###Stand der Verkehrsentwicklung in Japan
Japan ist ein Land, in dem die Infrastruktur eine Perfektion erreicht hat, die man weltweit nur selten findet. Wenn man an Japan denkt, kommen einem oft zuerst die futuristischen Shinkansen-Züge in den Sinn, doch die Realität für Reisende ist, dass ein Mietwagen oft der einzige Weg ist, um die wahre Schönheit der abgelegenen Präfekturen zu entdecken. Das Straßennetz ist unglaublich dicht und in einem tadellosen Zustand. Egal, ob man sich auf den mehrspurigen Expressways rund um Tokio bewegt oder auf schmalen Küstenstraßen in Shikoku, der Asphalt ist meist glatt wie ein Spiegel. Die Autovermietung in Japan ist daher ein wesentlicher Bestandteil des Tourismus, da viele der beeindruckendsten Tempel, heißen Quellen und Nationalparks abseits der Schienenwege liegen. Wer sich für ein Auto mieten entscheidet, wird schnell feststellen, dass die Japaner den Straßenbau als eine Form von Kunst betrachten. Es gibt kaum Schlaglöcher, und die Beschilderung ist selbst in ländlichen Gegenden meist zweisprachig in Japanisch und Englisch ausgeführt, was die Orientierung erheblich erleichtert.
Ein ganz zentraler Punkt der japanischen Infrastruktur ist das System der mautpflichtigen Autobahnen, die sogenannten Expressways. Diese Straßen sind das Rückgrat des Fernverkehrs und ermöglichen es, weite Strecken in kürzester Zeit zu überbrücken. Um diese effizient zu nutzen, ist ein Mietwagen fast immer mit einem ETC-Kartenleser ausgestattet. ETC steht für Electronic Toll Collection und ist ein System, bei dem man nicht an jeder Mautstelle anhalten muss, sondern die Gebühren einfach beim Durchfahren registriert werden. Bei der Autovermietung kann man sich meist eine solche Karte gegen eine geringe Gebühr leihen, und am Ende der Reise wird der Gesamtbetrag bequem abgerechnet. Dies spart unglaublich viel Zeit und Stress, besonders wenn man bedenkt, dass die Mautgebühren in Japan recht hoch sein können. Die Raststätten an diesen Autobahnen, die sogenannten Service Areas (SA) oder Parking Areas (PA), sind oft kleine Erlebniswelten für sich. Dort gibt es nicht nur saubere Toiletten und Tankstellen, sondern oft auch regionale Spezialitäten, hochwertige Restaurants und manchmal sogar Aussichtsplattformen oder Fußbäder.
Abseits der Autobahnen trifft man auf die sogenannten Michi-no-Eki, was übersetzt so viel wie "Straßenstationen" bedeutet. Diese staatlich geförderten Rastplätze sind über das ganze Land verteilt und bieten Reisenden, die ein Auto mieten, eine perfekte Gelegenheit für eine Pause. Hier kann man nicht nur parken und Informationen über die Region erhalten, sondern auch frische lokale Produkte direkt von den Bauern kaufen. Diese Stationen spiegeln die Gastfreundschaft und den hohen Standard der Infrastruktur wider. Der Leihwagen wird in Japan so zu einem Tor zur lokalen Kultur. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Sicherheit. Die japanischen Autofahrer gelten als äußerst diszipliniert und höflich. Aggressives Drängeln oder Hupen ist fast unbekannt. Das macht den Mietwagen zu einem sehr entspannten Fortbewegungsmittel, auch wenn man sich erst einmal an den Linksverkehr gewöhnen muss. Die Polizei ist präsent, aber unauffällig, und die Geschwindigkeitsbegrenzungen werden von den Einheimischen meist strikt eingehalten.
