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Albanien

Information about Albanien

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Geographie und Geschichte Albanien

Es ist noch gar nicht so lange her, dass Albanien als ein fast vergessenes Fleckchen Erde galt, das wie durch ein unsichtbares Band vom Rest der Welt isoliert war. Das Land hat wahrlich schmerzhafte Zeiten der Transformation hinter sich und befand sich über Jahrzehnte hinweg in einem Zustand ständiger Alarmbereitschaft. Heute ist dieser geheimnisvolle Schleier endlich gelüftet, und wer einen Blick in moderne Reiseführer wirft, findet Albanien fest auf der touristischen Landkarte verankert. Die geografische Lage im westlichen Teil der Balkanhalbinsel macht das Land zu einem strategischen Knotenpunkt zwischen Tradition und Moderne. Es teilt sich seine Grenzen mit einer bunten Mischung aus Nachbarstaaten wie Serbien, Italien, Montenegro, Nordmazedonien und Griechenland, die alle ihren Einfluss auf die Region gelassen haben.

Mit einer Fläche von etwas mehr als achtundzwanzigtausend Quadratkilometern belegt Albanien im weltweiten Vergleich zwar nur den hundertneununddreißigsten Platz, doch seine Bedeutung wächst stetig. Die Einwohnerzahl lag zuletzt bei knapp unter drei Millionen Menschen, wobei eine Statistik besonders ins Auge sticht. Fast jeder vierte Bewohner des Landes ist jünger als zwanzig Jahre, was Albanien eine unglaubliche Dynamik und eine spürbare Aufbruchstimmung verleiht. Die Landschaft selbst ist geprägt von einem markanten Gebirgsrelief, das sich wie ein Rückgrat von Norden nach Süden durch das Territorium zieht. Während die Küstenregionen mit fruchtbaren Tälern locken, wird das Hinterland von imposanten Gipfeln dominiert, die dem Staat seinen ganz eigenen, wilden Charakter verleihen.

Tatsächlich bestehen rund drei Viertel des gesamten Landes aus Bergen und Hügeln, während die flachen Küstenstreifen und teils sumpfigen Ebenen nur einen kleinen Teil ausmachen. Eine Besonderheit ist die Tatsache, dass Albanien gleich an zwei Meere grenzt, nämlich an die Adria und das Ionische Meer. Wer die großen urbanen Zentren sucht, landet unweigerlich in Städten wie Durrës, Vlora, Korça, Shkodra oder Elbasan. Das Herz des Landes schlägt jedoch in Tirana, der lebhaften Hauptstadt, die gleichzeitig den Sitz des einzigen internationalen Flughafens beherbergt. Hier fließen alle Fäden zusammen, und die Geschichte des Landes wird an jeder Straßenecke spürbar, besonders wenn man an den Nationalhelden Skanderbeg denkt.

Dieser Mann, der mit bürgerlichem Namen Gjergj Kastrioti hieß, führte im fünfzehnten Jahrhundert einen gewaltigen Aufstand gegen die osmanische Herrschaft an. Sein Mut und sein unermüdlicher Kampf für die Unabhängigkeit haben ihn unsterblich gemacht, weshalb sein Konterfei heute stolz die Tausender-Banknote ziert. Auch die heutige Flagge Albaniens mit dem schwarzen Doppeladler auf rotem Grund geht direkt auf sein Familienwappen zurück. Sogar im Sport ist sein Erbe präsent, denn der Fußballverein aus Korça nutzt einen behelmten Ziegenkopf als Symbol, was auf eine alte Legende um den Helden anspielt. Die Wurzeln der Besiedlung reichen dabei tief in die Antike zurück, angefangen bei den Illyrern bis hin zu den Römern und Byzantinern, die alle ihre Spuren in diesem faszinierenden Land hinterlassen haben.

Regionen und Resorts Albanien

Tirana

Tirana

Natur Albanien

Die Natur in Albanien ist ein echtes Juwel, das vor allem durch seine Kontraste und seine Unberührtheit besticht. Das Land ist übersät mit über zweihundertfünfzig Seen unterschiedlicher Herkunft, die wie glitzernde Augen in der Landschaft liegen. Einer der bekanntesten ist der Ohridsee, der als einer der ältesten und tiefsten Seen der gesamten Welt gilt und eine ganz eigene biologische Welt beherbergt. Neben den stillen Gewässern prägen insgesamt einhundertzweiundfünfzig Flüsse das Bild, die sich ihren Weg durch die tiefen Schluchten und weiten Ebenen bahnen. Der Schutz dieser einzigartigen Ökosysteme hat in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen, was sich in der Gründung zahlreicher Nationalparks widerspiegelt.

