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Island

Information about Island

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Geographie und Geschichte Island

Wer an eine Reise in den hohen Norden denkt, dem kommt meist sofort diese eine Insel im weiten Atlantik in den Sinn. Island erstreckt sich über eine Fläche von etwa einhundertdreitausend Quadratkilometern und bietet eine Kulisse, die man so schnell nicht wieder vergisst. Das Klima dort ist für viele Reisende eine echte Wohltat, da es eben nicht drückend heiß ist, sondern eher frisch und perfekt für alle, die gerne draußen in der Natur unterwegs sind.

Man kann die arkische Natur eigentlich nur als majestätisch beschreiben. Überall finden sich schwarze Sandstrände, die fast schon mystisch wirken, tiefe Fjorde und Wasserfälle, die eine ganz eigene, fast schon heilige Ausstrahlung haben. Es gibt versteckte Höhlen und Landschaften, bei denen man das Gefühl hat, man befände sich auf einem anderen Planeten oder mitten in einem Fantasyfilm.

Besonders die Küstenlinie hat es den Besuchern angetan. Im Süden gibt es weite, flache Abschnitte mit feinem Sand, die zum Verweilen einladen. Selbst Reisende, die sehr auf ihr Budget achten müssen, kommen wegen der beeindruckenden Fjorde hierher und bereuen am Ende keinen einzigen Cent, den sie für diese Erfahrung ausgegeben haben.

Weltweit so richtig bekannt wurde der Inselstaat im Jahr zweitausendzehn. Damals gab es diesen gewaltigen Ausbruch des Vulkans mit dem komplizierten Namen Eyjafjallajökull, der tagelang die Nachrichten beherrschte. Doch die Geschichte des Landes reicht natürlich viel weiter zurück und ist unglaublich spannend, so wurden hier sogar Münzen aus der Zeit des Römischen Reiches gefunden.

Lange Zeit stand Island unter der Herrschaft von Norwegen, was sich erst in den Zwölfzigerjahren des dreizehnten Jahrhunderts festigte. Die Geschichte des Volkes ist geprägt von Widerstandskraft, aber auch von einer großen Friedfertigkeit. Sobald es die Weltlage zuließ, hat sich das Land immer für diplomatische Lösungen und Friedensverträge starkgemacht.

Wirtschaftlich gesehen war Island über weite Strecken seiner Geschichte sehr eigenständig. Das verdankten sie vor allem dem Fischfang und der Landwirtschaft, was sich besonders nach dem Zweiten Weltkrieg als riesiger Vorteil erwies. In dieser Zeit merkte man erst richtig, wie wichtig diese Industriezweige für die globale Versorgung eigentlich sind.

Auch politisch ging es zügig voran, denn das Land führte schon früh demokratische Wahlen ein. Mit der Zeit wuchsen die Exporte, was der Wirtschaft einen ordentlichen Schub gab. Heute macht die moderne Fischerei etwa vierzig Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung aus, was zeigt, wie tief die Menschen mit dem Meer verbunden sind.

Ein ganz besonderer Moment in der gesellschaftlichen Entwicklung war das Jahr neunzehnhundertachtzig. Damals wurde mit Vigdis Finnbogadottir zum ersten Mal eine Frau überhaupt zum Staatsoberhaupt gewählt und sie blieb bis sechsundneunzig im Amt. Später wurde die Entwicklung des Landes als so stabil angesehen, dass man sogar über einen Beitritt zur Europäischen Union nachdachte.

Regionen und Resorts Island

Natur Island

Die Natur auf Island ist wirklich etwas ganz Besonderes, auch wenn man auf den ersten Blick vielleicht denkt, dass dort nicht viel wächst. Tatsächlich ist nur knapp ein Viertel der gesamten Insel mit Vegetation bedeckt. Wenn man ins Landesinnere fährt, trifft man auf riesige Hochebenen, auf denen kaum ein Grashalm zu finden ist, da die Bedingungen dort oben einfach zu hart sind.

Dort, wo etwas wächst, sind es meistens Moose und verschiedene Grasarten, die typisch für diese Region sind. Früher gab es wohl deutlich mehr Waldgebiete, aber diese sind über die Jahrhunderte stark geschrumpft. Was man heute noch an Bäumen findet, sind meistens Birken, deren Stämme oft ziemlich krumm und schief gewachsen sind, weil der Wind dort ständig kräftig pustet.