In den Städten wie Osaka, Nagoya oder Tokio ist die Situation jedoch eine andere. Hier ist die Infrastruktur zwar ebenfalls auf höchstem Niveau, aber der Platzmangel führt zu komplexen, mehrstöckigen Straßensystemen, die für Erstbesucher verwirrend sein können. Ein Fahrzeug mieten für eine reine Stadttour ist daher weniger empfehlenswert, zumal die Parkgebühren in den Metropolen astronomisch sein können. Sobald man jedoch die Stadtgrenzen verlässt, entfaltet die Wagen mieten Option ihr volles Potenzial. Die Tankstellenlandschaft in Japan ist ebenfalls bemerkenswert. Es gibt sowohl Full-Service-Stationen, bei denen ein ganzes Team von Mitarbeitern das Auto betankt, die Scheiben reinigt und einen mit Verbeugungen zurück auf die Straße leitet, als auch moderne Self-Service-Stationen. Diese Vielfalt sorgt dafür, dass man nie Sorge haben muss, ohne Treibstoff liegen zu bleiben. Die Fahrzeugmiete in Japan ist somit nicht nur ein praktisches Mittel zum Zweck, sondern ein durchweg hochwertiges Erlebnis, das durch eine der besten Infrastrukturen der Welt unterstützt wird.
Mietkosten in Japan
Die Kosten für einen Leihwagen in Japan hängen stark von der Fahrzeugkategorie, der Saison und der Region ab, aber im Allgemeinen ist das Preis-Leistungs-Verhältnis sehr fair, wenn man die hohe Qualität der Fahrzeuge und des Services berücksichtigt. Die Autovermietung in Japan bietet eine breite Palette an Fahrzeugen an, angefangen bei den kleinen, quadratischen Kei-Cars bis hin zu luxuriösen Minivans. Ein wichtiger Faktor bei den Kosten ist die Versicherung. In Japan ist eine Basisversicherung oft im Preis enthalten, aber es wird dringend empfohlen, eine Zusatzversicherung abzuschließen, die auch die sogenannten Non-Operation Charges (NOC) abdeckt. Diese Gebühr wird fällig, wenn das Auto aufgrund eines Unfalls oder einer Verschmutzung repariert werden muss und dem Vermieter für diese Zeit nicht zur Verfügung steht. Wer ein Auto mieten möchte, sollte also nicht nur auf den reinen Mietpreis achten, sondern das Gesamtpaket im Auge behalten. Hier ist eine detaillierte Übersicht über die typischen Kosten pro Tag für verschiedene Fahrzeugtypen:
- Kei-Cars (Kleinstwagen wie Honda N-Box): 40 € - 55 € pro Tag
- Compact Cars (Kompaktklasse wie Toyota Vitz/Yaris): 50 € - 65 € pro Tag
- Standard Sedans (Mittelklasse-Limousinen wie Toyota Corolla): 65 € - 85 € pro Tag
- Full-Size Sedans (Oberklasse wie Toyota Crown): 120 € - 180 € pro Tag
- SUV Compact (kleine SUVs wie Honda Vezel): 80 € - 100 € pro Tag
- Large SUVs (Geländewagen wie Toyota Land Cruiser): 140 € - 220 € pro Tag
- Minivans 7-Sitzer (wie Nissan Serena): 110 € - 150 € pro Tag
- Luxury Minivans (wie Toyota Alphard): 180 € - 280 € pro Tag
- Hybridfahrzeuge (wie Toyota Prius): 70 € - 95 € pro Tag
- Elektroautos (wie Nissan Leaf): 75 € - 110 € pro Tag
- Sportwagen (wie Subaru WRX): 150 € - 250 € pro Tag
- 9-Sitzer Vans (für große Gruppen): 160 € - 230 € pro Tag
Zusätzlich zu diesen Basispreisen für die Fahrzeugmiete kommen noch weitere Kostenfaktoren hinzu, die man bei der Planung berücksichtigen sollte. Die Mautgebühren sind in Japan, wie bereits erwähnt, ein erheblicher Posten. Wer von Tokio nach Kyoto fährt, muss allein für die Autobahngebühren etwa 60 € bis 80 € einplanen. Auch das Benzin ist preislich mit dem europäischen Niveau vergleichbar, wobei Hybridfahrzeuge hier einen echten Vorteil bieten, da sie den Verbrauch in den oft bergigen Regionen Japans drastisch senken. Ein Mietwagen in Japan wird meist vollgetankt übergeben und muss vollgetankt zurückgegeben werden. Ein weiterer Punkt ist die Einweggebühr. Wenn man den Wagen mieten möchte und ihn an einem anderen Ort zurückgibt, können je nach Entfernung zwischen 50 € und mehreren hundert Euro Zusatzkosten anfallen. Das ist besonders bei langen Touren von Tokio nach Fukuoka ein wichtiger Kostenfaktor.
