Natur Brasilien
Wenn man sich die Geschichte Brasiliens ansieht, merkt man schnell, dass hier schon viel früher Leben herrschte, als viele denken. Archäologische Funde in der Nähe von Städten wie Santarem oder Monte Alegre zeigen uns heute, dass Menschen hier schon mindestens 9.000 Jahre vor Christus unterwegs waren. In den feuchten Tiefebenen des Amazonas bildeten sich damals Gemeinschaften aus Bauern, Fischern und Jägern, während in den trockeneren Savannen eher Nomaden das Sagen hatten. Als die Europäer Ende des 15. Jahrhunderts auftauchten, lebten schätzungsweise zwei bis sechs Millionen Ureinwohner in der Region.
Besonders wichtig waren damals die Gruppen, die Tupi-Sprachen sprachen und vor allem die Küstengebiete bevölkerten. Die portugiesischen Entdecker hatten in den ersten Jahren hauptsächlich mit diesen Menschen zu tun, was die frühe Kolonialkultur stark prägte. Die Tupi hatten einen riesigen Einfluss auf das, was wir heute als brasilianische Identität kennen, sei es in der Sprache oder in den Bräuchen. Leider brachten die Siedler auch Krankheiten mit, gegen die die Einheimischen keine Abwehrkräfte hatten, was zu einem dramatischen Rückgang der Bevölkerung führte.
Viele der Überlebenden wurden unter der portugiesischen Herrschaft zudem sehr schlecht behandelt, was ein dunkles Kapitel der Geschichte bleibt. Auch die Natur hat unter der Besiedlung massiv gelitten, besonders im östlichen Hochland. Dort wurden die einst so prächtigen Laubwälder an der Küste und die majestätischen Parana-Kiefernwälder im Süden fast vollständig zerstört. Heute kann man viele der Tiere, die früher überall herumtollten, nur noch in Zoos oder in ganz kleinen, geschützten Waldstücken finden, die von der ursprünglichen Pracht übrig geblieben sind.
Wo früher Lagunen und Sumpfgebiete voller Wasservögel und Alligatoren waren, stehen heute oft Jachthäfen, Wohnanlagen oder Salzgewinnungsanlagen. Das Gesicht der Küste hat sich also radikal gewandelt. Im Nordosten des Landes findet man die brasilianischen Savannen, die zwar nicht so riesige Tierherden wie in Afrika haben, aber trotzdem faszinierend sind. Jaguare und Ozelote waren hier früher oft an den Waldrändern zu sehen, doch heute sind sie leider sehr selten geworden und gelten als stark gefährdet.
Die Pflanzenwelt in diesen trockenen Gebieten ist extrem zäh und an das harte Klima angepasst. Die Einheimischen nennen diesen dornigen Wald Caatinga, was in der Sprache der Indianer so viel wie weißer Wald bedeutet. Die Bäume dort sind eher klein, stehen weit auseinander und mischen sich mit verschiedenen Kakteenarten. In den etwas feuchteren Ecken findet man den sogenannten Agreste-Wald, besonders in der Nähe des San-Francisco-Flusses oder an Hängen, wo sich noch ein bisschen Feuchtigkeit aus der Luft fangen lässt.
Die dornigen Bäume in diesen Regionen können bis zu neun Meter hoch werden und bilden oft ein undurchdringliches Dickicht. Diese Barrieren sind so dicht, dass selbst die wettergegerbten Vaqueiros, also die brasilianischen Cowboys in ihrer Lederkleidung, kaum eine Chance haben, dort hindurchzukommen. Es ist eine raue, aber auf ihre Art wunderschöne Welt, die zeigt, wie vielfältig und widerstandsfähig die Natur in Brasilien sein kann, wenn man ihr den Raum dazu lässt.