Ein kurioses und zugleich mahnendes Erbe der Vergangenheit sind die unzähligen Bunker, die man im ganzen Land verstreut findet. Während der vierzigjährigen Herrschaft von Enver Hoxha wurden schätzungsweise zwischen sechshunderttausend und neunhunderttausend dieser Betonbauten errichtet. Hoxha war von der ständigen Angst vor einer Invasion getrieben und verpflichtete jede Familie dazu, einen eigenen Bunker auf eigene Kosten zu bauen. Heute stehen diese stummen Zeugen der Isolation unter dem Schutz des Verteidigungsministeriums und dürfen nicht einfach abgerissen werden. Sie sind zu einem festen Bestandteil der albanischen Identität geworden und erzählen Geschichten aus einer Zeit, in der das Land völlig von der Außenwelt abgeschirmt war.

Die Pflanzenwelt Albaniens ist von einer fast unglaublichen Vielfalt geprägt und umfasst knapp dreitausend verschiedene Arten. Allein bei der Klee-Pflanze gibt es über sechzig unterschiedliche Varianten, was die ökologische Nische dieses Landes unterstreicht. In den weiten Wäldern dominieren Kiefern, Kastanien, Birken und Buchen, wobei die Eiche eine ganz besondere Rolle als natürliche Ressource spielt. Es gibt mindestens zwölf verschiedene Eichenarten, die in den unterschiedlichen Höhenlagen gedeihen. Auch Nadelwälder mit Silbermännchen und Schwarzkiefern sind weit verbreitet und bieten zahlreichen Tierarten einen geschützten Lebensraum, der in vielen Teilen Europas so nicht mehr existiert.

Die Tierwelt hat zwar in der Vergangenheit unter menschlichen Eingriffen gelitten, wird aber heute durch strenge staatliche Programme geschützt. In den Bergen kann man mit viel Glück den majestätischen Steinadler beobachten, der für die Albaner eine tiefere symbolische Bedeutung hat. Über dreihundertfünfzig Vogelarten wurden bisher registriert, darunter auch seltene Gäste wie Flamingos und Pelikane in den Küstengebieten. Besonders hervorzuheben ist der maritime Nationalpark Karaburun-Sazan im Südwesten bei Vlora. Hier tummeln sich Delfine, Schildkröten und sogar die seltene Mittelmeer-Mönchsrobbe im kristallklaren Wasser, während unter der Oberfläche eine faszinierende Welt aus Korallen und seltenen Fischarten darauf wartet, entdeckt zu werden.

Klima Albanien

Das Klima in Albanien ist so vielfältig wie seine Landschaft, da das kleine Land gleich von mehreren klimatischen Zonen beeinflusst wird. Man findet hier eine Mischung aus gemäßigtem, subtropischem und klassischem Mittelmeerklima, wobei die jeweilige Höhenlage eine entscheidende Rolle spielt. In den Sommermonaten zeigt sich das Wetter oft von seiner heißen und trockenen Seite, was gelegentlich zu längeren Dürreperioden führt. Die meiste Feuchtigkeit bringen der Herbst und der Winter, wobei die kalte Jahreszeit insgesamt recht kurz ausfällt. Meist dauert der eigentliche Winter nur etwa zweieinhalb Monate, wobei der Januar statistisch gesehen der kälteste Monat des ganzen Jahres ist.

In den flacheren Regionen und entlang der Küste bleiben die Temperaturen im Winter meist recht mild und bewegen sich zwischen fünf und zehn Grad Celsius. Ganz anders sieht es jedoch in den Bergregionen aus, wo das Klima eher kontinentale Züge annimmt und die Luftfeuchtigkeit spürbar ansteigt. Auf den hohen Gipfeln liegt der Schnee oft über mehrere Monate hinweg, was der Landschaft ein fast alpines Aussehen verleiht. Vor allem im Norden des Landes sind die Winter deutlich strenger, und im Sommer fällt dort im Vergleich zum Süden mehr Regen. Ab November muss man sich zudem auf schneidende Winde einstellen, die oft in kräftigen Böen über das Land fegen und die gefühlte Temperatur drastisch senken.

