Natur Indonesien
Die Natur Indonesiens ist geprägt von einer gewaltigen Kraft, die man vor allem an der Lage des Landes auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring erkennt. Innerhalb der Landesgrenzen findet man etwa 400 Vulkane, was eine fast unvorstellbare Zahl ist, wenn man die Landfläche bedenkt. Davon sind heute noch mindestens 90 Vulkane in irgendeiner Form aktiv, was die ständige Veränderung der Landschaft durch die Urgewalten der Erde verdeutlicht. Besonders auf der Insel Java spürt man diese Energie sehr deutlich, da dort einige der bekanntesten Feuerberge beheimatet sind.
Zwei der aktivsten Vulkane in dieser Region sind der Kelut und der Merapi, die beide eine lange und ereignisreiche Geschichte haben. Seit dem Jahr 1000 nach Christus ist der Kelut bereits über 30 Mal ausgebrochen, was die Anwohner immer wieder vor große Herausforderungen stellt. Noch aktiver zeigt sich der Merapi, der im gleichen Zeitraum sogar mehr als 80 Ausbrüche verzeichnet hat. Diese vulkanische Aktivität ist jedoch kein Zufall, sondern liegt in der komplexen Geologie des Archipels begründet, der zwischen mehreren riesigen tektonischen Platten liegt.
Das Land befindet sich genau an der Schnittstelle, wo die Eurasische Platte und die Australische Platte auf die Philippinische Meeresplatte und die Pazifische Platte treffen. Wegen dieser speziellen Konstellation kommt es in der gesamten Region leider auch immer wieder zu schweren natürlichen Katastrophen, die das Leben der Menschen dort prägen. Ein Ereignis, das wohl weltweit niemand vergessen wird, war das verheerende Erdbeben im Indischen Ozean im Dezember 2004, das eine Stärke von 9,2 erreichte.
Dieses Beben löste damals einen gewaltigen Tsunami aus, der weite Teile des indonesischen Archipels verwüstete und viele Inseln schwer gezeichnet hat. Doch trotz dieser ständigen Gefahr bietet die Natur Indonesiens auch atemberaubende Ansichten und eine Vielfalt, die ihresgleichen sucht. Neben den schroffen Gebirgsketten ist ein Großteil der Inseln von dichten, grünen tropischen Regenwäldern bedeckt. Diese Wälder sind so dicht und lebendig, dass sie an vielen Stellen nahtlos in die weiten Küstenebenen übergehen.
Auch das Wasser spielt im Landesinneren eine zentrale Rolle, denn es gibt zahlreiche bedeutende Flüsse, die sich durch die Landschaft schlängeln. Dazu zählen unter anderem der Barito, der Kapuas, der Musi sowie der Kayan, die oft wichtige Lebensadern für die lokale Bevölkerung darstellen. Zusätzlich findet man über das ganze Land verteilt wunderschöne Binnenseen, die zwar im Vergleich zur Meeresfläche eher klein wirken, aber durch ihre ruhige Lage bestechen. Sie wirken wie kleine, friedliche Oasen in der ansonsten so wilden und dynamischen Natur dieses faszinierenden Inselstaates.
Klima Indonesien
Wenn man sich mit der Geschichte Indonesiens befasst, begibt man sich quasi auf eine Reise zum Anbeginn der menschlichen Zivilisation. In dieser Region wurden nämlich einige der ältesten Überreste früher Menschen gefunden, was dem Land eine ganz besondere historische Bedeutung verleiht. Schon in der Antike entstanden hier mächtige Königreiche und Imperien, die zeitweise fast den gesamten südostasiatischen Raum unter ihrer Kontrolle hatten. Diese frühen Reiche spielten eine Schlüsselrolle bei der Gestaltung der regionalen Geschichte und der Handelswege zwischen den Kontinenten.
