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Demokratische Republik Kongo

Information about Demokratische Republik Kongo

Demokratische Republik Kongo
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Geographie und Geschichte Demokratische Republik Kongo

Wenn man an Afrika denkt, kommt einem oft als Erstes die Demokratische Republik Kongo in den Sinn, ein Land, das in vielerlei Hinsicht einfach nur gewaltig ist. Es ist das flächenmäßig zweitgrößte Land des Kontinents und steht bei der Einwohnerzahl an vierter Stelle. Viele kennen es vielleicht noch unter dem Namen Zaire, wie es zwischen 1971 und 1997 hieß, doch heute ist es wieder die DRK mit ihrer pulsierenden Hauptstadt Kinshasa. Direkt im Norden liegt die Republik Kongo mit Brazzaville als Hauptstadt, was oft zu Verwechslungen führt. Die Geschichte der beiden Länder ist jedoch sehr unterschiedlich geprägt, denn die DRK war bis 1960 eine belgische Kolonie, während die Republik Kongo unter französischer Herrschaft stand.

Diese koloniale Vergangenheit hat dazu geführt, dass die DRK heute das Land mit der weltweit größten französischsprachigen Bevölkerung ist. Das ist schon eine beeindruckende Tatsache, wenn man bedenkt, dass Frankreich selbst weniger Einwohner hat. Allerdings gibt es da eine interessante Statistik: Obwohl Französisch die offizielle Sprache ist, beherrschen nur etwa 51 Prozent der Menschen das Lesen und Schreiben darin, was etwa 49 Millionen Einwohnern entspricht. Das zeigt, wie vielfältig und komplex die Bildungslandschaft in diesem riesigen Land ist.

Historisch gesehen ist der Kongo ein Schmelztiegel. Ganz früher zogen kleine Gruppen von Pygmäen durch die dichten Dschungel am Kongo-Fluss. Doch schon vor unserer Zeitrechnung kamen Bantu-Stämme aus dem Norden, die den Wald rodeten und die Ureinwohner verdrängten. Diese Stämme gründeten später mächtige Reiche, wie das berühmte Königreich Kongo im 14. Jahrhundert. Später im 15. Jahrhundert tauchten dann portugiesische Sklavenhändler auf, was eine dunkle Ära einleitete. Ende des 19. Jahrhunderts übernahm dann der belgische König Leopold II. das Gebiet als seinen Privatbesitz, eine Zeit, die für ihre Härte bekannt war, bevor es 1908 offiziell an den belgischen Staat überging.

Die Unabhängigkeit kam schließlich im Jahr 1960 nach einer starken Befreiungsbewegung unter der Führung von Patrice Lumumba. Doch die Ruhe hielt nicht lange an. Lumumba wurde ermordet, und es folgten turbulente Jahre mit Putschversuchen, bis 1965 Mobutu Sese Seko die Macht an sich riss. Er war es auch, der das Land in Zaire umbenannte. Erst 1997, nach dem Ersten Kongokrieg, wurde er gestürzt, und das Land erhielt seinen heutigen Namen zurück. Danach folgten noch schwere Jahre im sogenannten Großen Afrikanischen Krieg, an dem fast alle Nachbarstaaten beteiligt waren. Heute ist das Land eine Präsidialrepublik mit über 100 Millionen Menschen aus mehr als 200 Volksgruppen, von denen die meisten Christen sind.

Regionen und Resorts Demokratische Republik Kongo

Natur Demokratische Republik Kongo

Die Natur in der Demokratischen Republik Kongo ist schlichtweg atemberaubend und von einer unglaublichen Vielfalt geprägt. Das Land liegt auf einem riesigen Plateau mitten in Zentralafrika, das fast vollständig von dichtem tropischem Regenwald bedeckt ist. Im Osten wird diese grüne Wildnis von den majestätischen Ruwenzori-Bergen begrenzt, während das Land im Westen nur einen winzigen Zugang zum Atlantik hat, einen Küstenstreifen von gerade einmal 37 Kilometern Länge. Es ist fast so, als würde das Land im Inneren des Kontinents atmen, umgeben von insgesamt neun Nachbarstaaten, mit denen es sich die Grenzen teilt.

