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Information about Haiti

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Geographie und Geschichte Haiti

Wenn man sich die Landkarte ansieht, bemerkt man sofort, dass Haiti eine ziemlich spannende Lage hat. Im Norden schlägt der wilde Atlantik gegen die Küsten, während es sich im Süden das Karibische Meer so richtig gemütlich macht. Eigentlich ist es die zweitgrößte Insel in der ganzen Karibik und gehört fest zur Gruppe der Westindischen Inseln. Man teilt sich das Land im Osten mit der Dominikanischen Republik, während im Westen das berühmte Kuba gar nicht so weit weg liegt. Die Republik Haiti nimmt dabei den westlichen Teil der Insel ein und hat sogar noch ein paar kleinere Inseln wie Gonâve oder die legendäre Pirateninsel Tortuga im Gepäck.

Die gesamte Fläche beläuft sich auf etwa 27.800 Quadratkilometer, was gar nicht so klein ist, wie man vielleicht denkt. Wenn man die Küstenlinie entlanglaufen würde, käme man auf stolze 14.500 Kilometer. Die Landschaft dort ist echt kernig, meistens ziemlich felsig und zerklüftet. Man kann sagen, dass mehr als die Hälfte des Landes aus Bergen besteht. Trotzdem gibt es dort auch richtig lange Flüsse wie den Artibonite, den Essequibo oder den Courantyne, die sich durch die Täler schlängeln. Ein echtes Highlight ist der Saumâtre-See, der sich über 170 Quadratkilometer erstreckt. Im Süden zieht sich eine Gebirgskette durch das Land, deren höchster Gipfel, der La Selle, fast 2.700 Meter in den Himmel ragt.

Das Herz des Ganzen ist natürlich die Hauptstadt Port-au-Prince. Dort leben fast eine Million Menschen direkt am Ufer des Karibischen Meeres. Insgesamt wohnen in Haiti etwa 10 Millionen Leute, womit das Land weltweit auf Platz 85 der bevölkerungsreichsten Staaten liegt. Die Mischung der Menschen ist auch interessant. Etwa 85 Prozent haben afrikanische Wurzeln, während der Rest eine bunte Mischung aus europäischen, arabischen und asiatischen Einflüssen ist. Das macht die Kultur dort natürlich unglaublich lebendig und vielseitig.

Die Geschichte der Insel ist allerdings ziemlich bewegt und nicht immer einfach gewesen. Christoph Kolumbus hat das Ganze im Jahr 1419 entdeckt und nannte es damals Hispaniola. Spanien hatte dort lange das Sagen, bis der westliche Teil im Jahr 1967 offiziell an die Franzosen ging. In dieser Zeit entstanden massenhaft Plantagen für Kakao, Tabak und Zucker. Um die ganze Arbeit auf den Feldern zu erledigen, wurden viele Sklaven aus Afrika geholt, die sich später mit den Einheimischen vermischten.

Ab 1790 gab es immer wieder heftige Aufstände, weil die Menschen die Unterdrückung der Franzosen satt hatten. Das führte schließlich dazu, dass 1804 ein unabhängiger Staat gegründet und die Sklaverei abgeschafft wurde. Leider war danach nicht sofort Ruhe, denn viele Kriege im Inneren erschütterten das Land. 1915 kamen dann die Amerikaner und besetzten Haiti für stolze 20 Jahre. Später, ab 1957, herrschte der Diktator Duvalier mit harter Hand, bis sein Regime 1986 endlich gestürzt wurde. Nach einer Reihe von Umbrüchen hat sich mittlerweile eine demokratische Regierung etabliert, und das Leben auf der Insel ist im 21. Jahrhundert deutlich friedlicher geworden.

Regionen und Resorts Haiti

Natur Haiti

Was die Sprache angeht, hört man in Haiti meistens eine Mischung aus Haitianisch, Kreolisch und Französisch. Es klingt alles sehr melodiös und passt perfekt zum Inselflair. Obwohl in der Vergangenheit leider viel Wald abgeholzt wurde, ist die Pflanzenwelt immer noch beeindruckend vielfältig. Wenn man ein bisschen sucht, findet man sogar noch richtig wertvolle Hölzer wie Palisander, Zeder oder sogar Mahagoni. Im Westen des Landes dominieren eher Laubbäume und verschiedene Sträucher, während es in den kühleren Bergregionen eher nach Nadelwald aussieht.