Ein sehr bekanntes Beispiel ist das Seereich Srivijaya auf Sumatra, das zwischen dem 7. und 13. Jahrhundert die Meere der Region beherrschte. Es kontrollierte wichtige Schifffahrtswege wie die Straße von Malakka und war damals ein weltweit bekanntes Zentrum für das Studium des Buddhismus. Auch die Architektur aus jener Zeit ist bis heute absolut beeindruckend und zieht Besucher aus aller Welt in ihren Bann. Auf Zentraljava errichtete die Sailendra-Dynastie im 8. und 9. Jahrhundert den Tempel Borobudur, während später die hinduistische Anlage Prambanan gebaut wurde.
Nach einer langen Phase der kolonialen Herrschaft und den harten Jahren der beiden Weltkriege fand Indonesien schließlich seinen Weg in die Unabhängigkeit. Heute ist es ein geeintes Land, das stolz auf seine Vergangenheit blickt und sich als eine der führenden Nationen in der modernen Welt weiterentwickelt. Was die Natur angeht, so ist Indonesien durch die sogenannte Wallace-Linie in zwei biologische Welten geteilt. Diese unsichtbare Linie verläuft zwischen Bali und Lombok und zieht sich weiter nach Norden zwischen Kalimantan und Sulawesi hindurch.
Alles, was westlich dieser Linie an Tieren und Pflanzen zu finden ist, hat einen eher asiatischen Ursprung und Charakter. Östlich davon ändert sich das Bild jedoch schlagartig, denn dort ähnelt die Tierwelt viel mehr dem, was man typischerweise in Australien vorfindet. In den dichten Regenwäldern von Sumatra und Kalimantan leben zum Beispiel noch majestätische Tiger und Leoparden, auch wenn ihre Zahl leider recht klein geworden ist. Auch das seltene Java-Nashorn hat im Nationalpark Ujung Kulon einen seiner letzten Rückzugsorte auf der Welt gefunden.
Besonders faszinierend ist Papua, da dies der einzige Teil Indonesiens ist, in dem es Beuteltiere wie Kängurus oder Possums gibt. Dort leben auch australische Reptilien wie Krokodile und große Eidechsen, was die biologische Sonderstellung dieses Gebiets unterstreicht. Die wohl bekanntesten Tiere Indonesiens sind aber der Orang-Utan und der Komodowaran. Die rothaarigen Menschenaffen kann man in den Wäldern von Sumatra und Kalimantan in ihrer natürlichen Umgebung beobachten. Der Komodowaran hingegen, die größte Echse der Welt, lebt exklusiv in einem geschützten Reservat auf den Inseln Komodo, Padar und Rinca.
Transport in Indonesien
Das Klima in Indonesien wird maßgeblich durch die Lage direkt am Äquator bestimmt, was dem Land ein typisch tropisches Wetter beschert. Man muss sich das so vorstellen, dass es dort keine klassischen Jahreszeiten wie Frühling, Sommer, Herbst und Winter gibt. Stattdessen wird das Jahr eigentlich nur in zwei Phasen unterteilt, nämlich in die Trockenzeit und die Regenzeit. Von Juni bis September sorgt der Ostmonsun meist für sehr trockenes Wetter, während der Westmonsun zwischen Dezember und März oft kräftige Regenfälle mit sich bringt.
Die Übergangszeiten zwischen diesen beiden Perioden können manchmal recht wechselhaft sein, wobei es immer mal wieder zu Schauern kommen kann. Da das Land so nah am Äquator liegt, ist die Tageslänge das ganze Jahr über fast identisch und beträgt konstant etwa zwölf Stunden. Die Sonne geht dort morgens sehr pünktlich auf und verschwindet abends ebenso schnell wieder hinter dem Horizont. Man sollte die Kraft der Sonnenstrahlen dort niemals unterschätzen, da sie gerade in den höheren Gebirgslagen eine enorme Intensität erreichen können.
