Natur Iran
Wenn man an die Natur des Irans denkt, kommen einem vielleicht nicht zuerst Wälder in den Sinn, doch tatsächlich ist etwa ein Zehntel des Landes bewaldet. Die Dichte dieses Grüns variiert dabei stark je nach Region und geografischer Lage. Besonders üppig und fast schon dschungelartig präsentieren sich die Wälder in den Gebirgszügen nahe dem Kaspischen Meer. Hier wachsen vor allem Eschen, stolze Eichen, Ulmen und anmutige Zypressen, die eine einzigartige Kulisse bilden.
Im Nordosten des Landes sieht die Sache schon wieder ganz anders aus, dort finden sich in den Bergregionen vorwiegend ausgedehnte Wacholderwälder. Schaut man weiter in den Südosten, entdeckt man bewaldete Gebiete, die fast ausschließlich aus Pistazienbäumen bestehen. Die größten zusammenhängenden Waldflächen sind jedoch die Eichenhaine, die man vor allem im Zentrum und im Westen der Republik antrifft. Im Gegensatz dazu wirkt die subtropische Waldzone an der südlichen Küste vergleichsweise klein und bescheiden.
Die Verteilung der Pflanzenwelt wurde über die Jahrhunderte hinweg massiv durch den Menschen und seine Landwirtschaft beeinflusst. An vielen Orten sind die ursprünglichen Wälder durch Abholzung oder die intensive Nutzung als Weidefläche für Vieh fast völlig verschwunden. In solchen Gebieten, wie etwa in der Region Zagros, hat sich stattdessen oft ein eher karger Strauchbewuchs durchgesetzt. Neben den bekanntesten Baumarten kann man dort aber immer noch Eisenholzbäume, Hainbuchen, Buchen, Platanen und verschiedene Wildpflaumen entdecken.
Im Südwesten trifft man häufiger auf eine Vegetation, die typisch für Flussauen und Sumpfgebiete ist, was einen starken Kontrast zur restlichen Landschaft bildet. Entlang des Persischen Golfs kann man sogar Mangrovenwälder finden, die sich perfekt an das salzige Wasser angepasst haben. In den niedrigeren Gebirgslagen herrscht hingegen eine eher steppen- oder wüstenartige Flora vor. Diese Steppen bestehen meist aus verschiedenen Gräsern und Wermutkraut, wobei hier und da auch kleine Sträucher die Landschaft auflockern.
In den richtigen Wüsten überleben nur Spezialisten wie der Saxaul, Salzpflanzen oder die zähe Kameldornpflanze. Auf den inneren Hochplateaus findet man hingegen fast gar kein pflanzliches Leben mehr vor, da die Bedingungen dort einfach zu extrem sind. Die Tierwelt des Landes ist ebenfalls faszinierend und vielfältig, so beheimatet der Iran allein 34 verschiedene Arten von Fledermäusen. Man trifft hier auf Tiere, die man eigentlich in viel kälteren oder noch heißeren Klimazonen vermuten würde.
In der Wildnis streifen Leoparden, Braunbären, Wölfe und Schakale umher, aber auch Mangusten, Wildschweine und Edelhirsche sind hier zu Hause. In den kargen Regionen sieht man immer wieder Kamele, die perfekt an die Trockenheit angepasst sind. Am Himmel kreisen stolze Falken, Adler und Störche, während man am Boden Rebhühner und Fasane beobachten kann. In den Feuchtgebieten lassen sich Scharen von Enten, Gänsen, Pelikanen und sogar Flamingos nieder, was für ein buntes Naturschauspiel sorgt.
Leider stehen etliche Tierarten kurz vor dem Aussterben, darunter der asiatische Gepard, bestimmte Robbenarten und grüne Schildkröten. Auch Dugongs, Steppenwölfe und zwei spezielle Schlangenarten sind in ihrem Bestand extrem gefährdet. Insgesamt stehen 74 Tierarten auf der Roten Liste des Landes, was die Dringlichkeit von Schutzmaßnahmen verdeutlicht. In den Küstengewässern tummeln sich Schildkröten und viele Speisefische, während die beiden Arten der Schraubenzieherziege als echte Besonderheiten nur hier vorkommen.
Klima Iran
Der größte Teil des Irans ist von einem Klima geprägt, das man als typisch für die kontinentalen Subtropen bezeichnen kann. Das bedeutet in der Praxis vor allem eine große Trockenheit und Temperaturen, die im Tages- und Jahresverlauf enorm schwanken können. Eine Ausnahme bilden lediglich die Küstenabschnitte an den südlichen Buchten, wo ein echtes tropisches Klima herrscht. Die Sommermonate sind dort extrem heiß, wobei die Durchschnittswerte meist zwischen 27 und 32 Grad liegen.