Der Boden auf der Insel ist extrem mineralreich, was der Pflanzenwelt, sofern sie einen Platz findet, eine ganz eigene Kraft verleiht. Es gibt dort verschiedene Bodenarten, von moorigem Untergrund bis hin zu Gebieten, die eher staubig oder sandig sind. Diese Mischung sorgt dafür, dass die Landschaft so abwechslungsreich und manchmal auch ein bisschen rau wirkt.

Wasser spielt auf der Insel eine Hauptrolle, denn es gibt dort mehr als tausend Wasserfälle. Man stolpert fast an jeder Ecke über einen weiteren Kaskadenfall, der oft schöner als der vorherige ist. Dazu kommen noch etwa achthundert heiße Quellen, die überall aus dem Boden dampfen und der Insel diesen leicht magischen Charakter verleihen.

Was viele Besucher besonders fasziniert, sind die riesigen Gletscher. Sie bedecken etwa zehn Prozent der gesamten Landesfläche und haben einen enormen Einfluss auf das Klima, nicht nur auf der Insel selbst, sondern für die ganze Welt. Es ist schon ein beeindruckender Anblick, wenn man vor diesen gewaltigen Eismassen steht, die sich über Jahrtausende gebildet haben.

Bei den Tieren sieht es auf dem Land eher überschaubar aus. Lange Zeit war der Polarfuchs das einzige Landsäugetier, das dort heimisch war. Erst gegen Ende des achtzehnten Jahrhunderts hat man Rentiere eingeführt, die man heute manchmal in der freien Natur beobachten kann. Andere Tiere wie Mäuse oder Ratten kamen eher zufällig als blinde Passagiere auf Schiffen an.

Vogelbeobachter kommen hier jedoch voll auf ihre Kosten, denn es gibt etwa achtzig verschiedene Vogelarten, die hier ihre Nester bauen. Neben den klassischen Enten und Gänsen sieht man oft Schwäne oder Seeschwalben am Himmel kreisen. In den vielen Seen kann man Forellen finden, während in den Flüssen die Lachse springen, was für Angler natürlich ein Paradies ist.

Das Meer rund um die Insel ist jedoch der wahre Lebensraum. Man kann hier zwei verschiedene Arten von Robben beobachten und mit etwas Glück ziehen sogar Wale an der Küste vorbei. Es ist ein wichtiges Gebiet für viele Fischarten, insgesamt kommen hier über sechzig verschiedene Arten vor, darunter Kabeljau und Rotbarsch, die für die Insel extrem wichtig sind.

Im Frühling kann man oft beobachten, wie große Eisschollen an die Küste treiben, was ein tolles Fotomotiv ist, aber auch zeigt, wie nah man der Arktis eigentlich ist. Im Sommer hingegen muss man manchmal mit Hochwasser rechnen, wenn das Eis schmilzt. Mit insgesamt zweitausendsiebenhundert Seen gibt es auf der Insel also mehr als genug Wasser zu entdecken.

Klima Island

Das Wetter auf dieser Nordmeerinsel ist ein Thema für sich und eigentlich viel milder, als man es bei dieser Lage erwarten würde. Das liegt vor allem an den vielen Niederschlägen und der Lage mitten im Ozean. Wenn der Sommer kommt, kann es sogar richtig angenehm werden, wobei der August meistens der Monat ist, in dem die Temperaturen am höchsten klettern.

Es gibt im Land zwar viele Flüsse, die auch ordentlich Wasser führen, aber für Schiffe sind sie absolut nicht geeignet. Das liegt zum einen an der Strömung und zum anderen an den häufigen Überschwemmungen. Diese Fluten sind für die Natur zwar wichtig, da sie weite Flächen bewässern, aber sie machen die Gewässer auch unberechenbar und wild.

Besonders spannend ist der Punkt, an dem zwei große Meeresströmungen aufeinandertreffen: die kalte grönländische und die warme nordatlantische Strömung. Genau dort, wo diese Wassermassen zusammenkommen, ist das Wetter extrem launisch. Man muss ständig mit dichtem Nebel rechnen oder es bricht plötzlich ein Sturm los, der für die Menschen vor Ort auch mal gefährlich werden kann.