Das Herzstück der Geografie ist das riesige Becken des Kongo-Flusses. Hier fließen unzählige Nebenflüsse zusammen, die riesige Wassersysteme bilden. Oft weiten sich diese Flüsse so stark aus, dass sie wie Seen wirken, und weite Landstriche sind von Sümpfen durchzogen. Entlang der Gebirgsketten im Osten findet man zudem einige der größten Seen Afrikas, darunter den Tanganjikasee, der die Grenze zu Tansania bildet, sowie den Albertsee, den Eduardsee, den Kiwusee und den Mwerusee. Diese Gewässer sind lebenswichtig für die Menschen und die Natur gleichermaßen.

In diesem feuchten und warmen Klima, gedüngt durch den Schlamm der Flussüberschwemmungen, gedeiht eine Pflanzenwelt, die man sich kaum vorstellen kann. Die Regenwälder nehmen die Hälfte des gesamten Staatsgebiets ein. Hier ragen riesige Edelhölzer wie Mahagoni und Ebenholz in den Himmel, deren Kronen so dicht sind, dass sie den Boden fast vollständig verdunkeln. Dazwischen findet man verschiedene Palmenarten, Kautschukbäume und im Unterholz sogar wilden Kaffee, Baumwolle und Bananen. Die Vielfalt an Lianen, die sich durch die Bäume schlingen, gibt dem Ganzen das typische Aussehen eines Dschungels.

Auch die Tierwelt ist einzigartig. In den Flüssen und Seen wimmelt es von Fischen, die nicht nur für die Natur, sondern auch für die Ernährung der Bevölkerung wichtig sind. Krokodile und Flusspferde sind hier an fast jeder Ecke zu finden. In den Wäldern leben seltene Arten wie Schimpansen, Gorillas und die scheuen Okapis, die man nur hier findet. In den Savannen im Norden und Süden ziehen Elefanten, Büffel und Antilopen umher, immer beobachtet von Raubtieren wie Löwen, Leoparden und Hyänen. Um diese Schätze zu bewahren, gibt es viele Nationalparks, von denen fünf sogar zum UNESCO-Welterbe gehören. Es ist ein Land, in dem die Wildnis noch wirklich wild ist.

Klima Demokratische Republik Kongo

Das Wetter in der Demokratischen Republik Kongo wird vor allem durch die Lage am Äquator bestimmt. Das bedeutet, dass es fast überall im Land das ganze Jahr über tropisch warm und ziemlich feucht ist. In den meisten Regionen liegt die Luftfeuchtigkeit bei satten 95 Prozent, was man besonders in den tiefer gelegenen Gebieten am Kongo-Fluss deutlich spürt. Da es keine extrem hohen Gebirge gibt, die das Klima massiv beeinflussen könnten, sind die Bedingungen recht stabil. Eines ist sicher: Schnee wird man in diesem Land wohl niemals zu Gesicht bekommen, dafür ist es einfach viel zu warm.

Man teilt das Jahr eigentlich nicht in Frühling, Sommer, Herbst und Winter ein, sondern unterscheidet zwischen Trocken- und Regenzeiten. Interessanterweise gibt es davon jeweils zwei. Von Mitte Dezember bis März ist es meistens eher trocken, worauf im April und Mai heftige Regenfälle folgen. Von Juni bis August herrscht dann die sogenannte winterliche Trockenzeit, was daran liegt, dass ein Großteil des Landes auf der Südhalbkugel liegt. Danach, von September bis November, wird es wieder richtig nass. Je weiter man sich vom Äquator in den Norden oder Süden bewegt, desto deutlicher sind diese Trockenphasen ausgeprägt.

Was die Temperaturen angeht, so bewegen sich diese meistens in einem Bereich zwischen 18 und 38 Grad Celsius. Im Durchschnitt ist es auf den Ebenen so um die 25 bis 28 Grad warm. Nachts kühlt es oft um etwa 10 bis 15 Grad ab, was für ein wenig Erleichterung sorgt. Der kühlste Monat ist normalerweise der Juli mit etwa 22 Grad, während es im Januar mit durchschnittlich 26 Grad am wärmsten ist. Ein besonderer Ort ist Goma im Osten, dort ist es oft bewölkt und man hat im Schnitt nur einen einzigen richtig sonnigen Tag pro Monat.

Für Reisende aus Europa sind die Trockenzeiten am angenehmsten. Besonders der Mai, der Dezember und der April gelten als gute Monate, weil die Temperaturen dann bei erträglichen 28 bis 29 Grad liegen und die Sonne öfter scheint. Sogar das Meerwasser am kleinen Küstenstreifen erreicht dann angenehme 30 Grad. Die Hauptsaison für Besucher endet meist im Juni, wenn die kühlere Trockenzeit beginnt. Am wenigsten Spaß macht das Reisen im September, weil das feucht-warme Klima dann für Ungeübte doch ziemlich anstrengend sein kann.