An der Küste stehen natürlich die Klassiker, nämlich Palmen in allen Varianten. Am häufigsten sieht man die majestätische Königspalme oder ganz normale Kokospalmen, die einfach dazugehören. Auf den Hügeln, wo der Wind nicht so stark weht, und in den flacheren Gegenden wachsen oft Kakteen. Manche von denen werden bis zu viereinhalb Meter hoch und bilden richtige kleine Wälder, in denen man sich leicht verlaufen könnte. Auch Wolfsmilchgewächse und Sabal-Palmen fühlen sich dort pudelwohl.

In den feuchteren Regionen im Süden wird es dann richtig tropisch. Dort findet man Bäume mit klangvollen Namen wie Zanthoxylum oder Akajou. Es ist völlig normal, dort an wilden Avocado- oder Mangobäumen vorbeizukommen, und auch Orangen hängen oft einfach so am Wegrand. In den Tälern zwischen den Gebirgsketten gibt es weite Grassavannen, die immer wieder von kleinen Palmenhainen und Akazien unterbrochen werden. Das sieht fast ein bisschen aus wie in einem Film.

Das wahre Symbol von Haiti ist aber die Hibiskusblüte. Die wächst dort wirklich an jeder Ecke und wird von den Leuten liebevoll Blume der Liebe genannt. Wer Pflanzen mag, wird auch von den riesigen Farnen und den unzähligen Orchideenarten begeistert sein, die man dort entdecken kann. Die Tierwelt steht dem in nichts nach. Es gibt über 200 Vogelarten, von denen viele am Wasser leben. Leider sind einige von ihnen, wie der Ridgway-Bussard oder der Palmkrähe, mittlerweile vom Aussterben bedroht.

Wenn man in den Süden reist, kann man in den Gewässern Kaimane und amerikanische Krokodile beobachten. Überall im Land flitzen Geckos in allen möglichen Farben und Größen über die Wände und Steine. In den sumpfigen Gebieten am Meer leben zudem viele Schnecken und Schildkröten. Das ist ein richtiges Paradies für Naturbeobachter, wenn man die Augen offenhält.

Unter Wasser geht die Farbenpracht erst so richtig los. Bunte Korallenriffe erstrecken sich über fast 1.000 Kilometer entlang der Küste. Manche Korallenarten, wie die Lachs-Koralle, sind leider selten geworden und stehen auf der roten Liste. Trotzdem wimmelt es in der Küstenzone nur so von karibischen Fischen, Krabben, Seesternen und den verschiedensten Muscheln. Bei den Säugetieren gibt es neben Wildschweinen auch den seltenen Schlitzrüssler sowie verschiedene Delfinarten und Fledermäuse, die nachts aktiv werden.

Klima Haiti

Das Wetter in Haiti ist eigentlich genau so, wie man es sich in der Karibik vorstellt. Es ist meistens ziemlich warm, und je näher man dem Äquator kommt, desto mehr steigen die Temperaturen an. Über den Tag verteilt schwankt das Thermometer zwar ein bisschen, aber im Großen und Ganzen bleibt es heiß und die Luftfeuchtigkeit ist recht hoch. Man spricht hier von einem tropischen Passatklima. Das Gute ist, dass die Winde vom Ozean die Hitze im Sommer ein bisschen abmildern, sodass man nicht völlig zerfließt.

Im Winter sorgen diese warmen Winde dafür, dass es viel milder ist als auf dem Festland. Diese Passatwinde wehen eigentlich das ganze Jahr über ziemlich beständig. Eine Besonderheit ist, dass die Wolken in dieser Region meistens nicht so hoch steigen, dass sie gefrieren könnten. Deshalb regnet es über dem offenen Meer eigentlich eher selten. Wenn es dann doch mal zu heftigen Güssen oder Stürmen kommt, liegt das meistens an tropischen Wirbelstürmen, die sich über dem Ozean zusammenbrauen.

In den Bergen ist es übrigens immer ein ganzes Stück angenehmer als direkt an der Küste. Da kann es gut und gerne mal fünf bis sechs Grad kühler sein. Nachts kühlt es im ganzen Land generell um etwa acht bis zehn Grad ab, was beim Schlafen wirklich hilft. Im Durchschnitt liegt die Temperatur auf Haiti bei etwa 25 Grad. Es gab aber auch schon Tage, an denen das Thermometer auf 38 Grad geklettert ist. Was den Regen angeht, fallen im Jahr so um die 1.465 Millimeter, was für die üppige Natur natürlich wichtig ist.