Klima Brasilien
Das Amazonasbecken ist ein Ort der Superlative und beherbergt die wohl größte Vielfalt an Pflanzen auf unserem gesamten Planeten. Im krassen Gegensatz zu den trockenen Gebieten im Süden und Osten platzt hier alles vor Leben. Neben dem tiefen Regenwald gibt es dort auch weite Graslandschaften und geheimnisvolle Mangrovensümpfe im Delta des Flusses. Eine Besonderheit ist, dass die einzelnen Pflanzenarten oft weit verstreut wachsen, was sie widerstandsfähiger gegen Schädlinge oder Naturkatastrophen macht, da sich eine Bedrohung nicht so leicht ausbreiten kann.
Man muss sich das mal bildlich vorstellen, auf einer Fläche von nicht einmal einem halben Hektar können im Amazonaswald weit über 250 verschiedene Baumarten stehen. Die Kronen dieser Urwaldriesen bilden ein fast lückenloses Dach, das in mehreren Schichten aufgebaut ist. Nur etwa zehn Prozent des Sonnenlichts schaffen es überhaupt bis ganz nach unten auf den Waldboden. Das führt dazu, dass das meiste Leben eigentlich gar nicht unten, sondern in den oberen Etagen des Waldes stattfindet, wo Vögel, Affen und unzählige Insekten zu Hause sind.
Die höchsten Bäume ragen bis zu sechzig Meter in die Höhe und sind oft über und über mit Lianen, Farnen und bunten Bromelien geschmückt. In diesem grünen Labyrinth wimmelt es nur so von Schlangen, Baumfröschen und einer Vögelvielfalt, die man gesehen haben muss, um sie zu glauben. Direkt am Hauptarm des Amazonas nisten hunderte verschiedene Vogelarten, während man am Ufer oft Alligatoren, riesige Anakondas oder die gemütlichen Wasserschweine, die Capybaras, beobachten kann. Auch im Wasser geht das Spektakel weiter, denn dort tummeln sich Tiere, die man sonst kaum irgendwo findet.
Man kann dort Seekühe entdecken, aber auch die berühmten rosa Flussdelphine und über 1.500 verschiedene Fischarten. Darunter sind natürlich die Piranhas, von denen übrigens gar nicht alle Fleisch fressen, sowie Zitteraale und hunderte Arten von Welsen. Forscher vermuten sogar, dass es im Trüben des Flusses noch unzählige Arten gibt, die bisher noch kein Mensch jemals wissenschaftlich beschrieben hat. Eine weitere Besonderheit ist die riesige Schienenschildkröte, die bis zu 70 Kilo wiegen kann und außerhalb von Madagaskar fast nur noch hier vorkommt.
Früher waren diese Schildkröten eine wichtige Nahrungsquelle für die Ureinwohner, aber heute sind sie leider vom Aussterben bedroht. Obwohl es streng verboten ist, werden sie immer noch illegal gejagt, was den Naturschützern große Sorgen bereitet. Was das Wetter angeht, so ist Brasilien so groß, dass es gleich drei Klimazonen gibt. Im Norden herrscht das Äquatorklima mit Regen das ganze Jahr über, während das Zentrum eher tropisch geprägt ist und eine richtige Trockenzeit kennt. Ganz im Süden wird es fast mediterran, mit warmen Sommern und kühlen Wintern, wo es im Juli auch mal nur 12 Grad sein können.
Da Brasilien zum Großteil südlich des Äquators liegt, sind die Jahreszeiten genau umgekehrt zu dem, was wir aus Europa kennen. Wenn bei uns Winter ist, herrscht dort Hochsommer und oft auch die Hauptregenzeit. Die Einheimischen nennen die trockenen Monate von Juni bis Dezember oft Sommer, weil es dann heiß und sonnig ist. In dieser Zeit kommen auch die versteckten Strände und Inseln in den Flüssen wieder zum Vorschein. Wer Brasilien besuchen möchte, sollte am besten zwischen November und März planen, wenn es überall schön warm ist, auch wenn man das Land eigentlich das ganze Jahr über gut bereisen kann.