Transport in Demokratische Republik Kongo

In einem Land, das so riesig ist und von so vielen Flüssen und dichten Wäldern durchzogen wird wie die Demokratische Republik Kongo, ist das Vorankommen eine echte Herausforderung. Da es lange Zeit kaum Investitionen in Straßen oder Schienen gab, hat sich der Verkehr vor allem auf das Wasser verlagert. Die riesigen Wasserwege sind die Lebensadern des Landes. Kinshasa ist nicht ohne Grund der bedeutendste Flusshafen in ganz Afrika. Wer hier von einer Stadt zur anderen will, muss oft eine gehörige Portion Geduld mitbringen und sich auf eine abenteuerliche Reise einstellen.

Eine Reise quer durch das Land kann sich wie ein Puzzle anfühlen. Nehmen wir zum Beispiel die Strecke von der Küste bis ganz in den Osten an die Grenze zu Ruanda. Man startet vielleicht in Matadi und fährt mit dem Zug oder dem Auto nach Kinshasa. Von dort aus geht es mit dem Schiff den Fluss hinauf bis nach Kisangani. Dann muss man wieder auf die Schiene umsteigen, um nach Ubundu zu kommen, dort wieder aufs Boot nach Kindu, dann erneut mit dem Zug nach Kalemie am Tanganjikasee. Nach einer Überquerung des Sees mit dem Schiff folgt schließlich das letzte Stück mit dem Auto nach Bukavu. Das sind insgesamt acht Mal Umsteigen.

Für normale Touristen wird so eine Route natürlich meist anders geplant, aber wer auf eigene Faust unterwegs ist, muss genau mit solchen Umwegen rechnen. Die einzige wirklich zuverlässige und schnelle Art, große Distanzen zu überbrücken, ist das Flugzeug. Fast alle größeren Städte haben einen Flughafen, allerdings ist der Flugplan oft eher eine Empfehlung als eine feste Zusage. Es kommt häufig zu Verspätungen oder Ausfällen, was die Planung nicht gerade erleichtert.

Oft ist es sogar einfacher, die östlichen Landesteile über die Nachbarländer zu erreichen. Es führen drei große transafrikanische Fernstraßen durch den Kongo, die zum Beispiel Tripolis mit Kapstadt oder Lagos mit Mombasa verbinden. Wenn man zum Beispiel von der kenianischen Hafenstadt Mombasa aus startet, kommt man auf asphaltierten Straßen viel leichter nach Bukavu im Osten des Kongo, als wenn man versuchen würde, das Land von West nach Ost zu durchqueren. Auch die Provinz Katanga im Süden ist über Sambia oft besser zu erreichen. Selbst für Besuche von Sehenswürdigkeiten wie den Stanley-Fällen muss man oft verschiedene Verkehrsmittel kombinieren, was jede Reise zu einem kleinen Abenteuer macht.

Geld und Einkaufen in Demokratische Republik Kongo

Seit Ende der 1990er Jahre bezahlt man in der Demokratischen Republik Kongo mit dem Kongo-Franken. Er hat damals die alte Währung Zaire abgelöst. Wenn man das Geld in der Hand hält, fallen sofort die schönen Motive auf: Tiere, Szenen aus dem Arbeitsalltag der Menschen oder traditionelle Kunstwerke zieren die Scheine. Da die Währung im Vergleich zu Euro oder Dollar nicht besonders viel wert ist, hantiert man meistens mit Scheinen ab 10 Franken aufwärts, kleinere Beträge sieht man im Alltag eher selten.

Geld umzutauschen ist eigentlich kein Problem, da ausländische Währungen überall gern gesehen sind. Am sichersten ist der Weg zur Bank, da der Wechselkurs dort fair ist und man nicht Gefahr läuft, betrogen zu werden. Es gibt zwar auch viele private Wechselstuben, die manchmal etwas dubios aussehen können, weil das Geld dort offen herumliegt, aber oft ist das einfach die lokale Art, Geschäfte zu machen. Am besten fährt man mit Euro, US-Dollar oder sogar chinesischen Yuan, da China wirtschaftlich sehr aktiv im Land ist. Wer aufs Land oder auf Märkte geht, sollte unbedingt genug Bargeld dabei haben, am besten in kleinen Scheinen. Das macht das Handeln leichter und man muss nicht mit riesigen Stapeln an lokalem Geld herumlaufen.