In den Ferienzeiten wie der Golden Week (Ende April bis Anfang Mai), dem Obon-Fest im August oder zum Jahreswechsel steigen die Preise für die Autovermietung spürbar an. Zudem ist die Verfügbarkeit in diesen Zeiträumen stark eingeschränkt. Es ist daher ratsam, den Mietwagen so früh wie möglich zu buchen. Ein Auto mieten in ländlichen Gebieten wie Hokkaido oder Okinawa kann manchmal etwas günstiger sein als in den großen Ballungsräumen, da dort der Konkurrenzdruck unter den Anbietern höher ist. Viele Anbieter bieten auch Kindersitze, GPS-Systeme in englischer Sprache und Schneeketten im Winter an. Diese Extras kosten oft zwischen 5 € und 15 € pro Tag. Wer clever plant und die Nebensaison nutzt, kann einen Leihwagen zu sehr attraktiven Konditionen finden und so die Freiheit genießen, Japan in seinem eigenen Tempo zu erkunden. Die Wagen mieten Option ist unter dem Strich oft günstiger als teure Einzeltickets für Züge, wenn man mit zwei oder mehr Personen reist.
Automarken und Modelle für die Autovermietung in Japan
Wenn man in Japan ein Fahrzeug mieten möchte, wird man schnell feststellen, dass der Markt fast ausschließlich von einheimischen Marken dominiert wird. Dies ist ein großer Vorteil, da japanische Autos für ihre Zuverlässigkeit, ihre fortschrittliche Technologie und ihre Effizienz bekannt sind. Die Autovermietung bietet eine faszinierende Auswahl an Modellen, die man in Europa oft gar nicht auf den Straßen sieht. Besonders die "Kei-Cars" sind eine japanische Besonderheit – kleine, kastenförmige Autos mit einem maximalen Hubraum von 660 ccm, die überraschend geräumig sind und sich perfekt für die engen Gassen in den Dörfern eignen. Aber auch im Bereich der Hybrid- und Elektrofahrzeuge ist die Auswahl bei der Fahrzeugmiete riesig. Hier ist eine detaillierte Liste von 15 populären Modellen, die man oft bei einer Wagen mieten Agentur findet, inklusive ihrer Besonderheiten und ungefähren Preise:
- Toyota Aqua: Ein kompakter Hybrid, der extrem sparsam ist. Perfekt für zwei Personen. Kostet ca. 55 € pro Tag.
- Honda N-Box: Das beliebteste Kei-Car. Bietet trotz kleiner Außenmaße viel Platz im Innenraum. Kostet ca. 45 € pro Tag.
- Toyota Prius: Der Klassiker unter den Hybriden. Viel Platz und sehr komfortabel für längere Strecken. Kostet ca. 75 € pro Tag.
- Nissan Note e-Power: Ein innovativer Hybrid, der sich wie ein Elektroauto fährt. Sehr leise und spritzig. Kostet ca. 65 € pro Tag.
- Toyota Corolla Fielder: Ein praktischer Kombi mit viel Stauraum für Gepäck, ideal für Familienreisen. Kostet ca. 70 € pro Tag.
- Mazda CX-5: Ein eleganter SUV mit toller Fahrdynamik und hochwertigem Interieur. Kostet ca. 95 € pro Tag.
- Subaru Forester: Dank Allradantrieb perfekt für die verschneiten Straßen in Hokkaido oder den japanischen Alpen. Kostet ca. 100 € pro Tag.
- Nissan Serena: Ein sehr beliebter Familien-Minivan mit Schiebetüren und flexibler Sitzanordnung. Kostet ca. 120 € pro Tag.
- Toyota Alphard: Der Inbegriff von Luxus in der Minivan-Klasse. Leder, viel Platz und enormer Komfort. Kostet ca. 200 € pro Tag.
- Mitsubishi Delica D:5: Ein einzigartiger Mix aus Minivan und echtem Geländewagen. Ideal für Outdoor-Abenteuer. Kostet ca. 130 € pro Tag.