Wenn dann der Februar kommt, kann man vielerorts schon den ersten Hauch des Frühlings spüren, auch wenn es dann oft noch recht regnerisch ist. Ab Mitte März stabilisiert sich das Wetter meistens, und die Gärten sowie die unzähligen Obstbäume beginnen in einer wahren Farbenpracht zu blühen. Die Niederschläge werden seltener, und die Sonne gewinnt von Tag zu Tag mehr an Kraft. Im Mai klettern die Temperaturen oft schon auf angenehme zweiundzwanzig Grad, was ideale Bedingungen für Wanderungen und Erkundungstouren bietet. Der heißeste Monat ist traditionell der Juli, in dem das Thermometer regelmäßig auf achtundzwanzig Grad oder sogar weit über dreißig Grad steigt.

Für Reisende ist die Zeit von Mitte April bis weit in den November hinein die beste Phase, um Albanien in all seinen Facetten zu erleben. In dieser Zeit ist die Regenwahrscheinlichkeit gering und das Meer lädt vielerorts bereits zum Baden ein. Besonders der Spätsommer und der frühe Herbst sind bei Kennern beliebt, da die größte Hitze dann vorbei ist, das Wasser aber noch angenehm warm bleibt. Wer die Berge erkunden möchte, sollte jedoch immer die schnellen Wetterumschwünge im Hinterkopf behalten. Selbst wenn es im Tal strahlend sonnig ist, kann es in den höheren Lagen empfindlich kühl werden, besonders wenn die Sonne hinter den Gipfeln verschwindet.

Transport in Albanien

Wenn man über den Transport in Albanien spricht, muss man ehrlich sein: Es ist ein Abenteuer für sich, das viel Charme, aber auch Geduld erfordert. Das Eisenbahnnetz ist ein Relikt aus einer anderen Zeit und wirkt heute fast wie ein lebendiges Museum auf Schienen. Die Waggons, die oft aus Italien übernommen wurden, zuckeln gemächlich über die Gleise und bieten eine ganz entschleunigte Sicht auf die Landschaft. Da Albanien zu siebzig Prozent aus Gebirge besteht, ist der Ausbau der Schienenwege extrem schwierig und teuer. Das hat dazu geführt, dass der Zugverkehr heute fast zum Erliegen gekommen ist und der Hauptbahnhof in Tirana bereits vor Jahren geschlossen wurde.

Heutzutage ist das Auto das mit Abstand wichtigste und bequemste Fortbewegungsmittel, um die entlegenen Winkel des Landes zu erreichen. Die Straßenverhältnisse haben sich in den letzten Jahren massiv verbessert, auch wenn in den Bergen noch viele Schotterpisten existieren. Wer flexibel sein möchte, sollte sich unbedingt vorab einen Mietwagen reservieren, da dies oft günstiger ist als spontan vor Ort zu buchen. Die Verkehrsregeln entsprechen im Großen und Ganzen den europäischen Standards, und die Einheimischen fahren meist recht rücksichtsvoll. Ohne eigenen Führerschein kann das Vorankommen jedoch mühsam werden, da das System der öffentlichen Verkehrsmittel für Außenstehende anfangs etwas verwirrend wirken kann.

In Tirana gibt es beispielsweise keinen klassischen Busbahnhof mit festen Hallen und Anzeigetafeln, sondern eher eine betonierte Freifläche als provisorischen Sammelpunkt. Man sucht dort vergeblich nach Bänken oder überdachten Wartebereichen, findet aber meistens ein kleines Café oder eine Toilette in der Nähe. Die Tickets kauft man ganz unkompliziert direkt beim Schaffner im Bus, wobei man unbedingt lokales Bargeld in Form von Lek dabei haben sollte. Die Stadtbusse in der Hauptstadt verkehren recht häufig, meist in einem Takt von knapp zehn Minuten. Sie starten früh am Morgen und stellen ihren Dienst gegen elf Uhr abends ein, was für die Erkundung der Stadt völlig ausreicht.

Schwieriger wird es bei den regionalen Verbindungen, die oft nur einmal pro Stunde oder in kleineren Orten sogar nur einmal am Tag fahren. Hier kommen oft die sogenannten Furgons ins Spiel, das sind private Minibusse, die keinen festen Fahrplan haben und losfahren, wenn sie voll sind. Das ist oft die einzige Möglichkeit, in wirklich abgelegene Bergdörfer zu gelangen, und die Preise sind sehr moderat. Die beste Informationsquelle für diese Fahrten sind die Einheimischen, die oft genau wissen, welcher Fahrer wann wo steht. Manchmal rufen sie sogar kurz für einen an, damit der Fahrer direkt vor der Haustür hält, was die unglaubliche Gastfreundschaft der Albaner zeigt.