Die beste Zeit, um das Land zu besuchen, ist definitiv zwischen Dezember und März. In diesen Monaten weht tagsüber eine frische Brise, die die Hitze sehr erträglich macht. Regnen tut es in dieser Zeit auch kaum, und wenn, dann meistens nur nachts. Haiti gilt nicht umsonst als das sonnigste Land in der gesamten Karibik. Wer mit großer Hitze nicht so gut klarkommt, sollte am besten im Januar reisen, da dieser Monat als besonders angenehm für einen Urlaub gilt.

Von Juni bis Dezember sieht die Sache allerdings ganz anders aus. Das ist die offizielle Regenzeit. Meistens fegen dann am Nachmittag heftige Schauer über die Städte hinweg. Das Wasser schießt dann oft in Sturzbächen durch die Straßen, was ziemlich beeindruckend, aber auch anstrengend sein kann. In dieser Zeit wird es zudem extrem schwül, weil die Feuchtigkeit massiv ansteigt. Das fühlt sich dann manchmal an wie in einer Waschküche.

Besonders vorsichtig muss man im August, September und November sein. Das ist nämlich die Zeit der Hurrikane. Diese Wirbelstürme können eine gewaltige Kraft entwickeln und leider auch viel zerstören. Für die Kleidung bedeutet das karibische Klima eigentlich, dass man mit leichten Sommersachen bestens klarkommt. In der Trockenzeit schadet es aber nicht, eine dünne Jacke oder einen Pulli dabei zu haben, falls es abends doch mal etwas frischer wird.

Transport in Haiti

Wenn man in Haiti von A nach B kommen will, erlebt man oft ein echtes Abenteuer. Ein total typisches Fortbewegungsmittel sind die alten Pickups, die zu kleinen Bussen umgebaut wurden. Man nennt sie oft Tap-Taps. Die haben oben ein festes Dach und im Inneren der Ladefläche einfach zwei Holzbänke. Diese Dinger sind oft so vollgestopft mit Leuten, dass man das Gefühl hat, die Passagiere fallen jeden Moment auf die Straße. Es ist eng, laut und irgendwie auch sehr gesellig.

Dann gibt es noch die Mikrobusse, die meistens wahre Kunstwerke sind. Jeder Fahrer bemalt und dekoriert sein Fahrzeug so bunt und schrill wie möglich. Diese Busse sind etwas länger als die Pickups und man bekommt dort sogar sein Gepäck unter. Das Beste daran ist der Preis. Für so eine Fahrt zahlt man oft nur etwa 40 Cent, was wirklich fast geschenkt ist. Für längere Strecken zwischen den Städten gibt es dann größere Busse, die uns Europäern schon eher bekannt vorkommen.

Spannend ist, dass die Einheimischen oft auf dem Dach dieser Überlandbusse mitfahren. Das ist zwar lebensgefährlich, kostet dafür aber auch viel weniger. Man muss das Risiko also gegen das Geld abwägen. In den Städten selbst sieht man auch große, etwas schwerfällige Busse, die auf den breiten Straßen unterwegs sind. Die wurden vor nicht allzu langer Zeit von den Amerikanern geliefert. Eine Fahrt damit kostet meistens ab 25 Cent aufwärts.

Wer es eilig hat, schnappt sich am besten ein Motortaxi. Gerade in den Städten mit viel Stau ist das die schnellste Lösung, um durch den Verkehr zu schlüpfen. Eine Fahrt kostet meistens um die zwei Dollar. Manchmal ist es echt verrückt zu sehen, dass bis zu fünf Personen gleichzeitig auf so einem kleinen Motorrad sitzen. Normale Taxis in Form von Autos findet man eher selten. Die Firma Taxi Rouge ist da der bekannteste Anbieter, aber da zahlt man dann auch schnell mal 10 Dollar oder mehr pro Fahrt.

Auf den holprigen Bergstraßen haben es normale Autos sowieso schwer. Da sind die Wege oft voller Schlaglöcher. Wenn man zu den verschiedenen Inseln der Republik will, nutzt man Wassertaxis. Das sind meistens einfache Holzboote, die Touristen übersetzen oder für Ausflüge entlang der Küste gemietet werden können. Das ist eine sehr entspannte Art, das Land vom Wasser aus zu sehen.