Eine weitere Gefahr geht von den Vulkanen aus, die unter den Gletschern schlummern. Wenn es dort zu Aktivitäten kommt, schmilzt das Eis in Rekordzeit und es entstehen riesige Flutwellen. Diese können sogar Dämme brechen lassen und ganze Landstriche unter Wasser setzen. Zu den größten und bekanntesten Seen gehören übrigens der Thingvallavatn und der Thorisvatn, die beide wunderschön gelegen sind.

Wer plant, im Sommer dorthin zu reisen, sollte wissen, dass das die teuerste Zeit ist. Die Saison startet so richtig im Juni, wenn die Tage fast kein Ende nehmen. In der Zeit von Dezember bis April ist es oft schwierig, die Naturwunder zu besichtigen, weil viele Straßen unpassierbar sind und die Sehenswürdigkeiten unter einer dicken Schneedecke liegen.

Die Sommermonate bieten dafür einige geniale Vorteile, wie zum Beispiel die berühmten Weißen Nächte, in denen es gar nicht richtig dunkel wird. Die Temperaturen können dann auch mal auf bis zu zwanzig Grad steigen. Außerdem fallen in diese Zeit wichtige Feste wie der Unabhängigkeitstag oder das Festival der Seeleute, was man sich nicht entgehen lassen sollte.

Viele kommen auch einfach nur zum Wandern hierher, um die berühmten Wanderwege durch die Welt der Sagen und Fjorde zu erkunden. Aber auch im Sommer bleibt es oft recht frisch, und man sollte den Wind nicht unterschätzen. Ein eisiger Regenschauer kann einen jederzeit überraschen, und im Winter liegt sowieso jede Menge Schnee in der Luft.

Man sollte also immer, egal in welchem Monat man reist, warme und wetterfeste Kleidung im Koffer haben. Das Wetter kann sich innerhalb von Minuten komplett drehen, besonders im Oktober merkt man den Umschwung oft sehr deutlich. Meistens wird das Wetter von Tiefdruckgebieten bestimmt, die über den Atlantik ziehen und mal Sonne, mal heftigen Wind mitbringen.

Transport in Island

Wenn man sich auf der Insel fortbewegen möchte, hat man die Wahl zwischen verschiedenen Verkehrsmitteln, wobei eines komplett fehlt: Eisenbahnen gibt es hier nämlich gar nicht. Stattdessen setzt man voll auf Busse, Autos, Schiffe und natürlich das Flugzeug, um von einem Ort zum anderen zu kommen. Die wichtigste Verkehrsader ist die Ringstraße Nummer eins, die einmal um die ganze Insel führt.

Diese Hauptstraße verbindet die wichtigsten Städte und Orte miteinander und ist insgesamt über dreizehntausend Kilometer lang, wenn man alle Nebenwege mitzählt. Am einfachsten ist es definitiv, sich ein Auto zu mieten. Das ist nicht nur super bequem, sondern gibt einem auch die Freiheit, dort anzuhalten, wo es einem gerade gefällt, solange man einen gültigen Führerschein dabei hat.

Sobald man plant, die asphaltierten Straßen zu verlassen und ins Hochland zu fahren, sollte man unbedingt einen Geländewagen nehmen. Das ist auf der Insel völlig normal und viele Vermieter bieten diese Fahrzeuge speziell für solche Abenteuertouren an. Ohne Allradantrieb kommt man auf den holprigen Pisten im Inneren des Landes oft nicht weit.

Wer lieber nicht selbst fahren möchte, kann auf das gut ausgebaute Busnetz zurückgreifen. Das System gilt als sehr zuverlässig und man kommt damit eigentlich überall hin, wo es Menschen gibt. Zum öffentlichen Nahverkehr gehören hier auch Taxis, und wenn es mal auf eine andere Insel oder in einen fernen Teil des Landes gehen soll, nimmt man die Fähre oder das Flugzeug.

In der Hauptstadt Reykjavik sucht man eine U-Bahn vergeblich, aber dafür fahren die Busse dort sehr pünktlich. Man erkennt die Stadtbusse an ihrer gelben oder gelb-blauen Farbe und dem großen Buchstaben S auf der Seite, was für Straeto steht. Diese Busse verbinden das Stadtzentrum mit den Außenbezirken und fahren teilweise auch in die Nachbargemeinden.

