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Jordanien

Information about Jordanien

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Geographie und Geschichte Jordanien

Jordanien ist ein Land, das mitten im Herzen des Nahen Ostens liegt und deshalb schon seit ewigen Zeiten eine extrem wichtige Rolle auf der Weltbühne spielt. Wenn man heute dorthin reist, spürt man förmlich den Atem der Geschichte, auch wenn es früher in dieser Region oft ziemlich kräftig gekracht hat und viele Kriege geführt wurden. Inzwischen hat sich das Blatt aber gewendet und das Land zeigt sich von seiner besten Seite, blüht richtig auf und heißt Reisende das ganze Jahr über herzlich willkommen.

Die Nachbarschaft ist bunt gemischt, denn Jordanien teilt sich seine Grenzen mit Saudi-Arabien, Syrien, dem Irak sowie Israel und den palästinensischen Gebieten. Mit einer Fläche von gerade mal gut 92.300 Quadratkilometern ist das Land zwar nicht besonders riesig, aber die Landschaft hat es in sich, auch wenn der Großteil eigentlich aus endlosen Wüsten besteht. Ein echtes Highlight ist der Zugang zum Meer, denn Jordanien liegt sowohl am Toten als auch am Roten Meer, wobei der Küstenstreifen mit etwa 26 Kilometern zwar kurz, aber dafür umso schöner ist.

Der größte Teil des Landes liegt auf einer Art riesigem Hochplateau, wobei die Höhenmeter ordentlich schwanken und man sich meistens irgendwo zwischen 600 und 1500 Metern über dem Meeresspiegel bewegt. Das Ganze ist im Grunde eine natürliche Fortsetzung des großen arabischen Tafellandes und wirkt durch die vielen Hügel und Täler sehr lebendig. Überall ziehen sich Flüsse wie der Jarmuk oder der Sarka durch das Land, die sich ihren Weg bahnen und schließlich entweder im Jordan oder direkt im Toten Meer landen.

Wenn man in den Westen schaut, entdeckt man dort die Ausläufer der gewaltigen afrikanischen Grabenbrüche, was eine ziemlich beeindruckende Kulisse schafft. Dieses tiefe Tal erstreckt sich über stolze 375 Kilometer und wird an manchen Stellen bis zu 22 Kilometer breit, was man sich kaum vorstellen kann, wenn man nicht selbst davorsteht. Das Tote Meer ist dabei eigentlich gar kein echtes Meer, sondern ein gigantischer See, der seinen Namen nur wegen seiner enormen Ausmaße von 80 Kilometern Länge und 16 Kilometern Breite bekommen hat.

Das Wasser dort ist so extrem salzig, dass man fast 370 Gramm Salz in jedem Liter findet, was es für Fische oder Pflanzen unmöglich macht, dort zu überleben. Im Osten hingegen wird es deutlich flacher und einsamer, denn dort treffen die Syrische Wüste und die Nordarabische Wüste aufeinander und bilden eine weite, schier endlose Ebene. Die Geschichte, die in diesem Boden steckt, reicht unglaublich weit zurück, denn Forscher haben Spuren gefunden, die fast zwei bis zweieinhalb Millionen Jahre alt sind.

Schon in der Steinzeit und in der Antike war hier einiges los, und irgendwann kamen dann die Römer und machten weite Teile des Gebiets zu einer ihrer Provinzen. Das war eine Zeit des Aufschwungs, in der massenhaft Straßen gebaut wurden und der Handel so richtig florierte, was man heute noch an vielen Ruinen sehen kann. Später im Mittelalter hielt der Islam Einzug und prägte die Kultur nachhaltig, bevor die Osmanen im Jahr 1516 das Ruder übernahmen und das Land für Jahrhunderte kontrollierten. Erst im Jahr 1946 wurde Jordanien schließlich ein eigenständiger, unabhängiger Staat, so wie wir ihn heute kennen.

Regionen und Resorts Jordanien

Natur Jordanien

Obwohl Jordanien auf den ersten Blick wie ein recht kleines Fleckchen Erde im Nahen Osten wirkt, verbirgt sich hinter der staubigen Fassade eine Natur, die einen wirklich umhauen kann. Zwischen den kargen Wüstenlandschaften und den schroffen Bergen haben erstaunlich viele Tiere ihr Zuhause gefunden, die man hier vielleicht gar nicht vermuten würde. Es ist ein richtiges Drehkreuz für die Tierwelt, denn jedes Jahr ziehen etwa 150 heimische Tierarten und über 220 verschiedene Vogelarten durch das Land oder lassen sich hier nieder.

Wenn es um Pflanzen geht, hat das Land ebenfalls einiges zu bieten, vor allem wenn im Frühling die wilden Blumen anfangen zu blühen und alles in bunte Farben tauchen. Das absolute Aushängeschild ist dabei die Schwarze Iris, die nationale Blume des Landes, die man so in Europa eigentlich nirgendwo in freier Wildbahn findet. Besonders in der Gegend um die Stadt Madaba kann man diese eleganten, dunklen Blüten in riesigen Feldern bewundern, was ein wirklich seltener und schöner Anblick ist.

In den etwas höheren Lagen, wo es etwas kühler und feuchter ist, wachsen sogar richtige Wälder mit alten Eichen und duftenden Kiefern, aber auch Pistazienbäume fühlen sich dort pudelwohl. In den Tälern rund um den Jordan-Fluss sieht das Ganze dann schon wieder ganz anders aus, dort findet man eher Eukalyptusbäume, Zedern und natürlich die typischen Olivenhaine. Da das Klima insgesamt doch eher trocken ist, sieht man fast überall robuste Sträucher, die mit ganz wenig Wasser auskommen und sich perfekt an die Hitze angepasst haben.