Taxis sind eine weitere gute Option, wobei man sie an ihren Farben Weiß, Gelb oder Grün erkennt, wobei die grünen oft Elektroautos sind. Gerade in Tirana boomen Elektro-Taxis, weil der Benzinpreis im Land im Verhältnis zum Einkommen sehr hoch ist. Es ist ratsam, den Fahrpreis vorher mit dem Fahrer auszuhandeln oder darauf zu achten, dass das Taxameter läuft. Ein kurzes Handzeichen am Straßenrand genügt meistens, um ein Fahrzeug zu stoppen, und die Fahrt gilt generell als sehr sicher für Touristen. Klassische Verkehrsmittel wie Straßenbahnen, Trolleybusse oder gar eine U-Bahn wird man in Albanien hingegen vergeblich suchen, da der Fokus voll auf der Straße liegt.

Geld und Einkaufen in Albanien

Die albanische Währung trägt den Namen Lek, was eine charmante Abkürzung für den Namen Alexander des Großen ist. Obwohl der Lek das offizielle Zahlungsmittel ist, werden Euro und US-Dollar fast überall bereitwillig akzeptiert, was das Reisen sehr unkompliziert macht. Geldumtausch ist in Banken, Hotels oder den zahlreichen Wechselstuben auf der Straße problemlos möglich, und in größeren Städten findet man an jeder Ecke einen Geldautomaten. Was das Shopping angeht, sollte man keine riesigen Souvenirmeilen erwarten, sondern eher nach handgemachten Schätzen Ausschau halten. Viele kleine Läden bieten filigrane Handarbeiten an, die die jahrhundertealte Tradition der Region widerspiegeln.

Interessanterweise produzieren viele bekannte italienische Modemarken in albanischen Fabriken, weshalb man oft Kleidung mit dem Label „Made in Italy“ findet, die vor Ort deutlich günstiger ist. Die Qualität der Stoffe ist meist hervorragend, auch wenn man zur Sicherheit einmal kurz über die Nähte schauen sollte. Die Geschäfte haben typischerweise von neun Uhr morgens bis sechs Uhr abends geöffnet, wobei viele Besitzer mittags eine längere Pause einlegen. Banken schließen oft schon etwas früher, meist gegen sechzehn Uhr, was man bei der Tagesplanung berücksichtigen sollte. Wer auf der Suche nach wirklich gutem Schuhwerk ist, sollte die lokalen Lederwerkstätten besuchen, die für ihre Handwerkskunst bekannt sind.

Besonders ernst nehmen die Albaner ihre Silberarbeiten, die oft noch nach uralten Techniken gefertigt werden, was jedes Stück zu einem echten Unikat macht. Es gibt hier kaum industrielle Massenware, sondern echte Handarbeit, die man bei den lokalen Schmieden und Silberschmieden bewundern kann. Auch Kupferarbeiten sind sehr beliebt und werden oft mit aufwendigen Ziselierungen verziert, die tolle Dekorationsstücke für zu Hause abgeben. Weltberühmt ist zudem die albanische Stickerei, die man auf Tischdecken, Servietten oder Handtüchern findet. Diese feinen Arbeiten sind meist auf den lokalen Märkten oder in kleinen Souvenirläden zu finden, wo man auch geschnitzte Holzfiguren und traditionelles Geschirr kaufen kann.

Wie bereits erwähnt, sind die Bunker ein Symbol des Landes, und findige Geschäftsleute haben daraus eine eigene Souvenir-Sparte gemacht. Aschenbecher oder kleine Magnete in Bunkerform sind der absolute Verkaufsschlager und eine humorvolle Erinnerung an die Geschichte des Landes. Ein weiteres Muss für jeden Besucher ist der berühmte Brandy namens „Skanderbeg“, der nach dem Nationalhelden benannt wurde. Da die Franzosen den Begriff „Cognac“ streng schützen, müssen die Albaner ihre Version als Brandy deklarieren, was dem hervorragenden Geschmack aber keinen Abbruch tut. Mit einem Alkoholgehalt von achtunddreißig Prozent ist er ein kräftiger Begleiter und wird oft in hübschen Geschenkflaschen angeboten.

