Stand der Verkehrsentwicklung in Argentinien
Wer an Argentinien denkt, dem kommen oft zuerst Tango, saftige Steaks und die unendliche Weite Patagoniens in den Sinn. Doch für Reisende, die dieses riesige Land auf eigene Faust erkunden wollen, ist die Realität auf den Straßen ein ebenso wichtiger Teil des Abenteuers. Ein Mietwagen in Argentinien ist oft die einzige Möglichkeit, die versteckten Winkel dieses zweitgrößten Landes Südamerikas wirklich kennenzulernen. Die Infrastruktur hat sich in den letzten Jahrzehnten massiv entwickelt, aber man muss verstehen, dass Argentinien ein Land der Kontraste ist. Während man in der Metropolregion Buenos Aires auf moderne, mehrspurige Autobahnen trifft, die an europäische Standards erinnern, kann man in der Provinz Jujuy oder tief im Süden auf Schotterpisten stoßen, die Mensch und Maschine alles abverlangen. Das Straßennetz ist sternförmig auf die Hauptstadt ausgerichtet, was bedeutet, dass die Hauptverbindungen meist in einem sehr guten Zustand sind. Die berühmte Ruta 40, die sich über 5000 Kilometer von Norden nach Süden entlang der Anden zieht, ist mittlerweile zu großen Teilen asphaltiert, besitzt aber immer noch legendäre Abschnitte aus Schotter, den sogenannten Ripio. Ein Mietwagen in Argentinien gibt einem die Freiheit, genau dort anzuhalten, wo die Aussicht am schönsten ist, und nicht dort, wo der Fernbus seinen Stopp einplant. Die Tankstellenabdeckung ist in den besiedelten Gebieten hervorragend, wobei YPF, die staatliche Gesellschaft, das dichteste Netz bietet. In Patagonien hingegen sollte man jede Gelegenheit zum Auftanken nutzen, da die Abstände zwischen den Stationen oft mehrere hundert Kilometer betragen können. Die Signalisation ist weitgehend international verständlich, wobei man sich an die teils etwas dynamischere Fahrweise der Einheimischen gewöhnen muss. Ein wichtiger Punkt für die Autovermietung ist das Verständnis für die Mautsysteme. Viele Autobahnen rund um die großen Städte sind mautpflichtig, wobei immer mehr auf elektronische Systeme wie Telepase umgestellt wird. Das Reisen mit dem Leihwagen ermöglicht es, die Puna-Hochebene, die Weinberge von Mendoza oder die Seenplatte von Bariloche in eigenem Tempo zu erleben. Die Fahrzeugflotten der Anbieter für Mietwagen in Argentinien sind modern und gut gewartet, was in einem Land mit solch extremen klimatischen Bedingungen essenziell ist. Von der Hitze im subtropischen Norden bis hin zu den eisigen Winden im Feuerland muss das Fahrzeug absolut zuverlässig sein. Insgesamt ist das Niveau der Verkehrsentwicklung für ein Schwellenland beachtlich, auch wenn man als Tourist immer eine gewisse Flexibilität und Vorsicht walten lassen sollte, besonders wenn man die Hauptverkehrsadern verlässt. Die Investitionen in den Straßenbau sind überall sichtbar, und Brücken sowie Tunnel werden stetig modernisiert, um den wachsenden Tourismus und den Binnenhandel zu unterstützen. Wer ein Auto mieten möchte, sollte sich also nicht vor der Infrastruktur scheuen, sondern sie als Teil des authentischen Erlebnisses begreifen, das dieses Land so einzigartig macht.