Wer lieber selbst am Steuer sitzt, kann sich am Flughafen oder in den größeren Städten ein Auto mieten. Dafür braucht man aber die üblichen Papiere wie Führerschein, Reisepass und eine Kreditkarte. Man muss außerdem mindestens 21 Jahre alt sein. Im Schnitt kostet ein Mietwagen etwa 47 Dollar am Tag. Wenn man Extras wie einen Kindersitz oder ein GPS-Gerät will, muss man natürlich noch was drauflegen. Das Fahren selbst ist eine Herausforderung, weil Schilder und Markierungen Mangelware sind. Man fährt auf der rechten Seite und das Tempolimit in Orten liegt bei 50 km/h. Mautstraßen gibt es übrigens keine.

Geld und Einkaufen in Haiti

Die offizielle Währung in Haiti ist der Gourde. Es gibt dieses Geld schon seit 1814, also direkt nachdem das Land seine Unabhängigkeit erklärt hat. Ein Gourde besteht aus 100 Centimes. Was man aber unbedingt wissen sollte: Der US-Dollar wird fast überall als zweite Währung akzeptiert und ist von der Regierung sogar offiziell dafür vorgesehen. Es ist also nie verkehrt, ein paar Dollars in der Tasche zu haben, wenn man dort unterwegs ist.

Geld tauschen sollte man am besten nur in der Hauptstadt Port-au-Prince. Dort gibt es spezielle Wechselstuben, die vom Staat kontrolliert werden. Ich würde dringend davon abraten, Geld bei irgendwelchen Privatleuten auf der Straße zu tauschen. Da ist die Gefahr einfach viel zu groß, dass man übers Ohr gehauen wird oder Falschgeld bekommt. Wenn man shoppen geht, gibt es ein paar tolle Dinge, die man als Erinnerung mit nach Hause nehmen kann.

Sehr beliebt sind zum Beispiel Magnete mit Fotos von der schönen Landschaft oder den Sehenswürdigkeiten. Auch kleine Figuren aus Metall, die oft Tiere wie Schildkröten oder Eidechsen darstellen, sind tolle Mitbringsel. Wer Holz mag, findet überall handgeschnitzte Masken oder Tierfiguren. Auch aus Dingen, die das Meer so hergibt, basteln die Einheimischen viel. Es gibt Schmuckdosen oder Amulette aus Korallen, Muscheln und sogar Perlen. Auch handgewebte Teppiche und Gobelins findet man oft auf den Märkten.

Ein echtes Highlight für Genießer ist der einheimische Rum namens Barbancourt. Der wird direkt aus Zuckerrohrsaft fermentiert und hat schon jede Menge Preise gewonnen. Er lagert mindestens vier Jahre und schmeckt wirklich hervorragend. Auch Kaffeeliebhaber kommen auf ihre Kosten. Die Insel ist bekannt für aromatische Sorten wie Haitian Blue oder Barahona. Man kann sogar Postkarten aus Holz kaufen, was eine ziemlich coole Idee ist. Ein witziges Souvenir ist der Haiti-Globus, eine Kugel, auf der die Karte der Insel abgebildet ist.

Überall im Land findet man kleine Läden und Märkte, auf denen es eher traditionell zugeht. Mit Karte zu zahlen ist in Haiti so eine Sache. Das funktioniert eigentlich nur in den ganz großen Städten und auch dort nicht an jeder Ecke. Bargeld ist also absolut wichtig. Wenn man über die belebten Märkte bummelt, sollte man seine Wertsachen immer gut im Blick behalten. Diebe gibt es leider überall, wo viele Menschen auf engem Raum zusammenkommen.

Die Ladenöffnungszeiten sind meistens von 8 Uhr morgens bis 16 Uhr nachmittags, wobei mittags oft eine Stunde Pause gemacht wird. Samstags machen die meisten Läden schon um 13 Uhr dicht. Bei der Ausreise ist Haiti ziemlich locker drauf. Man darf Alkohol und Tabak ohne große Einschränkungen mitnehmen. Was allerdings streng verboten ist, sind historische Schätze oder exotische Tiere und Vögel. Dafür braucht man eine spezielle Genehmigung, die man als normaler Tourist kaum bekommt. Nationalwährung darf man bis zu einem Wert von 400.000 ohne Anmeldung ausführen.

Hauptattraktionen Haiti

Die bewegte Geschichte der Insel hat tiefe Spuren hinterlassen und eine Vielzahl beeindruckender Orte geschaffen, die heute von vergangenen Zeiten erzählen. Die Natur des Landes wirkt auf Reisende oft wie aus einem Märchen und bietet Kontraste, die man so schnell nicht vergisst. Besucher haben hier die Qual der Wahl zwischen geschichtsträchtigen Bauwerken und unberührten Landschaften, die bei Entdeckern besonders hoch im Kurs stehen.