Was die Temperaturen angeht, so ist es in den Küstenregionen meistens das ganze Jahr über angenehm warm mit Werten zwischen 25 und 28 Grad. Es gibt kaum größere Schwankungen, was das Klima für viele Menschen sehr beständig und vorhersehbar macht. Wenn man sich jedoch in die Berge begibt, kann es dort oben richtig kühl werden. Man sagt grob, dass die Temperatur pro 200 Meter Höhenunterschied um etwa ein Grad sinkt. Das sorgt in den Bergregionen für ein sehr erfrischendes und angenehmes Klima, das eine tolle Abwechslung zur Hitze bietet.
Die Niederschlagsmengen in Indonesien können je nach Region extrem unterschiedlich ausfallen, was vor allem mit den Windrichtungen der Monsune zusammenhängt. Im Norden und Westen fällt oft der meiste Regen, weil die Wolken dort besonders viel Feuchtigkeit über dem Meer aufsaugen, bevor sie das Land erreichen. In der Zeit zwischen September und Dezember kann es zudem vorkommen, dass Taifune über die Inseln hinwegziehen. Diese bringen dann nicht nur sehr starken Wind, sondern auch sintflutartige Regenfälle mit sich, die das Leben kurzzeitig lahmlegen können.
Für Reisende, die das Land erkunden möchten, gilt die Zeit von April bis Oktober allgemein als die beste Reisephase. In diesen Monaten ist das Wetter meistens stabil und sonnig, was perfekt für Ausflüge zwischen den Inseln oder zum Schnorcheln geeignet ist. Auch für einen entspannten Aufenthalt am Strand sind diese Monate ideal, da man kaum von Regen überrascht wird. Es ist die Zeit, in der man die Schönheit der indonesischen Natur und die weiten Küsten am besten genießen kann, ohne ständig den Regenschirm dabeihaben zu müssen.
Geld und Einkaufen in Indonesien
Das Reisen innerhalb von Indonesien ist ein Abenteuer für sich, da es viele verschiedene Möglichkeiten gibt, von einem Ort zum anderen zu gelangen. Auf den Inseln Java und Sumatra gibt es Eisenbahnsysteme, die wichtige Städte miteinander verbinden, wobei das Netz auf Java am besten ausgebaut ist. Dort gibt es Züge, die weite Strecken wie von Jakarta nach Surabaya zurücklegen, aber auch kürzere Verbindungen zwischen Städten wie Jakarta und Bandung anbieten. Die Ausstattung in den Zügen ist oft recht einfach und es kann durchaus vorkommen, dass es mal etwas voller oder unpünktlicher wird.
Trotz dieser kleinen Hindernisse ist die Fahrt mit der Bahn eine sehr preiswerte Art zu reisen, die einem tolle Ausblicke auf die Landschaft bietet. Es gibt Wagen mit Klimaanlagen und sogar spezielle Bereiche, die nur für Frauen reserviert sind, was viele Reisende sehr schätzen. Wer lange Warteschlangen vermeiden möchte, sollte sich seine Fahrkarten am besten vorab elektronisch sichern. Da Indonesien ein riesiger Archipel ist, spielen natürlich auch die Schiffsverbindungen eine ganz zentrale Rolle im täglichen Leben und im Handel des Landes.
Es gibt über 300 öffentliche Häfen, die über die vielen Inseln verteilt sind, wobei die vier größten in Städten wie Jakarta und Surabaya liegen. Hier werden nicht nur Waren wie Öl, Kautschuk oder Palmöl verladen, sondern auch Millionen von Passagieren jedes Jahr befördert. Für den Transport zwischen den Inseln nutzt man entweder klassische Fähren oder schnellere Motorboote. Die Fähren fungieren oft als direkte Verbindung zwischen benachbarten Inseln und transportieren neben Menschen auch Autos und Lastwagen, um die Versorgung sicherzustellen.