Kosten für einen Mietwagen in Argentinien
Die Preisgestaltung für die Autovermietung in Argentinien kann auf den ersten Blick komplex wirken, da sie von saisonalen Schwankungen, der gewählten Region und natürlich dem Fahrzeugtyp abhängt. Grundsätzlich sollte man wissen, dass die Preise in Euro oft stabiler sind als in der lokalen Währung, die starken Schwankungen unterliegt. Ein Mietwagen in Argentinien ist im Vergleich zu anderen südamerikanischen Ländern oft etwas teurer, was an den hohen Importzöllen für Fahrzeuge und der notwendigen robusten Wartung liegt. Wenn man ein Auto mieten möchte, sollte man mit einer Preisspanne rechnen, die bei etwa 40 Euro pro Tag für die einfachsten Modelle beginnt und bis zu 250 Euro für spezialisierte Offroad-Fahrzeuge reichen kann. Die Kosten beinhalten in der Regel eine Basisversicherung, aber es ist dringend ratsam, über Zusatzversicherungen nachzudenken, besonders wenn man Schotterstraßen befahren möchte. Ein Leihwagen der Kompaktklasse ist für die meisten asphaltierten Strecken völlig ausreichend und schont das Reisebudget. Wer jedoch in die Anden oder nach Patagonien möchte, sollte nicht am falschen Ende sparen, da ein robusteres Fahrzeug dort mehr Sicherheit bietet. Hier ist eine detaillierte Übersicht der ungefähren Tagespreise für verschiedene Fahrzeugtypen, basierend auf einer durchschnittlichen Mietdauer von einer Woche:
- Kleinstwagen (z.B. VW Up oder ähnlich): ca. 45 - 55 € pro Tag
- Wirtschaftliche Kompaktklasse (z.B. VW Gol, Toyota Etios): ca. 55 - 65 € pro Tag
- Mittelklasse-Limousine (z.B. Fiat Cronos, Chevrolet Cruze): ca. 70 - 85 € pro Tag
- Premium-Limousine (z.B. Toyota Corolla): ca. 90 - 110 € pro Tag
- Kleiner SUV / Crossover (z.B. Renault Duster, Ford EcoSport): ca. 95 - 120 € pro Tag
- Mittelklasse SUV (z.B. VW Taos, Jeep Compass): ca. 130 - 150 € pro Tag
- Allradgetriebener Pickup (z.B. Toyota Hilux 4x4): ca. 160 - 190 € pro Tag
- Großer Geländewagen (z.B. Toyota SW4): ca. 200 - 250 € pro Tag
- Minivan für Familien (z.B. Chevrolet Spin, 7-Sitzer): ca. 100 - 130 € pro Tag
- Lieferwagen / Cargo-Van (z.B. Renault Kangoo): ca. 75 - 95 € pro Tag
- Luxusklasse (z.B. Audi oder BMW Modelle, selten verfügbar): ab 220 € pro Tag
- Elektrofahrzeug (sehr begrenzt in Großstädten): ca. 120 - 150 € pro Tag
Diese Preise für einen Mietwagen in Argentinien können in der Hochsaison (Dezember bis Februar sowie im Juli) deutlich ansteigen. Zudem fallen oft zusätzliche Gebühren für die Einwegmiete an, wenn man das Auto an einem Ort abholt und an einem anderen zurückgibt. Da die Distanzen riesig sind, können diese Dropping-Fees mehrere hundert Euro betragen. Ein weiterer Kostenfaktor ist der Grenzübergang; wer mit dem Mietwagen in Argentinien nach Chile ausreisen möchte, benötigt eine spezielle Versicherung und Genehmigung, die etwa 80 bis 150 Euro extra kostet. Es lohnt sich fast immer, den PKW mieten Prozess frühzeitig online abzuschließen, um sich bessere Raten zu sichern. Die Autovermietung vor Ort am Flughafenschalter ist meist die teuerste Option. Man sollte auch auf die Kilometerbegrenzung achten. In einem Land, in dem man an einem Tag problemlos 600 Kilometer zurücklegt, ist ein Vertrag mit unbegrenzten Kilometern fast immer die bessere Wahl. Wenn man ein Fahrzeug mieten möchte, sollte man auch die Kosten für Treibstoff einplanen. Benzin und Diesel sind im Vergleich zu Europa meist günstiger, aber die Preise variieren zwischen den Provinzen, wobei der Kraftstoff im Süden (Patagonien) aufgrund von Subventionen oft am preiswertesten ist. Die Kaution, die auf der Kreditkarte blockiert wird, ist ein weiterer wichtiger Punkt und kann je nach Anbieter und Fahrzeug zwischen 500 und 2000 Euro liegen.