Ein echtes Highlight ist die Festung La Ferrière, die majestätisch auf einem Berggipfel thront. Sie wurde um das Jahr achtzehnhundertsiebzehn unter der Herrschaft von König Henri Christophe errichtet, um sich gegen potenzielle Angriffe der Franzosen zu wappnen. Heute gehört diese Zitadelle an der Nordküste zum Welterbe der UNESCO und bietet einen atemberaubenden Ausblick über das Umland.

In den versteckten Hügeln der Region warten die Bassin-Bleu-Wasserfälle darauf, entdeckt zu werden. Es handelt sich um eine Gruppe von Kaskaden und kristallblauen Seen, die etwa zwölf Kilometer von Jacmel entfernt liegen. Der Weg dorthin führt durch dichten Dschungel und über felsige Pfade, was den Ausflug zu einem kleinen Abenteuer macht. Wer mutig genug ist, kann von den Felsen direkt in das kühle Nass springen.

Der Golf von Gonâve prägt das Bild der Westküste und ist eines der größten Gewässer in der Karibik. Direkt an seinen Ufern liegt die Hauptstadt Port-au-Prince, während der Fluss Artibonite als wichtigste Wasserader des Landes hier ins Meer mündet. In den Tiefen des Golfs tummeln sich zahlreiche Meeresbewohner wie Haie, Wale und die farbenfrohen Kaiserfische, was die Unterwasserwelt besonders lebendig macht.

Mitten im Herzen der Hauptstadt findet man den Marché de Fer, einen Markt, der einen ganzen Stadtteil für sich beansprucht. Der Name bedeutet übersetzt Eisenmarkt und die markante Architektur aus Metall ist schon von Weitem erkennbar. Hier kann man nicht nur traditionelle Eisenwaren und historische Waffen aus vergangenen Jahrhunderten finden, sondern auch Souvenirs, die das lokale Flair widerspiegeln.

Ein besonders mysteriöser Ort ist das sogenannte Zombieloch, eine natürliche Höhle im Golf von Gonâve. Diese tiefe Unterwasserwelle entstand durch Auswaschungen im Gestein und reicht bis zu zweihundert Meter in die Tiefe. Taucher schätzen diesen Ort wegen der gigantischen Schwämme, die mehrere Meter breit werden können, und der seltenen Korallenformationen.

Für Naturfreunde ist der Nationalpark Forêt des Pins ein absolutes Muss, da er einen der letzten großen Nadelwaldbestände des Landes beherbergt. Er erstreckt sich im Südosten nahe der Grenze und bietet Lebensraum für über einhundertfünfzig Pflanzenarten. Viele der hier lebenden Tiere sind vom Aussterben bedroht und finden in den dichten Wäldern einen sicheren Rückzugsort.

Das Sumpfgebiet Trou Caïman wirkt mit seiner dichten Vegetation und den schillernden Wasserfarben fast wie die Kulisse für einen Fantasyfilm. Überall auf dem Wasser treiben Algen und Pflanzen, die der Landschaft ein ganz besonderes Gesicht geben. Besonders bekannt ist dieser Ort für seine Bewohner, zu denen unter anderem stolze rosa Flamingos gehören.

Wer sich für lokales Handwerk interessiert, sollte das Dorf der Künste besuchen, wo eine riesige Auswahl an handgefertigten Schätzen auf Käufer wartet. Von kunstvollem Geschirr über Schmuck bis hin zu verzierten Waffen wird hier alles angeboten, was die geschickten Hände der Einheimischen herstellen. Es ist der perfekte Ort, um in die kulturelle Vielfalt und das bunte Treiben der Insel einzutauchen.

Tourismus in Haiti

Die meisten Urlauber kommen wegen des warmen Meeres und der weiten Sandstrände auf die Insel, die zum Entspannen einladen. Vor allem die Korallenriffe ziehen viele Menschen an, die die bunte Welt unter der Wasseroberfläche erkunden möchten. Wenn das Wetter mitspielt, ist die Zeit ideal für lange Tauchgänge, bei denen man sogar kleine Filme über die Meeresbewohner drehen kann.

Besonders nördlich der Hauptstadt gibt es viele Küstenabschnitte, die für ihre Riffe bekannt sind. Hier versuchen manche Abenteurer sogar ihr Glück bei der Suche nach alten Schätzen in versunkenen Schiffen. Da viele Boote in früheren Zeiten an den tückischen Unterwasserfelsen zerschellten, liegen dort noch immer Geheimnisse am Meeresgrund verborgen.