An manchen Tagen klettert das Thermometer im Schatten auf 38 Grad oder sogar noch höher, was die Mittagshitze fast unerträglich macht. Sobald die Sonne jedoch untergeht, kühlt es spürbar ab, sodass die Nächte im Vergleich zum Tag oft als sehr angenehm empfunden werden. Der Winter im Iran kann dagegen überraschend kalt ausfallen und viele Reisende unterschätzen das oft. Nur in den Gebieten direkt am Kaspischen Meer und im südlichen Küstentiefland bleibt es in der kalten Jahreszeit vergleichsweise mild.
In den großen Städten des Landes, auch in der Hauptstadt Teheran, liegen die Durchschnittstemperaturen im Januar zwar meist noch knapp über dem Gefrierpunkt, aber Frostnächte sind keine Seltenheit. Es kommt gar nicht so selten vor, dass im Sommer über zwei oder drei Monate hinweg kein einziger Tropfen Regen fällt. In extremen Jahren kann diese Durststrecke für die Natur sogar bis zu sieben Monate andauern. Dennoch gibt es im Iran auch Regionen, die sehr feucht sind und regelmäßig Niederschlag erhalten.
Dazu zählen vor allem die Hochlagen des Zagros-Gebirges und die dem Wind zugewandten Hänge des Elburs-Gebirges sowie Teile des iranischen Aserbaidschans. Auch entlang der kaspischen Küste regnet es häufig, was für eine saftig grüne Landschaft sorgt. Sobald man jedoch die Berge überquert und auf die windabgewandten Seiten gelangt, nimmt die Regenmenge drastisch ab. Je weiter man in den Süden oder Osten des Landes vordringt, desto deutlicher tritt der Wüstencharakter des Klimas hervor.
Im Norden und in den Hochgebirgen fällt der Niederschlag im Winter fast ausschließlich als Schnee, egal wie weit südlich man sich theoretisch befindet. In einigen schattigen Hochlagen kann der Schnee sogar bis weit in den Juni hinein liegen bleiben. Für die Bevölkerung ist dieser Winterschnee ein wahrer Segen, da die langsam schmelzenden Massen die Wasserversorgung im Frühjahr sichern. Im Süden hingegen ist Regen selbst im tiefsten Winter völlig normal und fällt dort oft in Form von heftigen Sturzfluten.
Diese Starkregenereignisse können zusammengerechnet bis zu 30 Tage im Jahr dauern und die trockenen Böden kurzzeitig überfluten. In den extrem trockenen Gebieten machen den Menschen zudem heiße Wüstenwinde zu schaffen, die viel Staub aufwirbeln. Die Wüsten selbst zeichnen sich fast das ganze Jahr über durch einen klaren Himmel und sehr trockene Luft aus. Wie in fast allen Wüsten der Welt sind die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht hier besonders extrem.
Der Winter in der Wüste kann hart und unerbittlich sein, mit schneidend kalten Winden nach dem Sonnenuntergang. Im äußersten Süden des Landes muss man sich auf eine Kombination aus drückender Hitze und sehr hoher Luftfeuchtigkeit einstellen. Trotz dieser Feuchtigkeit in der Luft fällt dort insgesamt nur sehr wenig Regen, und wenn, dann meist nur im Herbst oder Winter. In den Wintermonaten ist das Klima dort jedoch ausgesprochen angenehm, weshalb diese Zeit als beste Reisezeit für den Süden gilt. Allgemein konzentrieren sich die Niederschläge im ganzen Land vor allem auf die Zeit zwischen November und April.
Transport in Iran
Das Transportsystem im Iran ist wirklich beeindruckend und funktioniert oft viel besser, als viele Urlauber es erwarten würden. Egal ob man lieber mit dem Auto unterwegs ist oder das Flugzeug nimmt, die Verbindungen zwischen den Städten sind hervorragend ausgebaut. Man muss allerdings dazu sagen, dass die Flugzeugflotten der einheimischen Gesellschaften oft schon etwas älter sind, was am langjährigen Mangel an Ersatzteilen liegt. Dennoch ist das Fliegen innerhalb des Landes eine sehr beliebte und schnelle Art des Reisens.
Auch das Schienennetz wird von vielen Reisenden geschätzt, auch wenn man fairerweise sagen muss, dass man noch nicht jeden Winkel des Landes mit dem Zug erreichen kann. Die meisten Züge sind mit bequemen Sitzplätzen ausgestattet, die auch längere Fahrten angenehm machen. Wenn man eine Fahrt plant, ist es am sinnvollsten, die Fahrkarten etwa ein bis zwei Tage vor der geplanten Abreise zu kaufen. Besonders hervorzuheben sind die Züge der Fadak-Gesellschaft, die einen außergewöhnlichen Komfort bieten.
An Bord dieser Züge wird man mit exzellenten Mahlzeiten verpflegt, es gibt Internet direkt am Platz und das Personal wird sogar nach Standards geschult, die man von großen internationalen Airlines kennt. Die Preise für solche Fahrten sind im Vergleich zu europäischen Verhältnissen wirklich günstig. Für Touristen, die möglichst viel von der Landschaft und den Sehenswürdigkeiten sehen wollen, sind Busse oft die erste Wahl. Es gibt zwei verschiedene Klassen, die VIP-Busse und die Standard-Varianten, wobei der Unterschied spürbar ist.