Wer es etwas schlichter mag, greift zu einem T-Shirt oder einer Mütze im ethnischen Stil, oft in Rot mit dem schwarzen Adler verziert. Eine ganz besondere Empfehlung ist der albanische Bergtee, der in den Bergen in ganzen Zweigen gesammelt und getrocknet wird. Man kann ihn auf den Märkten oft bei älteren Frauen kaufen, die ihn lose abwiegen, oder man greift zu den hübsch verpackten Varianten in den Läden. Neben dem Tee sind Olivenöl aus eigenem Anbau, lokaler Honig, Feigenmarmelade und würziger Käse wunderbare Mitbringsel. Albanien ist ein Land, das einen nicht nur mit seinen Sehenswürdigkeiten, sondern auch mit seinen kleinen, ehrlichen Dingen glücklich machen kann.

Hauptattraktionen Albanien

Wer sich auf das Abenteuer Albanien einlässt, stößt oft auf echte Geheimtipps, die in keinem Standard-Reiseführer ganz oben stehen. Eine dieser Perlen ist zweifellos die Landstraße SH75. Diese Strecke zieht sich über stolze 162 Kilometer durch das Herz des Landes und man sollte sich locker vier Stunden Zeit nehmen, um die Fahrt wirklich zu genießen. Sie führt mitten durch die zentralen Gebirgsregionen des Balkans und bietet Ausblicke, die man so schnell nicht vergisst.

Entlang der Route gibt es Highlights, die völlig kostenlos und für jeden zugänglich sind. Da wäre zum Beispiel der beeindruckende Langarica-Canyon oder die alte byzantinische Brücke, die wie aus einer anderen Zeit wirkt. Ein absolutes Muss sind die heißen Quellen von Bënja, in denen man wunderbar entspannen kann. Am besten ist man hier mit dem eigenen Auto oder einem Mietwagen unterwegs. So hat man die Freiheit, an jeder Ecke anzuhalten, um die Kamera rauszuholen und die wilde Landschaft festzuhalten.

Nur etwa 14 Kilometer von der kleinen Stadt Përmet entfernt liegen diese berühmten Thermalquellen. Die Gegend ist einfach herrlich, da das Städtchen malerisch von hohen Bergen eingerahmt wird. Wenn man eine Übernachtung plant, ist Përmet der ideale Ausgangspunkt. Das ganze Jahr über sprudelt hier schwefelhaltiges Wasser direkt aus der Erde. An den etwas speziellen Geruch gewöhnt man sich übrigens erstaunlich schnell, wenn man erst einmal die wohltuende Wirkung spürt.

Das Baden in den Quellen kostet keinen Cent und sie sind rund um die Uhr geöffnet. Es gibt insgesamt etwa zwanzig verschiedene Becken, in denen das Wasser angenehme Temperaturen zwischen 25 und 30 Grad hat. Es fühlt sich auf der Haut richtig gut an. Man sollte allerdings im Hinterkopf behalten, dass man sich hier mitten in der Natur befindet. Es gibt keine luxuriösen Umkleiden oder moderne Toiletten. Die Badebecken wurden einfach aus Stein oder Beton direkt in die Landschaft integriert und variieren in ihrer Größe.

Wer noch mehr Wildnis sucht, sollte die Wasserfälle des Landes ansteuern, auch wenn der Weg dorthin manchmal etwas beschwerlich sein kann. Besonders bekannt sind die Fälle von Grunas, Sotira und Bogove. Das Wasser dort ist zwar eiskalt, aber der Anblick ist jede Mühe wert. Jeder dieser Wasserfälle hat seinen ganz eigenen Charakter und bietet eine willkommene Erfrischung nach einer langen Wanderung durch die albanische Bergwelt.

Tourismus in Albanien

Ganz im Süden Albaniens, direkt an der Grenze zu Griechenland, liegt ein Ort voller Legenden: die Ruinen von Butrint. Man sagt sogar, dass die Stadt einst von den Trojanern gegründet wurde, auch wenn die Wissenschaft das bisher noch nicht eindeutig beweisen konnte. Die Archäologen graben dort bis heute und fördern ständig neue Schätze aus dem Boden zutage. Die Siedlung entstand direkt am Ufer eines wunderschönen Sees, der heute denselben Namen trägt wie die antike Stätte.

Das Wasser in diesem See ist etwas ganz Besonderes, da es seine Strömung willkürlich ändert und eine Mischung aus Süß- und Salzwasser ist. Den Eingang zu diesem riesigen Freilichtmuseum bildet eine prachtvolle Eukalyptusallee, die einen sofort in eine andere Welt versetzt. Man trifft dort ständig auf Besucher aus aller Welt, die von der historischen Atmosphäre fasziniert sind. Besonders beeindruckend sind die Überreste des alten Amphitheaters und der Bühne, die von der einstigen Größe der Stadt zeugen.