In der Wüste selbst muss man schon genauer hinschauen, denn dort verstecken sich viele Bewohner wie Insekten, flinke Eidechsen oder kleine Nagetiere unter den Steinen. Aber es gibt dort auch die echten Wüstenkönige, wie zum Beispiel Schakale, Wüstenfüchse, gestreifte Hyänen oder sogar Wölfe und wilde Kaninchen, die nachts durch die Gegend streifen. Ein ganz besonderes Tier ist jedoch die Arabische Oryx-Antilope, die mit ihrem weißen Fell und den langen Hörnern als das Nationaltier des Landes gilt und streng geschützt wird.

Wer denkt, dass es in Jordanien nur trocken zugeht, der sollte mal einen Blick in die Flüsse oder direkt in den Golf von Akaba werfen, denn dort wimmelt es nur so vor Leben. In den Süßwasserläufen tummeln sich etwa 20 Fischarten, aber die richtige Action findet unter der Meeresoberfläche im Süden statt, wo über tausend verschiedene Fischarten im klaren Wasser leben. Man kann dort sogar auf Haie treffen, und mit ein bisschen Glück bekommt man sogar den gigantischen Walhai zu Gesicht, der der größte Fisch der ganzen Welt ist.

Für alle, die gerne schnorcheln oder tauchen, ist das hier ein wahres Paradies, in dem man Clownfische, Barrakudas, Rochen und geheimnisvolle Muränen zwischen den Korallen entdecken kann. Sogar Flamingos und Pelikane lassen sich in der Region blicken und genießen die warmen Bedingungen am Wasser. Die Korallenriffe im Golf von Akaba sind übrigens weltberühmt, denn dort wachsen über 110 Arten von Weichkorallen und etwa 120 Arten von Steinkorallen in den schillerndsten Farben. Damit diese ganze Pracht auch für die Zukunft erhalten bleibt, hat Jordanien im ganzen Land Naturschutzgebiete eingerichtet, in denen man die Tiere und Pflanzen in Ruhe beobachten kann.

Klima Jordanien

Wenn man eine Reise plant, ist das Wetter natürlich eines der wichtigsten Themen, über die man sich vorher Gedanken machen sollte, damit man keine bösen Überraschungen erlebt. In Jordanien ist der Frühling eigentlich die allerbeste Zeit, um das Land zu erkunden, weil die Temperaturen dann einfach perfekt sind und man weder schwitzt noch friert. Regenschauer sind in diesen Monaten extrem selten, was ideal ist, wenn man viel draußen unterwegs sein will, egal ob man nun alte Ruinen besichtigt, wandert oder am Strand liegen möchte.

Die Monate März, April und Mai sind die Zeit, in der die Sonne so langsam ihre Kraft entfaltet und alles zum Leben erwacht, ohne dass es gleich unangenehm wird. Schon im Mai fühlt es sich eigentlich wie im Hochsommer an, wenn das Thermometer tagsüber oft die Marke von 28 Grad knackt. In der Hauptstadt Amman und ihrer Umgebung bleibt es meistens einen Tick kühler als im Rest des Landes, während es in Akaba im Süden schon richtig schön warm ist und die Urlauber anzieht.

Wenn man sich die Temperaturen im Zentrum des Landes genauer anschaut, merkt man den Sprung im Frühling deutlich, von anfangs angenehmen 18 Grad bis hin zu fast 30 Grad im Mai. An der Küste des Roten Meeres geht es allerdings schon viel früher heiß her, da kann es im März auch schon mal locker 35 Grad warm werden, was sich wie ein echter Hochsommer anfühlt. Das Wasser ist in dieser Zeit ebenfalls schon sehr einladend und hat genau die richtige Temperatur, um sich ohne Gänsehaut in die Wellen zu stürzen.

Im Toten Meer schwanken die Wassertemperaturen im Frühling meistens zwischen 21 und 25 Grad, was sich sehr angenehm auf der Haut anfühlt. Das Rote Meer ist mit 20 bis 24 Grad nur minimal kühler, bietet aber trotzdem die perfekte Erfrischung nach einem langen Tag in der Sonne. Im Sommer verwandelt sich Jordanien dann in ein richtig heißes Pflaster, wo man die echte Hitze des Nahen Ostens mal so richtig am eigenen Leib spüren kann.

Für alle, denen hohe Temperaturen nichts ausmachen, ist der Sommer eine spannende Zeit, auch wenn es im Norden bis zu 32 Grad und im Süden oder Zentrum sogar bis zu 39 Grad heiß werden kann. Die meisten Leute verbringen ihre Zeit dann eher am Wasser, gehen tauchen oder gönnen sich eine Wellness-Behandlung mit dem Schlamm aus dem Toten Meer. Wenn man aber eher der Typ für lange Besichtigungstouren zu Fuß ist, sollte man vielleicht doch lieber auf den Frühling oder den Herbst ausweichen, weil die Sommerhitze echt schlauchen kann.

In den drei Sommermonaten brennt die Sonne ordentlich vom Himmel, und in Amman bewegen sich die Werte meistens zwischen 29 und 32 Grad im Schatten. Am Roten Meer wird es mit bis zu 38 Grad noch eine ganze Schippe heißer, aber dafür sind die Seen und Meere herrlich aufgewärmt. Im August erreicht das Wasser oft stolze 30 Grad, während es am Ende der Saison im Roten Meer immer noch kuschelige 28 Grad warm ist, was das Baden zu einem echten Genuss macht.