Transport in Brasilien
Wer in einem riesigen Land wie Brasilien von A nach B kommen will, sollte das Flugzeug definitiv als echte Option auf dem Schirm haben. Oft sind Inlandsflüge gar nicht viel teurer als eine lange Fahrt im Fernbus, und man spart sich eine Menge Zeit. Brasilien hat nach den USA sogar die meisten Flughäfen weltweit, das Netz ist also wirklich beeindruckend dicht. Wenn man gute Preise ergattern will, sollte man so früh wie möglich buchen, besonders rund um die großen Feiertage wie Weihnachten oder Karneval, wenn halb Brasilien auf den Beinen ist.
Wer lieber am Boden bleibt, findet ein ebenso gigantisches Busnetz vor, das fast jede Stadt und jedes noch so kleine Dorf miteinander verbindet. Ein großer Vorteil der Busse ist, dass sie meistens extrem pünktlich abfahren, was man von den Fliegern nicht immer behaupten kann. Die Fernbusse sind in der Regel bequem und gut ausgestattet, wobei der Standard im Süden Brasiliens oft etwas höher ist als im tiefen Norden oder im Amazonasgebiet. Es gibt viele private Anbieter, die sich preislich kaum unterscheiden, aber wer Zeit hat, kann immer mal wieder ein Schnäppchen finden.
In jeder größeren Stadt gibt es zentrale Busbahnhöfe, die Rodoviarias genannt werden und oft wie kleine Ameisenhaufen wirken. Man findet dort eigentlich alles, was man für die Reise braucht, von Duschen über Geldautomaten bis hin zu kleinen Restaurants. Einziges Manko ist oft die Lage, da diese Bahnhöfe häufig weit draußen am Stadtrand liegen. Wer die volle Freiheit genießen will, kann sich natürlich auch ein Auto mieten und das Land auf eigene Faust erkunden. Dabei sollte man aber wissen, dass die Straßenqualität stark variiert.
Im Süden sind die Straßen meistens top, aber je weiter man nach Norden kommt, desto abenteuerlicher wird es. In Regionen wie dem Amazonas oder dem Pantanal sind viele Wege eigentlich nur Pisten aus roter Erde, die man ohne einen ordentlichen Geländewagen mit Allradantrieb besser nicht befahren sollte. Zugreisen sind in Brasilien leider eine absolute Seltenheit geworden. Das Land hatte nie ein wirklich dichtes Schienennetz, und viele der alten Strecken wurden im Laufe der Zeit einfach stillgelegt, um Platz für Straßen zu schaffen.
Ein paar Schmuckstücke gibt es aber noch, die heute vor allem als Touristenattraktion dienen. Die Fahrt von Curitiba nach Morretes gilt zum Beispiel als eine der schönsten Bahnstrecken überhaupt und bietet tolle Ausblicke. Eine andere interessante Verbindung ist die Strecke von Belo Horizonte nach Vitoria, die einen direkt vom grünen Herzen des Landes bis an die Küste bringt. Viel wichtiger als die Schiene ist in vielen Regionen aber das Wasser, besonders im Norden und Nordosten des Landes.
Im Amazonasbecken sind die Flüsse bis heute die wichtigsten Straßen überhaupt. Von Manaus aus gibt es ein riesiges Netzwerk an Booten, die in alle Richtungen auslaufen, von kleinen Einbäumen bis hin zu großen Schiffen. Innerhalb der Städte kommt man in den großen Metropolen wie Rio oder Sao Paulo super mit der modernen Metro voran. In kleineren Orten sind Busse und Kleinbusse das Mittel der Wahl, und wer es ganz lokal mag, springt in ländlichen Gegenden einfach auf ein Moto-Taxi, also ein Motorrad, das einen schnell und günstig ans Ziel bringt.