In den großen Städten wie Kinshasa oder in Touristengebieten kann man mittlerweile oft mit Kreditkarte bezahlen, sei es Visa oder Mastercard. Auch Geldautomaten findet man in Banken oder großen Einkaufszentren. Dennoch sollte man sich nie allein auf die Karte verlassen, da die Technik auch mal streiken kann. Bargeld bleibt im Kongo definitiv der König, besonders wenn man die farbenfrohen Märkte besucht.

Ein Besuch auf dem Grand Marché in Kinshasa ist ein Muss. Dort findet man alles, was das Herz begehrt: leuchtende Stoffe mit traditionellen Mustern, handgeschnitzte Masken und alles Mögliche an spirituellen Souvenirs. Wer Hunger hat, kann dort exotische Früchte probieren, sollte diese aber immer gründlich mit sauberem Wasser abwaschen. Eine echte Besonderheit ist das sogenannte Bushmeat, also Fleisch von Wildtieren. Das ist zwar ein wichtiger Teil der lokalen Ernährung, aber für europäische Mägen ist bei der Qualität und Zubereitung auf offener Straße oft Vorsicht geboten. Wer kulinarisch experimentieren will, sollte das vielleicht lieber in einem guten Restaurant tun.

Hauptattraktionen Demokratische Republik Kongo

Wenn man als Europäer in die Demokratische Republik Kongo reist, ist schon die Ankunft in Kinshasa ein Erlebnis für sich. Die Stadt wirkt wie ein lebendiges Museum der Kolonialzeit, in dem alte Bauwerke auf das quirlige und oft chaotische Treiben einer zentralafrikanischen Metropole treffen. Es ist diese Mischung aus Nostalgie und purer Energie, die den Ort so besonders macht. Doch wer die wahre Seele des Landes und seine unberührte Natur entdecken möchte, muss den Blick über die Grenzen der Hauptstadt hinaus richten. Die eigentlichen Abenteuer und die tiefen Einblicke in die afrikanische Lebensweise warten meist weit entfernt von den Asphaltstraßen der Großstadt.

Ein ganz besonderes Ziel für Reisende sind die traditionellen Dörfer, in denen man das authentische Leben des Bantu-Volkes hautnah miterleben kann. Ein solches Dorf ist Ikoko, das im Nordwesten des Landes direkt am Ufer des Tumba-Sees liegt. Die Menschen hier leben seit Generationen vom Fischfang und führen einen Alltag, der fest in ihren Traditionen verwurzelt ist. Das Schöne daran ist, dass man als Gast nicht nur oberflächlicher Beobachter bleibt. Es gibt dort speziell für Besucher errichtete Häuser, in denen man wohnen kann, um den Rhythmus des Dorflebens aus erster Hand zu spüren. Die Bewohner sind unglaublich gastfreundlich, teilen ihre Mahlzeiten mit den Fremden und führen oft ihre traditionellen Tänze vor, was eine ganz besondere Atmosphäre schafft.

Ein weiteres lohnenswertes Ziel ist das Dorf Buya. Hier bekommt man einen Einblick in die ländliche Architektur mit ihren typischen Häusern und den stets brennenden Feuerstellen, die das Zentrum des häuslichen Lebens bilden. Die Menschen in Buya sind für ihre Handwerkskunst bekannt, vor allem für ihre Arbeiten aus edlen Hölzern. Wer ein Stück echte afrikanische Kunst mit nach Hause nehmen möchte, findet hier wunderbare Schnitzereien, die mit viel Liebe zum Detail gefertigt wurden. Es ist ein Ort, an dem man die Verbundenheit der Menschen mit ihrem Land und ihren Rohstoffen bei jedem Schritt spüren kann.

Die Natur des Kongo hält zudem spektakuläre Wasserfälle bereit, wie etwa die Zongo-Fälle im unteren Kongo. Sie liegen etwa einhundertdreißig Kilometer von Kinshasa entfernt und sind ein gewaltiges Naturschauspiel. Es lohnt sich definitiv, dort nicht nur für einen kurzen Stopp zu bleiben, sondern ein paar Tage in einem der komfortablen Bungalows oder sogar im Zelt zu verbringen. Man kann dort in den kühlen Becken unter dem herabstürzenden Wasser baden, was in der tropischen Hitze eine wahre Erlösung ist.