Der Herbst in Jordanien ist ebenfalls eine tolle Reisezeit, weil die extreme Hitze dann langsam nachlässt und man wieder stundenlang am Strand relaxen kann, ohne gegrillt zu werden. Wer hingegen eher an Kultur interessiert ist und jede Menge Ausflüge machen will, für den könnte der Winter eine gute Wahl sein, da es dann überall viel leerer ist. Man muss allerdings wissen, dass es im Winter auch mal regnen kann, was der einzige kleine Haken an dieser ansonsten sehr entspannten Reisezeit ist.

Transport in Jordanien

Das Thema Transport ist in Jordanien ein Kapitel für sich, und man sollte sich vorher ein bisschen damit beschäftigen, damit man vor Ort nicht völlig verloren ist. In den größeren Städten wie Amman, Akaba oder Irbid klappt das mit den öffentlichen Verkehrsmitteln eigentlich ganz gut und es gibt ein System, das man verstehen kann. Es fahren dort ganz klassische Linienbusse, aber es gibt auch diese typischen Minibusse und natürlich jede Menge Taxis, die überall in der Stadt herumkurven.

In den kleineren Dörfern oder abgelegenen Gegenden sieht die Sache allerdings anders aus, dort ist man fast ausschließlich auf die kleinen Minibusse angewiesen. Das größte Problem für Touristen ist hierbei, dass es keine festen Fahrpläne gibt, an denen man sich orientieren könnte. Die Fahrer fahren meistens erst dann los, wenn der Bus bis auf den letzten Platz besetzt ist, was manchmal schnell geht, aber manchmal auch eine gefühlte Ewigkeit dauern kann.

Dazu kommt, dass fast alle Infos zu den Zielen nur auf Arabisch an den Bussen stehen, was es für Fremde natürlich nicht gerade einfach macht, den richtigen Weg zu finden. Wenn man nur innerhalb einer Stadt von A nach B kommen will, sind die gelben Taxis eigentlich die bequemste und einfachste Lösung für jeden Urlauber. Eine Fahrt kostet meistens nur ein paar Dinar, und auch wenn Trinkgeld keine Pflicht ist, freuen sich die Fahrer natürlich über eine kleine Geste der Anerkennung.

Wer wirklich viel vom Land sehen will und flexibel bleiben möchte, fährt am besten damit, sich einfach selbst ein Auto zu mieten. Die Straßen in Jordanien sind überraschenderweise in einem richtig guten Zustand und die Entfernungen zwischen den einzelnen Sehenswürdigkeiten sind oft gar nicht so groß, wie man denkt. Es macht also Sinn, das Steuer selbst in die Hand zu nehmen, um auch mal abseits der typischen Touristenpfade anzuhalten und die Landschaft zu genießen.

Einige Reisende kommen sogar mit dem eigenen Wagen über die Grenze, was zwar möglich ist, aber mit ein paar bürokratischen Hürden verbunden ist. Man muss an der Grenze eine Versicherung abschließen und bekommt für die Zeit des Aufenthalts sogar spezielle jordanische Kennzeichen verpasst. Wenn man nur eine Woche bleibt, kostet das Ganze etwa 45 Dinar, während für einen Monat schon rund 66 Dinar fällig werden, was man im Budget einplanen sollte.

Sogar beim Verlassen des Landes wird man noch mal kurz zur Kasse gebeten, da eine Ausreisegebühr von etwa 10 Dinar verlangt wird, was ganz normal ist. Aber man muss ja nicht unbedingt über den Landweg kommen, denn es gibt auch spannende Wege über das Wasser, zum Beispiel mit der Fähre von Ägypten aus. So eine Überfahrt dauert meistens nur zwei bis drei Stunden und ist eine tolle Abwechslung, um mal eine andere Perspektive auf die Küste zu bekommen.

An den Landgrenzen gibt es zudem spezielle Übergänge, die man kennen sollte, wie die Arava-Grenze zwischen Akaba und Eilat oder die berühmte König-Hussein-Brücke. Letztere ist auch als Allenby-Brücke bekannt und wird oft von Reisenden genutzt, die zwischen Jordanien und den palästinensischen Gebieten pendeln. Manchmal ist der Übergang bei der Sheikh-Hussein-Brücke allerdings geschlossen, wenn es in der Region mal wieder unruhig ist, weshalb Touristen diesen Weg eher selten wählen und lieber auf Nummer sicher gehen.

Geld und Einkaufen in Jordanien

Die offizielle Währung, mit der man in Jordanien bezahlt, ist der Jordanische Dinar, und man bekommt es dort mit einer Mischung aus Scheinen und Münzen zu tun. Interessanterweise sind oft noch Banknoten aus verschiedenen Jahren im Umlauf, und wenn man mal ein älteres Exemplar in die Finger bekommt, ist das kein Problem. Man kann damit ganz normal bezahlen oder den Schein einfach bei einer Bank gegen eine neuere Version eintauschen, was völlig unkompliziert abläuft.

Seit den frühen 90er Jahren sind die Geldscheine übrigens so gestaltet, dass sie sowohl auf Arabisch als auch auf Englisch beschriftet sind, was uns Touristen das Leben natürlich deutlich leichter macht. Viele fragen sich vor dem Abflug, welches Geld sie am besten im Gepäck haben sollten, und da lautet die einfache Antwort: US-Dollar. Der Wechselkurs für Dollar ist in Jordanien oft ein bisschen besser als für Euro, und mit anderen Währungen wie zum Beispiel Rubel braucht man es gar nicht erst versuchen, die nimmt dort niemand an.