Eine Fahrt in der Stadt kostet für einen Erwachsenen etwa vierhundertfiebzig Kronen, was umgerechnet etwas mehr als drei Euro sind. Für Jugendliche ist es günstiger und kleine Kinder fahren sogar umsonst mit. Nachts sind die Preise ein bisschen höher, aber es ist gut zu wissen, dass es diese Spätverbindungen überhaupt gibt, wenn man mal länger unterwegs ist.

Ein wichtiger Punkt beim Busfahren ist die Bezahlung. In den Stadtbussen kann man normalerweise nicht direkt mit der Kreditkarte zahlen, aber man kann die Tickets direkt im Bus kaufen oder vorher besorgen. Auf den Überlandstrecken sieht das oft anders aus, da ist das Reisen meistens sehr unkompliziert und man muss sich keine großen Sorgen um den Fahrkartenkauf machen.

Es gibt verschiedene Anbieter für Busreisen, wie zum Beispiel Gray Line oder Reykjavik Excursions, die spezielle Touren in den Westen, Süden oder Osten des Landes anbieten. Das ist besonders praktisch, wenn man sich entspannt zurücklehnen und die Landschaft genießen möchte. Für alle, die auf eigene Faust losziehen, ist eine Offline-Karte auf dem Handy eigentlich Pflicht.

Das Internet ist zwar an vielen Stellen recht gut, aber mitten in der Wildnis oder zwischen hohen Bergen kann der Empfang schon mal weg sein. Mit einer heruntergeladenen Karte verliert man nie die Orientierung und findet immer sicher ans Ziel. So kann man die Reise durch dieses faszinierende Land voll und ganz genießen, ohne sich ständig Sorgen um den Weg machen zu müssen.

Geld und Einkaufen in Island

Die offizielle Währung auf der Insel ist die Isländische Krone, die oft mit ISK abgekürzt wird. Wenn man durch die Läden bimmelt, sieht man auf den Preisschildern meistens das Wort Krona oder im Plural Kronur, oft wird es aber auch ganz einfach mit kr abgekürzt. Es ist immer gut, ein paar der bunten Geldscheine in der Tasche zu haben, auch wenn man sie nicht ständig braucht.

Es gibt Banknoten in verschiedenen Werten, angefangen bei zehn Kronen bis hin zu fünftausend Kronen. Auch Münzen sind im Umlauf, wobei die kleinsten Werte bei einer Krone liegen und die größten bei hundert Kronen. Wenn man sein Geld umtauschen möchte, kann man das direkt nach der Landung am Flughafen oder in einer der Banken in der Stadt erledigen.

Man sollte wissen, dass Wechselstuben oft eine Gebühr verlangen, die entweder fest ist oder sich nach der Summe richtet, die man tauschen möchte. Die Banken haben meistens von neun Uhr morgens bis vier Uhr nachmittags geöffnet, allerdings nur unter der Woche. Wer am Wochenende Geld braucht, kann sein Glück in den größeren Hotels versuchen, die oft einen eigenen kleinen Wechselservice anbieten.

Heutzutage ist Bargeld in den Städten aber fast schon ein seltener Anblick geworden, weil man eigentlich alles mit der Karte bezahlen kann. Die gängigen internationalen Bezahlsysteme werden fast überall akzeptiert, egal ob im kleinen Café oder im großen Supermarkt. Man sollte nur im Hinterkopf behalten, dass bei jeder Transaktion im Ausland kleine Gebühren durch die eigene Bank anfallen können.

Shopping auf Island ist eine ganz eigene Erfahrung, vor allem weil das Angebot sehr stark an das kühle Klima angepasst ist. Man wird hier nicht unbedingt die billigsten Schnäppchen der Welt machen, denn die Preise sind insgesamt recht hoch. Aber dafür bekommt man Dinge, die es woanders einfach nicht gibt und die eine tolle Qualität haben.

Der absolute Klassiker unter den Mitbringseln ist natürlich der Lopapeysa, der typische isländische Wollpullover mit dem markanten Muster am Halsausschnitt. Es gibt auch viele modische Sachen aus Europa, aber die sind wegen der Importkosten oft ziemlich teuer. Die meisten Leute konzentrieren sich daher eher auf Souvenirs oder handgemachte Einzelstücke lokaler Künstler.