Marken und Modelle für die Autovermietung in Argentinien
Die Fahrzeugflotten für die Autovermietung in Argentinien sind stark geprägt von den Modellen, die im Land selbst oder im benachbarten Brasilien produziert werden. Das hat den großen Vorteil, dass Ersatzteile überall verfügbar sind und die Mechaniker sich mit der Technik bestens auskennen. Wenn Sie ein Auto mieten, werden Sie feststellen, dass Marken wie Volkswagen, Toyota, Fiat und Ford den Markt dominieren. Diese Fahrzeuge sind speziell auf die teilweise rauen Bedingungen in Südamerika abgestimmt. Ein Mietwagen in Argentinien muss oft mit hohen Temperaturen, Staub und unebenen Straßen zurechtkommen. Besonders beliebt sind Pickups, da sie als Statussymbol und praktisches Arbeitstier zugleich gelten. Für Touristen bieten sie den Vorteil einer erhöhten Bodenfreiheit, was beim Befahren von Nationalparks oft entscheidend ist. Hier ist eine ausführliche Liste der gängigsten Modelle, die man bei einer Autovermietung in Argentinien findet:
- Volkswagen Gol: Der Klassiker schlechthin. Ein robuster Kleinwagen, ideal für Städte und asphaltierte Landstraßen. Kosten ca. 55 €/Tag.
- Toyota Etios: Bekannt für seine Zuverlässigkeit und den sparsamen Motor. Sehr beliebt in der Kompaktklasse. Kosten ca. 60 €/Tag.
- Fiat Cronos: Eine moderne Limousine mit viel Kofferraumvolumen, perfekt für längere Fahrten zu zweit oder dritt. Kosten ca. 75 €/Tag.
- Toyota Hilux: Der König der argentinischen Straßen. Ein extrem robuster 4x4-Pickup, der jedes Gelände meistert. Kosten ca. 175 €/Tag.
- Ford Ranger: Ein starker Konkurrent des Hilux, oft mit Automatikgetriebe und sehr komfortabler Ausstattung verfügbar. Kosten ca. 180 €/Tag.
- Chevrolet Onix: Ein moderner Hatchback mit guter Konnektivität und sicherem Fahrverhalten für junge Reisende. Kosten ca. 65 €/Tag.
- Renault Duster: Ein günstiger Einstieg in die Welt der SUVs. Bietet viel Platz und eine gute Bodenfreiheit ohne 4x4. Kosten ca. 95 €/Tag.
- Volkswagen Amarok: Ein in Argentinien gebauter Premium-Pickup, der fast PKW-Komfort bietet und sehr sicher liegt. Kosten ca. 185 €/Tag.
- Jeep Renegade: Ein stylischer kleiner SUV, der sich besonders in den Bergregionen von Salta und Jujuy gut macht. Kosten ca. 110 €/Tag.
- Toyota Corolla: Für Reisende, die Wert auf Komfort und Laufruhe auf den langen Autobahnen legen. Kosten ca. 100 €/Tag.
- Chevrolet Spin: Das Go-To-Fahrzeug für Familien oder kleine Gruppen, da es als 7-Sitzer konfiguriert werden kann. Kosten ca. 115 €/Tag.
- Ford EcoSport: Ein kompakter SUV, der sehr wendig ist und eine gute Übersicht im Stadtverkehr bietet. Kosten ca. 90 €/Tag.
- Nissan Frontier: Ein weiterer lokal produzierter Pickup, der für seine Langlebigkeit und Federung geschätzt wird. Kosten ca. 170 €/Tag.
- Peugeot 208: Ein schicker, europäisch angehauchter Kleinwagen für den Einsatz in Buenos Aires oder Cordoba. Kosten ca. 68 €/Tag.
- Toyota SW4: Die geschlossene SUV-Variante des Hilux. Luxuriös, groß und absolut geländegängig. Kosten ca. 230 €/Tag.
Wenn man ein Fahrzeug mieten möchte, sollte man beachten, dass man in Argentinien oft die Fahrzeugkategorie bucht und nicht zwingend das exakte Modell. Dennoch versuchen die Anbieter für Mietwagen in Argentinien meist, den Wünschen der Kunden zu entsprechen. Ein wichtiger Hinweis für alle, die ein Auto mieten: Die meisten Fahrzeuge in der günstigeren Preisklasse haben ein Schaltgetriebe. Wer ein Automatikfahrzeug bevorzugt, sollte dies explizit angeben und mit einem Aufpreis rechnen. Zudem sind Diesel-Fahrzeuge bei den großen Pickups Standard, während PKW meist mit Benzin laufen. Die Autovermietung wird Sie bei der Übergabe normalerweise darauf hinweisen. Ein Leihwagen mit Allradantrieb ist für die Puna oder Teile Südpatagoniens nicht nur ein Luxus, sondern oft eine Notwendigkeit, um sicher ans Ziel zu kommen.