- Suzuki Jimny: Ein kleiner, kultiger Geländewagen, der sich durch jedes Terrain wühlt. Sehr begehrt bei Campern. Kostet ca. 85 € pro Tag.
- Honda Fit: Ein Raumwunder in der Kompaktklasse. Die Rücksitze lassen sich extrem flexibel umklappen. Kostet ca. 60 € pro Tag.
- Nissan Leaf: Das ideale Elektroauto für umweltbewusste Reisende in Gebieten mit guter Ladeinfrastruktur. Kostet ca. 80 € pro Tag.
- Toyota Noah: Ein solider Mittelklasse-Minivan, der zuverlässig bis zu 8 Personen transportiert. Kostet ca. 115 € pro Tag.
- Lexus RX: Wer Luxus und SUV-Power kombinieren möchte, greift zu diesem Premium-Modell. Kostet ca. 220 € pro Tag.
Die Wahl des richtigen Modells beim Auto mieten hängt stark von der geplanten Route ab. Wer viel in den Bergen unterwegs ist, sollte auf einen Wagen mit etwas mehr PS oder Allradantrieb achten, wie zum Beispiel den Subaru Forester oder den Mazda CX-5. Für Küstentouren oder Inselhopping in Okinawa reicht oft ein sparsamer Toyota Aqua oder ein Nissan Note vollkommen aus. Ein Mietwagen in Japan ist technologisch fast immer auf dem neuesten Stand. Die meisten Leihwagen verfügen über moderne Sicherheitssysteme wie Spurhalteassistenten, Notbremsfunktionen und Rückfahrkameras, was das Parken in den oft engen Parklücken erheblich erleichtert. Auch die Klimaanlagen sind in Japan extrem leistungsstark, was besonders in den feuchtheißen Sommermonaten ein Segen ist.
Ein interessanter Aspekt bei der Autovermietung ist das Navigationssystem. Fast jeder Mietwagen in Japan hat ein fest eingebautes Navi. Auch wenn die Menüführung oft auf Englisch umgestellt werden kann, ist die Eingabe von Zielen über japanische Schriftzeichen schwierig. Hier haben sich "MapCodes" bewährt. Das sind numerische Codes für fast jeden Ort in Japan, die man einfach ins System eintippt. Alternativ kann man oft auch die Telefonnummer des Ziels (z.B. des Hotels oder des Restaurants) eingeben, um die Route zu berechnen. Wenn man ein Fahrzeug mieten möchte, sollte man sich bei der Übergabe kurz erklären lassen, wie das System funktioniert. Die Zuverlässigkeit der japanischen Marken sorgt dafür, dass Pannen extrem selten sind, was die Wagen mieten Erfahrung in Japan zu einer der sichersten und stressfreiesten weltweit macht.
Beliebte Routen für Reisen mit dem Mietwagen in Japan
Japan mit dem Leihwagen zu erkunden, eröffnet Perspektiven, die den meisten Zugreisenden verborgen bleiben. Es gibt Strecken, die so spektakulär sind, dass die Fahrt selbst zum Ziel wird. Wer ein Auto mieten möchte, hat die Qual der Wahl zwischen dramatischen Küstenstraßen, serpentinenreichen Gebirgspässen und idyllischen Routen durch Reisfelder. Die Autovermietung ermöglicht es, an kleinen Aussichtspunkten anzuhalten, in entlegenen Onsen-Dörfern zu übernachten und den Massentourismus hinter sich zu lassen. Hier sind zehn der faszinierendsten Routen, die man mit einem Mietwagen in Japan erleben kann:
- Die Romantische Straße von Japan: Diese Route führt durch die Präfekturen Gunma und Tochigi. Sie verbindet die heißen Quellen von Kusatsu mit dem historischen Nikko. Unterwegs erlebt man dichte Wälder, Vulkane und wunderschöne Wasserfälle. Ein idealer Trip für Naturliebhaber, der etwa 2-3 Tage in Anspruch nimmt.
- Shimanami Kaido: Wahrscheinlich eine der spektakulärsten Brückenverbindungen der Welt. Sie verbindet die Hauptinsel Honshu mit der Insel Shikoku und führt über sechs kleinere Inseln im Seto-Inlandsee. Die Aussichten auf das tiefblaue Meer und die grünen Inseln sind atemberaubend. Mit dem Fahrzeug mieten kann man hier auch die versteckten Dörfer auf den Inseln besuchen.