In den großen Städten kann man heutzutage zwar oft ganz bequem kontaktlos mit der Karte bezahlen, aber man sollte sich nicht blind darauf verlassen. Sobald man die belebten Zentren verlässt und in ländlichere Gegenden oder kleinere Dörfer kommt, ist Bargeld immer noch der absolute König. Geldautomaten sind dort oft Mangelware, weshalb es eine goldene Regel ist, immer genug Dinar oder zumindest ein paar Dollar in der Tasche zu haben, um nicht plötzlich ohne Geld dazustehen.

Ein guter Tipp ist, dass die meisten Automaten keine eigenen Gebühren verlangen, wenn man Geld abhebt, aber man sollte trotzdem vorher mal checken, was die eigene Bank zu Hause dafür berechnet. In Hotels oder schickeren Restaurants kann man zwar oft die Karte zücken, aber seid nicht überrascht, wenn am Ende noch mal etwa 5 Prozent auf die Rechnung aufgeschlagen werden. Das ist dort für Kartenzahlungen nicht unüblich und sollte beim Bezahlen einfach mit einkalkuliert werden, damit man sich nicht über den Preis wundert.

Beim Einkaufen auf Märkten oder in kleinen Läden muss man manchmal ein bisschen genauer hinschauen, weil die Preise oft ohne die genaue Währungseinheit angegeben werden. Neben den Dinar-Scheinen gibt es noch die Piaster, wobei 100 Piaster genau einen Dinar ergeben, was man sich wie Euro und Cent vorstellen kann. Diese kleinen Münzen gibt es in verschiedenen Größen, angefangen bei 1 Piaster bis hin zu den größeren 50-Piaster-Stücken, die man ständig als Wechselgeld bekommt.

Wenn man Geld wechseln muss, findet man überall in den Städten Wechselstuben oder Banken, und sogar direkt nach der Landung am Flughafen oder in den Hotels gibt es diese Möglichkeiten. Im Hotel sollte man allerdings wirklich nur im Notfall tauschen, wenn man es eilig hat, denn die Kurse dort sind meistens ziemlich schlecht im Vergleich zu den offiziellen Stellen in der Stadt. Es lohnt sich also fast immer, ein paar Schritte zu gehen und eine richtige Wechselstube zu suchen, um mehr für sein Geld zu bekommen.

Ein ganz wichtiges Thema in Jordanien ist das Trinkgeld, denn im Servicebereich sind die Löhne oft ziemlich niedrig angesetzt, sodass die Leute auf die Extras der Gäste angewiesen sind. Das System ist dort tief verwurzelt und man gibt eigentlich überall eine Kleinigkeit, sei es dem Taxifahrer, dem Kellner oder dem Guide, der einen durch Petra führt. Je nachdem, wie zufrieden man mit dem Service war, können das bei einem Führer auch mal bis zu 10 Dinar sein, während man im Hotel meistens mit einem Dinar pro Gefälligkeit gut dabei ist.

Hauptattraktionen Jordanien

Wer nach Jordanien reist, merkt schnell, dass das Land wie ein riesiges Freilichtmuseum ist, in dem sich Architektur und Natur auf faszinierende Weise vermischen. Es ist nicht nur die Geschichte einer einzelnen Nation, die hier an jeder Ecke spürbar wird, sondern im Grunde die Geschichte der gesamten Menschheit. Von alten Festungen bis hin zu Naturwundern gibt es hier so viel zu entdecken, dass man Wochen brauchen könnte, um alles wirklich zu erfassen.

Ein absolutes Highlight ist die Burg Ajlun, die stolz auf einem Berggipfel thront und einen fast schon majestätischen Ausblick über die Landschaft bietet. Früher stand an dieser Stelle wohl mal ein Kloster, in dem ein Mönch namens Ajlun lebte, was der Burg letztlich ihren Namen gab. Wenn man davor steht, wirkt das Ganze mit seinem tiefen Graben und den massiven Mauern eher wie eine trutzige Militäranlage als wie ein prachtvolles Schloss.

Im Inneren der Burg kann man sich leicht verlieren, da sie wie ein echtes Labyrinth aus endlosen Treppen und schmalen Gängen aufgebaut ist. Diese führen einen immer wieder in neue, geräumige Zimmer, in denen man sich vorstellen kann, wie das Leben dort früher ablief. Besonders spannend sind die alten Wasserreservoirs und eine steinerne Badewanne, die damals wohl nur dem Herrn der Burg vorbehalten war.

Von ganz oben hat man einen Blick, den man so schnell nicht vergisst, denn man schaut bis zum Toten Meer und über das Jordantal. Um überhaupt zur Burg zu gelangen, überquert man eine Brücke, die erstaunlich gut erhalten geblieben ist. Es ist ein Ort, an dem man die strategische Bedeutung der Region in vergangenen Jahrhunderten wirklich greifen kann.

In der Hauptstadt Amman steht die König-Abdullah-I.-Moschee, die erst in den achtziger Jahren fertiggestellt wurde und optisch sofort ins Auge fällt. Das Besondere an diesem Gotteshaus ist, dass hier auch Menschen willkommen sind, die nicht dem muslimischen Glauben angehören. Das ist in Amman tatsächlich die einzige Moschee, bei der das so unkompliziert möglich ist.