Beliebte Routen für Fahrten mit dem Mietwagen in Argentinien
Ein Mietwagen in Argentinien eröffnet Welten, die dem durchschnittlichen Pauschaltouristen verborgen bleiben. Das Land ist so vielfältig, dass jede Region eine völlig andere Kulisse bietet. Wenn man ein Auto mieten möchte, sollte man sich im Klaren sein, dass man aufgrund der Entfernungen oft nur einen Teil des Landes pro Reise schaffen kann. Ein Leihwagen ermöglicht es, die dramatischen Landschaften der Anden ebenso zu erleben wie die endlosen Weiten der Pampa oder die zerklüfteten Küsten des Atlantiks. Hier sind zehn der spektakulärsten Routen für eine Reise mit dem Mietwagen in Argentinien:
- Die Ruta de los Siete Lagos: Diese etwa 110 Kilometer lange Strecke zwischen Villa La Angostura und San Martín de los Andes ist ein absolutes Muss. Man fährt durch dichte Wälder, vorbei an tiefblauen Gletscherseen und schneebedeckten Gipfeln. Ein PKW mieten ist hier ideal, da man an jedem der sieben Seen für ein Picknick oder eine kleine Wanderung anhalten kann.
- Die Quebrada de Humahuaca: Im Norden des Landes, in der Provinz Jujuy, führt diese Route durch ein farbenprächtiges Tal, das zum UNESCO-Welterbe gehört. Mit dem Mietwagen in Argentinien kann man Bergdörfer wie Purmamarca mit seinem Berg der sieben Farben in aller Ruhe erkunden. Die Straßen sind hier gut ausgebaut, aber man gewinnt schnell an Höhe.
- Mendoza Weinroute: Rund um die Stadt Mendoza erstrecken sich die besten Weingüter der Welt. Mit einem Leihwagen kann man die verschiedenen Anbaugebiete wie Luján de Cuyo oder das Uco-Tal besuchen. Die Kulisse der massiven Anden im Hintergrund der grünen Rebstöcke ist einfach atemberaubend, aber Vorsicht: Don't drink and drive ist hier streng Gesetz.
- Die Route 40 durch das Calchaquí-Tal: Zwischen Salta und Cafayate führt der Weg durch bizarre Felsformationen und rote Schluchten. Die Strecke ist ein Traum für jeden Fotografen und zeigt die raue Schönheit des Nordwestens. Ein Fahrzeug mieten mit etwas Bodenfreiheit ist hier empfehlenswert, da es kleinere Abstecher auf Schotterwege gibt.
- Península Valdés: Wer die Autovermietung in Puerto Madryn nutzt, kann die gesamte Halbinsel umrunden. Hier sieht man Wale, Seeelefanten, Pinguine und Orcas direkt von der Küste aus. Die Straßen auf der Halbinsel sind fast ausschließlich Schotterpisten, was ein vorsichtiges Fahren erfordert.
- Die südliche Ruta 40 nach El Chaltén: Von El Calafate aus fährt man durch die endlose patagonische Steppe in Richtung der Fitz Roy Gruppe. Die Straße ist mittlerweile asphaltiert und bietet bei klarem Wetter einen der ikonischsten Ausblicke der Welt. Ein Mietwagen in Argentinien ist hier wichtig, um flexibel auf das wechselhafte Wetter reagieren zu können.
- Der Circuito Chico bei Bariloche: Eine kurze, aber unglaublich intensive Runde um den Nahuel Huapi See. Man hat Panoramablicke auf das berühmte Hotel Llao Llao und zahlreiche Buchten. Diese Route lässt sich perfekt in einen Nachmittag integrieren, wenn man ein Auto mieten möchte.
- Von Salta nach Cachi über die Cuesta del Obispo: Eine Passstraße, die sich in unzähligen Serpentinen auf über 3000 Meter hochschraubt. Oben angekommen, durchquert man den Nationalpark Los Cardones mit seinen tausenden Kakteen. Ein Leihwagen mit einem guten Motor ist hier von Vorteil, um die Steigungen mühelos zu bewältigen.