Geld und Einkaufen in Brasilien
Die offizielle Währung in Brasilien ist der Real, den man übrigens Re-al ausspricht, während die Mehrzahl Re-ais heißt. Eingeführt wurde das Geld im Jahr 1994, vor allem um die damals galoppierende Inflation endlich in den Griff zu bekommen. Es gab in der Vergangenheit immer mal wieder turbulente Zeiten für die Währung, besonders vor wichtigen Wahlen, aber heute ist der Real fest im Alltag verankert. In Metropolen wie Rio de Janeiro oder Sao Paulo ist das Einkaufen ein echtes Erlebnis, da viele Läden und Märkte bis spät in die Nacht geöffnet haben.
Besonders auffällig sind die riesigen Einkaufszentren im amerikanischen Stil, die man überall an den großen Ausfallstraßen findet. Diese Malls sind klimatisiert und bieten neben unzähligen Geschäften auch Kinos und Restaurants, was sie zu beliebten Treffpunkten für die Einheimischen macht. Wer allerdings auf der Suche nach Schnäppchen ist, sollte wissen, dass die Preise dort nicht unbedingt die niedrigsten sind. Für echte Raritäten und Kunsthandwerk sind Städte wie Rio oder Salvador da Bahia die richtigen Adressen.
In Bahia findet man zum Beispiel wunderschöne afros-brasilianische Kunst, handgefertigte Keramik oder Schnitzereien aus Seifenstein. Auch Musikinstrumente, die typisch für die Region sind, kann man dort toll kaufen. Rio de Janeiro ist hingegen der Ort, wenn man sich modisch einkleiden will. Da die Menschen dort sehr auf ihr Äußeres achten, gibt es eine riesige Auswahl an stylischer Badebekleidung und natürlich die weltbekannten Flip-Flops. Manaus im Norden ist zudem eine Freihandelszone, was für Technikfans interessant sein könnte.
Allerdings muss man ehrlich sagen, dass Technik in Brasilien wegen des starken Reals oft gar nicht günstiger ist als in Europa oder den USA. Was das Bezahlen angeht, so sind Kreditkarten mittlerweile fast überall akzeptiert, selbst in kleineren Läden oder außerhalb der großen Städte. Man sollte aber immer ein Auge auf die Gebühren haben, die sowohl von der brasilianischen Bank als auch von der heimischen Bank für Auslandseinsätze erhoben werden können. Ein bisschen Bargeld in der Tasche zu haben, schadet also nie, besonders auf Märkten.
Dort ist es nämlich auch heute noch absolut üblich, um den Preis zu feilschen, besonders wenn man mit Scheinen bezahlt. Das gehört einfach zum guten Ton und macht das Einkaufserlebnis viel persönlicher. Überhaupt ist das Leben in Brasilien sehr auf den Austausch mit anderen Menschen ausgelegt. Die Brasilianer sind meistens sehr offen und hilfsbereit, was man auch beim Einkaufen merkt, wenn man sich auf ein kleines Gespräch einlässt.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Brasilien in Sachen Shopping und Finanzen ein Land der Kontraste ist. Man findet alles vom exklusiven Designerstück in der klimatisierten Mall bis hin zum handgemachten Souvenir auf einem staubigen Straßenmarkt. Es ist diese Mischung aus Moderne und Tradition, die das Land so spannend macht. Wer mit offenen Augen durch die Straßen geht und sich auf die lokale Kultur einlässt, wird mit Sicherheit mehr als nur ein paar tolle Mitbringsel finden und dabei das echte Brasilien kennenlernen.