Ebenso beeindruckend sind die Boyoma-Fälle am Lualaba-Fluss. Das ist kein einzelner Wasserfall, sondern eine lange Kette von Stromschnellen und kleineren Fällen, die sich über eine beachtliche Strecke ziehen. Der höchste Punkt ragt über sechzig Meter empor, und das Zusammenspiel der Wassermassen, die schließlich in den mächtigen Kongo-Fluss münden, ist aus jeder Perspektive ein fantastischer Anblick. Hier kann man auch die Fischer vom Stamm der Wagenia beobachten, die mit einer ganz speziellen und sehr riskanten Technik ihre Netze in der starken Strömung auswerfen.

Für diejenigen, die die rohe Gewalt der Erde spüren wollen, ist der Vulkan Nyiragongo im Virunga-Nationalpark ein absolutes Highlight. Der Nationalpark selbst ist schon eine Reise wert, aber der Blick in den Krater des aktiven Vulkans, in dem ein See aus flüssiger Lava brodelt, ist ein Anblick, den man nie wieder vergisst. In der Nähe finden sich zudem die Kraterseen des Albert-Grabens, die eine fast unwirkliche Kulisse für Fotos bieten. Die Landschaft dort oben, umgeben von Bergen, wirkt so unberührt und archaisch, dass man sich fast wie am ersten Tag der Schöpfung fühlt. Es ist eine Region voller Kontraste, die zeigt, wie kraftvoll und vielfältig die Natur in diesem Teil Afrikas ist.

Tourismus in Demokratische Republik Kongo

Die Demokratische Republik Kongo ist ein riesiges Land, das mit seinen einzigartigen Landschaften, einer unglaublich reichen Tierwelt und einer faszinierenden Kultur aufwartet. Es gibt hier so viele Möglichkeiten für Entdecker, dass eine einzige Reise kaum ausreicht, um alles zu erfassen. Interessanterweise basiert die touristische Infrastruktur zwar noch zu einem großen Teil auf den Fundamenten der Kolonialzeit, doch in den letzten Jahren hat sich spürbar etwas getan. Man merkt, dass das Land bemüht ist, seine Schätze zugänglicher zu machen. Vor allem die Nationalparks, die ursprünglich nur zum Schutz der Wildnis gedacht waren, entwickeln sich immer mehr zu Zielen, die für Besucher nicht nur sicher, sondern auch angenehm gestaltet sind.

Diese Nationalparks sind im Grunde die Hauptgründe, warum Menschen aus der ganzen Welt diese Reise auf sich nehmen. Die Betreiber haben es geschafft, einen Service aufzubauen, der es erlaubt, die wilde Natur und ihre Bewohner zu beobachten, ohne auf einen gewissen europäischen Komfort verzichten zu müssen. Es ist ein faszinierendes Zusammenspiel aus Wildnis und Annehmlichkeit, das den Aufenthalt dort so reizvoll macht. Man kann den Tag mit der Beobachtung seltener Tiere verbringen und sich abends in einer Unterkunft entspannen, die internationalen Standards entspricht.

Ein ganz besonderer Ort ist der Kivu-See, der an der Grenze zu Ruanda liegt und zu den größten Seen Afrikas zählt. Die meisten Reisenden steuern die Stadt Goma an, die direkt am Seeufer liegt. Von dort aus starten viele ihre Touren zum Vulkan Nyiragongo oder nutzen die Gelegenheit, im tiefblauen Wasser des Sees zu schwimmen. Wer es jedoch etwas ruhiger und vielleicht auch ein bisschen mondäner mag, der zieht oft den kleinen ruandischen Grenzort Gisenyi vor. Dort kann man in alten kolonialen Villen übernachten und die idyllische Umgebung zwischen Bananenhainen und Eukalyptusbäumen genießen. Die Strände dort sind gut gepflegt, und der Service ist erstklassig. Da der Wechsel zwischen Goma und Gisenyi unkompliziert ist, lässt sich beides gut kombinieren.

Mitten im See liegt die Insel Idjwi, ein Ort, der wie aus der Zeit gefallen wirkt. Die Einheimischen sind besonders stolz darauf, dass ihre Insel von den vielen Konflikten der Region verschont geblieben ist, was wohl vor allem an der etwas abgeschiedenen Lage liegt. Da Idjwi touristisch noch kaum erschlossen ist, findet man hier Natur in ihrer reinsten Form. Es gibt keine großen Hotels oder durchorganisierte Touren, dafür aber eine unglaubliche Gastfreundschaft der Bewohner. Wer die Abgeschiedenheit sucht und das wahre, unverfälschte Afrika erleben möchte, wird diesen Ort lieben.