- Die Atlantikküste von Mar del Plata bis Necochea: Für Fans von weiten Stränden und Dünen bietet diese Strecke eine entspannte Atmosphäre. Es ist der klassische Urlaubsweg vieler Argentinier, gesäumt von kleinen Badeorten und Pinienwäldern. Die Autovermietung ist in Mar del Plata problemlos möglich.
- Feuerland – Das Ende der Welt: Rund um Ushuaia gibt es Strecken, die in den Nationalpark Tierra del Fuego oder zum Lago Fagnano führen. Es ist ein ganz besonderes Gefühl, mit dem Mietwagen in Argentinien am südlichsten befahrbaren Punkt des Kontinents zu stehen. Die Landschaften sind hier wild, moorig und von einer fast magischen Stille geprägt.
Jede dieser Routen hat ihren eigenen Charme und erfordert eine unterschiedliche Planung. Wer ein Fahrzeug mieten will, sollte die Fahrzeiten nicht unterschätzen; 200 Kilometer in den Bergen dauern wesentlich länger als auf der flachen Autobahn. Ein Auto mieten bedeutet in Argentinien auch, sich auf das Unerwartete einzulassen, wie zum Beispiel eine Herde Guanakos, die plötzlich die Fahrbahn kreuzt, oder ein spontaner Stopp in einem kleinen Dorf für eine hausgemachte Empanada.
Besonderheiten beim Auto mieten in Argentinien
Die Entscheidung für eine Autovermietung in Argentinien ist der erste Schritt zu einem unvergleichlichen Abenteuer, doch es gibt einige landesspezifische Besonderheiten, die man unbedingt kennen sollte. Zunächst einmal ist das Mindestalter für die Anmietung eines Fahrzeugs oft bei 21 Jahren festgesetzt, wobei einige Anbieter für junge Fahrer unter 25 Jahren zusätzliche Gebühren verlangen. Ein gültiger nationaler Führerschein wird meist akzeptiert, aber die Mitführung eines internationalen Führerscheins ist dringend empfohlen, um bei Polizeikontrollen Missverständnisse zu vermeiden. Apropos Kontrollen: In Argentinien ist die Polizei auf den Landstraßen sehr präsent. Es gibt häufig Checkpoints (Controles Policiales), bei denen Papiere, Versicherungsschutz und die Sicherheitsausrüstung des Fahrzeugs geprüft werden. Ein Mietwagen in Argentinien ist standardmäßig mit den notwendigen Dingen wie Warndreieck und Feuerlöscher ausgestattet, aber es schadet nicht, dies bei der Übernahme kurz zu prüfen.
Ein sehr spezifischer Aspekt beim Auto mieten in Argentinien ist das Thema Versicherung. Die Standardversicherung deckt oft nicht alle Schäden ab, die auf Schotterstraßen entstehen können. Steinschläge in der Windschutzscheibe oder Reifenschäden sind auf dem Ripio keine Seltenheit. Viele Touristen entscheiden sich daher für eine Zusatzversicherung ohne Selbstbeteiligung, was zwar die Kosten für den Leihwagen erhöht, aber für einen entspannteren Schlaf sorgt. Man sollte auch genau prüfen, was die Autovermietung unter einem "Rundum-Schutz" versteht, da Glas- und Reifenschäden manchmal explizit ausgeschlossen sind. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Kreditkarte: Ohne eine echte Kreditkarte auf den Namen des Hauptfahrers ist es fast unmöglich, einen Mietwagen in Argentinien zu erhalten, da die Kaution darauf blockiert wird.
Wenn man plant, mit dem Leihwagen die Grenze nach Chile zu überqueren, muss dies unbedingt schon bei der Buchung angegeben werden. Man benötigt ein spezielles Dokument namens "Permiso para cruce de frontera", das von der Autovermietung vorbereitet werden muss. Dieser Vorgang dauert oft einige Tage und kostet eine zusätzliche Gebühr. Ohne dieses Dokument wird man an der Grenze unweigerlich abgewiesen. Es ist auch wichtig zu wissen, dass man das Fahrzeug in der Regel in dem Land zurückgeben muss, in dem man es gemietet hat; grenzüberschreitende Einwegmieten sind extrem selten und unverhältnismäßig teuer. Wer also ein Fahrzeug mieten möchte, um beide Länder zu erkunden, sollte seine Route als Rundreise planen.