In der Hauptstadt gibt es einen tollen Flohmarkt namens Kolaportid, den man sich unbedingt mal anschauen sollte. Dort herrscht eine ganz besondere Atmosphäre und man findet oft skurrile Dinge, die man in normalen Läden nie entdecken würde. Besonders die handgefertigten Produkte haben ihren Preis, weil in ihnen viel Arbeit und Tradition steckt.

Oft findet man auf den Märkten auch ungewöhnliche Souvenirs, wie zum Beispiel originalgetreue Wikingerhelme oder sogar Tierknochen, die an den Küsten gefunden und bearbeitet wurden. Auch Kleidung aus lokaler Schafwolle ist sehr beliebt, da sie nicht nur warm hält, sondern auch durch ihre spezielle Strickweise fast schon kleine Kunstwerke sind.

Wer etwas für die Ohren oder zum Lesen sucht, wird bei den vielen lokalen Musikern und Autoren fündig, die auf der Insel sehr geschätzt werden. Und weil es im Winter oft lange dunkel ist, stellen die Isländer auch hervorragende Kerzen her, die für eine gemütliche Stimmung sorgen. So ein Stück isländische Gemütlichkeit nimmt man doch gerne mit nach Hause.

Hauptattraktionen Island

Island zieht Menschen aus aller Welt fast magisch an, und das aus gutem Grund. Wer dort landet, spürt sofort diese ganz besondere Energie, die von der rauen und ungezähmten Natur ausgeht. Man trifft auf riesige Vulkane, die fast schon bedrohlich wirken, und auf einsame Fjorde, die tief in die kalten Felsen einschneiden. Es ist diese Mischung aus gewaltigen Gletschern, reißenden Gebirgsflüssen und donnernden Wasserfällen, die einen einfach nicht mehr loslässt.

Die Isländer selbst sind ein ebenso faszinierendes Völkchen mit einer Kultur, die tief in der Geschichte verwurzelt ist. Ihre Sprache klingt für Fremde fast wie aus einer anderen Zeit, was kein Wunder ist, da sie eng mit dem Altnordischen der Wikinger verwandt ist. Trotz der harten Bedingungen so nah am Polarkreis haben sie es geschafft, sich ein modernes Leben aufzubauen. Man merkt schnell, dass sie sich in ihrer Art und Weise deutlich von anderen Europäern unterscheiden, was den Aufenthalt dort nur noch spannender macht.

Eines der absoluten Highlights, das fast jeder besuchen möchte, ist die Blaue Lagune. Das Wasser hat dort eine so unglaubliche, leuchtend blaue Farbe, dass man es kaum glauben kann, wenn man davor steht. Es ist ein natürliches Becken auf der Halbinsel Reykjanes, das durch geologische Besonderheiten entstanden ist. Durch das poröse Lavagestein und die ständige Hitze aus dem Erdinneren sprudeln hier Quellen an die Oberfläche, die angenehm warm und extrem sauber sind.

Die Geschichte dieses Ortes ist eigentlich ganz pragmatisch, denn 1976 wurde das Areal für ein Geothermalkraftwerk erschlossen. So entstand fast nebenbei dieser flache, blaue See, der heute Weltruhm genießt. Das Wasser ist vollgepackt mit Silizium und anderen Mineralien, was ihm diesen milchig-blauen Ton verleiht. Viele schwören auf die heilende Wirkung eines Bades in der Lagune und genießen es, dem eigenen Körper in dieser Kulisse etwas Gutes zu tun.

Ein weiterer Ort, den man gesehen haben muss, ist das Tal Thingvellir, das im Südwesten der Insel liegt. Es ist zwar nicht riesig, hat aber eine enorme historische Bedeutung für das Land. Früher fanden hier die großen Versammlungen statt, bis ein starkes Erdbeben im Jahr 1789 das gesamte Gelände veränderte. Danach entschied man sich, die politischen Treffen in die Hauptstadt Reykjavík zu verlegen, aber die mystische Atmosphäre im Tal ist bis heute geblieben.