Ein weiterer wichtiger Knotenpunkt für Reisende ist Kisangani, das früher als Stanleyville bekannt war. Diese große Stadt ist der ideale Ausgangspunkt, um das Hinterland zu erkunden. Der Name der Stadt bedeutet so viel wie Stadt auf der Insel, was vermutlich an den nahegelegenen Boyoma-Fällen liegt oder daran, dass die Stadt wie eine Insel im schier endlosen Meer des tropischen Regenwaldes wirkt. Kisangani bietet eine gute Mischung aus städtischem Leben und der Nähe zur Wildnis. Man kann hier wunderbar in den Alltag eintauchen und gleichzeitig die Naturwunder der Umgebung erkunden, die nur einen Katzensprung entfernt liegen.

Unterkunft in Demokratische Republik Kongo

In Kisangani gibt es für Besucher einiges zu entdecken, von Museen über einen botanischen Garten bis hin zum örtlichen Zoo. Die Stadt ist geprägt von beeindruckenden Gebäuden aus der Kolonialzeit, die dem Stadtbild einen ganz eigenen Charme verleihen. Besonders das Universitätsmuseum ist einen Besuch wert, da es eine beachtliche Sammlung von Artefakten beherbergt, die die vielfältigen Kulturen der Völker Zentralafrikas dokumentieren. Wenn man sich die Preisgestaltung in den Hotels ansieht, merkt man schnell, dass die meisten Touristen nur kurz in der Hauptstadt bleiben, da die Hotels dort oft recht teuer sind. Stattdessen zieht es viele in die gut ausgestatteten Häuser in den Provinzen oder in gemütliche Campingplätze, die direkt an den Naturschönheiten liegen.

Die Reiseveranstalter vor Ort haben mittlerweile gute Möglichkeiten, komfortable Unterkünfte entlang der gängigen Routen anzubieten. Wer allerdings auf eigene Faust und ohne Vorbereitung loszieht, muss sich darauf einstellen, auf einige Hürden zu stoßen. Abgesehen von Kinshasa gibt es vor allem in Lubumbashi, dem industriellen Herz des Landes in der Provinz Katanga, viele erstklassige Hotels. Die Stadt, die früher Elisabethville hieß, ist gut strukturiert und bietet neben modernen Unterkünften auch kulturelle Highlights wie ein Museum für zeitgenössische Kunst. Hier kann man Werke afrikanischer Künstler bewundern oder den städtischen Zoo besuchen. Neben klassischen Sterne-Hotels gibt es dort auch charmante Bungalowanlagen aus Holz, die eine ganz eigene Atmosphäre bieten.

Auch in Goma mangelt es nicht an ordentlichen Hotels. Wer der Hektik der afrikanischen Stadt entfliehen will, findet in der Umgebung zahlreiche Campingplätze mit Bungalows, die etwas abseits liegen und Ruhe garantieren. In fast allen größeren Städten findet man in den Reiseführern Hotels mit vier oder sogar fünf Sternen. Aber ein kleiner Tipp für die Wahl der Unterkunft: Es kommt nicht nur auf die Sterne an, sondern vor allem auf die Lage. Ein Drei-Sterne-Haus in einem ruhigen, gehobenen Viertel kann oft viel angenehmer sein als ein Luxushotel, das mitten im Lärm eines überfüllten Bezirks steht.

In den Nationalparks und in der Nähe der großen Sehenswürdigkeiten gibt es eigentlich immer Bungalows oder Gästehäuser. Die Reiseanbieter achten hier sehr genau auf Sicherheits- und Hygienestandards, damit sich die Gäste wohlfühlen. Das ist ein wichtiger Aspekt, der den Aufenthalt in der Wildnis deutlich entspannter macht. Man kann sich darauf verlassen, dass die Unterkünfte sauber und sicher sind, was gerade in dieser Region keine Selbstverständlichkeit ist.