Auch der Flugverkehr hat in den letzten Jahren einen gewaltigen Sprung nach vorne gemacht und ist für viele heute das wichtigste Transportmittel. Es gibt zahlreiche Fluggesellschaften, die sowohl die großen Drehkreuze als auch kleinere, abgelegene Inseln anfliegen. Der internationale Flughafen in Jakarta ist dabei der absolute Mittelpunkt des Landes und zählt mittlerweile zu den verkehrsreichsten Flughäfen in ganz Asien. Wer in den Städten unterwegs ist, greift oft auf Taxis zurück, die man entweder an festen Plätzen findet oder einfach direkt am Straßenrand herbeiwinkt.
Eine sehr typische und günstige Art der Fortbewegung sind die vielen Minibusse, die je nach Region unterschiedliche Namen wie Bemo oder Angkot tragen. Diese Busse haben meist feste Routen, halten aber auf Wunsch überall an, um Fahrgäste ein- oder aussteigen zu lassen. In den kleineren Straßen sieht man zudem oft noch die traditionellen dreirädrigen Gefährte, die entweder mit Pedalen oder kleinen Motoren betrieben werden. Auch Pferdekutschen, die sogenannten Dokars, sind in vielen Gegenden, besonders in touristischen Zonen, noch ein vertrauter und beliebter Anblick im Straßenverkehr.
Hauptattraktionen Indonesien
Wenn ihr plant, in nächster Zeit nach Indonesien zu reisen, solltet ihr euch unbedingt eine Liste mit den schönsten Orten des Landes zusammenstellen. Die Natur dort ist einfach überwältigend und bietet so viel Abwechslung, dass man aus dem Staunen kaum herauskommt.
Es gibt ein paar Orte, die Indonesien zu etwas ganz Besonderem machen, wie zum Beispiel die Gili-Inseln. Dort findet ihr das beste Nachtleben, wenn ihr nach einem langen Tag am Strand noch ein bisschen feiern wollt.
Wer lieber die Unterwasserwelt erkunden möchte, sollte nach Raja Ampat reisen, um seltene Korallenarten zu entdecken. Am Maluk-Strand kann man hingegen wunderbar beobachten, wie sich die Farben der Sonnenstrahlen im Laufe des Tages verändern.
Ein echtes Naturschauspiel bietet der Kelimutu-See mit seinen dramatischen vulkanischen Gipfeln. Nicht weniger beeindruckend ist der Toba-See, der als größte Caldera der Welt gilt und eine ganz eigene Ruhe ausstrahlt.
Für Fans der Meeresbiologie ist der Bunaken-Marinepark ein absolutes Muss, da es dort eine unglaublich exotische Vielfalt an Fischen gibt. Wer es lieber etwas abenteuerlicher mag, sollte den Komodo-Nationalpark besuchen, um die riesigen Echsen aus nächster Nähe zu sehen.
Die Insel Java lockt mit dem aktiven Vulkan Bromo, während der Berg Rinjani als zweitgrößter Vulkan des Landes ebenfalls ein Highlight für Wanderer ist. Auf dem Dieng-Plateau sagt man sogar, dass dort die Götter wohnen, was die mystische Atmosphäre erklärt.
Kulturell gesehen ist der Borobudur-Tempel das absolute Highlight, da er das weltweit größte buddhistische Heiligtum darstellt. In Ubud könnt ihr durch dichte Tropenwälder und über grüne Reisfelder wandern, was fast schon meditativ wirkt.
Der Nationalpark Tanjung Puting bietet euch die Möglichkeit, mitten durch den Dschungel zu spazieren und die Natur in ihrer reinsten Form zu erleben. Wenn ihr danach einfach nur die Seele baumeln lassen wollt, sind die Derawan-Inseln genau der richtige Ort zum Entspannen.