Das Gebäude selbst ist auf einem vieleckigen Grundriss erbaut und wird von einer riesigen blauen Kuppel gekrönt, die einen Durchmesser von 35 Metern hat. Wenn man den Gebetsraum betritt, fällt der Blick sofort auf den prachtvollen Kristallleuchter, der mit Versen aus dem Koran verziert ist. Es gibt einen separaten Bereich für Frauen, der Platz für etwa 500 Personen bietet und sehr schlicht, aber eindrucksvoll gestaltet ist.

Natürlich darf das Tote Meer auf keiner Reise fehlen, das ja weltweit für seine heilende Wirkung bekannt ist und Scharen von Urlaubern anzieht. Das Wasser ist so salzhaltig, dass man nicht untergehen kann, was an sich schon ein verrücktes Erlebnis ist. Aber viel wichtiger ist, dass die Mineralien im Wasser die Durchblutung fördern und dem Körper richtig gut tun.

Sogar die Luft dort ist anders und besonders für Leute mit Lungenproblemen eine wahre Wohltat. Ein Geheimtipp sind die Heilschlämme direkt am Ufer, die es in dieser Form nirgendwo sonst auf der Welt gibt. Man schmiert sich damit ein, lässt es trocknen und fühlt sich danach wie neu geboren, weil die Haut extrem weich wird.

Wer sich für die ganz alten Geschichten interessiert, kommt an der Felsenstadt Petra im Wadi-Musa-Tal absolut nicht vorbei. Dieser Ort wirkt wie aus einem Märchen, denn die gesamte Stadt wurde schon vor über 2000 Jahren direkt in den roten Sandstein geschlagen. Die Erbauung dauerte fast fünf Jahrhunderte, was man angesichts der Detailverliebtheit der Fassaden sofort glaubt.

Es gibt sogar Legenden, die besagen, dass der Prophet Moses höchstpersönlich durch dieses Land gezogen ist. Petra ist heute eines dieser Ziele, die man einmal im Leben mit eigenen Augen gesehen haben muss. Die Atmosphäre zwischen den hohen Felswänden ist einfach magisch und lässt einen die moderne Welt komplett vergessen.

Nicht weit von Madaba entfernt liegen die heißen Quellen von Ma'in, die schon die alten Römer zu schätzen wussten. In biblischen Erzählungen wird sogar erwähnt, dass der jüdische König Herodes hier regelmäßig gebadet hat, um sich zu entspannen. Die Quellen liegen beeindruckende 264 Meter unter dem Meeresspiegel tief in einem Canyon versteckt.

Die Fahrt dorthin führt über eine kurvige Serpentinenstraße, die immer tiefer in die Schlucht hineinführt. Unten angekommen, sprudelt das heiße Wasser aus den Felsen und wirkt wie eine natürliche Verjüngungskur für den gestressten Körper. Es ist der perfekte Ort, um nach langen Wandertagen in der Wüste mal so richtig abzuschalten.

Ein weiteres Wunder der Antike ist das Römische Amphitheater in Amman, das eindrucksvoll zeigt, wie groß man früher gedacht und gebaut hat. Wenn man in der Mitte der Arena steht und nach oben blickt, bekommt man fast eine Gänsehaut vor Ehrfurcht. Das Faszinierende ist, dass dieses riesige Bauwerk direkt aus einem massiven Felsen herausgearbeitet wurde.

In den 44 Sitzreihen finden bis zu 6000 Menschen Platz, was man sich bei modernen Stadien kaum vorstellen kann. Unter der Erde gibt es ein System aus Tunneln, die früher direkt zur Zitadelle der Stadt führten. So konnten die Herrscher ganz diskret und ohne großes Aufsehen zu den Vorstellungen gelangen, was damals schon ziemlich clever durchdacht war.

Tourismus in Jordanien

In Jordanien ist der Tourismus nicht nur ein nettes Nebengeschäft, sondern das eigentliche Herzstück der Wirtschaft, das jedes Jahr enorme Summen ins Land bringt. Es gibt kaum ein anderes Land in der Region, das so viel Energie in den Ausbau seiner Infrastruktur für Besucher steckt. Das liegt vor allem daran, dass Jordanien so unglaublich vielfältige Schätze besitzt, die Menschen aus aller Welt anlocken.

Man findet hier alles, von uralten Ruinen bis hin zu modernen medizinischen Kurorten, was den Tourismus hier sehr breit aufstellt. Petra zum Beispiel, das wir ja schon kurz erwähnt haben, steht seit 1985 auf der Liste des UNESCO-Welterbes. Es wird völlig zu Recht als eines der sieben Weltwunder der Neuzeit bezeichnet und ist der Stolz des ganzen Landes.

Neben Petra gibt es aber noch viele andere Orte mit Weltruhm, wie den Jordanfluss oder den Berg Nebo, von dem aus man einen weiten Blick über das verheißene Land hat. Auch die Stadt Madaba mit ihren berühmten Mosaiken und die vielen verschiedenen Moscheen und Kirchen machen das Land zu einem kulturellen Schmelztiegel. Es ist diese Mischung aus religiöser Bedeutung und historischer Tiefe, die Jordanien so einzigartig macht.

Ein großer Teil der Besucher kommt aber gar nicht wegen der Geschichte, sondern wegen der Gesundheit hierher, besonders zum Toten Meer. Dort hilft nicht nur die salzhaltige Luft beim Durchatmen, sondern auch die berühmten Schlammbäder sind eine echte Wunderwaffe für die Haut. Aber Jordanien hat sich längst weiterentwickelt und bietet heute noch viel mehr als nur Kuraufenthalte.