In den VIP-Bussen hat man deutlich mehr Beinfreiheit und die Sitze lassen sich weit nach hinten klappen, was bei langen Nachtfahrten ein riesiger Vorteil ist. Der Preisunterschied zwischen den Klassen liegt meistens bei etwa 30 bis 40 Prozent. Ein kleiner Haken für Ausländer ist, dass die Liniennummern und Routenbeschreibungen oft nur auf Persisch verfasst sind. Hier hilft es entweder, sich ein paar Schriftzeichen einzuprägen, oder einfach die hilfsbereiten Einheimischen um Rat zu fragen.
Interessant ist auch, dass man Fahrkarten für Fernbusse nicht an einem zentralen Schalter kauft, sondern direkt in den Büros der jeweiligen Busunternehmen. Für kürzere Strecken zwischen benachbarten Orten werden oft Minibusse eingesetzt, die erst losfahren, wenn sie voll sind. Innerhalb der Hauptstadt Teheran ist die moderne Metro das schnellste und effektivste Verkehrsmittel, um dem berüchtigten Stau zu entkommen. Eine Besonderheit gibt es dabei zu beachten: Frauen steigen traditionell in den letzten Waggon der Metro ein.
Auch in den Bussen gibt es eine räumliche Trennung, wobei Frauen meist im hinteren Bereich Platz nehmen. Wenn man in einer größeren Gruppe unterwegs ist, lohnt es sich oft, ein Taxi für die gesamte Strecke zu mieten, da dies vergleichsweise preiswert ist. Man sollte dem Fahrer jedoch vorher klarmachen, dass man das Taxi exklusiv möchte, damit er nicht unterwegs noch weitere Fahrgäste einsammelt. Die Qualität der Fernstraßen ist im Iran nahezu perfekt, der Asphalt ist meist glatt und die Strecken sind nachts gut beleuchtet.
Auch die Flughäfen sind modern und gut organisiert, sodass man fast jede größere Stadt direkt anfliegen kann, ohne immer über Teheran reisen zu müssen. Einen eigenen Mietwagen zu nehmen, ist im Iran eher unüblich und im Vergleich zu anderen Transportmitteln auch ziemlich teuer. Angesichts der günstigen Taxis und Busse entscheiden sich die meisten Reisenden gegen das Selberfahren im oft chaotischen Stadtverkehr. Es ist meist stressfreier und günstiger, sich fahren zu lassen und dabei die Aussicht zu genießen.
Geld und Einkaufen in Iran
Die offizielle Währung im Iran ist der Rial, wobei man im Alltag fast immer vom Toman spricht, was anfangs etwas verwirrend sein kann. Ein Toman entspricht dabei zehn Rial, und theoretisch wird ein Rial noch in 100 Dinare unterteilt, die aber praktisch keine Rolle mehr spielen. Reisende sollten wissen, dass man mit westlichen Kreditkarten oder Reisechecks im Land fast nirgendwo bezahlen kann. Es ist daher unerlässlich, genügend Bargeld in Dollar oder Euro mitzubringen, um es vor Ort umzutauschen.
Für den Geldwechsel nutzt man am besten die offiziellen Bankfilialen oder staatlich lizenzierte Wechselstuben, die man in allen größeren Städten findet. Man sollte im Hinterkopf behalten, dass die Öffnungszeiten von Filialen oft von denen der Hauptsitze abweichen können. Donnerstag und Freitag sind im Iran das offizielle Wochenende, an dem viele Geschäfte und Behörden geschlossen bleiben. Andere Währungen als Dollar oder Euro, wie zum Beispiel Rubel, lassen sich nur extrem schwer oder gar nicht umtauschen.
Wenn es um Souvenirs geht, denken die meisten sofort an Gold oder handgeknüpfte Teppiche, doch das Land hat noch viel mehr zu bieten. Ein absolutes Muss für jeden Besucher sind die verschiedenen Gewürze, die man am besten auf den traditionellen Basaren kauft. Diese Märkte sind oft von morgens bis spät in den Abend belebt, sodass man in aller Ruhe stöbern kann. Die Iraner selbst lieben das Shisha-Rauchen und verkaufen die kunstvoll verzierten Wasserpfeifen auch sehr gerne an ausländische Gäste.
Besonders geschätzt wird die Keramikkunst, die unter dem Namen Minakari bekannt ist und durch ihre leuchtenden Farben besticht. Die Emaille-Beschichtung dieser Stücke ist so robust, dass die Verkäufer zur Demonstration oft mit einem Nagel darüber kratzen, ohne Spuren zu hinterlassen. Wer einmal echtes Minakari gesehen hat, wird die minderwertigen Kopien aus anderen Ländern sofort erkennen. Ein weiteres Highlight des iranischen Kunsthandwerks ist die Khatam-Technik, bei der winzige Holz- und Metallelemente zu feinen Mustern zusammengesetzt werden.