- Die Küstenstraße von Hokkaido (Shakotan-Halbinsel): Hokkaido ist das Paradies für Autofahrer. Die Strecke entlang der Shakotan-Halbinsel bietet steile Klippen und ein Meer, das so blau ist, dass es "Shakotan Blue" genannt wird. Hier kann man den frischesten Seeigel (Uni) Japans direkt am Straßenrand essen.
- Irohazaka Winding Road: In der Nähe von Nikko gelegen, bietet diese Straße 48 Haarnadelkurven, die jeweils einem Buchstaben des japanischen Alphabets zugeordnet sind. Besonders im Herbst, wenn sich die Blätter verfärben, ist diese Strecke ein visuelles Fest. Die Wagen mieten Option ist hier perfekt, um die verschiedenen Aussichtsplattformen anzusteuern.
- Hakone Skyline und Ashinoko Skyline: Diese mautpflichtigen Straßen bieten bei klarem Wetter die wohl besten Ausblicke auf den Berg Fuji. Man fährt auf dem Kamm der Kraterwand und hat den Ashi-See auf der einen und den Fuji auf der anderen Seite. Ein absolutes Muss für Fotografen.
- Noto-Halbinsel Loop: Die Fahrt um die Noto-Halbinsel in der Präfektur Ishikawa zeigt das ländliche Japan von seiner rauhen und authentischen Seite. Man sieht die berühmten Reisterrassen von Senmaida, die direkt bis an das Japanische Meer abfallen. Hier ist man oft stundenlang allein auf der Straße.
- Shikoku 88 Tempel Pilgerweg (Teilstrecken): Die gesamte Insel Shikoku eignet sich hervorragend für eine Autovermietung Tour. Besonders die Küstenstraßen im Süden bei Kochi bieten wilde Natur und einsame Strände. Ein Mietwagen spart hier enorm viel Zeit im Vergleich zu den spärlichen Busverbindungen.
- Aso Panorama Line: Auf der Insel Kyushu führt diese Straße direkt in den riesigen Krater des Vulkans Aso. Die Landschaft wirkt fast surreal mit ihren weiten Grasflächen und den rauchenden Schloten im Hintergrund. Die Straßen sind breit und hervorragend ausgebaut.
- Tohoku Küstenstraße (Sanriku-Küste): Diese Route im Norden von Honshu führt durch Gebiete, die nach dem Tsunami von 2011 wieder aufgebaut wurden. Die Landschaft mit ihren tiefen Buchten und riesigen Betonmauern ist beeindruckend und mahnend zugleich. Hier ist ein Leihwagen essenziell, um die Fortschritte des Wiederaufbaus zu sehen.
- Venus Line in Nagano: Eine Hochgebirgsstraße, die durch die japanischen Alpen führt. Sie bietet weite Ausblicke, kühle Bergluft im Sommer und Zugang zu vielen Wanderwegen. Mit dem Auto mieten kann man hier die verschiedenen Hochplateaus erkunden, die auf über 1.500 Metern liegen.
Jede dieser Routen hat ihren eigenen Charme. Während Hokkaido im Sommer mit Lavendelfeldern und im Winter mit einer Schneepracht lockt, die man sonst nur aus Filmen kennt, ist der Süden Japans eher subtropisch geprägt. Wer sich für ein Fahrzeug mieten entscheidet, sollte beachten, dass man für viele dieser Strecken Zeit mitbringen muss. Die Durchschnittsgeschwindigkeit auf Landstraßen liegt oft nur bei 40 bis 50 km/h, da die Straßen kurvenreich sind und man oft durch kleine Ortschaften fährt. Doch genau das ist der Reiz: Man entdeckt das Japan hinter der Fassade der Metropolen. Die Autovermietung bietet die Flexibilität, an einem kleinen Schrein anzuhalten, weil er gerade so schön im Licht steht, oder einen Umweg zu fahren, um eine lokale Bäckerei auszuprobieren, von der man gelesen hat. Ein Mietwagen in Japan ist mehr als nur ein Transportmittel; er ist der Schlüssel zu individuellen Entdeckungen, die in keinem Reiseführer stehen.