Für Leute, die gerne etwas lernen wollen, gibt es speziellen Bildungstourismus, bei dem man tief in die arabische Kultur eintauchen kann. Wer es lieber sportlich mag, findet an den Korallenriffen tolle Möglichkeiten zum Tauchen oder geht in den Bergen auf Trekking-Tour. Auch Shopping-Fans und Leute, die sich für moderne Popkultur interessieren, kommen in den größeren Städten voll auf ihre Kosten.

Wenn man sich fragt, wo man anfangen soll, ist die Hauptstadt Amman natürlich die erste Adresse für viele. Dort findet man eine spannende Mischung aus riesigen, modernen Einkaufszentren, schicken Hotels und eben dem alten römischen Theater. Es ist eine Stadt, die niemals stillsteht und in der Tradition und Moderne direkt nebeneinander existieren.

Wer sich eher für religiöse Geschichte interessiert, sollte unbedingt einen Abstecher nach Mahis machen, da dieser Ort für Gläubige eine große Bedeutung hat. Ein ganz anderes Erlebnis bietet die Wüste Wadi Rum im Süden des Landes, die oft als Kulisse für Marsfilme dient. Dort kann man nicht nur die Stille und die bizarren Felsformationen genießen, sondern auch richtig Action beim Felsklettern erleben.

Dann gibt es noch Irbid, eine Stadt, die vor allem durch ihre Universitäten und die vielen Museen einen ganz eigenen, intellektuellen Vibe hat. Dort gibt es auch ziemlich große Malls, in denen man wunderbar bummeln kann, wenn man mal eine Pause von der Geschichte braucht. Es ist interessant zu sehen, wie unterschiedlich die jordanischen Städte doch eigentlich sind.

Man glaubt es vielleicht erst nicht, aber in Jordanien kann man auch nachts richtig viel erleben, denn das Nachtleben blüht immer mehr auf. Besonders in Amman gibt es mittlerweile eine riesige Auswahl an Clubs und Bars, in denen man bis spät in die Nacht feiern kann. Es ist definitiv nicht so, dass nach Sonnenuntergang im ganzen Land die Lichter ausgehen.

Für Naturfreunde gibt es zudem geschützte Gebiete, die einen wirklich staunen lassen, wie zum Beispiel Azraq. Das ist ein Feuchtgebiet mitten in der Wüste, das unter strengem Schutz steht und ein wichtiger Rückzugsort für viele Tiere ist. Es wirkt fast wie eine Fata Morgana, wenn man nach der langen Fahrt durch den Sand plötzlich auf dieses Wasser stößt.

Ein weiteres Juwel ist das Biosphärenreservat Dana, eine Gegend, die landschaftlich kaum zu übertreffen ist. Dort wachsen über 600 verschiedene Pflanzenarten, und wer Glück hat, kann einige der 37 Säugetierarten oder der fast 200 Vogelarten entdecken. Solche Orte zeigen, wie wichtig es dem Land ist, seine natürliche Schönheit für die Zukunft zu bewahren.

Unterkunft in Jordanien

Die Hotels in Jordanien sind wirklich klasse und bieten ihren Gästen einen Standard, der sich international absolut nicht verstecken muss. Was einem sofort auffällt, ist die herzliche Art des Personals, die einen oft spüren lässt, dass man hier wirklich willkommen ist. Ein großer Pluspunkt ist auch, dass viele Angestellte fließend Englisch sprechen, was die Kommunikation im Alltag natürlich extrem erleichtert.

Wenn man direkt am Wasser wohnen möchte, findet man dort die absoluten Top-Adressen, meistens schicke Fünf-Sterne-Häuser mit allem Komfort. Diese Hotels liegen oft direkt in der ersten Reihe am Strand und bieten einen perfekten Blick auf das Meer. Ein kleines Stückchen weiter hinten gibt es dann die Vier- und Drei-Sterne-Optionen, die oft gemütlicher sind und in Sachen Qualität kaum Wünsche offen lassen.

Besonders am Toten Meer, dem Zentrum für alle Wellness-Suchenden, ist die Auswahl an Unterkünften wirklich beeindruckend groß. Dort gibt es nicht nur Zimmer zum Schlafen, sondern ganze Erlebniswelten mit Restaurants, Centern für Unterhaltung und tollen Spa-Bereichen. Das Besondere an diesen Spas ist, dass sie fast ausschließlich mit natürlichen Ressourcen wie dem Salz und dem Schlamm aus der Region arbeiten.

Was die Preise für die Übernachtungen angeht, ist für jeden Geldbeutel etwas dabei, sodass niemand draußen bleiben muss. In der Hauptstadt Amman kann man zum Beispiel schon für etwa 10 Dinar in einem Hostel unterkommen, wenn man sich mit einem Bett im Gemeinschaftszimmer begnügt. Wer lieber seine Ruhe hat, findet einfache Doppelzimmer ab circa 22 Dinar, was für eine Hauptstadt echt fair ist.

Für ein ordentliches Drei-Sterne-Hotel sollte man mit etwa 20 bis 25 Dinar für zwei Personen rechnen, während man für den vollen Luxus im Fünf-Sterne-Bereich bei etwa 77 Dinar landet. Es ist also durchaus möglich, auch mit einem kleineren Budget eine gute Zeit zu haben, ohne auf Komfort verzichten zu müssen. Wer es noch rustikaler mag, kann sich auch nach einem Campingplatz umsehen, wo man für 20 Dinar oft schon ein Frühstück dazubekommt.