Ein kleiner Geheimtipp ist die Insel Amiga, die man mit dem Boot in kurzer Zeit von Cap-Haïtien aus erreichen kann. Dort finden Besucher unberührte Strände und das typische türkisfarbene Wasser, das man aus Reisekatalogen kennt. Die Insel ist fast vollständig von ausgedehnten Riffen umgeben, was sie zu einem perfekten Ort für ausgiebiges Schnorcheln macht.

Wer lieber auf dem Brett steht, sollte sich an die Südküste in Richtung Jacmel begeben. Dort gibt es einige Stellen, die sich hervorragend zum Surfen eignen, egal ob man Anfänger ist oder schon Erfahrung hat. Vor allem im August türmen sich die Wellen besonders hoch auf, was Profis aus der ganzen Region anlockt. Es ist die Zeit, in der das Meer am wildesten und aufregendsten ist.

Wanderer und Naturfreunde kommen in den Nationalparks voll auf ihre Kosten, wo die Landschaft oft unberührt wirkt. Im Macaya-Park kann man seltene Vögel beobachten, die es sonst nirgendwo mehr auf der Welt gibt. Dort befindet sich auch ein beeindruckender Berg, der über zweitausend Meter hoch ist und einen weiten Blick über das ganze Land ermöglicht.

Im Park La Visite zieht es eher die Radfahrer auf die Pisten, die quer durch Wälder und weite Steppen führen. Die markierten Wege bieten eine gute Orientierung und zeigen die Vielfalt der Flora und Fauna. Es ist eine tolle Möglichkeit, die frische Luft und die Ruhe der Natur weit weg vom Trubel der Städte zu genießen.

An der Küste von La Gonâve gibt es eine ganz besondere Felsformation, die fast vollständig von Polypen überzogen ist. Hier hat sich über lange Zeit eine riesige Kolonie seltener schwarzer Korallen gebildet, die unter Wasser fast wie ein dunkler Wald wirkt. In diesem Bereich gibt es so viele Fische, dass Angler hier regelmäßig ihr Glück versuchen und oft mit einem guten Fang zurückkehren.

Für diejenigen, die es etwas traditioneller mögen, werden oft längere Ausritte auf Pferden durch die Bergregionen angeboten. Die Pfade führen an duftenden Wiesen vorbei und bieten immer wieder Überraschungen wie versteckte Höhlen oder kleine Wasserfälle. Es ist eine entschleunigte Art des Reisens, bei der man die Umgebung viel intensiver wahrnimmt als aus einem Autofenster.

Unterkunft in Haiti

Wer seinen Urlaub auf der Insel plant, landet meistens in einem der vielen Hotels, die über das Land verteilt sind. Die Mehrheit der Unterkünfte gehört eher zur einfacheren Kategorie mit zwei oder drei Sternen, was ideal für Reisende mit schmalerem Budget ist. Diese Häuser bieten oft nur das Nötigste an Ausstattung, sind aber eine solide Basis für tägliche Entdeckungstouren.

In der Mittelklasse findet man meistens schon deutlich mehr Komfort für sein Geld. Viele dieser Dreisternehotels verfügen über einen eigenen Pool, sichere Parkplätze und oft auch ein kleines Restaurant direkt im Haus. So kann man nach einem langen Tag in der Hitze direkt vor Ort eine Kleinigkeit essen und sich an der Bar entspannen.

Für Gäste mit höheren Ansprüchen gibt es vereinzelt auch Viersternehotels, die mit Tennisplätzen und modernen Fitnessräumen aufwarten. Diese Anlagen bieten oft großzügige Poollandschaften und geräumige Zimmer, die den internationalen Standards entsprechen. Da diese Hotels meistens in bewachten Zonen liegen, fühlen sich viele Touristen dort besonders sicher und gut aufgehoben.

Natürlich besteht auch die Möglichkeit, privat eine Wohnung oder ein Zimmer zu mieten, was oft einen tieferen Einblick in das lokale Leben ermöglicht. Allerdings sollte man sich bewusst sein, dass man hier mehr Eigenverantwortung trägt, da es keine Sicherheitsdienste wie in den großen Resorts gibt. Es ist also ratsam, sich vorher genau über die Lage der Unterkunft zu informieren.

Backpacker und junge Leute ziehen oft Hostels vor, weil die Preise dort unschlagbar günstig sind. Der Vorteil liegt hier klar im Preis und in der Möglichkeit, schnell Kontakt zu anderen Reisenden zu knüpfen. Mit Gemeinschaftsküchen und einfachen Schlafsälen sind diese Unterkünfte perfekt für Leute, die ständig unterwegs sind und nur einen Platz zum Schlafen brauchen.