Hauptattraktionen Brasilien
Brasilien gehört zu den wenigen Orten auf unserer Erde, die wirklich jeden Urlaubstyp restlos glücklich machen können. Es ist fast egal, wonach man sucht, denn das Land bietet eine derartige Fülle an Sehenswürdigkeiten, dass man sie kaum in Worte fassen kann. Ob man nun nur für einen kurzen Abstecher bleibt oder ein ganzes Jahr Zeit hat, es gibt immer etwas Neues zu entdecken. Es ist ein Land, das einen das ganze Leben lang beschäftigen könnte, ganz gleich, ob man eher der entspannte Genießer oder der abenteuerlustige Entdecker ist.
Besonders Geschichtsinteressierte kommen hier voll auf ihre Kosten, während Outdoor-Fans und Adrenalinjunkies in der Natur ihre Grenzen austesten können. Aber auch wer einfach nur ausgiebig shoppen möchte oder von einem endlosen Strandurlaub träumt, wird in Brasilien genau das finden, was er sucht. Die Vielfalt der Attraktionen ist so groß, dass wirklich jeder Reisende seinen ganz persönlichen Lieblingsplatz findet. Es ist diese bunte Mischung aus Kultur, Action und purer Entspannung, die den besonderen Reiz ausmacht.
Eine klassische Route durch dieses riesige Land führt meistens zuerst zu den gewaltigen Wasserfällen von Iguazu, die einen sprachlos machen. Danach geht es oft weiter an die malerische Costa Verde, die grüne Küste, wo sich der Dschungel direkt bis an das azurblaue Meer schmiegt. Hier kann man die Seele baumeln lassen, bevor man in das pulsierende Leben der Metropolen eintaucht. San Paulo und Rio de Janeiro sind dabei die absoluten Pflichtstationen für jeden, der das moderne Brasilien verstehen will.
Diese beiden Städte sind die wirtschaftlichen und kulturellen Herzen des Landes und bieten Kontraste, wie man sie selten woanders sieht. Den krönenden Abschluss einer solchen Reise bildet oft Salvador de Bahia, die erste koloniale Hauptstadt, die bis heute ihren ganz eigenen Charme bewahrt hat. Ganz in der Nähe findet man zudem die Insel Morro de Sao Paulo. Dort kann man an atemberaubenden Stränden die Reise Revue passieren lassen und einfach nur die Sonne genießen.
In den 1980er Jahren erkannte man auch international den Wert der brasilianischen Architektur und Geschichte an. Städte wie Ouro Preto, Olinda, Salvador und sogar die Reißbrettstadt Brasilia wurden offiziell zum Weltkulturerbe erklärt. Später, im Jahr 1999, kamen auch weite Teile der nordöstlichen Küste hinzu. Diese Auszeichnungen zeigen, wie wichtig es ist, die einzigartigen Bauwerke und Naturlandschaften für die kommenden Generationen zu bewahren.
Tourismus in Brasilien
Wenn man an Brasilien denkt, hat man sofort das Bild der Christusstatue im Kopf, die hoch über Rio de Janeiro thront. Dieses Monument wurde im Jahr 1931 fertiggestellt und ist heute das meistbesuchte Ziel in der gesamten Stadt. Es ist weit mehr als nur eine riesige Skulptur aus Beton und Speckstein. Für die Menschen dort ist es ein tiefes Symbol für den Glauben und die Identität der gesamten brasilianischen Nation.
Interessanterweise ist dieses Bauwerk sogar die weltweit größte Skulptur im Stil des Art déco. Man muss es einmal mit eigenen Augen gesehen haben, um die wahre Größe und die Erhabenheit zu begreifen. Wer dort oben steht, blickt auf eine Stadt, die niemals schläft. Die Statue scheint ihre Arme schützend über die Millionenmetropole und ihre Bewohner auszubreiten, was eine ganz besondere Atmosphäre schafft.
Ein weiteres Highlight, das man keinesfalls verpassen darf, ist der Stadtteil Copacabana. Es ist wohl das schickste Viertel im Zentrum von Rio und weltberühmt für seinen sichelförmigen Sandstrand. Dort pulsiert das Leben zu jeder Tages- und Nachtzeit auf eine ganz eigene, faszinierende Weise. Entlang der berühmten Uferpromenade reihen sich imposante Wolkenkratzer-Hotels und moderne Apartmenthäuser aneinander, die das Stadtbild prägen.