Direkt am Toten Meer liegen die Preise für ein schönes Doppelzimmer in einem Vier-Sterne-Haus bei ungefähr 50 Dinar pro Nacht. Möchte man es dort so richtig krachen lassen und wählt ein Fünf-Sterne-Resort, ist man meistens mit 77 Dinar dabei. Man sieht also, dass die Preise im ganzen Land recht stabil sind und man gut planen kann, wo man wie viel ausgibt.

Es lässt sich also festhalten, dass man in Jordanien eigentlich immer eine Bleibe findet, die zum persönlichen Geschmack und zum Konto passt. Es gibt sogar die Möglichkeit, direkt in Naturreservaten oder auf speziellen Touristenbasen zu übernachten, um der Wildnis noch näher zu sein. Nur im Wadi Rum ist das Bauen streng reglementiert, weil das Gebiet unter besonderem Schutz steht, was man bei der Planung beachten sollte.

Man muss allerdings dazu sagen, dass es in den kleineren Orten manchmal etwas schwieriger sein kann, spontan etwas Hochwertiges zu finden. In den großen Städten ist das Angebot hingegen riesig, und man hat die Qual der Wahl zwischen modern und traditionell. Ein kleiner Tipp am Rande ist, immer mal nach Rabatten zu fragen, da viele Hotels bei direktem Kontakt gute Nachlässe gewähren.

Früher gab es in Jordanien noch viel mehr von diesen richtig alten, prächtigen Hotels, die einen ganz besonderen orientalischen Charme hatten. Ein trauriges Beispiel ist das Hotel Philadelphia, das schon 1920 gebaut wurde und ein echtes architektonisches Juwel in der Stadt war. Leider wurde es in den achtziger Jahren abgerissen, weil man damals der Meinung war, dass solche alten Gebäude nicht mehr zeitgemäß seien.

Heute gibt es zwar immer noch viele günstige Unterkünfte, aber man sollte schon genau hinschauen, wo man bucht. Für Wanderer und Abenteurer sind die einfachen Herbergen völlig okay und oft auch sehr gesellig. Frauen, die alleine unterwegs sind, wird jedoch oft geraten, eher in den etwas etablierteren Hotels zu übernachten, um sich einfach wohler und sicherer zu fühlen.

Küche und Geschirr Jordanien

Die jordanische Küche ist tief in den arabischen Traditionen verwurzelt und bietet eine Geschmacksvielfalt, die man so schnell nicht vergisst. Auf den Märkten sieht man überall frisches Gemüse wie Auberginen, Paprika, Tomaten und Zwiebeln, die in fast jedem Gericht landen. Beim Fleisch setzen die Jordanier vor allem auf Lamm, Huhn oder Kalb, während Schweinefleisch aus religiösen Gründen so gut wie nie auf den Tisch kommt.

Obst spielt ebenfalls eine riesige Rolle und wird oft als Nachtisch oder einfach zwischendurch gegessen, egal ob es Bananen, Feigen oder Melonen sind. Eine echte Besonderheit sind die Früchte des Kaktus, die man unbedingt mal probieren sollte, wenn man die Gelegenheit dazu hat. Die Süße dieser Früchte ist eine tolle Ergänzung zu den oft recht würzigen Hauptspeisen des Landes.

Wenn man an schnelles Essen in Jordanien denkt, kommt einem natürlich sofort die Schawarma in den Sinn, die man an jeder Straßenecke bekommt. Dabei wird zartes Lamm- oder Hühnerfleisch zusammen mit frischem Gemüse und speziellen Gewürzen in ein Fladenbrot gerollt. Es ist der perfekte Snack für unterwegs, wenn man gerade zwischen zwei Sehenswürdigkeiten hin und her eilt.

Das absolute Nationalgericht ist jedoch Mansaf, ein Essen, das man meistens zu ganz besonderen Anlässen serviert bekommt. Es besteht aus Lammfleisch, das langsam in einer speziellen Soße aus getrocknetem Joghurt gekocht wird, und auf einem Bett aus Reis serviert wird. Oben drauf kommen dann noch geröstete Nüsse, was dem Ganzen einen tollen Biss gibt und einfach fantastisch schmeckt.

Für die kälteren Tage im Winter gibt es Adas, eine sehr gehaltvolle Linsensuppe, die mit Zwiebeln, Fleisch und einem ordentlichen Schuss Zitronensaft zubereitet wird. Sie wärmt von innen und ist in fast jedem Haushalt ein Standardgericht, wenn es draußen mal etwas ungemütlicher wird. Die Zitrone gibt der Suppe eine Frische, die man in anderen Linsengerichten oft vermisst.

Ein weiteres Highlight ist Makluba, was übersetzt so viel wie auf dem Kopf stehend bedeutet, und im Grunde ein großer Auflauf ist. Hierbei werden Fleisch, Reis und Gemüse wie Auberginen oder Kartoffeln in einem Topf geschichtet und nach dem Kochen einfach auf eine Platte gestürzt. Die Gewürze ziehen dabei so richtig schön durch alle Schichten und machen das Gericht zu einem echten Erlebnis.

Dann wäre da noch Molokhia, eine grüne Suppe, die sogar weit über die Grenzen Jordaniens hinaus bekannt und beliebt ist. Sie wird oft mit Kaninchenfleisch oder Huhn gekocht und mit viel Knoblauch, Koriander und Zitrone abgeschmeckt. Es ist ein sehr traditionelles Essen, das vielleicht optisch erst mal gewöhnungsbedürftig ist, aber geschmacklich absolut überzeugt.