Auf der Insel Belitung könnt ihr noch die alte niederländische Kolonialarchitektur bewundern, die einen interessanten Kontrast zur Natur bildet. Für klassische Strandtage mit weißem Sand ist Nusa Dua perfekt geeignet, während Seminyak oft als der glücklichste Ort für Urlauber bezeichnet wird.
Zum Abschluss solltet ihr Lombok nicht vergessen, denn die dortige Meereswelt ist einfach atemberaubend schön. All diese Orte zeigen, wie vielfältig und faszinierend dieses Land eigentlich ist.
Tourismus in Indonesien
Indonesien ist ein unglaublich schönes Land, das mit seinem tiefen kulturellen Erbe und den vielen Naturwundern jeden Besucher verzaubert. Es gibt ein paar Orte, die man einfach gesehen haben muss, wenn man dort ist.
Ganz oben auf der Liste steht natürlich Bali, die berühmte Urlaubsinsel mit ihren traumhaften Stränden, den imposanten Bergen und den ikonischen Reisterrassen. Aber auch der Borobudur-Tempel auf Java ist ein absolutes Muss, da dieses Bauwerk als eines der wichtigsten Denkmäler des Landes gilt.
Wer sich für wilde Tiere interessiert, kommt am Komodo-Nationalpark nicht vorbei, wo die berühmten Komodowarane leben. Die Insel Java bietet neben der Natur auch eine Menge Tempel und kulturelle Schätze, die man wunderbar erkunden kann.
Ein ganz besonderes Erlebnis ist der Besuch der Region Tana Toraja auf Sulawesi, die für ihre einzigartigen Traditionen und ihre ganz spezielle Architektur bekannt ist. Auch Lombok ist eine Reise wert, wenn man nach malerischen Stränden und weitläufigen Naturparks sucht.
Für alle, die gerne tauchen oder schnorcheln, ist der Raja-Ampat-Archipel in West-Papua ein echtes Paradies mit seinen leuchtenden Korallenriffen. Vor der Küste von Lombok liegen zudem die drei kleinen Gili-Inseln, die vor allem durch ihr kristallklares Wasser bestechen.
In Ubud auf Bali kann man tief in das religiöse und kunsthandwerkliche Erbe eintauchen und die entspannte Atmosphäre der Stadt genießen. Wer Orang-Utans in freier Wildbahn sehen möchte, sollte den Kalahar-Park auf Kalimantan besuchen, der ein Rückzugsort für viele bedrohte Arten ist.
Die Menschen reisen vor allem wegen der endlosen Strände nach Indonesien, die mit weißem Sand und warmem Wasser locken. Beliebte Ziele wie Bali oder Java ziehen jedes Jahr Millionen von Menschen an, die dort schwimmen, surfen oder einfach nur in der Sonne liegen.
Die Kultur des Landes ist ebenso faszinierend, denn auf den mehr als 17.000 Inseln hat sich überall eine eigene Geschichte entwickelt. Man kann unzählige Museen und Tempelanlagen besuchen, um mehr über die Hintergründe dieser vielfältigen Gesellschaft zu erfahren.
Abenteuerlustige kommen in Indonesien ebenfalls voll auf ihre Kosten, egal ob beim Besteigen von Vulkanen oder bei rasanten Touren mit dem Scooter. Es gibt so viele Möglichkeiten für Extremsportarten und Safaris, dass es eigentlich nie langweilig wird.
Trotz der vielen Schönheit sollte man natürlich immer ein bisschen vorsichtig sein und sich vorab über die aktuelle Lage in den verschiedenen Regionen informieren. Wenn man aber mit gesundem Menschenverstand reist, wird man eine unvergessliche Zeit in diesem exotischen Teil Südostasiens verbringen.
Unterkunft in Indonesien
Wenn ihr euch nach einer Unterkunft in Indonesien umschaut, werdet ihr feststellen, dass die Preise schon bei etwa 3,50 US-Dollar für ein einfaches Zimmer beginnen. In der Hochsaison, also von Juni bis August sowie im Dezember und Januar, ziehen die Preise allerdings ordentlich an.