Hier findet man alles, was das Herz begehrt, von gemütlichen Cafés über exklusive Restaurants bis hin zu belebten Straßenmärkten. Wer das Nachtleben liebt, kann in den zahlreichen Clubs und Bars mit Live-Musik bis in die frühen Morgenstunden tanzen. Es ist eine Mischung aus mondänem Lifestyle und purer Lebensfreude, die diesen Ort so einzigartig macht. Copacabana ist nicht einfach nur ein Strand, es ist ein Lebensgefühl, das man aufsaugen muss.
Ganz anders, aber nicht weniger beeindruckend, ist die Kathedrale von Brasilia. Dieses moderne Bauwerk ist eine echte architektonische Ikone und stammt aus der Feder des berühmten Architekten Oscar Niemeyer. Mit ihrer außergewöhnlichen Form sticht sie aus der Masse heraus und zeigt die visionäre Seite des Landes. Es ist ein Ort der Ruhe inmitten der geschäftigen Hauptstadt, der durch sein Lichtspiel im Inneren jeden Besucher verzaubert.
Und dann gibt es da noch den Zuckerhut, der vielleicht zu den wichtigsten touristischen Magneten des Landes zählt. Dieser markante, abgerundete Felsen ragt fast 400 Meter aus einer bewaldeten Halbinsel empor und dominiert die Skyline über den Stränden. Wenn man mit der Seilbahn nach oben fährt, bietet sich ein Panorama, das man nie wieder vergisst. Von dort oben wirkt die riesige Stadt fast klein und die Weite des Atlantiks scheint grenzenlos.
Unterkunft in Brasilien
Die Natur in Brasilien ist so gewaltig, dass man sie kaum mit anderen Orten vergleichen kann. Ein großer Teil dieses Naturreichtums entfällt auf die Regenwälder des Amazonasbeisbeckens. Das sind riesige Laubwälder, in denen eine extrem hohe Luftfeuchtigkeit herrscht und die eine unglaubliche Artenvielfalt beherbergen. Brasilien ist im Grunde die Heimat von wunderschönen Landschaften, die über das gesamte Territorium verteilt sind und schier endlose Ressourcen bieten.
Für Menschen, die sich für Ökotourismus begeistern, gehört das Land zu den besten Reisezielen auf dem gesamten Planeten. Die Auswahl an Aktivitäten ist so beeindruckend, dass man sich kaum entscheiden kann, was man zuerst machen möchte. Man kann tagelang durch den Dschungel wandern, exotische Wildtiere in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten oder sich beim Sportfischen versuchen. Auch Höhlenbesuche und Ausritte hoch zu Ross stehen bei vielen Besuchern ganz oben auf der Liste.
Während der Ökotourismus in der Amazonasregion stetig wächst, zieht es im Süden vor allem Strandliebhaber an die Küsten von Santa Catarina. Besonders viele Touristen aus Argentinien verbringen dort gerne ihre freien Tage. Ein ganz anderes Kaliber sind die spektakulären Wasserfälle von Iguazu. Dank moderner Autobahnen und guter Flugverbindungen sind sie heute leicht zu erreichen und locken jedes Jahr über eine Million Menschen an.
Aber auch abseits der bekannten Pfade gibt es viel zu entdecken, wie die unberührten Strände im Nordosten des Landes. Die Nationalparks im Landesinneren gewinnen ebenfalls immer mehr an Bedeutung und ziehen Leute an, die die Stille suchen. Wer sich für Geschichte interessiert, findet zudem über das ganze Land verteilt historische Stätten, die von vergangenen Zeiten erzählen. Es ist diese Mischung aus wilder Natur und kulturellem Erbe, die Brasilien so attraktiv macht.