In dieser Technik werden oft edle Schmuckkästchen oder Bilderrahmen verziert, die ein tolles Mitbringsel für zu Hause sind. Kaffeeliebhaber werden es im Iran eher schwer haben, da Tee das absolute Nationalgetränk ist und hochwertiger Kaffee kaum angeboten wird. Dafür wird man von den kunstvollen Reliefarbeiten der Barjestekari-Technik begeistert sein, die Metall oder Ton zum Leben erwecken. Auch für Naschkatzen ist der Iran ein wahres Paradies, denn es gibt weit über hundert verschiedene Arten von traditionellen Süßigkeiten.
Jede Region hat dabei ihre ganz eigenen Spezialitäten, auf die sie besonders stolz ist. Ob die köstlichen Koluche-Kekse, die luftige Zuckerwatte Pashmak oder die mit Nüssen gefüllten Ghotab-Teigtaschen, die Auswahl ist schier unendlich. Um diese Leckereien standesgemäß zu servieren, empfiehlt sich der Kauf einer Termeh-Tischdecke aus fein gewebtem Stoff. Neben diesen Dingen gibt es noch viele weitere Schätze, die man aus dem Iran mit nach Hause nehmen kann, wie etwa Metallarbeiten mit filigranen Gravuren.
Sehr beliebt sind auch handbedruckte Baumwolltücher, die man Kalamkar nennt, oder die handgestickten Wollprodukte aus der Region Pateh. Wer etwas Praktisches sucht, kann sich die klassischen Giveh-Schuhe aus den Bergregionen zulegen, die für ihre Bequemlichkeit bekannt sind. Auch Teegeschirr in typisch persischem Design oder Schmuck aus echtem Türkis sind bleibende Erinnerungen an eine Reise in dieses faszinierende Land. Es lohnt sich, Platz im Koffer zu lassen, da man an jeder Ecke etwas Neues und Einzigartiges entdeckt.
Hauptattraktionen Iran
Wer zum ersten Mal in den Iran reist und das Land gerade erst kennenlernt, sollte sein Augenmerk vor allem auf die klassische Route zwischen Teheran, Isfahan und Schiras legen. Das ist sozusagen das Herzstück jeder Entdeckungsreise durch diese Region. Ein absolutes Muss in der Hauptstadt ist der prachtvolle Golestan-Palast, der nicht nur wegen seiner beeindruckenden Architektur aus der Masse heraussticht. Er beherbergt zudem eine wirklich schicke Bibliothek und ein Museum, in dem man eine Menge seltener Schätze bewundern kann. Wenn einen solche historischen Sammlungen begeistern, dann darf man sich auch die weltberühmte Behistun-Inschrift auf keinen Fall entgehen lassen.
Es ist schon faszinierend zu sehen, wie die Macht der alten persischen Könige längst Geschichte ist, während dieses gewaltige Denkmal die Zeit überdauert hat. Wer noch tiefer in die antike Geschichte eintauchen möchte, sollte unbedingt die alte Stadt Pasargadae besuchen. Dort findet man noch heute zahlreiche Bauwerke und Überreste, die aus der Blütezeit der Achämeniden stammen. Aber auch in der neueren Zeit sind hier wirklich spannende Konstruktionen entstanden, die man gesehen haben muss. Dazu gehört zum Beispiel der Asadi-Turm direkt in Teheran, dessen architektonische Gestaltung so ungewöhnlich ist, dass sie selbst weitgereiste Touristen beeindruckt.
In Isfahan sollte man sich unbedingt Zeit für die Chadschu-Brücke nehmen, die den Geist der traditionellen Baukunst aus dem 17. Jahrhundert perfekt einfängt. Besonders am Abend, wenn die Brücke durch eine klug durchdachte Beleuchtung in ein warmes Licht getaucht wird, wirkt sie fast schon grazil. Ein umfassendes Verständnis für die Kultur und die bewegte Geschichte des Landes bekommt man allerdings erst bei einem Besuch im Iranischen Nationalmuseum. Die Sammlung dort ist übersichtlich in islamische und vorislamische Epochen unterteilt, was das Ganze sehr spannend macht. Man stolpert dort über einzigartige Gegenstände aus der Antike, die wirklich von unschätzbarem Wert sind.
Hamadan gilt als die allererste Hauptstadt Irans und ist nicht nur wegen seines historischen Erbes eine Reise wert. Die Stadt ist auch heute noch ein sehr lebendiger Ort, an dem Industrie und Handel eine große Rolle spielen. Wenn wir schon vom Handeln sprechen, führt kein Weg am Großen Basar in Teheran vorbei. Für einen Besuch dort sollte man mindestens zwei oder drei Stunden einplanen, da man dort förmlich in der Atmosphäre versinkt. Es gibt so viel zu sehen, dass man dort wirklich hängen bleiben kann, während das bunte Treiben an einem vorbeizieht.