Tourismus in Island

In Island dreht sich fast alles um die Denkmäler, die die Natur selbst geschaffen hat, und die sind wirklich jede Reise wert. Das Land ist keineswegs arm, aber man hat sich bewusst dazu entschieden, die Industrie so zu steuern, dass die weiten Landschaften fast unberührt bleiben. Das führt dazu, dass man dort Ecken findet, die so rein und ursprünglich sind, wie kaum irgendwo sonst in Europa. Aber auch in der Nähe der Zivilisation gibt es genug zu entdecken, was einen zum Staunen bringt.

Direkt vor den Toren von Reykjavík ragt zum Beispiel die Esja empor, ein gewaltiges Bergmassiv aus Basalt. Die Einheimischen haben es sich einfach gemacht und dem Berg einen Namen gegeben, den man auf der Insel oft als Frauennamen hört. Es ist ein beliebter Ort für Wanderungen, und von oben hat man einen fantastischen Blick über die gesamte Region. Man spürt dort oben richtig, wie klein der Mensch im Vergleich zu diesen Steinmassen eigentlich ist.

Wenn man sich in der Stadt umsieht, fällt einem sofort die Landakotskirkja ins Auge, eine katholische Kathedrale auf einem Hügel im Westen. Bevor dieser imposante Bau im neogotischen Stil 1929 fertiggestellt wurde, gab es dort nur eine kleine Holzkirche. Die wurde Ende des 19. Jahrhunderts von französischen Priestern errichtet, die sich damals auf der Insel niederließen. Heute ist der Steinbau ein echtes Wahrzeichen und wirkt auf seinem Hügel fast wie ein Wächter über die Stadt.

Ein Stück weiter im Süden findet man den berühmten Gullfoss, einen Wasserfall, der einem den Atem raubt. Das Wasser des Flusses Hvita stürzt hier über zwei gewaltige Kaskaden in die Tiefe, zuerst elf Meter und dann nochmal einundzwanzig Meter. Inmitten der sprühenden Gischt liegt ein flacher Felsvorsprung, der sich perfekt als Aussichtsplattform eignet. Von dort aus kann man das Tosen des Wassers nicht nur hören, sondern fast am ganzen Körper spüren.

Man nennt ihn auch den goldenen Wasserfall, was wohl an dem Lichtspiel liegt, das dort oft entsteht. Wenn die Sonne auf den Wasserstaub trifft, bricht sich das Licht und es entstehen wunderschöne Regenbögen, die über dem Abgrund tanzen. Viele Urlauber kommen erst jetzt langsam auf den Geschmack, Island zu besuchen, weil sie früher eher in den warmen Süden wollten. Man dachte oft, es sei zu teuer oder nicht erholsam genug, aber wer einmal dort war, weiß, dass das völliger Quatsch ist, denn die Bedingungen für einen entspannten Urlaub sind dort erstklassig.

Unterkunft in Island

Island ist ein Land, das extrem viel Wert auf Sauberkeit und den Schutz der Umwelt legt, was man an jeder Ecke merkt. Die Luft ist klar, das Wasser rein und die gesamte Atmosphäre hat etwas sehr Beruhigendes. Die Leute kommen nicht nur wegen der Ruhe hierher, sondern vor allem wegen der spektakulären Schauplätze in der Natur. Überall gibt es Flüsse und Berge, aber die Wasserfälle schlagen alles, was man sonst so kennt. Einer der beeindruckendsten ist der Dettifoss, der zu den mächtigsten in ganz Europa zählt.

Auch die Architektur auf der Insel ist eine Klasse für sich und erzählt viel über die bewegte Geschichte des Landes. Man sieht förmlich, wie die Menschen im Laufe der Zeit versucht haben, sich in dieser rauen Umgebung auszudrücken. Es gibt Gebäude, die wirken fast wie Skulpturen, während andere ganz traditionell und bescheiden daherkommen. Alles fügt sich harmonisch in die Landschaft ein, ohne deplatziert zu wirken, was der Insel einen ganz eigenen Charme verleiht.

Das Klima in Island ist oft besser als sein Ruf und eigentlich ziemlich angenehm, wenn man sich darauf einlässt. Vor allem für Menschen, die mit der extremen Hitze in südlichen Ländern nicht klarkommen, ist es hier ideal zur Erholung. Man muss keine Angst vor einem heftigen Klimaschock haben, da sich die Temperaturen oft gar nicht so stark von dem unterscheiden, was wir gewohnt sind. Viele Städte wirken durch ihre bunten Häuser zudem richtig fröhlich und einladend, was einen tollen Kontrast zum grauen Wetter bieten kann.