Man sollte unbedingt eine Kamera einpacken, wenn man die donnernden Wassermassen von Iguazu besucht. Es sind einige der größten und beeindruckendsten Wasserfälle, die unsere Welt zu bieten hat. Wer es etwas mystischer mag, sollte sich in die Chapada Diamantina wagen, die oft als verlorene Welt bezeichnet wird. Dort ragen bizarre Felsformationen in den Himmel und laden zu langen Erkundungstouren durch eine raue, aber wunderschöne Bergwelt ein.
Ein absolutes Muss für jeden Naturliebhaber ist eine Safari im Pantanal, dem größten tropischen Feuchtgebiet der Erde. Hier kann man ein Ökosystem erleben, das so reich ist, dass man Kaimane, Wasserschweine und mit etwas Glück sogar Jaguare sieht. Es ist ein unvergessliches Abenteuer, diese Tiere aus nächster Nähe zu beobachten. Die Weite der Sumpfgebiete und die Geräusche der Wildnis hinterlassen bei jedem einen bleibenden Eindruck.
Küche und Geschirr Brasilien
Brasilien ist mit seinem klaren Wasser und dem traumhaften Klima ein echtes Paradies für alle, die das Meer lieben. Die Windverhältnisse an vielen Küstenabschnitten sind einfach perfekt für Sportarten wie Surfen, Kitesurfen oder Windsurfen. Wer lieber unter die Wasseroberfläche abtaucht, findet beim Tauchen eine faszinierende Unterwelt. Das Land bietet an seinen tausenden Kilometern Küste unzählige Möglichkeiten, sich im nassen Element richtig auszutoben.
Die vielen Naturschutzgebiete des Landes wirken wie ein prächtiger Flickenteppich aus unterschiedlichsten Landschaften. Überall gibt es Wanderwege, die durch dichte Wälder, tiefe Canyons oder weite Savannen führen. Man kann an Flüssen entlanglaufen, versteckte Wasserfälle entdecken oder auf hohe Berge steigen. Die Vielfalt der Wanderoptionen ist so groß, dass man Monate damit verbringen könnte, die verschiedenen Ökosysteme zu Fuß zu erkunden.
In den großen Städten ist die Auswahl an Hotels riesig und bietet für jeden Geschmack etwas Passendes. Die meisten luxuriösen Unterkünfte konzentrieren sich natürlich in Rio de Janeiro, wo Exklusivität großgeschrieben wird. Aber auch in den Bergregionen von Minas Gerais oder direkt bei den Iguazu-Wasserfällen gibt es erstklassige Resorts und Spa-Zentren. In den letzten Jahren hat der Hotelbau besonders in den Städten im Nordosten und im Süden einen echten Boom erlebt.
Die Art der Unterbringung ist dabei so vielfältig wie die brasilianische Landschaft selbst. Man kann in urigen Dschungelhütten mitten im Regenwald übernachten oder sich ein luxuriöses Haus direkt am Strand von Bahia gönnen. Wer Wert auf eine besonders hochwertige und charmante Unterkunft legt, sollte auf das Logo von Roteiros de Charme achten. Das ist quasi die brasilianische Antwort auf die bekannten Relais Chateaux und garantiert eine ganz besondere Atmosphäre.
Aber auch Reisende mit einem eher kleinen Budget müssen sich keine Sorgen machen, denn Brasilien bietet für jeden Geldbeutel ein Dach über dem Kopf. Die touristische Infrastruktur entlang der bekannten Routen ist hervorragend ausgebaut, sodass man eigentlich überall gute Zimmer findet. Sowohl Urlauber als auch Geschäftsreisende werden in jeder Preisklasse fündig, egal wohin die Reise im Land gerade führt. Man merkt deutlich, dass das Land gut auf Besucher vorbereitet ist.