Für alle, die gerne im Grünen unterwegs sind, ist der Dschamschidieh-Park in Teheran ein echter Geheimtipp. Mitten in der riesigen und oft hektischen Stadt findet man dort ein Fleckchen Erde, wo man die Vögel zwitschern hört und die Abgase der Autos gar nicht mehr wahrnimmt. Alternativ zieht es viele Besucher in den Bergpark Darband, was eigentlich die Standardadresse für Touristen ist, die ein wenig frische Luft schnappen wollen. Der Iran hat aber auch ganz andere Naturwunder zu bieten, wie etwa den brennenden Berg Tasch-Kuh. Dort züngeln ständig Flammen aus dem Boden, weil natürliches Gas und Schwefel aus der Tiefe an die Oberfläche steigen.
Auch der Urmia-See ist mit seinen weiten Wasserflächen und den schönen Ufern ein eleganter Anblick für jeden Reisenden. Wer noch mehr Abenteuer sucht, sollte sich die Turkmenische Sahra oder das bunte Regenbogental auf der Insel Hormus anschauen. Auch Ziele wie der Berg Damavand, die Wüste Dascht-e Lut oder die Schirez-Schlucht sind Orte, die einen sprachlos machen können. Es gibt im Land unzählige Möglichkeiten für alle, die das Unbekannte suchen oder einfach nur die Vielfalt der Natur in sich aufsaugen wollen.
Tourismus in Iran
Im Iran gibt es jede Menge Möglichkeiten für Leute, die gerne am Strand liegen, egal ob man es lieber organisiert mag oder auf eigene Faust loszieht. Man muss sich allerdings darüber im Klaren sein, dass die Badeorte hier ganz anders funktionieren als in der Türkei oder in anderen typischen Urlaubsländern. Man wird hier keine klassischen Hotelketten finden, wie man sie aus dem Westen kennt. Das Konzept ist hier einfach ein anderes und viel individueller geprägt. Da es bei den Einheimischen nicht unbedingt üblich ist, einfach so ins Wasser zu springen, sind viele Küstenabschnitte über Hunderte von Kilometern völlig menschenleer.
Diese einsamen Strände haben natürlich ihren ganz eigenen Charme, wenn man Ruhe und Abgeschiedenheit sucht. Wer seinen Strandurlaub ein wenig aufpeppen möchte, kann im Persischen Golf wunderbar tauchen gehen. Man muss zwar ehrlich sagen, dass die Unterwasserwelt dort nicht ganz so prächtig ist wie in den Tropen, aber die schlichte Schönheit hat trotzdem etwas Magisches. Es ist eine ganz andere Art von Unterwassererlebnis, die einen auf eine ruhige Weise verzaubert. Wer jedoch nach einem klassischen Resort-Gefühl sucht, der sollte die Insel Kisch ansteuern.
Dort entspricht eigentlich alles genau dem, was man von einem modernen Urlaubsort erwartet. Kisch gilt als einer der am weitesten entwickelten Ferienorte im ganzen Iran und bietet eine moderne Infrastruktur. Reisende, die schon dort waren, erzählen oft von der großen Gastfreundschaft der Menschen vor Ort und den wirklich fairen Preisen. Man muss sich allerdings darauf einstellen, dass die Anreise etwas umständlich sein kann, da es kaum direkte internationale Flüge gibt und man meistens zwei Flüge auf sich nehmen muss. Aber der Aufwand lohnt sich für das Erlebnis allemal.
Interessanterweise hat dieser eher geschlossene asiatische Staat auch für Wintersportler richtig viel zu bieten. Es gibt insgesamt 13 Skigebiete, die internationalen Standards entsprechen und Skifahrer aus aller Welt anlocken könnten. Dizin ist dabei nicht nur der bekannteste Ort für Wintersport, sondern gilt im gesamten Nahen und Mittleren Osten als absolute Spitzenadresse. Die Hänge dort sind super präpariert und die Pisten ziehen sich über weite Strecken durch die beeindruckende Bergwelt. Das ist ein Erlebnis, das man so in dieser Region vielleicht gar nicht vermuten würde.
Ein weiteres tolles Ziel für Skifahrer ist Shemshak, das gar nicht weit von der Hauptstadt Teheran entfernt liegt. Noch näher an der Metropole befindet sich die Skistation Tochal, die wahrscheinlich die lebhafteste im ganzen Land ist. Die Bedingungen dort oben in den Bergen sind so gut, dass man dort oft sieben oder acht Monate im Jahr Skifahren kann. Auch Orte wie Abali, Bidschar oder Sahand bieten solide Möglichkeiten für alle, die gerne auf Brettern stehen. Es ist schon verrückt, wenn man bedenkt, wie vielfältig das Klima in diesem Land eigentlich ist.