Die Kraftstoffversorgung ist ein Thema für sich. In weiten Teilen des Landes, besonders in Patagonien, sind Tankstellen rar gesät. Es ist eine goldene Regel für jeden, der mit einem Mietwagen in Argentinien unterwegs ist: Tanken Sie immer dann, wenn Sie eine Tankstelle sehen, auch wenn der Tank noch halb voll ist. Es kann vorkommen, dass eine Tankstelle keinen Treibstoff mehr hat oder wegen technischer Probleme geschlossen ist. Zudem sollte man wissen, dass es zwei Arten von Benzin gibt: Super und Premium (oft "Infinia" oder "V-Power" genannt). Die meisten modernen Mietwagen vertragen Super, aber bei leistungsstarken Motoren oder Pickups wird oft Premium empfohlen. Die Autovermietung wird Ihnen sagen, was der Wagen benötigt.
Die Verkehrsregeln in Argentinien sind im Grunde ähnlich wie in Europa, aber die Umsetzung ist oft interpretierbar. Ein besonderes Phänomen ist das Blinken: Wenn ein LKW vor Ihnen auf der Landstraße links blinkt, bedeutet das oft nicht, dass er abbiegen will, sondern dass die Gegenfahrbahn frei ist und Sie überholen können. Dies ist jedoch kein Gesetz, sondern eine Geste der Höflichkeit, auf die man sich nicht blind verlassen sollte. In den Städten gilt die Vorfahrt von rechts, was aber oft durch die Größe der Straße oder die schiere Entschlossenheit des Fahrers außer Kraft gesetzt wird. Wer ein Auto mieten möchte, sollte defensiv fahren und immer mit plötzlichen Manövern anderer Verkehrsteilnehmer rechnen.
Die Entfernungen in Argentinien sind gigantisch und werden oft unterschätzt. Eine vermeintlich kurze Strecke auf der Karte kann sich aufgrund von Straßenzuständen oder Passüberquerungen über einen ganzen Tag ziehen. Ein Mietwagen in Argentinien sollte daher immer mit Bedacht für den jeweiligen Tag geplant werden. Nachtfahrten sollten außerhalb der Großstädte unbedingt vermieden werden. Nicht nur wegen des schlechteren Straßenzustands, sondern vor allem wegen der Tiere. Guanakos, Rinder, Pferde oder Füchse können plötzlich auf der Fahrbahn auftauchen, und die Beleuchtung vieler älterer LKWs ist oft mangelhaft. Ein PKW mieten bedeutet Verantwortung für die eigene Sicherheit und die des Fahrzeugs zu übernehmen.
Schließlich ist noch die Parksituation zu erwähnen. In großen Städten wie Buenos Aires, Córdoba oder Rosario ist es ratsam, den Mietwagen in einem bewachten Parkhaus (Estacionamiento oder Garage) abzustellen. Das Parken auf der Straße ist oft kompliziert und nicht immer sicher vor kleinen Parkremplern oder Diebstahl von Zubehör. Die Kosten für ein Parkhaus sind moderat und die Sicherheit, die sie bieten, ist den Preis wert. Wenn Sie bei einer Autovermietung in Argentinien ein Fahrzeug mieten, fragen Sie auch nach Tipps für die Region; die Mitarbeiter vor Ort kennen oft die sichersten Routen und die besten Orte für einen Zwischenstopp.
Tipps für Touristen zum Thema Mietwagen in Argentinien
Eine Reise mit dem Mietwagen in Argentinien ist zweifellos eine der besten Arten, die Seele dieses Landes zu spüren. Damit das Erlebnis jedoch positiv in Erinnerung bleibt, gibt es einige praktische Ratschläge, die über das reine Fahren hinausgehen. Argentinien ist ein Land, das Geduld und Vorbereitung erfordert. Wer ein Auto mieten möchte, sollte sich nicht nur auf die Technik verlassen, sondern auch ein gewisses Maß an Improvisationstalent mitbringen. Hier sind die wichtigsten Tipps für Ihre Reise mit dem Leihwagen:
- Nehmen Sie immer ausreichend Bargeld mit, da viele Mautstellen und Tankstellen in abgelegenen Regionen keine internationalen Kreditkarten akzeptieren.