Einzelschlafzimmer sind eher selten zu finden, weshalb Alleinreisende oft in einem Doppelzimmer landen und dafür etwa 75 Prozent des vollen Preises zahlen müssen. Meistens muss man sein Zimmer bis zum Mittag verlassen, was man bei der Planung berücksichtigen sollte.
Die günstigsten Unterkünfte haben oft Gemeinschaftsbäder, was für Sparfüchse aber völlig in Ordnung ist. Am unteren Ende des Marktes findet man häufig sogenannte Penginapan oder Familienhäuser, die im Grunde nur freie Zimmer im Haus einer einheimischen Familie sind.
Es gibt kaum Unterschiede zwischen diesen Zimmern und den sogenannten Losmen oder Wisma, die ebenfalls oft privat geführt werden. Die Ausstattung reicht von einfachen Betonräumen bis hin zu kunstvollen Hütten aus Bambus, die manchmal sogar in einem kleinen privaten Garten liegen.
In diesen Unterkünften sind harte Matratzen und lange Kissen der Standard, und oft bekommt man nur eine dünne Decke dazu. Die meisten dieser Zimmer haben einen Ventilator und ein Bad, in dem es allerdings oft nur kaltes Wasser gibt.
Fast jeder Ort, der sich offiziell als Hotel bezeichnet, bietet im Zimmerpreis zumindest ein einfaches Frühstück mit an. In der Mittel- und Oberklasse kommen oft noch Steuern und Servicegebühren zwischen 10 und 22 Prozent zum eigentlichen Preis dazu.
In den luxuriöseren Hotels werden die Preise oft in Dollar angegeben, und man kann problemlos mit Kreditkarte oder in der Landeswährung bezahlen. In sehr beliebten Gegenden wie Bali oder Tana Toraja ist es absolut ratsam, schon im Voraus zu buchen, besonders wenn gerade Ferienzeit ist.
In den preislich moderaten Hotels findet man dann meistens Zimmer mit Klimaanlage und mit großer Wahrscheinlichkeit auch fließend warmes Wasser. Es lohnt sich also, vorher zu überlegen, wie viel Komfort man für seinen Aufenthalt wirklich braucht.
Küche und Geschirr Indonesien
Die indonesische Küche ist durch die geografische Lage und die kulturelle Vielfalt des Landes eine der spannendsten der Welt. Obwohl viele Gerichte eigentlich ganz simpel zubereitet werden, sorgen die vielen Wurzeln, Kräuter und Gewürze für einen ganz besonderen Geschmack.
Manche Leute denken, dass alles indonesische Essen extrem scharf sein muss, weil so viel Chili verwendet wird, aber das stimmt eigentlich gar nicht. Die Küche ist so vielfältig wie das Land selbst, und jede Volksgruppe hat ihre ganz eigenen Rezepte und Traditionen.
In der Gegend von Padang wird zum Beispiel sehr scharf gegessen, weil die Gewürze die Menschen in den kühlen Bergregionen aufwärmen sollen. Auf Java hingegen schmeckt vieles eher süßlich, was noch ein Erbe aus der Zeit der großen Zuckerproduktion während der Kolonialzeit ist.
Zu den am häufigsten verwendeten Gewürzen gehören Koriander mit seiner leichten Note nach Orange, Kreuzkümmel und frischer Ingwer. Das sorgt für ein tolles Aroma, ohne dass das Essen gleich zu scharf wird, was viele Reisende sehr schätzen.
Ein typisches Merkmal vieler Gerichte ist das Spiel mit Kontrasten, wie zum Beispiel eine würzige Soße, die über schlichtem weißem Reis serviert wird. Ein einziges Gericht kann in verschiedenen Regionen des Landes Dutzende von Varianten haben, je nachdem, was gerade vor Ort wächst.
