+23° С +17° С
+23
+17
Juli

August

+26° С +21° С
+26
+21
August

September

+25° С +20° С
+25
+20
September

Oktober

+21° С +18° С
+21
+18
Oktober

November

+14° С +13° С
+14
+13
November

Dezember

+6° С +7° С
+6
+7
Dezember

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