Es ist ein wenig traurig zu sehen, dass das Erdgeschoss einiger Gebäude mittlerweile vom Wasser überflutet ist. Man bekommt ein beklemmendes Gefühl, wenn man bedenkt, dass dadurch vielleicht wertvolle Geschichte für immer verloren geht. Früher pulsierte hier das Leben, Menschen lachten, diskutierten und feierten. Heute steht der gesamte Park unter dem Schutz der UNESCO. Die Art und Weise, wie sich die antiken Ruinen in die unberührte Natur einfügen, ist an diesem Ort einfach perfekt gelungen.

Etwa 120 Kilometer von der Hauptstadt Tirana entfernt liegt Gjirokastra, eine Stadt, die man eigentlich als ein einziges großes Museum bezeichnen kann. Ein Besuch der alten Zitadelle aus dem 14. Jahrhundert ist dort Pflicht, ebenso wie der Blick in das Waffenmuseum oder die traditionellen türkischen Bäder. Die Architektur der Stadt mit ihren steilen Steingassen ist so einzigartig, dass man sich wie auf einer Zeitreise fühlt, während man durch die Gassen schlendert.

Wer sich für die antike Welt der Griechen und Römer interessiert, kommt an Apollonia nicht vorbei. Hier findet man Mauerreste aus dem 4. Jahrhundert vor Christus und das faszinierende Mosaikhaus mit seinem antiken Brunnen. Auch die Säulengänge der alten römischen Geschäfte und das Odeon aus dem 2. Jahrhundert sind noch gut zu erkennen. Es ist unglaublich, sich vorzustellen, dass hier schon vor über zweitausend Jahren Menschen ihren Alltag verbrachten und Handel trieben.

Ein weiteres Highlight in der Nähe ist das Kloster Ardenica, das durch seine schiere Pracht und Ruhe besticht. Zusammen mit dem archäologischen Museum und der byzantinischen Kirche bildet es ein kulturelles Paket, das man bei einem Stadtrundgang unbedingt mitnehmen sollte. Albanien bietet an diesen Orten so viel mehr, als man in einem kurzen Urlaub überhaupt erfassen kann. Die Mischung aus verschiedenen Epochen und Kulturen macht jeden Spaziergang zu einer Entdeckungsreise.

Unterkunft in Albanien

Die Stadt Durrës wurde schon im Jahr 627 gegründet und hat eine bewegte Vergangenheit hinter sich. Früher war sie ein bedeutender Hafen an der Adria, heute gilt sie eher als das landwirtschaftliche Zentrum der Region. Das antike Amphitheater aus dem 1. Jahrhundert ist immer noch ein echter Hingucker, genauso wie die Überreste der venezianischen und byzantinischen Befestigungsanlagen. Wenn man genug von der alten Geschichte hat, kann man sich in den modernen Wellness-Oasen der nahegelegenen Badeorte verwöhnen lassen.

Ein absolutes Naturwunder und das inoffizielle Wahrzeichen Albaniens ist die Karstquelle „Das Blaue Auge“. Das Wasser dort leuchtet in einem so intensiven Hellblau, dass man es fast für künstlich halten könnte. Die wahre Tiefe dieser Quelle kennt bis heute niemand genau, da es selbst erfahrenen Tauchern bisher nicht gelungen ist, bis ganz zum Boden vorzudringen. Es ist ein mystischer Ort, an dem die Natur zeigt, was sie für spektakuläre Farben erschaffen kann.

Vlorë ist eine weitere Stadt mit einer Geschichte, die bis ins 6. Jahrhundert vor Christus zurückreicht. Damals wurde sie als griechische Kolonie unter dem Namen Auclon bekannt. Die Stadt hat eine ganz eigene Energie, die viele Besucher dazu verleitet, am liebsten für immer dort zu bleiben. Vom Hafen aus legt regelmäßig die Fähre ins italienische Brindisi ab. Ein großer Pluspunkt für Urlauber sind die weiten, einladenden Strände, die man direkt vor der Tür hat.

In vielen Hotels in Vlorë ist die Nutzung von Sonnenschirmen und Liegen bereits im Zimmerpreis enthalten, was den Strandtag sehr entspannt macht. Wer es lieber etwas abgeschiedener mag, findet in der Umgebung aber auch noch viele „wilde“ Badeplätze ohne touristischen Rummel. Unter der Wasseroberfläche verbergen sich zudem spannende Geheimnisse. Taucher können dort Wracks von griechischen und römischen Schiffen sowie gesunkene Kriegsschiffe aus neuerer Zeit erkunden.