In letzter Zeit hat sich im Iran auch der Gesundheitstourismus zu einer echten Größe entwickelt. Die medizinische Versorgung ist dort wirklich gut und genießt in der gesamten Region einen hervorragenden Ruf. Wer für eine Behandlung dorthin reist, stellt oft fest, dass die Kosten im Vergleich zu Europa mindestens dreimal niedriger sind. Das lockt natürlich viele Menschen an, die Qualität suchen, aber nicht Unmengen an Geld ausgeben wollen. Die abwechslungsreiche Natur mit ihren Heilschlämmen und anderen natürlichen Ressourcen trägt natürlich auch zum Erfolg dieses Sektors bei.
Zusätzlich zu all diesen Dingen wird auch der ökologische Tourismus immer stärker gefördert, da man das Potenzial der unberührten Landschaften erkannt hat. Auch der Sporttourismus gewinnt an Bedeutung, egal ob es um Wandern, Klettern oder andere Aktivitäten geht. Für Ausländer werden zudem immer öfter spezielle Kulturprogramme zusammengestellt, um das Land von seiner besten Seite zu zeigen. Es ist deutlich spürbar, dass sich der Iran immer mehr öffnet und seine Schätze mit der Welt teilen möchte.
Unterkunft in Iran
Reisende, die mit einem sehr schmalen Budget unterwegs sind, haben im Iran eine ganz unkomplizierte Möglichkeit zu übernachten. Man kann nämlich oft einfach sein Zelt direkt in den städtischen Parks aufschlagen. Solange man niemanden stört, wird das meistens ohne Probleme akzeptiert und es gibt kaum Beschwerden. Wer ein festes Dach über dem Kopf sucht, aber kaum Geld ausgeben will, landet oft in Unterkünften, die als Mosaferchanehs oder Mehmanpazirs bekannt sind. Das Problem dabei ist allerdings, dass das Personal dort meistens nur Farsi spricht, was die Verständigung für viele Urlauber fast unmöglich macht.
Diese einfachen Herbergen lassen sich auch nicht in das typische Sterne-System einordnen, weil sie einfach ganz eigene Standards haben. Besonders authentisch sind die ein- oder zweistöckigen Lehmhäuser, die man vor allem in der Stadt Yazd findet. Das Wohnen dort hat einen ganz besonderen Charme und man fühlt sich fast wie in eine andere Zeit zurückversetzt. In klassischen Gasthäusern oder extrem günstigen Hotels gibt es oft Betten in Mehrbettzimmern, was eine gute Option für Alleinreisende ist. Die Preise für so einen Schlafplatz liegen meistens zwischen 8 und 12 Dollar pro Nacht.
In diesem Preis ist dann oft schon ein einfaches Frühstück und der Zugang zum WLAN enthalten, was für diesen Preis wirklich unschlagbar ist. Wenn man lieber ein Einzelzimmer möchte, muss man mit Kosten ab etwa 14 Dollar rechnen. Für ein Doppelzimmer gehen die Preise in der Regel bei 25 Dollar los, je nachdem, wie zentral man wohnen möchte. Die typischen Drei-Sterne-Hotels im Iran verlangen für ihre Zimmer normalerweise zwischen 30 und 60 Dollar. Man bekommt dort soliden Komfort, ohne dass es zu luxuriös wird.
Bei den teureren Hotels muss man allerdings wissen, dass sie oft eher Geschmackssache sind. Häufig gibt es gar keinen so großen Unterschied zu den günstigeren Unterkünften, außer vielleicht beim Personal. In den Luxushotels herrscht oft eine sehr strenge Disziplin unter den Angestellten, was manchmal etwas steif wirken kann. In der Hauptsaison kosten Zimmer in den gehobenen Hotels ab 70 Dollar aufwärts. Wenn man außerhalb der Saison reist, kann man aber durchaus das eine oder andere Schnäppchen machen und deutlich weniger bezahlen.
Was man unbedingt wissen sollte, ist, dass die internationalen Buchungssysteme, die wir sonst nutzen, im Iran gar nicht funktionieren. Die einheimischen Internetseiten für Hotelreservierungen zeigen meistens nur die teuren Varianten an, die oft bei 100 Dollar pro Nacht starten. Die einfacheren und günstigeren Hotels erreicht man manchmal per E-Mail, aber das kann mühsam sein. Man muss dann wirklich jedes Hotel einzeln anschreiben und auf eine Antwort warten. Viel besser und unkomplizierter ist es oft, einfach direkt zum Telefon zu greifen und dort anzurufen.
Besonders in Teheran ist das Angebot an Hotels sehr groß und vielfältig. Es gibt dort eine ganze Reihe von Business-Hotels, die speziell für Leute gebaut wurden, die Luxus und Komfort schätzen. Wer eher nach etwas wie einem Hostel sucht, wird unter dem Begriff Dormeti fündig. Erfahrene Reisende machen es oft so, dass sie in einer Stadt ankommen und erst einmal zu Fuß die Gegend erkunden. Sie schauen sich verschiedene Hotels an, lassen sich die Zimmer zeigen und vergleichen dann direkt vor Ort die Preise und Angebote.