Wer länger bleiben möchte oder viel Wert auf seine Privatsphäre legt, entscheidet sich oft für ein Apartment. Diese Wohnungen können manchmal teurer sein als ein Zimmer im Luxushotel, bieten dafür aber eine eigene Küche und ein wohnliches Ambiente. Es lohnt sich oft, nach Rabatten zu fragen, wenn man plant, mehrere Wochen am Stück dort zu wohnen.

Eine weitere charmante Option sind die kleinen Gästehäuser, die oft von Einheimischen geführt werden. Hier ist es jedoch besonders wichtig, sich auf Empfehlungen und aktuelle Bewertungen anderer Urlauber zu verlassen. Am besten spricht man alle Details der Buchung vorher direkt mit dem Vermieter ab, damit es bei der Ankunft keine bösen Überraschungen gibt.

Man muss auch bedenken, dass die Infrastruktur durch das schwere Erdbeben im Jahr zweitausendzehn stark in Mitleidenschaft gezogen wurde. Viele Gebäude mussten mühsam wieder aufgebaut werden, was teilweise Jahre gedauert hat. Heute gibt es jedoch wieder viele moderne Unterkünfte, die speziell für Besucher neu errichtet wurden und einen angenehmen Aufenthalt ermöglichen.

Küche und Geschirr Haiti

Das Essen auf der Insel ist eine spannende Mischung aus verschiedenen Einflüssen, die man so kaum woanders findet. Hier treffen französische Raffinesse, spanisches Temperament und afrikanische Wurzeln direkt auf dem Teller zusammen. Die Gerichte sind meistens eher einfach gehalten, bestechen aber durch ihre ehrlichen Zutaten und eine oft kräftige Würze.

Die lokalen Köche experimentieren gerne mit scharfen Gewürzen, was den Speisen eine ganz besondere Note verleiht. In den Supermärkten wird man feststellen, dass Milch oft nur als Pulver oder in Dosen verkauft wird, da die Kühlung schwierig sein kann. Dafür gibt es aber überall frische französische Baguettes und das traditionelle haitianische Brot, das sehr beliebt ist.

Bei den weniger wohlhabenden Menschen gehört Casave fest zum Alltag, das sind Fladenbrote aus Maniok. Sie haben einen leicht bitteren Geschmack und sind sehr nahrhaft, was sie zu einem wichtigen Grundnahrungsmittel macht. Wenn es um Fleisch geht, stehen vor allem Huhn, Rind und Ziege ganz oben auf der Speisekarte der Inselbewohner.

Fisch und alles, was das Meer sonst noch hergibt, wird natürlich ebenfalls sehr gerne gegessen. Ein absoluter Klassiker ist die Soup Joumou, eine würzige Suppe aus Kürbis und Rindfleisch, die oft mit Gemüse und Kochbananen verfeinert wird. Man sagt, dass ein Schuss Limettensaft direkt im Teller den Geschmack erst so richtig perfekt macht.

Eine andere beliebte Suppe ist der Bouillon, ein kräftiger Eintopf mit Kartoffeln und Tomaten, dessen Rezept je nach Region variieren kann. Wer es lieber etwas fester mag, greift zu verschiedenen Getreidebreien aus Hirse oder Weizen. Auch Maismehl wird oft zu einer dicken Masse verarbeitet, die als Sättigungsbeilage dient und sehr nahrhaft ist.

Besonders bekannt ist die Kombination aus Reis und Bohnen, die mit Zwiebeln, Tomaten und Marinaden zubereitet wird. Manchmal wird dazu auch eine dunkle Pilzsauce serviert, die dem Gericht eine tiefschwarze Farbe und ein tolles Aroma verleiht. Für den schnellen Hunger gibt es kleine Pasteten aus Blätterteig, die mit Fleisch oder Fisch gefüllt sind.

Als Nachtisch lieben die Menschen hier süße Leckereien wie das Fresco, das aus geschichtetem Fruchteis und süßem Sirup besteht. Auch Kuchen aus Süßkartoffeln, die mit Zimt und Kondensmilch gebacken werden, sind eine echte Delikatesse. Ein weiterer Favorit ist ein spezieller Pudding aus Maismehl, der mit dem Saft von Zuckerrohr gesüßt wird.