Die Kombination aus Abenteuer, alten Legenden und einer gewissen Exotik macht Albanien zu einem unglaublich spannenden Reiseziel. Besonders beliebt ist es bei Urlaubern, sich ein Boot oder einen Katamaran zu mieten, um die Küste vom Wasser aus zu entdecken. Mit über 300 Sonnentagen im Jahr schlägt Albanien sogar viele bekannte Urlaubsregionen im Mittelmeerraum. Die Saison ist hier dementsprechend lang und reicht locker von April bis in den Oktober hinein.

Albanien wird gleich von zwei Meeren umspült, der Adria und dem Ionischen Meer. Das Land bietet eine landschaftliche Vielfalt, die man auf so kleinem Raum selten findet: von tiefen Canyons und hohen Bergen bis hin zu kristallklaren Bergseen und antiken Brücken. Jede Stadt scheint ihre eigene Burg oder Festung zu haben, die stolz über den Dächern thront. Es ist dieses Zusammenspiel aus wilder Natur und jahrtausendealter Kultur, das den besonderen Reiz ausmacht.

Küche und Geschirr Albanien

Man merkt schnell, dass die Uhren in Albanien ein wenig anders ticken. Die Menschen hier sind herrlich unaufgeregt, dabei aber extrem gastfreundlich und offen. Es ist ganz normal, dass einem völlig uneigennützig geholfen wird, einfach nur, weil man Gast im Land ist. Man sollte wirklich keine Scheu haben, nach dem Weg zu fragen. Oft passiert es sogar, dass einen die Einheimischen nicht nur die Richtung weisen, sondern einen direkt bis ans Ziel begleiten.

In Restaurants oder Läden wird man fair behandelt und bekommt sein Wechselgeld bis auf den letzten Cent zurück. Auch wenn man mal kein Trinkgeld gibt, wird niemand schief schauen. Die Gastgeber freuen sich ehrlich darüber, dass man sich gerade ihr Lokal ausgesucht hat. Diese Herzlichkeit zieht sich durch das ganze Land. Auch was die Sicherheit angeht, können viele Vorurteile über Bord geworfen werden. Die Kriminalität ist niedrig und man kann sich zu jeder Tageszeit sicher bewegen.

Für Sonnenanbeter gibt es Strände für jeden Geschmack. Wer es ruhig und fast schon meditativ mag, findet weite Sandstrände mit flachem Wasser. Besonders für Familien mit Kindern ist das ideal, da man oft sehr weit ins Meer hineinlaufen kann, bevor es tief wird. Wer etwas für seine Gesundheit tun möchte, kann eine der vielen Thermalquellen nutzen. Oft gibt es in der Nähe spezialisierte Kurangebote, die von Ärzten begleitet werden, oder kleine Wellness-Extras in den Hotels.

Wenn es um die Fortbewegung geht, ist man zu Fuß oder mit dem Bus gut beraten. Die Fahrkarten kauft man ganz unkompliziert direkt beim Fahrer. Die Züge im Land sind hingegen eher rustikal und nicht besonders komfortabel. In vielen Städten kann man sich Fahrräder leihen, was eine super Möglichkeit ist, um mehr von den lokalen Sehenswürdigkeiten zu sehen. Ein Mietwagen ist ebenfalls erschwinglich, besonders wenn man ihn schon ein bisschen im Voraus bucht.

Bei den Unterkünften sollte man wissen, dass „All-Inclusive“ eher selten vorkommt. Meistens ist das Frühstück im Preis inbegriffen und die Zimmer sind einfach, aber zweckmäßig ausgestattet. Da das Essen gehen in Albanien sehr günstig und lecker ist, stellt die Verpflegung auf eigene Faust absolut kein Problem dar. Viele Urlauber mieten sich auch Privatwohnungen. Hier gibt es die Besonderheit, dass es oft keine zentrale Warmwasserversorgung gibt, sondern kleine Boiler genutzt werden.

Wer es professioneller mag, wählt ein Aparthotel, bei dem regelmäßig eine Reinigungskraft vorbeischaut. Für den schmalen Geldbeutel sind Hostels ideal, wo es neben Schlafsälen oft auch Privatzimmer mit eigenem Bad gibt. In kleineren Orten ohne große Hotels sind Gästehäuser die beste Wahl. Man wohnt dort oft in einem eigenen Bereich des Hauses und hat kaum Kontakt zu den Vermietern, außer man möchte gegen einen kleinen Aufpreis bekocht werden. Eine skurrile Eigenheit: Hausnummern sucht man in Albanien oft vergeblich, Adressen bestehen meist nur aus Ort, Straße und Postleitzahl.