Nehmen wir zum Beispiel Satay, die berühmten Fleischspieße, für die es sicher mehr als 20 verschiedene Rezepte im ganzen Land gibt. Der Reis ist dabei das wichtigste Grundnahrungsmittel und wird nicht nur als Beilage, sondern sogar für Süßspeisen wie Pudding verwendet.
In manchen Regionen essen die Leute aber auch Maniok, Süßkartoffeln oder Mais anstelle von Reis, je nach lokaler Tradition. Weil das Essen in Indonesien so unglaublich gut ist, konnte man sich gar nicht auf nur ein einziges Nationalgericht festlegen.
Stattdessen gibt es gleich fünf Speisen, die diesen Titel tragen dürfen, nämlich Soto, Rendang, Satay, Nasi Goreng und Gado-Gado. Wenn ihr dort seid, solltet ihr unbedingt alle einmal probieren, um die ganze Bandbreite der Geschmäcker zu erleben.
Kultur und Traditionen Indonesien
Indonesien ist ein Land, in dem unglaublich viele Kulturen aufeinandertreffen, da dort über 300 verschiedene Volksgruppen zusammenleben. Jede dieser Gruppen hat ihre eigene Sprache, ihre eigenen Bräuche und ganz spezielle Traditionen, die den Alltag prägen.
Die Mehrheit der Menschen in Indonesien bekennt sich zum Islam, aber das Land ist auch die Heimat von vielen Christen, Hindus und Buddhisten. Diese religiöse Vielfalt spiegelt sich auch in der Küche wider, die für ihre riesige Auswahl an Gewürzen und regionalen Spezialitäten bekannt ist.
Ein ganz wichtiger Teil der Identität sind die traditionellen Tänze, die oft die Geschichte einer bestimmten Region oder religiöse Mythen erzählen. In vielen Landesteilen tragen die Menschen zu besonderen Anlässen immer noch ihre farbenfrohen traditionellen Gewänder, die zum nationalen Erbe gehören.
Auch das Kunsthandwerk spielt eine große Rolle, egal ob es um feine Holzschnitzereien, die berühmte Batik-Malerei oder die Herstellung von Keramik geht. Für viele Einheimische ist die Fertigung dieser schönen Dinge immer noch eine wichtige Einnahmequelle und eine Herzensangelegenheit.
Heute besteht die indonesische Nation aus etwa 200 Millionen Menschen, wobei die Javaner und Sundanesen die größten Bevölkerungsgruppen auf der Insel Java bilden. Seit der Unabhängigkeit im Jahr 1945 sind die Menschen durch Eheschließungen zwischen den Volksgruppen noch enger zusammengewachsen.
Während der Großteil des Landes muslimisch geprägt ist, findet man auf Bali vor allem den Hinduismus vor, was der Insel ihr ganz eigenes Flair verleiht. In anderen Regionen wie Nordsulawesi oder Flores sind hingegen die meisten Menschen katholisch oder protestantisch gläubig.
Man kann sagen, dass die Menschen in Indonesien insgesamt sehr religiös sind und ihren Glauben auch im Alltag aktiv ausleben. Dabei halten sie sich an die sogenannten fünf Prinzipien der Staatsführung, die vor allem den Glauben an einen Gott und die Menschlichkeit betonen.
Die soziale Gerechtigkeit und die Demokratie durch Beratung sind feste Säulen der Gesellschaft, was das Zusammenleben erst möglich macht. Trotz der vielen Unterschiede sind die Menschen sehr offen und tolerant gegenüber den Bräuchen ihrer Nachbarn.
Das offizielle Motto des Landes lautet passenderweise Einheit in der Vielfalt, was genau beschreibt, wie dieses riesige Inselreich funktioniert. Es ist diese Mischung aus verschiedenen Einflüssen, die Indonesien zu einem so spannenden und einzigartigen Ziel für Reisende macht.