Außerdem berichten viele Touristen davon, dass es im Iran völlig normal ist, von Einheimischen nach Hause eingeladen zu werden. Es kann gut passieren, dass man auf der Straße angesprochen wird und jemand einem anbietet, bei ihm zu übernachten. Die Menschen sind unglaublich gastfreundlich und freuen sich oft riesig, wenn sie einem Fremden ihr Zuhause zeigen können. Das ist eine ganz besondere Art, das Land und die Leute wirklich hautnah kennenzulernen, die man so in kaum einem anderen Land der Welt erlebt.
Küche und Geschirr Iran
Die Küche im Iran ist über die Jahrhunderte stark von arabischen, aserbaidschanischen und türkischen Einflüssen geprägt worden. Wie in anderen muslimisch geprägten Ländern auch, wird man hier vergeblich nach Schweinefleisch suchen. Stattdessen kommen sehr gerne Rind, Lamm oder Geflügel auf den Tisch, die oft über Stunden zart gegart werden. Neben den Kebab-Varianten, die man im ganzen Orient kennt, gibt es tolle Fleischbällchen namens Fesendschan. Auch Lawangi, das ist gefülltes Huhn oder manchmal auch Fisch, gehört zu den kulinarischen Highlights, die man unbedingt probieren sollte.
Fischgerichte findet man interessanterweise fast nur in den Regionen, die direkt am Meer liegen, im Landesinneren sind sie eher selten auf der Speisekarte. Bei den Gemüsesorten steht die Aubergine ganz oben auf der Beliebtheitsskala der Iraner. Auch Reis spielt eine zentrale Rolle in der täglichen Ernährung und wird in unzähligen Variationen zubereitet. Man kombiniert den Reis gerne mit Berberitzen, was eine feine Säure gibt. Besonders beliebt ist auch die Reiskruste Tahchin oder das sehr originelle Gericht namens Estamboli, das man mal probiert haben muss.
Was die iranische Küche wirklich ausmacht, sind die verschiedenen Soßen, die fast schon eine eigene Kategorie an Gerichten bilden. Wer Soßen mag, sollte unbedingt Ghormeh Sabzi probieren oder die Soße aus Hühnerfleisch testen. Für alle, die Lammfleisch lieben, führt kein Weg an Abgoosht vorbei, das von vielen auch einfach Disi genannt wird. Das ist ein sehr traditionelles Gericht, das oft in speziellen Tongefäßen serviert wird. Die Menschen im alten Persien bereiten aber auch sehr gerne leichtere Speisen zu, wenn der Hunger mal nicht ganz so groß ist.
Dazu gehört zum Beispiel eine ganz eigene Variante des russischen Salats Olivier oder ein herzhaftes Omelett mit vielen frischen Kräutern. Wenn es um Backwaren geht, sollte man unbedingt Barbari-Brot probieren, das eine tolle Mischung aus knusprig und weich ist. Man kann es einfach pur essen oder es zu Suppen und verschiedenen Pasten oder Soßen als Beilage genießen. Bei den Süßspeisen sind Scholezard und verschiedene Sorbets sehr bekannt. Das wichtigste Gewürz in der gesamten Küche ist aber ohne Zweifel der Safran, der fast jedem Gericht eine edle Note verleiht.
Das Frühstück im Iran fällt oft sehr üppig aus, während man zu Mittag meistens Kebab, Schaschlik und Joghurt isst. Auch die vielen lokalen Sauermilchprodukte sind ein fester Bestandteil der Mahlzeiten und sehr erfrischend. Das Abendessen unterscheidet sich meist gar nicht so stark vom Mittagessen. Eine Besonderheit ist die gekochte Rote Bete, die das ganze Jahr über sehr gerne gegessen wird. Ein wirklich einzigartiges Erlebnis ist die Kombination aus Wassermelone mit Schafskäse und Brot, zu der man manchmal auch Walnüsse isst.
Das klingt im ersten Moment vielleicht ungewöhnlich, schmeckt aber an heißen Tagen fantastisch. Eingelegtes Gemüse, das man Torshi oder Schur nennt, wird oft in Essig mariniert und zu vielen Mahlzeiten gereicht. Auch Bagali Polo, ein Reisgericht mit Dill und Bohnen, ist sehr verbreitet und kann sogar Nüsse oder Nudeln enthalten. Es ist für viele Einheimische ein echtes Hauptgericht, das in keinem Haushalt fehlen darf. Natürlich hat auch jede Region ihre ganz eigenen Spezialitäten, die man auf einer Reise entdecken kann.