Beim Trinken sollte man allerdings etwas vorsichtig sein und lieber auf Wasser aus versiegelten Flaschen zurückgreifen. Auch bei Eiswürfeln in Getränken ist etwas Zurückhaltung ratsam, um den Magen nicht unnötig zu belasten. So kann man die kulinarische Reise durch die vielen Garküchen und Restaurants des Landes ohne Sorgen in vollen Zügen genießen.

Kultur und Traditionen Haiti

Die Menschen hier haben eine große Leidenschaft für Feste und Feiern, was man am deutlichsten während der Karnevalszeit spüren kann. Beim Mardi Gras verwandeln sich die Straßen in ein Meer aus Farben und Musik, während große Kapellen den Takt vorgeben. Die Trommelrhythmen sind dabei so mitreißend, dass fast jeder Passant automatisch anfängt, sich zur Musik zu bewegen.

In den fünfziger Jahren entstand hier auch eine ganz eigene Musikrichtung namens Kompa, die von einem lokalen Musiker ins Leben gerufen wurde. Er mischte traditionelle Klänge mit modernen Instrumenten wie der E-Gitarre und schuf so einen Sound, der bis heute auf der ganzen Insel gefeiert wird. Diese Musik ist tief in der Kultur verwurzelt und auf jedem Fest zu hören.

Ein sehr prägender Teil des Lebens ist der Voodoo-Kult, der vor Jahrhunderten mit den Sklaven aus Afrika auf die Insel kam. Obwohl die Kolonialherren versuchten, den Menschen den katholischen Glauben aufzuzwingen, blieben die alten Traditionen im Geheimen lebendig. Mit der Zeit vermischten sich die alten Götter und Riten mit den christlichen Heiligen zu einer ganz neuen Glaubensform.

Im neunzehnten Jahrhundert musste der Vatikan diesen speziellen Kult sogar offiziell als eine Form des Katholizismus anerkennen. Für viele Einheimische ist Voodoo kein bloßer Aberglaube, sondern ein fester Bestandteil ihres Alltags und ihrer Identität. Das zeigt sich auch darin, dass viele Menschen bei Krankheiten zuerst den Rat eines Heilers suchen, bevor sie einen Arzt aufsuchen.

Dabei werden oft rituelle Tänze aufgeführt, und es gibt strenge Regeln, wie sich der Kranke danach verhalten muss. Man glaubt zum Beispiel, dass man nach einer Heilung erst einmal keinen Kontakt zu anderen haben sollte, um die Krankheit nicht zu übertragen. Diese tiefen Überzeugungen prägen das soziale Miteinander und den Umgang mit dem Schicksal.

Auch in der Kunst finden sich diese religiösen Themen immer wieder, etwa in Form der sogenannten Veve-Zeichnungen. Die Menschen fertigen kleine Opfergaben oder kunstvolle Flaggen an, um ihre Wünsche an die Götter auszudrücken. Diese bunten Textilarbeiten sind heute bei Touristen sehr beliebt und gelten als eines der wichtigsten Exportgüter der lokalen Volkskunst.

Ein etwas umstrittener, aber sehr traditioneller Zeitvertreib sind die Hahnenkämpfe, die regelmäßig stattfinden. Die Besitzer stecken viel Energie in die Vorbereitung ihrer Tiere und füttern sie oft mit speziellen Mischungen, um sie stark zu machen. Bei diesen Wettbewerben geht es nicht selten um beträchtliche Geldsummen, und die Stimmung in den Arenen ist meistens extrem aufgeheizt.

Die Malerei auf der Insel ist bekannt für ihre kräftigen Farben und die Darstellung einfacher Alltagsszenen. Oft sieht man Bilder, die das Leben auf dem Land, religiöse Rituale oder die üppige Natur zeigen. Auch Bildhauer beschäftigen sich häufig mit der Geschichte des Landes und formen Skulpturen, die den Kampf um die Freiheit und die Unabhängigkeit darstellen.

Wetter in Haiti

Wetter pro Monat

Januar

+27° С +27° С
+27
+27
Januar

Februar

+28° С +27° С
+28
+27
Februar

Marsch

+28° С +27° С
+28
+27
Marsch

April

+29° С +28° С
+29
+28
April

Mai

+29° С +28° С
+29
+28
Mai

Juni

+30° С +28° С
+30
+28
Juni

Juli

+30° С +29° С
+30
+29
Juli

August

+31° С +29° С
+31
+29
August

September

+30° С +29° С
+30
+29
September

Oktober

+30° С +29° С
+30
+29
Oktober

November

+28° С +29° С
+28
+29
November

Dezember

+28° С +28° С
+28
+28
Dezember

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