Kultur und Traditionen Albanien

Die albanische Küche ist ein echtes Erlebnis und man merkt sofort, wie viel Wert die Leute hier auf Sauberkeit und frische Zutaten legen. Kulinarisch ist das Land ein spannender Mix aus verschiedenen Einflüssen. Im Norden schmeckt man deutlich die Balkan-Traditionen, während im Süden der griechische Einfluss dominiert. Italienische Pizza findet man eigentlich an jeder Straßenecke, und sie schmeckt oft fast so gut wie im Nachbarland. Scharfe Gerichte sind eher selten, dafür wird mit Kräutern nicht gespart.

Fleisch ist ein ganz wichtiger Bestandteil auf dem Speiseplan. Ob Huhn, Rind oder Lamm – Fleischgerichte kommen hier fast täglich auf den Tisch. Verhungern wird in Albanien sicher niemand, denn die Portionen sind oft riesig. Eine Suppe reicht meist völlig aus, um satt zu werden, und einen Salat kann man sich problemlos zu zweit teilen. Besonders beliebt sind Tomaten, Auberginen und Paprika, die hier durch die viele Sonne einen intensiven Geschmack haben.

Auch Käse-Fans kommen auf ihre Kosten, wobei Ziegenkäse in allen Varianten besonders häufig vorkommt. Interessanterweise ist Fleisch oft günstiger als frischer Fisch oder Meeresfrüchte, weshalb Fischgerichte etwas seltener serviert werden. Zu jedem Essen gibt es reichlich Gewürze und meistens frisches Weißbrot oder Maisbrot. Man sollte sich einfach mal durch die Karte probieren. Der Kaffee ist für die Albaner übrigens heilig. Er wird stark und oft in kleinen Tassen serviert, ähnlich wie türkischer Kaffee.

Kaffee zu trinken ist hier eine echte Zeremonie. Man nimmt sich Zeit, plaudert und beobachtet das Treiben auf der Straße. Überhaupt sind die Albaner ein Volk, das die Geselligkeit liebt. Es gehört zum guten Ton, ein interessanter Gesprächspartner zu sein und Gäste mit Respekt zu behandeln. Wer jemanden zu sich nach Hause einlädt, genießt hohes Ansehen. Auch die Weinliebhaber werden nicht enttäuscht, besonders die Weißweine sind als Aperitif sehr zu empfehlen.

Abends verwandeln sich die Straßen in vielen Städten in eine Bühne für den sogenannten „Xhiro“, den traditionellen Abendspaziergang. Man trifft sich, tauscht Neuigkeiten aus und zeigt sich in seiner besten Kleidung. Im Alltag sind die Menschen eher praktisch angezogen, aber für den abendlichen Bummel wird sich gerne schick gemacht. In der Nähe von religiösen Stätten oder in konservativeren Gegenden sollte man allerdings auf allzu freizügige Kleidung verzichten, um Fettnäpfchen zu vermeiden.

Politik und Religion sind eher schwierige Gesprächsthemen mit Fremden, die man am besten meidet. Das gilt auch für modernere gesellschaftliche Themen wie gleichgeschlechtliche Ehen, da das Land hier noch sehr traditionell eingestellt ist. Ein freundlicher Kuss auf die Wange zur Begrüßung ist hingegen völlig normal. Wenn sich ein Einheimischer ungefragt zu euch an den Tisch setzt, ist das meistens nur pure Neugier und Kontaktfreudigkeit. Die Menschen sind einfach stolz auf ihr Land und zeigen das gerne, zum Beispiel durch das Symbol des Doppeladlers mit den Händen.

Wetter in Albanien

Wetter pro Monat

Januar

+9° С +16° С
+9
+16
Januar

Februar

+12° С +15° С
+12
+15
Februar

Marsch

+14° С +15° С
+14
+15
Marsch

April

+16° С +16° С
+16
+16
April

Mai

+21° С +20° С
+21
+20
Mai

Juni

+25° С +23° С
+25
+23
Juni

Juli

+27° С +25° С
+27
+25
Juli

August

+29° С +26° С
+29
+26
August

September

+24° С +23° С
+24
+23
September

Oktober

+19° С +20° С
+19
+20
Oktober

November

+16° С +18° С
+16
+18
November

Dezember

+11° С +14° С
+11
+14
Dezember

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