In Schiras mag man zum Beispiel Gemüse am liebsten ganz frisch und ohne große Hitze zubereitet. Die Küche in Täbris erinnert dagegen viel stärker an die kulinarischen Traditionen aus Aserbaidschan. Die Provinz Gilan ist berühmt für ihre Oliven, den Tee und den Fisch namens Kutum, der mit dem Karpfen verwandt ist. Besonders bekannt ist dort auch ein leckerer Auberginenbrei. In Chusestan stehen eher Meeresfrüchte und ganz spezielle Getränke im Fokus, während man in Isfahan unbedingt Beryani kosten sollte. In Ghom gibt es zudem eine ganz besondere Süßigkeit namens Sohan.
Kultur und Traditionen Iran
Der Alltag der Menschen im Iran ist natürlich sehr stark von der Islamisierung geprägt worden, die das ganze Leben beeinflusst. Zum Glück ist die Auslegung hier aber oft viel entspannter als in einigen Nachbarstaaten am Persischen Golf. Die Einheimischen sind unglaublich freundlich und strahlen eine herzliche Wärme aus, die man sofort spürt. Wenn man Hilfe braucht, kann man sich sicher sein, dass einem sofort unter die Arme gegriffen wird. Man sollte aber im Kopf behalten, dass man sich in der Öffentlichkeit zwischen Männern und Frauen eher zurückhaltend verhält, wenn man nicht verwandt ist.
Was die Kleidung angeht, müssen Frauen darauf achten, dass sie bedeckt sind, und ein Kopftuch ist Pflicht. Wenn man sich weigert, ein Tuch zu tragen, kann das tatsächlich zu Ärger mit den Behörden führen. Auf der Straße kann man sich meistens ohne den langen schwarzen Umhang, den Tschador, bewegen. Aber wenn man eine Moschee besuchen möchte, kommt man um den Tschador nicht herum, da er dort einfach zur Etikette gehört. Alkohol zu kaufen ist im ganzen Land offiziell nicht möglich, da gibt es keine Ausnahmen.
In den Restaurants bekommt man daher ausschließlich alkoholfreie Getränke serviert. Auch Tanzen ist an öffentlichen Plätzen verboten, weshalb man klassische Diskotheken oder Nachtclubs vergeblich suchen wird. Das soziale Leben findet hier eher im privaten Rahmen oder in Parks statt. In Schulen wird getrennt unterrichtet, und auch bei den Verkehrsmitteln gibt es oft Bereiche, die nur für Frauen oder nur für Männer vorgesehen sind. Trotz der großen Gastfreundschaft sollte man wissen, dass Taxifahrer oder Händler gerne mal versuchen, bei Touristen die Preise etwas höher anzusetzen.
Auf Feiern oder Hochzeiten sieht man oft ein ganz spezielles Verhalten, bei dem die Leute mit den Fingern schnipsen. Das ist im Iran so beliebt, dass viele Menschen das regelrecht üben, um den perfekten Klang hinzubekommen. Ein interessantes Detail ist auch die Körpersprache für das Wort Nein. Anstatt den Kopf zu schütteln, schnalzen die Iraner oft mit der Zunge und ziehen gleichzeitig die Augenbrauen nach oben. Wenn man auf einer Feier ist, wundert man sich vielleicht über Gurken in den Obstkörben, aber das ist dort völlig normal.
Geburtstage und andere Feste feiert man im Iran übrigens meistens schon am Vorabend des eigentlichen Datums. Eine wichtige Höflichkeitsregel besagt außerdem, dass man sich niemals mit dem Rücken zu jemandem setzen sollte. Selbst Busfahrer oder Leute auf den Vordersitzen entschuldigen sich oft bei den Fahrgästen hinter ihnen, weil sie ihnen den Rücken zuwenden müssen. Die Architektur im Land ist ebenfalls faszinierend, denn man findet an jeder Ecke Gebäude, die durch ihre originelle Bauweise und Kreativität auffallen.
Wenn man in ein iranisches Haus eingeladen wird, gehört es zum guten Ton, sich alles genau anzuschauen und die Einrichtung zu loben. Das wird als Zeichen von echtem Interesse und Höflichkeit gewertet und freut die Gastgeber sehr. Meistens bekommt man als Gast zuerst einen Tee serviert, gefolgt von frischem Obst, bevor es dann zum eigentlichen Essen geht. Die Mahlzeiten sind meistens sehr üppig und man sollte ordentlich Hunger mitbringen. Rauchen darf man im Iran eigentlich nur draußen auf der Straße, was man beachten sollte.
Die Wasserpfeife, auch Qalyan genannt, ist eine der liebsten Freizeitbeschäftigungen der Menschen und gehört einfach dazu. An Wochenenden und Feiertagen sieht man in den Parks unzählige Familien, die dort ihre Picknickdecken ausbreiten und gemeinsam essen. Ein moderner Trend unter jungen Leuten ist Parkour, was man in den Städten immer öfter beobachten kann. In Sachen Hygiene ticken die Menschen dort ganz ähnlich wie in Russland oder Westeuropa, da gibt es kaum Unterschiede. Da der Iran ein Vielvölkerstaat ist, gibt es neben den Muslimen auch kleine Gemeinden von Christen und Zoroastriern, die ihre eigenen Traditionen pflegen.