Allerdings sollte man wissen, dass die Preise pro Nacht je nach Region und Reiseziel stark schwanken können. In beliebten Metropolen wie Rio de Janeiro ist das Übernachten meist deutlich teurer als in kleineren Dörfern auf dem Land. Zudem steigen die Preise in der Hochsaison fast überall spürbar an. Diese Zeit beginnt kurz vor Weihnachten und reicht bis nach dem Karneval, wobei auch der Juli und August sehr gefragt sind. In diesen Monaten ist es ratsam, rechtzeitig zu buchen.
Kultur und Traditionen Brasilien
Die brasilianische Kultur ist weltweit bekannt für ihre unglaubliche Vielfalt, die aus dem Zusammentreffen verschiedenster Völker entstanden ist. Über die Jahrhunderte hat sich hier eine ganz eigene Identität entwickelt, die man an jeder Ecke spüren kann. Die offizielle Sprache des Landes ist Spanisch, wobei viele Menschen auch fließend Englisch, Italienisch, Deutsch oder Französisch sprechen. Auch die portugiesische Sprache hat die Kommunikation im Land maßgeblich geprägt und ist überall präsent.
Besonders an der Küste zwischen dem Nordosten und Rio de Janeiro spürt man den starken afrikanischen Einfluss auf die Lebensweise. Das zeigt sich nicht nur in den traditionellen Gerichten, sondern auch in der Musik und den Tänzen. Der Samba ist dafür wohl das bekannteste Beispiel und bringt das Lebensgefühl der Menschen perfekt zum Ausdruck. Auch religiöse Traditionen aus Afrika haben sich fest im Alltag vieler Brasilianer verankert und vermischen sich mit anderen Einflüssen.
Oft gab es in der Geschichte einen Wettbewerb zwischen den eigenen kulturellen Werten und Importen aus Europa oder Nordamerika. Kritiker meinten manchmal, dass die eigene Identität darunter leiden könnte, aber die Brasilianer haben ihren ganz eigenen Weg gefunden. Trotz aller sozialen oder wirtschaftlichen Herausforderungen bewahren sie sich ihre enorme Kreativität und Lebensfreude. Das sieht man besonders bei ihren großen Festen und in der Kunst, die oft sehr farbenfroh ist.
Die Malerei in Brasilien hat ihre Wurzeln im späten 16. Jahrhundert und war damals stark vom Barockstil aus Portugal beeinflusst. Dieser Stil hielt sich sehr lange, bis im 19. Jahrhundert neue Kunstschulen in Rio gegründet wurden, um modernere Standards zu setzen. Eine ganz moderne Ausdrucksform ist der Funk, eine Tanzmusik aus den 90er Jahren, die direkt in den Favelas von Rio entstanden ist. Er ist ein wichtiges Sprachrohr für die afrobrasilianischen Gemeinschaften in der Stadt.
Wenn man über Brasilien spricht, darf man natürlich den Sport nicht vergessen, allen voran die riesige Leidenschaft für den Fußball. Es ist fast wie eine Religion, die das ganze Land verbindet und die Menschen auf die Straßen treibt. Aber auch Sportarten wie Tennis, Basketball oder Volleyball sind extrem populär und haben viele internationale Stars hervorgebracht. Die Brasilianer sind ein sehr sportbegeistertes Volk, das seine Athleten bei jedem Wettkampf lautstark unterstützt.
Und natürlich ist Brasilien die stolze Heimat des Karnevals, einem Fest, das auf der ganzen Welt seinesgleichen sucht. Es ist eine Zeit der Ekstase, der bunten Kostüme und der mitreißenden Rhythmen, die ganze Städte in einen Ausnahmezustand versetzt. Neben diesem gigantischen Event gibt es unzählige lokale Festivals und Straßenparaden, die das ganze Jahr über stattfinden. Diese lebendige Musikszene und die Lust am Feiern machen das Land zu einem absolut einzigartigen Ort.