Wer es etwas günstiger mag, sollte sich an die Bratlinge aus gelben Erbsen halten, die oft mit einer leckeren Soße aus Sesamöl serviert werden. Überhaupt ist das Brot in Jordanien eine ganz eigene Liebesgeschichte, denn die verschiedenen Arten von Fladenbrot sind bei keiner Mahlzeit wegzudenken. Ob man nun Kmaj oder Ragif wählt, das frische Brot ist immer die perfekte Beilage zu jedem Dipp.

Süßigkeiten sind im Orient natürlich ein ganz großes Thema und bilden oft den krönenden Abschluss eines langen Essens. Sehr bekannt ist Kanafeh, eine Süßspeise aus feinen Teigfäden und geschmolzenem Käse, die mit Sirup übergossen wird. Aber auch Baklava mit Honig und Pistazien oder einfach kandierte Früchte sind überall zu finden und extrem lecker.

Da Alkohol unter den Einheimischen kaum getrunken wird, gibt es eine riesige Auswahl an tollen alkoholfreien Getränken. Der Kaffee, oft Wasat genannt, wird meist mit Kardamom verfeinert, was ihm eine ganz besondere, fast schon exotische Note verleiht. Es gibt ihn in verschiedenen Stärken, vom sehr kräftigen schwarzen Kahwa Arabiya bis hin zur milderen braunen Variante. Auch Tee wird in Jordanien literweise getrunken, am liebsten sehr süß und mit einer ordentlichen Portion frischer Minze.

Kultur und Traditionen Jordanien

Jedes Land hat ja so seine eigenen Macken und Traditionen, aber die Kultur in Jordanien ist wirklich wie eine Schatzkiste voller Überraschungen. Über Jahrtausende hinweg hat sich hier eine Lebensweise entwickelt, die von tiefer Gastfreundschaft und Respekt geprägt ist. Auch wenn Arabisch die offizielle Sprache ist, kommt man als Tourist mit Englisch meistens sehr gut durch, weil die Menschen dort sehr weltoffen sind.

Die Herzlichkeit der Jordanier ist wirklich legendär und man spürt sie überall, egal ob man nun bei jemandem zu Hause eingeladen ist oder nur im Laden um die Ecke einkauft. Man sollte allerdings wissen, dass Touristen oft erst mal ein etwas höherer Preis genannt wird, was dort einfach zum guten Ton gehört. Handeln ist also absolut erlaubt und macht den Verkäufern oft sogar richtig Spaß, also traut euch ruhig.

Oft bekommt man sogar eine kleine Aufmerksamkeit oder ein Geschenk einfach so dazu, weil die Menschen dort extrem großzügig sind. Wenn man sich begrüßt oder verabschiedet, geht es oft sehr herzlich zu, mit Küsschen auf die Wangen und einem festen Händedruck. Diese kleinen Gesten zeigen, wie wichtig den Menschen die persönliche Verbindung und der soziale Zusammenhalt in ihrer Gesellschaft sind.

Die Religion spielt natürlich eine zentrale Rolle im Alltag, wobei der Islam den Ton angibt und der Koran das wichtigste Buch in jedem Haus ist. Man hört fünfmal am Tag den Ruf des Muezzins zum Gebet, was dem Tagesablauf einen ganz eigenen Rhythmus gibt. Wegen des Glaubens wird man im Land kaum Schweinefleisch finden, also gibt es zum Beispiel auch keine Chips mit Speckgeschmack.

Alkohol bekommt man zwar in speziellen Geschäften oder in den Bars der Hotels, aber man sollte ihn niemals öffentlich auf der Straße trinken. Es ist eine einfache Grundregel, dass man außerhalb von Hotels und Bars nicht betrunken sein sollte, um die Gefühle der Einheimischen nicht zu verletzen. Wenn man sich daran hält, wird man als Gast überall mit offenen Armen empfangen und respektiert.

Während des Fastenmonats Ramadan ändert sich das Leben im Land radikal, denn von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang wird weder gegessen noch geraucht. Als Tourist sollte man in dieser Zeit am besten in den Hotels oder in speziellen Restaurants in der Nähe der Sehenswürdigkeiten essen. Es gehört einfach zum guten Benehmen, aus Respekt vor den Fastenden nicht demonstrativ in der Öffentlichkeit zu essen.

Was die Kleidung betrifft, geht es in Jordanien eher konservativ zu, und die meisten Einheimischen tragen Kleidung, die viel Haut verdeckt. Viele Frauen tragen ein Kopftuch oder einen Hidschab, was dort ganz normal zum Straßenbild gehört. Auch Reisenden wird empfohlen, sich eher dezent zu kleiden und nicht zu viel nackte Haut zu zeigen, um nicht unangenehm aufzufallen.

Das schützt einen auch vor neugierigen Blicken und zeigt, dass man die lokale Kultur ernst nimmt und respektiert. Es gibt auch ein paar soziale Regeln, die für uns erst mal ungewohnt klingen, wie zum Beispiel, dass Frauen im Taxi lieber hinten sitzen sollten. Auch bei der Begrüßung ist Zurückhaltung gegenüber dem anderen Geschlecht geboten, selbst wenn es nur eine flüchtige Berührung wäre.

Sogar beim Schwimmen ist das Ganze etwas anders, als man es von europäischen Stränden gewohnt ist. Die meisten einheimischen Frauen gehen in ihrer normalen Kleidung oder in einem speziellen Burkini ins Wasser, der den ganzen Körper bedeckt. Wer als Touristin nicht völlig aus dem Rahmen fallen will, sollte sich vielleicht einen etwas ruhigeren Strandabschnitt suchen oder sich ein wenig anpassen.

Wetter in Jordanien

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