- Laden Sie sich Offline-Karten (z.B. von Google Maps oder Maps.me) herunter, da der Mobilfunkempfang außerhalb der Städte oft komplett verschwindet.
- Kontrollieren Sie bei der Autovermietung unbedingt den Zustand des Ersatzreifens und das Vorhandensein von Wagenheber und Werkzeug.
- Achten Sie auf die Windverhältnisse in Patagonien; beim Öffnen der Autotüren kann eine starke Böe das Scharnier beschädigen, halten Sie die Tür immer gut fest.
- Planen Sie Ihre Etappen so, dass Sie immer vor Sonnenuntergang an Ihrem Ziel ankommen, um die Gefahren von Nachtfahrten zu vermeiden.
- Wenn Sie ein Fahrzeug mieten, prüfen Sie den Tankdeckel und notieren Sie sich die korrekte Kraftstoffsorte, um Fehlbetankungen zu vermeiden.
- Halten Sie bei Polizeikontrollen immer alle Dokumente bereit und bleiben Sie freundlich; oft handelt es sich nur um Routineprüfungen der Autovermietung Papiere.
- In ländlichen Gegenden ist es üblich, sich per Handzeichen oder kurzer Lichthupe zu grüßen, was die Fahrt mit dem Mietwagen in Argentinien persönlicher macht.
- Vermeiden Sie es, Wertsachen sichtbar im Auto liegen zu lassen, besonders in touristischen Zentren oder wenn Sie den Wagen für eine Wanderung abstellen.
- Achten Sie auf Schlaglöcher, die oft plötzlich und ohne Vorwarnung auf eigentlich guten Straßen auftauchen können.
- Nutzen Sie Apps wie "YPF" oder ähnliche, um die nächste Tankstelle zu finden und die Preise zu vergleichen.
- Wenn Sie auf Schotter (Ripio) fahren, reduzieren Sie die Geschwindigkeit deutlich und halten Sie großen Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug wegen des Steinstaub und der Steinschläge.
- Informieren Sie sich vorab über die "Pico y Placa" Regelungen oder Umweltzonen in Großstädten, falls diese temporär eingeführt werden.
- Ein zweiter Fahrer ist bei den langen Distanzen in Argentinien absolut empfehlenswert, um Ermüdung vorzubeugen.
- Trinken Sie viel Wasser und machen Sie regelmäßige Pausen, da die trockene Luft in vielen Regionen den Körper schneller dehydriert, als man denkt.
Wenn man ein Auto mieten will, sollte man auch die lokalen Feiertage im Blick haben. Zu Zeiten wie Ostern (Semana Santa) oder im Hochsommer sind viele Orte ausgebucht und die Autovermietung in Argentinien hat oft keine freien Kapazitäten mehr. Eine Vorausbuchung von mehreren Monaten ist in diesen Zeiten kein Luxus, sondern Notwendigkeit. Zudem ist es hilfreich, ein paar Brocken Spanisch zu beherrschen. Selbst wenn man in der Autovermietung meist mit Englisch durchkommt, sieht das an einer kleinen Tankstelle in der Provinz Chubut schon ganz anders aus. Ein freundliches "Hola, lleno de Super, por favor" (Hallo, vollmachen mit Super, bitte) wirkt oft Wunder. Ein weiterer Tipp für den Mietwagen in Argentinien: Achten Sie auf die Reifendruckanzeige. Durch die großen Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht kann der Luftdruck schwanken. Wer ein Fahrzeug mieten möchte, sollte auch wissen, dass das Licht am Tag auf allen Autobahnen und Landstraßen eingeschaltet sein muss. Das ist eine gesetzliche Vorschrift, deren Missachtung oft zu Bußgeldern führt. Ein PKW mieten bedeutet auch, die Natur zu respektieren. Argentinien hat wunderschöne Nationalparks, in denen man sich strikt an die Wege halten sollte. Müll sollte niemals aus dem Fenster geworfen werden, besonders in der trockenen Pampa besteht extreme Brandgefahr. Wenn Sie all diese Tipps beherzigen, wird die Zeit mit Ihrem Leihwagen zu einer der bereicherndsten Erfahrungen Ihres Lebens. Die Weite des Horizonts, das Gefühl von Freiheit und die Gastfreundschaft der Menschen, die man abseits der Pfade trifft, machen jeden Kilometer mit dem Mietwagen in Argentinien wertvoll.