Besonderheiten der Autovermietung in Japan
Ein Auto mieten in Japan unterscheidet sich in einigen wesentlichen Punkten von der Erfahrung in Europa oder Nordamerika. Zunächst einmal ist da die rechtliche Komponente. Japan hat das Genfer Abkommen über den Straßenverkehr von 1949 unterzeichnet. Das bedeutet, dass Touristen aus vielen Ländern einen Internationalen Führerschein benötigen, der genau auf diesem Abkommen basiert. Aber Achtung: Deutsche, Schweizer und Franzosen benötigen stattdessen eine offizielle japanische Übersetzung ihres nationalen Führerscheins, da ihre Länder ein anderes Abkommen unterzeichnet haben. Ohne dieses Dokument wird einem die Autovermietung den Wagen nicht aushändigen. Es ist also lebenswichtig, sich Wochen vor der Reise darum zu kümmern, entweder beim ADAC (für den Internationalen Schein) oder bei den jeweiligen Automobilclubs oder spezialisierten Dienstleistern für die Übersetzung.
Wenn man dann endlich vor seinem Leihwagen steht, fällt als Erstes der Linksverkehr auf. Das Lenkrad befindet sich auf der rechten Seite, und auch die Hebel für Blinker und Scheibenwischer sind oft vertauscht. Es dauert meist ein bis zwei Tage, bis man sich daran gewöhnt hat, nicht den Scheibenwischer zu betätigen, wenn man eigentlich abbiegen möchte. Die Japaner sind jedoch sehr nachsichtige Fahrer. Ein interessantes Detail ist der "Anfänger-Aufkleber" (Shoshinsha-Mark), ein gelb-grünes Schild in V-Form. Manchmal sieht man auch ein vierblättriges Kleeblatt-Symbol, das auf ältere Fahrer hinweist. Diese Symbole helfen, den Verkehrfluss und die Reaktionen der anderen Teilnehmer besser einzuschätzen. Die Fahrzeugmiete in Japan ist geprägt von einer extremen Höflichkeit; ein kurzes Warnblinken als Dankeschön nach dem Einscheren ist weit verbreitet.
Eine weitere Besonderheit bei der Autovermietung ist das Thema Parken. In Japan ist wildes Parken am Straßenrand absolut tabu und wird streng geahndet. In Städten muss man zwingend ein Parkhaus oder einen der vielen "Coin Parkings" nutzen. Das sind kleine Parkplätze mit automatischer Verriegelung unter dem Auto, die erst nach Bezahlung freigegeben wird. Wer in einem Ryokan oder Hotel übernachtet, sollte vorher klären, ob ein Parkplatz vorhanden ist, da dieser oft separat reserviert werden muss. Wenn man ein Fahrzeug mieten möchte, sollte man sich auch auf die Dimensionen japanischer Parklücken einstellen – diese sind oft sehr eng bemessen, weshalb die meisten Mietwagen serienmäßig mit Rückfahrkameras ausgestattet sind.
Das Thema Alkohol am Steuer wird in Japan mit extremer Härte behandelt. Die Promillegrenze liegt faktisch bei 0,0. Schon ein einziges kleines Bier kann zu drakonischen Strafen führen, und das gilt nicht nur für den Fahrer, sondern auch für die Passagiere im Auto, die zugelassen haben, dass der Fahrer trinkt. Auch die Autovermietung wird im Falle eines Unfalls unter Alkoholeinfluss jegliche Haftung ablehnen. Es ist daher ratsam, das Auto nach dem Check-in im Hotel stehen zu lassen, wenn man den Abend bei einem Sake ausklingen lassen möchte. Diese Strenge sorgt allerdings auch dafür, dass die Straßen in Japan nachts sehr sicher sind.
Die Navigationssysteme in japanischen Leihwagen sind kleine Wunderwerke der Technik, aber sie haben ihre Eigenheiten. Die Eingabe von Adressen ist für Ausländer fast unmöglich. Wie schon erwähnt, sind MapCodes die Rettung. Viele Tourismusbroschüren drucken diese Codes mittlerweile direkt neben die Sehenswürdigkeiten. Ein weiterer Tipp für alle, die ein Auto mieten: Japanische Tankstellen. An "Full-Service"-Stationen muss man das Auto nicht verlassen. Man ruft einfach "Regular, Full" (für Benzin) und die Mitarbeiter erledigen den Rest. Sie entsorgen sogar den Müll aus dem Aschenbecher und wischen das Armaturenbrett ab. Das ist ein Servicelevel, den man bei der Wagen mieten Erfahrung in anderen Ländern oft vermisst.