Eine Ausnahme bilden die Hütten in den ethnischen Dörfern. Diese sind natürlich nicht mit modernem Komfort ausgestattet, und es ist dort deutlich schwieriger, die gewohnten Hygienestandards einzuhalten. Aber genau das macht für viele den Reiz aus. Wer sich darauf einlässt, hat die Chance, das Leben der Bantu wirklich hautnah zu spüren und für eine kurze Zeit in eine völlig andere Welt einzutauchen. Es ist eine Erfahrung, die zwar Verzicht bedeutet, aber dafür mit echten, unverfälschten Eindrücken belohnt wird, die man in keinem klimatisierten Hotelzimmer finden kann.

Küche und Geschirr Demokratische Republik Kongo

Die Küche in der Demokratischen Republik Kongo ist eine spannende Angelegenheit, besonders in den Restaurants der größeren Städte. Hier hat sich eine ganz eigene kulinarische Welt entwickelt, in der französische und europäische Einflüsse auf die Zutaten der Region treffen. Es ist ganz normal, morgens ein frisches Baguette oder ein Croissant zu essen, während zum Mittag- oder Abendessen Nudeln, Reis oder Mais serviert werden. Besonders beliebt ist Fisch aus den hiesigen Flüssen, der oft mit exotischen Saucen oder sogar mit Krokodileiern verfeinert wird. Trotz dieser exotischen Komponenten findet man auf fast jedem Tisch auch klassische europäische Gewürze oder verschiedene Mayonnaisen, was die Mischung perfekt macht.

Auf den Speisekarten der gehobenen Restaurants finden sich oft Gerichte, die man in Europa selten sieht. Schildkröten, die auf unterschiedliche Arten zubereitet werden, gehören ebenso dazu wie Fleisch vom Strauß oder Krokodil. Auch Ziegen- und Kamelfleisch sind weit verbreitet und werden sehr geschätzt. Wer in den eher rustikalen Camps übernachtet, bekommt vielleicht sogar die Gelegenheit, echte kulinarische Abenteuer zu bestehen. Dort werden manchmal Eidechsen, Schlangen, Termiten oder Raupen angeboten. Das klingt für unsere Ohren erst einmal gewöhnungsbedürftig, aber diese Speisen sind absolut sicher und schmecken oft viel besser, als man es aufgrund ihres Aussehens vermuten würde.

Besonders in der Nähe der Nationalparks ist sogenanntes Bushmeat, also Fleisch von Wildtieren, sehr gefragt. Man findet es zwar auch in den Städten, aber dort ist die Qualität der Zubereitung oft nicht so gut. Wenn man jedoch an einen Koch gerät, der sein Handwerk versteht, kann Wildfleisch eine wahre Delikatesse sein. Ein erfahrener Koch weiß genau, welche Teile des Tieres am besten schmecken und wie man sie fachgerecht zerlegt und gart, damit das volle Aroma zur Geltung kommt.

Wer die echte kongolesische Küche probieren möchte, sollte nach Kosa-Kosa suchen, einem Gericht aus Flusskrebsen. Auch gebratene Bananen, Fisch mit Maniokblättern oder Fu-Fu, ein kräftiger Maisbrei mit Gemüse, gehören zu den Klassikern, die man einmal gegessen haben muss. Sehr beliebt sind auch kleine Samusa-Fladenbrote und verschiedene Bohnengerichte, die besonders in der Stadtbevölkerung fest zum Speiseplan gehören. Es ist eine bodenständige, nahrhafte Küche, die durch ihre Gewürze besticht.

Ein interessantes Phänomen sind die sogenannten Nganda Malewa. Das sind kleine Restaurants, die oft von Frauen in ihren eigenen Häusern geführt werden. Die Auswahl an Gerichten ist meist klein, aber dafür schmeckt es wie bei Muttern zu Hause. Die angebotenen Speisen verraten oft viel über die Herkunft der Besitzerin. Wenn sie aus der Gegend oberhalb von Kinshasa stammt, gibt es vielleicht Fisch mit Bananen direkt vom Feuer. Kommt sie aus dem Unterlauf des Kongo, serviert sie eher Fisch mit Gemüsesauce. Bei Frauen aus der Region Kasai steht oft Ziegenfleisch mit Reis und Gemüse auf dem Plan.

Und dann gibt es da noch den absoluten Klassiker: Moambe. Der Name stammt aus der Bantu-Sprache und bedeutet Acht. Es ist ein recht scharfes Gericht, bei dem Huhn, Fisch, Reis, Kokosnuss, Bananen, Erdnüsse und frische Kräuter in einem Topf kombiniert werden. Wenn das Verhältnis der Zutaten stimmt und alles langsam geschmort wurde, ergibt das eine unglaublich geschmacksintensive und originelle Mischung, die das kulinarische Herz des Kongo perfekt widerspiegelt.