Wer die Natur liebt, wird von den schwarzen Stränden begeistert sein, wie man sie zum Beispiel bei Reynisfjara findet. Der dunkle Sand und die peitschenden Wellen wirken fast wie aus einem Science-Fiction-Film. Und wenn man zwischen Oktober und April dort ist, hat man vielleicht das Glück, die Polarlichter zu sehen. Dieses grüne Leuchten am Himmel ist ein echtes Naturwunder, das man nie wieder vergisst. Aber man sollte den Respekt vor der Erde nicht verlieren, denn aktive Vulkane wie der Bardarbunga zeigen immer wieder, wie lebendig der Untergrund ist.

Was das Kulinarische angeht, kommt man an einem Getränk namens Brennivin nicht vorbei. Übersetzt heißt das so viel wie gebrannter Wein, und es wird aus Kartoffeln und Kümmel destilliert. Es ist stark und eigenwillig, genau wie die Insel selbst. Wer es ganz mutig mag, probiert dazu Hakarl, das ist fermentiertes Fleisch vom Grönlandhai. Es riecht zwar extrem gewöhnungsbedürftig, gehört aber zur lokalen Identität einfach dazu und ist eine Erfahrung, die man mal gemacht haben sollte.

Küche und Geschirr Island

Wenn man sich in Island auf die Suche nach einer Unterkunft macht, merkt man schnell, dass hier hohe Standards gelten. Es gibt ein System namens VAKINN, das wie ein offizielles Gütesiegel funktioniert und die Qualität der Betriebe streng prüft. Dabei geht es nicht nur darum, wie bequem die Betten sind, sondern auch darum, wie umweltfreundlich das Unternehmen arbeitet. Nur wer wirklich alles gibt und die harten Kriterien erfüllt, darf dieses Zeichen tragen, was den Urlaubern ein gutes Gefühl von Sicherheit gibt.

In Island findet eigentlich jeder das Passende für seinen Geldbeutel, egal ob man Luxus sucht oder lieber einfach und günstig unterkommt. Es ist oft schlau, sich schon vor der Abreise nach speziellen Angeboten umzusehen, die manchmal nur im Ausland verkauft werden. Die Einstufung durch das VAKINN-System hilft dabei ungemein, die richtige Wahl zu treffen. Besonders spannend sind aber oft nicht die klassischen Hotels, sondern die vielen anderen Möglichkeiten, die Insel zu erleben.

Es gibt zum Beispiel über 170 Campingplätze, die quer über das ganze Land verteilt sind. Die meisten haben von Juni bis Ende August oder Mitte September geöffnet, aber es gibt auch Plätze, die früher aufmachen oder länger Gäste empfangen. Auch diese Plätze werden nach dem VAKINN-Standard bewertet, damit man weiß, was einen erwartet. Viele Camper kommen gerade deswegen hierher, weil sie die unberührte Natur hautnah spüren wollen, was natürlich eine gewisse Eigenverantwortung voraussetzt.

Die isländischen Gesetze zum Naturschutz sind streng und regeln genau, wo man sein Lager aufschlagen darf, wenn man nicht auf einem offiziellen Platz ist. Es ist immer ratsam, sich vorher schlau zu machen, wie die Regeln vor Ort aussehen. Neben dem Camping gibt es aber noch andere urige Unterkünfte wie Guesthouses, Mountain Huts oder Summer Houses. Jede dieser Optionen bietet einen ganz eigenen Blick auf das Leben auf der Insel und passt zu unterschiedlichen Reiseplänen.

Die Guesthouses sind oft kleine, familiengeführte Betriebe, in denen es sehr persönlich und gemütlich zugeht. Wer es noch rustikaler mag, übernachtet in einer der Berghütten im Hochland, die oft recht einfach ausgestattet sind. Da die Plätze dort begrenzt sind, sollte man unbedingt vorab reservieren und am besten einen eigenen Schlafsack dabei haben. Für Familien sind die Sommerhäuser toll, die oft an thermalen Quellen liegen und Platz zum Kochen bieten, während Hostels eine gute und günstige Alternative für junge Leute in Städten wie Reykjavík sind. Auch Ferien auf dem Bauernhof sind ein Riesending, wo man reiten, angeln oder sogar beim Schafescheren helfen kann.