Die Versicherung beim Fahrzeug mieten ist in Japan sehr modular aufgebaut. Es gibt die CDW (Collision Damage Waiver), die bei fast allen Standardmieten dabei ist. Aber wie bereits erwähnt, sollte man unbedingt die Zusatzversicherung gegen die Non-Operation Charge (NOC) abschließen. Diese Gebühr von 20.000 bis 50.000 Yen (ca. 120-300 €) wird fällig, wenn das Auto nach einem Unfall zur Reparatur muss. Da Unfälle auch ohne Eigenverschulden passieren können, ist diese kleine Zusatzinvestition sehr beruhigend. Die meisten großen Anbieter für Autovermietung bieten diese "Safety Packs" für etwa 10 € pro Tag an.
Schließlich sollte man die Geschwindigkeitsbegrenzungen ernst nehmen. Auf Autobahnen darf man meist 80 oder 100 km/h fahren, auf Landstraßen oft nur 40 oder 50 km/h. Es gibt viele fest installierte Radarkameras, die sogenannten "Orbis", und auch zivile Polizeifahrzeuge sind unterwegs. Wer ein Wagen mieten möchte, sollte sich auf ein gemächliches Reisetempo einstellen. Japan ist kein Land für Raser, sondern für Genießer. Die langsame Fahrt ermöglicht es, die Landschaft aufzusaugen und sicher an sein Ziel zu kommen. Ein Mietwagen ist in Japan die Eintrittskarte in eine Welt voller Kontraste, in der modernste Technik auf jahrhundertealte Traditionen trifft.
Tipps für Touristen zum Reisen mit dem Mietwagen in Japan
Wer zum ersten Mal in Japan ein Auto mieten möchte, steht vor einem großen Abenteuer. Damit die Reise reibungslos verläuft, gibt es einige praktische Tipps, die den Unterschied zwischen Stress und purer Freude ausmachen können. Die Autovermietung in Japan ist zwar hochgradig organisiert, aber die kulturellen und technischen Unterschiede zum Westen sind nicht zu unterschätzen. Hier sind 15 detaillierte Tipps für alle, die Japan mit dem Leihwagen erkunden wollen:
- Besorge dir rechtzeitig die richtige Übersetzung: Wie erwähnt, brauchen Deutsche eine japanische Übersetzung ihres Führerscheins. Der internationale Führerschein allein reicht nicht aus und wird am Schalter der Autovermietung abgelehnt.
- Nutze MapCodes für das Navigationssystem: Da die Eingabe japanischer Namen kompliziert ist, sind diese Codes deine besten Freunde. Du findest sie online oder in speziellen Apps für Japan-Reisende.
- Miete unbedingt eine ETC-Karte: Ohne diese Karte musst du an jeder Mautstelle bar oder mit Kreditkarte bezahlen, was mühsam ist. Mit der Karte fährst du einfach durch die lila markierten Spuren.
- Achte auf die Ampelschaltung: In Japan gibt es oft Pfeilampeln unter der Hauptampel. Auch wenn die Hauptampel rot ist, darfst du in Pfeilrichtung fahren. Aber Vorsicht: Es gibt kein generelles "Rechts abbiegen bei Rot" wie in den USA.
- Parke niemals illegal: Die Bußgelder sind extrem hoch, und oft wird das Auto sogar abgeschleppt. Nutze immer die offiziellen Parkplätze, auch wenn sie ein paar Euro kosten.
- Plane genug Zeit für die Fahrten ein: Die Durchschnittsgeschwindigkeiten sind niedrig. Eine Strecke von 200 Kilometern kann auf Landstraßen gut und gerne fünf Stunden dauern.
- Tanke rechtzeitig, besonders in abgelegenen Gebieten: In den Bergen von Hokkaido oder Shikoku können Tankstellen selten sein. Nutze die Gelegenheit in größeren Orten.