Kultur und Traditionen Demokratische Republik Kongo

Das kulturelle Leben in der Demokratischen Republik Kongo ist so vielfältig wie das Land selbst, was vor allem an den vielen verschiedenen Volksgruppen liegt, die hier zusammenleben. Jede Gruppe hat ihre eigenen Bräuche und Traditionen, die über Generationen weitergegeben wurden. Auch wenn das Fernsehen und das Internet den westlichen Lebensstil immer präsenter machen, bleibt die traditionelle Kultur die wichtigste Inspirationsquelle für Musik, Mode und das lokale Handwerk. Das merkt man an jeder Ecke, egal ob in der Kleidung der Menschen oder in den Rhythmen, die aus den Häusern dringen.

Für Reisende werden oft kleine Feste oder Vorführungen organisiert, bei denen die verschiedenen Stämme ihre traditionellen Tänze zeigen. Dabei tragen sie manchmal kunstvolle Masken und Kostüme, oft aber auch ihre normale Alltagskleidung, die jedoch stark von der nationalen Mode beeinflusst ist. Bei solchen Anlässen hört man fast immer Kwasa-Kwasa-Musik, eine Richtung, die mit Trommeln und Marimbulas gespielt wird und sofort zum Mitmachen einlädt. Es ist eine sehr lebendige Form der Kunst, die direkt aus dem Alltag der Menschen kommt.

Auch modernere Musikstile sind unglaublich beliebt, wobei viele davon ihre Wurzeln im Westen haben, die wiederum ursprünglich auf afrikanische Rhythmen zurückgehen. So schließt sich der Kreis beim Afro-Jazz, der hier oft Kongo-Jazz genannt wird, oder beim Soukous. Diese Musikrichtungen sind aus dem Nachtleben der Städte nicht wegzudenken. Eine ganz eigene Welt sind die Melodien der Mbuti-Völker. Wer Aufnahmen dieser Musik ergattern kann, hat ein wirklich seltenes Souvenir, denn diese Klänge sind selbst in den Tiefen des Internets kaum zu finden und außerhalb Zentralafrikas fast gänzlich unbekannt.

Das kongolesische Kunsthandwerk ist vor allem für seine Holzschnitzereien berühmt. Auf den Märkten und in kleinen Kunstläden findet man eine riesige Auswahl an Objekten. Während viele Stücke für den schnellen Verkauf aus weichem Holz gefertigt werden, kann man mit etwas Glück auch echte Meisterwerke aus edlen Hölzern entdecken, die nach alter Tradition geschnitzt wurden. Selbst die einfacheren Stücke fangen den Geist und die Tradition des Landes wunderbar ein und sind preiswerte Erinnerungsstücke, die eine Geschichte erzählen.

Sehr spannend ist auch die Arbeit der Weber. Viele von ihnen nutzen noch traditionelle Webstühle und färben ihre Stoffe mit natürlichen Farben, die aus Pflanzen gewonnen werden. Diese farbenfrohen Textilien kann man entweder als Meterware kaufen oder schon fertig genäht als traditionelle Gewänder. Es gibt aber auch moderne Kleidung im europäischen Stil, die mit traditionellen Mustern und Stoffen kombiniert wird. Das sieht nicht nur schick aus, sondern zeigt auch, wie die Menschen hier ihre Wurzeln mit der modernen Welt verbinden. Es ist diese lebendige Mischung aus Alt und Neu, die die Kultur des Kongo so greifbar und faszinierend macht.

Wetter in Demokratische Republik Kongo

Wetter pro Monat

Januar

+29° С +26° С
+29
+26
Januar

Februar

+30° С +27° С
+30
+27
Februar

Marsch

+30° С +27° С
+30
+27
Marsch

April

+29° С +26° С
+29
+26
April

Mai

+29° С +26° С
+29
+26
Mai

Juni

+30° С +27° С
+30
+27
Juni

Juli

+31° С +28° С
+31
+28
Juli

August

+32° С +29° С
+32
+29
August

September

+31° С +28° С
+31
+28
September

Oktober

+30° С +27° С
+30
+27
Oktober

November

+29° С +26° С
+29
+26
November

Dezember

+28° С +26° С
+28
+26
Dezember

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