Kultur und Traditionen Island

Das gesellschaftliche Leben in Island ist wirklich etwas Besonderes, was wohl auch an der geringen Bevölkerungszahl liegt. Lange Zeit lebten nur etwa 50.000 Menschen auf der Insel, und erst nach dem Zweiten Weltkrieg stieg die Zahl auf über 300.000 an. Das führt dazu, dass man sich untereinander oft kennt oder zumindest jemanden kennt, der den anderen kennt. Selbst wenn Beziehungen in die Brüche gehen, bleibt man meistens freundlich zueinander, weil man sich sowieso ständig über den Weg läuft.

Eine Sache, die viele Besucher verwirrt, ist das Fehlen von Nachnamen, wie wir sie kennen. Stattdessen nutzt man den Vornamen des Vaters oder der Mutter und hängt ein Anhängsel dran. Bei Jungen ist das meistens son für Sohn und bei Mädchen dottir für Tochter. So entstehen Namen, die für uns wie Nachnamen klingen, aber eigentlich nur die Abstammung erklären. Da die Gemeinschaft so eng ist, bleiben Haustüren oft unverschlossen, weil man seinen Nachbarn einfach vertraut.

Es ist in Island auch völlig normal, mal eben im Schlafanzug zum Supermarkt zu flitzen, ohne dass jemand blöd guckt. Bezahlt wird eigentlich alles mit Karte, selbst kleinste Beträge beim Bäcker, denn Bargeld sieht man hier fast gar nicht mehr. Eine kuriose Eigenheit ist das Verhalten in der Öffentlichkeit: Während Naseputzen eher als unhöflich gilt, ist das Ausspucken auf der Straße gesellschaftlich völlig akzeptiert. Das wirkt auf Fremde oft erst mal befremdlich, gehört aber zum lokalen Alltag.

Der Winter ist zwar dunkel, aber gar nicht so extrem kalt, wie viele denken, da die Temperaturen selten unter minus sechs Grad fallen. Die Dunkelheit ist jedoch gewaltig, besonders um den 21. Dezember herum, wenn die Sonne erst spät auf- und sehr früh wieder untergeht. Dafür wird man im Sommer mit Tagen belohnt, die scheinbar nie enden wollen. Um in der dunklen Zeit gesund zu bleiben, schwören die Isländer auf Fischöl-Kapseln, die quasi zur Grundausstattung in jedem Haushalt gehören.

Die Isländer lieben das Internet und soziale Netzwerke wie Facebook, was vielleicht an der Isolation der Insel liegt. Fast jeder ist online zu finden, und auf Portalen wie ja.is stehen oft ganz öffentlich die Adresse und die Telefonnummer von jedem Bürger. Wenn man jemanden mag, zeigt man das auch gerne durch körperliche Nähe und Berührungen. Interessant ist auch, dass viele Isländerinnen blond sind und die Frauen allgemein als sehr unkompliziert und offen in Sachen Beziehungen gelten.

Beruflich zieht es viele Bewohner in kreative Bereiche wie Design, Kunst oder Musik. Man trifft oft auf Kellner oder Barkeeper, die eigentlich gerade an ihrem Diplom arbeiten oder in einer Band spielen. Diese kreative Ader zieht sich durch das ganze Land und sorgt dafür, dass Island trotz seiner geringen Größe kulturell unglaublich viel zu bieten hat. Es ist diese Mischung aus Gelassenheit, Kreativität und der tiefen Verbindung zur Natur, die das Leben dort so einzigartig macht.

Wetter in Island

Wetter pro Monat

Januar

+1° С +2° С
+1
+2
Januar

Februar

+0° С +1° С
+0
+1
Februar

Marsch

+1° С +2° С
+1
+2
Marsch

April

+3° С +2° С
+3
+2
April

Mai

+7° С +4° С
+7
+4
Mai

Juni

+10° С +6° С
+10
+6
Juni

Juli

+12° С +8° С
+12
+8
Juli

August

+11° С +7° С
+11
+7
August

September

+9° С +6° С
+9
+6
September

Oktober

+5° С +4° С
+5
+4
Oktober

November

+2° С +3° С
+2
+3
November

Dezember

0° С +2° С
0
+2
Dezember

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