- Lerne die Grundbegriffe an der Tankstelle: "Regular" ist normales Benzin, "Keiyu" ist Diesel und "Mantan" bedeutet vollgetankt. Damit kommst du an jeder Station klar.
- Nutze die Service Areas (SA) auf den Autobahnen: Diese Raststätten sind oft besser als viele Restaurants in der Stadt. Hier kannst du lokale Spezialitäten probieren und findest immer saubere Toiletten.
- Sei vorsichtig bei schmalen Straßen: In ländlichen Gebieten können Straßen plötzlich so eng werden, dass kein zweites Auto vorbeipasst. Es gibt oft Ausweichbuchten und Spiegel an den Kurven.
- Achte auf die "Black Ice"-Warnungen im Winter: In den japanischen Alpen und im Norden gefriert die Straße oft unsichtbar. Schneereifen sind bei der Fahrzeugmiete im Winter in diesen Regionen meist Standard, aber Vorsicht ist geboten.
- Nutze Google Maps als Backup: Das eingebaute Navi ist gut, aber Google Maps hat oft die aktuelleren Verkehrsdaten und zeigt Staus in Echtzeit an. Eine lokale SIM-Karte oder ein Pocket-Wifi ist dafür nötig.
- Bedanke dich mit dem Warnblinker: Wenn dich jemand vorlässt, lass den Warnblinker zwei- bis dreimal kurz aufleuchten. Das ist die japanische Art, "Danke" zu sagen.
- Überprüfe das Auto bei der Übergabe genau: Japaner sind sehr detailverliebt. Dokumentiere jeden Kratzer, damit es bei der Rückgabe keine Diskussionen gibt, auch wenn die Anbieter meist sehr fair sind.
- Achte auf Fußgänger und Radfahrer: Besonders in Städten haben diese oft Vorrang, und die Japaner verlassen sich darauf, dass Autofahrer extrem vorsichtig agieren.
Ein weiterer wichtiger Punkt beim Fahrzeug mieten ist die Kommunikation. In ländlichen Gebieten sprechen die Mitarbeiter der Autovermietung oft nur wenig Englisch. Eine Übersetzungs-App auf dem Handy kann hier Wunder wirken. Meistens sind die Verträge aber auch auf Englisch verfügbar, sodass man die wichtigsten Punkte versteht. Wer ein Auto mieten will, sollte auch wissen, dass die Mietwagenstationen oft direkt an den großen Bahnhöfen oder Flughäfen liegen, was die Übernahme sehr bequem macht. Es ist oft klug, mit dem Shinkansen in eine Region zu fahren und erst dort einen Wagen mieten zu nehmen, um die langen und teuren Autobahnfahrten ab Tokio zu vermeiden.
Wenn du mit Kindern reist, ist die Autovermietung in Japan ideal, da viele Züge während der Stoßzeiten sehr voll sein können. In einem Mietwagen haben die Kinder ihren eigenen Platz, und du kannst Pausen machen, wann immer es nötig ist. Die Kindersitz-Pflicht wird in Japan streng kontrolliert, also bestelle diese bei der Buchung unbedingt mit. Die meisten Wagen mieten Anbieter haben moderne und sichere Sitze im Angebot. Auch das Thema Müll im Auto ist in Japan ein Thema: Da es in der Öffentlichkeit kaum Mülleimer gibt, solltest du immer eine kleine Tüte im Leihwagen haben und deinen Müll an den Tankstellen oder in den Michi-no-Eki entsorgen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass ein Mietwagen die wohl intensivste Art ist, Japan zu erleben. Man sieht den Nebel in den Bergen von Kumano Kodo, man riecht das Meer an der Küste von Kyotango und man findet den kleinen Udon-Laden in der Präfektur Kagawa, der nur über eine Schotterpiste erreichbar ist. Wenn man die Regeln beachtet und sich auf das gemächliche Tempo einlässt, ist die Autovermietung in Japan ein absolut sicheres und bereicherndes Erlebnis. Die Freiheit, dort anzuhalten, wo es am schönsten ist, macht jede Reise zu einem Unikat. Ein Leihwagen ist in diesem Land nicht nur ein Fahrzeug, sondern ein treuer Begleiter auf dem Weg zu den verborgenen Schätzen der japanischen Kultur und Natur.